Gewichtsabnahme

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Es gibt Meerschweinchenhalter, erfahrene Meerschweinchenhalter und sehr erfahrene Meerschweinchenhalter.
Nicht jeder kennt sich mit diversen Krankheiten aus.
Selbst als sehr erfahrener Meerschweinchenhalter kann man nicht alles kennen und wissen.

Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Piccola » Do 30. Dez 2010, 21:45

Mensch Valerie,
ich leide schon länger bei Dir und Rocco mit... *schluck*
Wie Du weisst, habe ich ja 11 Monate mit meinem Zahnschweinchen Gonzo gekämpft und ich weiss, wie Du Dich fühlst.. Kenne die Panik, die Verzweiflung und jeden Strohhalm, an den man sich klammern.
Man wünscht sich nichts sehnlicher, als dass das Schweinchen bald irgendwas wieder frisst und freut sich über jede Fress- und Kaubewegung.
Toll, wie Du das alles mit Rocco machst und ich drücke ich weiterhin ganz fest die Daumen, dass es bald aufwärts geht und Rocco es schafft.
Hier bekommst Du ja auf jeden Fall viele brauchbare Tipps von lieben Menschen, die sich auskennen.
Wegen des Päppelns (und nicht Zwangsernähren!) kann ich Dir leider nicht so viel raten, denn ich hatte das Glück, dass mein Gonzo ganz scharf auf den Gemüsebrei war und in den Zeiten, in denen er nicht selber fressen konnte, brauchte ich ihm nur die Spritze in den Käfig halten (brauchte ihn als noch nicht einmal rausholen oder festhalten) und er kam angerannt und hat begeistert den Brei aus der Spritze gefressen.
Ich denke als irgendwie auch, dass es irgendeinen Grund gibt, warum Rocco partout keinen Brei fressen will.
Vielleicht solltest Du ihm wirklich vertrauen und ihn nicht zwingen.
Ich weiss auch nicht, ob ich es könnte... ich stehe auch noch am Anfang meiner Lernphase, der Natur und der Selbstmedikation mal freie Hand zu lassen... es fällt mir schwer.

Denke weiterhin an Dich und drücke Rocco ganz ganz fest die Daumen!!
Liebe Grüße
Yvonne
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Do 30. Dez 2010, 21:54

Ist die Mittelohrentzündung rechts, also auf der Seite, wo er damals schon komische Kaubewegungen gemacht hat?
Seit wann trinkt er so viel?

Wenn die Mittelohrentzündung Ursache für schlechtes Kauen auf der schmerzenden Seite und bewußte, verminderte Nahrungsaufnahme um die Entzündung auszuhungern war, werden die Zahnprobleme nicht verschwinden, solange das Ohr weh tut. Und eine Mittelohrentzündung tut verdammt weh!
Vermehrtes Trinken spült auch die Entzündungsbakterien raus.
Das viele Blinddarmkotfressen passt aber nicht, denn darin ist auch Eisen, also Nahrung für Pathogene enthalten. :crazy:

Hat Dr. Böhmer was gesagt, was für Aufnahmen sie benötigt, damit sich der Verdacht entzündete Zahnwurzel bestätigen könnte?
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Do 30. Dez 2010, 22:03

Mir stellt sich eigentlich nur eine Frage: Bezüglich Päppeln JA oder NEIN. Kann Roccos Körper von allein mit einem Eiterzahn oder sowas Ähnlichem fertig werden und wie lange dauert das? Denn wenn ich das wüsste, dann würde ich ihm noch viel mehr Zeit lassen und ihn nicht päppeln.
Wenn er aber auf keinen Fall mit sowas fertig werden kann (ohne Medikamente) und einfach nur wegen der Schmerzen und weil alles immer noch schlimmer wird, nicht mehr frisst, dann würde ich mit dem Abwarten ja eigentlich nur zusehen, wie er langsam verhungert.

Das ist in dem Fall einfach schwierig. Ist es eine Erkrankung mit der er selbst in relativ kurzer Zeit (solange sein Körper halt ohne Nahrung durchhalten kann) fertig wird oder braucht er auf jeden Fall Hilfe.

Wenn man sich an die Gesetze der Natur hält, dann müsste man sowieso abwarten, entweder er wird damit fertig oder nicht, wenn nicht, dann stirbt er. Aber in der Natur hätte ihm wohl auch keiner die Zähne abgeschliffen, er wäre wahrscheinlich sowieso zum Tode verurteilt.

Es ist echt schwierig ...

Also Dr. Böhmer schreibt immer, dass das Zahnproblem auf der linken Seite ist (wenn Rocco in Bauchlage geröngt worden ist). Die chronische Mittelohrentzündung ist aber auf der gegenüberliegende Seite. Die komischen Kaubewegungen hat er eigentlich immer in der Mitte mit seiner Zunge gemacht, da könnte ich jetzt nicht sagen, welche Seite.

Rocco hat früher überhaupt nichts getrunken, weil er seinen Flüssigkeitsbedarf durch das Nassfutter ausgeglichen hat ... erst seit seiner 1. Narkose, seit er ja fast nichts mehr gefressen hat, außer ein paar Grasstängel, da hat er plötzlich wieder aus dem Wassernapf getrunken.

Kann es sein, dass er soviel Blinddarmkotgefressen hat/fressen will, weil er ganz leichten Pilzbefall im Darm hat? (laut großer Kotuntersuchung)

Bezüglich chron. Mittelohrentzündung hat Dr. Böhmer sonst gar nichts gesagt. Sie hat mir einen Link zu ihrem Buch gegeben, in dem sie beschreibt, welche genauen Röntgenaufnahmen aus mehreren Lagen benötigt werden. Aber wenn ich das machen lasse, werde ich wahrscheinlich direkt zu ihr nach München fahren.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von reni » Do 30. Dez 2010, 22:35

Ich musste ja nun leider auch schon die Erfahrung mit Zahnkrankheit und Päppeln und Abszessen usw. machen.

Ich habe auch selbst gemischten Päppelbrei angeboten und den hat Coco total gierig und absolut freiwillig in sich hinein geschlungen. Er war mit Sicherheit ernährungstechnisch gesehen nicht optimal, aber sie hat was auf die Knochen bekommen und irgendwann dann angefangen wieder normal zu fressen.
Also ICH würde Rocco wohl "päppeln". Und damit meine ich nicht zwangsernähren sondern freiwilliges Brei schlabbern. So, wie es bei Coco damals auch war. Sie stand mit beiden Füßen in der Dose und hat den Brei da raus geschlabbert. Ich kann davon gerne ein paar Fotos zeigen.

