Christinchens ungeklärte Baustelle und ihre Folgen

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Di 27. Aug 2013, 16:35

Den gestrigen Tag hat Christinchen gut überstanden. Arme Maus - Panikschwein allein beim TA.

Also: Wir wissen eigentlich nicht mehr als vorher - was zwar lästig, aber vielleicht auch nicht soo tragisch ist:

- keine Steine im Röntgenbild oder beim Ultraschall, keine Konkremente oder veränderte Blasenwand (soweit man das sehen kann) oder sonst irgendetwas merkwürdiges.
- Urinprobe gab es nicht - Blase war leer :roll: (aber kaum zuhause: Mengen!!! :arg: ); ich selbst kann nichts ungewöhnliches erkennen - vielleicht ist der Urin leicht rötlich, aber das sagt an sich ja nichts aus (zumal sie viel Löwenzahn und Löwenzahnwurzeln vertilgt)
- Blutwerte in Ordnung (auch die Nierenwerte), nur die Leukozyten sind leicht erhöht, was auf eine EBlasenentzündung (in unserem Fall) hindeutet.

Vielleicht war die Entzündung noch nicht vollständig abgeheilt? Oder sie neigt zu Konkrementbildung und wir müsssen ernährungs-/stoffwechseltechnisch noch anders ansetzen. Ich frag' gelegentlich meine THP/Phytofrau mal dazu; aber erst muss Christinchen sich ein wenig von den Stress erholen. Ist doch ein wenig mitgenommen...

Sie bekommt erst mal wieder Cranberry-Saft, Mucosa und Metacam (letzteres gab es beim letzten Mal nicht). Mal sehen, wie sich das entwickelt. Ich muss mich am WE auch noch mal durch Murx' Erläuterungen lesen; da war irgendwas von wegen Cranberry-Saft und Blasenentzündung und Konkrementbildung... muss mich noch mal neu sortieren. Auch über Angocin werde ich noch mal nachdenken. Hausaufgaben!

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Mi 28. Aug 2013, 21:01

Ich würde doch noch mal das Cantharis probieren. Schaden kann es ja jedenfalls nicht.
Gute Besserung für die süße Maus :daum:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von lapin » So 1. Sep 2013, 19:47

Hat sich die kleine wieder ein bißchen erholt?
Wie geht es ihr?
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » So 1. Sep 2013, 20:12

Soweit so gut - danke der Nachfrage! Sie mißtraut mir wieder etwas mehr, aber weniger schlimm, als ich befürchtet habe. :schwitz:
Seitdem sie Schmerzmittel bekommt, nimmt sie wieder mehr am Gruppenleben teil und ist insgesamt ruhiger; sie war doch sehr unruhig vorher. Das Metacam findet sie lecker :crazy: und schleckt sich das Mäulchen hinterher. Den Cranberry-Saft dagegen nimmt sie nicht mehr so selbstverständlich wie während der ersten Serie - vielleicht ist es jetzt nicht mehr das Richtige? Auch getrocknete Brennesseln (angewelkt rührt die hier keiner an) mag sie nicht mehr, oder die ganzen Blätter, die ich anbiete, bleiben größtenteils unbeachtet.

Cantharis will ich noch besorgen; sobald das Metacam abgesetzt ist, werde ich auch das mal probieren. Dann bekommt sie das zusammen mit Mucosa bis Ende des Monats. Und den Craberry-Saft, solange sie ihn nicht ausspuckt (wenn sie etwas partout nicht will, tut sie das - wohl dem, der seine Klamotten schützt :lol: ). Morgen telefoniere ich noch mal mit der TA; vielleicht ist an den Bildern und ERgebnissen noch etwas aufgefallen.
Sollte sie dann wieder rückfällig werden, kommt im Oktober die THP mal zum Zuge - dann sind meine eh in der Urlaubsbetreuung und dort kommt die THP ins Haus. Also kein doppelter Stress. Ich hoffe aber, dass wir dann damit "durch" sind, wäre ja zu schön!!

