Lernen kontra Aufopferung
Moderator: Emmy
- Isa
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Lernen kontra Aufopferung
In anderen Foren lese ich immer wieder, wie sich manche Menschen aufopfern für ihre geliebten Haustiere.
Im Krankheitsfall wird gepäppelt, sie lassen sie ständig inhalieren, alle Stunde wird gewogen, verschiedene (Darm-) Aufbaumittel werden ins Tier gepumpt, etc. etc.
Diese Menschen kümmern sich mit aller Hingabe um ihre Tiere.
Versucht aber jemand anderer diese Menschen zum Umdenken oder Denken aus einem anderen Blickwinkel zu bewegen, werden die "Pfleger" recht wütend und wollen davon nichts hören.
Woran liegt das?
Ist es den Leuten schlichtweg zu anstrengend oder haben sie einfach Angst vor neuen Betrachtungsweisen?
(Wichtig: Ich möchte hier jetzt nicht über Münchhausis sprechen, die ein krankes Tier zur "Selbstverwirklichung" brauchen!!)
Im Krankheitsfall wird gepäppelt, sie lassen sie ständig inhalieren, alle Stunde wird gewogen, verschiedene (Darm-) Aufbaumittel werden ins Tier gepumpt, etc. etc.
Diese Menschen kümmern sich mit aller Hingabe um ihre Tiere.
Versucht aber jemand anderer diese Menschen zum Umdenken oder Denken aus einem anderen Blickwinkel zu bewegen, werden die "Pfleger" recht wütend und wollen davon nichts hören.
Woran liegt das?
Ist es den Leuten schlichtweg zu anstrengend oder haben sie einfach Angst vor neuen Betrachtungsweisen?
(Wichtig: Ich möchte hier jetzt nicht über Münchhausis sprechen, die ein krankes Tier zur "Selbstverwirklichung" brauchen!!)

- Curly
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich denke aber, das genau das der Knackpunkt ist.Isa hat geschrieben: (Wichtig: Ich möchte hier jetzt nicht über Münchhausis sprechen, die ein krankes Tier zur "Selbstverwirklichung" brauchen!!)
Vielleicht ist das Tier auch Kinderersatz oder einfach irgendwas wo man
(oder wahrscheinlich bevorzugt "frau") spürt, dass man gebraucht wird.
Es liegt in der Natur des Menschen hilflose Lebewesen zu betüdeln.

