Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

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Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Püpü » Sa 19. Sep 2009, 01:54

entnommen aus: https://www.tierpla.net/allgemeines-kaninchen/frodolein-t4081.html" onclick="window.open(this.href);return false;

TH ninis würd ich nicht sooo unbedingt nehmen ;-)

Grund: Ich steh nicht gern unter der Fuchtel anderer, dh wg Schutzvertrag. Beim TH is der wirklich bindend und gilt auch. (Ist bei Privatpersonen ja iwie nicht so?) Da nehm ich dann lieber Ninis von Privatleuten, die auch nicht so doll gehalten werden ;-)

Aber so kleine Hoppis sind sooo süß :yeah:
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Gast Luder » Sa 19. Sep 2009, 16:38

Und dann schließ ich mich Püpü an, TH oder gar Kaninchenschutz udn Co. ist ein NoGo für mich. Diese reinrederei und die ganzen Auflagen (auch wenn ich sie erfülle) finde ich zum k**zen. Und auch diverse andere Dinge die ich schon gehört habe von wegen wieder rausholen usw. bei freier Gartenhaltung, finde ich völlig daneben.

Deshalb immer nur von Privat oder Züchter :schäm:
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von lapin » Sa 19. Sep 2009, 16:42

Hmmm ich weiß ja nicht was eure Erfahrungen sind, aber meine Lola ist ausm Tierheim und wir hatten weder ne Vorkontrolle, noch ne Nachkontrolle oder sonst iwas.

Also ich kann nicht von solchen Extremen sprechen, wie ihr...und muss sogar sagen, ich bin enttäuscht, zu wissen, dass dieses TH nicht wirklich drauf achtet, wo die Tiere hinkommen...
Was ich eigentlich sagen will, kann man es nicht wirklich pauschalisieren und glaube auch nicht, dass "Normale" Tierheime überhaupt die Zeit dafür haben, so ewig nervige Vorschriften aufzustellen.

Bei Kaninchenschutz oder anderen Tiervermittlungen stecken einfach viel mehr Menschen in dem Projekt, was es für mich fast selbstverständlich macht, dass die Leute dort "wachsamer" sind! :hm:
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von lapin » Sa 19. Sep 2009, 16:57

Statt mich sanft und heimlich drauf hinzuweisen stellst du mich so bloß, aber ich werde es jetzt einfach editieren und dich fragen, wo du bitte das Wort jetzt her hast?! :D
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Gast Luder » Sa 19. Sep 2009, 17:10

Wisst ihr, wenn ich mitbekomme das ein Kaninchen wieder weggeholt wird, weil ach so giftige Pflanzen im Garten wachsen, dann erübrigt sich für mich, mich dort nach einem Tier umzusehen. Auch wenn dort seit Jahren Kaninchen leben und es ein freies Gartenleben hätte.

Ich weiß das nicht alle so sind, aber gerade diese Extrem(itäten :D )e fallen auf und lassen einen schaudern.

Als wir nach einem Hund schauten hieß es meist schon an der Tür, nö für Familien haben wir hier keine Hunde. Oder eine Orga, die uns vorschreiben wollte (per Unterschrift) das NUR und AUSSCHLIEßLICH ein Geschirr benutzt werden darf :crazy:

Man kann es, bei allem Verständnis, auch übertreiben
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Grashüpfer » Sa 19. Sep 2009, 18:12

Hm, wenn aber NIEMAND Tiere aus den TH´s oder Schutzstationen holt würde mich das sehr traurig machen.

Ich habe Samson aus dem Tierheim. Ich bekam ihn ohne Vor- und Nachkontrolle. Ich habe denen am Telefon erzählt, wie ich füttere und wie ich sie halte und durfte ihn dann beim nächsten Besuch direkt mitnehmen.

Gut finde ich es nicht wirklich.

Ich habe mehrere Kaninchen vom KS. Die Vermittler beim KS und ihre Ansichten sind genau so unterschiedlich wie die von uns allen hier im Forum. Einige übertreiben es mit den Vorschriften andere nicht. Aber diese Tiere haben auch ein schönes zu Hause verdient.

Manchmal frage ich mich, ob viele Menschen, die diese Auflagen umgehen wollen und lieber über die Zeitung ein Tier holen, vielleicht einfach zu bequem sind die Auflagen zu erfüllen. Ich würde jederzeit wieder Tiere aus dem TH oder über den KS holen und ich bin auch bereit Auflagen, die Sinn machen, zu erfüllen. Wenn man Auflagen für unsinnig hält, kann man immer noch versuchen mit den Vermittlern zu argumentieren, warum man das für nicht sinnvoll hält und der Vermittler erklärt seine Argumente und wer weiß, vllt. hat der Vermittler ja doch recht, oder der Vermittler selbst sieht ein das wir/ich mit meiner Argumentation recht habe. Falls nicht, gibt es wie gesagt auch andere Vermittlungstellen, die nicht ganz so penibel sind, aber die Tiere haben auch ein liebevolles zu Hause verdient und nur weil Mensch zu bequem ist sich den Diskussionen oder dem evtl. geforderten berechtigtem Aufwand zu stellen, finde ich es nicht in Ordnung sich schnell mal ein Tier über eine Anzeige zu holen.

Nachtrag: Mit unterschiedlichen Ansichten die wir user im Forum haben, meinte ich nicht auf Tierhaltung bezogen, sondern auf allgemeine Dinge im Leben. Aber genauso unterschiedlich wie unsere Ansichten zum allgemeinen Leben, so unterschiedlich habe ich die Vermittler kennen gelernt mit ihren Auflagen. Die einen übertreiben es ja, die anderen nicht.
Aber gebt den Tieren doch auch eine Chance. Die können ja nichts dafür. Während die Zeitungsanzeigen nur weiterhin unterstützt werden. Übrigens hat der KS auch einen Vorteil: Die Tiere sind hundert Prozent geimpft, werden auf Wunsch auch kastriert und sind gesundheitlich durchgecheckt. Bei chronischen Krankheiten wird darauf hingewiesen.
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Püpü » Sa 19. Sep 2009, 18:24

Ich habe ja auch schon ein Tier aus dem TH und auch eins von einer Orga.
Bei beidem muss man einen Schutzvertrag unterschreiben. Schön und gut, richtig gelten tut der eh nur beim TH. (Die bei uns auch weder Vor- noch Nachkontrolle gemacht haben, was vlt an der Entfernung liegt)
Ich werde meine Tiere trotzdem nur noch von privaten Leuten holen. Die haben das mindestens genauso verdient. Die Orgas kriegen ihre Hasen an gute Plätze vermittelt, die privaten Häschen weniger.
Bei den THs ist es so, dass die Leute dort teilweise sowas von unfreundlich sind. Das muss ich mir dann auch nicht antun.... Und Vor/Nachkontrollen find ich eh blöd, ebenso wie die ganzen Vorschriften....

