Diabetes

Moderatoren: Emmy, Heike, Miss Marple

Forumsregeln
Es gibt Meerschweinchenhalter, erfahrene Meerschweinchenhalter und sehr erfahrene Meerschweinchenhalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Meerschweinchenhalter kann man nicht alles kennen und wissen.

Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
Antworten
Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Mi 12. Okt 2011, 21:03

Sehr schöne Nachrichten! Aber ich find den Smiley doof.
Den find ich besser: Bild
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
Emmy
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10968
Registriert: Mi 1. Sep 2010, 15:43
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Emmy » Do 13. Okt 2011, 20:09

Ach Mensch, da freue ich mich dolle mit :lieb:
Liebe Grüße von Kerstin

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Do 13. Okt 2011, 20:10

Daaaaanke euch!! :kiss: :)
Bild

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Sa 22. Okt 2011, 16:12

Mimm gehts weiterhin ganz arg toll. Die Blutwerte sind top!! :freu:

Es hat sich nun eingebürgert, dass Mimm so ca. 5-10 Haferflocken am Tag isst.
Mal da 2 dann wieder Gemüse, dann wieder 3 Haferflocken, dann Bambus oder Heu,....
Ich hab so das Gefühl, sie weiß sehr wohl was sie da tut und wie sie dosieren muss.
Sie übertreibt es nie.
Bild

Benutzeravatar
Emmy
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10968
Registriert: Mi 1. Sep 2010, 15:43
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Emmy » Sa 22. Okt 2011, 16:15

Mensch, das ist doch schön :freu:
Liebe Grüße von Kerstin

Benutzeravatar
lapin
Administrator
Administrator
Beiträge: 30802
Registriert: Do 13. Nov 2008, 17:52
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von lapin » Sa 22. Okt 2011, 16:23

Tolle Beobachtung...auf das sich das so hält :daum:!

:top:
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Mo 14. Nov 2011, 11:42

Weiterhin alles gut!! :)
Mimms Blutzuckerspiegel hat sich ziemlich konstant bei 130 mg/dl eingependelt und es geht ihr saugut! :liebe:
Diabgymna bekommt sie jeden Morgen und jeden Abend 1,5 Kapseln, die sie sehr gut verträgt.
Matsche hatte sie schon lange keiner mehr! :top:
Den Blutzucker messen wir nun nicht mehr 2x am Tag, sondern nur noch 1x alle 2-3 Tage.
Ich denke das tut ihren Beinchen ganz gut. Sie waren zwar nie wund, heiß oder geschwollen, doch eine leichte Hornhaut hatte sich doch seitlich gebildet. Diese ist nun aber schon fast weg!

Mimm frisst fleißig jeden Tag ihre Haferflocken. Die Menge hat sie etwas gesteigert auf ca. einen halben Esslöffel. Scheint ihr gut zu bekommen! :)
Bild

Benutzeravatar
Emmy
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10968
Registriert: Mi 1. Sep 2010, 15:43
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Emmy » Mo 14. Nov 2011, 17:39

Prima! Ich freu mich mit :freu:

Haferflocken sind für Ida auch ein Highlight. Ohne geht gar nicht :nö:
Liebe Grüße von Kerstin

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Fr 2. Dez 2011, 20:59

Viscachas sind auch Meerschweinchenverwandte. Ich fand dieses kurze Interview mit einem TA und Zoodirektor recht interessant, warum diese Wildtiere in Zoos oft zuckerkrank werden.
Warum dürfen wir Sie eigentlich nicht mit einem Viscacha auf dem Arm fotografieren?
Viscachas sind nicht nur extrem scheu, sondern auch ziemlich bissig. Das riskiere ich lieber nicht.

Wo leben Viscachas normalerweise?
Ihre Heimat sind die Grasländer Südamerikas. Dort leben sie in Gruppen von 15 bis 30 Tieren in unterirdischen Bauen.

Wie kamen Sie darauf, dass die Viscachas im Zoo Diabetes haben?
Uns war aufgefallen, dass einige Tiere grauen Star hatten, eine Trübung der Augenlinse. Es ist bekannt, dass grauer Star bei Nagern ein Zeichen für Diabetes sein kann. Die Blutzuckermessung hat das bestätigt.

Und der Grund? Die Kost im Zoo ist doch sicher sehr gesund ...
Das Problem war, dass das übliche Nagetier-Futter, das auch die Viscachas bekamen, zum Beispiel Brot, Äpfel und Karotten, für sie zu viel Kalorien und Kohlenhydrate enthielt. Viscachas sind offenbar sehr anfällig für Diabetes und reagieren schnell mit einem Anstieg des Blutzuckers.

Und was steht heute auf dem Speiseplan der Viscachas?
Heu, Gräser, Zweige. Das klingt vielleicht nach karger Kost, ist aber genau das, was die Tiere auch in freier Wildbahn fressen. Dank dieses Futters haben sich die Zuckerwerte tatsächlich wieder normalisiert.

Spielt vielleicht auch Bewegungsmangel eine Rolle?
Mit Sicherheit nicht. Viscachas sind alles andere als bewegungsfaul. Allerdings sind sie nachtaktiv. Tagsüber bleiben sie meist in ihrer Höhle.


Diabetes Ratgeber; 27.03.2009, aktualisiert am 18.03.2011
https://www.diabetes-ratgeber.net/Diabetes/Nagetier-mit-Diabetes-51814.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Bin ich ja mal gespannt, zu welchen Erkenntnissen sie bei den Aktualisierungen in den nächsten Jahren kommen. Gerade bei Heu an erster Stelle im neuen Ernährungsplan.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » Fr 2. Dez 2011, 23:46

Miss Marple hat geschrieben:Dank dieses Futters haben sich die Zuckerwerte tatsächlich wieder normalisiert.
Dieser Satz ist aber schon hervorzuheben :grübel:
Danke für den Bericht, also die sind auch gefährdet :grübel:

