Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

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lapin
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Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von lapin » Di 11. Okt 2011, 14:29

Aktuell habe ich das Gefühl, dass jedes Problem mit dem Tod gelöst wird.

Ich bin zur Zeit echt schockiert, wie lässig mit dieser Möglichkeit umgegangen wird.
Ich bin absoluter Freund davon, JEDEN zu erlösen, der sich am Leben gehalten nur noch quälen würde, wirklich...
aber in letzter Zeit werden nicht mal mehr Lebenserhaltende Maßnahmen gestartet...das macht mich unendlich traurig :(!

Ich mag keine Beispiele nennen, weil es für die Betroffenen schon genug Leid ist und man natürlich immer das BESTE für sein Tier will...
aber ich bin sauer auf die Tierärzte...

Viele Menschen müssten schon Tod sein, wenn sie aus den Gründen eingeschläfert worden wären, wie manch ein Tier....
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Dajanira » Di 11. Okt 2011, 14:31

Ja, ist leider so.
Mein TA meinte auch bei Teles Tumoren "Ja, das müssen sie ja entscheiden, so ein Tier kostet ja nicht viel."
Daraufhin hab ich den Arzt gewechselt...
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.



31.08.2008 † 11.10.2013 Telefonmann
01.02.2011 † 03.02.2014 Fefe
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03.10.2010 † 07.03.2017 Gandalf

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von daniii » Di 11. Okt 2011, 14:57

Ich weiß jetzt nicht, ob das generell so ist, dass Tierärzte leichter zum Einschläfern greifen. Ich hab da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Als Belas Zahnprobleme anfingen, wurde mir nach nur sechs Wochen Päppeln gesagt, es sei jetzt "okay", wenn ich ihn einschläfern lassen wolle, da es ja so teuer und zeitaufwendig sei. Bei Dr. Pack hingegen, wo wir zuletzt waren, stand immer die Lebensqualität im Vordergrund, er hat sich angeschaut, wie Bela sich verhält und gefragt, was er zuhause für einen Eindruck macht. Ihm war auch nicht die "objektive" Lebensqualität wichtig, sondern sein Eindruck, ob das Tier noch kann und will - versteht man, was ich damit meine?
In HoWi wiederum hab ich persönlich den Eindruck, dass da bis zum Allerletzten behandelt wird, ohne Rücksicht auf Verluste.
Gurkenschnippler von Lisa (21.08.2015) und Jabberwocky (17.08.2012)

Unvergessen - Wuckel (1985 bis 31.12.1993) und die Uckel-Sippe (zwischen 1985 und 1994), Puschel (1993-1998) und Miranda (1993-1995), Paul (1992-1997), Frodo (1999-2004) und Sam (1999-2005), Merle (2003 bis 29.06.2010), mein Kämpfer Bela (2003 bis 11.09.2010) und viel zu früh Guybrush (20.09.2010 bis 05.07.2013), mein Herzschwein Buffy (26.05.2010 bis 05.02.2014), unsere Mamawutz Gwendoline (19.07.2009 bis 26.02.2014), mein Hoffnungssternchen Willow (29.06.2010 bis 31.05.2015) und mein Seelchen Vienna (01.05.2011 bis 10.10.2016)

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Isa » Di 11. Okt 2011, 15:04

Ich glaube das ist oft eine Verzweiflungstat vieler, mancher, einiger Tierärzte, wenn sie nicht weiter wissen.
Je kleiner das Tier, desto schneller wird im Krankheitsfalle von Erlösung gesprochen, so zumindest mein Eindruck. :hm:
Es gibt auch Tierärzte, denen die Behandlung mit genauer Diagnosefindung einfach zu anstrengend ist bei einem Tier unter Katzengröße.

Vielleicht warten aber auch manche Halter zu lange mit einem TA Besuch, so dass wirklich nicht mehr viel gemacht werden kann?
In einigen Foren / Beiträgen liest man ja öfter mal "... meinem Tier geht es seit X Wochen so schlecht, was soll ich denn machen?" oder auf die Frage anderer ob dies und jenes schon mal beim TA untersucht wurde, liest man oft ein "Nö, ....".

Oft sieht man die Situation aber als Betroffener ganz anders als als Mitlesender.
Wenn man ein Tier über mehrere Tage oder gar Wochen trotz Schmerzmittel, Päppeln und Infusionen nicht mehr "fit" bekommt und es trotz sämtlichen Versuchen nur noch in der Ecke liegt, ist es sehr schwer da NICHT an Erlösung zu denken.

Sehr schwieriges Thema. :?
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Miss Marple » Di 11. Okt 2011, 16:04

