Santer - Warten aufs Blutbild..

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Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Mi 29. Jun 2011, 10:44

Wie erwartet drehe ich natürlich beim Warten aufs Blutbild durch und hoffe, dass mich jemand beruhigen kann, oder vielleicht Ideen hat, die besser klingen, als die derzeitigen Aussichten..

Angefangen hat es damit, dass er eine riesige Lacke in die Wohnung gemacht hat, in einem Zeitrahmen, der eigentlich kein Problem darstellt (5h hat er nach der Morgenrunde geschlafen, dann ging mein Freund weg und 30min später war ich zuhause - manchmal schläft er tagsüber auch 6, 7h am Stück ohne dass "was passiert"), ein paar Tage später war morgens wieder eine Überschwemmung in Vor- und Wohnzimmer (Santi meldet sich aber eigentlich morgens wenn er wach ist, an dem Tag war aber nix).
Wir vermuteten eine Harnwegsinfektion, also ab zum Tierarzt, Hund in Becherchen pinkeln lassen und erstmal Teststreifen eingetaucht - das spezifische Gewicht ist extrem niedrig, der Streifen bekommt beim Eintauchen in normales Wasser die selbe Farbe..
Ich wusste nicht, dass der Hund genau 12h vorm Blutabnehmen fressen muss, also konnten wir erst gestern um 15 Uhr Blut abnehmen (Santi findet es übrigens klasse um 3 Uhr morgens gefüttert zu werden) und nun beginnt die Warterei..

Die Möglichkeiten, die mein Tierarzt aufgezählt hat, klingen allesamt nicht so toll - Diabetes insipidus, Niere, Bauchspeicheldrüse, Leber,.. die Wahrscheinlichkeit, dass es nur eine harmlose Kleinigkeit ist, scheint also ziemlich gering zu sein. Zudem mache ich mir Vorwürfe, dass ich nicht viel früher ein Blutbild machen lassen hab, ich habs nämlich schon seitdem ich ihn habe vor, einfach so zum abchecken ob alles iO ist, aber immer wieder aufgeschoben, weil er ja "nix hat". :(
Zumindest nix auffälliges, wobei wenn ichs mir jetzt so recht überleg.. er trinkt wie ein Kamel (locker 2l am Tag, eher mehr), erbricht immer wieder mal, hat ab und an ohne offensichtlichen Grund Durchfall, schleckt sich zwischendurch eine Pfote regelrecht wund, hat im Moment ganz schuppige, trockene Haut..
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Mi 29. Jun 2011, 11:04

Da nützt alles Hoffen und Bangen nix. Musst du wohl auf die Blutergebnisse warten. :?
Ich kenn das... die Warterei macht einen wahnsinnig. :(

:daum: dass nichts schlimmes und gut behandelbares raus kommt!!
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Miss Marple » Mi 29. Jun 2011, 14:07

Noch nichts? Hat das Labor hitzefrei?
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geklaut


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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von freigänger » Mi 29. Jun 2011, 14:14

es wurden doch umfangreiche untersuchungen gemacht als er zur pflegestelle kam :grübel:
2 l ist schon sehr viel, andererseits werden so die nieren gut gespült ;)
in all den jahren und bei div. tierärzten wurde mir nie etwas bezgl. fütterungszeit - blutabnahmezeit bei cano gesagt bzw. aufgetragen :hm:
macht euch einen schönen tag, das ergebnis kommt so oder so ;)
liebe grüße freigänger

vom 18.6.00 bis 14.4.12 begleitete mich cano treu und in liebe, wie nur ein hund kann. danke cano. Wer wagt, kann verlieren. Wer nicht wagt, hat schon verloren. (b.brecht)

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Mi 29. Jun 2011, 15:11

Nein, wir warten noch immer, jetzt gehts dann erstmal runter in den Garten, Pansen kauen ( :würg: nicht in meiner Wohnung! ;) ) und faul in der Sonne liegen..

Anscheinend achten die meisten Tierärzte nicht auf diese 12h-Vorgabe vom Labor, ich habs auch zum ersten Mal gehört - vielleicht kann uns Alex was dazu verraten? Ich könnte mir vorstellen, dass die ganzen Referenzwerte vielleicht darauf ausgelegt sind?

"Umfangreiche Untersuchungen" - dazu sag ich jetzt mal lieber nichts. Untersuchungen kosten Geld und das ist im Tierschutz leider Mangelware...