- daniii
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Meine Gedanken dazu: Die betroffenen Halter befinden sich ja in einer Extremsituation insofern, dass es sich in der Regel um eine akute und möglicherweise schon länger andauernde Krankheitssituation handelt, in der sie sich so hingebungsvoll aufopfern. Die Weigerung, Anstöße zum Umdenken aufzunehmen, hat meiner Ansicht nach mit verschiedenen Aspekten zu tun (sofern es sich eben nicht um MÜnchhausis handelt!):
1. Überforderung. Man ist eh schon am Limit, man hat schlichtweg das Gefühl, dass man das jetzt nicht auch noch schafft, sich mit "neuen" Themen auseinanderzusetzen.
2. Unsicherheit. In der Regel tut man das, was man tut, in Abstimmung mit dem behandelnden TA. Ein Tierchen, dass eine Rund-um-die-Uhr-Pflege braucht, ist unter Umständen eh schon labil, da will man ihm nicht möglicherweise schaden durch etwas, was nicht der herkömmlichen Behandlung entspricht. Oder durch die Umstellung an sich.
3. Loslassen. Die hingebungsvolle Pflege bestimmt den Tagesrhythmus, die Planung, alles. Je nach Typ des Halters ist es unglaublich schwer, sich in dieser Extremsituation noch mal (schon wieder?) neu zu sortieren, zu organisieren.
4. Angst davor, erkennen zu müssen, dass man bisher womöglich vieles falsch gemacht hat.
Ich denke einfach, es ist eine Sache, mit gesunden Tieren oder mit Tieren, die nur kleinere Wehwehchen haben, umzudenken und neu zu lernen, aber eine andere, das bei einem Fall wie z.B. Bela zu tun. Das sind so meine Erfahrungen. Ich habe zwar nicht um mich geschossen und bin auch nicht wütend geworden, sondern mich bemüht, neue Gedankengänge aufzunehmen und umzusetzen, aber trotzdem habe ich mehr oder weniger alle vier Aspekte auch an mir selbst festgestellt. Dazu kam bei mir noch phasenweise das Gefühl, dass ich Bela grad so am Leben halte - ich hatte unglaublich Angst, einen kolossalen Fehler zu begehen, indem ich die Kontinuität durchbreche. Und nicht zuletzt hat dieser Bela-Tagesrhythmus mir bei der ganzen Angst auch eine gewisse (trügerische) Sicherheit gegeben (versteht man, was ich meine?).
Ich habe letztlich umgedacht. Vielleicht zu spät, ich weiß es nicht. Die Menschen sind unterschiedlich und reagieren daher auch völlig unterschiedlich. Ich selbst habe mich schließlich zu Belas Wohl entschlossen, über meinen Schatten zu springen. Da spielten in meinem Fall aber auch die unzähligen schlechten TA-Erfahrungen rein. Bei anderen Haltern ist das ja auch wieder anders.
1. Überforderung. Man ist eh schon am Limit, man hat schlichtweg das Gefühl, dass man das jetzt nicht auch noch schafft, sich mit "neuen" Themen auseinanderzusetzen.
2. Unsicherheit. In der Regel tut man das, was man tut, in Abstimmung mit dem behandelnden TA. Ein Tierchen, dass eine Rund-um-die-Uhr-Pflege braucht, ist unter Umständen eh schon labil, da will man ihm nicht möglicherweise schaden durch etwas, was nicht der herkömmlichen Behandlung entspricht. Oder durch die Umstellung an sich.
3. Loslassen. Die hingebungsvolle Pflege bestimmt den Tagesrhythmus, die Planung, alles. Je nach Typ des Halters ist es unglaublich schwer, sich in dieser Extremsituation noch mal (schon wieder?) neu zu sortieren, zu organisieren.
4. Angst davor, erkennen zu müssen, dass man bisher womöglich vieles falsch gemacht hat.
Ich denke einfach, es ist eine Sache, mit gesunden Tieren oder mit Tieren, die nur kleinere Wehwehchen haben, umzudenken und neu zu lernen, aber eine andere, das bei einem Fall wie z.B. Bela zu tun. Das sind so meine Erfahrungen. Ich habe zwar nicht um mich geschossen und bin auch nicht wütend geworden, sondern mich bemüht, neue Gedankengänge aufzunehmen und umzusetzen, aber trotzdem habe ich mehr oder weniger alle vier Aspekte auch an mir selbst festgestellt. Dazu kam bei mir noch phasenweise das Gefühl, dass ich Bela grad so am Leben halte - ich hatte unglaublich Angst, einen kolossalen Fehler zu begehen, indem ich die Kontinuität durchbreche. Und nicht zuletzt hat dieser Bela-Tagesrhythmus mir bei der ganzen Angst auch eine gewisse (trügerische) Sicherheit gegeben (versteht man, was ich meine?).
Ich habe letztlich umgedacht. Vielleicht zu spät, ich weiß es nicht. Die Menschen sind unterschiedlich und reagieren daher auch völlig unterschiedlich. Ich selbst habe mich schließlich zu Belas Wohl entschlossen, über meinen Schatten zu springen. Da spielten in meinem Fall aber auch die unzähligen schlechten TA-Erfahrungen rein. Bei anderen Haltern ist das ja auch wieder anders.
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Unvergessen - Wuckel (1985 bis 31.12.1993) und die Uckel-Sippe (zwischen 1985 und 1994), Puschel (1993-1998) und Miranda (1993-1995), Paul (1992-1997), Frodo (1999-2004) und Sam (1999-2005), Merle (2003 bis 29.06.2010), mein Kämpfer Bela (2003 bis 11.09.2010) und viel zu früh Guybrush (20.09.2010 bis 05.07.2013), mein Herzschwein Buffy (26.05.2010 bis 05.02.2014), unsere Mamawutz Gwendoline (19.07.2009 bis 26.02.2014), mein Hoffnungssternchen Willow (29.06.2010 bis 31.05.2015) und mein Seelchen Vienna (01.05.2011 bis 10.10.2016)
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich denke das liegt erstens an der Liebe zum Tier, zweitens bei den Tierärzten, drittens an der Angst um das Tier.
Was ich damit sagen will:
Klar lieben wir alle unsere Tiere, wir versuchen alle das bestmögliche im Krankheitsfall für das Tier zu tun und opfern uns in gewisser Weise auf.
Dann kommt der Gang zum Tierarzt.
Wir wissen das viele Tierärzte, gerade in Bezug auf Kaninchen und Meerschweinchen, nicht so ganz das Wissen haben und auch selber nach Schulmedizin diagnostizieren und behandeln und sich zudem privat nicht weiter Bilden und so auf einem älteren Stand sind, weil halt einfach im Studium nichts gelernt wird.
Jetzt kommt die Angst von einem Tierahalter ins Spiel, egal wie "gut oder schlecht" ein Tierarzt ist, man vertraut ihm schließlich hater es ja gelernt.
Und die meisten Tierärzte raten halt zum päppeln und Medikamnete vollstopfen.
Und da liegt es an jedem einzelnen menschen in wie weit er lernwillig ist.
Einer lernt gerne, der andere nicht, manche sind für neues offen, manche nicht.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hält gerne an Altem fest.
Warum also umdenken?
Warum soll ich den Leuten im Forum mehr glauben als dem Fachmann?
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema
Was ich damit sagen will:
Klar lieben wir alle unsere Tiere, wir versuchen alle das bestmögliche im Krankheitsfall für das Tier zu tun und opfern uns in gewisser Weise auf.
Dann kommt der Gang zum Tierarzt.
Wir wissen das viele Tierärzte, gerade in Bezug auf Kaninchen und Meerschweinchen, nicht so ganz das Wissen haben und auch selber nach Schulmedizin diagnostizieren und behandeln und sich zudem privat nicht weiter Bilden und so auf einem älteren Stand sind, weil halt einfach im Studium nichts gelernt wird.
Jetzt kommt die Angst von einem Tierahalter ins Spiel, egal wie "gut oder schlecht" ein Tierarzt ist, man vertraut ihm schließlich hater es ja gelernt.
Und die meisten Tierärzte raten halt zum päppeln und Medikamnete vollstopfen.
Und da liegt es an jedem einzelnen menschen in wie weit er lernwillig ist.
Einer lernt gerne, der andere nicht, manche sind für neues offen, manche nicht.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hält gerne an Altem fest.
Warum also umdenken?
Warum soll ich den Leuten im Forum mehr glauben als dem Fachmann?
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema
- Angel272
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Interessantes und schwieriges Thema.
Ich muss sagen, mir ist es lieber, wenn mein TA mir sagt "Das wird nichts mehr." ...wenn schon einiges versucht und ausprobiert wurde.
Ich muss da immer an meinen Kater denken.
5 Wochen hab ich alles versucht. Immer wieder war die Harnröhre durch Grieß, Steinchen und Schleim verstopft. Immer wieder hab ich Katheter legen lassen.
1 Woche TK-Aufenthalt, dann 3 Wochen zuhause und jeden Tag zum TA um schmerzstillende und krampflösende Medis zu spritzen.
Dann wieder TK-Aufenthalt, diesmal in einer anderen TK.
Nach 1 Woche war klar, so kann es nicht weitergehen. Kein AB schlägt an. TA wollte die Blase öffnen, um die Ursache finden zukönnen, warum soviel Schleim abgesondert wird.
Ich hab zugestimmt. Am Abend dann der Anruf...die Blase ist so extrem entzündet, dass sich die Blasenwand in der Auflösung befindet...daher der massive Schleimabgang...TA meinte, er hätte sowas noch nie gesehen und er gibt dem Kater nur noch ein paar Tage.
Ich hab mich dann dazu entschlossen, ihn nicht mehr aus der Narkose aufwachen zulassen.
Bei meinem Welli wurde mir gesagt, er hat ne Chance, die aber relativ gering ist. Ich hab ihm die Chance gegeben und ich muss sagen, die TÄ hatte recht. Die Chance ist gering und Timi bricht mittlerweile jeden Tag.
Ich hab mich damit abgefunden, wenn er schwächer wird, muss ich den Weg gehen und loslassen. Auch wenns schwer ist.
Ich könnte ihn zwar alle paar Wochen in die TK bringen und ihn per Kropfkanüle aufpäppeln lassen, aber was bringt das, wenn er zuhause sein Futter nicht behalten kann?
Außerdem ists Stress pur für ihn, wenn er immer per Kropfkanüle gefüttert werden muss. Er könnte auch durch Stress sterben.
Ein schönes Leben ist das nicht mehr für ihn.
Meinen Wunsch muss ich dann wohl hinten anstellen.
Fazit:
Man verlässt sich auf das Wort des TAs und solange dieser noch eine Chance sieht, wird meist auch der Halter diese Chance nutzen. Auch wenns über Jahre hinweg aufs päppeln raus läuft.
Ich muss sagen, mir ist es lieber, wenn mein TA mir sagt "Das wird nichts mehr." ...wenn schon einiges versucht und ausprobiert wurde.
Ich muss da immer an meinen Kater denken.
5 Wochen hab ich alles versucht. Immer wieder war die Harnröhre durch Grieß, Steinchen und Schleim verstopft. Immer wieder hab ich Katheter legen lassen.
1 Woche TK-Aufenthalt, dann 3 Wochen zuhause und jeden Tag zum TA um schmerzstillende und krampflösende Medis zu spritzen.
Dann wieder TK-Aufenthalt, diesmal in einer anderen TK.
Nach 1 Woche war klar, so kann es nicht weitergehen. Kein AB schlägt an. TA wollte die Blase öffnen, um die Ursache finden zukönnen, warum soviel Schleim abgesondert wird.
Ich hab zugestimmt. Am Abend dann der Anruf...die Blase ist so extrem entzündet, dass sich die Blasenwand in der Auflösung befindet...daher der massive Schleimabgang...TA meinte, er hätte sowas noch nie gesehen und er gibt dem Kater nur noch ein paar Tage.
Ich hab mich dann dazu entschlossen, ihn nicht mehr aus der Narkose aufwachen zulassen.
Bei meinem Welli wurde mir gesagt, er hat ne Chance, die aber relativ gering ist. Ich hab ihm die Chance gegeben und ich muss sagen, die TÄ hatte recht. Die Chance ist gering und Timi bricht mittlerweile jeden Tag.
Ich hab mich damit abgefunden, wenn er schwächer wird, muss ich den Weg gehen und loslassen. Auch wenns schwer ist.
Ich könnte ihn zwar alle paar Wochen in die TK bringen und ihn per Kropfkanüle aufpäppeln lassen, aber was bringt das, wenn er zuhause sein Futter nicht behalten kann?
Außerdem ists Stress pur für ihn, wenn er immer per Kropfkanüle gefüttert werden muss. Er könnte auch durch Stress sterben.
Ein schönes Leben ist das nicht mehr für ihn.
Meinen Wunsch muss ich dann wohl hinten anstellen.
Fazit:
Man verlässt sich auf das Wort des TAs und solange dieser noch eine Chance sieht, wird meist auch der Halter diese Chance nutzen. Auch wenns über Jahre hinweg aufs päppeln raus läuft.
LG Angel
Link zur Petition gegen Massentötung der Streuner in Rumänien:
https://www.secureconnect.at/4pfoten.or ... st/130906/" onclick="window.open(this.href);return false;
***********************
http://www.rassekatzen-in-not.de/" onclick="window.open(this.href);return false;
http://www.maine-coon-hilfe.de/" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Zumal ja dann auch dazu kommt, das die Leute im Forum (oder auch in anderen Foren) absolt unverständlich reagieren, wenn man Dinge anders, oder gar nicht macht.
Stichwort: Stellenwert des Tieres.....bei nem Kind oder Menschen würde man ja auch "rund um die uhr" pflegen...
Wobei die Argumentation natürlich nen kleines bischen hinkt, da kranke Menschen zum einen besser diagnostiziert werden können und zum anderen natürlich auch ganz andere Bedürfnisse haben als Tiere.
Nen Kind oder nen Mann
findet es nun mal wesentlich toller gepflegt zu werden als nen Tier.
Stichwort: Stellenwert des Tieres.....bei nem Kind oder Menschen würde man ja auch "rund um die uhr" pflegen...
Wobei die Argumentation natürlich nen kleines bischen hinkt, da kranke Menschen zum einen besser diagnostiziert werden können und zum anderen natürlich auch ganz andere Bedürfnisse haben als Tiere.
Nen Kind oder nen Mann