Ich denke, die wenigsten TÄ schläfern ein Tier wegen Kleinigkeiten ein. Wobei ich auch jemanden kenne, die haben einen zehn Jahre alten Dackel einschläfern lassen, weil er ihrer Meinung nach zu oft bellte. Aber auch da hat der TA pro und contra abgewogen, Tiertrainer kostet Geld, weitervermitteln eines älteren Tieres usw.usf. und als er den Halter nicht überzeugen konnte, wurde sinnloserweise ein gesundes Tier eingeschläfert.
Und so kenne ich es eigentlich. Der TA redet mit dem Halter und trifft dann die Entscheidung zugunsten des Tieres. Die bessere Option kann in manch einem Fall tatsächlich der Tod sein, obwohl mehr für Leben spräche.
Gerade wenn ein Tier quasi zum Pflegefall wird, mehrmals täglich Medis braucht, oft zum teuren TA muss, Zeitaufwand ab einer Stunde Intensivbetreuung pro Tag aufwärts - viele Tierhalter können und/oder wollen das nicht leisten. Mal ganz abgesehen von der psychischen Belastung, die ein von Betreuung abhängiges Tier mit sich bringt. Und das dann womöglich über Jahre.
Gerade die Zahnschweinchen sind ja so ein Fall, wo sich letzten Endes das gesamte Leben, einschließlich der gesamten Finanzen, um das Tier dreht. Der Tagesablauf, die Koordination, die Kommunikation, sämtliche Prioritäten drehen sich in erster Linie ums Tier. Burn out ist in Folge noch mit das Harmloseste. Beziehungen können daran zerbrechen.
Ich kenne einen Mann, der hatte sich wegen seines kranken Hundes auf Jahre im Voraus schwer verschuldet. Der Hund hatte einen Verkehrsunfall, mehrere OP´s, musste lange gepflegt werden und starb vor einem Jahr.
Der Halter konnte nicht mal mehr arbeiten, verlor seine Stelle, heftige Depressionen, Haushalt und die meisten persönlichen Gegenstände wegen der TA - Rechnungen auf dem Flohmarkt verscherbelt.
Für Anfang 2012 schätzt er, dass er so weit sein wird, sich wieder halbwegs so einkleiden zu können, um zu einem Bewerbungsgespräch erscheinen zu können.
Das ist das andere Extrem.
Aber selbst so was wie ein Tier mit einer gut behandelbaren Schilddrüsenüberfunktion und Dauermatsche sind eine starke Belastung, und zwar über Jahre. Wenn ein Halter nicht bereit ist, aus welchen Gründen auch immer, für regelmäßige Medikamentengabe und Hygiene zu sorgen, wägt der TA auch ab. Leben mit unbehandelter Schilddrüsenüberfunktion und im Dreck sind da einfach die schlechtere Option.

Das hat meiner Meinung nach aber weniger mit dem Stellenwert eines Tieres in unserer Gesellschaft zu tun. Viel mehr mit dem Stellenwert von Leben überhaupt.
lapin hat geschrieben:Viele Menschen müssten schon Tod sein, wenn sie aus den Gründen eingeschläfert worden wären, wie manch ein Tier....
Eine meiner Freundinnen wurde mit Tetraspastik geboren und ist dazu rechtsseitig gelähmt. Sie kann weder ein Glas Wasser anheben und trinken (sich nur zu einem Strohhalm hinneigen), noch nen Pulli anziehen, noch Hintern abwischen, artikuliert sich auch schwer. Eine intelligente Frau mit mehreren Abschlüssen.
Job bekommt sie keinen, Rente ist billiger als Fahrdienst und Arbeitgeberzuschüsse für Behindertenklos und Rolli - Rampen.
Sie arbeitet inzwischen viele Stunden ehrenamtlich beim Lebenshilfe e. V. Aber das macht sie für unsere Gesellschaft längst noch nicht lebenswert. Der Pflegedienst hat nun mal nur 3,5 Minuten für Patient X, um den aufs Klo zu setzten und wieder von der Schüssel zu hieven. Wenn X sein Geschäft in 3,5 Minuten nicht geschafft hat, muss er halt sitzen bleiben, bis in 6 Stunden der nächste Pflegedienstler vorbei gehastet kommt.

Von daher dreht sich die Frage für mich weniger darum, ob Leben zu schnell beendet wird, sondern darum, wie wir zu Krankheit eingestellt sind.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Curly » Di 11. Okt 2011, 22:11

Ich sehe das wie daniii.

Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht,
dass auf Biegen und Brechen Tiere am Leben erhalten werden.

Mal ehrlich... wie lebenswert ist ein Huskyleben, wenn er nicht mehr rennen kann?
Oder wenn an einem Tier aus Egoismus (man kann sich ja so schlecht vom Tier trennen)
rumgedoktert wird, Medis reingeknallt werden, täglich der Tierarzt besucht wird usw.
Das finde ich mehr als grenzwertig.

Versteht mich nicht falsch, ich tue alles für meine Tiere und versuche
ihnen ein weitesgehend lebenswertes Leben zu schaffen...
... aber ich würde sie auch einschläfern lassen, wenn das nicht mehr möglich ist.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von saloiv » Di 11. Okt 2011, 22:23

Hier gibt es recht verschiedene Tierärzte. Welche, die sofort die Einschläferung empfehlen und solche, die den Hund der seit einem halben Jahr nicht mehr laufen können noch am Leben halten mit allen Mitteln, nachdem der vorherige Tierarzt nach einem halben Jahr zur Einschläferung geraten hatte. Die Leute wechseln dann manchmal zu einem Tierarzt der es länger mitmacht. Und ich kenne auch solche die sagen, dass es ihnen egal ist, das muss der Kunde wissen. Bzw. sie wollen eben noch etwas Geld aus chronisch kranken Tieren gewinnen indem sie totkranke Tiere noch 50 Untersuchungen unterziehen die eigentlich gar keinen Sinn mehr machen.
Ich finde es aber auch sehr schlimm da genau den richtigen Mittelweg zu finden. Denn das Tier kann mir nicht sagen was es möchte. Und wie sieht es mit Tieren aus die noch einen Lebenswillen haben aber eigentlich keine Lebensqualität mehr? Und andere haben keinen Lebenswillen mehr aber die Chancen dass es noch was wird, stehen ganz gut. Ich finde das ist eine extrem individuelle Problematik die man sehr schwer entscheiden kann. Vor allem nicht über das Internet! Daher rate ich auch niemand übers Web ob er das Tier am Leben lässt oder nicht. Manche übertreiben in ihren Schilderungen, manche Untertreiben... Das lässt sich gar nicht von weiten ohne das Tier gesehen zu haben, beurteilen.
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Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von ElHappy » Di 11. Okt 2011, 22:28

@Curly so sehe ich das auch !Das ist der letzte Dienst dem wir einen tier das uns in unsern Leben begleitet und geliebt hat erweisen können . Das wir ihnen am ende schuldig wenn sie leiden . Mein Tierartzt versucht auch immer alles , er ist da sehr leidenschaftlich und ich verdanke ihm schon viel .

