revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

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Ziesel
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revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Mo 18. Apr 2011, 14:07

Um eins mal vorwegzunehmen: ich will niemandem auf die Füße treten und halte tierischen Auslauf für sinnvoll. Mich interessiert nur, wie man als Halter damit umgeht bzw wie ein eigentlich revierbildenes Tier damit klarkommt, also eure Erfahrungen :lieb:

Wenn ich ein Meeri oder Kaninchen habe und in der Wohnung/im Zimmer halte, die ich für´n Auslauf zur Verfügung stellle, lernt das Tier sein Revier kennen und behält es ja quasi bis auf minimale Veränderungen weil man ja doch mal ´n neues Möbel anschafft, Schuhe stehen lässt, absichtlich was Neues anbietet wie ´n Futterbaum oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten aber Tier kann ja dann in seinen "sicheren Käfig" flüchten. Wie ist das, wenn ich jetzt morgens mein Tierchen einfange und draussen in so´n Gitterelementegartenfreilaufteil setze, den ich nicht immer an der selben Stelle aufbaue (weil zB "abgegrast") ? Ist das wechselnde Terretorium stressig für ein revierbezogenes Tier ? Brauch es dann erst´ne gewisse Anlauf-Erkundungsphase oder wird gleich Wiese gefuttert und fröhlich rumgewuselt?
Wie ist das beim morgendlichen Einfangen und abendlichen Einsammeln der Tiere? Ist das ´ne stressige Tierjagd, kennen eure Tiere das schon oder benutzt ihr zB Transportboxen in die ihr eure Tierchen mit Futter lockt?

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Feli
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Feli » Mo 18. Apr 2011, 14:15

Also ich kenn das nun nur von einer Häsin die ich früher immer mal mit auf die Wiese genommen habe. Die saß da wo man sie hingesetzt hat und hat sich keinen Millimeter bewegt. Auch nichts gefressen - für die war dieser Wechsel und die Unbeständigkeit enormer Stress. Hab ich aber als Kind anders gesehen ;). Heute gehe ich mit meinen Ninchen nicht mehr auf die Wiese (wäre mit Transportbox verbunden), sondern bring die Wiese halt so gut es geht zu ihnen.

Optimal ists denke ich, wenn der Auslauf und das Nachtquartier derart aneinander schließen, dass man nicht auf Tragen oder Umsetzen angewiesen ist. Wenn man sein Tier dann so konditioniert, dass es weiß "Da kommt die Olle und bringt mir gaaaaaaaanz viel frisches Futter, also hinterher!" dann ists optimal.

Aber mich würde da nun schon mal interessieren wie lapin und chien zB. Lola abends aus ihrem Bau rauskriegen, oder was sie machen wenn eines der Tiere unter einem Busch sitzt und einfach nicht rauskommen mag.

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Dajanira » Mo 18. Apr 2011, 14:18

Ääääh :grübel:

Generell haben die erstmal Schiss wenn iwas neu ist. Kommt aber auch aufs Tier an.
1. Schiss-hab-Phase
2. vorsichtiges anpirschen und bei jedem kleinen Geräusch/Bewegung zurück ins Haus
3. alles was in den Weg kommt markieren
4. rumwuseln
5. fressen
6. schlafen

Meine Dicken sind nicht allzu scheu. Sobalds iwas neues gibt (heute nen Weidentunnel) wirds gleich in Beschlag genommen, Fefe vorweg einer muss ja herhalten :jaja:
Wenns wiesenmäßig das gleiche Gehege ist, dann haben sie recht wenig schiss, das Gehege kennen sie, es wird ein bisl gekotet und dann fröhlich gefressen.
"Tierjagd" ist ne Gewohnheitssache. Meine kommen inzwischen freiwillig, wenns vom Balkon innen Stall geht. Ist aber abhängig davon inwieweit die Müpfel an Menschen gewöhnt sind.
Transportbox ist kein Problem. Die steht immer mit Einstreu im Auslauf/Balkon und wird benutzt, deshalb haben sie keine Angst davor.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.



31.08.2008 † 11.10.2013 Telefonmann
01.02.2011 † 03.02.2014 Fefe
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Mo 18. Apr 2011, 14:23

Mh, na bei Chien & Lapin bleibt ja das Revier. Da können die Nins allein von Drinnen rein und raus und ich schätze, wenns die Abendfütterung gibt, kommen die nach´ner Gewöhnungsphase allein angehoppelt.
Was mich eigentlich interessiert ist ja wie das funktioniert, wenn man die Tiere aus ihrer gewohnten Umgebung nimmt und woanders hinsetzt, wieder "nach Hause" bringt und am nächsten Tag wieder raus usw.
Ich wüsste auch gern ob sich die Tiere unterschiedlich verhalten wenn man sie morgens immer an den selben überschaubaren Platz setzt wie zB morgends auf´n Balkon abends rein oder eben in bewegliche Ausläufe wie bei der Gartengitterelementvariante . .