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » So 1. Sep 2013, 20:18

Ich kann dir so gut nachfühlen :knuddel: Muss zugeben, dass ich mit Unbehagen diesen Thread nun lese, weil ich es mit meiner Emma so gar nicht in den Griff bekommen habe. :heul:
Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr die Blasenentzündung (oder was es auch immer in der Blase ist :hm: ) endlich in den Griff bekommt. :bet:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » So 1. Sep 2013, 20:36

Danke Heike! Ich hoffe ja einfach, dass wir im Juli einfach zu früh aufgehört haben und die Entzündung noch nicht abgeheilt war. Mir gefällt halt ihr Bauch nicht - sie hat halt kein rundes "Hinterteil", sondern ist schlank und rank mit einem beidseitigem Kugelbauch in der Mitte. Wenn sich der nicht so - in meinen Augen - hart anfühlen würde und sie den von Anfang an gehabt hätte - gut. Aber irgendwie macht der mich ein wenig mulmig. Aber TA sagt, sie fühlt nichts und auf den Röntgenbildern bzw. im Ultraschall konnte sie bislang auch nichts sehen. Insofern ist es vielleicht einfach blinder Alarm (hoffendlich! :bet: ) und sie ist halt einfach so gebaut...

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » So 1. Sep 2013, 20:43

Wenn "da" irgendetwas wäre- müsste es doch mit Ultraschall und Röntgen zu sehen sein :hm: Auch beim Abtasten müsste deine Maus Schmerzlaute von sich geben.
Kann aber dein Grübeln sehr gut verstehen :lieb: Die Antennen, die man bei einem Patienten entwickelt ,sind gigantisch.

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Melli » So 1. Sep 2013, 20:46

Ich kann dir leider nicht direkt helfen..aber ich kann das alles sehr gut nachvollziehen. V.a. dieses *der TA findet nichts, aber mir gefällt trotzdem noch was nicht*..ich hoffe, dass sich deine Bedenken bzgl des Bauches bald in Luft auflösen! :daum:
Schön doch, dass sie das Metacam mag :) Meine haben es leider nie gemocht.. ;) Aber macht sie sympathisch, dass sie ungeliebtes großflächig ausspuckt :saphira:
Insgesamt hört sich das aber alles sehr gut und überlegt an, was du mit ihr machst und wie du es behandelst. Alles Gute euch!! :daum:
Wer sagt, dass zuverlässiges Verhalten bei diesem oder jenem Hund nicht ohne Strafe erreichbar ist, sagt nichts über den Hund aus, sondern beschreibt erst einmal seine eigenen Fähigkeiten. (Dr. Ute Blaschke-Berthold)

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Sa 14. Sep 2013, 13:57

Wie geht es dem Christinchen denn inzwischen? :lieb:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » So 15. Sep 2013, 14:18

Danke der Nachfrage, im Moment geht es ihr wieder gut - ich habe schon lange keine Schmerzlaute mehr gehört. Sie bekommt die Medis jetzt einfach noch bis Ende des Monats weiter und dann schauen wir mal, was passiert... (hoffendlich nichts)

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Mo 16. Sep 2013, 09:50

Das wollte ich lesen :daum:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Mi 18. Sep 2013, 08:55

Vorgestern hat sie mir den Saft quasi entgegengespuckt (kleines Ferkel, sie :taetchel: ) - zum Glück hatte ich vorgesorgt und ein altes Tuch dabei. Die Farbe von Cranberry-Saft ist ja echt...