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Sa 3. Dez 2011, 23:02

WELLEN hat geschrieben:
Miss Marple hat geschrieben:Dank dieses Futters haben sich die Zuckerwerte tatsächlich wieder normalisiert.
Dieser Satz ist aber schon hervorzuheben :grübel:
Danke für den Bericht, also die sind auch gefährdet :grübel:
Ich würde sagen, anders gefährdet. Immerhin sind es Wildtiere. Was da nun konkret zu reichhaltig gewesen ist, wird sich schon noch herausstellen. Gerade die Stärke im Brot, Mehrfachzucker, ist da sicher nicht zu unterschätzen.
Heu gehört nun aber auch nicht zu einer halbwegs natürlichen Ernährung. Ich hoffe mal, dass sie nicht erst X Blasensteinopfer brauchen, um das herauszufinden. :?
Ansonsten hinkt der Vergleich mit dem domestizierten Cavia porcellus hier etwas. Genau so, wie ich ein Wildschwein anders ernähren würde wie ein Hausschwein. Der Faktor Mast hat während der Domestizierung eben DIE entscheidende Rolle für das Verdauungssystem gespielt. Einem Wildschwein würde man kaum Kochkost anbieten. Hausschweine lieben es auch abwechslungsreich. Da gibt es so schöne Berichte über Bier und Schokolade. :hehe:
In der Doku "Das Salz der Inka" https://videos.arte.tv/de/videos/das_salz_der_inka-4161924.html" onclick="window.open(this.href);return false; (hier leider nur ne reichliche Minute, der Film wird aber alle paar Monate gesendet) gibt es diese schöne Szene, wo die Tochter des Hauses dem Gemüseeintopf für die Familie vorbereitet.
Sie sitzt da in der Küche und putzt Gemüse. In dieser Szene eben schält sie wunderschöne, lange Kartoffelschalenspiralen, und eine nach der anderen plumpst runter auf den Boden. :mrgreen: Der Sprecher erklärt, dass die Meerschweinchen alles auffressen, was runter fällt. Also auch Möhre und Apfel. Und Brotkrümel. :D
Seit Jahrtausenden also eine Nahrung, die aber Wildtiere, auch Viscachas nie kennengelernt haben. Viscachas brauchen sie nicht, Hausmeerschweinchen brauchen sie. Die Bauchspeicheldrüse und Insulinproduktion der Hausmeerschweinchen hat sich den Zuckeranteilen in den Kulturpflanzen mit Sicherheit angepaßt, genau wie Solanin, Scharfstoffen usw. Ein Wildmeerschweinchen bekäme davon vermutlich deutlich mehr Probleme.
Ich denk, das A und O ist eben zu gucken, was brauch jede individuelle Tierart.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » So 4. Dez 2011, 00:02

Fängt jetzt wohl wieder so ne Ernährungsdisskussion an :schäm:
Miss Marple hat geschrieben:Ich denk, das A und O ist eben zu gucken, was brauch jede individuelle Tierart.
Das auf jeden Fall. Wobei der Schritt zurück zur Wildart bestimmt immer leichter geht und gesünder ist als der Schritt "vorwärts" zur Trofukost o.ä. an die sich ein Tier ja dann eigentlich auch mal anpassen müsste laut Darwin. ;) Sprich, wenn die ganzen Kuntibuntifütterer eisern so weiter machen, gibt es in paar tausend Jahren tolle TroFu-Schweinchen die super mit klar kommen. :lol: ;)

So, nun aber mal zu meinen Überlegungen. Die Meeris aus Südamerika sind Gemüse, Obst, etc. gewohnt. Die hier aus Europa seit der Einführung weiterhin auch. Also kein Problem für die. Da geht mein Gedanke mit.
ABER es wurden mit großer Sicherheit nicht die exklusiven Luxusmenüs gereicht, die wir hier heute anbieten. Außerdem sieht unser Gemüse und Obst von heute auch anders aus! Es waren auch EssensRESTE, die gefüttert wurden. Sprich alles was der Mensch nicht mehr mag.
Also eher die weniger nahrhaften Sachen wie Schalen, Gehäuse, Grünzeugs. Haben zwar mehr Vitamine, etc., aber auch weniger Stärke und Kalorien. Natürlich auch mal die ganze Frucht, Gemüse, wenn es schon schlecht wurde und man es nicht mehr essen wollte.
Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Sachen gereicht wurden, die Menschen selber gegessen hätten. Nur in sehr reichen Familien und Gebieten wär das möglich gewesen.
Was sicher immer ad lib war, ist das billige Grünfutter, Gras, etc. Das war sicher immer da. Wächst ja in Südamerika das ganze Jahr über. Unsere europäischen Meeris vertragen vielleicht schon etwas besser Heu, das sie mehr gewohnt sind als die südamerikanischen Cuys, die Heu gar nicht so kennen.
Obst und Gemüse kennen Meeris und sind es gewohnt, aber eben nicht die ganze Frucht, Knolle, etc in so großen Mengen. Das verstärkt dann eventuell eben die Diabetesveranlagung, die sie von Natur aus haben.

Schalen sind halt nicht so "kalorienhaltig".
Denn wenn ich nur die Schalen der Karotte fütter, ist da nicht so viel Zucker drin, wie wenn ich die ganze Karotte fütter. Die Schalen fressen meine jetzt z.B. gar nicht so gern. Die wollen das süße Innere.

Daher denk ich mir halt, dass sie bei einigen Sachen eingeschränkt werden müssen. Das sind dann eben z.B. süße Sachen wie Banane, Traube, etc. Sachen, die sie nicht gewohnt waren und auch in der Natur nie bekommen hätten. Für Getreide gilt das ja auch. Kamen sie nie ran und ist auch heute nicht so toll in großen Mengen.
Dann kommt noch hinzu, dass der Kalorienbedarf ja auch an die Bewegungsmöglichkeit und Klima angepasst sein muss. Wenn Wohnungshaltungsschweine sich halt einfach nicht viel bewegen und nie frieren, dann brauchen sie auch sicher "kargere" Kost.
Frage ist für mich bei Stärke und Zucker: haben sie da den natürlichen Selektiermechanismus der weiß wieviel gut und gesund ist, oder geht es ihnen da wie uns und das Stop muss die Natur vorgeben (oder der Fütterer), denn sonst wird halt mehr gefressen als gesund ist.

Insgesamt bin ich aber voll überzeugt davon, dass sie schon wissen was sie brauchen. Aber TOTAL gesund wär sicher karger ;)

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Di 20. Dez 2011, 09:21

Mimm gehts weiterhin sehr gut. Ihren Blutzucker messe ich ja nur noch unregelmäßig.
Heute Morgen lag er bei 112 mg/dl.
Trotzdem ist mal wieder ein großes Blutbild fällig, um die Organwerte im Auge zu haben.
Das letzte war ja Mitte September.
Also morgen um 17:45 Uhr.
Ida und Bonnie "dürfen" mit... einfach mal so durchchecken. ;)
Bild