Der Brei bestand aus Baby-Möhrenbrei, kleingemörsertem Zwieback, Haferflocken und Pellets.
CC oder sowas hat sie damals gar nicht angerührt, das hätte ich auch nur unter größtem Zwang in sie hinein bekommen.
Für mich hat sich damals auch die Frage gestellt, bis wohin ist es Tierliebe und wann fängt die Quälerei an. Aber Coco hat mir immer gezeigt, dass sie weiter machen wollte und ihre Zeit halt noch nicht gekommen war.
Bei ihr war Grund und Ursache auch eigentlich "nur" eine Verletzung der Mundschleimhaut, daraufhin folgte Fehlbehandlung von einer Tierärztin, der man noch jede Diagnose in den Mund legen musste. Irgendwann war sie dann soweit und meinte, Coco hätte die Lymphknoten am Hals geschwollen und würde deshalb nichts fressen. :autsch:
Danach folgte die "Zahnbehandlung", Coco in Narkose und trotzdem hat sie ihren Kopf zur Seite weggerissen und dabei hat die Tierärztin ihr mit diesen fiesen Spreitzern den Zahn im Kiefer abgebrochen. Als Coco dann 1 Tag später immer noch nicht gefressen hat sind wir nach Holzwickede gefahren und ich war absolut sicher, dass wir ohne Coco wieder nach Hause fahren werden. Dort wurde erstmal festgestellt, was Coco überhaupt fehlte und warum sie nicht fraß (Verletzung im Mund). 2 Tage später haben wir eine Gasnarkose riskiert, weil die vorher behandelnde Tierärztin ihr auch noch leber- und nierenschädigende Mittel gespritzt hatte und Coco die Gasnarkose dadurch möglicherweise nicht überlebt hätte. Aber noch länger warten ohne dass sie gefressen hätte, hätte ich nicht in Kauf nehmen können. Wir bekamen das Päppelbreirezept mit und von Mittwoch bis Freitag hatte sie schon wieder sehr gut zugenommen. Die Woche vorher hatte sie ca. 180g in 5 Tage abgenommen.

Vlt. magst du das Rezept ja auch mal bei Rocco ausprobieren.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Do 30. Dez 2010, 22:43

Ich geh mal drüber schlafen.
Meiner Meinung nach wird ein Meerschweinchen mit solchen schweren Sachen wie Mittelohrentzündung und Eiterzahn nicht alleine fertig. Schon allein deshalb, weil wir in der Heimtierhaltung nicht mal seminatürliche Bedingungen konstruieren können. Wie können nur einen Bruchteil der nötigen Heilpflanzenwirkungen und deren Kombinationsmöglichkeiten bieten. Bei "einfachen" Erkrankungen, zur Prophylaxe und um ein gesundheitliches Gleichgewicht halten zu können, funktioniert das.
Ich bin auch der Meinung, dass pflanzliche AB und Propolis oft wirkungsvoller sind als Baytril, Cotrim und dergleichen, zudem weniger Schaden anrichten, aber nicht immer.

Ich würde zuerst Ohr und Zahn behandeln lassen. Ganz unabhängig von Deiner Päppelentscheidung.


@Reni: Dein Schweinchen kannte aber Pellets und Getreide. Rocco kennt es nicht. Sein Verdauungstrakt müsste erst dementsprechend aufgebaut werden.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Do 30. Dez 2010, 22:49

@MissMarple: Ja, genau ich bin da auch ganz deiner Meinung! Es ist eben leider so, dass wir hier zu Hause nicht die Bedingungen für die Schweinchen schaffen können, wir draußen in der Natur ... da kann ich noch soviele Heilpflanzen herbeischaffen, die eine, die vielleicht helfen würde, fehlt! Ich bin auch sehr für pflanzliche und homöopatische Medikamente ... denn herkömmliche Medikamente richten leider oft sehr viel Schaden an, und darauf gehen die meisten TÄ aber gar nicht ein, schade. Ich wünsche dir eine gute Nacht! :)
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von reni » Do 30. Dez 2010, 22:51

Miss Marple hat geschrieben:Ich geh mal drüber schlafen.

@Reni: Dein Schweinchen kannte aber Pellets und Getreide. Rocco kennt es nicht. Sein Verdauungstrakt müsste erst dementsprechend aufgebaut werden.

Das ist natürlich schwierig. :grübel:

Wollte ja nur mal einen Denkanstoß geben und meine Erfahrungen mitteilen. Weil es hier eben gut geholfen und Coco das Leben gerettet hat. :hm:


:daum: :daum: :daum:

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Do 30. Dez 2010, 22:56

@reni: Dir auch vielen Dank! Ich werde es zuerst mal mit reinem Gemüse-Kräuter-Brei versuchen, da Rocco wie gesagt überhaupt kein Getreide (außer ganz, ganz wenig Haferflocken) gewohnt ist. Ich möchte seine Verdauung nicht noch zusätzlich mit unbekanntem Futter belasten, aber trotzdem danke für deinen Erfahrungsbericht.

Ich sehe Roccos Problem einfach darin, dass er wahrscheinlich Entzündungen hat, die nicht so schnell, wenn überhaupt, verschwinden. Eine Verletzung im Mund, wie bei Coco, heilt wahrscheinlich schneller, innerhalb von ein paar Tagen ... und wenn das Schweinchen dann keine Schmerzen mehr hat, fängt es auch wieder an zu fressen ... auch wenn es abgebrochene Zähne oder sowas hat, dann schleckt es wenigstens freiwillig Brei.

Rocco hat aber wahrscheinlich so gravierende Entzündungen und auch Schmerzen, trotz Schmerzmittel, dass er überhaupt kein Futter mag, in welcher Form und Geschmacksrichtung auch immer. Leider.

Wünsche euch eine gute Nacht!
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 31. Dez 2010, 00:17

Bisher wirst du von jedem TA, egal wie gut, den Rat hören, zu päppeln - sie trauen sich einfach nicht, etwas anderes zu erzählen, weil das halt "bewährte Praxis" der letzten Jahrzehnte ist.
Tatsächlich jedoch ist es so, daß die meisten Überlebenden ausgerechnet in der Gruppe der vernachlässigten Tiere zu finden ist, also den Tieren, die nicht gepäppelt werden (und oft nichtmal behandelt werden - einfach weil das Zwangsfüttern derartig stark schadet, daß selbst ein unbehandeltes Tier mehr Überlebenschancen hat, wie ein behandeltes, zwangsgefüttertes Tier)!
Wenn du also die richtige Therapie findest (oder richtiger vom TA finden läßt) und nicht zwangsfütterst, hat Rocco die höchsten Überlebenschancen.