Mit freundlichen Grunzern
Annette
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- Isa
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Dani, danke für den tollen Beitrag!!
Trotzdem weiß ich nicht, warum du hier schreibst.
Klar, der Thread ist für alle da.
Aber gerade DU hast damals bei Bela so sehr umgedacht und alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet; und das trotz natürlich aufkommenden Zweifeln. Hut ab, sag ich da nur!!
Ich weiß nicht, ob ich das so energiereich getan hätte in so einer Ausnahmesituation. Denn als ich damals begonnen hab umzudenken, war das hatten meine Tiere kleinere Wehwehchen oder waren sogar gesund.
Ich lese in vielen Foren eben immer, dass die Leute sehr ungehalten reagieren, wenn sie mal "andere" Tipps und/oder Denkanstöße bekommen. Das sind dann wohl mitunter die Gründe die Dani aufgeführt hat.
Ist dann aber alles in Ordnung mit den Tieren und es besteht keine Stresssituation, wird auch nicht umgedacht.
Frei nach dem Motto: "Ist doch alles in Ordnung... wozu sich die Mühe machen umzudenken?"
Trotzdem weiß ich nicht, warum du hier schreibst.
Klar, der Thread ist für alle da.

Aber gerade DU hast damals bei Bela so sehr umgedacht und alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet; und das trotz natürlich aufkommenden Zweifeln. Hut ab, sag ich da nur!!
Ich weiß nicht, ob ich das so energiereich getan hätte in so einer Ausnahmesituation. Denn als ich damals begonnen hab umzudenken, war das hatten meine Tiere kleinere Wehwehchen oder waren sogar gesund.
Ich lese in vielen Foren eben immer, dass die Leute sehr ungehalten reagieren, wenn sie mal "andere" Tipps und/oder Denkanstöße bekommen. Das sind dann wohl mitunter die Gründe die Dani aufgeführt hat.
Ist dann aber alles in Ordnung mit den Tieren und es besteht keine Stresssituation, wird auch nicht umgedacht.
Frei nach dem Motto: "Ist doch alles in Ordnung... wozu sich die Mühe machen umzudenken?"


- saloiv
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Naja, beim Kind oder Mann bin ich sozusagen der "Artgenosse", der in dem Moment wichtig für die Gesundung ist. Mein Kaninchen oder Meerschweinchen hingegen braucht keinen Meschen der rund um die Uhr daneben sitzt, es hat ja Artgenossen und zum Menschen niemals eine so feste Bindung wie zum Artgenossen.schweinsnase77 hat geschrieben:Zumal ja dann auch dazu kommt, das die Leute im Forum (oder auch in anderen Foren) absolt unverständlich reagieren, wenn man Dinge anders, oder gar nicht macht.
Stichwort: Stellenwert des Tieres.....bei nem Kind oder Menschen würde man ja auch "rund um die uhr" pflegen...
Wobei die Argumentation natürlich nen kleines bischen hinkt, da kranke Menschen zum einen besser diagnostiziert werden können und zum anderen natürlich auch ganz andere Bedürfnisse haben als Tiere.
Nen Kind oder nen Mannfindet es nun mal wesentlich toller gepflegt zu werden als nen Tier.


Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Das mit dem Loslassen ist ein wesentlicher Punkt. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt und das Gewissen spielt auch´ne Rolle. Man versucht wohl was man kann, klammert sich an Strohhalme und erhält die Hoffnung auf Besserung aufrecht. Ich denke man will im Todesfall auch sagen können,dass man versucht hat was möglich war und sich nicht mit seinem Gewissen plagen "hätte ich nur" , "wäre ich doch bloß" ect.
Dabei steht das Gewissen und die Hoffnung der Realität (dem "Zustand" des Tieres) doch manchmal im Weg und selbst wenn jemand drauf aufmerksam macht, will man das nicht wahrhaben, einfach mal man selbst emotionaler ist als ein nicht so involvierter Aussenstehender
Dabei steht das Gewissen und die Hoffnung der Realität (dem "Zustand" des Tieres) doch manchmal im Weg und selbst wenn jemand drauf aufmerksam macht, will man das nicht wahrhaben, einfach mal man selbst emotionaler ist als ein nicht so involvierter Aussenstehender
- Löwenzahn
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Erstmal: mega interessantes Thema, danke für diesen Thread Isa!Isa hat geschrieben:Woran liegt das?
Ich wusste - gestern - überhaupt nicht, was darauf antworten,
weil, was Du hier ansprichst, ist haargenau das, was mich in anderen Foren
wahlweise auf die Palme oder grad zur Verzweiflung treibt.
Zumindest aber zur Konsequenz, dass ich in anderen Foren nichts mehr schreibe,
weil es echt einfach keinen Sinn macht, die Leuts ändern ja eh nichts.
Woran das liegen mag? Ich weiss es nicht. Ich kann es mir auch nicht erklären.
-weil gewisse Sachen, vornehmlich die Fütterung betreffend, halt IMMER SCHON so gehandhabt wurden...
-weil man auf gewisse Foren und deren Empfehlungen vertraut...
-weil man den Tierärzten blind vertraut...
-weil man sich nicht informiert, ob aus Zeitgründen oder aus Desinteresse letztendlich...
-weil eine andere Ernährung zu zeitaufwändig und/oder zu teuer wäre auf den ersten Blick...
-und weil man sich mit einem kranken Tier so herrlich ins Zentrum des Geschehens rücken kann, alle haben Mitleid, alle schreiben, knuddeln virtuell, ja über ein krankes Tier kann man sich eben auch definieren, wobei wir beim Thema Münchhausis wären und seit ich mich - aufgrund eines Threads hier - mit dem Thema Münchhausen näher auseinandergesetzt habe, sind mir einige Leuts aufgefallen, die in dieses Schema fallen.
Dann gibt es die Leuts, die auch wegen sich selber ständig jammern,
sie haben -zig Krankheiten,
die Ehe ist im Eimer,
die Wohnung eine Katastrophe
und der Job ein Desaster,
aber geändert wird nichts,
und diese Lebenseinstellung wird 1 : 1 auf die Haustiere übertragen,
und so weiter...
Liebe Grüsse, Arletta
- Entensusi
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Re: Lernen kontra Aufopferung
ich hab noch einen Punkt, der bei mir immer wieder durchkommt, wenn ich anderen "beratungsresistent" erscheine:
- ich hab schon SO viel ausprobiert, mich durch so viele tipps und Vorschläge und Gedankenänderungen gewühlt, dass ich irgendwann sage "ok, alles hilft irgendwie und vielleicht für eine gewisse Zeit, aber Heilung gibt es nicht mehr" - und dann bleibt, wenn man nicht einschläfern will, nur noch eine gewisse Art der Pflege - die, bei der man nach allen Irrungen und Wirrungen gelandet ist.
Das geht mir nicht nur bei den Tieren so, sondern speziell bei mir und z.B. meiner Neurodermitis. Da braucht mir keiner mehr mit einer "neuen Therapie" kommen, nachdem ich schon 100e ausprobiert habe...
- ich hab schon SO viel ausprobiert, mich durch so viele tipps und Vorschläge und Gedankenänderungen gewühlt, dass ich irgendwann sage "ok, alles hilft irgendwie und vielleicht für eine gewisse Zeit, aber Heilung gibt es nicht mehr" - und dann bleibt, wenn man nicht einschläfern will, nur noch eine gewisse Art der Pflege - die, bei der man nach allen Irrungen und Wirrungen gelandet ist.
Das geht mir nicht nur bei den Tieren so, sondern speziell bei mir und z.B. meiner Neurodermitis. Da braucht mir keiner mehr mit einer "neuen Therapie" kommen, nachdem ich schon 100e ausprobiert habe...
Liebe Grüße, Entensusi und ihre Tiere
- Isa
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Entensusi, dann fällst du nicht in das Raster, das ich ursprünglich meinte.
Denn du HAST ja ausprobiert.
Ich meine die Leute, die schon jahrelang seit Beginn ihrer Tierhaltung die gleiche Schiene fahren und mit Scheuklappen alles was links und rechts liegt verteufeln. Es ist dieses -wie Löwenzahn so treffend formuliert hat!- "Das war schon immer so, ich ändere da nix."

Denn du HAST ja ausprobiert.
Ich meine die Leute, die schon jahrelang seit Beginn ihrer Tierhaltung die gleiche Schiene fahren und mit Scheuklappen alles was links und rechts liegt verteufeln. Es ist dieses -wie Löwenzahn so treffend formuliert hat!- "Das war schon immer so, ich ändere da nix."

-
- Meerschweinchen Supporter
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich denke das liegt teilweise an der "Mehrheitsmeinung"...siehe BBB und CC. Wenn du das nicht verabreichst und deine Tiere schaffen es nicht....was sagen dann die meisten Tierärzte und Forenuser? Ich denke nicht viele Tierbesitzer haben dann so nen Selbstbewußtsein, das nicht doch nen Stachel des Zweifels bleibt, ob die anderen nicht recht haben und das Tier auf diese Weise gerettet hätte werden können.
Mit freundlichen Grunzern
Annette
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Annette
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- Isa
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Interessanter Gedanke.
Also gehts u.a. auch darum, "dazu" zu gehören.
Alle anderen empfehlen das, also mach ich das auch so. Somit bin ich ein verantwortungsbewusster Tierhalter, der (in einem Forum) voll akzeptiert und unterstützt wird. Und im Zweifelsfall kann mir nichts vorgeworfen werden.
Also gehts u.a. auch darum, "dazu" zu gehören.
Alle anderen empfehlen das, also mach ich das auch so. Somit bin ich ein verantwortungsbewusster Tierhalter, der (in einem Forum) voll akzeptiert und unterstützt wird. Und im Zweifelsfall kann mir nichts vorgeworfen werden.