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Di 20. Dez 2011, 13:29

Isa hat geschrieben:Trotzdem ist mal wieder ein großes Blutbild fällig, um die Organwerte im Auge zu haben.
Müsste ich auch mal wieder machen lassen bei Rahel. Mit graust es aber, weil, wenn irgendein Wert mies ist, was dann?
Mariendistel bspw. wird gerne gefressen. Ich bin sicher, ein Blinddarmfermentierer holt aus der Pflanze mehr raus, als aus einer Kapsel Silymarin.
Echte Goldrute wird gerne gefressen. Interessanterweise ist selbst bei nierengeschädigten Diabetikern die regenerierende Wirkung der Goldrute kaum bekannt.
Bleibt für mich eben, was wäre wenn... :grübel:
WELLEN hat geschrieben:ABER es wurden mit großer Sicherheit nicht die exklusiven Luxusmenüs gereicht, die wir hier heute anbieten. Außerdem sieht unser Gemüse und Obst von heute auch anders aus! Es waren auch EssensRESTE, die gefüttert wurden. Sprich alles was der Mensch nicht mehr mag.
Also eher die weniger nahrhaften Sachen wie Schalen, Gehäuse, Grünzeugs. Haben zwar mehr Vitamine, etc., aber auch weniger Stärke und Kalorien. Natürlich auch mal die ganze Frucht, Gemüse, wenn es schon schlecht wurde und man es nicht mehr essen wollte.
Ich verstehe bei Deinem Gedankengang ehrlich gesagt nicht, wo der Gedanke "Mast" berücksichtigt wird.
Ich hatte ja oben geschrieben, wie wir hier z. B. Hausschweine mästen. Die bekommen eben auch nicht nur Abfälle. Da gibts nicht nur Kartoffeln vom Stoppeln, da gibts zusätzlich noch Futter aus dem Raiffeisen und Kochkost, bei manchem sogar Bier! Auch in der Kaninchenmast gibts weit mehr, als Abfälle. Nur Abfälle würden nie reichen, um nen fetten Braten kredenzen zu können, die würden gerade mal zum Überleben reichen. Meistens gibts da um den Bedarf zu decken hochkalorische Pellets.
Und genau das Mastergebnis sieht man, wenn man Größe und Gewicht von Cavia Tschudi und Cavia porcellus vergleicht. Da gehts nicht nur um genug Energie zum Stoffwechseln, Überleben und Fortpflanzen.
Wenn ich z. B. in nem anderen Forum lese, die eine hätte nen Wildmeerschweinchen, ernährt es aber wie ein Hausmeerschweinchen und das funktioniert, werde ich misstrauisch... Da ist im Darm im Laufe der Domestizierungsgenerationen einfach zu viel passiert.
Aber eben auch, wenn wir keinen fetten Meerschweinchenbraten möchten, ist die Verdauung unserer Exemplare eben auch an die Mast nicht nur angepaßt, sondern sie benötigt sie.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Di 20. Dez 2011, 13:41

Miss Marple hat geschrieben:
Isa hat geschrieben:Trotzdem ist mal wieder ein großes Blutbild fällig, um die Organwerte im Auge zu haben.
Müsste ich auch mal wieder machen lassen bei Rahel. Mit graust es aber, weil, wenn irgendein Wert mies ist, was dann?
Mariendistel bspw. wird gerne gefressen. Ich bin sicher, ein Blinddarmfermentierer holt aus der Pflanze mehr raus, als aus einer Kapsel Silymarin.
Echte Goldrute wird gerne gefressen. Interessanterweise ist selbst bei nierengeschädigten Diabetikern die regenerierende Wirkung der Goldrute kaum bekannt.
Bleibt für mich eben, was wäre wenn... :grübel:
Ja dieses "was wäre wenn"... davor hab ich auch Angst!
Aber genau deshalb möchte ich alle 3, höchstens 4 Monate ein großes Blutbild machen lassen.
Denn dann ist dieses "was wäre wenn" noch Früherkennung und man kann gezielter und evtl. auch erfolgreicher (be-)handeln, als wenn irgendwas im Argen liegt und das schon seit längerer Zeit!

Getrocknetes wird hier leider überhaupt nicht gerne gefressen außer Heu, grüner Hafer, etwas Laub, ab und zu mal Löwenzahn und ganz selten mal ne Blüte. :?
Ansonsten würde ich wie du die Pflanze (am besten frisch, im Notfall getrocknet) anbieten.
Sollte das überhaupt nicht genommen werden, kann man immer noch auf Silymarin o.ä. ausweichen.
Bild

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » Di 20. Dez 2011, 23:31

Miss Marple hat geschrieben:Ich verstehe bei Deinem Gedankengang ehrlich gesagt nicht, wo der Gedanke "Mast" berücksichtigt wird.
Ich hatte ja oben geschrieben, wie wir hier z. B. Hausschweine mästen. Die bekommen eben auch nicht nur Abfälle. Da gibts nicht nur Kartoffeln vom Stoppeln, da gibts zusätzlich noch Futter aus dem Raiffeisen und Kochkost, bei manchem sogar Bier! Auch in der Kaninchenmast gibts weit mehr, als Abfälle. Nur Abfälle würden nie reichen, um nen fetten Braten kredenzen zu können, die würden gerade mal zum Überleben reichen. Meistens gibts da um den Bedarf zu decken hochkalorische Pellets.
Und genau das Mastergebnis sieht man, wenn man Größe und Gewicht von Cavia Tschudi und Cavia porcellus vergleicht. Da gehts nicht nur um genug Energie zum Stoffwechseln, Überleben und Fortpflanzen.
Wenn ich z. B. in nem anderen Forum lese, die eine hätte nen Wildmeerschweinchen, ernährt es aber wie ein Hausmeerschweinchen und das funktioniert, werde ich misstrauisch... Da ist im Darm im Laufe der Domestizierungsgenerationen einfach zu viel passiert.
Aber eben auch, wenn wir keinen fetten Meerschweinchenbraten möchten, ist die Verdauung unserer Exemplare eben auch an die Mast nicht nur angepaßt, sondern sie benötigt sie.
Ich berücksichtige den Gedanken Mast auch nicht ;)
Ich finde Mast ist etwas, das ich nicht anstreben würde, da es immer zu diversen Krankheiten und einem frühen Tod führt.

Mast bei Meerschweinchen gab es denke ich in Europa nicht, da sie hier nicht gegessen wurden. Aber ich kann da nur schreiben, was ich logisch und realistisch fände. Daher denke ich wurden hier eher Abfälle gefüttert. Eventuell wurden natürlich Meerschweinchen bei reicheren Leuten oder beim Adel auch besser und gezielter gefüttert. Bei der armen Bevölkerung, wenn sie denn Meerschweinchen hielt, gabs an Gemüse und Obst sicher nur Abfälle.
Kann aber sein, dass Meerschweinchen eher bei reichen Leuten gehalten wurden. Denke aber nicht, dass sie hier gemästet wurden, denn der Grund ist mir nicht ersichtlich?

In Südamerika sind die Meerschweinchen, die heute dort gehalten werden und sicher auch früher so gehalten wurden klein, dünn und nicht besonders gemästet. Dies sind die Cuys der Indios. Sie erhalten hauptsächlich nur Abfälle aller Art. Die Bevölkerung ist zu arm dafür, ihnen Futter zu geben, das man selber essen könnte.

Die Cuys, die wir kennen, sind die Hochleistungscuys, die es aber noch nicht so lange gibt. Dies sind denke ich auch die einzigen gemästeten Meerschweinchen aus der Massentierhaltung, die sehr schnell fett ansetzten und schnell wachsen. Diese erhalten sicherlich Kraftfutter.
Züchter in Südamerika füttern oft nur mit Alfalfa. Sonst noch Restprodukte der Landwirtschaft und eigens angebaute Futterpflanzen. Das Futter besteht zu 90% aus frischem Grün! Der riesen Vorteil in Südamerika ist, dass Grünfutter das ganze Jahr über vorhanden ist.

