Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

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Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von lapin » Di 19. Jul 2011, 19:25

Je länger ich Tiere in meinem Umfeld habe, desto bewusster lebe ich das Tier-Dasein...
was für mich wunderschön ist, ich lerne viel von ihnen, ich beobachte unheimlich gerne, ich entspanne in ihrer Nähe und die geben mir das Gefühl das bessere Lebewesen zu sein...

und da kommt auch schon der Punkt, wo ich denke mich etwas lösen/distanzieren zu müssen.
Der Punkt Tiere für die besseren Menschen oder Menschen für die schlechteren Tiere zu halten, macht mich Gesellschaftsunfähig.
Ich kann vielen Dingen nicht mehr neutral gegenüber stehen...
verschiedene Tierhaltungsformen schaukeln mich emotional hoch und lassen mich dem Halter ggü Verachtung und Hass spüren...
doch das ist keine Lösung, das weiß ich...
anhand vieler Beiträge hier, kann man raus lesen, dass diese Form der Emotionalität nix unnormales bei Tierliebhabern ist.

Auch extrem "Probleme" habe ich mittlerweile mit dem Verkehr...auf der Straße entspannt (gerade bei Dämmerung und Nacht) zu fahren...da ich Angst davor habe ein Tier zu überfahren...wie oft trifft man auch totes Tier auf der Straße, wo mir ganz mulmig wird und ich den Menschen wieder verfluche!

Ich versuche nun also nicht nur die Tierhaltung bewusst zu leben, sondern auch den Menschen dazu...
viel zu oft, findet vieles viel zu einseitig statt, da wird schnell die andere Seite des Blickes vergessen...seitdem ich das versuche, kommt vieles ganz anders bei mir an und auch Emotionsfreier.

Nur so lebe ich entspannter...
wie geht es euch damit, ähnlich?
Wollte ihr es ändern?
Habt ihr es geändert?
Oder kommt ihr damit klar?

Könnt ihr euch vorstellen so zu empfinden?
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Di 19. Jul 2011, 19:41

Ein interessantes Thema... Danke!

Eine zu hohe Sensibilität macht einen alltags untauglich. Zumindest wenn man mitten in unserer Gesellschaft stehen möchte. Irgendwie leben wir in einer Zeit in der es mehr um Schnelligkeit, Produktivität... geht und weniger um das feinfühlige. Gerade durch die Tierhaltung (zumindest wenn man sich auf die Tiere einlässt und lernt ihre Welt zu beobachten) wird man sehr feinfühlig.

Ich bin allgemein sehr empfindlich. Egal ob ich jetzt ein totes Tier auf der Straße sehe oder bei einem Kind etwas ist etc.

Empfindlich ist ein Wort, dass die gesellschaftliche Situation recht gut zeigt. Es gibt so schöne Sprüche wie "sei doch nicht so empfindlich". Empfinden ist ein Wort, dass eigentlich nur beschreibt, dass man etwas wahrnimmt/fühlt...
etwas empfinden ein bestimmtes (körperliches od. seelisches) Gefühl haben <Durst, Hitze, Schmerzen empfinden; Liebe, Angst, Trauer, Hass empfinden
[url=http://de.thefreedictionary.com/empfinden]Quelle[/url]
Unter Empfindung wird so eine Vorbedingung der Wahrnehmung und eine erste Stufe solcher neuronaler Vorgänge verstanden, die letztlich Wahrnehmung ermöglichen (Sinnlichkeit).
[url=http://de.wikipedia.org/wiki/Empfindung]Quelle[/url]

In unserer Gesellschaft ist es negativ wenn man fühlt und sensibel auf etwas reagiert.
Aber genau das lernt man wenn man sich intensiv auf Tierbeobachtungen einlässt und für Tiere und ihre Bedürfnisse sensibilisiert wird.
Wer sehr empfindlich/sensibel/feinfühlig ist, kann sein Kaninchen nicht mehr in den Käfig sperren weil er sich auf das Kaninchen und seine Welt, Bedürfnisse, Verhalten... einlässt.

Aber was das angeht bewege ich mich gerne in eingeschränkteren gesellschaftlichen Kreisen die sensibel sind als unsensibel in der Mitte der Gesellschaft zu leben. :X
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Entensusi » Di 19. Jul 2011, 19:56

da ist ja mit Tieren aufgewachsen bin, kann ich jetzt nicht sagen, dass sich viel geändert hätte.. heute habe ich mich mal wieder an etwas erinnert, das mich beinahe meine zukünftige Ehe gekostet hätte!