Update: 20:00 Uhr, da kommt heut wohl nix mehr.. also noch eine Nacht warten :(
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Do 30. Jun 2011, 18:28

Und wie siehts aus? :?
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Do 30. Jun 2011, 18:55

:hehe:
Wir warten noch.. Hab vorhin angerufen, er hats selbst noch nicht gesehn und ist noch unterwegs - schickts mir wenn er nachhause kommt...

Tee? :hm:

-- Donnerstag 30. Juni 2011, 23:03 --

Ich stell die Werte morgen rein, kurz und bündig: Unterfunktion der Schilddrüse und Herzwürmer.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Fr 1. Jul 2011, 07:06

Ich hoff, dass das die Form einigermaßen beibehält, wir stehn natürlich um Punkt 9 beim TA..
Was ich bisher so gelesen hab, spricht eher gegen den Versuch einer Behandlung :heul:

Untersuchung Ergebnis Sign Normalwert Maßeinheit Anm
Geriatrisches Profil 1)


T4 (Gesamtthyroxin)
(EIA) 0.9 -- 1.0 - 4.0 ug/dl
2)

<1.0 ug/dl erniedrigt
1.0 - 4.0 ug/dl normal
>4.0 ug/dl erhöht
2.1 - 5.4 ug/dl Bereich für Therapiekontrolle

Niere:
Harnstoff-N 21.4 9 - 29 mg/dl
Kreatinin 0.8 < 1.4 mg/dl
Natrium 148 143 - 156 mmol/l
Kalium 4.5 3.9 - 5.8 mmol/l
anorg.Phosphat 1.4 0.9 - 1.7 mmol/l
Leber:
Gesamt-Bilirubin <0.10 < 0.3 mg/dl
ALT (GPT) 99.4 < 122 U/l
Alk. Phosphatase 38 < 147 U/l
y-GT 7 < 13 U/l
AST (GOT) 26.6 < 59 U/l
GLDH 7.65 < 18 U/l
Gesamteiweiß 6.5 5.5 - 7.3 g/dl
Albumin im Serum 3.34 3.1 - 4.6 g/dl
Globulin 3.2 1.6 - 4.1 g/dl
Pankreas:
Glucose 75 57 - 126 mg/dl
a-Amylase 1162 < 1264 U/l
Lipase 75.3 < 298 U/l
Cholesterin 184 < 398 mg/dl

Cholesterin (nüchterne normalgewichtige Hunde): < 300 mg/dl

Fruktosamin 255 203 - 377 umol/l
Muskel:
CK 89 < 378 U/l
LDH 37 < 159 U/l
Calcium 2.5 2.1 - 2.9 mmol/l
Magnesium 0.9 0.7 - 1.1 mmol/l
Triglyceride gesamt 36 28 - 468 mg/dl

Triglyzeride (nüchterne normalgewichtige Hunde): 28 - 150 mg/dl

Blutbild


Leukozyten 10.8 6 - 12 G/l
Erythrocyten 5.76 - 6 - 9 T/l
Hämoglobin 13.8 - 15 - 19 g/dl

Hämatokrit 42 38 - 55 %
MCV 73 60 - 77 fl
HbE 24 + 17 - 23 pg
MCHC 33 31 - 34 g/dl
Thrombocyten 328 150 - 500 G/l
Differential-Blutbild



Mikrofilarien positiv

Basophile Gr. 0 0 - 1 %
Eosinophile Gr. 24 ++ 0 - 6 %
Stabkernige 0 0 - 3 %
Segmentkernige 41 - 55 - 75 %
Lymphocyten 31 + 12 - 30 %

Monocyten 4 0 - 4 %
Basophile Gr. (absolut) 0 /ul 3)
Eosinophile Gr. (absolut) 2599 ++ 0 - 600 /ul
Stabkernige (absolut) 0 0 - 300 /ul
Segmentkernige (absolut) 4440 3000 - 10000 /ul
Lymphocyten (absolut) 3357 1000 - 4000 /ul
Monocyten (absolut) 433 0 - 500 /ul
atypische Zellen 0 0
Anisocytose + ++ negativ
Polychromasie 0 negativ
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 1. Jul 2011, 07:33

Im Prinzip kann das Blutbild alles oder gar nichts heißen

Es kann sich um ne bösartige Veränderung handeln, aber auch um nen Allergie oder um ne entzündliche Reaktion im Körper.

Hat die Ta schon einen Verdacht?
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Fr 1. Jul 2011, 08:48

:(
isthisit hat geschrieben: Ich stell die Werte morgen rein, kurz und bündig: Unterfunktion der Schilddrüse und Herzwürmer.
Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bei Hunden auftreten durch eine Fehlernährung.

