Tierärzte und ihre "Diagnosen"

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Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von lapin » So 8. Mai 2011, 21:33

Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich immer wieder feststelle, dass man zwar ne Menge untersuchen und machen kann, aber ein wirklich KLARES Ergebnis habe ich gerade bei Kaninchen noch nicht bekommen.

Meist sind es Vermutungen, ein vorsichtiges herantasten mit verschiedenen Medikamenten in der Hoffnung alles richtig zu machen.
Vieles Beruht evtl auf Erfahrungen, aber an sich gibt es bei verschiedenen Untersuchungen doch keine genaue Erkenntnis für den Besitzer.

Mittlerweile habe ich nun 3 Patienten hier sitzen, die alle nicht wirklich gesund sind.
Ich habe zig Untersuchungen über sie ergehen lassen, bis ich iwann damit aufgehört habe.

Bluttest, Kotprobe, Titertest...
alles Dinge, die zwar zeigen, da ist was im argen (was ich übrigens auch SO sehen kann), aber keiner kann mir sagen warum, weshalb, wieso und vor allem...wie gehts weiter?

Einige haben den Fall Rehlein ja mit verfolgt...auch sie zeigte mir, dass ich sonst noch iwelche Untersuchungen machen kann, wirklich schlau wird man erst, wenn man das Tier aufgeschnitten hat...
das könnte aber ihren Tod bedeuten.

Ist die Veterinärmedizin einfach noch nicht so weit? Oder was muss gemacht werden, um ne vernünftige Diagnose zu bekommen, um dann wiederum entsprechend behandeln zu können?



Welche Erfahrungen habt ihr sammeln können,...?
Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von schweinsnase77 » So 8. Mai 2011, 21:46

Ich denke die Vet-Medizin ist im Kleintierbereich einfach noch nicht so weit, einfach auch weil zu wenig Nachfrage nach komplexen Diagnosen besteht....ergo wird wenig in die Richtung geforscht und noch weniger unterichtet.

Schön fände ich allerdings wenn Ärzte das engagierteren haltern einfach sagen würden....dann könnte man dem Tier Streß und sich selber Kosten ersparen.

Die Standartdiagnosen kriegen wir hier doch alle schon selbst hin, ist halt wie bei Müttern und Kindern. :yo:
Mit freundlichen Grunzern

Annette

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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von lapin » So 8. Mai 2011, 21:51

Aber wer hilft uns bei NICHT Standardkrankheiten?
Wozu gibt es ein großes Blutbild, wenn man wirklich GAR NIX daraus schließen kann, außer das eben was im "argen" ist :(?!

Was ist das überhaupt mit den Referenzwerten, nicht mal denen ist zu trauen....
woran orientieren?

Warum macht man Titertests und Kotproben, wenn eigentlich jedem klar ist, dass es gewisse Bakterien und Parasiten im Körper gibt ohne das Tier zu stören...
dennoch wird später daraufhin behandelt, weil sie nun mal in dem Test oder der Probe nachgewiesen wurden?

Ich mag vllt zur Zeit etwas gefrustet sein und das kann man evtl auch rauslesen...aber die Fragen werde ich mir wohl immer stellen..
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von schweinsnase77 » So 8. Mai 2011, 22:00

Beim Blutbild kommt es halt immer drauf an, was gefunden wird. Bei manchen Werten ist ne Interpretation relativ einfach, bei manchen hätte man sie halt auch bleiben lassen können.....

Zudem können Tierärzte ja nur mit dem Material arbeiten, was ihnen zur verfügung gestellt wird....und wenn die Labore Meerschweinchen und Kaninchen gleichsetzn, dann kann der Tierarzt auch nicht viel machen. Neue Refernzwerttabellen sind teuer und den Aufpreis würden nur wenige Tierhalter bezahlen wollen. Denk dran, nen Großteil unserer Nager läuft immer noch unter Kinderspielzeug....

Wegen den Parasiten...ich denk da wollen sich die Tierärzte einfach auch auf der sicheren Seite wissen. Zumal:"Mein Tier hat Würmer aber mein Ta behandelt nicht", auch nicht Geschäftsfördernd sein dürfte.
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von ClaudiaL » Mo 9. Mai 2011, 10:59

schweinsnase77 hat geschrieben: einfach noch nicht so weit, einfach auch weil zu wenig Nachfrage nach komplexen Diagnosen besteht....ergo wird wenig in die Richtung geforscht und noch weniger unterichtet.
Hier denke ich liegt eins der großen Probleme. Die meisten Halter wollen das Geld doch gar nicht in ein Kaninchen investieren. Ist ja "nur ein Kaninchen". Wo keine Nachfrage ist, ist auch weniger Forschung/Erfahrung.