Ich selbst handele inzwischen nur noch gegen den Rat meiner TÄ, wenn ich nur noch Elektrolytlösung und/oder Glucoselösung unter die Haut spritzen lasse und eben erst gar nicht mehr versuche, zwangszuernähren.
Was ich allerdings durchaus versuche, gerade bei Zahngeschichten, ist das Futter zu stifteln und, wenn sich die Tiere nicht gegen wehren, zwischen die Backenzähne zu schieben. Bisher hab ich stets Recht mit dieser Praxis behalten ...

Breie anbieten, ruhig verschiedene Breie, auch wenn du da viel wegschmeißen mußt (die selbstgemusten Breie halten alle nicht lange, nur ein paar Stunden höchstens ... dann müssen sie entfernt werden), ist nun angeraten, denn wenn er Brei schlabbern kann und die Energie über den Brei braucht, wird er den Brei schlabbern.

Bei Mittelohrentzündung kenn ich bisher nur die Behandlung mit AB, ich kenne hier ehrlich gesagt kein Kraut, was AB in diesem Falle ersetzen könnte ... oder weiß hier jemand anders noch etwas?

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Fr 31. Dez 2010, 10:19

Letzte Nacht hatte ich Päppelalpträume, unbeschreiblich!

In dem Maße, wie Roccos Entzündungen behandelt werden, wird er auch wieder selbstständig fressen. Mit Zwangsfüttern füttert man die Entzündungen und die Traumata, die dabei entstehen, zerstören sein Immunsystem. Er wird also noch wehrloser in Bezug auf die bestehenden Entzündungen und in Bezug auf Künftige. Dazu gehören auch Kieferabszesse.

In den Apotheken gibts freiverkäufliche Mittel -Otovowen, Aconit von WALA-, die bei Säuglingen sehr gut wirken. Ich selber hatte es mal probiert bei Ohrenschmerzen, also keine Mittelohrentzündung. Es hat gewirkt. Mittlerweile nutze ich nur noch Nasensprays oder Nasentropfen, also etwas, was den Druckausgleich und den Flüssigkeitsabfluss im Ohr fördert.
Vom Tierheim Esslingen weiß ich, gibts sehr gute Erfahrungen mit Propolis Ohrentropfen. https://www.imkerstraelen.de/honig/Propolisproduktlisten.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;

Was den vereiterten Zahn betrifft könntest Du auch mal Gewürznelken anbieten. Die Reaktion wäre zumindest mal interessant.

Schmerzmittel haben nur geringen Einfluss auf Entzündungsschmerzen. Die meisten Mittel, die gegen Entzündungsschmerz wirken sind auf Penicillinbasis, also ungeeignet für Meerschweinchen.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 31. Dez 2010, 11:35

Gewürznelken ist eines der besten Schmerzmittel, was Zahn- und Kieferschmerzen angeht ... zumindest Medo (Chinchilla) hatte sogar die richtige Anwendung von Gewürznelken selbst herausgefunden, sie hatte diese nur gekaut und dann ausgespuckt.
Allerdings machts auch nix aus, wenn Gewürznelken gefuttert werden ...

Bei mir persönlich wirken Gewürznelken deutlich besser, wie sämtliche Schmerz- und Entzündungsmittel aus der Apotheke.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Fr 31. Dez 2010, 16:42

Rocco geht es leider nicht gerade gut ... er sitzt meist in der Nähe oder auf der Wärmflasche und döst vor sich hin, heut hat er sich auch in die Sonne gelegt. Wenn ich ihm was hinhalte (Kräuter, Gras, ...), dann schnuppert er zwar, aber er macht keine Anstalten, dass er das auch fressen möchte.
Er hüpft manchmal hoch zum Wassernapf, aber sonst ist er wenig interessiert.

Heute Mittag hab ich ihm mal etwas Karottenbrei per Spritze ins Mäulchen gespritzt, ganz wenig, sodass er schön schlucken konnte. Er hat sich gar nicht so schlimm gewehrt, aber das hat nichts zu bedeuten ... Er hat dabei auch etwas Karottenbrei von meinem Finger geschleckt und an meinem Finger geknabbert.

Nelken sind eine gute Idee ... habe sie gemahlen und auch im Stück hier ... werde ihm mal sowas hinstellen.

Ich weiß auch nicht, wie ich ihm im Moment sonst so helfen könnte ... ich rede ihm gut zu und lasse ihm viel Ruhe.

Verschiedene Breis und geraspeltes/gestifteltes Gemüse hat er immer zur Verfügung.

-- Freitag 31. Dezember 2010, 16:50 --

Falls ich heute keine Zeit mehr zum Reinschreiben habe, wünsche ich euch allen jetzt schon einen guten Rutsch!!!

Alles Liebe!

Valerie
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Fr 31. Dez 2010, 17:12

Valerie hat geschrieben:... Er hat dabei auch etwas Karottenbrei von meinem Finger geschleckt und an meinem Finger geknabbert.
Klingt doch ganz gut. Immer weiter anbieten. Er sieht, dass die Möglichkeit besteht. Habt Ihr denn schon einen Termin in München?

Das Fingerknabbern finde ich immer so zauberhaft. :liebe: Letzte Woche hatte ich nen Zwerghamster in Pflege. Der hat meine Hände als Spielplatzt benutzt und geschlabbert, besonders, wenn ich Wasser an den Fingern hatte.
Will sagen, so schlimm Roccos Situation für Dich ist, aber das Knabbern ist doch ein wunderbarer Vertrauensbeweis. :D
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Sa 1. Jan 2011, 00:15

Ich versuche noch mal, was zu (er)klären. Gucke gerade meinen Schweinchen bei einer Fertigfuttermischung zu. (Menschen, die mich nicht sonders kennen, meinen es gut und schenken mir was zu Weihnachten, u. a. gutes Schweinchenfutter mit Pellets in der Mischung.) Und meine Schweinchen, Gesunde und Kranke, lassen die liegen oder zerpinkeln die einfach. :pfeif:
Zu halbwegs gesunden Zeiten entscheiden sich meine Tiere also gegen Pellets. Ich werde Pellets deswegen auch nicht in Krankheitszeiten erwägen.

Zu Zeiten rationierter Ernährung konnte ich nicht konkret beobachten, wer was und wieviel fraß. Seit bei jeder Fütterung soviel gereicht wird, dass es in Menge und Sorten genügt, kann ich genauer sehen, wer was frißt und wieviel davon. Wie wird selektiert. Beobachten macht mehr Sinn, denn ich kann jedem Tier halbwegs seinen Bedarf zuordnen und individuelle Schlüsse in Sachen Befindlichkeit ziehen.

