Ernährung von säugenden Häsinnen

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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.

Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.

Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.
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Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von Venga » Mi 6. Apr 2011, 13:54

Hin und wieder kommt es doch mal vor, dass sich Nachwuchs einstellt.

Früher hieß es, dass die Mütter kein blähendes oder durchfallfördernes Futter bekommen dürfen, da die Stoffe über die Milch an die Kleinen weitergegeben werden.
Die Neugeborenen nehmen ja noch keinen Blinddarmkot der Mutter auf.
Gild das heute noch?
Wie ernährt man heute die säugenden Häsinnen?
LG
Venga

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lapin
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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von lapin » Mi 6. Apr 2011, 13:57

Ich persönlich bin mir da unsicher...
könnte es evtl davon abhängig sein, wie verträglich blähendes Futter für die Mutter ist?

Ich find die Frage echt interessant und bin absolut gespannt auf die Antworten!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von claudsi84 » Mi 6. Apr 2011, 14:09

Als wir damals unsere 4linge bekommen haben, habe ich nichts an der Ernährung geändert...
Meine Ninchen haben alle nicht blähendes Gemüse aber auch Kohlartiges bekommen.
Als die kleinen das Nest verlassen konnten...haben sie auch alles gefressen...also ich hab da nie was großes draus gemacht.
Und alle 4 haben es überstanden und sind gewachsen und gewachsen... ;)
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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von Kampfteddy » Mi 6. Apr 2011, 14:14

Hallo
Also ich kann jez nur von mir sprechen aber bei uns bekommen die säugenden Damen abgesehn von wehenfördernden Kräutern vor der Geburt, dass selbe wie die die nicht säugen!
Probleme mit Blähungen und Durchfall hab ich weder bei den kleinen Babys noch bei den Häsinnen =)
bei uns gibts alles an gemüse und die Stallkaninchen (die gehören meinen Stiefvater) bekommen auch noch pelletfutter weil der Großteil geschlachtet wird.
Wir behandeln aber alle babys mit 4 Wochen vorbeugend gegen kokzidien und sind seit jahren Kokifrei :D

lg nadine

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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von Venga » Mi 6. Apr 2011, 14:32

Ich finde die Frage auch sehr interessant, da sich in der Ernährung viel verändert hat.
So wie die meisten Kaninchen hier ernährt werden, hätte man vor 30 Jahren behauptet, dass alle an Blähungen oder Durchfall eingehen würden.
Andererseits, weiß ich, dass es einige Kaninchen mit Verdauungsproblemen gibt, weil die Darmflora nicht in Ordnung ist, bzw. sie durch früher eintönige Ernährung keine "vernünftige" aufbauen konnte.
So ein Winzling muss erst eine Darmflora aufbauen, u.a. indem es Blinddarmkot der Mutter aufnimmt.

Das Futter ist ja schon verdaut, bevor es zu Milch "verarbeitet" wird. Gibt es dann überhaupt noch Stoffe in der Milch, die blähen?

Ich weiß, dass auch bei Menschen gewarnt wurde vor blähenden Nahrungsmitteln.
Ich sollte, während der Stillzeit, Kohl, Sauerkraut und Birnen meiden, ebenso Tomaten und Zitrusfrüchte, weil die Babys durch die Säure wund würden.

Die Mäusebabys meiner Tochter sind eingegangen, nachdem ich der Mutter Grünzeug gefüttert hatte... Zufall? :hm:

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen.
LG
Venga

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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von Kampfteddy » Mi 6. Apr 2011, 15:06

Also unsere Wuzeln wachsen mit ad lib Frischfutter und viel Wiese auf und ich hatte die ganzen letzten 2 Jahre (also eig seit ich züchte) kein Baby mit Durchfall =) (an die 200 Jungtiere)
Meine Tiere (die ich nicht zukaufe) haben eigentlich ihr ganzes Leben keinen Durchfall sowas kennen die gar nicht. Also ich denke nicht das das in irgendeinen Zusammenhang steht ganz im Gegenteil je früher die kleinen mit Kohl etc in verbindung kommen umso besser!

