Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

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Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von lolo » Sa 30. Apr 2011, 18:19

Ich mache mir im Moment ziemlich viele Gedanken darüber, was ich nach der Schule machen möchte. Das ist zwar noch etwas hin, aber irgendwann vergeht die Zeit dann doch ganz schnell.
Ich überlege momentan, nach dem Abi vielleicht einige Monate ins Ausland zu gehen... nur was mache ich dann mit den Kaninchen, ich kann sie ja schließlich nicht mitnehmen? Die einfachste Lösung wäre es, dass meine Eltern sich um sie kümmern, aber das bedeutet für "nicht ganz so tierbegeisterte" Leute eben viel Arbeit.

Wie habt ihr das gelöst, auch zum Beispiel bei längeren Urlauben/ Krankenhausaufenthalten, während des Studiums oder ähnlichem?

Viele Grüße
Lorena

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von schweinsnase77 » Sa 30. Apr 2011, 18:31

Ich hatte zwei meiner Meeries nach dem Brand bei uns notdürftig bei ner Bekannten untergebracht. Allerdings bei ziemlich minerwertiger Fütterung und viel zu wenig Platz. :jordi:

Professionelle Tierbetreuung zwischen 3-10 Euro am Tag pro Tier konnte ich mir über den Zeitraum (3 Monate) leider nicht leisten. :schäm:
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von saloiv » Sa 30. Apr 2011, 19:26

Wenn ihr die Kaninchen betreuen lässt, dann schaut wo sie landen. Keine Massenunterbringungen oder uninformierten Leute, sondern Leute die das mit Engagement machen im kleineren Rahmen. Bei längeren Abwesenheiten lässt sich meist der Preis verhandeln.
Ansonsten findet man vielleicht jemanden, der die Kaninchenhaltung ausprobieren möchte oder jemand der eigentlich welche halten möchte aber es auf Dauer doch nicht will (über 8 oder 10 Jahre...).
Meine Kaninchen betreut immer eine Frau hier aus der Nachbarschaft, die früher selber Kaninchen hatte und auch überlegt hatte wieder welche anzuschaffen. Sie freut sich immer wenn sie "Leihkaninchen" bekommt. ;)
Vielleicht kannst du auch Kinder oder Jugendliche animieren, dass sie deinen Eltern helfen, so dass deine Eltern die Hauptarbeit machen aber ein paar Kaninchenbegeisterte aus der Nachbarschaft ab und an helfen (ausmisten, nach den Tieren schauen, Kräuter pflücken...).
Für ein Jahr könnte man sie vielleicht sogar mit fremden Kaninchen vergesellschaften oder du findest jemand mit Meerschweinchenvoliere, der sie dazu nimmt?
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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Entensusi » Sa 30. Apr 2011, 20:02

Wir hatten entweder Sitter im Haus, oder die Tiere woanders untergebracht. "Anderweitige Unterbringeung" waren aber bisher nur meine Eltern, und da wusste ich, dass die Tiere den gleichem Comfort haben wie bei uns.
Wenn es für fast unabsehbare Zeit - oder sehr lange Zeit - wäre, würde ich mir fast überlegen, einen neuen Platz für die Tiere zu suchen. Das klingt zwar hart, aber man hat eventuell mehr Auswahl und bessere Plätze für die Tiere.
Freunde von uns waren über die Wintermonate weg, mussten ihren Hund da lassen und haben ihn dann schweren Herzens vermittelt, um der Hündin den Wechsel zu ersparen, hin und her. Aber als sie dann wieder da waren, war der Pflegeplatze nicht mehr das, was er vorher war (Scheidung), und sie haben den Hund dann doch wieder zu sich geholt. Jetzt fahren sie nur noch an Orte, wo sie den Hund auch mitnehmen können...
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Feli » So 1. Mai 2011, 18:35

Das ist ein wirklich nicht ganz einfaches Problem. Ich persönlich habe das letztes Jahr bei einem mehrmonatigem Auslandsaufenthalt so gelößt, dass ich die Kaninchen zu meinen Eltern gegeben habe. Mir war vorher bewusst was das bedeutet (Stall mit stundenweisem Auslauf, Trofu, abgezählte Salatblätter usw.)
Die andere Möglichkeit wäre gewesen, sie hier in der Nähe in Betreuung zu geben, zu einer mir unbekannten Frau. Die Fotos auf ihrer HP sowie die Anforderung "nur geimpfte Kaninchen" haben mich davor aber zurück schrecken lassen. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, dass ich sie danach tot oder krank zurück bekomme.