Meine Eltern haben den Garten direkt am Acker, und was dort an unverwertbarem Fallobst anfällt, fliegt einfach über den Zaun.
Nun hat mein damaliger Freund, jetztiger Ehemann, geholfen, die Äpfel zu "entsorgen", und wie Jungs nunmal sind, eine große Show daraus gemacht. Mein Lieblingskater saß im Feld und wartete auf Mäuse, udn Ihr könnt Euch denken, was passiert ist. Apfel trifft kTaze, Katze rennt wie der Blitz davon, Susi ist stockstinkesauer, ehrlich, wenn Simba nicht mehr heim gekommen wäre, ich hätte den Mann mit dem Hintern nicht mehr angeschaut!

Und mit meinem Ex hab ich mich damals gezofft, weil der nachts wie ein Irrer Auto gefahren ist. Und er kam sich noch verantwortungsbewußt vor, "weil da ja keine Kinder mehr unterwegs sind!" - der hat sich auch was angehört.

Und Bücher, in denen Gruasamkeiten gegen Tiere vorkamen konnte ich nicht lesen, udn wenn ich musste, konnte ich nie vergessen., Zum beispiel "xxx Fahrenheit", ein Bich, in dem es um etwas tiefschürfendes geht, aber das Einzige, was mir in Erinnerung geblieben ist, war ein Satz ganz zu Beginn, in dem die "Heldin" beschreibt, dass sie oft nachts ziellos mit dem Auto rumfährt und dann "überfährt man Igel, Hasen, manchmal auch eine Katze oder einen streunenden Hund" - ab dem Moment war das meine "Antiheldin".

Und ich denke, ich versuche Menschen zu verstehen, die Tiere nicht so achten wie ich - vor allem, eine Heilige bin ich in dem Punkt ja auch nicht, sonst würde ich kein Fleisch essen - aber sinnlose, geplante Grausamkeit Tieren gegenüber halte ich nicht aus.

Die Tierbeobachtung führt aber schon auch dazu, die Menschen besser zu verstehen. Insbesondere, wenn man Teenager mit brünftigen Tieren vergleicht... :lol:
Oder eben die Tatsache sieht, dass die moderne Welt weniger Rücksicht auf die Bedürfnisse des Menschen(kindes) nimmt, als wir auf die Bedürfnisse unserer Haustiere. Da muss man sich über "Auffälligkeiten" doch nicht wundern.
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Angel272 » Di 19. Jul 2011, 20:01

Auch extrem "Probleme" habe ich mittlerweile mit dem Verkehr...auf der Straße entspannt (gerade bei Dämmerung und Nacht) zu fahren...da ich Angst davor habe ein Tier zu überfahren...wie oft trifft man auch totes Tier auf der Straße, wo mir ganz mulmig wird und ich den Menschen wieder verfluche!
Das kenne ich auch.
Seitdem mir vor ca. 1 1/2 Jahren ein Hase direkt vors Auto lief ( ich hab nicht groß überlegt, sondern einfach reagiert und bin ausgewichen), bekomme ich Nachts Panik, wenn ich schneller als 80 km/h fahre und nicht weit genug sehen kann.
Extrem hab ichs gemerkt, als ich von Kaktus nachhause gefahren bin.
Ich hab mich dann an ein vorausfahrendes Auto "geklebt" und mir die Straße ausleuchten lassen. Dann gings ganz gut.

Eigentlich hatte ich die Hoffnung, dass sich das mit der Zeit legt, aber die Panik ist nach 1 1/2 Jahren immer noch da. :schäm:
Sonst bin ich zwar auch vorsichtig, weiß aber auch wo das Gaspedal zufinden ist. Aber Nachts.... :X
LG Angel

Link zur Petition gegen Massentötung der Streuner in Rumänien:
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Isa » Di 19. Jul 2011, 20:10