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von halloich » Mo 18. Apr 2011, 14:24

Ich hatte mal so Auslaufgitter im Garten.
Das Einfangen vor und nach dem Freilauf war für die Tiere stress und für mich auch.
Sie waren überhaupt nicht zahm und ich musste sie regelrecht jagen.
Dann habe ich das bleiben lassen.

Eine zeitlang wollte ich sie zeitweise im Wohnzimmer frei laufen lassen.
Das gleiche.
Vorher Stress, nachher Stress für Mensch und Tier.
Teils habe ich die Schweine gefangen, ins Wohnzimmer gesetzt und sie sind im direktem Weg wieder zurück zum Gehege.
Das ging mehrere Wochen, dann habe ich es auch gar nicht mehr versucht.

Ich denke es gibt Tiere für die das Stress ist und es gibt welche die es gewohnt sind.
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Entensusi » Mo 18. Apr 2011, 14:30

Freilauf umsetzen mochten meine Kaninchen alle nicht.
Sie hatten zwar ihre gewohnten Schutzhütten dabei und so, aber die Wiese roch ja neu und dann musste markiert und gebuddelt werden, bis wieder alles gepasst hat.
Wobei ich da den Vorteil sehe, dass Kaninchen, die in ihrem Freilauf zu bequem werden, auch mal ein wenig action haben.
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 18. Apr 2011, 16:03

Ich denke es kommt auf die Gewohnheit an,bzw. warum es Tiere stresst. In erster Linie werden sie ja nicht durch den Wechsel selber gestresst, sonern durch die Tatsache, dass sie im fremden Terrain quasi jederzeit auf die Revierinhaber und Freßfeinde stoßen können und dazu noch keine Fluchtmöglichkeiten erkundet haben.
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Vollblutkaninchen » Mo 18. Apr 2011, 16:07

Hoffe mal ich werde jetzt nicht gleich mit Vorwürfen überhäuft :schäm:

Seit ich Kleintiere halte (Hamster, Wellensittiche, Kaninchen, Wüstenrennmäuse, Mäuse) gibt/gab es für die Tiere immer Freigang. Als wir damals noch Hamster hatten, hatten die immer einen separaten Raum für sich. Dort ließen wir die immer frei nachts laufen, bis meine Mutter schlafen ging (sie war damals die, die am längsten wach blieb) und die setzte die dann wieder rein. War eigentlich bei meinen Hamstern (Gold -und Teddyhamstern) kein großes Kunststück, da sie Hände gewohnt waren aber auch manchmal freiwillig rein gingen. Unser erster Hamster Felix war sogar stubenrein. :hot:
Die Wellensittiche hatten damals eine Voliere und ebenfalls ein eigenes Zimmer. Ich öffnete dann tagsüber die Volierenklappe und die Vögel flogen meist von selbst raus und schwirrten ein wenig im Zimmer herum. Einfangen war von den Wellensittichen wesentlich schwieriger als bei den Hamster vor allem, wenn man gerade mal 1,35m groß war :D
Ich weiß gar nicht mehr so genau wie ich das damals geschafft habe, aber irgendwie habe ich sie immer alle gekriegt und mein Opa hat gesagt ich würde die Vögel aus der Luft fangen wie eine Katze. Jedoch jetzt im Nachhinein denke ich, dass den Vögeln der Freiflug nie so wirklich gefallen hat und sie lieber in der Voliere geblieben wären.
Anders war das mit den Wüstenrennmäusen. Weil ich wusste wie extrem schnell die waren, habe ich am Anfang immer erst einen Teil meines Zimmers abgetrennt, die Mäuse darin laufen lassen, mich dazu gesetzt, damit sie keine Angst mehr vor mir und meiner Hand haben und schließlich wieder eingefangen. Der Freilauf wurde immer weiter erweitert, bis sie schließlich mein ganzes Zimmer hatten. Über eine Rampe konnten sie immer wieder zu ihrem Gehege gelangen. Einfangen war relativ einfach, weil sie meine Hand schon kannten. Irgendwann kam jedoch mein Computer ins Zimmer und da meine Mäuse berüchtigte Kabelkiller waren, konnten sie nicht mehr im Zimmer frei laufen. Weil ich sie jedoch nicht nur im Terrarium eingesperrt lassen wollte, habe ich einen Teil meines Zimmers abgetrennt und zu diesem Freilauf hatten die Mäuse von dann an Tag und Nacht lang Zugang. Oft haben sie auch im Freilauf übernachtet.
Ich besaß auch mal eine Farbmaus in Einzelhaltung. Dadurch haben sie und ich eine starke Bindung aufgebaut. Ihr konnte ich zusätzlich zum Zimmer Freilauf auch Freigang im Garten oder auf dem Balkon ermöglichen, ohne Gitter! Klar, ich war immer dabei, aber auch, wenn sich die Maus mal ein wenig von mir entfernte kam sie auf ein Zeichen (mit den Finger auf dem Boden tippen) wieder zu mir zurück. Dadurch war das Einfangen natürlich ein Kinderspiel.
Okay, nun zu den Kaninchen. Am Anfang meiner Kaninchenhaltung hatte ich einen verstellbaren Freilauf, den wir immer dann umstellten, wenn die Wiese zu sehr abgegrast war. Immer, wenn dann frisches und unbekanntes Grün unter den Pfoten von Leo und Lotti war, hat Leo oft Freudensprünge gemacht und Lotti sich im frischen Grün gewälzt. Einfangen war hier auch relativ einfach, da der Freilauf höchstens 6qm groß war. Transportieren auf dem Arm von Freilauf zu Stall war für Leo nie so schön.
Kurzzeitig hatte ich ja auch in Innenhaltung Kaninchen, die Freilauf in meinem Zimmer bezogen. D.h. sobald ich im Zimmer war, wurde die Klappe geöffnet und es wurde gehoppelt, bis ich es wieder verlassen musste. Den Kaninchen hat das damals gut gefallen, da sie selbst entscheiden konnten, wann sie raus wollten und wann rein. Im Zimmer wurde auch das gleiche getan wie im Gehege. Gespielt, gefressen und geschlafen. Teilweise sind die Kaninchen auch ausgebrochen und ich habe sie dann im Tiefschlaf auf meinem Bett entdeckt. Einfangen ging. Durch den rutschigen Laminat waren sie nicht so schnell und teilweise ging sie auch von selbst wieder ins Gehege oder ließen sich mit Futter reinlocken. Ein Problem war nur, wenn man sich unter dem Bett verkrochen hatte, denn da kam ich nicht runter. Da musste ich dann so lange warten, bis sie wieder auskamen.
Während des Gartenfreigang mit den Kaninchen war das Einfangen und Raussetzen wirklich am Leichtesten. Einfach Tür auf und, wenn es abends wieder rein ging erst einmal Futter ins Gehege, damit die hungrigen Mäuler schon mal reinhoppeln. Dann sich vor den Freilauf stellen und in die Hände klatschen, damit die gehorsamen Kaninchen rein kommen und, wenn das immer noch nicht ausreichte. Habe ich die Kaninchen rein getrieben. Aber stellt euch unter so etwas bitte keine Hetzjagd vor. Ich bin einfach hinter die Kaninchen getreten und langsam auf sie zu und sie gleichzeitig in Richtung Gehege gelenkt. Hat auch gut geklappt.
Derzeit ist es so, dass ich die Kaninchen vom Gehege in ein benachbartes Grundstück bringen muss um ihnen Freilauf zu ermöglichen. Zum Transportieren benutze ich Transportboxen, da ich dadurch mehr Kaninchen auf einmal rüber bringen kann und es für sie auch ein wenig stressfreier ist, als auf meinem Arm. Die Kaninchen im Gehege einzufangen ist relativ einfach. Oft bleiben sie einfach sitzen und warten darauf, dass man sie einsammelt. 7 Kaninchen auf 130qm einzufangen erweißt sich schon als etwas schwieriger, aber nicht als unmöglich. Wichtig ist erst einmal, dass die Gänge verschlossen und der Raum unter dem Strandkorb dicht gemacht ist. Oft stelle ich zwischen die Büsche Transportboxen um ein paar Sackgassen zu machen. Ich renne auch nicht den Kaninchen hinterher, denn, da würden sie nur in Panik geraten sondern bewege mich langsam, (teilweise auch kriechend :hehe: ) auf sie zu. Manchmal bleiben sie dann auch sitzen und, wenn sie doch weghoppeln, lenke ich sie in Ecken und sammele sie da ein. Ich weiß auch nicht so genau, gut kann ich das Einfangen nicht beschreiben, ich weiß einfach wie meine Tiere ticken und kann so vorausschauend denken und weiß meistens ungefähr, wohin sie wollen, wenn sie weghoppeln.
Soviel zum Einfangen.
Ich wurde meinen Tieren nie (Tierarztbesuche mal ausgeschlossen) etwas zumuten, was sie nicht wollen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wüsste ich also, dass meine Kaninchen tierische Angst vor Neuem haben, dann würden sie immer in ihrer gewohnten Umgebung (Gehege) bleiben. Aber ich weiß nicht, vielleicht sind meine Kaninchen diesbezüglich auch extrem abgehärtet, aber die haben einfach keinen Schiss. Als sie vom Garten in den aktuellen Freilauf umzogen und ich das erste Mal die Türen der Transportbox geöffnet habe, sind die rausgestürmt, haben jeden Winkel erkundet, jeden Grashalm mal gekostet und jede Ecke markiert und dann nach getanener Arbeit wurde sich in den Schatten der Büsche gelegt und erst einmal ne Runde geschlafen. Kein Kaninchen, dass sich bedroht fühlt, würde sich auf eine Wiese schmeißen, alle Viere von sich gestreckt und schlafen. Ich denke, nein ich bin mir sicher, dass sie den Freilauch mittlerweile auch als ihr festes Revier ansehen und sich darin wohl fühlen.