Was Menschen "einschläfern " angeht so weren so manche Menschen froh in Deutschland eine "gestzlich" geregelte Sterbehilfe zu haben , wiein holland oder der Schweiz . Man darf aber auf keine Mensch und tierleiden miteinader vergleichen zwei verschiedene Paar schuhe ! Sonst sind wir ganz schnell bei unwerten leben und bei behinderten !

Dazu muss ich sagen ich hab eine Schwester mit Downsyndrom und einen nierentransplantierten Mann . Und sehe das etwas anders .aber da gehört hier nicht hin .

P:S eine Bekannte will jetzt ihren Kater einschläfern lassen wegen einer chron. augenentzündung , die hat ja mal einen knall . Bei ihr dürfen es tiere sein aber sie dürfen kein Dreck machen und kein Geld kosten . Was hat sie zu mir gesagt als ich mit Momo in der Klinik war . "WArum hast Du ihr nicht erstma Paracetamol gegeben bevor du soviel geld für die ausgibst " Da hab ich echt gedacht ich träume .
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Da4nG3L » Di 11. Okt 2011, 22:56

Meine Tierärztin schläfert nicht leichtfertig Tiere ein.
Aber auch versucht sie nicht "auf Biegen und Brechen Tiere am Leben zu erhalten".

Als ich damals mein e.c.-Kaninchen einschläfern lassen wollte hat mich die Praxis wieder nach Hause geschickt.
Eine Besserung war nicht mehr zu erwarten, das Nini hatte aber noch zu viel Lebenskraft und Freude.
Man sagte mir die Kleine komme besser damit zurecht als ich im Moment. Ich solle stark sein.
Das hat mich damals total geschockt.
Die Kleine war ein absoluter Pflegefall.
Sie konnte nur noch mit Hilfe der Vorderbeine über den Boden robben, sie hat sich tagtäglich eingepinkelt und schmierte sich mit Matschkot voll.

Zu dem Zeitpunkt wo ich sie erlösen lassen wollte bekam sie zusätzlich Krampfanfälle und fiel auf den Rücken, machte dabei seltsame Atemgeräusche. Diese waren aber sehr kurz und vielleicht dreimal am Tag.
Ansonsten ist sie fröhlich durch die Gegend gerobbt, hat gefuttert wie ne Wilde und ausgiebig mit ihrem Partner gekuschelt.

Ich wollte es für sie tun, nicht für mich.

Sie hat noch 3 Wochen weitergelebt.
Dann hat meine TA sie doch gehen lassen, weil die Kleine weiterhin gekrampft hat und sowas wie eine Zwangsneurose entwickelt hatte.
Die Kleine hatte noch immer nicht aufgegeben aber ihr Körper konnte nicht mehr so wie sie wollte.

---

Meine TA macht es immer sehr fertig wenn Kunden kommen und ihr Tier einschläfern lassen wollen wegen "Kleinigkeiten", sie hat schon so manchmal die Tiere übereignet bekommen auf Nachfrage, weil sie nicht bereit war zu erlösen.

Der letzte Fall war ein junger Kaninchenbock, der mit einem sehr stark vereitertem Auge vorgestellt wurde mit der Bitte um Euthanasie.
Das Auge sieht mittlerweile wohl wieder super aus, Ursache waren die Zähne.
Der Verursacher wurde gezogen.
Der Kleine lebt nun bei der TA-Helferin.

---

Ich bin so manches mal unangenehm überrascht wie oft Tiere mit für mich behandelbarer oder lebenswerter Diagnose eingeschläfert werden.
Ich denke nicht, dass immer im Sinne der Tiere entschieden wird.
Liebe Grüße,
Sabrina

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von WELLEN » Di 11. Okt 2011, 23:45

Ich finde das Thema ganz schrecklich philosophisch und schwer. :?

Ich finde es so erstaunlich, dass man bei Tieren keine Hemmungen hat einzuschläfern, es aber bei Menschen ablehnt. Das kommt sicher unter Anderem erstens daher, da ein Tierleben in unserer Gesellschaft weniger wert ist und zweitens, da ein Tier sich nicht mit Worten mitteilen kann. Da die meisten Tiere auch machtloser uns gegenüber sind, können wir leichter über sie entscheiden.

An sich bin ich dafür, dass ein Tier nicht leiden soll.
Schmerzen sind auch schwierig. Einerseits haben Schmerzen ja einen Sinn und sollten ja nicht als überflüssiges Übel gesehen werden. Sie haben eine Funktion. Aber chronische Schmerzen sind eben sehr quälerisch und das will man keinem auf Dauer antun.
Thema Lebensqualität, ein Leben unter Schmerzen hat keine Qualität mehr. Aber wer misst die Qualität?
Das Schwierigste ist, wo man die Grenze setzt. Ab wann ist einschläfern ok ab wann zu früh? Keiner kann in die Zukunft blicken. Meist kann man einen Verlauf natürlich erahnen, aber man kann sich auch täuschen.

Dann spielen einfach die Gefühle eine riesige Rolle bei diesem Thema. Der Eine kann sein Tier nicht leiden sehen und schläfert es lieber ein, der Andere kann es nicht gehen lassen und lässt es "zu lange" am Leben bis das Tier den natürlichen Tod stirbt. Wer hat jetzt Recht? Der der Mitleid hat aber tötet oder der der liebt? Ist das Liebe? Wer von beiden liebt?

Problem der ganzen Sache ist und bleibt einfach: warum entscheiden wir überhaupt über das Leben und den Tod? Eigentlich doch schon krass wie wir das können und FAST ohne schlechtes Gewissen auch machen.

Sehe ich z.B. eine verletzte Fliege, ich töte sie gleich ganz, damit sie nicht leiden muss. Warum eigentlich? :hm: Warum überlasse ich sie nicht einfach ihrem Schicksal? Vielleicht heilt ihre Wunde und sie lebt noch ein wenig weiter so.

