Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

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Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Lucy11
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Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Mi 11. Mai 2011, 14:35

Ich bin verzweifelt. Meine 11jährige Yorkiehündin benimmt sich seltsam. Seit ca. 6 Wochen habe ich Lucy aus dem Tierheim. Von ihrer Vorgeschichte ist so gut wie nichts bekannt. Sie war mit einem anderen Hund zusammen, der Malassezien hat.

Angefangen hat es damit, dass sie plötzlich hektisch herumschnüffelt, planlos herumläuft und sich nicht anfassen lassen will. Sie ist wie manisch aufgedreht und wenn ich in die Küche gehe, dann will sie Futter, obwohl sie z.B. erst kurz vorher ihr Fressen bekommen hat. Sie benimmt sich fast wie eine Süchtige. Es ist mir zweimal gelungen, dieses Verhalten binnen weniger Minuten komplett zu verändern (nach 5 Minuten legte sie sich ruhig hin), in dem ich ihr eine winzige Menge Honig gegeben habe, da es fast so aussah, als ob sie unterzuckert wäre. Doch beim letzten Mal klappte das leider nicht.
Um keinen falschen Eindruck zu erwecken: natürlich bettelt sie ab und zu nach Futter, doch das sieht ganz anders aus. Außerdem bekommt sie von mir nicht Süsses und auch den Honig wollte sie nicht.

Dann hat sie immer wieder "Zitteranfälle". Sie kommt zu mir und kriecht mir bis zum Hals und wenn es ginge, würde sie noch weiter in mich hineinkriechen. Der Hund ist panisch voller Angst und wenn ich sie beruhigend streicheln möchte, dann steht sie sofort auf. Anscheinend hat sie Schmerzen.

Und letzte Nacht hatten wir dann die Kombination. Erst heftiges Schnuppern, dann planloses Hin- und Herlaufen, dann ängstliches Verkriechen bis an meinen Hals und dann hecheln. Das Ganze hat 2 Stunden gedauert. Dann war eine Stunde Pause und dann ging das Ganze von vorne los, jedoch diesmal nicht ganz so heftig und "nur" eine Stunde lang. Es war eine anstrengende Nacht für uns beide.

Sie hat noch folgende Symptome:
- einen hart angespannten und schmerzhaften Bauch
- öfters bleibt sie z.B. beim Gassigehen stehen für eine lange Zeit
wie zur Salzsäule erstarrt
- nach einer Antibiotikaspritze fing es an, dass sie sehr viel mehr
trank als früher, so etwa 250 ml bei einem Körpergewicht von
1,9 Kilo. Dementsprechend muß sie oft pinkeln (wir gehen alle
1 1/2 Stunden raus) bzw. spring sie auf einmal wie von der
Tarantel gestochen auf, läuft zwei Meter und pinkelt dann eine
Unmenge auf den Teppich.
- seit wenigen Tagen hechelt sie stark beim Gassigehen bzw.
kommt kaum voran (Hitze oder Erkrankung?)

Folgendes wurde gemacht:
- Blutbild (Triglyzeride sind bei 308, GLDH 13,9, und ein Nierenwert
ist leicht erhöht)
- Röntgen ergab ein grenzwertig vergrößertes Herz sowie Leber und
eine gerundete Milz
- leichtes Herzgeräusch
- Entfernung von Mammatumor im Januar und Kastration

Die Tierärztin hat gemeint, dass die Leberwerte in zwei Wochen noch mal überprüft werden sollten. Ansonsten könne sie nichts machen.

Außerdem hat der Hund an den Ohren Haarausfall bei dem sich kleine schwarze Punkte zeigen. Die Tierärztin gab mir Stronghold, da es sich um Milben handeln soll. Jedoch hat sie dieses nicht unter dem Mikroskop festgestellt, sondern nur per in Augenscheinnahme. Als der Haarausfall nach zwei Wochen nicht besser wurde, meinte die Ärztin, wir sollten sollten noch warten und ich solle eine Salbe darauf tun.
Worauf, bitte schön, soll man denn da warten?

