Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Nightmoon
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Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von Nightmoon » Fr 28. Mai 2010, 22:23

Kürzlich hab ich irgendwo gelesen, dass das Alter eines Hundes nicht zwangsläufig von der Rasse abhängig gemacht werden kann, ebenso spielt auch die Größe des Hundes nicht so DIE Rolle dabei, viel mehr wiegt das Wesen des Hundes dabei am meisten.
Dabei wurde gesagt, dass z.B. die sehr ruhigen Hunde, die gerne und viel schlafen, die erforschenden Hunde und das hinterher dappernde, sich stets unterordnende Hundchen immer so um den Durchschnitt alt werden, der so bei 10,4 Jahren liegen soll. Die ewig "aufgeregten" Hunde, die kaum oder gar nicht zur Ruhe kommen (Choleriker) hingegen, sollen im Durchschnitt sogar ca. 2,6 Jahre kürzer zu leben haben und die fröhlichen, lebenslustigen und temperamentvollen Hunde leben deutlich länger, als der übliche Durchschnitt. Bei dem ganzen Drumherum spielt natürlich Stress eine wesentliche Rolle, also wie schnell ein Hund Stress wieder abbauen kann. Dem jenigen, dem es schnell und gut gelingt, der lebt eben länger, also der Temperamentvolle, mit fröhlichem Charakter.
Klar, eine weitere wesentliche Rolle spielt dazu dann auch noch die Vorerkrankungen des Hundes, wie gut wurde es auskuriert oder stabilisiert und die Krankheiten, die Hund so im Laufe des Lebens er- und durchlebte. Immerhin geht man so weit zu sagen, dass ein paar gut auskurierte Kinderkrankheiten beim Hund sogar lebensverlängernd wirken können, womit aber nicht gemeint ist, dass man sich jetzt absichtlich einen kranken Hund zulegen soll, um ihn gesund zu pflegen, in der Hoffnung, dass er dadurch wesentlich länger lebt. Es kommt auf die Art der Erkrankung und die Art der Behandlung und Heilung an.


Meine persönlichen Erfahrungen sind dahingehend, dass ich diese Theorie?!? gut unterstreichen kann.
Das Allerwichtigste bei einem langen Leben sind zum einen die Gesundheit des Hundes, wobei dazu für mich eben auch gehört, dass Hund zwar auch mal krank sein kann, es aber gut und richtig auskuriert werden sollte und zum anderen die Lebensqualität. Letzteres scheint mir beinahe noch viel wichtiger zu sein, denn das merke ich täglich an meiner Hundemaus.

Mit ihrer Herzerkrankung wurde mir vor über 3 Jahren gesagt, dass ich mir keine großen Hoffnungen machen solle und sie es wohl nicht über den Sommer schaffe und selbst wenn sie es schaffen würde, dann würde sie es höchstens noch bis zum nächsten Sommer schaffen und das wars dann. :hm: Tja, was soll ich sagen.... Tessa lebt damit nun schon das 3. Jahr. :D
:daum: Ich hoffe das bleibt auch so - solange sie sich nicht quälen muss!

Dass wir viel Hoffen und Bangen dabei hatten, brauche ich wohl nicht zu sagen auch, dass wir Unmengen an Geld investierten, dass sie medizinisch bestens versorgt wurde, aber das Allerwichtigste und "ihr persönliches Druckmittel" :jaja: ist ihr Seelenleben. Wenn sie mit allem zufrieden ist, sich dabei gut fühlt, dann geht es ihr auch gut. Fühlt sie sich hinten angestellt oder gar vernachlässigt, dann kann man zugucken, wie sich ihr Gesundheitszustand innerhalb weniger Stunden drastisch verschlechtert. Die Wetterbedingungen spielen bei ihr auch noch eine Rolle, aber weitaus wichtiger ist halt ihr persönlicher Spaßfaktor.
Klar, damit hat sie voll das Druckmittel uns gegenüber, was sie manchmal, wie mir scheint auch voll ausnutzt. :lach: Freche Maus. :love:

Mir ist auch bewusst, dass das wahrscheinlich nicht bei jeder Krankheit so funktioniert, wie bei Tessas, aber einen gewissen positiven Einfluss glaube ich schon.

Wie denkt Ihr darüber?
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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 28. Mai 2010, 22:50

Ich pers. würde eher sagen das es vor allem auf die Haltungsbedingungen und die Einstellung des Halters zum Hund ankommt wie alt er (tödliche erkrankungen ma außen vor gelassen) wie alt er tatsächlich wird.

Ein Hund der weiß das er geliebt wird, wird den ich mal wesentlich ausgeglichener und weniger streßanfällig sein, als einer der ständig vernachläässigt oder gar misshandelt wird.
Mit freundlichen Grunzern

Annette

Mit 2 samtpfotigen Killern

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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von steffi » Sa 29. Mai 2010, 00:52

hmmm, und was machen wir dann zb im falle von aykoo, papas hund?

wir haben ihn mit einem jahr von einer familie übernommen, der es plötzlich einfiel, daß sie eigentlich gar keine zeit hat für einen goldie! :püh: aykoo ist extrem ängstlich und schreckhaft, im grunde ständig auf der flucht, wenn er nicht in seinem revier ist (komischerweise ist er aber ganz locker beim spazierengehen). aber er ist auch wahnsinnig verschmust und kann ganz schön penetrant sein, wenn es um aufmerksamkeiten geht.
zusammenfassend: wir haben hier einen hund, der sich komplett unterordnet, ständig unter streß ist aus angst, aber gleichzeitig sowas von lebensfroh und munter ist, wie man als zweijähriger rüde nur sein kann... :crazy:
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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von Nightmoon » Sa 29. Mai 2010, 11:53