Wenn ich an Sammy denke, was haben wir alles getan aber das es diesen Gendefekt gibt, das wusste meine TÄin auch nicht. Hätte ich Murx nicht gehabt, wären wir nie darauf gekommen. Helfen konnten wir ihm leider trotzdem nicht mehr.
Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler
(Philippe Djian)

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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von Isa » Mo 9. Mai 2011, 12:55

Lilly und Schweinsnase haben eigentlich schon alles aufgezählt, WARUM das so läuft mit den Diagnosen bei Tierärzten.
Der Kosten-Nutzen-Faktor rechnet sich einfach nicht. :(
Ein Meerschweinchen oder ein Kaninchen bekommt man in Zoohandlungen ja schon für wenige Euro. Ein Routine-TA-Besuch ist meist aber doppelt so teuer wie der Kaufpreis des Tieres.
Die Forschung würde also Gelder in etwas stecken, wo viele Halter gar nicht bereit sind zu bezahlen!
Einige wenige Referenzwerte geben uns Aufschluss: z.B. der Glucosewert bei Diabetes oder der T4 bei der Schilddrüsenüberfunktion.
Bei diesen Krankheiten hat man aber (meist!) im Vorfeld schon klare Anzeichen, die darauf hin deuten und man kann relativ gut behandeln.
So bald aber z.B. die Leber- oder Nierenwerte aus der Reihe tanzen, steht man vor dem großen Warum!!..

Wenn man sich aber mal überlegt, wie schnell meist so ein TA Besuch von statten geht, da KANN ja gar nicht die Causa (die Ursache) herausgefunden werden.
Mit ein Grund warum mich die Homöopathie so fasziniert.
Eine richtige Anamnese dauert da schon mehrere Stunden.
Es wird das Wesen an sich von A bis Z durchleuchtet und hinterfragt, denn alles hängt zusammen. Eine Vorliebe für kaltes Wasser oder das bevorzugte Schlafen auf der linken Seite, eine Lungenentzündung im Jahr 1999 macht genauso das Wesen aus, wie die Schuppenflechte von 2010 und die Abmagerung heute. Die Ganzheitlichkeit ist das "Zauberwort".

Außerdem beschäftigt sich die Allopathie im Großen ganzen leider sowieso nur mit der Symptombekämpfung und nicht mit der Ursachenbekämpfung. Gehst du mit schuppiger, wunder Haut zum Arzt, wird die schuppige wunde Haut "bekämpft" dass aber im allgemeinen -und bei Hautproblemen im speziellen!!- ganz andere Ursachen dahinter stecken, wird total übergangen!
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von lapin » Mo 9. Mai 2011, 13:04

Nun, das machts doch für mich als Tierhalter überflüssig, mit meinen Kaninchen zum TA zu gehen...

Aktuell wars leider bei allen Fällen so... :(!
Ich weiß nicht wie viel Geld ich in den Praxen gelassen habe, um am Ende doch nichts zu wissen...
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 9. Mai 2011, 13:13

lapin hat geschrieben:Nun, das machts doch für mich als Tierhalter überflüssig, mit meinen Kaninchen zum Tierarzt zu gehen...

Aktuell wars leider bei allen Fällen so... :(!
Ich weiß nicht wie viel Geld ich in den Praxen gelassen habe, um am Ende doch nichts zu wissen...

Genau zu dem Entschluß bin ich leider auch gekommen. Entweder es ist was Standartmäßiges wo ich mir im Prinzip nur die Medis abholen brauche, oder ich gehe nur noch zum Euthanasieren, bzw solange das Tier mit Schmerzmittel klarkommt zum Schmerzmittel holen. Klingt hart, aber die 1000 Euro für "Goldschwein" Amico, wären ne 1a ad lib Winterfütterung mit jeder Menge frischen Kräutern geworden.
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von Isa » Mo 9. Mai 2011, 13:27

schweinsnase77 hat geschrieben:
lapin hat geschrieben:Nun, das machts doch für mich als Tierhalter überflüssig, mit meinen Kaninchen zum Tierarzt zu gehen...

Aktuell wars leider bei allen Fällen so... :(!
Ich weiß nicht wie viel Geld ich in den Praxen gelassen habe, um am Ende doch nichts zu wissen...