Zahnabrieb erfolgt durch Fressen. Ein ad lib Tier frißt die meiste Zeit was es will und soviel es will und reibt dauernd seine Zähne ab. Also wie in dem optimalen Naturmodell und wie es während der Domestikation praktiziert wurde (ständig fressende Schweinchen blieben gesund, wurden rund und gaben und geben nen guten Braten).
Ein rationiert ernährtes Tier ist gezwungen, wenn nichts Frisches in Menge und Auswahl mehr da ist, Heu zu fressen. Wenn Schweinchen das Heu nicht will, frißt es also zu wenig Frischfutter UND zu wenig Heu. Die Zähne werden nicht ausreichend abgenutzt. Das sind die Zahnerkrankungen, die wir täglich lesen, plus Immunschwäche bedingter Erkrankungen aufgrund Mangelernährung.

Und da sehe ich in diesem Thread einen unklaren Punkt in der Argumentation. Wir vergleichen das Behandeln von Erkrankungen, bei Rocco Mittelohrentzündung und auch eine Zahnerkrankung, zwischen rationiert und ad lib ernährten Tieren.
Bei einem ad lib ernährtem Tier, also Rocco, kann es sich bei Zahnerkrankungen per se nicht um mangelnden Zahnabrieb handeln. Genau wie bei anderen Erkrankungen ad lib ernährter Tiere, ist der Tierhalter und der Tierarzt also nicht mit einer vordergründig ernährungsbedingten Erkrankung konfrontiert. Die Nahrungsmenge und -vielfalt schließen das aus.
Die Tierärzte, die nur rationiert ernährte Tiere kennen, stehen hier vor einem komplett neuem Problem! Ihr Patient ist keineswegs mangelernährt und hat bereits eine ganze Bandbreite tierärztlichen Wissens selbstständig angewendet, durch die Voraussetzung ad lib.

Behandelt der Tierarzt bei einem rationiert ernährtem Tier erst Mal die vordergründigen Mängel, sprich behandelt Mangelernährung mittels Päppeln, hat der Tierarzt bei einem ad lib - Tier einen Patienten, der nicht aufgrund Mangelernährung erkrankt ist. Die Ursache ist tiefer und komplexer. Ein Beheben der vermeintlichen Mangelernährung bringt Nichts.
Eine Tierklinik, die nicht vertraut ist mit Tieren, die ihre Ernährung selbst gestalten durften, kann diese Tiere nicht genauso behandeln wie rationiert ernährte Tiere, denn die Erkrankung ist keine Folge von Mangelernährung.
Bleibt einzig der Weg zum seltenen Experten.
Das gängige rationierte Gewichts- und Ernährungskonzept, das seit Jahren gelehrt und erfahrungsgemäß behandelt wird, kann bei der Beurteilung von Erkrankungen ad lib ernährter Tiere nicht 1:1 angewendet werden, weil die Ursache/n der Erkrankung nicht ernährungsbedingt ist/sind.

Es gibt wichtige Unterschiede bei der Diagnostik und Behandlung rationiert und ad lib ernährter Tiere.

Valerie, ich hoffe, Rocco und Du, Ihr schafft die Behandlung die Rocco braucht.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Frische » Sa 1. Jan 2011, 10:28

@ Valerie

So wie Du es schilderst, hört es sich dramatisch an. Es geht jetzt einfach darum, daß er überhaupt etwas zu sich nimmt.

Also, ICH würde ihm einfach den von Reni vorgeschlagenen Päppelbrei vorsetzen, der sich wohl in der Praxis bewährt hat. Es gibt hier doch nichts mehr zu verlieren.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Isa » Sa 1. Jan 2011, 10:50

Frische hat geschrieben: Also, ICH würde ihm einfach den von Reni vorgeschlagenen Päppelbrei vorsetzen, der sich wohl in der Praxis bewährt hat.
Frische, dass DU nun die Päppel- und vor allem Zwangsernährungsmethode bevorzugst, hast du an anderer Stelle schon mehrfach deutlich zur Ansprache gebracht.
Aber wir hier in diesem Forum versuchen von solchen "Mitteln" abzusehen. Warum, das wurde an anderen Stellen nun schon X Mal erläutert....

Ja der Brei hat sich bewährt. Bei Meerschweinchen, die Getreide / Futtermehle gewohnt sind!
Den Päppelbrei jedoch bei Meerschweinchen, die sie jedoch nicht gewohnt sind, bewährt sich dies allerdings keinesfalls. Im Gegenteil: Der Darm könnte kippen und schlimme Verdauungsprobleme kämen noch hinzu!

Was Reni und ihre Coco angeht: Die Geschichte und den Verlauf kenne ich nun wirklich sehr sehr gut.
Reni hat damals mit diesem Päppelbrei nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und auch großen Erfolg gehabt! Allerdings hatte Coco auch eine ganz andere Vorgeschichte bzgl. Fütterung als Rocco hier nun!
Frische hat geschrieben: Es gibt hier doch nichts mehr zu verlieren.
Doch, im Fall von Rocco gibt es einiges zu verlieren!
Nämlich ein gesundes Darmmileu. Ein kaputter Darm hier nun noch zusätzlich und es wäre verdammt viel verloren!!
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Sa 1. Jan 2011, 11:00

Hallo ... ich habe das Gefühl, dass es Rocco gar nicht mehr gut geht ... er wollte heute morgen so wie immer auf den Unterstand hüpfen und schaffte es aber leider nicht. Er ist nun wohl zu geschwächt ... :heul:
Er sitzt gerne auf der Wärmflasche, döst vor sich hin, wustelt wieder durchs Heu, schnuppert an allem, was ich ihm vor die Nase halte, aber er mag es nicht fressen ... also es geht nicht darum, dass er nicht fressen kann, nein, er will einfach nicht und er trinkt auch nichts mehr.

Deshalb haben wir ihm gestern und heute wieder Brei per Spritze ganz langsam ins Mäulchen gespritzt ... also Karottenbrei mit Apfel und Fenchel und aufgelösten Chili-Köttel mit Käsepappeltee. Er schluckt es brav, ich glaube aber, dass er sich nicht so sehr wehrt, weil er schwächer geworden ist. Es ist für mich sehr schrecklich ... aber ich glaube, wir müssen ihm nun alle paar Stunden was geben, es ist wohl nichts mehr zu verlieren.

