Tiere und ihr Vertrauen

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Entensusi
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Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von Entensusi » So 29. Sep 2013, 09:00

Zurzeit stoplere ich in der Tierhaltung immer wieder über den Begriff "Vertrauen".
Außerdem sprechen wir ja auch über unsere "Seelentiere", zum Beispiel gibt es da ja nun das schöne Bild, das lapin erstellt hat, oder ElHappy mit früher Momo und jetzt Narla.

Für mich gab es dieses absoute Vertrauen - so, dass es mir bewusst wurde! - bisher nur einmal, und das war bei Ronja. Wenn meine 3-kg-Kampfmaschin sich beim Tierarzt an mich angelehnt hat, aber komplett ausgeflippt ist, wenn die Helferin auch nur eine Hand in ihre Nähe gebracht hat. Sie ließ ja alles mit sich machen, aber nur, wenn ich ihr "Pfötchen hielt" - oder die Behandlungen zu Hause, war eine Quälerei für sie, und dann kam sie an, ums ich trösten zu lassen. Bei Schmerzen/Verletzungen hat sie sich bei mir verkrochen... wenn sie stinkestinkesauer war durfte keiner in ihre Nähe - außer mir.
Ein Kater bei meiner Mutter, der Pumuckl, war ihr gegenüber auch so, einer von vielen.
Früher war da für mich noch Simba-Katz, aber den hab ich durch meinen Auszug von daheim gründlich enttäuscht. :schäm:

Habt Ihr das schon öfter erlebt/gespürt? Bei welcher Tierart?

Meine Kaninchen/Enten/Hühner sind ja eher von der misstrauischen Sorte, wobei auch da das eine oder andere dabei war, das mir mehr vertraut hat, Ente Honi zum Beispiel, auch wenn ich sie ab und zu aufnehmen musste wg. Medikamenten oder so.
Bei den Pferden beobachte ich wiederum mehr Vertrauen ihren Menschen gegenüber.
Schimmele, der von der Chiropraktikerin eingerenkt wurde und das ganz furchtbar fand, aber da meine Tochter neben ihm stand, das über sich ergehen ließ.
Gino, der allen einen Vogel zeigt, die ihn von der Koppel holen wollen, außer "seinen Mädels".
Und Giri, der alte Gauner, der mich nach seinem Umzug in den neuen Stall mit einem lauten Wiechern begrüßt hat - er sagt sonst eigentlich nie was. :hm:

Ich bin natürlich auch über den Regenbogentiere-Wettbewerb darauf gekommen, beinahe wäre es das erste Mal gewesen, dass kein Foto von mir dabei ist. Ronja hab ich nicht gepackt, alles andere war so hmmm-naja. Nun hab ich doch einen Kompromiss gefaunden, aber man fängt an, nachzudenken...
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von suntrek » So 29. Sep 2013, 09:32

Bei mir ist es Josefine. Solange ich da bin geht eigentlich alles kann man sagen. Z.b beim Medi geben wenn ich es mache geht es problemlos wenn meine Mutter es aber machen will geht es gar nicht. Trage ich sie runter bleibt sie ruhig trägt jemand anderes sie wird sie unruhig usw.
Dazu kommt noch das sie mit auf die Wiese kommt und dort sich vollkommen auf mich verlässt.
Wir leigen auch des öfteren zusammen iM Bett oder auf dem Sofa teisl liegt sie dann auch auf dem Rücken.

Ansonsten hatte ich ein großes vertrauen zu Max Mutzke. Er kam ständig an und schlief mit au fdem Sofa, auch wenn er eigentlich draußen war. Dann schläft man aber nicht wie ein normales Nin sondern wirft sich gleich immer auf dem Rücken sod as alle denken es wäre Schock. Tja nur da sist es nicht er kam ja freiwllig.
Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.

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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von lapin » So 29. Sep 2013, 10:29

Kennt ihr das, dieses ganz besondere Gefühl für Tiere zu haben.
Sie beißen und schnappen alles was sich ihnen nähert weg, außer dich respektieren sie?