Genau zu dem Entschluß bin ich leider auch gekommen. Entweder es ist was Standartmäßiges wo ich mir im Prinzip nur die Medis abholen brauche, oder ich gehe nur noch zum Euthanasieren, bzw solange das Tier mit Schmerzmittel klarkommt zum Schmerzmittel holen. Klingt hart, aber die 1000 Euro für "Goldschwein" Amico, wären ne 1a ad lib Winterfütterung mit jeder Menge frischen Kräutern geworden.
Ich seh das zum Teil auch so!!
Ja, weil es wirklich oft einen TA Besuch überflüssig macht; aus oben angeführten Gründen.
Nein, weil ich bei akuten Dingen wie einer Lungenentzündung oder einer Blasenentzündung schon große Erfolge verbuchen konnte.
Bsp: Maia mit ihrer damaligen Lungenentzündung. Das AB Marbocyl und leichte Entwässerungstabletten und sie war recht schnell wieder "wie neu". Pü mit ihrer Blasengeschichte (massive Grießansammlung). Wäre ich mit ihr nicht beim TA (Alex) gewesen, wäre ihr Allgemeinbefinden wohl weiterhin sehr schlecht. Sie bekommt nun ein pflanzliches AB alle paar Wochen als Kur. Die Grießansammlungen gehen dadurch zwar nicht einfach so weg, aber sie schwemmt vermehrt aus und (für mich das wichtigste!!) sie ist wieder total glücklich und zufrieden, da sie keine Schmerzen mehr hat.

Ich bin zwar ein großer Fan der Alternativmedizin (klar, ich mach ja deshalb die THP Ausbildung), aber ganz ohne Allopathen gehts nicht.
Gerade bei Akutkrankheiten kann man so viel mit der Schulmedizin erreichen, WENN der entsprechende TA sich denn Mühe gibt und sich auskennt.

Bei tiefergründigen (teilw. chronischen) oder komplizierten Dingen würde ich -nach meinem neuesten Wissensstand- wohl eher nach einem tiefforschenden Alternativmediziner schauen, der ganzheitlich betrachtet und behandelt. Teurer ist dieser nämlich auf keinen Fall, wenn man mal bedenkt was wir alle schon beim TA liegen gelassen haben.
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von saloiv » Mo 9. Mai 2011, 13:38

Jetzt wird es hier aber arg tierarztfeindlich. :jaja:
Ich muss sagen, dass ich nicht ganz so schwarzmalerisch bin. Es kommt zunächst auf den Tierarzt an (man kann nicht alle über einen Kamm scheren) und Tierärzte sind halt auch keine Götter in weiß, demnach wissen sie nicht immer eine Lösung und machen auch Fehler.
In der normalen Medizin ist es auch nicht anders. :X Was ich schon erlebt habe... Das macht mit den Tierarztgeschichten auf jeden Fall Konkurrenz. Mir wollten sie beispielweise schon den Bauch aufschneiden (dicke Narbe einmal um den Bauchnabel herum) und haben dann einen Tag davor festgestellt, dass der eiternde Nabel doch nicht durch eine Fistel verursacht wurde, sondern einfach durch eine Entzündung im Nabel, weil im Nabel sich ein kleines Holzsstück verirrt hatte und dort alles entzündete. Die Ärztin hatte sich den Nabel garnicht richtig angeschaut sondern einfach mal die OP veranschlagt. :grübel:
Das heißt aber nicht, dass ich deshalb alle Ärzte verurteile. Es gibt ne Menge schlechte, aber auch einige Gute. Und auch diese dürfen mal Fehler machen.
Demnach bin ich kritisch bei dem was sie untersuchen und machen (vor allem verabreichen), aber deshalb gar nicht mehr hinzugehen finde ich übertrieben. Zwei Leute sehen mehr als einer und eagl ob jetzt Knochenbruch oder Kastration, man kommt nicht drum herum. Bei komplexen Erkrakungen ist es leider oftmals nicht ganz einfach. Ich habe auch nicht so die Standard-Erkrankungen wie Durchfall oder Blähungen, Zahnfehlstellung... Demnach überfordert das schnell. Aber auch mit Diagnose kann man nicht immer behandeln. Zum Beispiel hat Asterix immer noch seinen Abszess, es hat nichts geholfen.
So ein vielfältiger Beruf ist eine Herausforderung und unglaublich umfangreich.
Aber allgemein ist weniger Therapie und Medikamente meist mehr.
Zu den Blutwerten gibt es Doktorarbeiten. Allerdings sind selbst beim Menschen die Referenzwerte umstritten, wie sieht´s da erst beim Kaninchen aus. Je nach Verfahren sind auch die Werte anders. Das Verfahren muss immer berücksichtigt werden.
Meine Tierheilpraktikerin ist weniger auf dem Diagnose-Trip, sie schaut sich die Symptome sehr genau an und behandelt und geht diagnostisch nur weiter, wenn sie so nicht weiter kommt oder es nötig ist um z.B. Risiko/Nutzen eines Medikaments abzuwägen. Sie sagt, dass mittlerweile extrem viel mit Maschinen diagnostiziert wird aber den Tierärzten das Gefühl für die Krankheiten fehlt und teilweise sie auch nicht Methoden auswerten können. Da wird gleich geröngt, Ultraschall, Blutbild... gemacht weil es ja "verlässlicher" ist als ein abtastender Tierarzt (sieht für den Kunden so aus), aber eigentlich sind die Tierärzte mit der Auswertung der Befunde völlig überfordert. Somit sind die Ergebnisse dann auch falsch.
Geh mit einem Tier zu 10 Tierärzten und du hast 8-10 Diagnosen. Lass ein Röntgenbild von 10 Tierärzten anschauen und du hast 8-10 Diagnosen.
Erfahrene Tierärzte, die die Krankheit aus Erfahrung kennen und ein Gespürr für die Tierart und die Krankheiten haben, sowie für die Medikamente und Behandlungsmethoden, kommen da meist deutlich weiter.
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 9. Mai 2011, 13:40