Eine weitere (Zahn-)Behandlung (auch in München) würde im Moment wohl nichts bringen, Frau Dr. Böhmer meinte, dass er zuerst wieder zu Kräften kommen muss und erst dann weiterbehandelt werden soll/kann. Das glaube ich auch, er kann ja nicht innerhalb einer Woche schon wieder eine Narkose bekommen.

@MissMarple: Ja, das, was du schreibst, stimmt vollkommen. Roccos Zahnproblem kommt nicht von schlechter Ernährung, nein, er hat seine Zähne so unregelmäßig abgerieben (einseitig), weil ihm eine Stelle im Kiefer schmerzte und er diese Stelle dort schonen wollte. Das ist uns jetzt auch klar geworden ... und es kann auch keine angeborene Zahnfehlstellung sein, denn sonst hätte er ja nicht 2 Jahre lang die wunderschönsten Zähne gehabt!

Deshalb muss man das Problem (also die Entzündung o.Ä.) beseitigen ... nur ist er jetzt wohl schon zu geschwächt? Es stimmt, die Tierärzte sind ja meist mit falsch ernährten Schweinchen konfrontiert ... aber wir haben es unserer TÄ bereits versucht zu erklären, dass er ein ad libitum-Schweinchen ist usw. ... das hat sie schon verstanden, aber es geht jetzt wohl leider im Moment nur noch darum, dass er etwas kräftiger wird. Und kann ihn jetzt nicht sich selbst überlassen, weil er einfach schwächer geworden ist. Da kann ich nicht zusehen ... ich gebe ihm keine Pellettsbreie ... sondern nur Gemüse/Obstbreie und Tee.
Liebe Grüße auch von Schweinchen Resi, Hermine & Alfons mit Katzen Ylvie & Bounty
Lotte, Otto, Wilma, Chili, Rocco und Filou - für immer in unseren Herzen.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Frische » Sa 1. Jan 2011, 11:21

@Isa

Ich sprach nicht von zwangsernähren, sondern von vorsetzen. Es gibt nichts mehr zu verlieren. Rocco ist schon sehr geschwächt. Das schreibt Valerie doch selbst.

Was nützt ihm ein gesundes Darm-Milieu, wenn er an totaler Entkräftung stirbt? Die Verdauung kippt bei Schweinen, die nicht fressen, sowieso. Das ist ja ein Teil der Zahnschwein-Katastrophe.

@ Valerie

Die Schweigart-Praxis ist wirklich nagererfahren. Und Frau Dr. Böhmer doch auch. Diese Leute haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium hinter sich, und zumindest Dr. Schweigart hat sich auf Nager spezialisiert. Wenn Schweigart mit diesem Brei Erfolg hatte, würde ich ihn dem Tier vorsetzen. Zumal nichts mehr zu verlieren ist. Und Getreide kennt er ja durch die Haferflocken.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Sa 1. Jan 2011, 11:28

Valerie,
Zeit für eine Elektrolyth- und Glukoseauffrischung.

Das es Rocco jetzt schlechter geht ist klar. Hier mal eines der vielen Beispiele, wie tragisch es mit Zwangsernährung läuft.
https://www.tierpla.net/post61817.html#p61817" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Isa » Sa 1. Jan 2011, 11:37

Valerie hat geschrieben: Deshalb haben wir ihm gestern und heute wieder Brei per Spritze ganz langsam ins Mäulchen gespritzt ... also Karottenbrei mit Apfel und Fenchel und aufgelösten Chili-Köttel mit Käsepappeltee.
Die Mischung hört sich doch schon mal sehr gut an!
Valerie hat geschrieben: Er schluckt es brav, ich glaube aber, dass er sich nicht so sehr wehrt, weil er schwächer geworden ist. Es ist für mich sehr schrecklich ... aber ich glaube, wir müssen ihm nun alle paar Stunden was geben, es ist wohl nichts mehr zu verlieren.
Er ist schwach, deshalb wehrt er sich nicht. Das ist durchaus möglich.
Aber wenn er RICHTIG schwach wäre, würde er nicht durchs Gehege wuseln und interessiert an allem schnuppern.
Wenn du ihm die Spritze hinhälst und er freiwillig schluckt ist das doch völlig in Ordnung.
Das ist ein himmelweiter Unterschied zum Zwangsernähren.

Valerie, Rocco schluckt den Brei? Also es läuft evtl. nur etwas und nicht alles aus dem Mäulchen raus?
Dann ist er zumindest nicht SO geschwächt, dass er nicht schlucken kann oder es nicht mehr will.
Du machst das genau richtig.

Du kannst die Päppelintervalle auf jeden Fall verkürzen, Rocco also in kürzeren Abständen den Brei anbieten.
Wenn ich in der Vergangenheit gepäppelt (NICHT zwangsernährt!!) habe, habe ich allerdings nicht alle 2 Stunden gepäppelt.
Sondern nur insgesamt 4-6 Mal am Tag. Einfach damit ich das Schweinchen nicht überpäpple. Es soll ja schließlich noch eine Restmotivation übrig bleiben, damit das Schwein bei Hunger ggf. von selbst frisst.
Allerdings hatte ich selbst noch nie ein Zahnschwein außer Fjell mit seinen Zahnspitzen, die abgeschliffen wurden und seinen zurückgebildeten Kaumuskeln.
Aber egal ob bei ihm oder bei den anderen Schweinchen... ich hab Päppeln immer mehr als Appetitanreger als als Sattmacher benutzt.

Frische hat geschrieben:@Isa

Ich sprach nicht von zwangsernähren, sondern von vorsetzen. Es gibt nichts mehr zu verlieren. Rocco ist schon sehr geschwächt. Das schreibt Valerie doch selbst.

Was nützt ihm ein gesundes Darm-Milieu, wenn er an totaler Entkräftung stirbt? Die Verdauung kippt bei Schweinen, die nicht fressen, sowieso. Das ist ja ein Teil der Zahnschwein-Katastrophe.
Sorry, so langsam werde ich wütend!
WILLST oder KANNST du nicht verstehen, dass es zwischen rationiert + pelletlastig ernährten Tieren und ad libitum + pelletlos ernährten Tieren einen HIMMELWEITEN Unterschied gibt???
WAS nützt es Rocco, wenn er jetzt Getreidemehle reingepumpt bekommt und sein Darm soweit kippt, dass Rocco noch weiter geschwächt wird??
Frische hat geschrieben: Die Schweigart-Praxis ist wirklich nagererfahren. Und Frau Dr. Böhmer doch auch. Diese Leute haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium hinter sich, und zumindest Dr. Schweigart hat sich auf Nager spezialisiert. Wenn Schweigart mit diesem Brei Erfolg hatte, würde ich ihn dem Tier vorsetzen. Zumal nichts mehr zu verlieren ist. Und Getreide kennt er ja durch die Haferflocken.
Ja sie sind nagererfahren. Mit rationiert und pelletlastig ernährten Tieren!
Und Schweigart HAT definitiv Erfolg mit seinem Brei. Bei rationiert und pelletlastig ernährten Tieren!