Ich bin hilflos und wütend. Leider bin ich an diese Tierärztinnen gebunden, da ich den Hund im Dauerpflegevertrag habe.

Kennt vielleicht jemand diese Symptome? Vermutungen habe ich viele: Chusing-Syndrom, Epilepsie, Tumor, Blasen- oder Nierenerkrankung, Diabetes ...

Hat jemand damit Erfahrung?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Nightmoon » Mi 11. Mai 2011, 15:42

Hi Lucy 11,
erstmal danke, dass Du das hier gepostet hast. :top: Somit bekommen wir hier ebenfalls die Chance, etwas dazu zu lernen. Wir haben ja heute schonmal telefoniert, deshalb weiß ich, dass Lucy schon eine Einmaldosis Cortison (Spritzenform) bekam. Es besteht immerhin die Möglichkeit, dass man durch die Gabe von Cortison ein Cushingsyndrom hervorrufen kann:
Ursachen Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom oder Morbus Cushing kommt hauptsächlich bei Hunden und eher selten bei Katzen vor. Dr. Cushing, ein amerikanischer Neurochirurg (1869-1939), hat als erster die Krankheit beschrieben. Beim Cushing-Syndrom wird zuviel Cortisol produziert; dies ist ein körpereigenes Hormon, das in der Nebennierenrinde hergestellt wird. Ein Tumor der Nebennierenrinden kann dafür die Ursache sein, aber viel häufiger -in etwa 90% der Fälle-, wird die Krankheit durch einen gutartigen Tumor der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) hervorgerufen. Die Aufgabe der Hypophyse ist es u.A. verschiedene Hormone zu bilden, die ihrerseits wieder untergeordnete Drüsen, wie die Nebennierenrinden, anregen. Durch den Tumor fängt die Hypophyse an mehr Hormone zu produzieren. Eins dieser Hormone ist ACTH (Adrenocorticotropes Hormon), das den Nebennierenrinden "den Befehl" gibt mehr Cortisol herzustellen.

Beim so genannten iatrogenen Cushing-Syndrom gibt es eine andere Ursache (iatrogen bedeutet: durch eine medizinische Behandlung verursacht). Bei dieser Form produziert der Körpers Ihres Hundes oder Ihrer Katze also keine erhöhten Mengen Cortisol, sondern reagiert auf eine zu hohe Menge an Cortison, die von außen als Spritze oder Tabletten zugeführt wird. Cortison ist die inaktivierte Form des im Körper produzierten Cortisols. Diese Medikamente werden sehr häufig eingesetzt, z.B. bei Arthritis oder Asthma. Wie viel und wie lange ein Hund oder eine Katze eine Behandlung mit Cortisonpräparaten verträgt ohne ein Cushing-Syndrom zu entwickeln ist pro Tier unterschiedlich. Manche Tiere vertragen eine Cortisontherapie über Jahre hinweg problemlos, andere bekommen schon nach einigen Gaben Symptome.
Falls Ihr Tier ein iatrogenes Cushing-Syndrom entwickelt hat, ist die Therapie der Wahl das Absetzen des Cortisons. Allerdings dürfen Sie das Cortison auf gar keinen Fall abrupt absetzen; dies könnte für Ihren Hund lebensgefährlich sein, da die Nebennierenrinden "faul" geworden sind durch das von außen zugeführte Cortison und selbst kaum noch etwas produzieren! Das Cortison sollte ganz langsam, in Absprache mit Ihrem Tierarzt, ausgeschlichen oder, wenn das nicht möglich ist, reduziert werden, sonst kann es zu einer lebensgefährlichen Addison-Krise (Unterfunktion der Nebennierenrinden) kommen.
Quelle: naturheilkunde-bei-tieren.de Weiterlesen hier: [url=http://www.naturheilkunde-bei-tieren.de/incushing-hund.html?gclid=CLDe1-qN4KgCFUsI3wodWgoLBQ]Cushingsyndrom bei Hunden und Katzen[/url]