Missverständnis: Solche behandelbaren Sachen lasse ich natürlich auch behandeln....aber die laufen bei mr schon wieder unter Eigendiagnose.

Tier hat Nasenausfluß oder Atemgeräusche, da nehm ich nen Atemwegsinfekt an und der ist in den meisten Fällen ja recht einfac zu behandeln...ebenso wenn ich sehe das Tier hat Schmerzen beim urinieren oder zeigt generelles Unwohlsein. Aber wenn es dafür halt keine Ursache gibt und nur rumprobiert wird, a la: Wir könnten
noch das und das versuchen und wenn das nicht hilft nehmen wir halt was anderes...ohne ne sichere Diagnose zu haben, dann lass ich es bleiben.
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von lapin » Mo 9. Mai 2011, 13:49

Mir geht es nicht um TÄ...und es soll auch auf keinen Fall feindlich rüberkommen...
:roll:!

Aber es gibt keine klaren Diagnosen, nur Erfahrungen und das reicht mir nicht aus...
die hab ich zum Teil selber! Dafür brauch ich dann keinen TA...
wenn ich aber wirklich nicht weiter weiß, gibt es auch niemanden der mir auf die Sprünge hilft und das ist das was ich meine.

Ich bin mit meiner TÄ 100% zufrieden, da sie mir entgegenkommt, da sie sich nicht über den Halter stellt, sondern auch hier Gedanken zulässt.
Jedoch sind ihr die Hände gebunden, mit allem was zu einer Diagnosenfindung dazu gehört...
Sie sagt mir welche Möglichkeiten man hat, aber inwiefern sie Aufschlussreich sind, wird sie selber immer schulterzuckend beantworten...
Man kann ne Menge untersuchen, nur kommt man viel zu selten auf das gesuchte Ergebnis, diese Ehrlichkeit macht sie zu MEINER TÄ, auf die ich stolz bin.

Jedoch für mich als Tierhalter, der auf der Ursachenfindung ist...einfach nur traurig.
Mittlerweile behandle ich alle Tiere nach meinen erlangten Erfahrungen und Tipps von Usern hier (mit eigenem abwägen und auch Absprache der TÄ, die selber zb zugibt, gar keine Erfahrungen mit Schüssler Salzen zu haben).
Ich habe hier das homöopathische Mittel Cantharis Comp. empfohlen bekommen und bin mit dieser Info zu meiner TÄ gefahren, die mir daraufhin noch 2 weitere Komplexmittel mit gegeben hatte und ich dann von der
Empfehlerin von Cantharis Comp. einen dicken Daumen gezeigt bekam, für eine weitere GUTE Empfehlung meiner TÄ.

Das ist das was ich mag...

zeigt mir aber jedoch wieder sehr...aus vielen Meinungen, kann man eine machen...um doch noch helfen zu können.
:hm:!