- lapin
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich glaube man sollte das ganze distanzierter sehen, immerhin befinden sich die Leute in einer extremen Situation.
Ich geh davon, dass die Leute die sich in Foren aufhalten IMMER ein großes Interesse daran haben, dazu zu lernen, bzw gibt es darunter natürlich auch ne Menge die einfach nur gerne Ratschläge geben und sich für ziemlich gottähnlich halten
...
Zwischen diesen beiden Gruppen sollte man differenzieren.
Zum 2. Fall brauch ich nicht viel sagen, die eröffnen Kranken Threads um anderen damit etwas beizubringen, dass letzte was sie brauchen, sind Ratschläge...
da eigene Erfahrungen so sehr vorhanden sind, das jeder Tipp nur ne Breitseite ist.
Aber zum 1. Fall die Leute befinden sich in einer hohen Stresssituation, dass sie einen Thread dazu öffnen und fragen, zeigt ja doch, das antworten gesucht werden.
Und am besten ist natürlich, dass sich eigene Vermutungen bestätigen...
Für mich persönlich war es immer schön, Dinge zu hören, die ich selber auch im Kopf hatte, das gab mir das Gefühl richtig zu denken und das richtige zu tun...
Jede andere, neue Idee und jeder Gedanke eines anderen Users, lassen einen selber zweifeln, zudem kommt eben auch schnell das Gefühl auf... "Hey, das Tier sitzt bei mir, ihr könnt die Situation gar nicht einschätzen und was macht ihr so ne Panik, ich hab alles im Griff (TROTZKOPF)"
Die Blockade halte ich persönlichen für einen menschlichen Eigenschutz...würde das alles gar nicht so negativ werten
Ich denke einfach, Tipps bringen "JA"! Aber dauerhaft darauf hinweisen "NEIN"...
All das was sie bei diesem Tier lernen, aber nicht anwenden, wird spätestens beim nächsten kranken Tier interessant werden....
"Kommt Zeit, kommt Rat"
Ich geh davon, dass die Leute die sich in Foren aufhalten IMMER ein großes Interesse daran haben, dazu zu lernen, bzw gibt es darunter natürlich auch ne Menge die einfach nur gerne Ratschläge geben und sich für ziemlich gottähnlich halten

Zwischen diesen beiden Gruppen sollte man differenzieren.
Zum 2. Fall brauch ich nicht viel sagen, die eröffnen Kranken Threads um anderen damit etwas beizubringen, dass letzte was sie brauchen, sind Ratschläge...
da eigene Erfahrungen so sehr vorhanden sind, das jeder Tipp nur ne Breitseite ist.
Aber zum 1. Fall die Leute befinden sich in einer hohen Stresssituation, dass sie einen Thread dazu öffnen und fragen, zeigt ja doch, das antworten gesucht werden.
Und am besten ist natürlich, dass sich eigene Vermutungen bestätigen...
Für mich persönlich war es immer schön, Dinge zu hören, die ich selber auch im Kopf hatte, das gab mir das Gefühl richtig zu denken und das richtige zu tun...
Jede andere, neue Idee und jeder Gedanke eines anderen Users, lassen einen selber zweifeln, zudem kommt eben auch schnell das Gefühl auf... "Hey, das Tier sitzt bei mir, ihr könnt die Situation gar nicht einschätzen und was macht ihr so ne Panik, ich hab alles im Griff (TROTZKOPF)"
Die Blockade halte ich persönlichen für einen menschlichen Eigenschutz...würde das alles gar nicht so negativ werten

Ich denke einfach, Tipps bringen "JA"! Aber dauerhaft darauf hinweisen "NEIN"...
All das was sie bei diesem Tier lernen, aber nicht anwenden, wird spätestens beim nächsten kranken Tier interessant werden....
"Kommt Zeit, kommt Rat"
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- Isa
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Stimmt, dieses Leute gibt es auch. Wenn auch seltener, aber dann ziemlich drastisch vertreten.lapin hat geschrieben: Ich geh davon, dass die Leute die sich in Foren aufhalten IMMER ein großes Interesse daran haben, dazu zu lernen, bzw gibt es darunter natürlich auch ne Menge die einfach nur gerne Ratschläge geben und sich für ziemlich gottähnlich halten...
"Mein Tier ist krank, ich mach das so und so und hab alles im Griff. Sieh zu und lerne!"

Das ist natürlich ein "schönes" Erlebnis. Man fühlt sich bestärkt in dem was man vermutet und macht.lapin hat geschrieben: Aber zum 1. Fall die Leute befinden sich in einer hohen Stresssituation, dass sie einen Thread dazu öffnen und fragen, zeigt ja doch, das antworten gesucht werden.
Und am besten ist natürlich, dass sich eigene Vermutungen bestätigen...
Für mich persönlich war es immer schön, Dinge zu hören, die ich selber auch im Kopf hatte, das gab mir das Gefühl richtig zu denken und das richtige zu tun...
Wem tut das nicht gut?

Jein. Ich bin auch immer sehr dankbar für andere Denkrichtungen!lapin hat geschrieben: Jede andere, neue Idee und jeder Gedanke eines anderen Users, lassen einen selber zweifeln, zudem kommt eben auch schnell das Gefühl auf... "Hey, das Tier sitzt bei mir, ihr könnt die Situation gar nicht einschätzen und was macht ihr so ne Panik, ich hab alles im Griff (TROTZKOPF)"
Die Blockade halte ich persönlichen für einen menschlichen Eigenschutz...würde das alles gar nicht so negativ werten![]()
Kommt aber glaube ich auf die Situation an.