Frische hat geschrieben: Und Getreide kennt er ja durch die Haferflocken.
Getreide und Getreidemehle und Haferflocken sind 3 Paar Schuhe!
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Frische » Sa 1. Jan 2011, 11:50

@Isa

Naja, Du mußt jetzt nicht wütend werden. Das ist vergeudete Energie.

Ob es im Angesicht von Zahnproblemen überhaupt einen Unterschied zwischen Pellet-Tieren und Nicht-Pellet-Tieren gibt, wissen wir doch gar nicht. Wir wissen doch gar nicht, mit welchen Tieren diese Leute Erfahrung haben. Und dass sie überhaupt mit Schweinen Erfahrung haben, ist viel wert.

@Miss Marple

Ja, Elektrolyte und Glukose sind eine gute Idee. Hoffentlich findet Valerie einen kompetenten Notdienst in der Nähe.

@Valerie

Hast Du denn einen Notdienst in der Nähe, den Du schnell erreichen könntest? Dann könntest Du Elektrolyte und Glukose spritzen lassen.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Isa » Sa 1. Jan 2011, 11:57

Frische hat geschrieben: Ob es im Angesicht von Zahnproblemen überhaupt einen Unterschied zwischen Pellet-Tieren und Nicht-Pellet-Tieren gibt, wissen wir doch gar nicht. Wir wissen doch gar nicht, mit welchen Tieren diese Leute Erfahrung haben. Und dass sie überhaupt mit Schweinen Erfahrung haben, ist viel wert.
----->
Miss Marple hat geschrieben:Ich versuche noch mal, was zu (er)klären. Gucke gerade meinen Schweinchen bei einer Fertigfuttermischung zu. (Menschen, die mich nicht sonders kennen, meinen es gut und schenken mir was zu Weihnachten, u. a. gutes Schweinchenfutter mit Pellets in der Mischung.) Und meine Schweinchen, Gesunde und Kranke, lassen die liegen oder zerpinkeln die einfach. :pfeif:
Zu halbwegs gesunden Zeiten entscheiden sich meine Tiere also gegen Pellets. Ich werde Pellets deswegen auch nicht in Krankheitszeiten erwägen.

Zu Zeiten rationierter Ernährung konnte ich nicht konkret beobachten, wer was und wieviel fraß. Seit bei jeder Fütterung soviel gereicht wird, dass es in Menge und Sorten genügt, kann ich genauer sehen, wer was frißt und wieviel davon. Wie wird selektiert. Beobachten macht mehr Sinn, denn ich kann jedem Tier halbwegs seinen Bedarf zuordnen und individuelle Schlüsse in Sachen Befindlichkeit ziehen.

Zahnabrieb erfolgt durch Fressen. Ein ad lib Tier frißt die meiste Zeit was es will und soviel es will und reibt dauernd seine Zähne ab. Also wie in dem optimalen Naturmodell und wie es während der Domestikation praktiziert wurde (ständig fressende Schweinchen blieben gesund, wurden rund und gaben und geben nen guten Braten).
Ein rationiert ernährtes Tier ist gezwungen, wenn nichts Frisches in Menge und Auswahl mehr da ist, Heu zu fressen. Wenn Schweinchen das Heu nicht will, frißt es also zu wenig Frischfutter UND zu wenig Heu. Die Zähne werden nicht ausreichend abgenutzt. Das sind die Zahnerkrankungen, die wir täglich lesen, plus Immunschwäche bedingter Erkrankungen aufgrund Mangelernährung.

Und da sehe ich in diesem Thread einen unklaren Punkt in der Argumentation. Wir vergleichen das Behandeln von Erkrankungen, bei Rocco Mittelohrentzündung und auch eine Zahnerkrankung, zwischen rationiert und ad lib ernährten Tieren.
Bei einem ad lib ernährtem Tier, also Rocco, kann es sich bei Zahnerkrankungen per se nicht um mangelnden Zahnabrieb handeln. Genau wie bei anderen Erkrankungen ad lib ernährter Tiere, ist der Tierhalter und der Tierarzt also nicht mit einer vordergründig ernährungsbedingten Erkrankung konfrontiert. Die Nahrungsmenge und -vielfalt schließen das aus.
Die Tierärzte, die nur rationiert ernährte Tiere kennen, stehen hier vor einem komplett neuem Problem! Ihr Patient ist keineswegs mangelernährt und hat bereits eine ganze Bandbreite tierärztlichen Wissens selbstständig angewendet, durch die Voraussetzung ad lib.

Behandelt der Tierarzt bei einem rationiert ernährtem Tier erst Mal die vordergründigen Mängel, sprich behandelt Mangelernährung mittels Päppeln, hat der Tierarzt bei einem ad lib - Tier einen Patienten, der nicht aufgrund Mangelernährung erkrankt ist. Die Ursache ist tiefer und komplexer. Ein Beheben der vermeintlichen Mangelernährung bringt Nichts.
Eine Tierklinik, die nicht vertraut ist mit Tieren, die ihre Ernährung selbst gestalten durften, kann diese Tiere nicht genauso behandeln wie rationiert ernährte Tiere, denn die Erkrankung ist keine Folge von Mangelernährung.
Bleibt einzig der Weg zum seltenen Experten.
Das gängige rationierte Gewichts- und Ernährungskonzept, das seit Jahren gelehrt und erfahrungsgemäß behandelt wird, kann bei der Beurteilung von Erkrankungen ad lib ernährter Tiere nicht 1:1 angewendet werden, weil die Ursache/n der Erkrankung nicht ernährungsbedingt ist/sind.

Es gibt wichtige Unterschiede bei der Diagnostik und Behandlung rationiert und ad lib ernährter Tiere.

Valerie, ich hoffe, Rocco und Du, Ihr schafft die Behandlung die Rocco braucht.
Gelesen?
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Miss Marple » Sa 1. Jan 2011, 11:59

Frische hat geschrieben:Ob es im Angesicht von Zahnproblemen überhaupt einen Unterschied zwischen Pellet-Tieren und Nicht-Pellet-Tieren gibt, wissen wir doch gar nicht.
Doch! Wissen wir, Frische. :D Siehe mein Beitrag heute um 0:15 Uhr bitte lesen und dann posten. Wissensgewinn ist Basis zu jeder weiteren Diskussion.