Liebe Grüße
Vollblutkaninchen
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Mit Finn, Fabi, Lotti, Luna und Fjodor für immer im Herzen...

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von RuJo » Mo 18. Apr 2011, 18:44

Ich glaube ja, dass auch das wieder eine Sache des Charakters der Tiere, und der Gewöhnung ist. Das ist vermutlich wieder nicht zu verallgemeinern.

Meine Kaninchen sind es von klein auf gewohnt herumzureisen und in unterschiedlichen Zimmern unter zu kommen. Stell ihnen irgendeine Kiste mit Heu hin, und sie wissen, dass das ihr Klo sein wird (sind auch in fremdem Revier stubenrein). Entriegele die Tür der Transportbox, und zwei Nasen werden das Türchen energisch aufstoßen, dann gibts einen kurzen Sichtungsblick, meist gehts als nächstes kurz aufs Klo und dann werden Haken geschlagen. Also neue Umgebung ist schon was besonderes (Haken schlagen sie sonst fast nie), aber meine beiden geben mir keinen Anlass um anzunehmen, dass diese Situation im negativen Sinne besonders ist. Natürlich könnten sie auf die Zugfahrten, die ich ihnen nicht ersparen kann, verzichten... sie sind dabei nicht panisch: sie fressen, putzen sich und liegen auch lang in ihrer Box... aber sie sie sind einfach nicht gerne eingesperrt, rütteln gegen Ende der Fahrt meist schon am Türchen und wollen einfach raus..

Meine jetzigen Renner bekommen keinen Auslauf. Sie sind nicht besonders an meine Hand gewöhnt, dass heißt schon allein das rausfangen wäre jedesmal Stress. Zudem müsste ich dazu jedesmal ihr Gangsystem zerstören, um sie zu fassen zu bekommen.
Ich habe alle meine Renner auch als recht revierbezogen erlebt. Ich merke, dass es ihnen schon zusetzt, wenn man das Gehege mal komplett reinigt.. ich versuche die Abstände dazwischen so lange wie möglich hinauszuzögern. Auslauf bekämen sie bei mir nur, wenn ich die Möglichkeit hätte, den direkt mit dem Gehege zu verbinden (geht aber leider nicht).
Meine alten Renner waren auch ein bisschen anders drauf.. die haben dann alle paar Tage Auslauf im Bad bekommen. Aber ganz optimal fand ich es auch bei denen nicht.

Also Fazit: generell würde ich einem reviertreuen Tier Auslauf ermöglichen, bei dem der direkte Zugang zum eigenen Revier gegeben ist. Ausnahmen von dieser Pauschalregel würde ich dann anhand der Reaktion des einzelnen Tieres treffen, insbesondere wenn man das gefühl hat, dass die Auslaufmöglichkeit langfristig die Lebensqualität des Tieres heben kann, wenn ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist (also zB finde ich es schon schön, wenn man als Innehalter zumindest zeitweiße Außenauslauf anbieten kann, und in dem Fall würde ich es sicherlich auf einen Versuch ankommen lassen und dann anhand der Reaktion des Tieres entscheiden, ob es darauf hinauslaufen kann, dass das Tier diese Ausläufe auch genießen kann)

lieben gruß
Aj

Edit- Nachtrag: es geht ja auch speziell darum in der Ausgangsfrage, ob das Versetzen von so einem Gehegeelement zu stressig wäre. Ich glaube das nicht, wenn die Tiere einmal soweit waren, draußen zu entspannen und zu fressen, also den Wechsel zwischen ihrem angestammten Revier und einem Auslauf als solches schon kennen und gut damit umgehen. Die genaue Stelle des Auslaufes ist dann vermutlich egal, solange der jetzt nicht komplett in ein anderes Gebiet verlegt wird und wieder auch neue Gerüche und Geräusche dazu kommen..
Meine Eltern hatten ja früher eine Eigenbedarfszucht mit Kaninchen. Die habe ich so oft es ging in ein aus Kisten gebautes Gehege im Garten gesetzt... das wurde dann auch täglich woanders aufgebaut... einmal an die Auslaufsituation als solches Gewöhnt, war das kein problem für die Kaninchen.
Und ich denke, das ist ja auch das,w as meine Kaninchen zeigen... einmal die Situation der wechselnden Reviere als solches gewöhnt, ist es relativ egal, ob die Revier schon bekannt sind, oder ob es ein ganz neues ist (mittlerweile kennen sie alle möglichen Reviere). Aber wie gesagt, ich glaube das kann man sicherlich nicht mit allen Tieren machen...manche sind ja sehr sensibel.