@sunshine:
finde ich es nicht in Ordnung sich schnell mal ein Tier über eine Anzeige zu holen.
Wieso? haben die keine Chance verdient, wie die Orgatiere?
Aber diese Tiere haben auch ein schönes zu Hause verdient.
Die Tiere, die von einer Orga, einem TH, mit strengen Auflagen vermittelt werden, finden auch ein schönes Zuhause, aufgrund der Auflagen. Andere Tiere, Anzeigentiere, eher weniger. Die finden was, aber oft nicht soo toll...
Manchmal frage ich mich, ob viele Menschen, die diese Auflagen umgehen wollen und lieber über die Zeitung ein Tier holen, vielleicht einfach zu bequem sind die Auflagen zu erfüllen.
Ne, zu bequem, die Auflagen zu erfüllen, bin cih nicht. Ich erfülle sie ja. Ich will mir nur keine Vorschriften machen lassen, wie ich die Tiere zu halten habe. (Ich mag es generell nicht, wenn man mir sagt, was ich zu tun und zu lassen habe, hab da einen sehr dicken Dickkopf)

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von lapin » Sa 19. Sep 2009, 18:31

Ich meine, ich hab nix dagegen, wenn man SERIÖSE Züchter unterstützt bzw dort seine Tiere holen möchte. Aber ich finde, wer seine Tiere aus Zeitungsannoncen oder privaten Händen holt und das gewisse Hintergrundwissen FEHLT, unterstützt in MEINEN AUGEN sinnlose Vermehrung oder aber die, die ihre Tiere "wegschmeißen", weil sie nun groß sind und wieder Platz für was kleines her muss :crazy:!

Du weißt nicht was für Tiere zusammengesetzt wurden, damit es wieder kleine gibt, du weißt nicht welche Gendefekte weiter vererbt wurden und und und. So bekommt man Überzüchtungen oder Vermehrung von unnötigen Krankheiten nicht aus den Tieren raus...zudem sind gerade Zahnfehlstellungen oä ein ziehmlich hoher Streßfaktor für ein Kaninchen!

Und da du ja jetzt auch mit den Gedanken spieltest, iwann mal auch Kleine Babys deiner Kaninchen zu haben, spielst du schon ein wenig russisch Roulette mit anderem Leben. Das sollte man sich defintiv gründlich überlegen, wie sehr du so etwas verantworten kannst ;)!

Wenn wichtige Infos vorhanden sind, du ein wenig Ahnung von Genen etc hast, ist das kein Problem ;)!

Ansonsten, bin ich dann mal doch der Meinung, das wir FROH sein sollten über jede Kontrolle die ein TH Personal macht, damit es eben nicht noch mehr Zeitungsannoncen von "Kleines Häschen sucht neues zu Hause" gibt ;)!
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von chien » Sa 19. Sep 2009, 18:32

Ich habe mit TH etc. noch nie Probleme gehabt, ich will auch niemanden zu nahe treten, aber ich denke das liegt auch oft an der Art wie man auftritt. Als wir (wie Lapin oben geschrieben hat) Lola aus dem TH holen, haben wir die Tante mit Fachwissen an die Wand gequatscht :lach: und die hat uns rumgeführt ein paar Hundewelpen etc. gezeigt und anschliessend haben wir an ihrem Esstisch über Gott und die Welt geplaudert, beiläufig haben wir erzählt wie wir unsere Tiere halten und irgendwann man kam der Schutzvertrag auf den Tisch. Wir haben den noch ein paar Tage später auf der HP berichtet wie es der Lola geht und auf den Thread hier im Forum verwiesen :yo:

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Püpü » Sa 19. Sep 2009, 18:53

@lapin: Ich würde nie meine Häschen zusammensetzen, ohne mich vorher informiert zu haben. Das war nur so dahingesagt, auch wenn so kleine wirklich lieb sind und süß und alles. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu, als sie einfach zusammenzusetzen.
Die Hasen, die ich bisher von privat hatte, hatten alle vernünftige Abgabegründe. Und wenn sie schon abgegeben werden, ist es auch nicht egal, wo sie hinkommen. Da wurde keines weggeschmissen oder sinnlos vermehrt.

Frodo und Elli sind auch vom Züchter, Seriösität - was verstehst du darunter? Jeder Züchter kann so tun, als ob.

Ich will hier jetzt nicht so dagestellt werden, dass ich einfach mal so meine Hasen zusammensetze, weil die Kleinen soo süß sind.... :X

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von saloiv » Sa 19. Sep 2009, 19:04

Die Tierschutzvereine/Kaninchenschutzvereine/Notstationen sind recht unterschiedlich. Hier gibt es Vereine die ihre Tiere in Käfigen stapelt und jedem erst Besten mitgeben der nur irgendwie so aussieht als hätte er einen Käfig und Trockenfutter, dann gibt es Vereine die das richtige Maß gefunden haben, anständig vor- oder nachkontrollieren und die einfach nur schauen, dass sich gekümmert wird und das das Tier artgerecht gehalten wird und nicht im Käfig ohne Freilauf versauert. Und dann gibt es Vereine, die ihre exakten Vorschriften haben und wenn man um eine Nadel abweicht, bekommt man kein Tier (oder man textet ein wenig :D). Ich suche immer die mittleren oder die erstgenannten aus. Die lertzteren machen immer den Anschein, dass sie ihre Tiere gerne bei sich behalten und dass es ihnen größte Freude bereitet komische Vorschriften aufzustellen :lach:.
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von lapin » Sa 19. Sep 2009, 19:05

Keine Angst so werde ich DICH bestimmt nicht hinstellen, bei dir steckt ja auch gewisses Wissen dahinter, was man auch aus einigen deiner Beiträge gut rauslesen kann ;)!
Es geht mir in dem Fall mehr um die Leute die das lesen und deiner Aussage völlig zustimmen, denen aber wiederrum das Hintergrundwissen fehlt ;)! Deswegen liebe ich solche Diskussionen, denn es gibt nix aufklärerendes!

Was versteh ich unter seriöse Züchter, um es mal mit Augen eines Laien zu betrachten, der sich NICHT mit Genetik auskennt, ist in erster Linie die Haltung ein wichtiger Punkt, werden die Tiere nur gehalten (auf engsten Raum) um Geld mit den kleinen zu machen oder werden sie aus liebe zum Tier gehalten. Desweiteren ist die Ernährung wichtig, hier erkennt man auch schon wieviel Zeit der Züchter in die Tiere investiert, Trockenfutter ist schnell besorgt und dann auch noch ungesund...finde ich Gehege vor mit Kaninchengruppen die sich von Heu und Grünem ernähren, weiß ich zumindest, dass ich es hier nicht mit unbedingt verantwortungslosen Menschen zu tun habe ;)!