Ich lasse den jetzt erst einmal weg und gebe Mucosa allein weiter. Hoffe, dass das reicht... :bet:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » Mi 18. Sep 2013, 10:17

Eine große Flasche habe ich noch im Kühlschrank stehen. Emma hat zu keiner Zeit den Saft getrunken. Auch stark verdünnt hatte ich keine Chance, dass sie ihn nimmt.
Allerdings traue ich mich auch nicht ihn wegzuschütten :hm:
Schön, dass es deiner Christine so gut geht, dass sie keinen Bedarf mehr danach hat. Mit Mucosa comp. ist sie ja super versorgt. :top:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Mi 18. Sep 2013, 10:50

Ich hatte auch mal einen Rest und meinte dann, dass ich den ja auch trinken kann.
Aber das ist nicht grade lecker :X

Von daher verstehe ich jedes Schweinchen, das den nicht mag ;)
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Mi 18. Sep 2013, 10:58

Find' genauso - es zieht sich alles in einem zusammen ( :würg: ). Ich habe den Rest im August ja auch getrunken; wollte ihn auch mal probieren. Soll ja gesund sein...

Aber Christinchen fand den offenbar sinnvoll... bis halt vorgestern :D

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Mi 18. Sep 2013, 11:00

Sie wird schon wissen, warum sie den nicht mehr mag :lieb:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Miss Marple » Mi 18. Sep 2013, 11:20

Solche Säfte friere ich immer im Eiswürfelbehälter ein und taue dann nach Bedarf die Würfel auf.

Stichwort Kürbiskerne fiel in diesem Thread noch nicht? https://www.tierpla.net/kaninchen-gesundheit/bandwurmer-praziquantel-bei-verstarkter-atmung-t17891.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Ganz nebenbei hab ich dann auch noch gelernt, daß alle Kürbisse (also auch die anderen angebauten Arten) sehr gut bei Blasenleiden sind, daß Kürbiskerne gegen gutartige Prostatavergrößerung helfen, daß die Phytosterole in den Kürbiskernen regulierend auf die Gebärmutter wirken (vielleicht ein weiteres Mittel bei hormonell aktiven Zysten bei Meerschweinchen?) und das die Kürbisse aufgrund ihres für Pflanzen relativ hohen Vitamin E-Gehalts (und zudem sehr verschiedenen Vitamin E-Sorten) leicht entzündungshemmend wirken.
"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Mi 18. Sep 2013, 11:59

Doch, wurde erwähnt - habe ich auch ausprobiert mehrmals und die Kerne auch im Gehege gelassen: Alle Schweine drehen ab und sagen "pfuibäh". Christinchen ist immer im höchsten Tempo und mit krauser Nase abgehauen, wenn ich ihr welche vor die Schnute gehalten habe. Entweder waren es die "falschen" Kerne oder sie alle mögen sie wirklich nicht... :hm:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Mi 25. Sep 2013, 09:40

Christinchen macht wieder Sorgen - sie jammert deutlich mehr, lauter und häufiger als noch vor der Diagnose. Bauch ist weiterhin trocken, Urin sieht o.k. aus (soweit ich erkennen kann), ist aber grieshaltig.

Ich gebe jetzt erst mal wieder Schmerzmittel und Cranberry-Saft; das Cantharis ist bestellt - sie jammert auch mit Schmerzmittel noch, aber deutlich weniger. Abgesehen davon ist sie putzmunter, schläft entspannt und frisst gut. Sie wird auch immer zutraulicher, nimmt Haferflocken jatzt auch bei der Medigabe aus der Hand und kommt über 3 m Entfernung langsam an, wenn sie was erbetteln möchte :liebe: - total süß.

Mir schwirrt ja nur im Kopf rum, dass die Ursache auch noch ganz woanders liegen könnte - in der Gebärmutter, Blasenwandkarzinom und ähnliche Schauergeschichten - v.a. weil ihr Bauch dicker wird. Und weil ich so etwas ja schon hatte bei anderen Schweinchen in der Vergangenheit. Sie ist eine kleine Kugel. Das kann natürlich auch am vielen Gras liegen - noch gibt es ja reichlich.

Ich versuche, meine TA noch zu erreichen - mal sehen, was sie mir rät. Aufgrund ihrer Panik und weil ich meine drei am Samstag in die Urlaubsbetreuung gebe, möchte ich nicht unbedingt vorher noch dort aufschlagen. Die Urlaubsbetreuung ist THP und hat selbst Meerschweinchen - sie soll sie sich auf jeden Fall mal anschauen. Muss halt Fragen, ob die bisherigen Befunde ausreichen oder sie noch aktuelle / andere benötigt.