Bei den Mäusen kann ich nur von Duprasi sprechen die futtern auch schon von klein auf Kohl und Karotte da gibts auch keinen Durchfall (wobei da die Sterblichkeit der Jungtiere allgemein extrem hoch ist) =)

lg

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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von alexandra36 » Mi 6. Apr 2011, 15:15

Hallo

eine meiner Häsinnen hat vor 4 Monaten Babys bekommen. Ich hab an der Ernährung nichts umgestellt, sie bekam dasselbe wie vorher auch. Auch blähende Sachen wie Kohl und so. Einzig die Menge hab ich erhöht um sie damit zu Unterstützen. Die anderen Kaninchen hats gefreut, die wurden Alle kugelrund :hehe:
Als sie aus dem Nest rauskamen (so ca. 2-3 Wochen alt) haben sie natürlich gleich alles mitgefuttert, auch die blähenden Sorten und es gab nie Probleme, sie haben es von Anfang an gut vertragen und sind alle kerngesund!

Ich glaub man sollte da gar nicht soviel rummachen, das ist meistens am Besten! Je mehr man rumprobiert und sich Gedanken macht umso schlechter wirds! Ist zumindest meine Erfahrung ;)

Lg. Alex
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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 23. Mai 2011, 15:58

Prinzipiell nicht viel anders als sonst, wobei ich schon wert auf einen höheren Anteil an kalorienreichen und eiweißhaltigen Futtermitteln lege, damit das Muttertier mehr unterstützt wird.

Also, z.B. mehr Kräuter als Salat/Gras, mehr Kohl, mehr Saaten (wenn sie mag)
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Ernährung von säugenden Häsinnen

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 23. Mai 2011, 18:07

Vor 50 Jahren hatte man den säugenden Häsinnen ihre Extraportion Kohl gegönnt und oft genug mit gekochten Kartoffeln zugefüttert. Die Angst vor dem blähenden Kohl kam erst mit Kuntibunti und Pellets ...

Generell, wenn ich ne schwangere Häsin hätte, die vorher mit viel Kuntibunti gefüttert wurde und Frischfutter nicht kennt, würd ich Gehölz, Sämereien, verträgliches Gemüse und Obst und Küchenkräuter verfüttern ... die Umstellung ist hier genauso wie mit einer Häsin, die nicht schwanger ist. Nur ist halt das möglichst schnelle Anfüttern mit Frischfutter der schwangeren Häsinnen besonders wichtig, denn sind die Kinders erst da, brauchen sie Milch - und womit soll die Milch produziert werden, wenn zuwenig Wasser ins Kanin kommt?
Mit der erforderlichen eiweißreichen Ernährung gibts bei solchen Kaninchen generell Schwierigkeiten ... bei einem genügend kaputten Darm kann Kohl tatsächlich zur tödlichen Trommelsucht führen - schon blöd, wenn man dann mit nem Haufen Kaninchensäuglinge, aber ohne Häsin, dahockt ... es braucht also viel Fingerspitzengefühl.
Den Kleinen ist es übrigens absolut schnuppe, ob die Häsin Kohl gefressen hat, oder nicht, ihr Verdauungstrakt ist noch in Ordnung und für eine eiweißreiche Milch mit hohem Wirkstoffgehalt ausgelegt. Für Kaninchen sind solch eiweißreiche Pflanzen, wie Klee und Kohl, absolut normale Kost, für uns Menschen jedoch nicht - daher der Unterschied in der Verträglichkeit beim Menschenkind und Kaninchenjungen.

Kokzidiose kenn ich eigentlich fast nicht mehr, seitdem ich keine Pellets mehr fütter und dafür viel frische Kräuter. Kokzidiose war später nur noch eine Begleiterscheinung zu anderen Krankheiten (Rodentiose z. B.), und das ohne, daß ich was gegen Kokzidiose je gegeben hab. Normalerweise waren die Kotproben negativ.

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