Und Herzwürmer? :? Da müsst ich mich erst erkundigen. Hört sich auf jeden Fall übel an. :(

Die Blutwerte... Schweini hat Recht. Kann alles oder nix heißen. Die Werte muss man immer individuell auf den Patienten sehen und mit den Symptomen und anderweitigen Auffälligkeiten abgleichen.
Ich kann aber heute Abend zuhause mal in meinem Buch [url=http://www.amazon.de/Klinische-Labordiagnostik-Tiermedizin-Wilfried-Kraft/dp/3794523083/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1309502821&sr=1-1]Klinische Labordiagnostik in der Tiermedizin[/url] nachschauen, was ich da so finde dazu.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 1. Jul 2011, 09:01

:schäm: Ups das mit den Herzwürmern hab ich total überlesen. Aber die wären schon mal ne Erklärung für die entzündlichen Veränderungen im Blutbild. Allerdings ist die Behanldung wohl nicht so ganz einfach.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Fr 1. Jul 2011, 11:22

Wir lassen noch checken, obs wirklich Herzwürmer sind, dauert 1-2 Wochen, bis das endgültige Ergebnis da ist - er hat allerdings Herzgeräusche, am US konnte man nix sehen, aber der TA wollte noch nicht rasieren, wenn man es ja auch vom Labor erfragen kann..

Tja, die SDU - Würmer hat er ja auf jeden Fall, es geht nur noch um den Typ - wir wissen nicht ob da die SD schon in Mitleidenschaft gezogen wurde und/oder auch von Würmern befallen ist. Das große Problem ist, dass ein Hund mit SDU ja eigentlich dick wird, durch die Würmer nimmt er aber ab. Er hat seit ich ihn habe keine 500g zugenommen, obwohl ich an Futter echt "reinstopfe" was nur irgendwie geht, also wenn wir ihm jetzt was gegen die SDU geben, würde er (deutlich) abnehmen.

Isa: das wär total lieb, wenn du da nachschauen kannst! Danke!

Mittlerweile sind wir schon so schlau, dass wir wissen, dass die Mikrofilarien zu verschiedenen Endoparasiten gehören können (das wird jetzt vom Labor überprüft) ... ein Problem ist, dass sich hier kaum jemand damit wirklich auskennt, auch mein TA hat bei Santer erstmals so einen hohen Wert erlebt. Nächstes Problem: die Beschaffung der Medis, sollten es tatsächlich Herzwürmer sein, das nächste: die Durchführung der Behandlung, hohes Thromboserisiko, Bewegungsverbot.. Alternative: "sein lassen". Er hat die Würmer bestimmt nicht erst seit gestern, im Prinzip bringen die ihren Wirt ja auch nicht um, man könnte also schauen, dass man eine weitere Ausbreitung im Körper verhindert.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Fr 1. Jul 2011, 11:34

Hört sich nach Sackgasse an irgendwie. :(
Aber jetzt erstmal abwarten, was die weiteren Ergebnisse sagen und was der TA dann weiter empfielt!

Ok, ich schau heute Abend in meinem Buch nach!!
Kann sein, dass ich etwas länger brauche (Samstag), weil ich noch nicht so fit bin in Sachen Labor.
Hab mein Laborseminar in der Schule erst Ende Juli.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Fr 1. Jul 2011, 12:08

Wenn man sich das Blutbild von Santer mal anschaut, scheint es mir, als ob diese Würmer noch jung (Mikrofilarien) sind, also scheint die Krankheit noch nicht arg fortgeschritten. Nieren und Leberwerte sind ja unauffällig!
Wie sah denn das Röntgenbild aus?
War die Lunge angegriffen (wäre auch ein Indiz für adulte Würmer (Makrofilarien))?

Ich hab das mal gefunden:
Es existiert ein gewisses Risiko, wenn ein Hund mit Herzwürmern behandelt wird, obwohl Todesfälle
sehr selten sind. Das verwendete Arzneimittel enthält Arsen. Die Menge Arsen ist ausreichend, um die
Würmer zu töten, ohne ein Risiko für einen gesunden Hund darzustellen. Allerdings können Hunde mit
gestörter Leber- oder Nierenfunktion Schwierigkeiten haben, das Arsen zu spalten und auszuscheiden.
Trotzdem können wir mehr als 95 % der Hunde erfolgreich gegen Herzwürmer behandeln. Manche
Hunde haben einen fortgeschrittenen Befall mit Herzwürmern. Das bedeutet, dass die Würmer lange
genug im Körper waren, um einen deutlichen Schaden an Herz, Lunge, Blutgefässen, Nieren und Leber
hervorzurufen. Einige dieser Fälle können so weit fortgeschritten sein, dass es sicherer sein wird, nur
die Organschäden zu behandeln und keine Abtötung der Würmer selbst zu riskieren. Hunde in diesem
Zustand haben eine Lebenserwartung von wenigen Wochen bis Monaten.
Reaktion auf die Behandlung
Hundebesitzer sind normalerweise angenehm überrascht, wie sich ihr Hund nach der Behandlung
verändert, besonders wenn er deutliche Symptome des Befalles zeigte. Der Hund hat neuen Schwung
und erhöhte Vitalität, besseren Appetit und Gewichtszunahme.
Quelle: https://www.vetgate.ch/downloads/pdf_hunde/Herzwurm.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;