Immer dieses Rätselraten... :?

LG Kara

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » Mi 25. Sep 2013, 10:57

Ich habe mir mal nochmals den ganzen Thread durchgelesen. Christinchen zeigt einige Parallelen zu meiner Emma. Im Urin keine Bakterien dafür aber immer eine vermehrte Ansammlung von Gries.
Beim Durchtasten reagierte Emma aber immer mit Schmerzlauten, wenn es Richtung Blase ging .
Das tat ihr richtig weh. Auch hatte sie während ihrer Blasengeschichten immer schlechte und weiche Knödel.
Was ihr gut geholfen hat war der Einsatz von Infusionen über mehrere Tage. Danach konnte ich tagelang den Gries auf dem Fleece liegen sehen. Angocin hatte ich ihr auch mal verabreicht- sie reagierte darauf mit (noch mieseren) Knödel. Mucosa, Cantharis und Berberis vulgaris hatte ich ihr dauerhaft gegeben. Danach blieb ihr Bäuchlein trocken.
Ich denke, mehr wie die Blase schallen lassen- Röntgen von Nieren und Blase um Tumore auszuschließen-evt.noch Blutwerte von Nieren - mehr geht nicht. :hm:
Du bietest viel Wiese, Löwenzahn und frische Kräuter. Ebenso Brennessel getrocknet und Birkenblätter frisch. Hat Christinchen auch schon Infusionen bekommen? Das würde den vorhandenen Gries in der Blase ausschwemmen und wenn der Gries die Ursache gewesen war, hättet ihr bestimmt mal eine Zeitlang Ruhe.
Was anderes wie den Einsatz von Infusionen fällt mir leider nicht ein :arg: :lieb:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Melli » Mi 25. Sep 2013, 23:22

jap, ich denke auch, als nächstes würd ich einen Ultraschall machen lassen - oder hattest du da in der Hinsicht schonmal was gemacht?
So kurz vor dem Urlaub ists immer doof :arg: aber ne meerschweinchenerfahrene THP als Urlaubsbtetreuung ist auch was :yo:
Gute Besserung weiterhin! :lieb:
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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Do 26. Sep 2013, 11:19

Hm, das ist blöd. Ich schließe mich an, Ultraschall wäre auch mein nächster Schritt.
Mag sie vielleicht auch getrocknete Cranberries? Hoffe, das Cantharis schlägt an. :daum:

Ja, das ist blöd, wenn man ein nicht fittes Tier in die Urlaubsbetreuung geben muss.
Aber da hast du doch die perfekte Pflege :top:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Do 26. Sep 2013, 12:21

Danke Ihr Lieben!

Ich geh die Punkte mal durch:
- Infusionen: Das haben wir in der Tat noch nicht ausprobiert. Vielleicht wäre das eine Maßnahme für die nächste Woche - die THP kann das zuhause machen (glaube ich zumindest); dann hätte ich den zusätzlichen Stress für sie nicht. Ich überlege halt doch, morgen zur TA zu fahren - aber wir telefonieren heute noch mal. Und sei es nur um auszuschließen, dass sich mittlerweile ein Stein gebildet hat...

Röntgen: Hatten wir das letzte Mal Anfang August - da war nichts ungewöhnliches zu sehen. Außer dass der Darm - wie auch schon im Juli - gut gefüllt war und daher einiges nicht gut sichtbar war. Gut abgrenzen konnte man: Keine Steine, aber Ca-haltiger Gries

Ultraschall: Im Zusammenhang mit der Blasenpunktion wurde einer gemacht; ist inzwischen aber eine Zeit her (Ende Juni). Im August war die Blase gerade leer... Damals gab es keine Auffälligkeiten. Aber: Fast drei Monate sind inzwischen vergangen; da kann einiges passieren.