Auch ich sage: Danke, ein wirklich sehr tolles, bewegendes Thema.
lapin hat geschrieben: Der Punkt Tiere für die besseren Menschen oder Menschen für die schlechteren Tiere zu halten, macht mich Gesellschaftsunfähig.
Ich kann vielen Dingen nicht mehr neutral gegenüber stehen...
verschiedene Tierhaltungsformen schaukeln mich emotional hoch und lassen mich dem Halter ggü Verachtung und Hass spüren...
Das ist das Thema, mit dem ich selber seit Jahren in zunehmendem Maße immer mehr kämpfe.
Mit Menschen, die mit Tieren nichts anfangen können, möchte ich nichts zu tun haben und habe ihnen auch irgendwie nichts zu sagen. Sie sind wie Hüllen für mich. Leere Hüllen.
Menschen aus meinem näheren Umfeld (Verwandte, Bekannte), die Tiere "nicht leiden" können, habe ich konsequent aus meinem Leben gestrichen. Ich kann mit ihnen einfach nicht umgehen, möchte das auch gar nicht und habe das Gefühl, meine Zeit mit ihnen zu verschwenden. Die kostbare Zeit, die ich lieber tierlieben Menschen oder Tieren selbst widme.

Grundsätzlich möchte ich aber nicht mehr so streng, ungnädig, abweisend oder gar angriffslustig Menschen ggü. sein, die Tiere einfach anders mögen als ich.
Einfach weil es falsch und energieraubend ist.
Vor allem auch weil es nicht "schlecht" sein muss, wenn andere Menschen Tiere anders mögen als ich, solange sie sie mögen!

Menschen kann man nicht die Augen öffnen und erst Recht nicht ändern, wenn man ihnen Verachtung entgegen bringt, nur weil ihre Definition von Tierliebe eine andere ist als die eigene!
(Natürlich vorausgesetzt, Tierliebe ist vorhanden. Ist sie das nicht, werde ich wohl auch weiterhin nur Verachtung und Hass spüren können!)
Ein hartes Stück Arbeit, aber sehr wichtig!
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Entensusi » Di 19. Jul 2011, 20:13

Also, dass Tiere die "besseren Menschen" sein könnten, seh ich nun nicht so... dafür habe ich schon viel zu viel Grausamkeit in der Tierwelt erlebt und wenn ich an die "Animal farm" denke, SO unrealistisch ist das ja nicht...
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Di 19. Jul 2011, 20:46

Das Tiere die besseren Menschen sind, diese Vorstellung haben mir die Beschreibungen von Jane Goodall geraubt.
Man lese beispielweise: https://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=8720145&aref=image015/SP1997/022/SP199702201910191.pdf&thumb=false" onclick="window.open(this.href);return false;
Daß jedoch Schimpansen ihr Revier eifersüchtig hüten und manchmal regelrechte Vernichtungskriege führen, hat bereits die legendäre Schimpansenforscherin Jane Goodall im tansanischen Gombe-Nationalpark dokumentiert.

"Das Opfer wurde von fünf Männchen angegriffen. Sie schlugen es, traten und bissen es 20 Minuten lang und ließen es dann schwer blutend liegen", beschreibt Goodall einen Überfall, der für das Opfer tödlich endete. Innerhalb von drei Jahren gelang es der Angreiferbande, ihre Nachbarsippe komplett zu massakrieren und sich deren Territorium anzueignen.

Überhaupt sind Schimpansen, deren Erbgut zu 98,4 Prozent mit dem menschlichen übereinstimmt, keinerlei Gewalttätigkeiten fremd: Goodall beobachtete Kindsmorde, Kannibalismus, Frauenraub und Vergewaltigung - aber auch Versöhnungsgesten und Sorge um schwächere Mitglieder des Familienverbands.

"Die Grenze zwischen Tier und Mensch ist manchmal ziemlich dünn", erklärt Dietmar Zinner vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen, mag den Menschenaffen aber keine vorsätzliche Grausamkeit unterstellen: "Wenn Schimpansen Artgenossen umbringen, folgen sie einfach dem biologischen Imperativ, sich erfolgreich fortzupflanzen."
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von eigentlich max » Di 19. Jul 2011, 21:09

Ich seh das ähnlich wie Isa. Ich treffe mich ungern mit Menschen (Bekannte, Verwandte) denen Tierhaltung egal ist. Sinnlos verschenkte Zeit. Da denk ich dann auch: in der Zeit könnt ich was sinnvolles basteln für die Tiere oder mit meinem Dicken schmusen.