Natürlich habe ich meinen Eltern gesagt wie sie die Ninchen bitte ernähren und halten sollen, aber sie sind nun halt auch nicht mehr die jüngsten und verändern ihre lebenslangen Gewohnheiten nicht mehr. Und ganz ehrlich: 3 Monate Trofu werden die Tiere nicht umbringen. Letztendlich habe ich ein Problem damit mein Leben komplett von den Tieren abhängig zu machen - das will ich nicht. Es sind, auch wenn das für viele Tierhalter hier sicher ganz böse klingt, nur Kaninchen. Ich werde auch weiterhin nicht auf lange Auslandsaufenthalte verzichten, da bin ich einfach zu egoistisch und ja, vielleicht auch nicht Tierlieb genug.

Nun wird sich nächstes Jahr bei meinem nächsten geplanten Auslandsaufenthalt (3-4 Monate) vermutlich ergeben, dass ich 3 Kaninchen habe für die der Platz (im Stall) bei meinen Eltern nicht mehr ausreicht. Ich hoffe darauf, dass sie dann bei Freunden unter kommen können.

Schüler bzw. Menschen die noch bei ihren Eltern leben haben aber denke ich ein ganz anderes Problem. Für ein paar Wochen/Monate lässt sich immer ein Plätzchen finden, aber was ist mit den eigenen Ansprüchen? Zeigt mir den Schüler der zum Studium von daheim auszieht und sich dann beim Studium ein Haus mit Garten leisten kann um seine 6 Kaninchen wieder freilaufend halten zu können... Die meisten haben maximal ein WG-Zimmer und DAS empfinde ich persönlich als größeres generelles Problem als ein paar Wochen oder Monate zu überbrücken.

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von lolo » So 1. Mai 2011, 19:44

Dankeschön für eure Vorschläge. Ich werde mal schauen, was sich machen lässt... ich habe ja glücklicherweise noch ein wenig Zeit.

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von ClaudiaL » Mo 2. Mai 2011, 11:51

Schnuffi hat geschrieben:Es sind, auch wenn das für viele Tierhalter hier sicher ganz böse klingt, nur Kaninchen.
Schnuffi hat geschrieben:Ich werde auch weiterhin nicht auf lange Auslandsaufenthalte verzichten, da bin ich einfach zu egoistisch und ja, vielleicht auch nicht Tierlieb genug.
Ich muss zugeben, dass das für mich echt hart klingt. Was heißt denn nur Kaninchen? Es sind Lebewesen wie wir auch.
Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Venga » Mo 2. Mai 2011, 12:48

Lilly hat geschrieben:
Schnuffi hat geschrieben:Es sind, auch wenn das für viele Tierhalter hier sicher ganz böse klingt, nur Kaninchen.
Entensusi hat geschrieben:Ich werde auch weiterhin nicht auf lange Auslandsaufenthalte verzichten, da bin ich einfach zu egoistisch und ja, vielleicht auch nicht Tierlieb genug.
Ich muss zugeben, dass das für mich echt hart klingt. Was heißt denn nur Kaninchen? Es sind Lebewesen wie wir auch.
Beide Zitate sind von Schnuffi!
Es stimmt, es klingt hart, aber ich sehe das auch so wie Schnuffi.
Kaninchen und Meeris haben keine so enge Bindung an ihre Besitzer wie Hunde und Katzen und können eher fremdbetreut werden.
LG
Venga

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Feli » Mo 2. Mai 2011, 13:19

Lilly hat geschrieben: Ich muss zugeben, dass das für mich echt hart klingt. Was heißt denn nur Kaninchen? Es sind Lebewesen wie wir auch.
Natürlich sind es Lebewesen. Deswegen setze ich sie nicht aus oder klatsch sie gar gegen die Wand und hol mir nach einem Urlaub/Auslandsaufenthalt einfach neue. Aber ich kann es mit meinem Gewissen vereinbaren, dass sie für die Zeit in der ich nicht da bin nicht so untergebracht sind wie sie es bei mir gewohnt sind.

"Nur Kaninchen" heißt, dass ich mir in 10 Jahren nicht vorwerfen will, für mich wichtige Dinge nicht gemacht zu haben, nur weil ich meine Kaninchen freihoppelnd und grün ernährt sehen wollte. Wenn ich wegen mangelnder Auslandserfahrungen einen Job nicht bekomme nur weil ich es nicht übers Herz gebracht habe sie mal für eine Weile zu meinen Eltern zu geben (und immerhin sind es da keine Käfigkaninchen mit 0 Auslauf, also n bissl besser haben sie es schon. Und meine Mutter sammelt auch gern Löwenzahn, aber man kriegt in sie nicht mehr rein, dass sie einen riesen Haufen Löwenzahn sammeln soll und nichts anderes geben braucht).