Getrocknete Cranberries habe ich noch nicht ausprobiert; muss ich mir noch besorgen, wenn wir keine andere Möglichkeit finden. Wäre natürlich eine stressfreie Lösung für alle, wenn das Harnansäuern bzw. die Harnaustreibung eine Dauerlösung werden sollte. Birke und andere Blätter frisst sie kaum noch (Giersch mal ausgenommen, das ist nach wie vor der Renner), getrocknete Brennnesseln auch wenig. Frischen Löwenzahn liebt sie dafür und sie knabbert vermehrt an Holz und Ästen.
Was ich auch noch probiert habe (vorgestern das erste Mal), obwohl ich inhaltlich nicht so wirklich dahinter stehe: Allrodin uti (mit schön viel ungesunden Futtermehlen drin; hab' ich beim TA damals mitbekommen und mich für andere Alternativen entschieden) hat sie im Juni/Juli angewidert abgelehnt und ist sogar davor weg gelaufen - jetzt nimmt sie es. Hm. Was soll ich davon halten?

Ja, so vor dem Urlaub ist das ganz schön "doof". Aber Ihr habt Recht - bessere Betreuung gibt es eigentlich nicht. Und ich hatte eh vor, sie zu Christinchen zu befragen; passt insofern also gut. Wenn man eine Möglichkeit fände, die Ursache für die Griesbildung zu finden und dort anzusetzen...

Aber immerhin - und das ist ja auch wichtig: Gestern habe ich keine Schmerzlaute mehr von ihr gehört; ich werde ab heute Abend das Schmerzmittel mal ganz weg lassen; bin ja morgen zuhause und kann sie gut beobachten :) Aber ganz wohl fühlt sie sich nicht; das merkt man auch.

Danke noch mal für die Denkanstöße - hilft immer enorm, sich wieder zu sortieren!

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Do 26. Sep 2013, 17:30

Wir fahren morgen früh vorsichtshalber zum Ultraschall hin - sicher ist sicher. Ansonsten hält die TA eine Cranberry(saft)dauergabe nicht für verkehrt - wenn es denn hilft.

LG Kara

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » Do 26. Sep 2013, 19:58

Hätte ich auch so gemacht. So fährst du sicher auch mit einem besseren Gefühl in den Urlaub, wenn du weißt, was Phase ist.
Getrocknete Cranberries nimmt Lotti ganz gerne. Aber immer nur eine ;)

Alles Gute für morgen :daum:
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » Do 26. Sep 2013, 22:03

Von mir auch :daum:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Fr 27. Sep 2013, 14:03

So - wir sind zurück. Tapfere Christinchen; sie hat sich für ein Panikschwein geradezu mustergültig benommen (und in ihr Schicksal ergeben). Aber jetzt zuhause frisst sie wieder und schläft erst einmal. Haferflocken nimmt sie auch noch von mir; Vertrauen ist also noch da. :schwitz:

Ein wenig schlauer sind wir geworden, aber nicht wirklich bahnbrechend:

Ultraschall: ein recht großes "Etwas" das ein poröser Stein sein könnte, aber genauso gut auch verdichtete Griesansammlung (auf dem Weg, ein Stein zu werden) liegt direkt am Blasenausgang zur Harnröhre. Damit hätten wir die Erklärung für die vermehrten Beschwerden bei ihr. Zum Glück war die Blase optimal gefüllt für ein US, so dass alles gut erkennbar war. Sonst gabe es keine Veränderungen, auch die Nieren schauen o.k. aus.

"Kugelbauch": Dafür gibt es erst einmal keine Erklärung. Den hat sie nämlich seit Mai/JUni - also zu der Zeit, als die Probleme ersichtlich wurden. Und - und das fällt mir jetzt gerade auf: Es fällt zusammen mit dem Beginn der Gras-ad-lib-Fütterung. Seit dieser Zeit habe ich auch bewusst viel Gries im Urin gesehen bei ihr. Liegt hier vielleicht ein Zusammenhang irgendeiner Art?!?