Die meisten sind aber doch wenigstens interessiert an der Tierhaltung und besichtigen gern meine Anlage. Einer vom Dorf wollte mal die Preise wissen. Unlängst kam ein Nachbar gucken, er schaute schon ein bisschen verwundert, als er das Thermostat und Heizlampen entdeckte, fand es aber toll. Vor allem, dass die Tiere so viel Platz haben. Mit solchen Menschen unterhalte ich mich gern. Ganz negativ beeinflusst bin ich von der Geschichte, die ich hier berichtet habe. (Zitat: wenn sie nicht so ein Heckmeck um die Tiere machen würden, hätten sie auch nicht die finaziellen Probleme.....) Das sind Sachen, wo ich mir einfach verbitte, dass sich Dritte einmischen. Solange der Futternapf voll ist und der Tierarzt bezahlt, gehen meine finanziellen Sachen niemanden was an. Da ist dann der Punkt erreicht, wo Sympathie in Hass umschlägt bei mir.

Mir sind Menschen eigentlich völlig egal (sofern sie mich in Ruhe lassen) aber wenn es um Tiere geht, hört bei mir quasi der Spass auf, wenn da was quer läuft.

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von WELLEN » Di 19. Jul 2011, 21:12

Mit der Haltung von Tieren wird man automatisch sensibler, da man v.a. auf der Gefühlsebene mit den Tieren kommuniziert. Einem Tier mit vernünftigen Argumenten zu kommen bringt nicht viel ;)

Ich höre fast jeden (!) Tag im Radio, dass ein totes Tier auf irgendeiner Fahrbahn liegt. Das finde ich so schlimm! Es ist einfach unglaublich wie viele Tiere auf den Straßen sterben. Ich bin so froh, dass mit das noch nie passiert ist. Ich habe nur mal nachts ein paar Frösche überfahren, das war ganz grauslig da das Geräusch sehr laut war!

Leider passiert es bei mir auch ganz automatisch, dass ich mich Menschen, die keinen Sinn für Tiere haben, nicht verbunden fühlen kann. Ich finde es aber ganz ok, wenn diese Menschen dann auch keine Tiere halten und einfach nur nichts mit Tieren anfangen können. Schlimmer finde ich Menschen, die angeblich tierlieb sind, aber die Tiere entweder schlecht behandeln oder aus purem Egoismus falsch halten. Da dreht es mir dann den Magen um.

Ich würde mich sehr gerne von vielem Leid wegdrehen und es erst gar nicht mitkriegen, da ich sehr sensibel reagiere. Es verfolgt mich bis in meine Träume. Ich muss dann auch sehr viel darüber nachdenken und ich merke es tut mir nicht gut und bringt nichts.

Schon etwas off-topic:
Ich finde, dass man mit Tieren nicht nur sensibler wird, sondern auch sehr verantwortungsbewusst.
Ich hatte als Kind einen Hamster. Noch jahrelang haben mich Träume verfolgt in denen ich Tiere in Käfigen halte und dann im Traum merke, dass ich diese Tiere vergessen habe zu füttern und Wasser zu geben und sie fast sterben oder schon gestorben sind. Dazu muss ich sagen, dass es meinem Hamster relativ gut ging und ich ihn nicht vergessen habe. Er hat zwar in einem Käfig gelebt, aber ich habe ihn nachts immer im Zimmer laufen lassen (er hat mir sehr viel zerstört, v.a. bei seinen Nestbauten). Ich habe ihn auch manchmal auf der Wiese oder im Wald laufen lassen (ob das so toll war bezweifel ich :? ).
Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass man durch die Tiere sehr viel Verantwortung spürt da sie einem meistens so ausgeliefert sind.

Nicht umsonst sind Schimpansen so nah mit uns verwandt, sie sind also nicht die besseren Menschen, sie sind fast wie Menschen.
Bei anderen Tieren denkt man schon sie sind die besseren Menschen, da sie kein Leid aus Spaß verursachen sondern nur um zu überleben. Bei Katzen mit Mäusen bin ich mir da aber nicht so sicher :hm:

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Di 19. Jul 2011, 21:20

WELLEN hat geschrieben:Nicht umsonst sind Schimpansen so nah mit uns verwandt, sie sind also nicht die besseren Menschen, sie sind fast wie Menschen.
Bei anderen Tieren denkt man schon sie sind die besseren Menschen, da sie kein Leid aus Spaß verursachen sondern nur um zu überleben. Bei Katzen mit Mäusen bin ich mir da aber nicht so sicher :hm:
Ich habe auch immer gedacht, dass einige Leid aus "Spaß" oder weil sie nicht wissen was sie tun verursachen. Mittlerweile glaube ich aber vielmehr, dass ich einfach nicht jeden Beweggrund und jeden Hintergrund verstehe, der dazu führt, Leid zu verursachen (egal ob ein Tier das Leid verursacht oder der Mensch). Es gibt immer Gründe... Bei einigen Dingen, deren Hintergründe ich lange nicht verstanden habe, habe ich mittlerweile herausgefunden wie es dazu kommt. Bei anderen noch nicht... Aber ich glaube fest daran, dass alles in einem Zusammenhang steht und durch irgendetwas verursacht wird.
Bei Tieren sehen wir es oft einfach weil wir nicht so nah dran sind sondern die Sache mit mehr Abstand betrachten. Als Beispiel: Wäre ich ein Kaninchen, das zusammen mit einem aggressiven Kaninchen im Käfig lebt und attackiert wird, wäre mir unklar warum es mich anfällt. Ein Mensch schaut sich die Situation an und sieht sofort, dass sich das Kaninchen im Käfig ja gar nicht zurück ziehen kann... Klar, dass es dann angreifend wird. Was soll es sonst tun? Es kann ja nicht ausweichen oder aus dem Weg gehen...
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Entensusi » Mi 20. Jul 2011, 07:43

@Wellen: das mit dem Verantwortungsbewusstsein lief bei mir genau so. Jahre, nachdem ich keine Kaninchen mehr hatte, bin ich nachts aufgeschreckt: "Ich hab vergessen zu füttern!" :crazy:

Wegen "Grausamkeiten" bei Tieren nochmal: Füchse, z.B. vergraben ihre Beute manchmal lebendig, zur "Reserve". Den Fall hatten wir letzt wieder im Laufiforum. Dabei kann ein Fuchse eine ganze Laufiherde töten, und ich bin mir sicher, dass er, je nachdem, nicht alle abholen wird - selbst wenn er die Möglichkeit dazu hätte. Von wegen, Tiere töten nicht "auf Vorrat"! Wenn er einen Kühlschrank im Bau hätte, würde er die Beute bestimmt da lagern...
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Mi 20. Jul 2011, 16:08

Gut, dass Füchse keine Kühlschränke haben oO :D

Das ist wahrscheinlich der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Beide können grausam sein aber Menschen haben Hilfsmittel (Tötungsmaschinen, Waffen etc.) die dieses Problem explodieren lassen...
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von RuJo » Do 21. Jul 2011, 13:26

Hmm...schon krass, scheinbar macht Tierhaltung auch ein Stück weit engstirnig?

...jedenfalls wenn ich sowas lese:
eigentlich max hat geschrieben:Ich seh das ähnlich wie Isa. Ich treffe mich ungern mit Menschen (Bekannte, Verwandte) denen Tierhaltung egal ist
Ich habe in meinem Bekanntenkreis und auch unter den engsten Freunden (nicht zu vergessen in der Familie)hauptsächlich Leute, die selber keine Tiere halten und das auch nicht vorhaben. Wäre für mich kein Grund diese Menschen irgendwie für mich persönlich in ein schlechtes Licht zu rücken. Die haben halt andere Interessengebiete. Ich kann kein Instrument spielen... wer weiß, wer mich deshalb alles als "verschenkte Zeit" betrachtet.. ich kenne Leute, die sich ungern mit Menschen abgeben, die nicht gerne Lesen... ich selbst Lese sehr gerne, kenne aber fast niemanden persönlich, der dieses Interesse mit mir teilt, weil das für mich einfach keine Eigenschaft wäre, die ausschlaggebend ist für mein Sozialverhalten.

Mein Grundsatz lautet Toleranz... soweit dabei keine Dritten bewusst negativ beeinträchtigt oder diffamiert werden. Das gilt auch für Menschen. Ich toleriere die Lebensweisen anderer Menschen, ob sie nun Kunst oder gesteigertes Naturinteresse da mit integierien oder nicht. Die gemeinsame Basis suche ich mir in der Regel an anderer Stelle (zum Beispiel, das Thema gegenseitige Toleranz und Akzeptanz betreffend). Wenn man aber auch Interesse an der Natur teilt, um so besser.. aber kein Muss. Meine beste Freundin hat mit Natur, die für mich ja Lebensmittelpunkt ist, über das allgemeine Maß nicht allzuviel am Hut. Sie ist dafür komplett von Geschichte und Politik gefesselt, womit man mich jagen kann... ich hasse Politik, eh alles nur Gewäsch in meinen Augen. Dennoch funktioniert unsere Freundschaft nun schon seit 15Jahren bestens... wir treffen uns einfach an anderen Stellen. Ich finde es schade, wenn manche Leute sich nur noch mit "Ihresgleichen" umgeben und über die Jahre mehr und mehr zum "Fachidioten" werden. Man kann so viel Input bekommen, gerade von Menschen, die ganz andere Wege gehen als man selbst.