Meine beiden gehen übrigens von allein in die Transportbox. Joker hat sich das mal selber beigebracht. Es gibt für ihn ja nichts schlimmeres, als angefasst zu werden... er hat irgendwann mal gemerkt, wenn er von selbst in die TB hoppelt, kann er das Problem umgehen. Wenn ich also die Transportbox zum Beispiel bei meinen Eltern (dort bewohnen sie den Waschkeller, und wenn gewaschen wird, ziehen sie solange in mein kleines Zimmer) mitten in den raum stelle, sitzt Joker meist schneller drin als ich gucken kann... ansonsten spätestens, wenn ich ihm die Aufbruchstimmung klar gemacht habe... und wenn Joker schon in der Kiste sitzt, folgt Rumo oft auch bereitwillig.
"Ein gutes Buch, das von majestätischer Unerschlossenheit an seiner Stelle im Regal steht, stellt die aufmunternste Form intellektueller Wandverkleidung dar!" (David Quammen "Die Hörner des Rhinozeros")

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Di 19. Apr 2011, 00:44

Also probiert man einfach mal aus wie die Tiere reagieren? Sitzen sie ängstlich in der Ecke bzw in Deckung (Häuschen, Verstecke oÄ) und machen kaum Anstalten was zu erkunden, zu futtern usw lässt mans nach 2-3 Versuchen oder würdet ihr´s öfter probieren?
Ich schätze, bei zahmeren Tieren ist das echt entspannter als wenn man sie wirklich fangen/jagen muss um sie rein/raus zu bringen wobei es wohl auch drauf ankommt, wie sie sich draussen verhalten.

@Vollblut: Wieso Vorwürfe ?! Das sind deine Erfahrungen - vielen Dank dafür
(oder denkste wir haben als Kinder schon alles von/über Haustiere gewusst, durchdacht und hundertpro korrekt gemacht oder unsere Eltern hatten stets den totalen tierischen Durchblick :mrgreen: )
Ich bin nicht "als Planetarierer geboren" und arbeite an mir als Tierhalter. Gute Erfahrungen helfen oft weiter aber auch nicht so tolle, weil man das dann ja anders machen kann oder überhaupt erst merkt was nicht so optimal . .

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von saloiv » Di 19. Apr 2011, 01:04

Ist das wechselnde Terretorium stressig für ein revierbezogenes Tier ? Brauch es dann erst´ne gewisse Anlauf-Erkundungsphase oder wird gleich Wiese gefuttert und fröhlich rumgewuselt?
Ja, es ist auf jeden Fall stressig, weil es ungewohnt ist. Alles was fern der Gewohnheit ist, bedeutet Stress. Allerdings unterscheide ich zwischen positiven Stress (z.B. Umweltreizen) und negativen Stress. Wenn für die Tiere zu vieles neu ist, bedeutet dies negativen Stress. Tägliche Veränderungen und Umgewöhnungen sind positiver Stress.
Beim Auslauf gibt man normalerweise bekannte Gegenstände mit ins Gehege, die die Tiere als Rückzug kennen und lieben. Somit ist nur das Gebiet neu, aber sie kennen ihre Artgenossen und die Gegenstände. Dann folgt natürlich eine Eingewöhnungsphase, die etwas Zeit braucht.
Ich hatte immer beobachtet, dass die Tiere sich sehr schnell daran gewöhnen und dann sozusagen zwei Reviere haben. Ähnlich wie ein Hund, mit dem man beim Spazierengehen in den Park oder Stadtwald fährt. Er sieht es nach den ersten Spaziergängen auch als sein Zweit-Revier. Oder bei Scheidungskindern, die dann sozusagen zwei Zuhause haben und pendeln.
Auch wenn man das Gehege verschiebt, nehmen sie es als ihr Revier wahr, weil sie es gewohnt sind genau diesen abgetrennten Bereich zu nutzen.
Ein durchgängiges Revier ist natürlich immer vorzuziehen, ein evierwechsel aber nicht unbedingt ein großes Problem.
Wie ist das beim morgendlichen Einfangen und abendlichen Einsammeln der Tiere? Ist das ´ne stressige Tierjagd, kennen eure Tiere das schon oder benutzt ihr zB Transportboxen in die ihr eure Tierchen mit Futter lockt?
Das haben die Tiere sehr sehr schnell raus. Abends kommt die Transportbox ins Gehege und wenn sie reinkrabbeln kommen sie in die Nachtunterkunft, wo es auch gleich noch das Abendessen gibt, auf das sie sich schon freuen. Und morgens freuen sie sich darauf endlich auf die Wiese zu kommen und sind auch schnell in der Box drinnen.
Stressig wird es wenn man es mit Zeitdruck macht oder die Tiere "umherwürgt" statt sie einfach in die Box laufen zu lassen.
Bis die Tiere das mit der Box verstehen, braucht es allerdings ein paar Tage.
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Di 19. Apr 2011, 01:25

Das mit dem Revier scheint echt stark vom Tier abhängig zu sein. Manche Katze reagiert schon auf Möbelumstellen in der Wohnung oder auf längerbleibende Besucher mit Protestkundgebungen, andere Mietzen haben da offensichtlich weniger Probleme :hm:

Ich hab das Gefühl, dass es einfacher ist, je früher Tier solche Abwechslungen kennenlernt bzw wenn ein neues Tier zu einer Gruppe kommt die das "kennt". Ich habe bei Neuzgängen beobachtet, dass sie weniger aufgeregt sind wenn sie schön hinterlatschen und mitmachen können. Ist das bei euch auch so ?