Über das Ausschleichen von Cortison hatten wir ja auch bereits geredet und, dass man damit auch heftigere Probleme verursachen kann, wenn das Ausschleichen nicht passiert. Gerade bei älteren Hunden ist sowas immer schwer einzuschätzen, auch für TÄ. Einige ältere Hunde machen den Anschein, als wären sie nach der Gabe von Cortison geradewegs in einen Jungbrunnen gefallen, andere Hunde wieder geht es danach schlechter, als vorher, weil sie ein ernstzunehmendes Nierenproblem haben, was ich bei deiner kleinen Maus nicht ausschließe..
Sollte das daran liegen, so könnte man das mit verschiedenen Untersuchungen beim TA herausfinden, bzw. sollte aus en vorliegenden Ergebnissen schon bekannt sein. Vielleicht kann dir hier noch jemand einen guten Tipp dazu geben.
Gesund scheint mir deine kleine Maus jedenfalls nicht zu sein und somit sehe ich deine Fragen als mehr, als nur berechtigt an.
Ich finds toll, dass Du dir so viele Gedanken um die kleine Maus machst. Wer weiß, andere hätten sie vielleicht schon aufgegeben... obwohl sie noch so extrem viel Lebensfreude hat.
In dem Link steht ja auch etwas über Tumore an den Nebennieren drin, da sie bereits Anfang des Jahres einen Mamatumor entfernt bekam, steht natürlich auch das Thema bösartige Krebserkrankung zur Debatte...
Kannst Du "deine" TÄ darauf nochmal ansprechen, ob sie eine spezielle Untersuchung auf Krebs machen kann?

Was hast Du schon alles auf homöopatischer Ebene gemacht? :lieb:


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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Nightmoon » Do 12. Mai 2011, 10:13

Kein Anderer eine Idee? :|


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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Do 12. Mai 2011, 10:32

Sehr Schwer, dieser Zittern kann wirklich viele Ursachen haben, hat unsre manchmal auch, dabei muss sie nur mal PIPI ;) Leicht Psychoman und sensible sind wohl Yorkies im allgemeinen (nicht böse gemeint)!

Der verhärtete Bauch kann auch ein Zeichen für eine mangelhaft funktionierende Leber sein, hier müssten aber die Leberwerte auch entsprechend hoch sein?

Darf ich fragen was du im Moment fütterst und ob nicht die Überlegung in Richtung Fettarm gehen sollte?
Hier wäre vielleicht eine Reis und Huhn Kombi ganz gut.
Zu dem Fell bzw. Punte, hätte man vielleicht auch eine Pilzkultur anlegen können, ansonsten ist Stronghold eigentlich nicht problematisch und auch nicht schädlich, Nebenwirkungen gibt es auch nicht wirklich, bis auf Reizungen der Haut u.U. Der leicht erhöhte Nierenwert kann auch ernährungsbedingt kommen,.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Nightmoon » Do 12. Mai 2011, 10:50

Danke Chien...
ich nehme an, dass das Zittern bei der kleinen Lucy auf Schmerzen zurück zuführen ist, denn nach der Gabe von Schmerzmitteln konnte Lucy11 das wohl nicht mehr bemerken, auch war die Kleine danach imer sehr munter und aufgeweckt.

Sie meinte, dass Lucy seit der Gabe des Ab's erst dieses extreme Pipiverhalten an den Tag legt. Also scheint es irgendwie eine Verbindung zwischen dem Antibiothika und ihres extremen Harndranges zu geben. Denn vorher hielt sie schon bis zu 3 Stunden aus. Jetzt geht sie wohl alle 1,5 Stundne mit ihr raus und dennoch passieren ihr noch diese Malheure zwischendurch - und das sind Riesenpfützen, wenn sie sich so abrupt löst. ...und ja, sie trinkt wesentlich mehr, als es normal für sie wäre. Ich hab schon die Vermutung geäußert, dass es vielleicht doch nicht mit der einmaligen OP des Tumores abgetan war.
Wer weiß, vielleicht hatte der Mammatumor bereits gestreut und das wurde nicht festgestellt oder so... ich hab so den leisen Verdacht, dass die Kleine bereits einen Blasentumor hat oder sowas, weil sie offensichtlich Schmerzen im Bauchraum hat, aber wenn es ein Blasentumor ist, gäbe es eine Möglichkeit, wie man das gut rausbekommt, ohne große Kosten zu verursachen (Tierheim muss ja immer sparen...)?
Lucy scheint mir auch so eine "Baustelle" zu sein, wie Eure kleine Rehlein... Da liegt so viel im Argen und Lucy 11 kann nicht alles das tun, was sie gerne würde, da sie auf die TÄ des Tierheimes angewiesen ist. Sie ist ja für die kleine Maus zur Dauer-Endpflegestelle geworden.