Mehr Infos könntest du hier bekommen:
https://www.galgo-hilfe.de/gesundheit/krankheiten/mittelmeerkrankheiten/filarien" onclick="window.open(this.href);return false;
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von schweinsnase77 » Fr 1. Jul 2011, 13:10

Ich würde die Würmer behandeln lassen Aus zwei Gründen

1 Kann sich Wurmfreies gewebe auch wieder nen Stückchen regenerieren#

2. Er zeigt ja Entzündungsreaktionen im Körper. Und die schlagen auf jeden Fall aufs Allgemeinbefinden.
Mit freundlichen Grunzern

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Fr 1. Jul 2011, 14:42

lapin ich versteh deinen Gedankengang nicht ganz.. so wie ich das bisher verstanden hab, sind Mikrofilarien im Blut überhaupt erst frühestens 6 Monate nach der Infektion nachweisbar, weil sich die Würmer erst da fortpflanzen. Dass die anderen Werte iO sind freut mich schon, aber Herzwürmer können selbst bis zu 15 Jahre alt werden - da wären sie ja schön blöd, wenn sie ihren Wirt sofort umbringen würden :crazy:

schweini: hast du dir die Behandlungsmethoden auch angeschaut? Prinzipiell, also von der Stärke des Befalls abhängig, kann Santi noch recht alt werden, trotz der Würmer, bei der Behandlung könnte er allerdings sterben..

Hach.. mit etwas Glück sinds ja vielleicht doch andere Würmer... ich hab jetzt von einer Art gelesen, bei der sich schmerzlose Schwellungen bilden - Santi hat seit knapp 3 Monaten einen "Pingel" neben der Nase, der mal größer, mal kleiner wird, ihm aber nicht weh tut.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Fr 1. Jul 2011, 15:31

Das ganze ist ja ein Kreislauf.

Ein infizierter Hund wird von einer Moskito gestochen, die nimmt das Mikrofilarien verseuchte Blut auf, diese überträgt sie dann, nach 10-30 Tagen der Entwicklung in der Moskito auf den nächsten Hund.
Diese gelangen dann wieder ins Blut, nach ihrer vollständigen Entwicklung (nochmal 2-3 Monaten) wandern sie zum Herzen, dort werden sie in weiteren 2-3 Monaten geschlechtsreif und produzieren neue Mikrofilarien.

Was jetzt 2 Dinge bedeutet entweder, frisch übertragen oder aber es gibt schon Erwachsene Würmer, die schon wieder neue produziert haben.

Allerdings hab ich jetzt auch gelesen, dass die ersten Krankheitssymptome erst nach einigen Jahren auftreten kann.
Herzgeräusche sind bei Santer ja bekannt, was eben doch für Erwachsene Würmer sprechen würde und die enorme Produktion von "Nachzüglern", jedoch ist der Fortschritt der Krankheit noch gering...
es gibt so ein paar Eckpunkte, wie eben die Lungenveränderung (Röntgenbild) und/oder verminderte Leber- und Nierenfunktion.

Wie wird eine Infektion am BESTEN diagnostiziert:
...Serologische Untersuchungen auf Antigene erwachsener Herzwürmer:...
...Bluttest für Mikrofilarien:...
habt ihr gemacht, aaaaber:
Eine Blutprobe wird unter dem Mikroskop auf die Anwesenheit von Mikrofilarien untersucht.
Wenn Mikrofilarien gesehen werden, ist der Test positiv. Die Zahl der gefundenen Filarien gibt
uns einen Hinweis auf die Schwere des Befalls. Allerdings werden die Filarien im Sommer und
abends in grösserer Zahl im Blut gefunden, so dass auch diese Variationen berücksichtigt
werden müssen. Etwa 20 % der infizierten Hunde zeigen kein positives Testergebnis, da sie
eine Immunität gegen dieses Herzwurmstadium erworben haben. Ausserdem gibt es einen
anderen Parasiten aus der Gruppe der Mikrofilarien, der beim Hund recht häufig ist. Dieser
kann im Blutausstrich schwer von den Herzwurmfilarien zu unterscheiden sein
...Weitere Blutuntersuchungen:...
zeigt das Santer gute Werte hat!
Bis auf die auffälligen Schilddrüsewerte
...Röntgenaufnahmen:...
hier erkennt man anhand der Größe der Herzens und der Lungenveränderung, wie fortgeschritten Aktiv die Würmer sind (erwachsen)
...Röntgenaufnahmen:....und ....Ultraschall:...
wenn alle andere Ergebnisse nicht aufschlussreich genug waren.

