Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

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Es gibt Hundehalter, erfahrene Hundehalter und sehr erfahrene Hundehalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Hundehalter kann man nicht alles kennen und wissen.

Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von Dogmaniac » Di 21. Sep 2010, 13:00

Hallöchen,

gestern war ich mit Leo mal wieder zu einer Routineúntersuchung bei der Osteophatin. Eigentlich stand nichts an. Seit er seine Goldakupunktur bekommen hat sind wir dort eher selten zu sehen. Ich glaube seit dem waren wir erst zweimal da. Im Abstand von drei Monaten, ohne wirklichen Grund.

Neben der Osteopathie behandelt diese Tierärztin auch über Akupunktur in der Traditionell chin. Medizin. Es ist richtig unheimlich wie gut das den Hunden hilft. Sie hat unseren Goldie innerhalb von zwei Tagen wieder in Ordnung gebracht, alle normalen Tierärztlichen UNterushcungen hatten versargt. Also ihr merkt ich halte sehr viel von ihr.

Wie gesagt gestern war ich zur Routine bei ihr. Leo hat zwar immer Streß wenn wir dort sind, aber nie so schlimm das er zittern muss.
Das einzig auffällige in letzter Zeit war seine Anhänglichkeit, er wurde immer ängstlicher und unsicherer, außerdem hat er extrem abgenommen. Sein Idealgewicht liegt bei 30kg, er hatte immer 32-33kg. Aktuell wiegt er gerade mal 26kg. Auffällig Mager war am nach unserem Urlaub in Texel, wir hatten es auf das Meerwasser geschoben und die viele Bewegung, aber es wurde mit der Zeitnicht sher viel besser. Trotz verdoppelter Futtermenge hält er jetzt grade so sein Gewicht.
Als die Tierärztin Leo gestern seit langem mal wieder sah war sie total geschockt, was man ihr sichtlich ansah. Sie mußte zweimal hinsehen um zu erkennen das das Leo sein soll.

Für eine Leie sieht Leo momentan sportlich dünn aus, aber wenn ihn wirklich kennt der weiß das es ihm an Muskeln fehlt und er total knochig aussieht. Sein Gesicht ist total eingefallen.

Eigentlich regt Leo sich in der Praxis immer mal auf, aber nicht so das sein Puls beschleunigt ist, der ist immer im Normbereich gewesen. Aber gestern ist er ihm davon gerannt, über 200.
Dann hat sie noch den chin. Puls gefühlt und war total entsetzt.
Viel einzurenken gab es mal wieder nicht. Sie hat ihn dann genadelt und den Verdacht einer SchilddürsenÜBERfunktion ausgesprochen. Sie ist sich ziemlich sicher. Ich dachte ich hätte am Hals einen verschobenen Halswirbel gefühlt, vermeintlich!, es ist eine geschwollene Schilddrüse.
Sie hat ihn genadelt, zu einem Bluttest geraten und uns schon mal ein Rezept für hom. Globuli und KRäuter mitgegeben. Sie denkt es lässt sich so Regeln, aber wenn die Werte zu schlimm aussehen sollich ruhig auf die Schulmedizin zurück greifen.

Heute waren wir bei unserem Haustierarzt Blut abnehmen. Auch er war total entsetzt wie Leo aussieht, er hat noch länger nicht geshen, seit 6 Monaten. Auch vom Verhalten ist er kaum wiederzuerkennen gewesen.
Er geht sogar noch weiter und sagt das evtl. schon die Nieren betroffen sein könnten.

Morgen mittag stehen die Ergebnisse aus, spätestens aber Donnerstag Vormittag. Dann wissen wir mehr.

Ich bin sehr gespannt.

Ausschlaggeben dafür war wahrscheinlich ein schlimmes Traume im Juni. Leo ist ausgebüchst als wir nichtzuhause waren. Als wir spät wieder kamen haben wir gemerkt das er fehlt. Die Polizei hat und dann aufgeklärt. Leo mußte vobn der Feuerwehr eingefangen werden (er ist ja total der Schisser), wurde ins Tierheim gebracht. Dort mußte er eine Nacht bleiben, keiner konnte uns ihn schon Nachts geben.
Seit dem ist er wie ausgewechselt. Wir denken das dieses Ereigniss ausschlaggebend war. Ein Schilddrüsentyp war er schon immer, aber nie konnte man wirklich etwas nach weisen.

Einer Überfunktion wäre bei Hunden eher selten und wird meißt durch einen Tumor ausgelöst. Die UNterfunktion ist dagegen häufig vertreten und genetisch bedingt.
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von Dogmaniac » Fr 24. Sep 2010, 07:41

Leo´s Blutwerte sind alle absolut in Ordnung. Er wird demnächst in die Tierklinik zum Schilddüsenunltraschall und Punktion müssen, Verdacht auf einen Tumor an/in der Schilddrüse.