Urin: Das ist der Knackpunkt: PH bei 8 (wie schon vor drei Monaten, also bevor wir die Behandlung angefangen haben), leich blutig -aber mit alten Blutzellen, sehr klar - schlecht aufkonzentriert. Dieses Mal deutlich schlechter als im Juni. Und Kalzit-Kristalle.

Blutwerte: das war vielleicht ein Vorhaben - sie hat so toll still gehalten und wurde trotzdem dreimal gestochen - TA hat die Vene zwar getroffen jedes Mal, aber ies kam kein Blut... und sie promt bewiesen, dass die Harnröhre noch frei ist und hat die TA in hohem Bogen und mit viel Druck angepinkelt :schäm: .
Die Blutwerte sind normal, die Leukos wie im August noch leicht erhöht, aber nicht mehr als vor vier Wochen. Einige Werte liegen im Grenzbereich und zeigen eine leichte Tendenz zur Exsikkose als Folge des schlecht aufkonzentrierten Harns. Die Nerenwerte sind sonst in Ordnung. T4 ist leicht erhöht; aber da sie außer léiner leichten Hyperaktivität, die aber abgenommen hat, seitdem sie bei mir ist, nicht unbedingt therapiert werden müsste (meine TA handelt eher nach Verhalten und Verfassung des Tieres als nach reinen Werten in diesem Fall).


Die große Frage ist jetzt - was kann man tun? Wir stehen ein wenig vor einem Rätsel.
  • - Harnansäuerung und alle anderen Maßnahmen scheinen keinen Erfolg zu haben - zumindest bringen sie keine Besserung. Ist die Frage, ob sich die Situation verschlechtert, wenn man aufhört.
  • Steinartiges Gebilde: Müsste wahrscheinlich über eine OP entfernt werden (mit der Spritze aufnehmen ging heute nicht) - man könnte dann gleich mit kastrieren, falls irgendein hormonelles Ungleichgewicht besteht, welches dann die Nieren-Balse beeinflusst. :hm: Sicher ist auch das nicht.Der erhöhte T4 kann aber ja auch auf ein generelles hormonelles Ungleichgewicht hindeuten; oft ist er ja im Zusammanhang mit Eierstockzysten erhöht.
  • Gibt es irgendeine Enzymfehlfunktion, die mit der Aufkonzentrierung des Harns zu tun hat? Wenn ja welches und wie könnte man ihr entgegenwirken?
Ihr seht - viele neue Fragen. Ich habe mich erst mal entschieden, sie nicht sofort operieren zu lassen; ich wäre halt gerne da, wenn es gemacht wird. Werde also meinen Urlaub verkürzen, wenn ich eine OP machen lassen sollte, damit ich die erste Woche bei ihr zuhause sein und sie gut beobachten kann. Vor einer möglichen OP wird aber noch mal genau kontrolliert, ob sich etwas verändert hat zum Guten, was eine OP vielleicht auch wieder unnötig machen würde... wäre ja zu schön :bet:
Und ich werde morgen die THP, zu der meine dei in Pflege kommen, fragen, wie sie dazu steht. Die ganzen Werte und ein US. Bild habe ich -vielleicht fällt ihr etwas ein. Und ich hoffe, dass es die 7 Tage gut geht und keine Not-OP erforderlich sein wird. Schmerzmittel bekommt die - jetzt wieder Metacam. Ich frage mich nur noch, ob ich die ganzen anderen Dinge jetzt weglasse oder nicht...?


Sorry für den "Aufsatz", aber es alles mal wieder etwas kompliziert. Christinchen und ich haben meinen Ruf in der TK mal wieder als "Sonderlinge" bestätigt. Aber sie haben sich echt viel Zeit genommen heute, fand ich wirklich toll. Auch für Gespräche.

Habt Ihr noch eine Idee, einen Hinweis, dem man nachgehen könnte?