Als ob sie bei dir genau wissen, du würdest ihnen NIEMALS etwas tun?!
Iwie hab ich manchmal dieses Gefühl, insbesondere eben bei Kaninchen.
Es gab bisher nicht ein Kaninchen, was nicht doch recht schnell Vertrauen gewann und mir auf seine ganz eigene Weise, seine Liebe und Zuneigung zeigte...
Ninchen, Harvey....kamen auf 500m² Grundstück angerannt und bettelten um Zuneigung, wenn ich in den Garten kam.
Rehlein war so krank und ließ alles über sich ergehen, fraß die Schüssler Salze so aus meiner Hand, obwohl wir uns gar nicht kannten.
Kaboom....ich putzte 3x am Tag mindestens ihren Hintern, als sie Würmer hatte...jedes andere Kaninchen hätte dich mit diesem nicht mehr angeschaut, nicht Kaboom, während ich sie putzte leckte sie mich noch eifrig ab...
Roi...ein Tag da schon hing er quer über meinem Sofa...
Jivana, das scheuste Kaninchen was ich je kennenlernen durfte...erkrankte und musste behandelt werden...seitdem kommt auch sie angerannt und vertraut mir.
Die Krönung ist aktuell Niyati...sie vereint iwie alle Seelen, die mich in den letzten Jahren in Kaninchengestalt begleiteten...sie ist der Wahnsinn...

Ja, ich würde sagen, mich haben und begleiten immer noch Tiere mit denen ich starke Vebundenheit empfinde....
Meine Lucy gehört natürlich auch dazu, dieser kleine Hunde vertraut mir so sehr...sie lässt sich auch mal eben iwo runterfallen, wenn sie mich in der Nähe weiß, da sie eben weiß...ich fang sie schon auf :jaja:
Snoopy mutiert auch immer mehr in die Richtung...

Tiere sind einfach toll :liebe:!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von suntrek » So 29. Sep 2013, 10:52

Das mit Kaninchen die keinen ranlassen außer einem selber kenne ich von 2 Tierheim Nins. Gerade solche Tiere würde ich sofort mit nehmen wenn es nur geht. Das aktuelle Nin ist ja sogar noch in der vermittlung und ein Riese also ganz große Versuchung.
Mit freundlichen Grüßen Jasmin und ihr tierischer Anhang.

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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von Mrs Rabbit » So 29. Sep 2013, 10:58

Ich erlebe dieses "Vertrauen" nun zum fünften mal.
Zuerst war da Smokie. Wenn ich mit Venga spazieren ging, wollte er immer mit kommen. Da wir über eine Straße mussten, musste Smokie im Haus bleiben und dort saß er vor der Tür und hat ständig geweint. Meine Mutter musste warten bis er aufgehört hatte zu weinen, dann konnte sie ihn wieder raus lassen. Auch wenn ich alleine unterwegs war, wollte er immer mit. :hm: Er war viel und gerne bei mir, immer in der Nähe, ging ich raus war er da. :liebe:

Dann gab es Mr Rabbit, er war absolut zutraulich und mein erstes Kaninchen. (Partner war vorhanden). Er kam oft auf's Bett oder Sofa, legte sich zu mir und döste. Krabbelte ich auf dem Boden rum, hatte ich ihn auf'n Rücken und konnte mit ihm durch die Gegend krabbeln - er saß entspannt auf meinem Rücken und guckte sich die Umgebung an. Obwohl er einen Partner hatte, suchte er oft den "Körperkontakt" und die Nähe zu mir, angefasst werden mochte er überhaupt nicht. Irgendwann saß er auf der Fensterbank, ich ging zu ihm und redete mit ihm, kurze Zeit später sprang er mir auf den Arm. :shock: Dann ging es zum TA und sie sollten geimpft werden. Zuerst war Bounty dran, er saß auf dem Tisch und guckte sich neugierig die Umgebung an, er wurde kurz festgehalten, es gab einen Pieks und schon war er wieder in der Transportbox. Rabbit war das alles nicht geheuer, er suchte bei mir Schutz, er wollte weg. Als der TA ihn anfassen wollte, sprang Rabbit mir auf den Arm. Also hatte ich Rabbit festgehalten, der TA gab ihm die Impfung, ich lies Rabbit los und er sprang mir erneut auf den Arm. :liebe:

Dann gab es Murkel, ein ganz süßes und junges Meerschwein. (Partner war auch vorhanden) Den ersten Tag war er scheu, den zweiten Tag futterte er aus der Hand, am dritten Tag kam er an und ließ sich streicheln. Am vierten Tag nahm ich ihn raus um ihn zu untersuchen. Nach der Untersuchung legte er sich, als ich ihn noch auf dem Arm hatte, entspannt auf die Seite und schlummerte kurze Zeit später ein. So lief ich mit dem Schweinchen auf dem Arm gut eine Stunde durch's Haus und er schlummerte weiterhin tief und fest. Gelegendlich zuckten seine Beine und er gab leise Laute von sich, er hatte eindeutig geträumt. :wolke7:

So eine Bindung hatte ich nie wieder zu einem Kaninchen oder Meerschweinchen.

Joy hatte ich vor 5 Jahren aus schlechter Haltung raus geholt. Völlig verstört, verängstigt und panisch. Menschen misstraute sie und hatte angst vor ihnen. (egal ob Kind, Mann oder Frau, alle waren böse und gefährlich) https://www.tierpla.net/hunde-verhalten/joy-unser-ehemaliger-angsthund-t17407.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Inzwischen vertraut sie mir blind, sie liegt auf dem Rücken bei mir auf dem Schoß und weiss, ich lasse sie nicht fallen. Sie kann nicht gut springen (verschätzt sich oft) und springt mir dennoch auf den Schoß und ich fange sie im Flug auf.
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Sie fährt mit mir Fahrrad (sie sitzt im Fahrradkorb), obwohl wir es nie wirklich geübt haben. (Hatte sie nur in den Fahrradkorb gesetzt, paar Meter geschoben und danach bin ich einfach los gefahren) Mit'n Roller fährt sie auch mit. :hehe:

Und dann habe ich noch Chicco. Er ist ein wahnsinnig toller Kater, 7kg schwer und anhänglich, verschmust wie ein junges kleines Kätzchen. :liebe: Zu ihm habe ich eine ganz besondere Bindung. Er folgt mir überall hin, egal wie weit, er ist dabei. 5km spazieren gehen? Jede Katze würde nach ein paar Minuten umdrehen und seine Wege gehen, aber nicht Chicco er begleitet mich eisern und bleibt immer in der Nähe. Er rennt vor, setzt sich hin, wartet bis ich an ihm vorbei bin und kommt hinterher galoppiert. Zwischendurch schmiegt er sich an, lässt sich streicheln und geht weiter mit. Wenn er sich unterwegs erschrickt, versteckt er sich erstmal und wartet drauf, das ich ihn später abhole. Ich hatte noch nie eine Katze gesehen, die so ein Verhalten an den Tag legt.

Tiere sind was besonderes und manchmal hat man Tiere dabei, die eine besondere Beziehung zu einem Aufbauen und ein intensives Vertrauen zu einem haben. :liebe:
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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von Venga » So 29. Sep 2013, 11:43

Als ganz junge Frau hatte ich ein Kaninchen, Klopfer, dass nur ich anfassen konnte.
Besuch hatte er über den Flur gejagt und ist ihm in die Kniekehle gesprungen, hat in die Hose gebissen.
Bei mir lag er auf dem Schoß und ließ sich streicheln oder er lag hinter mir auf der Sofarückenlehne und schlief.