Von diesen Hochleistungscuys stammen aber unsere Hausmeerscheinchen sicher nicht ab. Da Cuys bei uns nur 2-3 Jahre leben ist das auch nicht erstrebenswert sie weiter als Haustier zu kultivieren.

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Mi 21. Dez 2011, 08:42

WELLEN hat geschrieben: Ich berücksichtige den Gedanken Mast auch nicht ;)
Ich finde Mast ist etwas, das ich nicht anstreben würde, da es immer zu diversen Krankheiten und einem frühen Tod führt.
Kommt es da aber nicht auf drauf an, WIE und MIT WAS gemästet wird?
Eine Mast mit viel abwechslungsweicher Frischkost ist sicherlich weniger gesundheitsschädigend als eine Stopf-Mast mit Pellets (bzg. Meerschweinchen).

Mir gefällt das Wort "karg" nicht im Zusammenhang mit der Meerschweinchenernährung. :?
Karg ist für mich: wenig, spärlich, wenig nahrhaft, verdörrt, am Rande der Lebenserhaltung.

Und definiere "Abfälle". :hm: Ist das vom Grundwert her tatsächlich so anders als die ganze "Frucht"?
Bild

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Mi 21. Dez 2011, 12:50

WELLEN hat geschrieben:Kann aber sein, dass Meerschweinchen eher bei reichen Leuten gehalten wurden. Denke aber nicht, dass sie hier gemästet wurden, denn der Grund ist mir nicht ersichtlich?
Überfluss? Spontan erinnere ich mich an die gewaltigen Essenszenen in Mann´s "Buddenbrocks". Diese gewaltigen Mengen und Gänge und Beilagen die da beschrieben werden - so ernähren wir uns nicht mehr. Keine Ahnung, wie die damals so viel essen konnten, ohne zu platzen. Gleichzeitig bekam das Personal ja die Reste. Und evl. Haustiere die Küchenabfälle. Und da nur vom Besten gekocht wurde, fiel viel ab.
Und ja, Cavia porcellus kam lt. Brehms Tierleben nach Europa als geduldiges Spielzeug für die reichen Gören. Brehm läßt sich extra drüber aus, wie rabiat die Kids mit den Tieren umgehen können, ohne dass diese sich wehren. Davon ab, karg war´s Fressen nicht.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » Mi 21. Dez 2011, 13:38

Isa hat geschrieben:Kommt es da aber nicht auf drauf an, WIE und MIT WAS gemästet wird?
Eine Mast mit viel abwechslungsweicher Frischkost ist sicherlich weniger gesundheitsschädigend als eine Stopf-Mast mit Pellets (bzg. Meerschweinchen).
Ja, stimmt schon. Hier gebe ich dir voll Recht! :)

Ich denke, dass eine Mast irgendwie immer unnatürlich sein muss. Außer bei Tieren die Winterschlaf halten und Hungerperioden durchstehen müssen.
Aber wenn ein Tier alle Nährstoffe hat, die es braucht würde es nur so viel fressen um eben gerade fit, gesund und muskulös zu sein, nicht aber besonders fett.
Ich denke nicht, dass Meerschweinchen fett sein müssen in der Natur. Denn sie machen ja keinen Winterschlaf und haben immer genug zu fressen. ich denke sie können es sich leisten dünner und muskulöser zu sein. Es ist ja auch von Vorteil, da man dann schneller laufen kann.
Isa hat geschrieben:Mir gefällt das Wort "karg" nicht im Zusammenhang mit der Meerschweinchenernährung. :?
Karg ist für mich: wenig, spärlich, wenig nahrhaft, verdörrt, am Rande der Lebenserhaltung.
Mit karg meinte ich Essen, das dem Nährwert von z.B. Gras entspricht. Mit karge Kost meinte ich also nicht wenig, sondern eher viel, da man viel davon Essen muss. Aber schon wenig nahrhaft. Das Beispiel Gras wäre also karg.

Das Gegenteil wäre für mich dann sehr kalorienreich, wie z.B. Nougat. Für Meerschweinchen dann z.B. Macadamianüsse.
Isa hat geschrieben:Und definiere "Abfälle". :hm: Ist das vom Grundwert her tatsächlich so anders als die ganze "Frucht"?
Es ist ein wenig "karger" als die ganze Frucht, weil eben die kalorienreichen Teile fehlen. Z.B. Spelz vom Getreide, Schalen von Gemüse und Obst, etc.
Abfälle müssen ja nicht verschimmelt, verdorben und schlecht heissen. Sind halt nur weniger kalorienreiche Teile, die aber viele Vitamine und Nährstoffe enthalten. Sind also eigentlich sogar besser.

So meinte ich das in etwa.

Ich fütter meinen Tieren aber auch fast keine Abfälle. Ich gebe immer ganzes Gemüse und Obst.
Leider ernähre ich mich bei Weitem nicht so gemüse- und obstreich wie meine Schnuckel. Wär gut, wenn ich mir da mal ein Beispiel an ihnen nehmen würde :)

Mein Gedanke eigentlich war halt der, dass Tiere in der Natur eher karge Kost fressen mit viel mehr komplexeren Inhaltsstoffen.
Unser gezüchtetes Gemüse ist zwar kalorienreicher, aber nicht mehr so gehaltvoll. Das verleitet dann unter Umständen auch dazu mehr davon zu fressen, da die Nährstoffe in geringeren Mengen vorhanden sind und ein Tier z.B. mehr fressen muss um den selben Vitamingehalt zu bekommen.
Z.B. eine Wildfrucht hat mehr VitC als eine angebaute Frucht.

Wenn aber die angebaute Frucht mehr Kalorien hat, dann ist das eben nicht so vorteilhaft. So meinte ich das irgendwie.

Was mir aber immer noch ein Rätsel ist, ist, warum ein Tier keine eingebauten Grenzen hat was bestimmtes Futter angeht. :grübel: Ich verstehe immer noch nicht warum Tiere was fressen was ihnen nicht bekommt. Oder warum auch wir was essen was uns krank macht. Wo ist da der Sinn? Ist das einfach nur, da wir von Natur aus nicht gewohnt waren ein solches Angebot vorzufinden?
Miss Marple hat geschrieben:Überfluss? Spontan erinnere ich mich an die gewaltigen Essenszenen in Mann´s "Buddenbrocks". Diese gewaltigen Mengen und Gänge und Beilagen die da beschrieben werden - so ernähren wir uns nicht mehr. Keine Ahnung, wie die damals so viel essen konnten, ohne zu platzen. Gleichzeitig bekam das Personal ja die Reste. Und evl. Haustiere die Küchenabfälle. Und da nur vom Besten gekocht wurde, fiel viel ab.
Meinst du das war täglich so oder eher mal ne Ausnahme an Festen wo dann so richtig die "Sau rausgelassen" wurde? :hm:
Stichwort Schlaraffenland. Man erzählt von dem was man gerne hätte, da es nicht da ist.