LG Kara

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Heike » Fr 27. Sep 2013, 14:54

Kara hat geschrieben:ein recht großes "Etwas" das ein poröser Stein sein könnte, aber genauso gut auch verdichtete Griesansammlung (auf dem Weg, ein Stein zu werden) liegt direkt am Blasenausgang zur Harnröhre.
Bei meiner Emma sah der Ultraschall identisch aus. Sogar ich als Laie konnte das auf dem Ultraschall erkennen. Nur die Lage (so kurz vor der Harnröhre) ist nicht so toll :arg:
Angenommen, man könnte mit Infussionen etwas erreichen- bleibt das "Etwas" dann vielleicht in der Harnröhre stecken????
Ansonsten wären Infusionen bestimmt ideal-der Gries wird rausgespült. Du kannst ja mal deine THP darauf ansprechen.
Zu deinen Fragen bzgl. Urin und Blut bin ich leider keine große Hilfe- bestimmt wissen andere da mehr.
Alles Gute deiner Christine und dir trotzdem einen erholsamen Urlaub. :lieb:

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Emmy » So 29. Sep 2013, 10:48

Hast du schon mit der THP gesprochen?
Ich würde Cantharis probieren. Wenn ich es gegeben habe, waren danach immer kleine Griesflecken zu sehen. Das spült ganz ordentlich.
Heike hat geschrieben:Alles Gute deiner Christine und dir trotzdem einen erholsamen Urlaub. :lieb:
Das wünsche ich dir auch :)
Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Christinchens Blasenentzündung

Beitrag von Kara » Fr 11. Okt 2013, 13:08

Alles unverändert. Was heißt: Während meines Urlaubs ist glücklicherweise nix passiert! :schwitz:

Ich war inzwischen auch schon wieder zum US - keine Veränderung; aber es festigt sich die Meinung, dass es sich um keinen Steinm sondern noch um eine Konkrementansammlung handelt. So besteht zumindest noch eine Chance, dass es ohne OP weg geht...

Der vor dem urlaub entnommene Urin zeigt in der Kultur kein Bakterienwachstum an. Also auch hier ein positives Zeichen.

Die THP hat sich Christinchen auch mal vorgenommen und ein Sortiment zusammengestellt, die ihr langfristig hoffendlich helfen werden. U.a. bekommt sie Vitalpilze und für die nächsten 14 Tage einen Blasentee inkl. vorübergehender Nahrungsumstellung (d.h. hier im wesentlichen vorübergehender Verzicht auf stark Ca-haltige oder Gerbstofhaltige Gemüse- und Grünfuttersorten wie Fenchel und Chicoree, keine Trockenkräuter; dafür im Verhältnis mehr wasserhaltiges wie Salate und Gurke und natürlich Wiese. Bin ich froh, dass ich hier damit noch keine Probleme habe und weiterhin ad lib füttern kann - inkl. Löwenzahn, den sie geradezu inhaliert. So gesehen, ist die Nahrungsumstellung eher gering).
Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich ihr den Tee irgendwie einflößen kann, aber sie macht prima mit. Gestern hat sie mir die ersten 10 mL geradzu aus der Spritze gesogen; ich kam mit dem Nachfüllen praktisch gar nicht nach. Dafür geht jeden Tag ein Handtuch drauf - kleine Durchlauferhitzerin :)
Mal sehen, wie ihr das bekommt - ich hoffe, dass zunächst mal das Metacam abgesetzt werden kann in der nächsten Woche; das wäre schon mal ein Erfolg.

Eine direkte organische Ursache konnte sie auch nicht feststellen; vermutlich ein hormonelles Ungleichgewicht mit entsprechenden Folgen; vielleicht auch ausgelöst durch die nicht optimale Ernährung in ihren ersten 2,5 Lebensjahren und eine enstprechenden Prädisposition.

Ich versuche, mich in Geduld zu üben und hoffe, dass Christinchen weiterhin so gut mitspielt beim Tee! Und auf dass es noch keinen Frost gibt, damit ich noch lange Wiese füttern kann :bet:

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