Hallo Steffie,

:hehe: *meld* Ganz so mit dem komplett Unterordnen scheints dann doch nicht zu sein, wenn Du schreibst:
steffi hat geschrieben:und kann ganz schön penetrant sein, wenn es um aufmerksamkeiten geht
;) Er ist ja noch mit zarten 2 Jahren voll in der Entwicklung, auch was das Zusammenleben mit Euch anbelangt. Er lernt täglich von und mit Euch, da ist meiner Meinung noch alles drin.
Wie alt er nun werden wird? Hmmmmmm.... Keine Ahnung, ich weiß aber, dass es durchaus Hunderassen gibt, wo man immer sagt, dass die nicht so alt werden und dann doch ein richtig hohes Alter aufweisen.
Wenn ich so an die älteste Hündin hier aus Deutschland denke, das ist eine Bernersennenhündin und die ist stolze 26 Jahre alt.
Oder von meiner Kollegin, sie hat eine Dalmatinerhündin, die mittlerweile 15 Jahre alt ist, wo doch immer gesagt wird, dass Dalmatiner nur so max. um die 10 Jahre werden. :hm:

Meine war auch früher das reinste Angst- und Panikbündel (schlimme Welpenerfahrung oder Erstbesitzer oder beides.. :hm: k.A.) und trotzdem schaffte ich es, ihr ganzes Temperament aus ihr heraus zu locken. Klar hatte sie über die Jahre immer wieder mit ihren Ängsten zu tun, aber ich meine, dass sich das Meiste bei ihr bis zum 8. Lebensjahr gegeben hat. :lieb: Sie wurde ab da irgendwie cooler. Vielleicht hing das auch mit ihrer Kastration zusammen?! :hm: Sie hatte damals eine schlimme Gebärmutterentzündung und wurde durch eine Not-Op gerettet. :hm: Ich weiß es nicht, aber sie ist jetzt 13 Jahre alt und das trotz vieler Krankheiten und Verletzungen und OP's. :D Aber ich gebe offen zu, dass sie jetzt eine richtige Bilderbuchzicke geworden ist. Sie fordert auch penetrant IHREN Tagesablauf. :jaja: Manchmal gehts mir echt auf den Keks, aber andersherum bin ich ja heilfroh, dass sie mir noch auf den Keks gehen kann. :lach:

Ach ja, es wurde auch gesagt, dass Hunde um und unter 7kg nicht eine so hohe Lebenserwartung hätten, wie Hunde um die 15 kg. :hm:

Tessa liegt jetzt bei ungesunden 15,5 kg. :arg: Das hängt aber mit ihrer Krankheit zusammen. Normal hatte sie immer so 12 max. 12,5 kg.
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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von steffi » Sa 29. Mai 2010, 13:21

Nightmoon hat geschrieben: Ach ja, es wurde auch gesagt, dass Hunde um und unter 7kg nicht eine so hohe Lebenserwartung hätten, wie Hunde um die 15 kg. :hm:

nu haste mich aber ganz verwirrt :crazy: ich dachte immer, kleine hunde hätte einen höhere lebenserwartung als große :hm:
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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von Rennmaus » Sa 29. Mai 2010, 14:28

So kenn ich das auch, kleinere Hunde werden älter als große, und so is es ja eigentlich auch....also ich mein, ne Dogge wird nich sonderlich alt, aber gerade die Kleinen doch sehr viel älter.
Allerdings spielen soooo viele Faktoren ne Rolle.
Stress is bestimmt ein sehr großer, und ein ängstlicher Hund hat in der Regel viel mehr Stress als ein selbstbewusster. Allerdings sind ja auch erbliche Faktoren und Umweltfaktoren (Ernährung etc. meine ich jetzt) nicht zu vernachlässigen.

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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von Nightmoon » Sa 29. Mai 2010, 23:11

steffi hat geschrieben:nu haste mich aber ganz verwirrt :crazy: ich dachte immer, kleine hunde hätte einen höhere lebenserwartung als große :hm:
Genau mein Ziel erreicht. :lach:

Nee, Quatsch... ;)

Gerade weil das so widersprüchlich geschrieben war, also widersprüchlich deshalb, weil ich und andere es z.T. halt anders kennen. Eben, wie das mit den kleinen Hunden.
Aber zu deren verteidigung muss ich auch sagen, dass es oft heißt Mischlingshunde werden so gut, wie nie krank, die sind immer gesund. :) Dann möchte ich lieber keinen Rassehund haben, denn die von Tessa haben dies bezüglich meinen Bedarf mehr als gedeckt. :)

Was soll man denn nun von dem Ganzen halten? Was könnte man als wahr, was als nicht ganz so oder was als schlichtweg dummes Zeug abstempeln? :grübel: :lieb:
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Re: Alter des Hundes vom Wesen abhängig?

Beitrag von steffi » So 30. Mai 2010, 23:11

naja, von wegen mischlinge sind seltener krank :arg:

jamie hat nen absoluten reizmagen, der kotzt mir in schöner regelmäßigkeit die bude voll...immerhin würgt er solange vor, daß ich ihn meistens noch packen und ihn direkt übers klo heben kann :D
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