Quelle wieder: https://www.vetgate.ch/downloads/pdf_hunde/Herzwurm.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;

Vorher sollte gar nichts gemacht werden.
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Miss Marple » Fr 1. Jul 2011, 19:22

Normalerweise reagieren Würmer ja panisch auf Knoblauch. Vielleicht gibts da ein harmloseres Mittel in der Pflanzenheilkunde? :grübel:
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages."

geklaut


"Ich schimpfe nie über Regen. Ich mochte ihn ja auch, als er noch das Meer war."

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Fr 1. Jul 2011, 22:21

:schwitz: Mei ist das alles kompliziert. Da sitzt man ewig und wälzt Bücher, dann ist manches so verdammt kompliziert und/oder für den Laien unlogisch, man muss mit Fremdbegriffen um sich werfen,... :autsch:

Ich hoffe ich habe jetzt was einigermaßen brauchbares, verständliches zusammen gefunden. :?

T4 (Gesamtthyroxin)
(EIA) 0.9 -- 1.0 - 4.0 ug/dl 2)
= Schilddrüsenwert.
Hier eine wirklich sehr sehr leichte Unterfunktion.

Erythrocyten 5.76 - 6 - 9 T/l
= rote Blutkörperchen
zuständig für den Sauerstofftransport
viel Flüssigkeit, vegetarische Ernährung (wenig tatsächlicher Fleischanteil im Futter des Hundes), sowie wenig Eisen und Folsäure ( siehe ganz unten nochmal bei b) Normochrome makrozytäre Anämie.) vermindern die Anzahl der roten Blutkörperchen

Hämoglobin 13.8 - 15 - 19 g/dl
= mittels Eisen hergestellter Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen, der Sauerstoff transportiert
der Nachweis dient der Auskunft über Blutarmut (Anämie), Blutzellvermehrung (Polyglobulie) oder der Blutzellzerstörung (Hämolyse) und zur Berechnung des MCH / HbE
Laut meinem Labordiagnostikbuch gelten hier folgende Referenzwerte:
Hund: 13,2 – 19,0 mg/dl. Demnach wäre der Wert von Santi absolut in der Norm.

HbE 24 + 17 - 23 pg
= Mittlerer Hämoglobingehalt der Einzelerythrozyten, auch MCH genannt; HbE = Färbekoeffizient
Der MCH / HbE gibt den durchschnittlichen Hämoglobingehalt des Einzelerythrozyten an.
Seine Genauigkeit hängt in erster Linie von der exakten Erythrozytenzählung ab.
Mit dem MCH / HbE gelingt die Unterscheidung von hyperchromer, normochromer und hypochromer Anämie.
Laut meinem Labordiagnostikbuch liegen hier die Referanzwerte für Hunde bei 21 – 27 pg.
Demnach wäre auch hier der Wert von Santi wieder absolut ok!!

Eosinophile Gr. 24 ++ 0 - 6 %
= Eosinophile Granulozyten sind Zellen im Blut, welche an der zellulären Immunabwehr beteiligt sind. Sie sind ein wichtiger Hinweis für z.B. Allergien.
Die Zählung dieser Zellen empfielt sich bei Verdacht auf Allergien, Parasitosen, eosinophilen Infiltrationen und eosinophilem Granulom, aber auch Infektionskrankheiten in der Heilphase.

(Der erhöhte Wert von Sanit würde ja -leider :( - die Herzwürmer bestätigen. Und / oder eine Allergie, die er im Laufe der Jahre entwickelt hat, durch Falschfütterung.)

Referenzwert laut meinem Buch: 0 – 6 %.

Segmentkernige 41 - 55 - 75 %
Ich gehe davon aus, dass hier Granulozyten gemeint sind?! :grübel:

Granulozyten

Die Granulozyten werden in Eosinophile, Neutrophile und Basophile unterteilt.

Die Neutrophile wiederum werden wieder aufgeteilt in die stabkernigen und die segmentkernigen; dabei sind die stabkernigen eine Entwicklungsvorstufe der Zelle zum segmentkernigen reifen Granulozyten.