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Entensusi » Di 19. Apr 2011, 07:10

Ziesel hat geschrieben:Das mit dem Revier scheint echt stark vom Tier abhängig zu sein. Manche Katze reagiert schon auf Möbelumstellen in der Wohnung oder auf längerbleibende Besucher mit Protestkundgebungen, andere Mietzen haben da offensichtlich weniger Probleme :hm:

Ich hab das Gefühl, dass es einfacher ist, je früher Tier solche Abwechslungen kennenlernt bzw wenn ein neues Tier zu einer Gruppe kommt die das "kennt". Ich habe bei Neuzgängen beobachtet, dass sie weniger aufgeregt sind wenn sie schön hinterlatschen und mitmachen können. Ist das bei euch auch so ?
letzteres ist bestimmt so! Das habe ich sowohl bei den Enten als auch bei den Kaninchen beobachtet. Wenn die "alten Hasen" freiwillig in den Stall gingen, haben das die neuen sehr schnell mitgemacht. Und die Enten versuchen eh, sich der Gruppe anzuschließen.

Bei meinen Katzen ist es auch sehr unterschiedlich.. Ronja ist immer beleidigt, wenn wir sie nicht vorher gefragt haben, bevor etwas umgebaut, umgestellt wird. Dann aber ist sie eifrig dabei, das neue zu besetzen. Kalle hingegen tut so, als ginge ihn das alles nichts an. Aber sie ist ja auch Chefin.
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von omahoppenstett » Di 19. Apr 2011, 07:22

Ziesel und ich hatten das Thema ja schonmal in einem "Zwiegespräch" und da ging es um Ziesel einer Halterin, die ihre Ziesel wenn sie zuhause ist, in ein Gehege im Garten umsiedelt (es sind 12 Tiere!) und abends wieder in die Wohnung verfrachtet. Sie meint, für ihre Ziesel ists ok.
Das Thema hier zur Diskussion zu stellen, war eine prima Idee :top: warum bin ich nicht drauf gekommen :grübel:
Ich könnte mir das bei meinen Zieseln nicht vorstellen... Die drei sind jetzt seit 11 Tagen draussen- jaaa ich weiß, ich hatte Fotos versprochen :pfeif: Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich sie in das Aussengehege gesetzt habe (mit Fotoapparat bewaffnet!) und weg waren sie- so schnell konnt ich gar nicht schauen. Da sind so viele Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten, die sehr gerne angenommen wurden. Danach hab ich sie erstmal eine Woche nur von weitem gesehen und gefressen wurde auch wesentlich weniger, wie in der Whg. Seit wenigen Tagen kann ich mich nun langsam anpirschen und beobachten und inzwischen wird auch mehr gefressen und mächtig gebuddelt :tanz:
Ich könnte mir gar nicht vorstellen, die 3 jeden Tag zu verfrachten- ich würde sie gar nicht einfangen können. Ich glaub, bei Zieseln (zumindest bei meinen) ist ein ständiger Revierwechsel nicht gut.
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Di 19. Apr 2011, 12:57

Stimmt Omahoppenstett, das Thema entstand genau aus diesem Gespräch.

Was die Ziesel betrifft würde ich das auch nicht so machen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich halbwegs stressfrei 12 Ziesel 2x täglich rein und raus kriege. Auf Einfangen und Hochheben stehen die meisten Ziesel nicht wirklich und der "richtige" Zeitpunkt wäre für mich auch eher schwierig weil die Aktiv-Phasen ja nicht immer alle "zusammengewürfelten" Tiere zur selben Zeit haben. Bei mir warens zwischenzeitlich 6 Tiere wo teilweise der ein oder andere auf Auslauf komplett verzichtete und lieber Höhle baute/bewachte, der Nächste einfach chillen/pennen wollte. Diese Tiere dann rauszureissen würde mir schon widerstreben. Bei Zieseln halte ich es für sinnvoll, dass sie "nach Hause" können wenn sie wollen und denke zu Hause ist da wo sie sich häuslich eingerichtet haben. (Hier legten besonders die Damen wert drauf, sich zwischenzeitlich oder vorzeitig in ihr Gemach zu begeben)
Keine Ahnung wie das Draussenwohnteil aussieht bzw eingerichtet ist aber sie dort aus ihren Ruheplätzen aufzuscheuchen bzw überhaupt dranzukommen stelle ich mir schon als "negativen Stress" (danke Saloiv) vor, genau wie scheuere Ziesel zu fangen.
Hätte ich ´ne Aussenvolierenmöglichkeit würde ich ständiges Hinundher vermeiden. Ich glaub kaum, dass man bei Ziesel so´n Gitterteil bzw. was "bewegliches" verwendet, also so´ne Zwischenlösung ist wohl nicht machbar/ausbruchssicher. Kranke, alte, pflege- oder anderweitig aufsichtsbedürftige (zB. Quarantäne, Neuzugänge) blieben bei mir erst mal drin, der Rest käme raus.
PS. ich weiss auch nicht wie das so mit den Tempschwankungen funktioniert. . .