Bei Hunden findet man dieses Vertrauen oft, aber sie binden sich ja auch viel mehr an den Menschen.
Bei Venga und auch bei Joy könnte ich viele Beispiele nennen.
Auch Katzen zeigen dieses Vertrauen.
Stanislaus, der beim TA seinen Kopf unter meine Jacke steckte: mach den weg
Sir Smokelot, der sich beim TA an mich drückte, alle Behandlungen duldete und danach nicht in seine Box verschwand sondern auf den Arm wollte.
Monki, der sehr unsicher in unbekanntem Gelände war, trotzdem mit mir mitkam und schrie, wenn er trödelte und mich nicht mehr sah.
Miez, der darauf vertraute, dass ich ihn auffange, wenn er mir auf den Arm springt und nie die Krallen benutzte, um sich fest zu halten.
Murkel, die mich oft beim Gassi gehen begleitete.
Wenn ein anderer Hund kam, schlug sie sich in die Büsche. Sie ging aber nicht nach Hause. Ich musste sie abholen. Sie wartete genau an der Stelle, wo sie sich versteckt hatte.
Einmal wartete sie 9 Stunden im Regen, :schäm: obwohl sie nur 400m von Zuhause entfernt war.
und dann Minke, als er Harngries hatte und nicht vernünftig pieseln konnte....
Er ist mit Gassi gekommen und hat mir praktisch alle 10 Meter vor die Füsse gepieselt, um zu zeigen, dass etwas nicht stimmt.
Er hat darauf vertraut, dass ich seine Zeichen verstehe und ihm helfe.

Ja, eindeutig, Tiere sind wundervolle Geschöpfe und das bedingungslose Vertrauen, das einige zu uns haben, ist ein Geschenk, das uns manchmal beschämt.
LG
Venga

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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von Bigfoot63 » Mo 30. Sep 2013, 10:02

Das Vertrauen bekomme ich oft von Pferden, die nicht mehr als einfach zu handhaben gelten, angeboten.
Warum das so ist, keine Ahnung. Menschen die mich kennen behaupten das ich immer sehr ruhig und überlegt bin, auch wenn ich nicht direkt am Tier bin und eine sehr klare, eindeutige Körpersprache habe ......je nun und eher wortkarg bin...

Die Nr. 3 ist auch so ein Fall, eigentlich war ich sie nur Probereiten für jemand anderen, der sich aber gegen den Kauf entschied ( zu alt, zu schwierig, zu schlechte Hufe, zu mauliges Tier und zu häßlich und reiterlich kein Vergnügen ).

Ich habe Ihre Augen gesehen und es war um mich geschehen, ich konnte sie nicht da lassen ( Transport nach Belgien war für den 1.9.2012 angesetzt, das war 4 Tage vorher )

Es war so ein kurzer Moment in dem mich dieses verängstigte Tier ansah und mich kurz anstuppste....

Mein Mann guckte mich an und fragte nur wo mein Endpreis für diesen Haufen Elend liegen würde, er wolle dann schon mal verhandeln gehen.

Der Betreiber des Reitstalles sagte mir gleich, das würde ein riesen Theater geben beim Verladen, das möge sie nicht leiden, da hätten sie immer ordentlich Druck machen müssen...
Sie latschte vor staunendem Reitstall Publikum einfach hinter mir her, frei nach dem Motto, jetzt oder nie.....ich glaube dieser Moment wo sie sich entschieden hat in den Hänger zu steigen, der war der Beginn von was auch immer.

Heute kann ich einiges mit ihr tun, aber sie hat immer noch vor vielen Dingen ganz schön Angst. Immer wieder gibt es aber Momente in denen ich merke, da war wieder so ein Durchbruch. Wir können nun durch Flatterbänder gehen ( ich konnte das natürlich schon immer :smile: ) und auch über gefährliche Holzbrücken. Wenn alle wegrennen bleibt sie bei mir.
Anderen Menschen mag sie noch nicht vertrauen, sie mag sich nicht gerne anfassen lassen und zeigt sich ängstlich. Bei mir sieht das anders aus, Hufschmied und Tierarzt sind kein Thema, beim Hufschmied war sie lange Dauergast. Sie liebt ihr freies Leben in der Herde.