Die Aufgabe der Granulozyten besteht in der Bekämpfung von Bakterien, Pilzen und Viren. Sie haben aber auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung bei allergischen Reaktionen / Allergien.

Die erhöhte Granulozytenanzahl ist ein Anzeichen für akute Infektionskrankheiten, akute Vergiftungen, Allergien oder auch Leukämie.

Die verminderte Granulozytenanzahl
Ist sie stark verringert, so kann man auf eine beginnende Infektionskrankheit schließen, aufgrund derer der körpereigene Granulozytenverbrauch stark angestiegen ist. Auch eine Knochenmarksschädigung, die eine verminderte Granulozytenproduktion nach sich zieht, oder eine Medikamentennebenwirkung sind mögliche Ursachen.



Lymphocyten 31 + 12 - 30 %

= Antikörperproduzierende Blutzellen
Bei Santi liegt also eine sehr sehr leichte Lymphozytose vor. (erhöhte Lymphozytenanzahl)
Mögliche Ursachen: chronischer Stress, Infektionskrankheiten in der Heilphase, chroniche Infektionskrankheiten, virale Infektionskrankheiten, Hypadrenokortizismus, lymphatische Leukämie.

Die Lymphozyten werden noch aufgeteilt in B- und T-Lymphozyten.
(T-Lymphozyten wehren z.B. Viren, Pilze, Bakterien, Tumorzellen, Allergien ab und stoßen Fremdkörper ab.)


Eosinophile Gr. (absolut) 2599 ++ 0 - 600 /ul
= siehe oben bei der Prozentangabe


Anisocytose + ++ negativ

= Unterschiedliche Größe der Erythrozyten ohne formverändert zu sein.
Dies kann die Gegenwart von Makro- und/oder Mikrozyten neben Normozyten bedeuten und ist damit ein unspezifischer Befund bei verschiedensten, regenerativen und nicht regenerativen Anämieformen.

_____________________

Alles in allem liest sich Santis Blutbild teilweise nicht ganz so schlecht.
Gerade Hämoglobin und HbE sind laut meiner Literatur absolut unauffällig.
Aber es ist ja leider oft so, dass es unterschiedliche Referenzwertangaben gibt.

Man könnte hier also auf eine Anämie im Anfangsstadium bzw. in leichter Form sprechen.

Anämien gibt es in verschiedenen Einteilungen:

1. Die Regenerarive Anämien
= verursacht durch Blutungen (akute und chronische), Hämolyse oder der Einwirkung bestimmter Toxine (Vergiftungen).

2. Aregenerative Anämien

a) Normochrome normozytäre Anämie.
Laborbefund: Hämatokrit, Erythrozytenzahl, Hämoglobingehalt vermindert, HbE unverändert.

b) Normochrome makrozytäre Anämie.
Laborbefund: Hämatokrit, Erythrozytenzahl, Hämoglobingehalt vermindert, HbE erhöht.


c) Hypochrome mikrozytäre Anämie.
Laborbefund: Hämatokrit, Erythrozytenzahl, Hämoglobingehalt vermindert, HbE vermindert.

→ Nach den Laborbefunden müsste Santi (wenn!) dann eine Normochrome makrozytäre Anämie haben.
Diese kommt vor bei einem B12-Mangel und/oder Folsäurenmangel.

Jetzt kommen da aber noch die Herzwürmer ins Spiel.
Man müsste nun wissen, inwieweit die Einfluss auf diese ganzen, von der Norm abweichenden Blutwerte haben.
Leber- und Nierenweite sind ja laut Blutbild soweit unauffällig bei Santi.

Von dem her glaube ich – ob nun die Herzwürmer Einfluss haben auf jeden einzelnen abweichenden Blutwert oder nicht, sei mal dahin gestellt-, dass sowohl die Herzwürmer als auch die Anämie noch im Anfangsstadium sind.
Deshalb sehe ich da nicht ganz so schwarz, dass dem Kleinen gut geholfen werden kann!!
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Sa 2. Jul 2011, 00:02