Dann würde ich mir natürlich auch die Tiere genau aunschauen, Zähne, Ohren, Krallen alles die stellen, wo äußerliche Gendefekte erkennbar wären! Das würde ich bei den Elterntieren machen und auch bei den Jungen!

Hat man nun Ahnung von Genetik kann man den Züchter mit ensprechenden Fragen ausquetschen und gucken wie informiert dieser denn ist ;)! Dazu findet man hier zb paar nette Fragen: https://www.tierpla.net/wikipet-kaninchen/kaninchenschwangerschaft-und-ihre-risiken-t1240.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Ansonsten bin ich immer noch dafür, Tiere die vllt echt ne mega beschissene Vergangenheit hinter sich haben, ein schönes Leben zeigen zu dürfen ;)! Deswegen bin ich prinzipiell ein TierheimTiere Befürworter ;)!
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Cappocino » Sa 19. Sep 2009, 19:06

Hallo

Also ich habe auch ein paar Tiere,zwar nicht direkt aus dem TH,aber aus ne pflegestelle und ich habe bis jetzt damit immer guter Erfahrung gemacht;)

ne nachkontrolle gab es zwar nie,aber die Leute,wo meine Tiere in den Pflegestellen waren,haben mir immer die Tiere gebracht um zu schauen,wo sie hin kommen;)

Also ich persönlich würde es immer wieder machen;)

Lg
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von saloiv » Sa 19. Sep 2009, 19:11

Gute Züchter sind auch wichtig und die sollten auch gefördert werden. Aber wohlgemerkt gute Züchter! Sie sind wichtig, damit weiterhin robuste, gesunde Kaninchen erhalten bleiben und nicht nur Kaninchen aus Kinderzimmervermehrungen und Unfällen ;). Sonst haben wir irgendwann nur noch total anfällige, kranke Kaninchen...

Kriterien kann man schon aufstellen. Ich habe für meine Seite vor eine Züchterliste solcher Züchter zu machen und zwar mit folgenden Vorgaben:
1. Keine Unterstützung von Einzelhaltung
Die eigenen Kaninchen müssen mit mindestens einem (oder mehrere) Artgenossen zusammenleben. Auch die Zuchtrammler werden nicht einzeln gehalten sondern beispielsweise mit kastrierten Weibchen zusammen. Kaninchen-Nachwuchs wird grundsätzlich nicht in Einzelhaltung abgegeben.

2. Artgerechte Haltung
Kaninchen sind Tiere die viel Bewegung brauchen. Die Gehege bieten mindestens 1m² Platz mit viel Auslauf (min. 6 Std./Tag, ganzjährig) bzw. 2m² ohne oder mit unregelmäßigen Auslauf. Die Gehege werden sauber und hygienisch gehalten.

3. Artgerechte Ernährung
Die Kaninchen werden abwechslungsreich und gesund ernährt. Dazu gehört im Sommer die tägliche Fütterung von frischen Grünfutter und im Winter ein reichhaltiges Gemüseangebot. Heu und frisches Wasser sollte grundsätzlich zur Verfügung stehen. Kraftfutter sollte nur in kleinen Mengen bei Bedarf angeboten werden und zwar in natürlicher, unverarbeiteter Form (Getreide, Samen...).

4. Kundenberatung und Fachwissen
Die Kunden werden gut beraten und der Züchter verfügt über das nötige Hintergrundwissen. Auch nach dem Kauf werden Fragen des Neu-Halters gerne beantwortet.

5. Zuchtausrichtung
Es sind klare Zuchtziele formuliert (schriftlich), es werden gesunde, wesensfeste und robuste Tiere gezüchtet. Das ensprechende Wissen zur Zucht wurde sich angeeignet. Tiere die gesundheitlich angeschlagen sind oder irgendwelche Einschränkungen oder vererbbaren Krankheiten aufweisen (z.B. Zahnfehlstellungen) werden aus der Zucht genommen.

6. Abgabe
Die Kaninchen werden grundsätzlich nur in artgerechte Haltung mit artgerechter Fütterung abgegeben (ab 2m² pro Kaninchen mit regelmäßigen Auslauf bzw. mindestens 8m² ohne Auslauf). Alle Kaninchen werden kurz vor der Geschlechtsreife nach Geschlechtern getrennt und mit adulten Tieren zusammen gesetzt (um sie zu sozialisieren). Eine Abgabe erfolgt mit frühestens 8 Wochen. Es werden nur augenscheinlich gesunde Tiere abgegeben, vor der Abgabe wird nocheinmal jedes Kaninchen genau angeschaut und untersucht.
Quelle: https://www.kaninchendorf.de.ki" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Cappocino » Sa 19. Sep 2009, 19:26

Das kann durchaus sein, aber im Gegensatz zu TH/PS, habe ich mit Züchtern hingegen schlechte Erfahrungen gemacht, dabei bin ich vorsichtig geworden.

Ich mein, ich habe meine Bande kunterbund überall her, mit guter, aber auch schlechter Erfahrung;)

lg.
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Gast Luder » Sa 19. Sep 2009, 19:38

Natürlich gibt es auch wirklich gute Schutzvereine, das möchte ich gar nicht abstreiten. Bis jetzt allerdings habe ich noch keinen getroffen.
Und daher meine sehr stark ablehnende Haltung. Ich lass mich gern eines besseren überzeugen. Aber KS ist und bleibt ein NoGo für mich.

Es ist ja gut und schön wenn man die Leute mit Fachwissen an die Wand redet, das kann aber nicht jeder. Und nicht jeder der es evlt. kann ist so sprachgewandt ;) Das sollte man auch beachten.

Mit Privat meinte ich auch keine Zeitungsannonco oder nen Zettel beim Fressnapf. Ich meinte damit wenn ich z.B. von einem Kaninchen höre was weg soll weil unbequem geworden oder sowas ähnliches.

Bei allem Mitleid mit den Tierheim-Tieren, aber ich lasse mir nicht alles vorschreiben. Selbst wenn ich die meisten Auflagen erfüllen würde.
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Püpü » Sa 19. Sep 2009, 20:10

Luder hat geschrieben:Natürlich gibt es auch wirklich gute Schutzvereine, das möchte ich gar nicht abstreiten. Bis jetzt allerdings habe ich noch keinen getroffen.
Und daher meine sehr stark ablehnende Haltung. Ich lass mich gern eines besseren überzeugen. Aber KS ist und bleibt ein NoGo für mich.