Sieh es doch mal so: wenn du Kinder hast und die für 2 Wochen zu deinen Eltern gibst, dann lebst du auch damit, dass die Kiddies dort meist arg verwöhnt werden: mit Süßigkeiten vor dem Mittagessen, mit Abends bis 10 Uhr aufbleiben - Dinge von denen du nicht viel hälst und die du gar nicht in die Erziehung deiner Kinder einbringen möchtest, die du aber in Kauf nimmst um mal allein etwas nur für dich zu tun. Etwas das dir wichtig ist. Sei es für Erholung, eine wichtige Weiterbildung, einen Krankenhausaufenthalt oder oder oder.

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von ClaudiaL » Mo 2. Mai 2011, 13:39

Erstmal sorry, dass ich falsch zitiert habe, mein Fehler, war natürlich Schnuffi gemeint :schäm:

Ich habe auch gar kein Problem damit, wenn jemand seine Tiere für eine gewisse Zeit in eine Betreuung gibt, damit er reisen oder sonstwas kann. Muss ja in Krankheitsfällen auch gehen.

Ich hab mich mehr an den Sätzen gestoßen. Ich für meinen Teil würde nie über meine Kaninchen sagen "es sind ja nur Kaninchen"
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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Nightmoon » Mo 2. Mai 2011, 14:05

Lilly hat geschrieben:Ich hab mich mehr an den Sätzen gestoßen. Ich für meinen Teil würde nie über meine Kaninchen sagen "es sind ja nur Kaninchen"
Das kann ich sehr gut verstehen, denn auch ich hab erst einmal geschluckt, als ich das gelesen hab.
Bei mir war das immer so, seit ich es alleine entscheiden konnte, hab ich mich entweder ganz dafür oder ganz dagegen entschieden. Wenn ich merkte, dass ich es nicht mehr so konnte, wie ich es gerne gemacht hätte, dass es meinen Tieren gerecht wurde, dann hab ich für meine Tiere, aus Liebe zu ihnen, einen dauerhaften neuen Platz gesucht, wo ich einigermaßen sicher sein konnte, dass sie es da gut haben und man sich liebevoll um sie kümmert. Ich denke Mal, dass Schnuffi das auch so in etwa handhabt.
Meine Tessa hab ich damals nur in eine Fremdbetreuung gegeben, weil mein damaliger Mann darauf bestand, dass der große Urlaub immer ohne Hund zu erfolgen hatte. Dafür bezahlten wir eine Menge Geld. Dabei bin ich immer mit Privatbetreuung am besten "gefahren". Hundepensionen waren nicht nur Tessa ein Gräuel, auch mir, weil ich jedes Mal einen völlig verstörten Hund wiederbekam. Ich bezahlte im Vorfeld eine Menge Geld, dass sie mit ihr das und das (Tierarztbesuch - Gassi-Wald- und Wasserrunden usw...) machen sollten. Endeffekt, gar nichts ist mit ihr gemacht worden. :autsch: :sauer: Tessa war verklebt, dreckig wie Sau und hatte immernoch entzündete Augen/Ohren. Als ich das merkte - damals kamen wir 1 Tag eher, als geplant aus dem Urlaub zurück, stand es für mich fest, dass Tessa nie wieder in eine Hundepension kommt und ich mein Geld lieber einer Privatperson gebe, wo ich jeder Zeit anrufen kann, um mich nach meinem Tier zu erkundigen und mein Tier auch früher, also vor Ablauf der Unterbringungszeit jeder Zeit wiederholen kann.
Ansonsten geb ich Venga Recht, ich glaube auch, dass Gruppentiere, wie Kaninchen und Meeris vielleicht nicht ganz so extrem stark auf ihre Herrchen und Frauchen fixiert sind, weil sie noch ihre Artgenossen haben, was ihnen scheinbar wirklich das Wichtigste ist.
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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von lapin » Mo 2. Mai 2011, 14:12

Ich bin ne Glucke...ich verzichte lieber auf alles, als iwem meine Tiere anzuvertrauen :hehe:
Es ist sehr einschränkend, ohne Frage, aber ich für mich, wusste was es heißt Tiere zu halten, habe mich lange damit auseinandergesetzt bevor ich mir Tiere angeschafft habe und kann daher damit leben.

Da meine Kaninchen nun in Freiland leben, kann ich sie auch mal 2 Tage alleine und in der Hütte lassen.