Wenn unsere heutigen Meerschweinchen von Tieren reicher Leute abstammen, dann hast du vielleicht Recht. Oder von Haltern, die sie auch zu Speisezwecken hielten.

Naja gut, es war sicher nicht karg, aber doch karger als heute?! :hehe:
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es mal mehr "Scheiß" zu Fressen gab als heute. Wir haben einfach zu viele Möglichkeiten heute, die früher alle gefehlt haben.

Dennoch müsste es aber doch so sein, dass eine Ernährung mit Wildpflanzen aus der Natur für die Meerschweinchen besser geeignet sind als Gemüse und Obst, das man im Supermarkt kaufen kann.

Aber wir können eh nur das kaufen was wir bekommen, also besser das als gar nichts.

Winter ist einfach dooooof :P

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Mi 21. Dez 2011, 14:17

WELLEN hat geschrieben:
Miss Marple hat geschrieben:Überfluss? Spontan erinnere ich mich an die gewaltigen Essenszenen in Mann´s "Buddenbrocks". Diese gewaltigen Mengen und Gänge und Beilagen die da beschrieben werden - so ernähren wir uns nicht mehr. Keine Ahnung, wie die damals so viel essen konnten, ohne zu platzen. Gleichzeitig bekam das Personal ja die Reste. Und evl. Haustiere die Küchenabfälle. Und da nur vom Besten gekocht wurde, fiel viel ab.
Meinst du das war täglich so oder eher mal ne Ausnahme an Festen wo dann so richtig die "Sau rausgelassen" wurde? :hm:
Stichwort Schlaraffenland. Man erzählt von dem was man gerne hätte, da es nicht da ist.
Die Wohlhabenden haben täglich so geschlemmt, täglich 2, 3 Sorten Fleisch, dazu verschiedener Fisch, jede Sorte in einem Gang. 5 Gänge mittags, zusätzlich Frühstück, Abendessen und Betthupferl, waren bei den Wohlhabenden Alltag. Wenn dann mal Weihnachten beschrieben wird, dann krachts noch heftiger.
Alleine, was die zu einer Mahlzeit an Alkoholika verdrückt haben - davon wäre mir tagelang schlecht.
"Die Buddenbrocks" ist ziemlich autobiographisch. Daneben legen kann man sich auch die zeitbeschreibenden Bücher von Fontane und Co, also Bücher, die die Zeit beschreiben, als Meerschweinchen in Europa als Haustier Einzug hielten.
So realistisch, wie das tagtägliche Schlemmen der Reichen beschrieben wird, so real bitter lesen sich die Berichte, wie das Pferd der armen Familie zum Frühjahr zu vor Hunger so entkräftet war, dass die Menschen es auf die Weide tragen mussten.
Die Dekadenz der Reichen in Frankreich zu der Zeit ist auch gut belegt und führte ja dann zur bürgerlichen Revolution.
WELLEN hat geschrieben:Wenn unsere heutigen Meerschweinchen von Tieren reicher Leute abstammen, dann hast du vielleicht Recht. Oder von Haltern, die sie auch zu Speisezwecken hielten.
Genau an dem Punkt unterscheide ich eben zwischen den zwei Tierarten Tschudi und Porcellus.
Sie haben andere Bedürfnisse. Porcellus hat gemacht, was jedes Tier macht, wenn sich die Lebensumstände verändern: es paßt sich an, um zu überleben. Eben verdauungs- und gesundheitstechnisch auch an eine höhere Kalorienzahl, Leben mit Übergewicht, Solanin, Heu statt Wiese zusätzlich zu den Gurkenzipfeln und dem, was von nem Salat übrig bleibt, nachdem die zartesten Blättchen für die Herrschaft entfernt wurden. Sparschäler gabs damals noch nicht. Das Immunsystem spielt ja ununterbrochen mit allen Faktoren rum und sucht das Optimum.
WELLEN hat geschrieben:Naja gut, es war sicher nicht karg, aber doch karger als heute?! :hehe:
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es mal mehr "Scheiß" zu Fressen gab als heute. Wir haben einfach zu viele Möglichkeiten heute, die früher alle gefehlt haben.
Na dann versuche mal, nur von Pflanzen satt zu werden. Mengenmäßig brauchts da schon mehr, als wenn noch das Schnitzel auf dem Teller liegt.
Ich gehe immer von mir aus. Ich esse wenig Fleisch und selten Süßes. Um satt zu werden esse ich ziemliche Gemüsemengen. Aubergine, Zucchini, Kohl - alles Sachen, wo ich meine Abfälle füttere. Möhren, Gurke, Apfel, Tomaten, Salat... alles das, was sie mehr essen, teile ich.
Zur Zeit fressen meine Tiere wenig Eisbergsalat. Da reichts, wenn ich von meinem täglichen Eisbergsalat die 3 äußeren Blätter verfüttere, die ich eh nicht essen würde.
Ich denke auch "Mast" im Sinne von viel fressen solange die Möglichkeit besteht, wird man aus den Tieren genausowenig rauskriegen, wie den Paarungstrieb. Mit ner fetten Plauze vor nem Fressfeind zu flüchten ist genau so hinderlich, wie hochtragend zu flüchten oder beim Säugen gestört zu werden und dann noch das Nest zurücklassen zu müssen.

WELLEN hat geschrieben:Dennoch müsste es aber doch so sein, dass eine Ernährung mit Wildpflanzen aus der Natur für die Meerschweinchen besser geeignet sind als Gemüse und Obst, das man im Supermarkt kaufen kann.
Mit Sicherheit. Gerade in der Winterfütterung schön zu sehen. Sobald ich Brombeerranken anbiete, Bambus, nen Sträußchen Gänseblümchen, Vogelmiere, braunes Eichen- und Hainbuchenlaub, lassen sie sämtliches Supermarktgemüse stehen und liegen.