Ach, das Thema macht mich fertig. :roll:

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Isa » Mi 12. Okt 2011, 05:34

Das allerwichtigste ist doch das Allgemeinbefinden.
Ist das Allgemeinbefinden gestört und wird auch nach längerer Behandlung nicht besser und es ist keine Besserung in Sicht, ist Einschläfern das beste für das Tier.

Wir können alle nur nach bestem Gewissen handeln, denn das Wissen um die Zukunft haben wir nicht, wie WELLEN schon ansprach.
Woher soll man denn wissen, ob nach wochenlangen Schmerzen und heutiger Euthanasie nicht morgen das Allgemeinbefinden besser geworden wäre?
Noch einen Tag mehr warten? Und wenn es dann nicht besser wird, noch einen Tag?
Wo zieht man da die Grenze?

In sehr vielen Fällen finde ich, dass Tiere in unserer Gesellschaft einen Vorteil haben ggü. dem Menschen, dem keine aktive Sterbehilfe geleistet werden darf!
Allerdings wird auch anhand einiger Beispiele hier im Thread klar, dass es viele Geschichten gibt, wo "Missbrauch" mit der aktiven Sterbehilfe am Tier betrieben wird.
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Entensusi » Mi 12. Okt 2011, 07:52

Ich hab jetzt mal alles quer gelesen oben...

ich denke, dass, wie Isa sagt, das Allgemeinbefinden den Ausschlag geben sollte. So, wie bei meinem Ramses-Kaninchen zum wehen Fuß noch 3 andere Probleme dazu kamen. Oder beim Evi-Huhn...
Ebenso meine ich, dass man das Tier erlösen darf, wenn ich sehe, dass es leidet. So wie meine Tritta mit der Aspergillose. Sie stand den ganzen Tag da, und hat nach Luft gejapst. Da ich Atemnot nachvollziehen kann, weiß ich, wie schrecklich es ist. Dabei hätte es sein können, dass es ihr in einem halben Jahr wieder besser geht, wenn sie bis dahin überlebt... und dann wieder schlechter...
und trotzdem komme ich mir jedesmal vor wie ein Henker.

Das andere Problem, das ich sehe ist, dass Tierärzte oft den Verlauf einer Krankheit sehr gut kennen, und dann zu einem Zeitpunkt, an dem es für den Tierhalter noch nicht nachvollziehbar ist, zum Einschläfern raten.
Den Fall hatten wir letzt im Tierschutz, ein Kater kam mit aufgeschwollenem Bauch zur TÄ, die hat Blut genommen, und trotz unauffälligem Blutbild hat sie gemeint, das kann nur FIP sein, und sie würde das Tier einschläfern. Die Besitzerin war entsetzt, weil sie den Eindruck hatte, dem Kater geht es ansonsten gut, er hat gefressen und hatte kein Fieber. 2 Tage später wurde er dann in der Tierklinik eingeschläfert, weil dann das Fieber kam...

Der Vergleich zum Menschen ist schwierig. Denn wir haben uns ja allgemein zum "Herrn" über die Tiere gemacht, alleine dadurch, dass wir sie "halten". Wir bringen sie auch zur Behandlung zum Tierarzt, wissen wir denn, ob sie das wollen? Ich entscheide mich oft gegen einen Arztbesuch für mich, obwohl jeder, der die Verantwortung für mich hätte, mich hinschleppen würde.
Mein Papa hat am Ende ums Sterben gebeten, aber wir durften ihm nicht helfen. Und das, was ich dabei in seinen Augen sah, erkenne ich jederzeit bei meinen "sterbenskranken" Tieren wieder. Ich bin dann dankbar, dass ich helfen darf, empfinde es aber als eine unglaublich drückende Last.

Sind eigentlich alle hier im Forum diesen Weg schon mal gegangen? ich hab letzt gemerkt, dass meine Schwester noch nie dabei war, wenn ein Tier eigenschläfert werden musste, und für mich ist das, seit ich 13 Jahre geworden bin, ein ständiger "Begleiter".
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von lapin » Mi 12. Okt 2011, 09:06

Ich war bisher in meinem Leben nur bei einer Euthanasie dabei und das war bei Kaboom....also ganz frisch.

Bisher sind viele meiner Tiere gegangen, ohne das sie meine Hilfe brauchten...
seit diesem Jahr ist allerdings alles anders.

Alle meine Tiere die nun im Himmel sind, haben bis zum Schluss gefressen, haben bis zum Schluss alle lebenserhaltenden Maßnahmen unternommen.

Rehlein fraß sogar noch, als sie durch Mäulchens atmete...aber man sah ihr an, dass nicht mehr sie in ihrem Körper ist...sondern nur noch der Körper für seinen Erhalt kämpfte...
da sie allerdings noch einer OP unterzogen wurde, um zu schauen, ob ihr wirklich nicht noch iwie geholfen werden kann, wurde sie dann in der Narkose für immer eingeschlafen gelassen (der Weg war auch für mich gedanklich sehr angenehm, alles getan zu haben ohne sie zu quälen, da sie ja eh schlief)...

Bei Kaboom war es ähnlich...
sie fraß bis zum Schluss, es wurde zwar weniger und ihr Interesse an leckeren Dingen war weniger...aber sie kam bis zum Schluss immer mal wieder aus der Hütte in ihr Gehege gehoppelt und knabberte am Wiesenhaufen.
Meine TÄ sah sie und meinte "sie ist ausgezerrt hier kann mit ruhigem Gewissen, das Tier gegangen werden lassen!...".
Sie wurde am Tag darauf eingeschläfert....in meinen Armen...
sie war sehr schnell weg, auch meine TÄ meinte es ging sehr schnell...sie hatte als das Herz nicht mehr schlug noch 3 Stoßatmungen und schlief tief und fest...
was mir dabei aber bitter auf der Zunge bleibt...ist, das sie vorher leicht geschlossene Augen hatte...als sie noch lebte...
als sie dann einschlief, waren ihre Augen weit aufgerissen :( Für mich ein Zeichen, dass es falsch gewesen sein könnte...
ihr Tod nagt sehr an mir.