Ich versuch schon, jeden Gedanken von außen mit der Istsituation meines kranken Tieres zu vergleichen.
Ist der Gedanke eines anderen total abwegig, verwerfe ich ihn sofort.
Trifft er zu und ich weiß es oder könnte er zutreffen und ich weiß es aber nicht, denk ich intensiv drüber nach, forsche selber alleine nochmal in diese Richtung, spreche es ggf. mit dem TA durch.
(So schon geschehen mit Mimms Matschkot, als Miss Marple mir anhand des Auftretens des Matschkots den Eisprung als möglichen Grund nannte. Ich dachte mir zwar "Ach neiiiin

Ich muss aber sagen, dass mich solche Fremdgedanken, die ich dann alleine und/oder mit dem TA durchspreche, schon ziemlich geistig fordern und ich danach erstmal ne Woche Urlaub gebrauchen könnte.

Das ist aber oft leider auch nicht der Fall.lapin hat geschrieben: All das was sie bei diesem Tier lernen, aber nicht anwenden, wird spätestens beim nächsten kranken Tier interessant werden....
"Kommt Zeit, kommt Rat"

Es wird auf das alt bewährte gepocht. Klappts beim ersten kranken Tier nicht, ist es "höhere Gewalt", aber man wendet es beim zweiten kranken Tier wieder genauso an.


- Curly
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Hast du die Eingansfrage mal in den gemeinten Foren gestellt?
Würd mich ja interessieren, was da so für Meinungen kommen.
Würd mich ja interessieren, was da so für Meinungen kommen.
- Isa
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich bin nirgends sonst als hier angemeldet.Curly hat geschrieben:Hast du die Eingansfrage mal in den gemeinten Foren gestellt?
Würd mich ja interessieren, was da so für Meinungen kommen.

Doch halt, in einem bin ich es. Da war ich mal vor 1,5 Jahren für 2 oder 3 Monate aktiv und seither nicht mehr. War einfach nicht meine Welt.
Ich lese in verschiedenen Foren (meist Meerschweinchen und Hunde) als Gast ab und zu mal in der Gesundheits- und Ernährungsecke quer.

- lapin
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ist also ne eigene Interpretationsfrage...Isa hat geschrieben:Ich versuch schon, jeden Gedanken von außen mit der Istsituation meines kranken Tieres zu vergleichen.
Ist der Gedanke eines anderen total abwegig, verwerfe ich ihn sofort.
ich würde einfach den meisten nix "blindes", "versteiftes" unterstellen...
sondern einfach nur eine gewisse Hilflosigkeit.
Ich habs mit Rehlein ja ganz aktuell...
es gab einen Punkt, wo sich wirklich alle einig waren, das Rehlein zu einem Not TA gehört und ganz dringend etwas benötigt um ihr das Atmen zu erleichtern...
und jeder der den Thread als Außenstehender verfolgt und liest, dass ich mich absolut dagegen gewährt hatet, wird mich für ziemlich verbohrt halten.
Denn so ein Tier gehörte ja eigentlich zum TA und zwar SOFORT..
ich für mich, hab mich dagegen entschieden...einfach weil es MEIN GEFÜHL und das was ich gesehen habe war, was sagte...DAS wird sie umbringen!
Sind wir doch mal ehrlich, ALLES was wir tun, tun wir um unser Gewissen zu beruhigen ob es DAS oder DAS ist, was dem Tier hilft oder eigentlich gar nichts davon geholfen hat und das Tier sich selbst therapiert hat?!

Und wenn es mein Gewissen beruhigt, ihr einen TA Besuch nicht anzutun, weil ich denke, dass sie so sehr gut klar kommt, dann ist es MEINE Entscheidung, aber nicht die meines Tieres.
Wenn ich nun auf einen User treffe, der seinem Tier AB verabreichte und dieses nun seit 2 Tagen mit Durchfall kämpft und man ihm dann rät, das Mittel abzusetzen, was ja EIGENTLICH die Darmflora aufbaut...dann ist doch klar wie seine Reaktion ausfällt.
Ansonsten alles umdenken oder eindenken ist schwierig...
ich seh das immer wie mit nem neuen Handy

das ist dann auch einfach ne Charakter Sache

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Re: Lernen kontra Aufopferung
@Curly:Standartantworten sind oft: Weil es der TA der ja studiert hat so sagt......hindert aber niemanden daran, im nächsten Tread wieder zum sofortigen Tierarztwechsel zu raten, weil der TA ne andere Meinung /Behandlung vertritt als die Userschaft die anscheinend allesamt hellsichtig sind.
2. "Das hat meinen Tieren auch immer geholfen."
3. "Meerschweine haben einen Stopfmagen und müssen gepäppelt werden" ....ein Fakt der nun dummerweise nicht nur das Internet sondern auch die TA-Schaft durchzieht.
4. Die kompletten Mythen halt, die man aufgrund der Masse, die diese Mythen glauben einfach nicht totgeschlagen bekommt. "Heu = Muss für den Zahnabrieb"; " Giftdatenbank im Nagerforum = Der Stein der Weisen was Fütterungsempfehlungen angeht"; " die Brain schreibt aber"
@Lapin: Du machst gerade nen großen Fehler
. Du vergleichst dich mit "normalen" Tierhaltern, die ihre 2qm Haltung für paradisisch halten und für die Selektionsfähigkeit oder Giftresistenz Mumpitz sind. Die denken ganz anders als du. Ich hab deine Bedenken mit Rehlein nicht zu einem Fremdtierarzt gehen zu wollen übrigens sehr gut nachvollziehen können. Ging mir ja mit dem halbverhungerten Amico nicht anders.
Ich denke das viele Halter zum einen nicht informiert sind zum anderen aber auch einfach dankbar sind wenn sie "Patentrezepte" bekommen. AB, BBB, CC...ne Aufbausprtze und man hat alles für sein Tier getan. Andere Infos sind oft gar nicht erwünscht. Und zwar nicht nur beim Halter nicht sondern bei der restlichen Userschafft erstrecht nicht. Schönes Beispiel die Meerschweinchenhalterin die hier im Gästebereich war und sich eigentlich anmelden wollte.....blöderweise hat hier niemand wie in nem anderen Forum daraus nen "Kaffeekränzchen-Bedauertread" gemacht. Im anderem Forum ging der nämlich schon über Seiten....