Ich werde berichten.
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von lapin » Fr 24. Sep 2010, 08:39

Och mensch,Leo ist so dein kleines Sorgenkind, aber schön das du so professionelle und kompetente Leute um dich herum hast :top:! Bisher habt ihr ihn ja immer wieder hinbekommen :daum:!

Also wenn die Blutwerte ok sind, dann ist doch eigentlich auch die LymphdrüsenFunktion völlig in Ordnung oder nicht?
Sonst hätte man doch im Blut schon was feststellen müssen :grübel:
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von Dogmaniac » Do 30. Sep 2010, 10:12

Bisher habe ich noch keinen Termin bekommen, ich war selbst Krank und hatte keine Stimme zum telefonieren, ich muss heute nochmal in der Tierklinik anrufen.

Die Schilddrüse wird auf beiden Seiten immer dicker und größer, ich habe kein gutes Gefühl....auch wenn die Funktion in Ordnung ist, kann die Drüse verändert sein.
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von Dogmaniac » Mi 13. Okt 2010, 10:16

Kurzes Aufatmen:

Das Organ weißt keine Veränderung auf, auch die inneren Organe zeigen keine Auffälligkeiten. WIr haben den Abdomen gleich mit geschallt da Leo nicht kooperativer werden kann, und wenn er schon mal schläft wollten wir das gleich mit abchecken.

Die Klinik weiß auch nicht so recht was sie mit diesen Ergebnissen anfangen soll. Natürlich ist es erfreulich das nichts dabei raus kam, aber irgendwas muss er ja haben, somit tippen wir immer noch im dunkeln.

Dr.Wehner äußerte die Vermutung auf eine Autoimmunerkrankung oder Parasiten die sich im Rückenmark verstecken (Leo ist ein Griechenlandhund, somit läge der Verdacht auf Mittelmeererkankungen nahe, allerdings haben bisherige Tests nie Antikörper nachweisen können. Wenn sich wirklich welche in seinem Rückenmark verstecken können immer mal wieder welche "Aktiv" werden und sich dann wieder zur Ruhe setzen)

Ich habe gestern die Ergebnisse der Tierärtzin zukommen lassen die den Verdacht auf Schilddrüsenprobleme zuerst geäußert hat. Sie ist von seinen Blutergebnissen nicht begeistert, der Wert, so wie er bei Leo ist, ist im untersten Normalbereich, was für eine Diagnosestellung lediglich bedeutet: Achtung, auch wenn das noch im Normbereich ist, kann es trotzdem eine beginnende Fehlfunktion sein und sollte komplett abgeklärt werden. Erfahrene Tierärzte sprechen erst bei einem Mittelwert von einer wirklichen richtig funktionierenden SD. Bei Leo wurde lediglich das T4 ermittelt, also müßten wir nochmal die restlichen Parameter bestimmen die mit der SD zusammenhängen.
Vorallem die erhöhten Eos machen auch sie stuzig, genau wie Dr.Wehner, sie vermutet eine Autoimmunerkankung der SD (so konkret hat Dr.Wehner das nicht geäußert)

Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um einen Fehler des Immunsystems. Der Körper greift sich sozusagen selbst an.
Im ZUsammenhang mit der SD kann hier ein Morbus Basedow oder Hashimoto stehen.

Weitere Blutanalaysen werden und hoffentlich bald etwas mehr sagen.
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von lapin » Mi 13. Okt 2010, 10:20

Autoimmunerkrankung :roll: (Morbus Boeck), kann ich mittlerweile auch ein Lied von singen!

Kann eigentlich eine Probe vom Rückenmark entnommen werden?
Wie geht es Leo denn eigentlich allgemein so? Packt er die ganzen Untersuchungen?
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von Dogmaniac » Mi 13. Okt 2010, 12:49

Man könnte schon eine Probe aus dem Rückenmark entnehmen, da aber momentan eher der Verdacht auf Morbus Basedow oder Hashimoto liegt bleibt das außen vor. Für die nächsten Untersuchungen müssen wir lediglich nochmal zum Blut abnehmen.

Leo geht es mittlerweile wieder gut, er hat derzeit keine paranoiden Angstanfälle und sein Gewicht geht auch bergauf. Was ja aber wieder für Basedow sprechen würde, dabei fällt der Gemütszustand von katastrophal abgemagert, panisch, muskelatrophiert bis hin zu ganz normal.

Er würde sicherlich auch eine Rückenmarksuntersuchung gut wegstecken, aber dafür sehe ich derzeit keine Indikation, bzw. weiß ich nicht ob ich ihm das einfach von der Psyche antun will.

Am Freitag nehm ich ihm Blut, bis mitte nächster Woche müssten dann alle Ergebnisse vorliegen.

LG Nina
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Re: Schilddrüsenfehlfunktionen beim Hund

Beitrag von lapin » Mi 13. Okt 2010, 12:51

Ich drücke die Daumen für ein behandelbares Ergebnis! :daum:

Vllt kommt hier ja noch der ein oder andere Erfahrene mit der Erkrankung um die Ecke!
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