Was ich am Porcellus eben auch so bemerkenswert finde, sie überleben in der Natur ohne den Menschen nicht. Ich denke nicht, dass weniger Hausmeerschweinchen als Kaninchen ausgesetzt werden. Aber gerade wenn ich hier nachts spazieren gehe, sehe ich unzählige Kaninchen, die ihren Ursprung beim ausgesetzten Heimtier haben. Selbst auf Verkehrsinseln blühen die Populationen. Nicht zuletzt, weil die Berliner füttern. :jaja: https://www.bz-berlin.de/ratgeber/tiere/kaninchen-bevoelkern-verkehrinseln-article549376.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Dagegen kenne ich keine einzige Generation Cavia Porcellus, die in der Lage gewesen wäre, zu überleben. Wundert mich aber auch nicht, neben dem Hund ist das Hausmeerschweinchen das vermutlich am längsten mit dem Menschen lebende Tier.
Das Wildmeerschweinchen dagegen überlebt locker ohne den Menschen.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » Mi 21. Dez 2011, 17:04

Miss Marple hat geschrieben:Genau an dem Punkt unterscheide ich eben zwischen den zwei Tierarten Tschudi und Porcellus.
Ja, das mit Sicherheit. Porellus ist sicher ganz andere Sachen gewohnt als Tschudi. Sicher Obst, Gemüse und Co gewöhnt. Aber für mich war die Frage, ob unsere Hausmeerschweinchen, die ja wieder anders gefüttert werden als die in Südamerika eben auch so viel Gemüse und Obst bekommen haben wie wir das im Winter geben.
Miss Marple hat geschrieben:"Die Buddenbrocks" ist ziemlich autobiographisch. Daneben legen kann man sich auch die zeitbeschreibenden Bücher von Fontane und Co, also Bücher, die die Zeit beschreiben, als Meerschweinchen in Europa als Haustier Einzug hielten.
Die Meerschweinchen kamen schon früher. Im 16. Jahrhundert, also eher die Zeit des Märchens "Schlaraffenland". Auch zu der Zeit hatten aber die Adligen sicher auch mehr zu Essen als die überwiegende Bevölkerung. Wird wohl ähnlich sein wie im 19. Jahrhundert zu Zeiten von Thomas Mann, Fontane, etc.

Ok, also nehmen wir an, dass die Meerschweinchen vor allem von Wohlhabenden gehalten wurden, da die Armen sich so ein Haustier ohne Zweck nicht leisten konnten.
Dann wäre es interessant noch ne Stelle zu finden in nem Buch wo beschrieben wird was die so zu Essen bekamen. :hot:
Miss Marple hat geschrieben:Was ich am Porcellus eben auch so bemerkenswert finde, sie überleben in der Natur ohne den Menschen nicht.
Das gilt aber denke ich nur für Europa. Denn in Südamerika ist es kein Problem für die sich wieder auszuwildern.
Vielleicht liegt es daran, dass sie hier entweder den Winter nicht ertragen oder zu viele/andere Fressfeinde vorfinden. Die meisten sind ja auch zu bunt. Vielleicht ist es aber auch die Nahrung wie du sagst? Eigentlich echt interessant warum das hier nicht geht. :grübel:
In Südamerika überleben sie aber schon ohne den Menschen solange sie eine einigermaßen naturnahe Farbe haben. Ein weißes Tier ist wahrscheinlich schnell weg vom Fenster, aber so ein Agouti hat ganz gute Chancen.
Sie können sich auch teilweise wieder mit den Wildmeerschweinchen paaren.
Manche gehen davon aus, dass deshalb die Klassifikation der Cavias so schwer ist. Man geht davon aus, dass es immer wieder entlaufene Hausmeerschweinchen gab, die dann wieder verwilderten und sich mit den Wilden paarten und so zu verschiedenen "Unterformen" führten. In verschiedenen Regionen in Südamerika gibt es viele verschiedene Aperea-Arten. Manche von denen könnten durch verwilderte Hausmeerscheinchen zustande gekommen sein.

Warum aber können die Kaninchen ohne den Menschen leben? :grübel: Sie scheinen einen Vorteil zu haben. Was meint ihr ist der? :grübel: Weil sie aus Europa kommen? Weil sie anpassungsfähiger sind? :grübel: Kaninchen kommen ja anscheinend auf jedem Kontinent zurecht. :grübel:

OT: sollen wir das Thema lieber abtrennen? Hat ja nicht mehr so viel mit Mimm und Diabetes zu tun.

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Mi 21. Dez 2011, 17:27

WELLEN hat geschrieben:Die Meerschweinchen kamen schon früher. Im 16. Jahrhundert, also eher die Zeit des Märchens "Schlaraffenland". Auch zu der Zeit hatten aber die Adligen sicher auch mehr zu Essen als die überwiegende Bevölkerung. Wird wohl ähnlich sein wie im 19. Jahrhundert zu Zeiten von Thomas Mann, Fontane, etc.

Ok, also nehmen wir an, dass die Meerschweinchen vor allem von Wohlhabenden gehalten wurden, da die Armen sich so ein Haustier ohne Zweck nicht leisten konnten.
Ja, ging paar Hundert Jahre so, wo die Tiere so nobel gehalten wurden.
WELLEN hat geschrieben:Dann wäre es interessant noch ne Stelle zu finden in nem Buch wo beschrieben wird was die so zu Essen bekamen. :hot:
Vermutlich auch wieder Abfälle, und nicht zu knapp. In Berichten über die Adelsfamilie Fugger wird auch von ziemlichen Gelagen berichtet, ähnlich zu sehen in Shakespeare - Biographien. Oder Luther mit seinem "Warum furzet und rölpset Ihr nicht, hat es Euch nicht geschmecket?". Arm dran waren die nicht.
Und ich vermute, die Meerschweinchenhalter orientierten sich an der Fütterung der Hauskaninchen:
In Deutschland wurden Kaninchen 1149 erstmals urkundlich erwähnt: der Abt von Corvey an der Weser, Wibald, erbittet zwei Paare von seinem Amtsbruder Gerald, Abt des Klosters Solignac in Frankreich.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Hauskaninchen" onclick="window.open(this.href);return false;
Und über die Ernährung in Klöstern ist ja einiges bekannt. Zum Beispiel über Kräutergärten. :jaja: Die Indios gehen auch extra Kräuter für die Tiere sammeln.
Von den Abfällen der Klöster lebten die Besitzlosen jahrelang, und die bekamen die Abfälle erst, nachdem die Kaninchen gefüttert waren, die ja dann später wieder die Mönchsbäuche füllen sollten.
Ich denke, das hat auch die Fütterung der Meerschweinchen beeinflußt.
WELLEN hat geschrieben:Warum aber können die Kaninchen ohne den Menschen leben? :grübel: Sie scheinen einen Vorteil zu haben. Was meint ihr ist der? :grübel: Weil sie aus Europa kommen? Weil sie anpassungsfähiger sind? :grübel: Kaninchen kommen ja anscheinend auf jedem Kontinent zurecht. :grübel:
Schwierig. :grübel: In Italien ließen sie sich nicht ansiedeln. In Australien dagegen sieht man ja, was draus wurde.