Selbstverständlich ist es nochmal was anderes, wenn jemand bewusst und gezielt Tiere schlecht behandelt... das fällt unter den Punkt "Beeinträchtigung Dritter", was ich nicht akzeptieren kann... genauswenig wie menschenverachtende Gesinnungen etc.

Wenn ich mich nur mit Gleichgesinnten umgeben wollen würde, müsste ich mich vermutlich komplett abkapseln...auch aus dem Forum zurückziehen (ich bin ja immerhin eigentlich allgemein gegen Tierhaltung, insbesondere gegen die Exotenhaltung.. kann dass ausschließlich über Second Hand für mich persönlich akzeptieren)
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Isa » Do 21. Jul 2011, 13:44

Sind wir eben engstirnig. :hm:
Sicherlich sehen uns viele Menschen so, die wir wiederum als leere Hüllen bezeichnen.
Hab ich kein Problem damit.
Es geht hier nicht um Interessengleichheit, sondern darum dass ich z.B. mit Menschen nichts anfangen kann und will, denen Das Wohl und Leid der Tiere egal ist.
Und mit Menschen die Tiere generell nicht leiden können (siehe oben), breche ich den Kontakt ab.
Jaahaaa, so engstirnig bin ich dann schon mal. :jaja:

Mein Freund interessiert sich z.B. dafür Autos aufzubereiten, verschönern. Das interessiert mich sooowas von überhaupt nicht. Er schaut gerne Fern, ich lese lieber Fachbücher. Und meine Tiere mag er sehr gerne, ist aber nicht so "verrückt" wie ich.
Wir sind nun schon seit 8,5 Jahren zusammen. ;)
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Ziesel » Do 21. Jul 2011, 14:10

Grenzt man sich mit solchen Aussagen nicht selbst aus ?
Isa hat geschrieben:Mit Menschen, die mit Tieren nichts anfangen können, möchte ich nichts zu tun haben und habe ihnen auch irgendwie nichts zu sagen. Sie sind wie Hüllen für mich. Leere Hüllen..
Andere Menschen haben nun mal andere Hobbys, andere Erfahrungen und andere Ansichten und so wie meine Tiere mein Leben bereichern, tun dies andere Menschen auch, ob sie Tiere haben oder nicht.
Mein Partner oder meine Verwandten, Bekannten, Kollegen müssen keine Schlangen mögen oder fasziniert von Mantiden sein bzw selbst Tiere halten um gemeinsamen Gesprächsstoff zu finden. Selbst die davon, die Tiere pflegen haben auch noch´n Leben und Themen jenseits der Tierwelt ob das nun Beziehungsprobleme, Kinder, Politik, Mode, Stress auf Arbeit oder mit Nachbarn bzw andere Interesen/Hobbys wie Sport, Kunst, Stricken, Kochen ect sind.
Wenn ich zu´ner Kirmes gehe, tanzen, in´s Musical, zu´ner Familienfeier, beim Friseur, im Wartezimmer oder einfach im Bus sitze ergeben sich auch Gespräche die gar nix mit Tieren zu tun haben und trotzdem lern ich dabei auch sensible Menschen kennen (und was Neues/Anderes dazu).

Wie oft wird auf intolerante Nichttierhalter geschimpft, die aus´nem Hundehäufchen auf´m Fussweg, gelegentliches Bellen im Hausflur oder kätzerische Hinterlassenschaften im Garten´n Drama machen aber wenn ich das hier so lese sind Tierhalter nicht weniger intolerant ! So´n Nichttierhalter will halt nicht mit den Auswirkungen der Tierhaltung anderer belästigt werden (Lärm, Geruch ect) aber für Tierhalter sind Nichttierhalter quasi nicht existent?

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Kim » Do 21. Jul 2011, 14:31

Mir geht es ähnlich wie Isa.