Es ist ja gut und schön wenn man die Leute mit Fachwissen an die Wand redet, das kann aber nicht jeder. Und nicht jeder der es evlt. kann ist so sprachgewandt ;) Das sollte man auch beachten.

Mit Privat meinte ich auch keine Zeitungsannonco oder nen Zettel beim Fressnapf. Ich meinte damit wenn ich z.B. von einem Kaninchen höre was weg soll weil unbequem geworden oder sowas ähnliches.

Bei allem Mitleid mit den Tierheim-Tieren, aber ich lasse mir nicht alles vorschreiben. Selbst wenn ich die meisten Auflagen erfüllen würde.
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Ich meine mit privat schon solche Anzeigen, weil ich nie von Kaninchen höre.... :hm:
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Grashüpfer » Sa 19. Sep 2009, 20:13

Püpü hat geschrieben:
finde ich es nicht in Ordnung sich schnell mal ein Tier über eine Anzeige zu holen.
Wieso? haben die keine Chance verdient, wie die Orgatiere?Lg
JEDES Tier, egal wo es her kommt oder wie es vorher lebte, hat ein schönes zu Hause bzw. eine Chance verdient.
Ich meinte ja nur, wenn JEDER so denken würde wie du, dann würden die Organisationen und Tierheime alle auf ihren Tieren sitzen bleiben und das finde ich nicht in Ordnung. Sind ja eh schon alle überfüllt.

Klar jeder hat so seine Erfahrungen gemacht und bleibt bei dem wo er die beste Erfahrung gemacht hat. Aber hin und wieder vielleicht doch noch mal andere Möglichkeiten ausprobieren, vielleicht macht man ja dann beim 2. mal gute Erfahrungen.
Luder hat geschrieben: Bei allem Mitleid mit den Tierheim-Tieren, aber ich lasse mir nicht alles vorschreiben. Selbst wenn ich die meisten Auflagen erfüllen würde.


Habe ich irgendwie sogar Verständnis dafür. Aber wenn du die Auflagen ja sowieso erfüllen würdest, sind es doch auch keine Vorschriften für dich, dann würdest du ja einer Meinung mit dem entsprechenden TH oder der entsprechenden Orga gehen. Ist doch wunderbar, das Tier freut sich. ;)
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von saloiv » Sa 19. Sep 2009, 20:17

Meine Kaninchen kommen zufällig alle von Privat, weil immer genau dann wenn ich eines aufnehmen wollte, das Tierheim keine in Frage kommenden hatte (bzw. die Tierheime).

Ich habe sie teilweise übers Internet zusammen gesucht. Da gibt es auch jede Menge hilfesuchender Halter, deren eines Kaninchen verstorben ist und die jetzt ihr hinterbliebenes abgeben möchten damit es nicht alleine gehalten wird. Oder Kaninchen die durch eine Scheidung abgegeben werden mussten... Das sin meistens Leute denen das Tier zu sehr am Herz hängt, so dass sie es nicht ins Tierheim bringen sondern gerne selber sehen wo es in Zukunft wohnt.

@ Luder: Ein paar wenige gute Tierschutzvereine gibt es schon :). Einer hier in der Nähe vermittelt Kaninchen nur in Außenhaltung mit genug Platz. Diesen Verein finde ich beispielsweise ziemlich angenehm ;).
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Gast Luder » Sa 19. Sep 2009, 21:00

Saloiv, ich meinte halt auch einen gaaanz bestimmten KS-Verein :X Denke du weißt welchen ich meine.

Wenn ich mal einen finde, der auffem Teppich geblieben ist und nicht sonen Driss von sich gibt, bin ich dabei und würde es probieren :D
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Ziesel » Sa 19. Sep 2009, 23:42

lapin hat geschrieben:Ich meine, ich hab nix dagegen, wenn man SERIÖSE Züchter unterstützt bzw dort seine Tiere holen möchte. Aber ich finde, wer seine Tiere aus Zeitungsannoncen oder privaten Händen holt und das gewisse Hintergrundwissen FEHLT, unterstützt in MEINEN AUGEN sinnlose Vermehrung oder aber die, die ihre Tiere "wegschmeißen", weil sie nun groß sind und wieder Platz für was kleines her muss :crazy:!
Das seh ich nicht ganz so. Kaufe ich mir ein Tier aus ´ner Web- oder Zeitungsannonce, erspare ich dem Tier manchmal nur den Umweg über Th/Pflege/Vermittlung. Da kommts dann eher auf die Umstände an. Ist der Besitzer vielleicht verstorben oder Ähnliches, müsste das Tier eh irgendwo hin... Habe ich den Eindruck, da vermehrt jemand ohne Sinn und Verstand sondern wegen der Kohle muss ich das Tier ja nicht nehmen.

Edit: warum habt ihr das Thema auf Kaninchen beschränkt?

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von saloiv » So 20. Sep 2009, 10:35

Saloiv, ich meinte halt auch einen gaaanz bestimmten KS-Verein Denke du weißt welchen ich meine.
Bei diesem und anderen Vereinen würde ich garkeine Kaninchen bekommen (um es mal krass auszudrücken). Allein schon weil ich artgerechte Haltung, Beschäftigung und artgerechte Ernährung vor 100%ige Sicherheit stelle. Meine Kaninchen laufen ja tagsüber im Garten frei umher. Klar, damit gehe ich vielleicht ein Sicherheitsrisiko von 2% ein, dafür werden sie aber 100% artgerechte gehalten/ernährt und das ist es mir wert ;). Dieser Verein ist auf eine andere Haltung und Ernährung aus, sie schränken dann lieber die Kaninchen in ihrer artgerechten Ernährung und in ihrer Haltung ein und haben dafür ein 99,9%igen Sicherheitsrahmen. So eine Haltung wie sie betreiben (6m² Gehege z.B.) käme für mich nie in Frage. Die Kaninchen langweilen sich da zu Tode. Meine sind ganztägig am Erkunden, wuseln, Sprinten usw. in einem 6m²-Gehege hätte ich keine Freude an ihnen und sie auch keine Freude an meiner Haltung.
Deshalb denke ich, man muss sich einfach die Vereine aussuchen. Es gibt auch welche die so denken wie ich und nur in Freilaufhaltung vermitteln (beispielsweise). Man muss dann eben immer schauen, dass der Verein auch zur eigenen Vorstellung passt. Der eine bei mir in der Nähe z.B. passt zu meiner Vorstellung, die vermittelnde Dame findet es super wenn die Kaninchen tagsüber freilaufen und somit extrem artgerecht leben. Solche Plätze bevorzugt sie ohne Ende.
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von lapin » So 20. Sep 2009, 11:28