Harvey, Rehlein alle hattn geschlossene Äuglein, als der Tod sie holte...
Kaboom nicht :(!
Mir ging eh alles viel zu schnell...ist es wirklich der TA der beurteilen kann, es ist vorbei?
Nach der Erfahrung bin ich mir sehr unsicher...
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Verena » Mi 12. Okt 2011, 09:29

Jetzt bringst Du mich aber richtig zum nachdenken, was unsere Einschläferungsfälle angeht.
Ich bin sehr froh, dass wir diese Entscheidung bisher nur 2 mal machen mussten, alle anderen sind alleine gegangen.
Vielleicht kennen einige hier noch die Geschichte von unserem Mäxchen, was wir zum Schluss auch eingeschläfert haben (Hinterbeine waren gelähmt, hatte gepflegt, gecremt, Ferkelgymnastik etc.)
Als wir mit ihm beim TA waren, war er stark aufgegast und die Lähmung ging weiter zu den Vorderbeinen, Temperatur auf 35 Grad runter und hat nichts mehr gegessen. Wir haben ihn gehen lassen.
Krümel hatte zum Schluss Herzgeräusche, nichts mehr gefressen, war wie ein nasser Sack und auf 34 Grad runter. Bei ihm hatte ich Angst, dass ihm so etwas wie Charly (ersticken) passiert, daher haben wir ihn gehen lassen.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Isa » Mi 12. Okt 2011, 09:38

lapin hat geschrieben:...ist es wirklich der Tierarzt der beurteilen kann, es ist vorbei?
Nach der Erfahrung bin ich mir sehr unsicher...
Nein es ist nicht oder zumindest nicht immer der TA der das beurteilen kann.
Es kommt auch viel auf die Intuition des Halters an. Auf seine Beobachtungsgabe, wie verhielt sich das Tier in der Vergangenheit!

Und letztendlich kann einem NIEMAND sagen, ob es besser ist das Tierchen noch eine Weile am Leben zu erhalten oder es zu erlösen.

Das ist eine Sache die der Halter (evtl. auch der TA) nach bestem Gewissen entscheiden muss!
Wir können so oft nicht nach dem Wissen, aber nach dem GEwissen entscheiden.

Ob man hinterher grübelt, seine Entscheidung hinterfragt oder gar bereut, DAS ist eine Sache die VORHER auf einem anderen Blatt steht und die man IMMER bei JEDER Entscheidung haben kann.
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Angel272 » Mi 12. Okt 2011, 10:02

Ich möchte kurz eine erst kürzlich passierte Geschichte erzählen.

Es wurde in einer TK eine Katzendame abgegeben. Sie bräuchte dringend eine OP ( was genau der Grund der OP ist, weiß ich im Moment grad nicht).
Die Besitzer sind aber nicht bereit, die Kosten zu tragen und gaben das Tier lieber zum Einschläfern ab.

Eine Helferinnen un Ärzte der TK bekommen sowas leider immer häufiger mit und versuchen die Tiere gesund zubekommen und weiter zuvermitteln.

Wollte nur ein Beispiel nennen, dass es auch Ärzte gibt, die nicht gleich einschläfern, sondern leben retten.
LG Angel

Link zur Petition gegen Massentötung der Streuner in Rumänien:
https://www.secureconnect.at/4pfoten.or ... st/130906/" onclick="window.open(this.href);return false;

***********************
http://www.rassekatzen-in-not.de/" onclick="window.open(this.href);return false;

http://www.maine-coon-hilfe.de/" onclick="window.open(this.href);return false;

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Da4nG3L » Mi 12. Okt 2011, 11:17

Ich war bisher auch nur einmal bei einer Euthanasie dabei, bzw. ist das in meinem Bestand überhaupt vorgekommen.

Kann der Tierarzt oder ich das entscheiden?
Ich denke schon, dass ein Tierazt oder auch der Besitzer das können.
Aber nicht immer wird richtig entschieden, ich denke auch, dass zu leichtfertig mit der Möglichkeit umgegangen wird.

Auch denke ich, dass ich richtig entschieden habe.
Ich habe schon lange vor ihrem, Tod massiv eingegriffen.
Habe entschieden wie und wo sie leben und ob sie zum Arzt kommen oder nicht.
Wir greifen teilweise massiv in ihr Leben ein, und dann sind wir verpflichtet sie auch in den Tod zu begleiten, auf welchem Weg auch immer.

Wenn mein e.c.-Nin mich nicht gehabt hätte (mich, die hr Medikamente gegeben hat, die sie täglich gebadet hat, alle paar Stunden den Pöppes gewischt hat, sie teilweise gefüttert hat, sie davor bewahrt hat sich zu verletzen)
Sie wäre schon Monate zuvor eines natürlichen Todes gestorben.
Sie wäre von Maden aufgefressen worden, wäre verhungert oder hätte sich irgendwo stranguliert oder eingeklemmt. Oder wäre vom Fressfeind geholt worden.

Sie hatte mit mir noch viele Monate, bei denen ich wirklich der Meinung bin, sie hatte Lebensfreude.

Ich wollte es zu früh tun. Weil ich es nicht mehr ansehen konnte, ich dachte sie quält sich und bin sehr dankbar dafür, dass meine Tierärztin es nicht getan hat. Ich wusste damals noch nicht, dass die Symptome noch schlimmer werden und noch viel mehr schlimmer hätten werden können...
Sie hatte noch drei schöne Wochen mit kleinen Aussetzern.

Für andere Außenstehende aber auch Freunde habe ich sie wochenlang gequält...

Ein Tier in Narkose liegen zu lassen, weil man nichts mehr tun kann stelle ich mir einfacher vor.
Wenn man es sieht und definitiv sagen kann, dass das niemehr werden kann und kein Tag mehr ohne Qual wäre.
Aber es gibt auch die Fälle wo es nicht eidneutig zu sagen ist und man nach bestem Gewissen entscheiden muss.
Sein Tier bewusst in den Tod zu bringen. Nicht 100%ig sicher sein, ob es doch nochmal werden könnte...
Ich bin noch nach mehreren Monaten bei dem Gedanken daran zusammengebrochen.