Ich erzähle gern von meinen Tieren, höre gerne, wenn andere von ihren Tieren berichten und führe auch gern Diskussionen über solch Themen. Sicher spreche ich auch gern über andere Themen, aber wenn jemand sich für Tiere gar nicht interessiert und man dieses Thema umgehen sollte, damit diese Freundschaft funktioniert und der andere nicht gelangweilt ist, dann entsteht da für mich ein Zwang das zu umgehen und das kann ich nicht leiden und da sage ich mir dann auch lieber: "Nein, dann brauche ich mit dieser Person auch keinen näheren Kontakt".

Das ich dadurch gesellschaftsunfähig bin, denke ich nicht. Sicher ist Toleranz und Akzeptanz hier wichtig, aber ich muss auch im Schul- und Berufsleben keine Freunde finden, sondern muss mich nur mit diesen Menschen arrangieren können. Dafür muss ich sie nicht überschwenglich mögen und sie mich zum Glück auch nicht. Es entsteht somit mit diesen Menschen eine Beziehung die für beiden einen Nutzen bringt und damit hat sich das.

Ich muss mich mit Schul- und Arbeitskollegen nicht außerhalb dieser Beschäftigung verstehen, verständigen oder sonstiges und daher bleibt eine gewisse Gesellschaftsfähigkeit vorhanden.

Irgendjemand hat mal gesagt "Tierfreunde sind die angenehmsten Zeitgenossen" (oder so ähnlich) und das kann ich für mich so auch nur bestätigen.
Hat man zu Tieren eine nähere Beziehung wird man feinfühliger und ein Stück weit erlang man die Menschlichkeit zurück, die so vielen fehlt.

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Isa » Do 21. Jul 2011, 14:32

Ich weiß jetzt zwar nicht was mein Interesse für Tiere und Nichtinteresse für Menschen OHNE Tierliebe mit Lärm- und Geruchsbelästigung zu tun hat, aber ich habe mich oben schon zweimal erklärt!
Ziesel hat geschrieben:Grenzt man sich mit solchen Aussagen nicht selbst aus ?
Isa hat geschrieben:Mit Menschen, die mit Tieren nichts anfangen können, möchte ich nichts zu tun haben und habe ihnen auch irgendwie nichts zu sagen. Sie sind wie Hüllen für mich. Leere Hüllen..
Ob ich mich selber ausgrenze? Von wem? Von den Leuten mit denen ich eh nix anfangen kann?
Ah.

Und wie gesagt.... das hat nix mit unterschiedlichen Interessen zu tun. Es muss sich nicht jeder himmelhochjauchzend für meine Meerschweinchen interessieren oder für andere Tiere die ich toll finde.
Wenn einer aber Tiere NICHT MAG, möchte ich nichts mit ihm zu tun haben! Da bin ich dann doch sehr frei und ungezügelt, engstirnig zu sein!!!!!!!
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Do 21. Jul 2011, 14:35

aber wenn ich das hier so lese sind Tierhalter nicht weniger intolerant !
Naja, sowas sollte man nicht verallgemeinern...

Ich persönlich habe nicht nur Tierhalter als Freunde sondern viele auch, die keine Tiere halten und sich weniger für Tierhaltung interessieren. Sowas ist für mich nicht ausschlaggebend sondern wie sich die Person allgemein verhält und ob ich eben mit ihr was anfangen kann (gemeinsame Interessen oder Gesprächsthemen habe). Desweiteren habe ich auch Freunde/Bekannte, die Tierhaltung ablehnen weil sie das Halten von Tieren nicht mögen (lieber Wildtiere beobachten als ein Kaninchen einzusperren) oder die nicht jede Art von Tierhaltung mögen (keine Käfigtierhaltung etc.). Und dann habe ich natürlich Tierhalter unter meinen Freunden. Dann habe ich Freunde, die ihre Tiere anders halten als ich oder so, wie ich sie nicht halten würde (leicht andere Form von Tierliebe) die aber um ihre Tiere bemüht sind und sich kümmern! Das ist für mich auch völlig ok.
Was ich gar nicht aushalten würde sind Leute die ignorant gegenüber Tieren sind sie aber selber halten (z.B. Kaninchen im 80cm-Käfig ohne Gesellschaft etc.). Denen es also egal ist ob es dem Tier gut geht oder nicht. Genauso wenig wie ich nicht mit Leuten befreundet sein wollte die gegenüber anderen Menschen oder Kindern ignorant sind.