Ziesel hat geschrieben:Das seh ich nicht ganz so. Kaufe ich mir ein Tier aus ´ner Web- oder Zeitungsannonce, erspare ich dem Tier manchmal nur den Umweg über Th/Pflege/Vermittlung. Da kommts dann eher auf die Umstände an. Ist der Besitzer vielleicht verstorben oder Ähnliches, müsste das Tier eh irgendwo hin... Habe ich den Eindruck, da vermehrt jemand ohne Sinn und Verstand sondern wegen der Kohle muss ich das Tier ja nicht nehmen.
Ich sag ja, mit dem entsprechenden Hintergrundwissen halt ich es auch für legitim, aber "Kaninchenbabys abzugeben" dann eben doch nicht...und da Püpü ja Babys so süß findet, bin ich eigentlich jetzt nur darauf eingegangen und die Seriösität von Kinderzimmervermehrungen ;)!
Ziesel hat geschrieben:Edit: warum habt ihr das Thema auf Kaninchen beschränkt?
Weil wir schon ähnliche Themen die Allgemein gehalten sind haben ;) :
* https://www.tierpla.net/allgemein/haustier-woher-ohne-schlechtes-gewissen-t3707.html" onclick="window.open(this.href);return false;
* https://www.tierpla.net/allgemein/tierangebote-stadtspiegel-t3703.html" onclick="window.open(this.href);return false;
* https://www.tierpla.net/allgemein/tierheimtiere-und-knebelvertrage-t2077.html" onclick="window.open(this.href);return false;
* https://www.tierpla.net/allgemein/wie-qualifiziert-tierfreundlich-sind-tierheime-wirklich-t2081.html" onclick="window.open(this.href);return false;
;)
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Una » Sa 10. Dez 2011, 20:50

Da muss ich jetzt auch meinen Senf dazugeben:
Ich hatte meine bisherigen Kaninchen immer vom Züchter. Bei den beiden jetzigen wollte ich letztes Jahr, als ich sie geholt habe ein gutes Werk tun und mir Jungtiere aus dem Tierheim holen. Wir haben 2 Tierheime in der Nähe. In einem waren keine Jungtiere, ein älteres Tier aus 2. Hand kommt für mich nicht in Frage, da man damit rechnen muss, dass dieses Tier durch falsche Haltung bzw. Fütterung schon irgendwie "vorgeschädigt" ist. Bei einem Jungtier mit 8-12 Wochen ist die Gefahr relativ gering, dass das schon "versaut" ist. Daher kommen für mich nur Jungtiere in Frage.
Im anderen TH hatten sie gerade einen ganzen Wurf da, da hätte ich sogar Stehohren genommen, obwohl ich lieber Widder haben wollte. Es wurde ein Termin vereinbart und ich konnte mir die Kleinen ansehen. Sie hätten mir ein Pärchen gegeben, wenn das Thema nicht auf meine Haltung gekommen wäre. Aussenhaltung fanden sie zwar toll, aber dass der Aussenbereich nicht nach oben und unten gesichert ist, das durfte nicht sein, und ich muss da unbedingt ein Netz drüber spannen usw. usf.. Also bekam ich keine Kaninchen. Wahrscheinlich leben diese Jungtiere jetzt schön gesichert in einem Kinderzimmer.
Da habe ich mich so geärgert, dass ich meine Kaninchen wieder bei Züchter geholt habe und dafür habe ich jetzt sogar Widder, wie ich sie eh haben wollte.
Liebe Grüße

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Murx Pickwick » Sa 10. Dez 2011, 22:39

Man muß übrigens auch bei Jungtieren mit Rechnen, daß durch falsche Fütterung der Mutter die Jungen schon irgendwie vorgeschädigt sind ... ich mußte in den letzten Jahren die schmerzvolle Erfahrung machen, daß Zahnfehlstellungen bei Kaninchen nicht genetisch bedingt sind, sondern muttermilchbedingt!
Kaninchen, die nicht genug Muttermilch abbekommen, Kaninchen, die von Häsinnen gesäugt werden, welche nicht mit viel Frischkost und nicht äußerst abwechslungsreich ernährt werden, Häsinnen, die durch Chemikalien vergiftet werden, selbst zwar keine Symptome zeigen, aber Junge austragen oder Junge säugen, haben einfach in den Würfen einen gewissen Prozentsatz an Jungen mit Zahnfehlstellungen (oder Schlimmeren)!
Alleine eine Pelletzufütterung zur Frischkost aus dem Garten und von der Wiese ergibt schätzungsweise 5 - 10% Zahnfehlstellungen bei den Jungtieren (also bei 10er-Würfen in jedem oder jedem zweiten Wurf ein Kaninchen mit leichter Zahnfehlstellung)! Bei einer 80%-Heu-Fütterung, auch wenn das nur 3 Monate im Winter sind, sind 30 - 50% Zahnfehlstellungen bei den Jungen bei!

Genetisch bedingte Zahnfehlstellungen bei Kaninchen sind äußerst selten - und immer tödlich fatal. Das sind dann solche Fehler wie Wolfsrachen, zu kurzer oder zu langer Unterkiefer, fehlende Zahnleiste, fehlender Unterkiefer, Doppelzahnreihe oder ähnliche krasse Dinge ... sowas bekommt man nur mit erheblichen Aufwand überhaupt hoch, züchten ist fast unmöglich damit. Einziger genetisch bedingter Zahnfehler, der mir bekannt ist und kaum Auswirkungen hat, ist das Fehlen der Stiftzähne - das wiederum kommt sogar recht häufig vor, selbst bei wildlebenden Kaninchen.

Ähnlich sieht es mit der Krankheitsrobustheit aus ... nur alleine ein Eßlöffel Pellets (oder anderes vitaminisiertes Futter) in der Woche an die Häsin, was ja wirklich nicht viel ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit für die Jungtiere aus ihrem Wurf bei feuchter Dauerwitterung an Kokzidiose zu erkranken von fast 0% auf über 50%! Eine einmalige Gabe von Bird Bene Bac oder Critical Care erhöht die Chance für einen empfindlichen Darm signifikant.
Fast alle "züchterischen" Probleme sind fütterungs- und haltungsbedingt! Und das fängt nicht erst bei den Jungtieren an, sondern bei den Häsinnen, welche die Jungen säugen!
Und das lernt man nicht von Züchtern ... denn ein Züchter, der verantwortungsvoll züchtet, hat entsprechend viele Häsinnen eingestallt mit entsprechend vielen Jungtieren - und wie sollen diese vielen Kaninchen durchgefüttert werden?
Mit Selbstgesammelten per Kiepe, wie ich es jahrelang probiert hab?
Welcher Züchter hat denn schon ne Weide und angrenzenden Gartenbaubetrieb oder Gemüseanbau im großen Stil, um die Vielzahl an Kaninchen, die er für eine seriöse Zucht braucht, artgerecht zu ernähren?
Da wird mit Mastpellets gefüttert, anders geht es einfach nicht ... und schon tauchen all die Fehler auf, die der Züchter dann versucht, züchterisch in den Griff zu bekommen, was jedoch nicht geht, weil das keine züchterischen Probleme sind, sondern ernährungsbedingte Probleme!
Es kann aber auch gar nicht erkannt werden, daß es sich nicht um züchterische Fehler, sondern um fütterungsbedingte und haltungsbedingte Fehler handelt, weil der Vergleich fehlt! Selbst der Vergleich mit den wildlebenden Kaninchen bringt einen hier nicht weiter, da es hier durch Mangelzeiten, besonders strenge Winter, Wildzufütterung, Monokultur etc auch hier immer wieder zu ernährungsbedingten Zahnfehlstellungen und Krankheiten kommt.