Edit: Die Kleine hat auch Probleme mit ihren Lendenwirbeln/Kreuzdarmbein, wenn ich mich recht entsinne.... Sie hate glaube Spondylose. Lucy11 kann mich gerne verbessern... :lieb:


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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Do 12. Mai 2011, 18:27

Alleine Schmerzen in den Wirbeln können für dieses Unruheverhalten verantwortlich sein.
Schmerzen verursachen auch Stress und Stress wiederum kann auch Inkontinenz auslösen.
Alles in Allem kann vieles trotz unterschiedlicher Symptome einen Zusammenhang haben.
Ein Versuch mit Schmerzmittel wäre in der Tat angebracht, hören damit einige der Symptome auf, könnte man es evntuell einkreisen.

Trotzdem würde ich gerne wissen, wie die restlichen Werte der Blutuntersuchung waren ;)



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Alex » Do 12. Mai 2011, 18:30

"Ich bin hilflos und wütend. Leider bin ich an diese Tierärztinnen gebunden, da ich den Hund im Dauerpflegevertrag habe. "


Ich bin selber TÄ eines Tierheims. Wenn Du selber Geld ausgibst, kannst Du mit dem Hund zu dem Arzt Deiner Wahl gehen.
Nur wenn Du Dir die Behandlungen vom Tierschutz bezahlen lässt, musst Du zu der Tierärztin.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Do 12. Mai 2011, 18:47

Das kannst du so pauschal nicht sagen Alex, es gibt Pflegeverträge in denen auch das fest verankert ist;)
Abgesehen davon, wird dieser Behandlungsverlauf nicht gerade günstig sein denke ich!



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Do 12. Mai 2011, 20:49

Leider haben die restlichen Blutwerte nichts ergeben. Die Leberwerte sollen in 2 Wochen noch einmal überprüft werden.

Was das Futter angeht: erst bekam Lucy ein Hepaticfutter von Canin Royal, dann sollte ich Schonkost füttern (Reis, Hühnchen, Hüttenkäse) und jetzt bekommt sie ein Magen-Darm-Futter von Canin Royal. Dieses wurde so von den Tierärztinnen empfohlen.

Ansonsten bin ich für jede Erfahrung, was den Umgang mit Yorkies angeht, dankbar.

Und was die Kosten angeht, habe ich schon am Anfang einiges an Kosten selbst übernommen, doch mehr ist momentan nicht möglich.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Fr 13. Mai 2011, 08:15

Wie hat sie sich verhalten als es Schonkost gab?
Welches genau ist das von Royal Canin?

Mag sie Gemüse ?

Wie sehen eure Gassigänge aus, welche Zeit nimmst du dir bzw. wie ausgiebig?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Fr 13. Mai 2011, 15:45

Das Futter von Canin Royal heißt "Hepatic" und man bekommt es nur über den Tierarzt. Es ist ein sogenanntes "Leberfutter". Das andere heißt "Intestinal" und ist ein sogenanntes "Magen-Darm-Futter". Auch dieses bekommt man nur über den Tierarzt. Diese beiden sowie die Schonkost frißt sie 2 oder 3 Tage mit Begeisterung und dann so gut wie nicht mehr. Ich habe keinen Unterschied feststellen können in ihrem Verhalten was das Tierarztfutter bzw. die Schonkost angeht.

Da sie laut Tierärztin nur diese Futter fressen solle, kann ich momentan noch nichts zu Gemüse sagen.