OT: Isa, was sagst Du? Abtrennen? Ich finde, es paßt insofern zu Diabetes, weil´s ja nicht zu knapp Leute gibt, die überzeugt sind, wir hätten durch ad lib unseren Tieren die Diabetes angefüttert. Dass meine Rahel bspw. erkrankt ist, als ich noch die gute, alte 10% - Diktatur befolgt habe, interessiert da kaum. :roll:
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
WELLEN
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 5666
Registriert: Mi 2. Mär 2011, 20:01
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von WELLEN » Mi 21. Dez 2011, 21:16

Miss Marple hat geschrieben:Vermutlich auch wieder Abfälle, und nicht zu knapp.
Aber Abfälle wär ja wieder eher das was ich vorher als "karg" bezeichnet hatte.
Oder meinst du es gab auch "Ganzes"? Wurden Tiere als so wertvoll angesehen, dass man ihnen zu Fressen gab, was auch ein Mensch gegessen hätte?
Ist natürlich sicher wie auch heute von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber heute sind wir ja weitaus unabhängiger von gesellschaftlichen Normen und Dogmen.
Ich könnte mir vorstellen, dass man einem Tier zu Zeiten in der der Mensch als Krone der Schöpfung galt, und wie in der Bibel steht, das Tier zum Untertan gemacht wird, nicht allzuviel "Luxus" zusprach. Vielleicht galt es sogar als Frevel einem Tier zu geben was eigentlich einem Menschen zusteht?
Seit Darwin, wo sich so langsam im 20/21. Jahrhundert in den Köpfen breit macht, dass der Mensch Teil der Tierwelt ist und Tiere dem Menschen näher sind, also auch Gefühle haben usw., spricht der Mensch den Tieren nun eventuell mehr "Luxus" und Gleichberechtigung zu.
Aber war das davor auch so? :hm: Ist ja bis heute noch nicht so richtig anerkannt. :(

Wenn ich also meinen Mäusebären jeden Tag jetzt im Winter zig gute Sachen reinschmeisse, ist das eventuell zu "nahrhaft"? Sollte ich ihnen lieber die Abfälle geben und mir die Rosinen rauspicken und nicht andersrum. Denn meist esse ich das, was sie nicht mehr wollen. :roll:
Ok, ganz so schlimm ist es auch nicht. :jaja: Ich esse schon mein Gemüse und Obst, einfach mengenmäßig sind sie mir überlegen. ;)
Also zurück zur Diabetes für den Thread. :jaja: Ich gebe den ganzen Apfel, aber vielleicht ist es ja besser nur die Schale und den Butzen zu geben? Denn das ist das was sie seit Generationen gewöhnt sind. :hm:
Ok, aber ich merk grad, dass es eigentlich ne Korinthenkackeronsen-Rechnung ist und es wahrscheinlich nicht so ins Gewicht fällt.

Ich fütter mengenmäßig eh mehr so Blattzeugs. Zur Zeit fahren meine voll auf Grünkohl, Endivie, Radiccio, Chicoree und Löwenzahn (vom Türken) ab. Bei dem Löwenzahn frag ich mich was das noch mit Löwenzahn zu tun haben soll (soviel zu vorher Wild- und Anbausachen), aber die Schweinis findens klasse. :top:
Knollenzeugs, wie Sellerie, Karotte, Pastinake, Petersilienwurzel kommen nicht so gut an. Also sie fressen ja eh eher gern so "karg".

Aber bei den Sämereien und v.a. Hirsekolben, also da bin ich noch nicht so sicher, dass Luna da ne Grenze hat. Das macht mir schon bissl Angst. Da zieh ich schon etwas die Notbremse :shock:

Tannen sind auch hoch im Kurs. Da ist auch viel VitC drin, das ist gut. Und Brombeerblätter, ja die mögen sie auch, aber nicht alle :hm:
Ich hab hier eh so die Wildfraktion und die Supermarktfraktion sitzen. :lol:

Noch ne Frage zum Diabetes habe ich an Isa. Trinkt Mimm eigentlich Wasser? Oder mag sie vermehrt Wasserhaltiges? Bei mir trinkt keiner und gerade Luna frisst eher etwas "trockener".

Benutzeravatar
Miss Marple
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10967
Registriert: Di 1. Dez 2009, 16:05
Land: Deutschland
Wohnort: Am Ende der Welt
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Miss Marple » Do 22. Dez 2011, 13:49

WELLEN hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass man einem Tier zu Zeiten in der der Mensch als Krone der Schöpfung galt, und wie in der Bibel steht, das Tier zum Untertan gemacht wird, nicht allzuviel "Luxus" zusprach. Vielleicht galt es sogar als Frevel einem Tier zu geben was eigentlich einem Menschen zusteht?
Seit Darwin, wo sich so langsam im 20/21. Jahrhundert in den Köpfen breit macht, dass der Mensch Teil der Tierwelt ist und Tiere dem Menschen näher sind, also auch Gefühle haben usw., spricht der Mensch den Tieren nun eventuell mehr "Luxus" und Gleichberechtigung zu.
Aber war das davor auch so? :hm: Ist ja bis heute noch nicht so richtig anerkannt. :(
Zu dem Thema lese ich gerade https://www.kynos-verlag.de/nextshopcms/Beck-Wer-denken-will.htm" onclick="window.open(this.href);return false;
Die griechischen Philosophen und dann wieder ab Descartes haben die Ratio zum "Gott" erhoben. Tieren und Frauen wurden max. minderwertige Emotionen zugesprochen und entsprechend wert- und rechtlos wurden sie behandelt.
Das war aber der offizielle Umgang mit Leben. Wie immer in der Menschheitsgeschichte handeln aber die meisten Menschen nach ihrem persönlichen Gefühl und schützen das, was ihnen wichtig ist.
Die Indios haben vermutlich von Plato und Descartes nix weiter gehört und haben ihren potentiellen Festtagsbraten gut behandelt, damit er schmeckt und was dran ist.
Die Angestellten und Kindermädchen in den Häusern der Reichen haben sicher auch dafür gesorgt, dass das Spielzeug der Kinder länger hält, Kunststücke belohnt, auf lustiges Futterquiecken reagiert.
In den Küchen der Reichen wurde und wird Abfall bis heute ganz anders definiert, als bei den armen Schluckern. Enden, Schalen und Strünke werden weit großzügiger weggeschnitten, leicht welke Sachen werden nicht mehr serviert.
Schon alleine, wenn ich mal sehe, was in soner Kochshow in die Tonne fliegt, dreht sich mir der Magen um.
Und klar gab es damals nicht solch einen Nahrungsmittelüberschuss wie heute. Aber immerhin werden heute 50% aller Nahrungsmittel weggeworfen. Früher wurde weniger weggeschmissen, und das bekamen dann die Haustiere.
Seit Mitte der 1990 Jahre kam ja die emotionelle Intelligenz "in Mode". Gerade "Descarte´s Irrtum" von Damasio (Temple Grandin zitiert den den besonders häufig!) brachte wider Erwarten nen ziemlichen Umschwung. Heute leugnet keiner mehr, dass Tiere Bewußtsein, Intelligenz und Gefühle haben. Besonders Stichwort Jaak Panksepp "Das Lachen der Ratten".