Danke Isa!
Konntest du denn Hinweise darauf finden, ob dieser Schilddrüsenwert von einem Wurmbefall der SD kommen kann? Es ist einfach zum kotzen, ich weiß, dass es ihm nicht wirklich gut geht, aber ich kann im Moment nix tun - wenn er durch eine SD Behandlung nämlich wirklich abnimmt, hab ich keinen Hund mehr..
Die (beginnende) Anämie wurde mir so erklärt, dass die Mikrofilarien schon zu viel Platz im Blut einnehmen.. oder ich habs halt so verstanden :hm: jedenfalls wär das ja auch wieder ein Symptom eines Herzwurmbefalls.
Gibt es einen Grund, warum die Referenzwerte so unterschiedlich sind?
Ich hab bezüglich der Eosinophilen Granulozyten rausgefunden, dass ein Wert zwischen 5-10% auf eine Allergie schließen lässt, ab 20% aufwärts kamen allerdings nur noch Endoparasiten in Frage - war auf den Menschen bezogen, wieder keine Ahnung, ob man das so 1:1 auf den Hund umlegen kann.
Isa hat geschrieben:Deshalb sehe ich da nicht ganz so schwarz, dass dem Kleinen gut geholfen werden kann!!
Ich hoffs, so sehr...
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Sa 2. Jul 2011, 11:39

Ich guck auf jeden Fall weiter was ich noch finden kann bzgl. Herzwürmern und auch SDU!!
isthisit hat geschrieben:Es ist einfach zum kotzen, ich weiß, dass es ihm nicht wirklich gut geht, aber ich kann im Moment nix tun - wenn er durch eine SD Behandlung nämlich wirklich abnimmt, hab ich keinen Hund mehr..
Ich persönlich würde wohl keine SDU Behandlung starten zum momentanen Zeitpunkt!
Wenn man sich den T4 anschaut: Er ist wirklich ganz ganz knapp unter den Referenzwerten. In meinen Augen ist die SD nicht akut behandlungsbedürftig; vor allem wenn man Santis weitere Baustellen noch betrachtet und die mögliche Auswirkung der SD Behandlung auf diese!!
isthisit hat geschrieben: Die (beginnende) Anämie wurde mir so erklärt, dass die Mikrofilarien schon zu viel Platz im Blut einnehmen.. oder ich habs halt so verstanden :hm: jedenfalls wär das ja auch wieder ein Symptom eines Herzwurmbefalls.
Leider kenn ich mich mit dem Herzwurm nicht so aus. :?
"Nimmt zu viel Platz im Blut ein" hieße ja dass dieser Wurm nicht nur im Herz sitzt, sondern im gesamten Blutkreislauf... :grübel:
Ernährt er sich vielleicht von roten Blutkörperchen. Dann wäre eine Anämie ja auch angezeigt. :grübel:
isthisit hat geschrieben: Gibt es einen Grund, warum die Referenzwerte so unterschiedlich sind?
Ja eigentlich ganz einfach: Verschiedene Labore!
Hat dein TA das Blut eingeschickt? Wenn ja, wohin?
Laboklin hat -soweit ich weiß!- wohl die zuverlässigsten Referenzwerte.
isthisit hat geschrieben: Ich hab bezüglich der Eosinophilen Granulozyten rausgefunden, dass ein Wert zwischen 5-10% auf eine Allergie schließen lässt, ab 20% aufwärts kamen allerdings nur noch Endoparasiten in Frage - war auf den Menschen bezogen, wieder keine Ahnung, ob man das so 1:1 auf den Hund umlegen kann.
Die Referenzwerte von Menschen darf man nicht so einfach auf Tiere schließen. Die weichen mitunter extrem ab.
Allein schon die beiden Tierarten Meerschweinchen und Kaninchen im Vergleich oder Hund und Katze haben in vielem total gegensätzliche Referenzwerte.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Sa 2. Jul 2011, 12:07

Isa hat geschrieben:"Nimmt zu viel Platz im Blut ein" hieße ja dass dieser Wurm nicht nur im Herz sitzt, sondern im gesamten Blutkreislauf...
Ernährt er sich vielleicht von roten Blutkörperchen. Dann wäre eine Anämie ja auch angezeigt.
Es sind die Erwachsenen Herzwürmer die sich im Herz ein nesten.

Die Mikrofiralien sind die, die dauerhaft durch die Blutbahnen paddeln und so kleinere Blutgefäße verstopfen und so zu Funktionsstörungen der Organe und Blutarmut sorgen.
Diese Mikrofiralien sind bei der Übertragung im Blut zu finden, aber auch wenn es schon Erwachsese Würmer gibt und diese sich vermehren.
Der Kreislauf ist vom Prinzip sehr simple.

Hund hat im Blut Mikrofiralien > Moskito sticht saugt Blut auf > sticht dann nächsten Hund und überträgt 20-30 Tage ältere infektiöse Larven > entwickeln sich in der Blutbahn und wandern ins Herz > dort werden sie geschlechtsreif und neue Mikrofiralien entstehen > diese werden wieder von der Stechmücke aufgenommen (sie können sich im Hundekörper nicht entwickeln, sie benötigen die Stechmücke als Zwischenwirt)!