Meinen Eltern und meinem chien würde ich die Tiere anvertrauen, aber niemand anderem :D!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von Nightmoon » Mo 2. Mai 2011, 14:51

:hm: Ich hab mir Tessa auch die letzten 4 Jahre extrem ans Bein gebunden, wenn man es so ausdrücken will. Keine Unternehmung ohne Hund, es sei denn, es fiel zwischen die üblichen Gassigehzeiten. Von daher haben mein Schatz und ich auch eine Menge Zeit investiert, aber ich bereue nicht eine Minute. Weil ich aber weiß, dass mein Schatz jetzt auch gerne Mal eine Zeit ohne ein Tier verbringen möchte, respektiere ich das auch, denn jetzt, nach Tessa Tod sehe ich, wieviel freie Zeit ich plötzlich habe, wo ich mich schon fast zu Tode langweile oder die Zeit mit heulen verbringe. Mag vielleicht auch mit daran liegen, weil ich noch nicht wieder arbeiten gehen kann und mir die Decke förmlich auf den Kopf fällt.
Von einen meiner Schwager hab ich damals seine 2 Katerchen betreut. Dafür bin ich 2x am Tag 20-30 min. mit seinem Auto, durch halb Berlin gefahren, kraxelte 4 Altbau-Etagen hoch, kümmerte mich mindestens eine Stunde (jeweils) um die Beiden mit toben, Katzenklo reinigen, spielen, füttern und rumschmusen, denn auch er wollte sie nicht in eine Pension geben. Da ich die beiden Schmusetiger sehr gerne mochte, übernahm ich den Part. Klar, manchmal wars schon anstrengend, denn immerhin hatte ich ja noch mit Tessa 4 - 5x am Tag mehr oder weniger ausgiebige Runden zu drehen, aber irgendwie ging das trotzdem alles. Es waren ja meistens nur so 2 Wochen.
lapin hat geschrieben:Ich bin ne Glucke...ich verzichte lieber auf alles, als iwem meine Tiere anzuvertrauen :hehe:
Wenn ich ein Tier habe, dann bin ich ganz genauso... :hehe:
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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von saloiv » Mo 2. Mai 2011, 17:42

Ich war im letzten Jahr über 14 Wochen im Krankenhaus, so dass ich auch meine Kaninchen irgendwie unterbringen musste. Wenn dann was war (einmal gab es Gruppenkrieg als ich nicht da war) bin ich fast eingegangen vor Sorgen...
Ich finde es auch gar nicht so einfach für freilaufende Kaninchen eine Betreuung zu finden. Denn alle mit freilaufenden Kaninchen können nicht noch welche laufen lassen und alle ohne Freiläufer wollen sie nicht freilaufen lassen.
Ich mache da auch einen Unterschied zwischen Tieren die eine enge Beziehung zum Menschen haben und solchen, die das nicht haben. Bei Kaninchen zum Beispiel ist mir vorrangig wichtig, dass sie den Luxus wie immer haben bzw. einen adäquaten Ersatz, der zumutbar ist. Ich würde beispielweise keine Freiläufer in einen Käfig zur Betreuung geben. Wenn sie gut versorgt werden und viel Platz haben, dann habe ich auch keins chlechtes Gewissen nicht da zu sein.
Bei einem Hund wäre das was anderes. Nicht weil er mir wichtiger ist, sondern weil ich weiß, dass er (auch bei gleicher Betreuung wie immer oder besserer) mich extrem vermisst und unter dem Trennungsschmerz leidet. Das tun Kaninchen weniger.
Daher: Wenn ein Hund einzieht, kommt er überall hin mit. ;)
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Re: Tierbetreuung - über mehrere Monate von Tieren trennen

Beitrag von lolo » Mo 2. Mai 2011, 18:47

Ich denke es ist für die meisten Tierhalter sehr schwer, die Balance zwischen den Bedürfnissen des Haustieres und den eigenen zu finden. Dabei muss man eben Kompromisse eingehen und mit Einschränkungen leben.
Einerseits finde ich auch, dass es eben "nur" Kaninchen sind, andererseits könnte ich persönlich sie niemals über mehrere Monate in Käfighaltung geben oder irgendwohin, wo ich nicht weiß, dass sie bestens versorgt werden. Zum Glück hatte ich bisher immer für ein oder zwei Wochen meine beste Freundin, bei der ich weiß, dass es den Kaninchen an nichts fehlt, die jeden Tag Grünfutter gesammelt hat, bei den kleinsten Auffälligkeiten bei mir angerufen hat, schon mit den Kaninchen beim Tierarzt war und Medikamente geben musste.
Ganz anders wäre es wahrscheinlich, wenn ich zum Beispiel einen Hund hätte, zu dem die Beziehung ja viel enger ist, wie schon von saloiv gesagt.

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