Bei Kaninchen erlebe ich das nicht, da ist mein Mann der Mensch zu dem sie gehen, den sie niemals beißen würden.
Aktuell haben wir ein sehr "heftiges" Pflegetier, die hat er in 2 Stunden erobert. Mittlerweile muss er sie morgens im Gartenhaus erstmal richtig durchknuffeln. Toll zu sehen.....
Ich glaube Tiere suchen sich den Menschen aus dem sie Vertrauen schenken wollen, warum auch immer das so ist.

Nur weil ein Tier sich in meinem Eigentum befindet muss es mir noch lange nicht vertrauen oder mich gar mögen :lieb:
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Re: Tiere und ihr Vertrauen

Beitrag von Ringelsöckchen » Mo 30. Sep 2013, 11:11

Ganz besonders Kaia war so, ein Kaninchen, das ich aus schlechter Haltung bekommen habe. Sie war meine Seelenverwandte, meine Lieblingsmaus. Sie hat mir bedingungslos vertraut, ließ sich streicheln und bekuscheln, wenn sie aufgeregt war, flüchtete sie sich in meine Arme. Bei der TÄ sprang sie mit einem Riesensatz vom Behandlungstisch in meine 1m entfernten Arme (zum Glück hab ich schnell genug reagiert und sie auch wirklich gefangen...) - da hatte sie sich von 2 Helferinnen, die sie halten wollten, losgerissen und flüchtete sich zu mir... :liebe: Danach wussten wir's alle besser und sie musste nie mehr ohne meine direkte Berührung behandelt werden... Wenn ich ans Gehege kam, bettelte sie nicht um Leckerchen, sondern um Streicheleinheiten und wenn ich meine Hand wegzog, aber in ihrer Nähe blieb, kroch sie von alleine wieder unter meine Hand. :liebe:

Und das, obwohl sie am Anfang echt in miserabelster Verfassung war - halbverhungert, verkümmerte Muskeln, traumatisiert, tief verunsichert, krank. Sie attackierte alles, was in ihre Nähe kam, zerbiss bei jeder Fütterung meine Hände, bei jedem Säubern meine Füße, wenn ich ins Gehege trat, knurrte, fiel mich an, ... Aber mit jedem Mal wurde sie ruhiger und nach einigen Wochen fraß sie mir (zwar knurrend, aber immerhin!) aus der Hand. Und im Laufe der Zeit legte sie das Knurren auch noch ab und zu guter Letzt wurde sie soooooooo ein Kuscheltierchen! Hätte ich NIE von ihr geglaubt, als das jämmerliche Geschöpf bei uns abgegeben wurde...

Gleiches passiert nun offensichtlich auch mit Fanny. Gut, die Maus mag es überhaupt nicht, wenn ich sie hochnehme (Kaia hat sich dann immer angekuschelt oder meine Haut im T-Shirt-Ausschnitt abgeschlabbert :lol: ), aber ansonsten kommt sie sofort, wenn sie mich sieht, bettelt, lässt sich stundenlang bekuscheln und streicheln, ... Das tiefe Vertrauen, das Kaia hatte, ist noch nicht da, aber das dauerte damals bei Kaia auch eine Weile. Wer weiß, vielleicht erreiche ich das mit Fanny auch mal noch.

Die Meerschweine sind auf ihre eigene Weise vertrauensselig. Ich merk es weniger daheim, aber GANZ deutlich beim Tierarzt. Man muss sie dort nicht einmal festhalten, wenn ich dabei bin! Sie müssen mich nur sehen und ich muss direkt am Tisch stehen, dann lassen sie bewegungslos ALLES über sich ergehen. Trete ich weg vom Tisch, fangen sie zu quieken an, als würde sie jemand schlachten wollen...

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