Im Moment sehen unsere Gassigänge so aus, dass wir alle 1,5 Stunden gehen, da sie den Urin scheinbar nicht so halten kann bzw. da sie viel trinkt, muss sie natürlich auch dementsprechend viel. Dazu kommen noch die "Urinseen", die sie ganz spontan macht. Es scheint so, dass sie den Urin manchmal urplötzlich nicht halten kann oder Schmerzen hat, aufspringt wie von der Tarantel gestochen, ein oder zwei Meter läuft, und dann den Urin laufen läßt.

Bei den vielen Gassigängen sind zum Teil kurze dabei, sowie vormittags ein etwas längerer von 45 (60) Minuten und am Spätnachmittag bzw. frühen Abend von ca. 30 Minuten. Bei den höheren Temperaturen in den letzten Tagen jedoch wollte sie kaum laufen, hechelte von der ersten Minute an und kommt dann kaum vorwärts.

Ansonsten sind wir den ganzen Tag zusammen, da ich in Rente bin. Es gibt Schmusezeiten und Spielzeiten mehrmals am Tag.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Fr 13. Mai 2011, 16:22

Jap, das Hepatic ist für die Leben und das Andere Schonkost für Magen Darm.
Ohne jetzt RC auseinander nehmen zu wollen, das Hepatic ist sicherlich im Moment sinnvoll in Bezug auf die Leberwerte, wobei auch hier darauf zu achten ist, dass du auch unbedingt nur bei diesem Futter bleibst und nichts mischst, Mischungen machen die Wirkungen kaputt.
Unsere Lucy ist auch ein komischer Fresser und es dauert recht lange bis sie ein Futter akzeptiert hat. Von daher musst du Geduld haben. Wie fütterst du, lässt du es liegen bis es auf ist oder stellst du es nur für eine Zeit x zur Verfügung?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Fr 13. Mai 2011, 17:08

Da man dieses Futter nur in kleinen Mengen füttern soll, gebe ich ihr das Futter im Moment 3x am Tag. Meistens frisst sie es nach anfänglichen Zögern dann doch nach ein paar Minuten und dann in einem Rutsch. Seltener läßt sie etwas liegen. Ich habe zwar gelesen, dass man das dann wegräumen soll, aber ich bin froh, wenn sie später den Rest noch frißt, denn ansonsten müßte ich die nächste Mahlzeit etwas größer ausfallen lassen und das könnte dann eine Unterzuckerung auslösen. Dann bekommt sie zu der nächsten Mahlzeit das gleiche Futter wieder frisch aus der Dose bzw. Box.

Wie lange bzw. wie oft geht Du denn mit Deinem Yorkie raus? Und was für Spiele mag sie? Meine liebt die Zerrspiele, jedoch soll das nicht so gut für den Kiefer sein. Deshalb zerre ich nur ganz dezent und werfe es, wenn sie es mal loslässt. Sie will eben "Beute machen".

Gruß
Lucy11



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Fr 13. Mai 2011, 18:28

Mit dem Futter machst du es genau richtig!
Wie lange bzw. wie oft geht Du denn mit Deinem Yorkie raus? Und was für Spiele mag sie? Meine liebt die Zerrspiele, jedoch soll das nicht so gut für den Kiefer sein. Deshalb zerre ich nur ganz dezent und werfe es, wenn sie es mal loslässt. Sie will eben "Beute machen".
Rausgehen ist bei uns sehr unterschiedlich, sie kann den ganzen Tag raus theoretisch. Die Tür nach draussen ist bei gutem Wetter immer offen. Richtig Spazieren gehen wir einmal am Tag, den aber auch über Wald und Wiesen! Zerrspiele liebt unsre und ich nehme da auch keine Rücksicht, sie kann gut dosieren und weiss wann Ende ist und ansonsten hat sie Kraft bis zum abwinken und die muss sie auch loswerden. Yorkies können wesentlich mehr ab, als das was man denen zutraut.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Fr 13. Mai 2011, 18:57

Ja, meine möchte auch immer weiter zerren. Auch wenn wir draußen unterwegs sind, könnte sie immer noch laufen, laufen, laufen ... Da sie aber schon 11 Jahre und das Herz grenzwertig vergrößert ist, reduziere ich das Laufen auf maximal 1 Stunde, denn Lucy würde bis zum Umfallen laufen.