Eines weiß ich: Rocco wird nicht fitter. Die Päppelei verschlechtert seinen Gesamtzustand.
Ich wünschte, ich hätte Anfang Dezember noch vehementer die Dr. Böhmer - Empfehlung vertreten. :( Ein normaler Zahnspezialist kann das nicht.
Die Ursachen müssen so schnell wie möglich behoben werden.
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Sa 1. Jan 2011, 13:05

Rocco ist leider wirklich schwächer als noch vor zwei Tagen. Er wuselt schon etwas durchs Heu, aber nur ganz selten und langsam, warum er aufs Podest zum Wasser hüpfen wollte, weiß ich nicht, denn schlussendlich trinkt er dann ja doch nichts, hab ihm den Napf jetzt natürlich runter gestellt. Und ihm Fencheltee eingeflöst ... Den Gemüsebrei frisst er nicht direkt freiwillig, sondern nur, wenn man ihm etwas davon ins Mäulchen spritzt. Er sieht auch leider ziemlich struppig aus und seine Augen sind ganz klein.

Unsere Tierklinik, zu der man immer kommen kann, ist ganz nah ... aber die sagen, dass man ihn päppeln soll, Elektrolyt- und Glucoselösung sind zu wenig. Es ist ganz furchtbar, da eine Meinung zu vertreten, wenn man sich selbst so unsicher ist.

Ich kann mit ihm in so einem Zustand auch nicht nach München zu Dr. Böhmer fahren, noch dazu, wenn diese sagt, man soll ihn jetzt mit CC päppeln!

Ehrlich gesagt, glaube ich, dass Rocco das nicht überleben wird. :heul: Was aber natürlich nicht heißt, dass wir nicht alles für ihn tun wollen ... etwas Hoffnung bleibt immer.

Ich würde heute vieles anders machen, aber im Nachhinein ist man immer klüger. Vor einem Monat, als Rocco noch viel, viel kräftiger war, noch gefressen hat ... da hätten wir gleich mit ihm zu Dr. Böhmer fahren sollen. Aber da hatte ich ja noch überhaupt keine Ahnung! Ich glaubte, da müsse SOFORT was geschehen, deshalb ließen wir Rocco dann gleich die Zähne kürzen. Dabei wäre das total egal gewesen, wenn wir noch ein paar Tage auf einen Termin in München gewartet hätten, denn Rocco fraß da ja noch, zwar weniger, aber immerhin so viel, dass mir gar nichts aufgefallen wäre.

Egal, wie gut man ihm die Zähne geschliffen hätte, seine vermeintliche Entzündung gehört behandelt! MissMarple, hat das ja von Anfang an gesagt, dass diese einseitige Brückenbildung NICHT einfach so entsteht. Aber im Nachhinein ist man immer klüger ... :heul:

Es ist sehr schwierig, mein Freund, der mit Rocco nun auch schon öfters beim TA war, kann mich sowieso nur schwer verstehen, er sieht das alles zwar schon auch ein, eben zB dass Zwangsernährung, Getreidebreie usw. schlecht sind, aber er findet, dass man Rocco nicht verhungern lassen kann. Und so sieht das im Moment nämlich aus ... Rocco saß seit 4 Tagen herum und faß absolut nichts! Und er hat in 4 Tagen auch so gut wie nichts getrunken. Ich kann das ziemlich genau sagen, weil ich im Moment eigentlich rund um die Uhr in seiner Nähe bin. Heute ist der 5. Tag und es geht ihm schlechter, da musste ich ihm einfach ein wenig Brei ins Mäulchen spritzen.

...
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Frische » Sa 1. Jan 2011, 13:22

@Valerie

Daß er zum Wassernapf rennt, zeigt, daß er Durst hat. Daß er dann nicht trinkt, liegt sicher daran, daß er i-wo im Maulbereich bzw. Kopfbereich noch Schmerzen hat und deshalb nicht trinken kann, obwohl er es will.

Gut, daß Du ihm Fencheltee eingeflößt hast.

Daß die Tierklinik in Deiner Nähe liegt, ist doch toll. Ich muß hier mit Bus und Bahn über eine Stunde fahren.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von lapin » Sa 1. Jan 2011, 13:33

Als Kind war ich selber mal sehr krank...
ich hatte weder Appetit, noch hatte ich Hunger...
tagelang ging das so...egal was mir meiner Mutter vorsetzte, ich wollte es nicht, nicht mal meinen heißgeliebten Grießbrei...
Wenn ich mir vorstelle meine Mutter hätte mir zu diesem Zeitpunkt das Essen mit einem Trichter eingeflößt, ich hätte direkt gekotzt...was ich bei meinem getrunkenen Tee übrigens auch tat.

An dieser Stelle und wenn ich dich Frische und die Praxen mancher TÄ verfolge, wünschte ich mir....Meerschweinchen könnten Kotzen!!
Da der Mensch es leider anders wohl nicht zu verstehen scheint...
wenn ich nichts esse...dann hat es einen Grund...

zu meiner Zeit waren es Würmer im Magen, die ich nur durch NICHT ESSEN abtöten konnte und etwas Medizin!
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Frische » Sa 1. Jan 2011, 13:46

@Lapin

Es geht doch einzig und allein darum, daß Rocco wieder zu Kräften kommt.

Wir alle geben ja nur Tips, die letzte Entscheidung fällt sowieso Valerie, denn nur sie sieht das Tier und trägt die Verantwortung. Und ich finde, es klingt sehr, sehr dramatisch, was sie schreibt.

Natürlich hat es einen Grund, daß das Tier nicht frißt. Aber der eigentliche Grund ist ja noch gar nicht bekannt, da jeder das RöBi anders interpretiert. Der Prof. in Wien hat nichts gesehen, Frau Dr. Böhmer sieht etwas. Da müßte man genauer untersuchen. Dieses geht allerdings nur, wenn das Tier wieder zu Kräften gekommen ist. Weil Meerschweinchen einen ganz schnellen Stoffwechsel haben, sind sie natürlich auch schnell abgewirtschaftet. Fünf Tage sind bei einem Menschen etwas anderes als bei einem Schwein.

Und Deine Mutter hätte Dich bestimmt nicht sterben lassen, sondern hätte Dich ins Krankenhaus gebracht, und dort hätte man alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Dich zu heilen.