Das jetzt nur mal für alle TÄ die sich mit diesem Thema iwie angegriffen fühlen sollte...das sollte so nicht sein.
Dennoch ist es mit den Diagnosen eben doch einfach so ein Ding in dem ich in den letzten Jahren SEEEEHR enttäuscht wurde!
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von Isa » Mo 9. Mai 2011, 13:59

Das was saloiv beschreibt... der Hammer! :shock: Aber leider Alltag. :?
So, beim Humanmediziner kommen Irrtümer, Fehldiagnosen oder "Alibi"diagnosen noch und nöcher vor. Haste Schnüpfchen, kriegste AB.
Und das OBWOHL er NUR den Menschen als Spezies zu behandeln hat.
Und OBWOHL er sich oft in eine Richtung spezialisiert hat. (Internist, Urologe, Augenarzt, Frauenarzt,...).
Dann steht da der TA. Er muss praktisch alle Spezies kennen und können und sich mit´deren Anatomie, Physiologie, Pathologie "rumschlagen".
Mal ehrlich... wen wunderts da noch, dass da noch mehr schief laufen kann als beim Humanmediziner?
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 9. Mai 2011, 14:01

War von meiner Seite auch nicht als Tierarztschelte gedacht, auch wenn es vll so rüberkam.

Mein TA ist en absolut brillanter Diagnostiker wenn es um Katzen und Hunde geht, als Operateur Spitzenklasse (da würde selbst ich micht operieren lassen :top: ), aber wenn es um Meerschweine geht...tja nü. Aber wo sollen sie das Wissen denn auch herhaben? :hm: Alex sagt ja selber das es im Studium nicht vorkommt, und Geld kann man eher mit Hunden und Katzen verdienen, weil die Halter da einfach mehr Geld für ausgeben. Und ne TA-Praxis muss nun mal auch wirtschaftlich geführt werden und wo soll man die Zeit für die ganzen notwendigen Fortbildungen hernehmen, wenn man "nebenbei" noch Familie hat und das Hauptklientel einfach Hunde und Katzen sind?
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von saloiv » Mo 9. Mai 2011, 14:05

Es gibt Tierärzte die sich auf kleine Heimtiere/Kleinsäuger spezialisiert haben. Ich wollte mal demnächst (wen mal wieder benötigt...) so eine ausprobieren (https://www.heimtieraerztin.de/" onclick="window.open(this.href);return false;) um festzustellen ob es einen Unterschied macht. Sie bildet selber Tierärzte aus. Wobei mein Tierarzt selber Kaninchen hält und sich fortbildet, also auch nicht ganz ahnungslos ist. ;)
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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von Nightmoon » Mo 9. Mai 2011, 21:40

lapin hat geschrieben:Aber es gibt keine klaren Diagnosen, nur Erfahrungen und das reicht mir nicht aus...
die hab ich zum Teil selber! Dafür brauch ich dann keinen Tierarzt...
wenn ich aber wirklich nicht weiter weiß, gibt es auch niemanden der mir auf die Sprünge hilft und das ist das was ich meine.
Tja, das ist das Problem, was Tierärzte leider oft haben. Sie kennen die Tiere oftmals nur als krank, weil sie sie fast immer nur krank auf den Tisch bekommen. Somit haben sie auch keinerlei Vergleichsmöglichkeiten, die aber wohl ein Tioerhalter hat. Er weiß, wenn sein Tier krank ist, was "ausbrütet" oder wann es fit, wie ein Turnschuh ist. ...und gerade deswegen ist es für Tierärzte sehr sehr wichtig, dass die Tierhalter die Symptome so genau, wie es nur geht beschreiben. Ein guter Tierarzt hetzt nicht, er fragt gezielt nach und will alle klitzekleinen Veränderungen des Tierchens wissen und nimmt sich dafür die Zeit. So war das zumindest immer bei meinen Tierärzten. Klar, dadurch hatte man manchmal erhebliche Wartezeiten, aber um das wenigstens ein bisschen zu minimieren, konte man vorher anrufen und fragen, ob es zeitlich passt oder eher ungünstig ist.
Mir war es immer wichtig, dass sich ein Tierarzt eit für meine kranken Tiere und mich nimmt und dadfür hab ich gerne gewartet, denn so gelangten wir schneller zu eindeutigen Diagnosen.