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von lapin » Di 19. Apr 2011, 13:14

Das stimmt aktuell können unsere Aussenhaltungskaninchen selbst entscheiden, wie sie es wünschen und kommen sehr gut damit klar...
früher lief es ja noch etwas anders ab..

angefangen hat es mit Freilauf OHNE Schutzhütte (die befand sich noch im Bau), daher konnten wir für ein paar Wochen nur so vorgehen:
Morgens raussetzen, Abends wieder ins Zimmer bringen...
Am Anfang waren es wohl etwas viele Eindrücke, mit der Zeit wurde dieses Gebiet aber schnell ihres...
mit der Zeit wurde es akzeptiert und man konnte es leicht praktizieren (liefen freiwillig in die Hütte, wenn es RAUS ging...rein war schwieriger), dennoch bin ich froh das diese Zeit vorbei ist und sie nun endgültig draußen sind.


Anders seh ich das zb bei Hunden...
hier wählen wir bewusst immer andere "Auslaufstellen" für sie aus...
weil wir das Gefühl haben, sie mit immer den gleichen Gerüchen und gleichen Eindrücken zu unterfordern.
Meine Mutter meinte mal ganz treffend: "ein Hund braucht regelmäßig ein neues Buch zum lesen"...
von daher halte ich es in dem Fall bei dieser Tierart für förderlich.

Übrigens ist es richtig, dass man Tiere von kleinauf wirklich an sehr viel gewöhnen kann..
Roi hatte die Anfangszeit sehr viel bei uns kennengelernt, sei es sein Käfig, dann sein Zimmer, dann die Stube und dann das Grundstück.
Über all zeigte er Vertrauen und sowie ich mich in der Nähe befand, war er fleißig am forschen und schnell am mampfen oder muckeln (trotz Behinderung)...
ich denke neue Umgebungen sind für ihn dadurch "normal"!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Isa » Di 19. Apr 2011, 13:31

Meine Meerschweinchen hassen Freilauf. :autsch:
Als Babys rennen sie immer fröhlich umher und wenn sie älter werden hört das abrupt auf.
Und ich hab mir schon solche Mühe gegeben, den Auslauf im Garten oder Wohnzimmer zu gestalten.
Sie sitzen dann da, fressen ein wenig und laufen rum.
Es sieht nicht gestresst aus, eher lustlos. Meist warten sie nach einer Weile mit hoch erhobenem Kopf, bis ich sie wieder in "ihren" EB bringe.
Sobald sie dort dann sind, wird fröhlich rumgehüpft. :arg:
Von demher: Nur "Zwangs"auslauf, wenn ich den EB reinige. Dann haben sie danach wenigstens was zum Freuen, wenn sie zurück dürfen. :jaja:
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von RuJo » Mi 20. Apr 2011, 13:25

Ziesel hat geschrieben:Also probiert man einfach mal aus wie die Tiere reagieren? Sitzen sie ängstlich in der Ecke bzw in Deckung (Häuschen, Verstecke oÄ) und machen kaum Anstalten was zu erkunden, zu futtern usw lässt mans nach 2-3 Versuchen oder würdet ihr´s öfter probieren?

Naja, ich würde sowas vielleicht schon im Vorfeld nicht mit jedem Tier versuchen.
Man kennt seine Tiere ja ein bisschen... je aufgeweckter und neugieriger, desto größer vermutlich die Chance, dass ein Revierwechsel nach gewöhnung zu etwas spannendem werden kann.
Hat man eh schon ein panisches Sensibelchen, würde ich das eventuell nicht erst ausprobieren.