Ich hoffe ich diese Entscheidung nie wieder treffen zu müssen.
Auch nach etwas über einem Jahr macht es mich noch fertig.
Liebe Grüße,
Sabrina

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Lepidus » Mi 12. Okt 2011, 12:04

Ich finde das Thema sehr sehr schwierig. Ich glaube die "richtige" Aussage gibt es dazu nicht.... Wenn man versteht wie ich das meine...

Ich habe es bisher nur 1 mal erlebt und meine größte Angst war vorher, das ich den falschen Zeitpunkt wähle, das es ein Fehler ist usw. Krümel hatte ein Fibrosarkom auf dem Rücken. Ich habe oft andere Tierhalter gefragt, woher ich bitte wissen soll, wann diese Entscheidung richtig und tragbar ist. Die Antowrt die ich meistens bekommen habe war:
Wenn ich auf mein Tier hören kann, auf mein Bauchgefühl hören kann, dann werden wir, wenn es nötig sein sollte, den richtigen Moment finden.

Ich war mit der Antwort immer unzufrieden, aber am Ende war es so. Und ich denke wir haben die richtige Entscheidung getroffen, in Krümels Sinn. So richtig diese Entscheidung eben sein kann.

Mir war klar das es dazu kommt, weil wir ihn nicht zig mal an der selben Stelle operieren lassen könnten und die Tumore einfach immer weiter wachsen... Die letzte Naht wollte dann nicht mehr heilen, es kam bereits ein neuer Tumor und die letzte Narkose hat Krümel nicht gut vertragen. Es waren mehrere Punkte.

Ich weiß nicht, manch einer mag es vllt so sehen, das es Einbildung ist, um sich selbst die Schuldgefühle zu nehmen. Aber ich hab zu Krümel eine ganz besondere Beziehung gehabt und ich denke das ein Tier weiß, wann es nicht mehr will. Wann einfach alles zu viel ist. Und ich denke, die Tiere wissen schon lange vor uns, das sie sterben. So oder so... Vielleicht liegt es auch daran... Das sie schon vor uns wissen das wir die Entscheidung treffen...

Wie gesagt, schwieriges Thema. Ich denk man muss es letztlich von "Fall zu Fall" neu sehen.

Aber insgesamt gesehen, ich denke auch es gibt immer wieder Fälle in denen diese Entscheidung viel zu schnell getroffen wird. Eine Zeit lang hat man das immer wieder in Zusammenhang mit E.C. gelesen, das Ärzte einfach sofort gesagt haben die Krankheit kann man nicht heilen, das Tier wird eingeschläfert. Wenn man sich als Besitzer nicht informiert hat und das Tier sieht, mit den typischen EC-Symptomen, glaubt man wohl dem Arzt...
Ich glaube das ist auch ein Thema dabei, das Ärzte oft noch als "Götter in weiß" hin gestellt werden. Viele Tierhalter vertrauen Ärzten blind, hinterfragen nicht, der Arzt wirds schon wissen er hat ja studiert. Liest man mal in Foren mit (unter anderem), liest man, viel viel Mist manche Ärzte machen (hatten wir ja erst kürzlich hier). Ich vertraue nicht mehr blind. Dosierungen werden geprüft usw. Ich glaube wirklich das hängt hier mit dem Thema auch zusammen, oder man traut sich einfach nicht zu wiedersprechen.

Andere scheuen die Mühe, die Kosten... Und ich denke es sind leider nicht viele Ärzte die das Tier dann auf eigene Kosten behalten und behandeln...

Und eben der andere Weg, andere sehen im Vordergrund (vielleicht nicht mal bewusst), das sie das Tier nicht verlieren wollen, und dann wird es quälerei.

Ich denk das kann man jetzt ewig so weiter führen....

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Verena » Mi 12. Okt 2011, 12:58

Unsere TÄ behält auch Tiere ein, die gute Überlebenschancen haben, aber der Halter sie nicht mehr tragen will und dann lieber einschläfert. Sie dreht dann auch ziemlich im Roten, wenn diese Halter ein paar Wochen später mit einem neuen Babytier zu ihr kommen.
Sie setzt auch Kunden vor die Tür, einer, der beispielsweise alle gesunden Welpen eines Tieres einschläfern lassen wollte (wobei einschläfern vielleicht doch besser gewesen wäre, als wenn die Tiere dann irgendwie anders "beseitigt" werden).

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Lepidus » Mi 12. Okt 2011, 13:05

Also an sich macht sich nen Tierarzt doch auch strafbar wenn er ohne wirklichen Grund einschläfert? Also zB eben wegen ner AUgenentzüdung.

Aber wo sind denn da die rechtlichen Grenzen? Wenn ich das jetzt mit bekomme und beweise habe, könnte ich den Arzt anzeigen oder nicht? Was passiert dann?

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Angel272 » Mi 12. Okt 2011, 15:04

Also an sich macht sich nen Tierarzt doch auch strafbar wenn er ohne wirklichen Grund einschläfert? Also zB eben wegen ner AUgenentzüdung.

Aber wo sind denn da die rechtlichen Grenzen? Wenn ich das jetzt mit bekomme und beweise habe, könnte ich den Arzt anzeigen oder nicht? Was passiert dann?
Im Prinzip macht sich der TA strafbar, aber mich würde es nicht wundern, wenn nun das Tier plötzlich eine unheilbare Krankheit oder eine schwere Verletzung hätte und dies als Grund zur Einschläferung genannt wird.

Das ein Tier unrechtmäßig eingeschläfert wurde zu beweisen, dürfte wohl recht schwer fallen.
Ob die bloße Äusserung eines Verdachts zur Durchsuchung und Beweissicherung reicht, ist fraglich.