2. "Das hat meinen Tieren auch immer geholfen."
3. "Meerschweine haben einen Stopfmagen und müssen gepäppelt werden" ....ein Fakt der nun dummerweise nicht nur das Internet sondern auch die TA-Schaft durchzieht.
4. Die kompletten Mythen halt, die man aufgrund der Masse, die diese Mythen glauben einfach nicht totgeschlagen bekommt. "Heu = Muss für den Zahnabrieb"; " Giftdatenbank im Nagerforum = Der Stein der Weisen was Fütterungsempfehlungen angeht"; " die Brain schreibt aber"
@Lapin: Du machst gerade nen großen Fehler


Ich denke das viele Halter zum einen nicht informiert sind zum anderen aber auch einfach dankbar sind wenn sie "Patentrezepte" bekommen. AB, BBB, CC...ne Aufbausprtze und man hat alles für sein Tier getan. Andere Infos sind oft gar nicht erwünscht. Und zwar nicht nur beim Halter nicht sondern bei der restlichen Userschafft erstrecht nicht. Schönes Beispiel die Meerschweinchenhalterin die hier im Gästebereich war und sich eigentlich anmelden wollte.....blöderweise hat hier niemand wie in nem anderen Forum daraus nen "Kaffeekränzchen-Bedauertread" gemacht. Im anderem Forum ging der nämlich schon über Seiten....
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Re: Lernen kontra Aufopferung
DANKE Schweini!! Du hast genau das ausgesprochen, wozu ich irgendwie nicht in der Lage war, es in Worte zu kleiden!!
Sind wir da vielleicht wieder beim Thema: Weil es so alles viel einfacher macht? Tierhaltung ja bitte, Komplikationen bzw. anstrengendes Denken nein danke??schweinsnase77 hat geschrieben: Ich denke das viele Halter zum einen nicht informiert sind zum anderen aber auch einfach dankbar sind wenn sie "Patentrezepte" bekommen. AB, BBB, CC...ne Aufbausprtze und man hat alles für sein Tier getan. Andere Infos sind oft gar nicht erwünscht. Und zwar nicht nur beim Halter nicht sondern bei der restlichen Userschafft erstrecht nicht.

- lapin
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Warum soll man aber etwas anzweifeln was bisher funktionierte?! Das halte ich wirklich für schwer und benötigt schon eine gewisse Skepsis und eigene innere Einstellung den Dingen ggü.
Ich nehm jetzt mal den Fall RuJo, sie selber schrieb, dass sie bisher immer gute Erfahrungen mit Bene Bac machte, nun sich aber wegen der bekannten Inhaltsstoffe dagegen entschieden hat.
Anderen wird aber der Zuckergehalt relativ egal sein, solange das Mittel bewirkt was es bewirken soll?
Dauerschäden interessieren mich gegenwärtig ja nicht.
Wichtig ist, dass es dem Tier JETZT gut/besser geht....
(versuch mich mal rein zu versetzen
)
Ich nehm jetzt mal den Fall RuJo, sie selber schrieb, dass sie bisher immer gute Erfahrungen mit Bene Bac machte, nun sich aber wegen der bekannten Inhaltsstoffe dagegen entschieden hat.
Anderen wird aber der Zuckergehalt relativ egal sein, solange das Mittel bewirkt was es bewirken soll?
Dauerschäden interessieren mich gegenwärtig ja nicht.
Wichtig ist, dass es dem Tier JETZT gut/besser geht....
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Re: Lernen kontra Aufopferung
Ich denke es hat eher was mit "gesicherten Pfaden" und Gruppendynamik zu tun. Lemmingverhalten quasi.
Wenn man sich als Tierhalter an das hält was TA und Userschaft sagen, ist man aus der verantwortung. Macht man was anderes und es geht schief, muss man es vor sich selber und vor anderen Verantworten. Kann nicht jeder.
Und auch als "ratgebender" User schließt man sich eher der Gesamtmeinung an....sonst wirds auf Dauer einfach in vielen Foren sehr ungemütlich. Und gerade bei dem "alteingesessenen" Usern dienen Foren ja eher dem allgemeinen Kaffeeklatsch, wie Informationsaustausch.
@Lapin: Klar. Und genau da liegt ja der Unterschied zwischen diesem Forum hier und anderen. Wir zweifeln auch das an was funktioniert.
Wenn man sich als Tierhalter an das hält was TA und Userschaft sagen, ist man aus der verantwortung. Macht man was anderes und es geht schief, muss man es vor sich selber und vor anderen Verantworten. Kann nicht jeder.

@Lapin: Klar. Und genau da liegt ja der Unterschied zwischen diesem Forum hier und anderen. Wir zweifeln auch das an was funktioniert.

Mit freundlichen Grunzern
Annette
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Re: Lernen kontra Aufopferung


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Re: Lernen kontra Aufopferung


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