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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Valerie » Sa 1. Jan 2011, 14:05

@Lapin: Ich bin auch deiner Meinung und kann sehr gut verstehen, was du mir sagen willst. Natürlich gibt es einen Grund, warum Rocco nicht frisst: Sei es die abgeschliffenen schmerzenden Zähne, sei es eine eventuelle Entzündung im Kiefer oder eine Mittelohrentzündung ... und mir ist auch klar, dass bei Krankheit der Körper auf Sparflamme stellt, um sich selbst zu heilen oder zumindest gegen die Krankheit anzukämpfen.

Beim Menschen ist es genauso, wenn man zB Grippe hat, dann sollte (und will) man nicht üppig Essen, da der Körper dadurch nur belastet wird und so nicht so schnell mit der Krankheit fertig wird. Dass dies auch bei Tieren so ist und dass die genau wissen, was sie tun, ist mir klar.

ABER ich sehe hier mehrere Probleme: Du schreibst, dass du deine Würmer durch "nicht essen" und Medizin abtöten konntest. Rocco bekommt aber leider keine Medizin bzw. es gibt wohl keine, die gegen die Zahnwurzelentzündung hilft. Er bräuchte eine sofortige Behandlung gegen diesen Eiterzahn. Da diese Diagnose aber nicht eindeutig ist (aber sehr wahrscheinlich), ist wieder eine Narkose, Röntgen und Operation notwendig. Außerdem müssten wir mit ihm eine ca. 3stündige Autofahrt machen (was mir natürlich nicht zu aufwändig wäre!). Dr. Böhmer sagte aber, dass Rocco zuerst zunehmen bzw. kräftiger werden muss, bevor man so eine Operation vornimmt.

Es ist hier sehr schwierig zu entscheiden, was besser für Rocco ist ...

-- Samstag 1. Januar 2011, 14:08 --

Es kann ja sein, dass es für Rocco besser ist, wenn er im Moment keine Nahrung zu sich nimmt, aber dass er nicht einmal mehr trinkt, das KANN nicht gut sein! Jeder Kranke muss doch auch trinken, oder nicht? Deshalb sehe ich mich eigentlich verpflichtet, ihm wenigstens per Spritze Flüssigkeit ins Mäulchen zu geben.
Auch wenn es vielleicht Krankheiten geben mag, bei denen man nicht einmal mehr trinken soll ... lange hält ein Körper Flüssigkeitsentzug nicht aus.
Liebe Grüße auch von Schweinchen Resi, Hermine & Alfons mit Katzen Ylvie & Bounty
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von Isa » Sa 1. Jan 2011, 14:18

Frische hat geschrieben: Und Deine Mutter hätte Dich bestimmt nicht sterben lassen, sondern hätte Dich ins Krankenhaus gebracht, und dort hätte man alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Dich zu heilen.
Um jetzt mal das "hätte" zu verdeutlichen.
Im Krankenhaus "hätte" man Lapin nicht oral mit dem Trichter zwangsernährt, sondern ihr Infussionen gegeben.
(Ein Mensch ist genauso wenig wie ein Meerschweinchen eine Mastgans!)
Man "hätte" natürlich alles versucht, um sie zu heilen, aber eben nicht mit kontraproduktiven Mitteln.
Was für einen Sinn "hätte" es denn, eine Baustelle schließen zu wollen, indem man eine andere, vielleicht noch viel größere eröffnet?

Nur weil es jahrzehntelang in die Köpfe der Menschen durch irgendwelche Foren und nicht nagererfahrenen Tierärzte gehämmert wurde, heißt es noch lange nicht, dass es der einzig und vor allem richtige Weg ist, ein Meerschweinchen zwangszuernähren!
Du Frische schreibst immer, dass du mit Zwangsernähren von (getreidelastigem) Päppelbrei so viel Erfolg hattest.
Es gibt aber mindestens genauso viele Beispiele, wo dies eben ganz und gar keinen Erfolg brachte und noch viel schlimmeres!
Allein was gerade aktuell derzeit in den Foren über das Zwangsernähren zu lesen ist, ist einfach nur alarmierend!

Valerie hat geschrieben: Da diese Diagnose aber nicht eindeutig ist (aber sehr wahrscheinlich), ist wieder eine Narkose, Röntgen und Operation notwendig. Außerdem müssten wir mit ihm eine ca. 3stündige Autofahrt machen (was mir natürlich nicht zu aufwändig wäre!). Dr. Böhmer sagte aber, dass Rocco zuerst zunehmen bzw. kräftiger werden muss, bevor man so eine Operation vornimmt.
Wenn du Rocco nun unter Zwang Nahrung zuführst, kann es sein, dass er sich komplett aufgibt und/oder sich zu seiner derzeitigen Baustelle noch mehr Baustellen (im Verdauungstrakt) bilden.
Dann ist richtig Schicht im Schacht.
Valerie hat geschrieben: Es kann ja sein, dass es für Rocco besser ist, wenn er im Moment keine Nahrung zu sich nimmt, aber dass er nicht einmal mehr trinkt, das KANN nicht gut sein! Jeder Kranke muss doch auch trinken, oder nicht? Deshalb sehe ich mich eigentlich verpflichtet, ihm wenigstens per Spritze Flüssigkeit ins Mäulchen zu geben.
Auch wenn es vielleicht Krankheiten geben mag, bei denen man nicht einmal mehr trinken soll ... lange hält ein Körper Flüssigkeitsentzug nicht aus.
Um dem Körper Flüssigkeit zuzuführen, ist "trinken" nicht die einzige Möglichkeit.
Deshalb sind die von MissMarple angesprochenen Infussionen ja so wichtig!
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Re: Gewichtsabnahme

Beitrag von lapin » Sa 1. Jan 2011, 14:22

Infusionen, Infusionen, Infusionen...
...und das hätten die auch im Krankenhaus mit mir gemacht, wenn nicht SPÄTESTENS nach Tag 3 wenigstens das trinken drin geblieben wäre ;)!

Das ist das einzige was ich/wir dir empfehle(n)...jegliche Eingaben, lassen niemanden zu Kräften kommen...
er müsste sich wehren um zu zeigen, dass er das nicht will. Was absolut Kräftezehrend ist :(!

Du kannst Infusionen selber geben...ich persönlich würde mich mehr in die Richtung orientieren...
so besteht keine Gefahr der Dehydrierung und er bekommt alle wichtigen Inhaltsstoffe.
Er wird von alleine wieder zu Appetit finden! :daum:

Edit: Isa warst schneller...
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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