Ok ... das zum Thema Züchter ...

Ich selbst werde immer das Nottier aus der Annonce oder von Privat bevorzugen - und zwar die, welche für kostenlos angeboten werden.
Warum?
Werden diese Tiere ins Tierheim oder zu einer Orga transportiert, machen sie den Transport doppelt mit - einmal ins Tierheim/zur Orga, einmal zu mir. Das ist doppelter Streß. Es sind jedoch nicht andere Tiere, wie die, welche ich kostenlos in den Zeitungen finde. Im Gegenteil, ein TH kann sich gar nicht leisten, im Gespräch herauszufinden, ob es sich da nur um nen Meerizüchter handelt, der mal eben seine Rexmeerschweinchen für kostenlos entsorgen will, egal wie, um sich dann Lunkaryas anzuschaffen oder ob es sich um jemanden handelt, der nen Meeripaar aufs Auge gedrückt bekam und nun mit der Nachzucht hoffnungslos überfordert ist oder ob es sich einfach nur um jemanden handelt, der sein einsames Meerschwein, was als letztes überblieb, abgeben will ... (anstelle von Meerschwein kann jede beliebige Tierart eingesetzt werden). Aufgenommen werden in so einer Orga/TH alle diese Tiere ... manchmal gegen Gebühr, manchmal ohne. Im Falle der Zuchttiere, die zugunsten von Zuchttieren anderer Rasse für kostenlos abgegeben werden, unterstützen diese Orgas und TH ganz automatisch etwas, was ich als Privater durch Nachfragen schnell herausbekomme und nicht unterstützen muß (was allerdings auch nicht viel hilft, denn dann werden die nicht mehr gebrauchten ehemaligen Zuchttiere halt ausgesetzt).

Viele Orgas oder TH unterstützen die Produktion von Tierelend, sei es, weil sie von Ostblockzüchtern arme, verwahrloste Hunde und Katzen aufkaufen, die dann über die Grenze geschmuggelt werden, und damit eine Hinterhofzüchterei mitfinanzieren, die es an Brutalität und Verwahrlosung kaum mehr zu übertreffen ist, sei es, weil sie selbst die Annoncen abklappern und nicht nur die kostenlosen Tiere einsacken, sondern auch Tiere aufkaufen, und so erst die Kinderzimmerzucht lukrativ machen. Für mich als Kunden sind solche Machenschaften unsichtbar, ich kann einen seriösen Verein oder TH fast gar nicht von einem Räuberverein unterscheiden.

Das Tier über die Zeitungsannonce bekomm ich kostenlos, gehe keine schriftlich niedergelegten Verpflichtungen ein, muß mir keine Gedanken über Rechtmäßigkeit und Seriösität von Verträgen machen, sondern handle nur nach eigenem Wissen und Gewissen. Zudem kann ich mir sicher sein, daß die Tiere kastriert werden, wenn ich ein kastriertes Tier haben will und nachgeimpft werden, wenn da der Eintrag im Impfpaß fehlt - einfach, weil ich das eigenverantwortlich selbst tun werde. Bei gewissen Tierorgas/TH kann ich mir nicht sicher sein, daß das, was sie mir da schriftlich versichern, auch wirklich stimmt - und diese paar schwarzen Schafe kann ich nicht von den seriös arbeitenden TH/Tierschutzorgas unterscheiden.

Mit dem Geld, was ich da spare, kann ich in Projekte investieren, die nachhaltig dafür sorgen, daß durch veränderte Haltungsbestimmungen oder durch gutes Beispiel die Tierhaltung zukünftig insgesamt verbessert wird - es also vielen zukünftig geborenen Tieren besser geht, ich verpulver also nicht mein Geld für etwas, wo kein Ende des Tierleids in Sicht ist.

Ich erspare dem Tier einen Zwischenaufenthalt in nicht zumutbaren Verhältnissen.

Wenn alle so denken würden, wie ich, dann würde es keine Tierheime und keine Tierschutzorgas geben - aber es gäbe Lösungen, wie Tierleid insgesamt immer weniger wird.
Die Tiere, die jetzt und heute leiden, weggeschmissen werden, gequält und über das Tierschutzgesetz ausgelöst werden, würden direkt neue Tierhalter finden, welche sie besser und dauerhafter unterbringen könnten, ohne Zwischenlager TH/Tierschutzorga.

Ich muß ganz ehrlich sagen, für mich persönlich haben TH und Tierschutzorgas keine Vorteile ... im Gegenteil, die sind eher was für Leute, die sich keine großen Gedanken machen wollen und dennoch ein gutes Werk tun wollen.
Es gibt genügend dieser Leute ... und diese Leute finden auch für die für sie passende Orga/TH. Die Tiere finden also durchaus größtenteils ein gutes Heim, auch ohne mich.

Wenn ich ein Tier vom Züchter will, dann weil ich ganz bestimmte Eigenschaften am Tier brauche ... beispielsweise Schlachtkaninchen. Da will ich fruchtbare Kaninchen, die weidegängig sind, möglichst groß werden, Stehohren haben und wildgrau oder eisengrau sind und frohwüchsig sind.
Oder ich will nen Treibehund, welcher in der Lage ist, ne 300köpfige Schafherde auch wirklich zu treiben - ohne, daß ich viel Arbeit in die Ausbildung investieren muß ... oder nen Herdenschutzhund, der auch tatsächlich alle Eigenschaften als Herdengebrauchshund mitbringt ...
Da will ich dann allerdings die Eltern und möglichst auch Großeltern sehen, ich will ne Haltung und Nutzung der Elterntiere und Großeltern, die meiner zukünftigen Nutzung ähnlich ist, da will ich Service - und bin dafür bereit, einmal um den halben Globus zu kutschieren, wenn es sowas nicht direkt vor meiner Haustür gibt.
Aber das hat nix mit Nottier zu tun ...