Kein TA wird das offen sagen, was er getan hat und wo kein Kläger, da kein Richter.
LG Angel

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von ElHappy » Mi 12. Okt 2011, 15:19

wegen einer augenentzündung schläfert kein tierarzt ein ! zumindest keiner hier bei uns wo diese Fru hinm,üsste wenn sie nicht viel mehr Geld bezahlen will !

Ich war gott sei dank noch nie bei einer euthansie dabei .Bei meinen tieren war es nie nötig . Meine Hasen haben alle bis zum gefuttert und waren munter .

Happy ist auch friedlich in meinen Armen eingeshclafen und tigger auch aber bei denen war es ja auch die Zeit des abschieds !

Bei momo war 10 min. bevor sie gestorben ist sie am nächsten Tag zu erlösen fall es ihr nich tdeutlich besser geht . Weil das hatte nix mehr mit meiner momo zutuen . Ich weiss viele haben die angst den richtigen Zeitpunkt zu treffen aber wie viele im Leben ist dies nix ratinonales sondern ein "Bauchgefühl" ein Instink. Ich glaube auch das dieses Gefühl , instinkt nur Menschen haben die wie ihr euere tier liebt und nur ihr bestes wollt .
Deshlab braucht kein tierliebhaber Angst zuhaben den richtigen Zeit punkt zu verpassen .
die Entscheidung einschläfern oder nicht sollte immer tierarzt und Besitzer gemeinsam treffen den der eine hat Gefühl fürs Tier der andere das kompente med wissen .
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Isa » Mi 12. Okt 2011, 15:24

Bisher hatte ich immer das Glück (?? - blödes Wort in dem Zusammenhang :( ) bei jeder Euthanasie meiner Tiere dabei zu sein.
Ich sehe es als "Glück", weil ich für mich dann immer das Gefühl habe, ihnen einen letzten Dienst zu erweisen.
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Miss Marple » Mi 12. Okt 2011, 16:00

Isa hat geschrieben:Ich sehe es als "Glück", weil ich für mich dann immer das Gefühl habe, ihnen einen letzten Dienst zu erweisen.
Ich auch, wobei es für mich auch ein Dienst an mir selber war, denn so oft fällt es mir schwer, den Tod wahr zu haben, zu akzeptieren und die schreckliche Erinnerung an das Sterben hilft mir, wenngleich es grausam ist.

Das Bauchgefühl und den Instinkt, wann? hatte ich allerdings so rein gar nicht. Mein Kopf hat entschieden, aber die eigentliche Entscheidung habe ich den Tierärzten überlassen. Vielleicht auch deshalb, weil ich keine Diagnose hatte. Mein Tier stirbt und ich weiss nicht warum. Wie soll ich das wahr haben sollen? :grübel:
Bei Gustav war es dann so, dass er drei mal gespritzt werden musste, bis sein Herz aufhörte zu schlagen. Es dauerte ca. eine halbe Stunde. (Scheisse, zerreißt mich gerade wieder...)
Die TÄ meinte, sein Kreislauf sei so schwach, dass das Narkosemittel sich nicht mehr verteilt. Das schien mir so absurd, weil er noch eine Stunde vorher an den Trockenkräutern auf allen Vieren stand und mich angeguckt hat.
Dann gab es die finale Spritze. Es gab wohl schon Tiere, deren Kreislauf wieder aktiv wurde und das Narkosemittel abbaute. Sie sind wieder erwacht. :?
Ich habe eigentlich heute noch das Gefühl, es ist alles nicht wahr. Dann wird es realer, wenn ich an das Sterben denke.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Isa » Mi 12. Okt 2011, 16:07

Miss Marple hat geschrieben: Bei Gustav war es dann so, dass er drei mal gespritzt werden musste, bis sein Herz aufhörte zu schlagen. Es dauerte ca. eine halbe Stunde. (Scheisse, zerreißt mich gerade wieder...)
Das ist natürlich eine ganz beschissene Erfahrung. :(
Die Tiere die ich einschläfern lassen musste, haben alle schon nach wenigen Sekunden nicht mehr geatmet und das Herzchen war still.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir selber kurz vor dem Euthanasie-Termin und die ganze Zeit hinterher einrede, ich habe "aus Liebe" gehandelt. Ansonsten wüsste ich nämlich nicht ob mich mein Gewissen in den Wahnsinn treibt.
Zu 99% schaffe ich es auch mir damit ein einigermaßen reines Gewissen als Schutzwall zu erschaffen. :?
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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von lapin » Mi 12. Okt 2011, 16:12

Oh Gott Miss Marple...ich hab gerade totale Gänsehaut, allein dafür möchte ich dich am liebsten nochmal in den Arm nehmen, was für eine schlimme Erfahrung.............. :(
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von WELLEN » Mi 12. Okt 2011, 21:47

Marpel, was du da schreibst ist Horror pur. Am schlimmsten ist der Satz, dass er dich noch beim Kräuterfressen angeschaut hat.
:heul:
:knuddel:

Ich habe bisher "nur" 2 Ratten einschläfern lassen müssen. Ich war bei beiden nicht dabei. :( Ich bin heulend weggelaufen. Ich konnte es nicht. Ich bin ein großer Schisser gewesen. :(
Heute würde ich, denke ich, darauf bestehen dabei zu sein.
Ich hoffe aber sehr, dass mir so eine Erfahrung erspart bleibt.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Kim » Mi 12. Okt 2011, 22:05