Ich rede auch gern über meine Tiere, wie Kim, aber es gibt auch andere Lebensthemen und Interessensgebiete bei mir. Mit der einen Freundin rede ich halt viel über Tiere, bei einer anderen mehr über ein anderes Thema. Das schreibt man ja nicht vor sondern schaut was eben beide interessiert. Die Gesprächsthemen laufen ja automatisch in Richtungen, die beide interessieren. Wenn ich von den Kaninchen erzähle aber das Gegenüber wenig dazu zu sagen hat oder andere Interessens-Schwerpunkte, dann hört es trotzdem zu aber es geht halt schneller wieder um andere Themen. Ich hab ja auch Freunde mit denen ich intensiv dann übers Tierische reden kann. ;)
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von Ziesel » Do 21. Jul 2011, 15:32

Das "nicht weniger intolerant" war auf solche Aussagen bezogen, wo Tierhalter mit Nichttierhaltern nix anfangen können, als Zeitverschwendung betrachten . .

Bei mir ist es echt so, dass ich über Jahre´n paar Kontakte pfleg(t)e, wo ich nicht mal weiss ob die Leute überhaupt Tiere pflegen oder wie sie dazu stehen. Es gibt zB Leute mit denen ich mich jahrelang regelmäßig zu Tanzabenden traf und auch Busfahrten zu Musicals, Tanzshows, Wettkämpfen uÄ unternahm ohne das Tiere jemals Thema waren. Nun gut ein paar waren mal bei mir (zwecks abholen, was gemeinsam organisieren ect) und wissen von meinen Tieren, so wie ich auch bei manchen davon war aber eben nicht alle. Trotzdem kann ich mit den Menschen was anfangen, habe gemeinsame Themen usw obwohl ich nicht mal weiss, ob da Tiernichtmöger bei waren/sind.
Ich will damit sagen, dass für mich die Einstellung oder Ansichten eines Menschen über Tiere nicht das Kriterium ist, ob und wie ich mit jemandem Kontakt pflege. Es gibt in meinem Leben einfach auch untierische Bereiche und die wiederum sorgen dafür, dass mein Leben auch anderweitig bereichert wird (so´ne Art Ausgleich). Ich bin Mutter, Tierhalter, Arbeitnehmer aber auch Mensch/Frau mit eigenen Bedürfnissen und wenn mich diese Mischung zufriedener/glücklicher/ausgeglichener macht, kommt das auch meinen Tieren Tieren zu Gute

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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von saloiv » Do 21. Jul 2011, 16:48

Na eben und du bist doch auch Tierhalterin und tolerant... Somit kann man doch nicht schreiben, dass alle Tierhalter intolerant sind... ;)
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Re: Mit der Haltung von Tieren sensibler geworden

Beitrag von RuJo » Sa 23. Jul 2011, 15:19

Saloiv, Ziesel... ich denke in der Beziehung schwimmen wir auf einer Welle


Isa, kannst du dich bitte nochmal präzisieren? An einer Stelle schreibst du:

Isa hat geschrieben: dass ich z.B. mit Menschen nichts anfangen kann und will, denen Das Wohl und Leid der Tiere egal ist
Verstehe ich absolut, ist aber nochmal eine ganz andere Schiene als
Isa hat geschrieben: mein Interesse für Tiere und Nichtinteresse für Menschen OHNE Tierliebe
Ich bin zum Beispiel nicht so der Kindermensch... "kinderlieb" wäre sicherlich nicht das erste, was Freunden und Verwandten zu mir einfiele.
Das ist aber noch lange nicht gleichbedeutend damit, dass ich tatenlos zuschauen würde wie ein Kind leidet oder schlecht behandelt wird. Und es heißt auch nicht, dass ich selbst Kinder schlecht behandeln würde... ich suche nur nicht unbedingt den Kontakt. Ebenso sind "Nichtinteresse an Tieren" und "Tierquälerei" zwei verschiedene Paar Schuh. Ich verstehe gezielte Vermeidung von Menschen, die Tiere ohne mit der Wimper zu zucken unnötig leiden sehen, oder gar selbst Leid produzieren... in dem anderen Fall ist es für mich nach wie vor Engstirnigkeit, die für mich nicht wirklich nachvollziehbar ist...
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")

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