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von anti-zebra » Sa 10. Dez 2011, 23:36

Huhu

Mich als Pflegestelle, die sich bemüht, kleine Fellknäule (zwar keine Kaninchen, aber was solls) die oft aus schlachter Haltung stammen, artgerecht in tolle zuhause zu vermitteln macht das, was ihr hier schreibt ziemlich traurig.
Aktuell habe ich hier 5 kranke Tiere, renne alle paar Tage zum Tierarzt, hampel täglich mit Medis rum usw. Menschen melden sich, die von Tierheimen abgewiesen wurden, nicht weiterwissen oder oder oder...

Als Pflegestelle baut man auch eine kleine Bindung zu den Tierchen auf die doch eine Weile bei einem wohnen und versorgt werden wie die eigenen. Und natürlich möchte ich nicht, dass einer meiner Pflegis zb. auf einmal in nem Plastikknast wohnen muss, wenn er bei mir doch 1m x 50cm mit vernünftigem Zubehör hatte.. usw.

Ich könnte heuln, wenn ich das lese, was ihr hier über Tierschutzarbeit herzieht. Mag sein, dass manche übertreiben oder gar tierschutzwidrigen Kram unterstützen, aber das sind eben nicht alle.
Mich macht das alles extrem traurig - Schade, dass hier alle solche Ansichten haben.

Für mich ist das Lesen dieses Threads wie ein ungerechtfertigter Schlag ins Gesicht.
Sind wir auch klein,
sieht man uns doch von ferne, wenn wir zusammen schein'
durch das dunkle Tor der Welt.

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Murx Pickwick » So 11. Dez 2011, 00:28

Für mich war es immer wieder ein Schlag ins Gesicht, wenn ich eine Tierschutzorga oder ein TH empfohlen hatte, wo sich hinterher herausstellte, daß es sich in Wirklichkeit nur um reine Geschäftemacherei mit dem Leid der Tiere handelte - und ich noch nicht mal was gegen unternehmen konnte!
Mir ist das inzwischen einfach so oft passiert, ich bin in der Realität angekommen - ich kann nur noch sagen, ok, es gibt seriös arbeitende Vereine und Tierheime, aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr, woran ich sie erkennen soll!

Das Traurige an der Sache ist, daß so kleine, sehr rührige Pflegestellen (ich geh jetzt einfach mal davon aus, daß du genau eine solche Pflegestelle bist) oder tatsächlich seriös arbeitende Vereine in dem Wust von Geschäftemacherei auf dem Rücken der leidenden Kreatur und gewissen Päppelstationen und Animalhoardern einfach untergehen ...

Dazu kommt ... ich selbst hatte noch in Berlin Ratten aufgenommen, hatte Rattengruppen von mehr wie 30 Ratten, auf die meist das Doppelte an Ratten kam, was ich vermittelt hatte. Ich hatte die Ratten gesundgefüttert, gepflegt - ok, gestapelt, das Verständnis zum Tier, was ich heute hab, hatte ich da noch nicht mal ansatzweise, aber es war immer mein Privatvergnügen, ich hatte zwar auch Ratten vermittelt, aber hab mich nie als eine Pflegestelle oder als Tierschützer gesehen.

Ich hab zeitweise Meerschweinchen aufgenommen, paarweise zusammengesetzt, gesundgepflegt und gesundgefüttert und kostenlos vermittelt, später nur noch aufgenommen und behalten - aber es war immer mein Privatvergnügen, auch da hab ich mich nie als Pflegestelle oder gar als Tierschützer gesehen ...
... es fällt mir da einfach schwer, daß die gleiche Arbeit bei Anderen nicht nur Privatvergnügen sein soll.

Ich habe Menschen kennengelernt, die Hundehändler vor den Kadi gebracht haben, ich selbst hatte bei sowas mitgemacht, allein hätt ich das nie und nimmer durchziehen können, welche die Hunde aufgenommen hatten, gesundgepflegt hatten, geeignete Leute für diese Hunde gesucht hatten und vermittelt hatten - ohne Schutzgebühr zu verlangen, ohne die Kosten einzufordern, welche sie hatten, ohne zu jammern.
Vor diesen Leuten hab ich eine unwahrscheinliche Hochachtung! Das, was die geleistet haben, könnte ich nie und nimmer leisten!
Gehört hat man von diesen Leuten nix ... sie arbeiteten (und arbeiten hoffentlich immer noch) im Stillen - nicht für Anerkennung oder Geld, sondern nur fürs Tier.

Ich habe ein Tierheim kennengelernt - das Tierheim Limburg, welches kein Tier abweist, was andere Tierheime rausschmeißen, weil sie Platz brauchen für Südländerhund und -katz. Da sind Hunde bei gewesen, bei denen ein Bein amputiert werden mußte oder eingewachsene Halsketten herausoperiert werden mußten.
Möglich ist dies nur, weil dieses Tierheim nach dem Rein-Raus-Prinzip arbeitet - die Tiere bleiben da in der Regel nicht lange, sobald die Tierheimleiterin eine geeignete Person ausfindig macht, beschwatzt sie diese, bis diese ihr Tiere abnimmt - und nicht nur ein Tier, wie geplant.
Ich selbst hätte die Meerschweinchen, die ich von dort hatte, kostenlos mitnehmen können - gut, ich hab gespendet, einfach, damit dieses Tierheim seine undankbare Aufgabe weiter übernehmen kann.
Es ist eine sagenhafte Leistung, die dieses Tierheim da vollbringt - davor hab ich eine wahnsinnige Hochachtung!
Ich spende aber lieber, als daß ich von dort nochmal ein Tier nehme ...

Ich finde es als Schlag ins Gesicht dieser Leute, daß es Geschäftemacher gibt, die genau diese Arbeit zunichte machen ... und ich finde es erschreckend, daß man die Leute hinter solchen Projekten persönlich kennen muß, um sicher zu gehen, daß da kein Schindluder getrieben wird!
Ich finde es erschreckend, wieviele Gnadenhöfe es gibt, die sich nur noch über Spendengelder über Wasser halten können ... oder sogar ihre Tiere vernachlässigen, um noch mehr Tiere aufnehmen zu können.
Ich hab einfach so viel Ungutes gerade im Tierschutz mit eigenen Augen gesehen, daß ich nicht mehr an das Gute im Tierschutz glauben kann ... da tu ich lieber selbst was, und hab in der Vergangenheit mit den Ratten sogar eine effektivere Arbeit gezeigt, wie heutzutage manch eine Orga, die von Spendengeldern lebt und Schutzgeld für ihre Tiere nimmt!