Wenn der oder die entsprechende Tierarzt/Tierärztin dann noch idealer Weise gleiche Tiere privat hält, so hat er sehr viel besere Vergleichsmöglichkeiten und weiß evtl. eher, was man meint.
Was auch sehr hilfreich sein kann, wenn man gewisse krankheitsgemäße Symptome filmn kann. Auf diese Idee brachte mich erst vor Kurzem die Lucy 11. Soe wusste auch nicht, wie sie dem TA das beschreiben sollte, wenn ihre Hundemaus so komische Husten-Würgereize bekommt oder Schmerzen hat. Also filmte sie das und konnte es dem Tierarzt dann "als Anschauungsmaterial vorspielen" Ich finde das eine sehr gute Idee, denn oft peitschen sich Tiere aus Angst, in und vor einer fremden Umgebung immer extrem hoch, sodass es fast gar keine merklichen Symptome gibt. Meine Tessa war auch so eine, die sobald wir beim TA waren stets gesund und fit war - "wundersame Heilung" sozusagen. Guckte der TA dann aber aus dem Fenster, während wir wieder zum Auto gingen, dann sah er erst das gesamte Ausmaß, weil sie danach total fertig war und sich da dann richtig hängen ließ.
Ein Tierarzt kann also auch nur gute, bzw. treffsichere Diagnosen stellen, wenn er genügend Infos dazu bekommt. Womit ich weder einem Tierhalter noch einem Tierarzt gewisse Ahnungen absprechen will, denn ich würde im Leben nicht ein Tierarzt sein wollen. Ich denke, dass "Tierarztsein" ein wirklich harter Beruf ist, bei dem man auch nie auslernt und immer dazu bereit sein muss neue Wege zu gehen und immer Neues dazu lernen muss uns auch will. Alleine schon, das Tiere einschlafen lassen stelle ich mir extrem schlimm vor, denn oft muss ein TA auch Tiere einschläfern, wo er selber genau weiß, dass er sie vielleicht noch hätte retten können, aber die Bestitzer nicht rechtzeitig genug zu ihm geangen sind oder nicht das Geld für eine Behandlung aufbringen kann. Schon von daher schon könnte ich da gerne drauf verzichten... Menschlich gesehen gibt es da wahrscheinlich viele Berufe, die da "dankbarer sind".
Andersherum lassen es sich viele Tierärzte aber auch wieder sehr gut bezahlen, nicht alle!!!, aber ich kenne schon Einige, wo man sich nach jedem TA-Besuch bald auf den Allerwertesten setzt, wenn man dann die Rechnung bekommt. :shock: :? ...und widerum andersherum, es ist wahnsinnig schwer Tiere zu behandeln, weil sie ja nicht selber sagen können, dass es da oder hier wehtut. Gerade deswegen ist eine gute Mitarbeit, nicht klugschei..n! ...von den Tierbesitzern sehr wichtig. Weil im Endeffekt ist das Tier, welches behandelt werden muss das Wichtigste und dafür muss man immer eine Menge tun...halt aus Liebe zum Tier. :lieb:
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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Tierärzte und ihre "Diagnosen"

Beitrag von Bigfoot63 » Di 10. Mai 2011, 09:58

Meine Erfahrungen sind bisher im großen und ganzen gut gewesen.
Bei deutlich diagnostizierbaren Krankheiten alles kein Problem. Bei OP`s ( Knochenbrüche, Kastras, Blasengries/stein etc. ) lief auch alles gut.

Bei ungenauen Symptomen ist es schwieriger.
Ich habe bei einem meiner Kaninchen ( Bigfoot ) vor vielen Monaten ein Geräusch festgestellt. Er hat sämtliche Untersuchungen durch vom Herzultraschall, Blutwerte usw. Diverse Medikamente brachten keinen Erfolg. Er röchelt weiter. Mittlerweile hat er auch Gewicht gelassen, aber ausser ein paar jämmerlichen Würmern, ließ sich hierfür keine Ursache finden.
3 Tierärzte, die aber alle miteinander arbeiteten, keine Bilder etc. doppelt machen, sind mit ihrem Latein am Ende. Nun soll es Schnupfen sein ....

Ich denke das ist auch normal. Viele Tiere werden vermutlich bei ihren Haltern so sitzen gelassen und sehen niemals einen Tierarzt, bis sie dann versterben. Die Tierärzte sehen solche Fälle eben sehr selten.
Des Wegen würde ich allerdings nicht ändern, sondern immer wieder versuchen eine Diagnose zu erhalten.
Vom Grunde her unternehme ich nichts an meinen Tieren ohne Tierarzt ( abgesehen von Verdauungsproblemen bei neuen Pflegetieren ), ich denke man kann als Laie, auch als sehr erfahrener Laie, viel falsch machen.
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