Ansonsten denke ich, ob der (negative .. diese Unterscheidung treffe ich auch)Stress in vertretbarem Rahmen bleiben wird erkennt man eigentlich schon beim ersten, spätestens beim zweiten Versuch.
Sitzt das Tier wirklich die 1-2 Stunden (die ich beim ersten Mal auf alle Fälle anpeilen würde, das Tier muss die Chance haben zur Ruhe zu kommen) nur panisch und angespannt irgendwo in einer Ecke, würde ich es lassen und nicht nochmal (mit gleichen Bedingungen) probieren... vielleicht höchtens ein zweites Mal... verhält das Tier sich wieder so komplett verstört sehe ich keinen Grund darin, ihm unbedingt die gegenteilige Meinung einzutrichtern und es weiter zu versuchen ohne was an den Bedingungen zu ändern (damit meine ich sowas wie ein Partnertier, wenn das Tier vorher allein war, oder ein Sichtschutz, falls das Tier vielleicht durch Bewegungen verunsichert wurde usw... also wenn man quasi eine wahrscheinliche Quelle für die Unsicherheit ausschalten kann)
Wenn man aber auch entspanntere, vielleicht sogar interessierte Reaktionen sieht (Putzen, sich neugierig fortbewegen, entspannte Körperhaltungen, Fressen..) kann man durchaus am Ball bleiben denke ich.

liebe Grüße
Aj
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von saloiv » Mi 20. Apr 2011, 14:21

Also meiner Erfahrung nach lassen sich (zumindest Kaninchen und Meerschweinchen) problemlos in 1-4 Tagen an den Ortswechsel und den Auslauf gewöhnen. In der gleichen Zeit haben sie es auch problemlos drauf jeweils in die Transportboxen zu wandern, wenn man sie etwas "schleust".
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von ClaudiaL » Sa 23. Apr 2011, 19:24

So bis jetzt konnte ich hier nicht mitreden aber nu :D Das Freilaufgehege steht seit gestern und gestern und heute durften auch schon die ersten zwei Ninchen rein. Ich muss sagen es war überhaupt kein Problem. Kaum aus der Transportbox ausgestiegen wurde erkundet, gehorcht (die Vögel in unserer Außenvoliere waren sehr interessant, aber sie zeigten keine Angst), geflitzt, gepierscht, gebuddelt und entspannt relaxt, es war echt toll anzusehen :D
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Ziesel » Sa 23. Apr 2011, 23:02

du hast unternehmungslustige Kaninchen ;) klappts mit dem Transport rein und raus auch so gut ?

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von ClaudiaL » Sa 23. Apr 2011, 23:07

Also angefangen hab ich jetzt mit zwei sehr zutraulichen Kaninchen meiner Truppe. Da ist das kein Problem gewesen.

Ineressant wird es werden, wenn Lilly dann mal dran ist, da muss ich mal schauen....
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von claudsi84 » Sa 23. Apr 2011, 23:25

Lilly hat geschrieben:Also angefangen hab ich jetzt mit zwei sehr zutraulichen Kaninchen meiner Truppe. Da ist das kein Problem gewesen.
Sagst du uns auch wer raus durfte :D
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von ClaudiaL » Sa 23. Apr 2011, 23:47

Rosi war draußen und Alberich ;)
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Col » Mo 25. Apr 2011, 00:29

Meine Zwei sind ja nun vor einer Woche ins Außengehege umgesiedelt. War auch sehr interessant zu beobachten. Pedro ist gleich losgeflitzt, zeigte überhaupt keine Angst. Im Gegenteil, er wirkte richtig glücklich. Ella hingegen war absolut ängstlich, rührte sich kaum vom Fleck und hatte auch nicht das Bedürfnis, die neue Bleibe zu erkunden. Das kam dann tatsächlich erst einige Stunden später.
Wobei ich mich schon die ganze Zeit frage, ob Pedro sein ehemaliges Zuhause eventuell wiedererkannt hat und er deshalb gleich ohne jegliche Angst losflitzte. Ella kam ja erst vor 5 Monaten zu uns und beide lebten bis vor einer Woche im Haus. Ich weiß nicht, ob Kaninchen sich noch daran erinnern können, wo sie vor 5 Monaten gelebt haben, bzw. vielleicht noch für Pedro vertraute Gerüche im Gehege vorhanden waren :hm: .
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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von Entensusi » Mo 25. Apr 2011, 07:46

Col hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob Kaninchen sich noch daran erinnern können, wo sie vor 5 Monaten gelebt haben, bzw. vielleicht noch für Pedro vertraute Gerüche im Gehege vorhanden waren :hm: .
Ich denke, Kaninchen haben ein sehr gutes Gefühl für "Vertrautes". Ich bin immer noch baff, dass DumbleOhr und seine Schwester so problemlos zusammen gefunden haben, obwohl sie vorher 1 Monat getrennt waren.

Wir haben "die Kleinen" ja jetzt nachts zur Großen in den Stall, und nach 3 Tagen ging das problemlos, sie schauen ihre "alte Heimat" gar nicht mehr an. Als hätten sie nur darauf gewartet! :roll:
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: revierbezogene Tiere und wechselnder Auslauf

Beitrag von ClaudiaL » Di 26. Apr 2011, 14:15

Ziesel hat geschrieben:du hast unternehmungslustige Kaninchen ;) klappts mit dem Transport rein und raus auch so gut ?
Anscheinend hab ich das wirklich. Mr. Molly durfte nun auch die Wiese genießen. Auch bei ihm war es gar kein Problem. Nur von unseren Vögeln war er nicht so begeistert :roll:
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