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von anti-zebra » So 11. Dez 2011, 00:49

Huhu

Ich verstehe es ja teilweise, ich habe auch schon die ein oder andere schlechte Erfahrung gemacht und finde es umso schlimmer, dass andere Leute einem alles versaun mit dem was die anstellen, egal wie viel Mühe man sich selbst gibt.
Die Hamster bei mir sind keine freigekauften, da Kinderzimmerzuchten und co. meiner Meinung nach keine Unterstützung bekommen sollten. Kaufe ich ein Tier frei ists zwar gerettet, aber ich schaffe damit eine Nachfrage, die nicht da sein sollte.
Was verstehst du unter "rühriger" Pflgestelle?
Was ich mache ist letztendlich Hamsterchen aufnehmen, die aus was-weiß-ich-für-gründen wegmüssen, für umsonst. aktuell: 1 Hamster ausm Zooladen im Kinderzimmer gelandet, trächtig gewesen da waren es 6 und die 5 weibchen davon wieder trächtig, TH hat den Leuten die Kontaktdaten der Hamsterhilfe Nord gegeben, hab die kleinen abgeholt und umverteilt. die mama ist bei mir, bekommt aktuell ne homöo behandlung mit 3 medis da lähmungserscheinungen in hinterbeinchen seit dem wurf.
der nächste wurde auf nem versuchslabor rausgemogelt - war überproduktion und sollte entsorgt werden
die nächsten beiden stammen ebenfalls aus nem kinderzimmer und aus gruppenhaltung, haben milben, einer gebrochene zehe und anderer bisswunden
und die andere sollte im klo landen, weil sie bissig wurde, da vom 3 jährigem kind täglich ordentlich bespielt, hatte ne Gebärmutterentzündung und wurde gerade operiert.

Okay, ich habe auch Vermittlungsbedingungen auf die ich bestehe. Mindestmaß für Zwerge ist von der HHn mit 80x50 vorgegeben, da ich aber 1m x 50cm habe werde ich auf 80x50 keinen vermitteln, da es eine verkleinerung wäre.
Wo ich aber z.B. nur empfele wäre, dass manche diese Nippeltränken nehmen. Ich persönlich finde Näpfe schöner und natürlicher und sage, dass es schön wäre, aber nicht zwangsweise sein muss.
Außerdem gibts auch Fälle wo ich sage, dass der Hamster zb. einfach extem (gerne) buddelt, also nicht in einen Gitterkäfig vermittelt wird, sondern nur in Eigenbauten oder Aquas, wo 20 cm Einstreu reinpasst.

Wenn ich Vermittlungsbedingungen stelle tu ich das, weil ich für mein Pflegi das Beste möchte. Ich erkläre aber auch gerne auf Nachfrage hin, WARUM ich eine Bedingung für eine Vermittlung stelle. Und bei manchen Sachen ists halt ein "Würde mir besser gefallen wenn so und so, vielleicht wäre das ja eine Idee? Aber wenn nicht sollte die Vermittlung daran nicht scheitern"

Zu dem Privatvergnügen: Mein eingener Hams ist Privatvergnügen... Pflegestelle wurde ich, da mir die kleinen Fellknäule leid taten, als ich ihre Geschichten gelesen habe, also wollte ich etwas Gutes tun und bin Pflegestelle geworden. Oft macht das garkeinen Spaß - schreckliche Geschichten, die die kleinen mitmachen mussten, teils beratungsresistente Leute, die einen beleidigen, weil man sagt man vermittelt nicht in nen 30x50 Plastikkäfig usw.
Aber: Wenn ein Hamster in ein tolles zuhause vermittelt wird und die neuen Körnergeber sich teilweise total viel Mühe geben und sich über den kleinen neuen Mitbewohner freuen weiß ich wieder, wofür ich mir den ganzen Mist teilweise antue.

Ansonsten sind meine Türen auch eigentlich immer offen und jeder Interessent oder wer auch immer kann herkommen und mich und die Tierchen persönlich kennenlernen. Von mir aus kann jeder persönlich vorbeikommen und sich ein Bild machen...
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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Kim » So 11. Dez 2011, 10:17

Also ich habe mit Tierheimkaninchen gar keine Probleme.
Balou und Buddy sind beides Tierheimkaninchen. Es wurde hinterfragt wie es ihnen bei mir gehen wird, Bilder sollten gezeigt werden (auf Grund der Entfernung vom TH zu mir war eine Vorkontrolle nicht möglich) und dann war die Sache auch geregelt. Sicher ist der Vertrag da, aber warum sollte der stören? Ich weiß doch wie meine Tiere leben und weiß, dass ich nicht vor habe sie wider der Vorschriften des Tierheims zu halten. :hm:

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Re: Aus dem Tierheim Kaninchen? Nein, zu viele Vorschriften!

Beitrag von Murx Pickwick » So 11. Dez 2011, 12:28

@anti-zebra: Unter rühriger Pflegestelle mein ich genau das, was du momentan machst ... du kümmerst dich mit Herz und Verstand um Hamster mit zum Teil katastrophaler Vergangenheit. Dabei achtest du darauf, daß die Hamster einen gewissen Mindestlebensstandard bekommen, der über dem vom Tierschutzgesetz empfohlenen Lebensstandard liegt.
In vielen solcher Pflegestellen wird ohne Verbindung zu irgendwelchen Orgas mit einem erstaunlichen Sachverstand gewirtschaftet. Es wird aufgeklärt, informiert, recherchiert und ganz nebenbei werden noch Tiere sehr individuell vermittelt. Da gibts meist weder eine feste Schutzgebühr, noch irgendwelche sinnlosen Forderungen an den zukünftigen Halter. Es wird nur geschaut, was ist das Beste für das Tier.
Die TA-Kosten sind oft, einfach aufgrund der Herkunft der Tiere, astronomisch - werden aber privat gestemmt, ohne Spenden, ohne Beischüsse vom Staat und ohne es auf die neuen Halter abzuwälzen.
Solche rührigen Pflegestellen haben für mich einen deutlich höheren Stellenwert, wie irgendwelche Tierschutzorgas oder TH ... sie arbeiten nämlich fast immer deutlich effektiver, ohne irgendwem, wem auch immer, auf der Tasche zu liegen. Und das, wo die Meisten nicht mal in Foren auftauchen oder Werbung für sich machen.
Sicher - privat lassen sich so vielleicht nur 10 Kaninchen unterbringen und 5 weitere vermitteln - aber darum geht es nicht, sondern es geht vielmehr um die viel weiter reichende Aufklärung auf sinnvolle und sachkundige Art! Das bringt einfach für zukünftige Tiere mehr, weil das Bewußtsein für die Bedürfnisse unserer Gefangenen wächst.

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