Hat Euer Yorkie auch so viel Fell zwischen den Fußballen? Es scheint so, als ob das dreimal schneller wächst als das Haarkleid. Und kürzt Ihr das Fell dann?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von chien » Fr 13. Mai 2011, 19:02

Hat Euer Yorkie auch so viel Fell zwischen den Fußballen? Es scheint so, als ob das dreimal schneller wächst als das Haarkleid. Und kürzt Ihr das Fell dann?
Ja hat sie, ich schneide es soweit es geht raus bzw. zumindest in Ballenlänge. Ohrhaare müssen auch gezupft werden ;)

Zu dem restlichen, ich würde jetzt auch warten bis die Blutwerte da sind, vielleicht kannst du mal alle werte kopieren lassen und sie hier reinstellen?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Alex » Fr 13. Mai 2011, 20:47

Hallo Lucy11,

bitte dei Tierärztin doch mal auf Cushing zu testen und vielleicht kann sie einen Ultraschall von der Blase machen. Du kannst ihr ja anbieten, die Hälfte zu zahlen, dann kommen die Dir bestimmt entgegen.

Wie ist ihr Kot?

Hast Du den Urin mal testen lassen? Spezifisches Gewicht?



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » So 12. Jun 2011, 09:15

Leider komme ich erst jetzt dazu, Euch einen Zwischenstand zu geben, da in der Zwischenzeit ziemlich viel passiert ist. Es würde allerdings den Rahmen sprengen, dieses hier alles aufzuzählen.

Aber der jetzige Stand ist so, dass Lucy nun in der Tierklinik untersucht wird. Wir waren letzten Freitag das erste Mal da. Die Klinik will stufenweise vorgehen. Nachdem sie alle bisherigen Befunde und meine Aufzeichnungen sich angeschaut hatten, wurde Lucy Blut abgenommen, um einen bestimmten Bauchspeicheldrüsenwert zu ermitteln. Außerdem wurde eine Kotprobe genommen, um u.a. nach Giardien zu schauen. Diese waren in diesem Frühjahr in dem Tierheim vorgekommen, aus dem Lucy kam. Sollte das zu keinem Ergebnis führen, dann wird ein Ultraschall gemacht (ein Röntgenbild von Lucy existiert schon). Es wurde ja im Januar ein Mammatumor entfernt, der laut TH-TÄ sicher bösartig war. Sollte auch das ohne Befund bleiben, dann schaut man sich die Wirbelsäule genauer an. Sie reagiert immer noch druckempfindlich, wenn man den Rücken abtastet bzw. den Bauch. Außerdem muss bei Lucy Zahnstein entfernt werden, da einige Zahntaschen vereitert sind. Dieses will man aber erst machen, wenn man die Grunderkrankung gefunden hat. Außerdem ist es mit der Narkose etwas schwierig z.T. wegen ihres Alters und weil sie die Narkose im Januar nicht so gut vertragen hatte.

So, und nun möchte ich nochmals besonders allen denen herzlich danken, die hinter den "Kulissen" arbeiten: Administratoren, Moderatoren etc. Einen besonders lieben Dank auch an Nightmoon.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » Sa 25. Jun 2011, 18:58

So, nun sind einige Tage wieder ins Land gegangen und ich möchte Euch weiter auf dem Laufenden halten.

Der Bluttest zum Ausschluß einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung war negativ ebenso wie die Kotuntersuchung auf Giardien etc. Auch der Ultraschall ergab (Gottseidank) nichts auffälliges. Allerdings verdichteten sich die Hinweise, dass Lucy unter einer Futtermittelallergie bzw. -unverträglichkeit leidet. Deshalb habe ich das Futter auf Sensitivity Control von RC umgestellt. Nun hat sie meistens einen schön festen Kot. Auch beißt und leckt sie sich nicht mehr so oft die Pfoten. Leider schmeckt ihr das Futter scheinbar überhaupt nicht, so dass ich auf längere Sicht hin ein anderes Futter suche. Die Klinik rät zu Pferdefleisch mit Kartoffeln. Dieses gibt es hier in der Nähe in einem großen Tierbedarfshandel geschnitten und tiefgefroren in 500 g Beuteln, so dass die Beschaffung und Zubereitung nicht so kompliziert ist.