Aus irgendeinem Grund fühle ich mich ein wenig angesprochen und muss daher meinen Senf auch mal dazu geben.
Ich habe das Thema nun ja mit Emma erst durch und die Entscheidung sie gehen zu lassen fiel alles andere als leicht. Im MRT kam bei ihr ja die erschreckende Diagnose, diverse untherapierbare Erkrankungen im fortgeschrittenem Stadium. Mehrere erfahrene und auf Kaninchen spezialisierte Tierärzte sagten, dass hier nichts mehr helfen könnte, um sie dauerhaft von Schmerz zu befreien und auch Schmerzmittel hätte hier nichts mehr gebracht, da einfach der Schmerz zu groß ist, wenn Knochen sich zur Hälfe aufgelöst haben, Eiter sich ausbreitet, alles weiter zerfrisst und auch die anderen Erkrankungen haben das ganze nicht einfacher gemacht.
Nun steht man vor der Entscheidung: Lässt man ein geliebtes Tier dauerhaft unter Schmerzen stehen und hält es krampfhaft am Leben oder erspart man dem Tier dieses Leid?
Ich wollte nicht, dass Emma leidet. Es war aussichtslos und sie hätte, in dem Moment wo sie wieder wach geworden wäre, trotz Schmerzmittel extremste Schmerzen gehabt, Schmerzen mit denen sie viel zu lang schon hat leben müssen, weil es einfach bei der Vorbesitzerin unentdeckt und bei uns erst nach wenigen Wochen genau diagnostiziert war.
Dieses Leid wollte ich ihr ersparen, wollte nicht, dass sie noch länger leidet.
Sicher hätte sie weiterleben können, aber nur unter massivsten Schmerzen und damit hätte ich nicht leben können und Emma hätte damit bestimmt nicht leben wollen. Sie hätte nie wieder Laufen können, hätte keine Freudensprünge machen können. Schon jetzt kippte sie immer wieder um, weil das rechte Bein nicht mehr genug Kraft hatte und das Linke Bein wegen der Arthrose wegfiel. Es hätte nur noch wenige Wochen, wenn nicht gar nur Tage, gedauert, bis sie gar nicht mehr hätte laufen können, bis sie nur noch hätte liegen und krabbeln können. Das ist in meinen Augen kein Leben für ein Tier.
Dort bin ich dann der Meinung, dass es das richtige ist, sie gehen zu lassen. Ihr dieses Leid zu ersparen.

Teilweise habe ich auch den Eindruck, dass zu früh eingeschläfert wird, nämlich dann, wenn das Tier dem Menschen zu viel Arbeit und Sorgen bereitet.
Ich sehe es zur Zeit an Picasso. Er ist ein Dauer-Patient und von einigen Bekannten wurde mir zur Euthanasie geraten, wo ich fast die Wände hochgegangen wäre, da ich hier keinen Grund sehe bei ihm.
Er ist krank, aber er ist lebensfroh dabei, spring rum, freut sich, macht Freudensprünge (sofern ihm das bei seinen Erkrankungen noch möglich ist). So ein Tier einzuschläfern wäre ein Unding.

Solange Lebensfreude und Lebensqualität, vielleicht sogar eine Aussicht auf Besserung, vorhanden sind, sehe ich keinen Grund ein Tier über die Regenbogenbrücke zu schicken.
Wenn aber die Lebensqualität in Richtung 0 geht, die Lebensfreude nachlässt / kaum bis gar nicht mehr da ist und keine Aussicht auf Besserung besteht, dann ist es in meinen Augen der richtige Schritt ein Tier erlösen zu lassen.

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von krümel 94 » Mi 12. Okt 2011, 22:54

ich habe bis jetzt nur meinen blacky einschläfern lassen und hab ihn auch bis zum schluss begleitet
die entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da meine TÄ an diesem tag noch meinte ob ich es nicht noch einmal versuchen möchte.
aber ich war der meinung das es besser ist ihn ziehen zu lassen, da er nur noch 450g wog trotz päppeln und es ihm den tag zuvor schlechter als jemals davor ging. etwa ein halbes jahr hab ich um ihn gekämpft und fast ununterbrochen gepäppelt. mehrere abszesse im kiefer, zahnbrücken und eine langwierige blasenentzündung haben ihm immer weiter zugesetzt und kaum war er dabei sich von einer erkrankung zu erholen, kam das nächste und es ging langsam aber sicher bergab. außerdem war es kurz vor meinem urlaub und ich hatte niemanden gefunden, der ihm zuverlässig gepäppelt hätte und wollte ihm einen langsamen hungertod ersparen...
gegen die finale spritze hatte er sich etwas gestäubt und ich frage mich noch manchmal ob es die richtige entscheidung war...

aber auch das warten ist eine sache für sich...
der blick von keks hatte damals schon so ausgesehen als ob er schon aufgegeben hatte, als ich ihn abgeholt hatte, aber ich wollte es einfach nicht war haben und versuchte zu kämpfen... auch als er mit starker untertemperatur beim TA lag entschieden wir uns gegen das erlösen, kurz darauf ist er unter krämpfen gegangen und ich saß einfach daneben und hab gegen alle vernunft gehofft das er es schaft...


das hier ist ein thema worüber man wohl lange und ausführlich diskutieren kann ohne jemals eine klare antwort zu bekommen.
ob man ein tier einschläfern lässt oder nicht muss wohl jeder (evtl. mit TA) selbst entscheiden sollte aber gründlich auf die bereits genannten fakten eingehen

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Re: Euthanasie - wird damit heutzutage zu lässig umgegangen

Beitrag von Lepidus » Do 13. Okt 2011, 00:13

Isa hat geschrieben:Die Tiere die ich einschläfern lassen musste, haben alle schon nach wenigen Sekunden nicht mehr geatmet und das Herzchen war still.
Krümel schlief auch sehr schnell. Ich hab mir das immer sehr schlimm vorgestellt, aber es war bei Krümel wirklich ganz friedlich. Wir waren viel beim Arzt und selbst die Ärztin die es gemacht hat und die Tierarzthelferin hat das sehr mit genommen.... Letztere hat auch mit geweint.

Ich bin sehr froh das ich es geschafft habe bei ihm zu bleiben... Denke das war für uns beide gut.

Miss Marple das ist wirklich gruselig! *drück* Ich wünsche dir das du das irgendwann richtig verarbeiten kannst!

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