In der Bibel wird übrigens schlechter Umgang mit Tieren geächtet und bestraft, als gottlos bezeichnet. Z. B. zwei ungleich starke Tiere durften nicht unter ein Joch, damit nicht eines die Last alleine tragen musste. Am Sabbat durften auch die Tiere nicht arbeiten, und wenn sich eines an diesem heiligen Tag verletzte oder in eine Grube stürzte, musste ihm geholfen werden. Futter durfte nicht vorenthalten werden. Wenn jemand ein herrenloses Haustier fand und ihm nicht half, zu seinem Besitzer zurückzukommen, der es versorgte, musste er Schadenersatz leisten.
Es ist durchweg von Respekt vor Tieren die Rede, Herrschaft des Menschen über das Tier in dem Sinne, es zu schützen, für das Haustier zu sorgen.
Mir persönlich ist es auch ein Rätsel, wie Menschen, die an einen Schöpfer glauben, so miserabel mit der Schöpfung umgehen. Selbst im Umgang mit sich selber...
WELLEN hat geschrieben:Wenn ich also meinen Mäusebären jeden Tag jetzt im Winter zig gute Sachen reinschmeisse, ist das eventuell zu "nahrhaft"? Sollte ich ihnen lieber die Abfälle geben und mir die Rosinen rauspicken und nicht andersrum. Denn meist esse ich das, was sie nicht mehr wollen. :roll:
Ich stelle mir die Frage, was will ich von meinen Nutztieren. Nutztiere sind sie für mich in psychologischer / emotionaler Hinsicht. Die armen Schweine haben da ganz schöne Löcher bei mir zu stopfen. :?
Für den Einen sind sie Lebensabschnittsgefährten, für den anderen gleichwertige Mitbewohner. Gleichwertigen Mitbewohnern wird man immer Meinungs- und Entscheidungsfreiheit zubilligen. Auch beim Thema Ernährung.
Ich habe schon unzählige Male erlebt, wie meine Tiere in Sachen Futter Entscheidungen getroffen haben, die ihnen gut taten. Ich hätte so nie entschieden. Aber sie wußten, was sie wollten und handelten entsprechend.
Voraussetzung, da tun zu können, ist eben eine gewisse Selektionsmöglichkeit. Wenn´s zu karg wird, ist diese Möglichkeit nicht mehr gegeben.
WELLEN hat geschrieben:Aber bei den Sämereien und v.a. Hirsekolben, also da bin ich noch nicht so sicher, dass Luna da ne Grenze hat. Das macht mir schon bissl Angst. Da zieh ich schon etwas die Notbremse :shock:
Bei mir überfressen sie sich mit Saaten nur am Anfang und auch nicht alle. Aus Bauchweh lernen sie schnell!
Noch ne Frage zum Diabetes habe ich an Isa. Trinkt Mimm eigentlich Wasser? Oder mag sie vermehrt Wasserhaltiges? Bei mir trinkt keiner und gerade Luna frisst eher etwas "trockener".
Ich antworte mal für Rahel. Sie hat noch nie getrunken, immer nur viel wasserhaltiges wie Gurke, Tomate. Bei jedem Urintest unterm Spektroskop konnte man sehen, dass sie ihren zuckrigen Urin stark verdünnt.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Do 22. Dez 2011, 14:50

Miss Marple hat geschrieben:
Noch ne Frage zum Diabetes habe ich an Isa. Trinkt Mimm eigentlich Wasser? Oder mag sie vermehrt Wasserhaltiges? Bei mir trinkt keiner und gerade Luna frisst eher etwas "trockener".
Ich antworte mal für Rahel. Sie hat noch nie getrunken, immer nur viel wasserhaltiges wie Gurke, Tomate. Bei jedem Urintest unterm Spektroskop konnte man sehen, dass sie ihren zuckrigen Urin stark verdünnt.
Habs zwar heute Morgen gelesen, aber leider wieder vergessen. :arg:
Bin heut mit dem Kopf bei allem und nichts. :hehe:

Nein, Mimm trinkt nie!! Außer morgens und Abends ihr Spritzchen mit Diabgymna. ;)
Den Wassernapf befülle ich 2x am Tag frisch. (Ich frag mich für wen?! :grübel: :lol: )
Mimm frisst auch sehr wasserhaltig. Sie bevorzugt allerdings Salate.

Gestern beim Blut abnehmen hat sie das erste Mal die TA Helferin NICHT fast tot gebissen. :shock: :freu:
Wird Mimm etwa lieb?? :hot:
Aber sie hat dafür wütend gebrüllt.
Die TÄ meinte, Mimm habe Speck-Beinchen. :lol: :liebe:
Also gut fleischige Beinchen.
Erst wollte kein Blut kommen (TÄ hat die Ader nicht gleich gefunden) und dann wollts nicht mehr aufhören zu laufen.
Untersucht wird wieder der Fructosamin, T4 und Nieren- und Leberwerte.
Bild

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Fr 23. Dez 2011, 08:57

Hab eben die Blutergebnisse erfragt. :freu:

Alle Leber- und Nierenwerte sind im grünen Bereich.
Der Fructosamin liegt bei 261. (Letztes mal war er bei 341.)
Der T4 ist bei 2.0. --> Referenzwert: 0.7 - 2.8

Juhuuu! :freu:
Bild

Benutzeravatar
Isa
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 8972
Registriert: So 11. Apr 2010, 12:41
Land: Deutschland
Wohnort: Bietigheim-Bissingen
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Isa » Di 27. Dez 2011, 19:43

105 mg/dl heute Morgen. :)
Klasse wie Mimm sich unten hält seit Monaten.
Bild

Benutzeravatar
lapin
Administrator
Administrator
Beiträge: 30802
Registriert: Do 13. Nov 2008, 17:52
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von lapin » Di 27. Dez 2011, 19:50

TOLL!!! Super Leistung von euch beiden!!
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

Benutzeravatar
Rosalie
Planetarier
Planetarier
Beiträge: 2295
Registriert: Sa 19. Jun 2010, 22:22
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Rosalie » Di 27. Dez 2011, 19:53

Isa hat geschrieben:105 mg/dl heute Morgen. :)
Klasse wie Mimm sich unten hält seit Monaten.
Ich lese hier immer nur still mit, aber ich muss jetzt mal was loswerden:

Isa, es freut mich so unheimlich für dich und Mimm! :freu:
Ich finde es so super, wie du Mimm umsorgst! :kiss:

Da muss ich immer an die vielen anderen Schweine denken, um sich keiner kümmert... :(
Willi, Marie, Maja, Lucy, Rosalie, Lotte und Otto, geliebt und unvergessen.

Benutzeravatar
Emmy
Globaler Moderator
Globaler Moderator
Beiträge: 10968
Registriert: Mi 1. Sep 2010, 15:43
Land: Deutschland
Kontaktdaten:

Re: Diabetes

Beitrag von Emmy » Di 27. Dez 2011, 20:02

Super ihr zwei beiden :freu:
Liebe Grüße von Kerstin

Antworten

Zurück zu „Meerschweinchen Gesundheit“