Auch wird bald ihr Mäulchen (Zahnsteinentfernung und evtl. Zahnextraktion der befallenen Zähne - nicht ALLE Zähne) in der Tierklinik in Angriff genommen, so dass diese Krankheitsquelle auch bald verschwindet.

Da sie weiterhin schmerzhaft beim Abtasten der Wirbelsäule ist, es ihr aber im Moment recht gut geht und die Anzeichen nicht eindeutig zuzuordnen sind, will die Klinik warten, bis sie wieder mit "gekrümmten Rücken" läuft. Dann ist die Chance größer herauszubekommen, was da nicht in Ordnung ist.

Alles in allem bin ich erst mal froh und kann nun wieder durchschnaufen. Die letzten 3 Monate waren eine ständige Berg- und Talfahrt und haben viel Kraft und Nerven gekostet. Und zu guter Letzt: ich habe auch eine Möglichkeit gefunden, mich an den angefallenen Kosten zu beteiligen.



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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Nightmoon » Sa 25. Jun 2011, 21:36

Hey, dankeschön, dass Du uns auf dem Laufenden hälst, denn nur so können wir dazu lernen. ( Davon lebt der Planet auch... ;) )
...und, es freut mich riesig, dass Du so hartnäckig bist und der Kleinen zu einem gesünderen und beschwerdefreieren Lebensabend verhilfst! :top: Find ich echt super!
Lucy11 hat geschrieben:Deshalb habe ich das Futter auf Sensitivity Control von RC umgestellt.
Ähm, eine Frage dazu hätte ich noch dazu...
Warum auf RC-Sensitiv Control und nicht gleich auf Hypoallergenic von RC? Wegen der Kostenfrage?
Weil das Hypoallergenic ist sauteuer, könnte aber noch eine weitere Möglichkeit bedeuten, falls deine Kleine das auch nicht veträgt.
Ansonsten gibt es doch inzwischen noch das Sensible 30, für kleine Hunde, was laut Hersteller auch so wahnsinnig toll sein soll... aber irgendwie meine ich, dass Du da schon Mal was von zu mir sagtest... oder? :grübel:
Nachteil bei dem Hyperallergenic ist aber auch, dass es davon scheinbar nur Trockenfutter gibt und bei einem Hund, der eh schon Zahnprobs hat, wahrscheinlich das Nassfutter besser für deine Kleine ist.
:grübel: Im Grunde hab ich mir ja damit meine Frage schon selber beantwortet... :hehe: :arg:
:lol: Klasse...
Okay, find ick jut, das wir ma drüber jesprochen haben. :jaja:
Schonmal alles Gute für deine Kleine weiterhin und falls was is, weißste ja Bescheid... ;)
PS: Ich schreib dir gleich noch ne PN... ;)


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Re: Zittern, Verwirrtheit, vermehrte Urinabgabe

Beitrag von Lucy11 » So 25. Mär 2012, 10:10

Jetzt sind wieder ein paar Monate vergangen und nun komme ich endlich dazu, Euch zu berichten, wie es mit Lucy weiterging:

Ihr Zustand verschlechterte sich immer weiter. Sie zeigte immer mehr Schmerz und auch der Durchfall wurde nicht besser. Außerdem lag sie fast nur noch und wollte nicht raus. Die Ausschlussernährung mit Pferd und Kartoffel, die die Tierklinik vorschlug, brachte auch keine Besserung (vor kurzem stellte sich heraus, dass Lucy zu den wenigen Hunden gehört, die Pferdefleisch nicht vertragen). Und dann, eines Nachts (klar doch, entweder nachts oder am Wochenende) hatte sie Durchfall mit großen Mengen an unverdautem Blut und erbrach auch noch Blut.
Also ging es wieder ab in die Tierklinik. Dort wurde sie erst mal an eine Infusion gehängt und für den nächsten Tag eine Endoskopie mit Gewebeprobe-Entnahme vorbereitet. Ich hatte ganz schön Angst. Die Endoskopie ergab, dass der gesamte Magen/Darmtrakt entzündet war. Dieses reichte jedoch nicht für eine genauere Diagnose und so lag alle Hoffnung auf den gewonnenen Gewerbeproben. Den Eingriff verkraftete die kleine Maus ziemlich schlecht und zwei Tage lang dachte ich, dass sie es nicht schaffen würde. Und dann kam der Super-Gau. Die Biopsie-Ergebnisse waren nicht zu gebrauchen, da diese in Salzwasser statt in Formalin eingelegt worden waren. Bis heute weiß man nicht, welche Tierarzthelferin dafür verantwortlich war. Die Tierärztin in der Tierklinik hat getobt. Gerade bei Lucy, für die die Instrumente sowieso schon grenzwertig groß sind und dann noch das Narkoserisiko wegen des Alters und der Herzklappeninsuffizienz …. Die beiden für Lucy zuständigen Tierärztinnen kümmerten sich rührend um sie und auch um mich, in einem Maß, dass weit über die übliche Behandlung hinausging.

Also, sollte erst mal abgewartet werden, bis sie sich etwas stabilisiert hätte und dann sollte das Ganze am Jahresanfang (möglichst nicht über die Weihnachtstage und Jahreswechsel, da dann nur ein reduzierter Ärztepool anwesend wäre) noch einmal wiederholt werden, sobald sich wieder eine Verschlechterung zeigen würde, denn dann wäre die Chance am höchsten für eine genauere Diagnostik. Doch Pustekuchen. Lucy machte uns allen einen Strich durch die Rechnung. Drei Tage vor Weihnachten verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand wieder dermaßen plötzlich (noch mehr Blut-Durchfall als beim ersten Mal), so dass sie wieder einen ganzen Tag lang an die Infusion kam, um sie für den Eingriff zu stabilisieren. Und dann wurde die Endoskopie wiederholt. Diesmal bekam sie ein anderes Narkosemittel, das sie weitaus besser vertrug.

Nach heutigem Stand der Dinge (Ausschlussdiagnostik) leidet Lucy an IBD (Inflammatory Bowel Disease). Der gesamte Magen und Darm ist entzündet und das schon seit Jahren. Die kleine Maus muss schon ziemlich lange Schmerzen gehabt haben und der Vorbesitzer hatte nichts gemacht (ob er es nicht gesehen oder es falsch eingeschätzt hat, weiß ich nicht). Jedenfalls erklärt das auch, warum die ganzen Spezialfutter und Selbstgekochtes keinen Erfolg brachten. Die Tierärztin erklärte mir, dass der Körper auf etwas reagiert, was nicht vorhanden ist, also eine Autoimmun-Reaktion. Deshalb konnte ich auch Füttern, was ich wollte, es half gar nichts. Ich kam mir schon ganz unfähig vor und fühlte mich so hilflos.
Sie bekam also Lanzoprazol als Magenschutz, Metronidazol als eine Art Antibiotikum obwohl es eigentlich ein Chemotherapeutikum ist. Da auch dieses keine wesentliche Besserung zeigte, bekam sie zusätzlich noch Prednisolon in niedriger Dosis. Ich weiß, ich bin auch nicht begeistert vom Kortison, aber es gibt aus schulmedizinischer Sicht keine Alternative und es war nicht die Zeit für Experimente. Eine Besserung trat ein, als ich ihr dann die Tropfen vom Heilpraktiker gab, die er für sie zusammengestellt hatte. Seit 3 Wochen füttere ich wieder das Hypoallergenic von RC und, ganz neu, das IBDerma von Lupovet. Das verträgt sie gut und auch der Kot hat sich sehr verbessert.

Sie hat endlich zugenommen und ist seit kurzem wieder eine richtig freche kleine Terrier-Hündin. Wuuunderbar.



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