Das ist das Prinzip und zeigt mir im Fall Santer, dass hier sehr früh eine super Entdeckung gemacht wurde, die absolut behandelbar ist.
Die Schilddrüsenwerte sollten, wie von mir schon mal erwähnt, völlig außer Acht gelassen werden,
Sie spielen ja auch ne Rolle bei der Ernährung und wenn die schlecht funktioniert, beeinträchtigt durch die Herzwürmer, hat das ganze einfach nur einen Rattenschwanz.

isthisit ich bin mir sicher in diesem Link: https://www.galgo-hilfe.de/gesundheit/krankheiten/mittelmeerkrankheiten/filarien" onclick="window.open(this.href);return false;
könntest du super Hilfe bekommen, was einen TA mit Ahnung betrifft.
Die werden dir bestimmt einige empfehlen!
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Isa » Sa 2. Jul 2011, 12:54

Danke lapin für die Erklärung. :top:
Und auch für den Link der galgo-hilfe nochmal!! Hab den oben total überlesen. :arg:
Ich werd mir den Link jetzt am WoEnde auch nochmal genaustens durchlesen.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Sa 2. Jul 2011, 13:01

Noch nen super Link, wie ich finde (aus dem oberen Link):
https://www.laboklin.de/pages/html/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0504.htm" onclick="window.open(this.href);return false;

Siehe ganz unten zum Thema:
4. Dirofilariose - Herzwurmerkrankung
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Sa 2. Jul 2011, 13:37

Die Proben gingen an IDEXX, mein TA hat mit denen die besten Erfahrungen gemacht, Laboklin hab ich selbst nicht allzu gut in Erinnerung.. :-/

lapin: ich hab die schon gestern angeschrieben, ich denk mir aber, dass die in Wien auch nicht so viele Tierärzte kennen - vorallem weil hier scheinbar alle der Meinung sind, "dass es das bei uns nicht gibt". Dummerweise sieht man auf aktuelleren Karten allerdings schon, dass die Erreger in Ungarn und der Slowakei vorhanden sind, es ist also eh nur noch eine Frage der Zeit, bis es bei uns auch häufiger Fälle gibt..

Es wär natürlich schön, wenn sich nix eingenistet hat, aber wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir beim Blutabnehmen genau die paar Mikrofilarien erwischt haben, die herumschwimmen? Zudem muss er die Infektion schon länger haben, weil er von Jänner an durchgehend Stronghold drauf hatte - das soll ja gegen Stechmücken und Herzwürmer wirken..
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Sa 2. Jul 2011, 13:45

Also bei Laboklin hab ich jetzt gelesen, dass auch Zecken Überträger sein könnten, was auch absolut passen könnte und die Nicht Wirkung von Stronghold erklärt...

Ich schätze mit den Blutwerten und einer entsprechenden Anamnese zu Santer, brauch er nicht mal beim TA vorstellig zu werden, wenn man an einen TA gerät der mit Herzwürmer Erfahrungen gesammelt hat.
Hoffentlich hast du bald ne Antwort :daum:!
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Mo 4. Jul 2011, 15:33

Habe in der CB gelesen das Santer humpelt...
gibt es schon was neues?
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von isthisit » Mo 4. Jul 2011, 18:36

Der Ordnung halber hier auch nochmal schnell..

Santi hat sich bei seinen exzessiven Sportübungen (aufs Sofa rauf, schlafen, vom Sofa runter, schlafen, in die Kudde rein, schlafen...repeat) die Pfote verstaucht :roll:
Er bekam nach etwas Überlegen (Wechselwirkungen Würmer/SD?) doch etwas entzündungshemmendes und schmerzstillendes gespritzt und bekommt die nächste Zeit Glucosamin und MSM für die Gelenke unters Futter.
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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von Miss Marple » Mo 4. Jul 2011, 19:17

Vielleicht wird er ja wirklich etwas steif in den Gelenken? Zeel usw. würde mir noch einfallen, aber weißt Du ja selber!

:daum:
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geklaut


"Ich schimpfe nie über Regen. Ich mochte ihn ja auch, als er noch das Meer war."

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Re: Santer - Warten aufs Blutbild..

Beitrag von lapin » Mo 4. Jul 2011, 20:45

Glucosamin und MSM :top:!

Wie viel mischst du davon unters Futter?
MSM ist weitaus vielfältiger als nur für Knochen und Gelenke, könnte also noch positive Nebenwirkungen für Santer haben!

:daum:

Dir übrigens auch gute Besserung ;)!
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