Tumore beim Wutz

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Mo 28. Mär 2011, 16:36

Heute hab ich beim TA angerufen, weil das Fettgeschwür an Telefonmanns Bauch inzwischen auf dem Boden hängt, wenn Wutz am laufen ist und auf Rampen macht sich das glaub ich auch nicht allzu gut.
Also gleich für heute einen "Anschau-Termin" bekommen.
Leider stellte sich heraus, dass es nicht bei den 2 Fettgeschwüren geblieben ist :? er hat einen Tumor an der Brustdrüse, der nicht wie die anderen beiden abgegrenzt und eingekapselt ist. TA meinte, dass er bösartig sein könnte. Da man bei solchen kleinen Tieren aber ja nix groß machen kann, hab ich erstmal gesagt, das das Gewebe nicht in die Pathalogie soll.
Am nächsten Dienstag ist der OP-Termin. Ich hoffe es geht alles gut :? er bekommt eine Injektionsnarkose, Gas machen sie dort gar nicht (müsste dafür bis in die Tierklinik). Nähte kommen dann auf die Größe der Wunden an, konnte sie jetzt noch nicht sagen. 2 Tage vorher soll er nur noch Heu und Wasser bekommen (heißt, ich muss die anderen zum Fressen abtrennen).
Sie hat meine Fütterung ziemlich gelobt :lieb: keine Körner und ad lib. Und sie hats auch gewundert, dass so ein relativ junges Schweindl schon solche Probleme mit Fettgeschwülsten hat.
Fefe war als Begleitschwein dabei, hat natürlich wieder die Niedlichkeits-Floskeln abbekommen :roll:

Daher ein paar Fragen:
Was sollte ich nach der OP beachten (wenn er wieder daheim ist) zwecks Einstreu/Decke und Futter?

Gibt es Kräuter o.ä. mit denen ich den Krebs (falls es einer ist, sie meinte sie kann es per Augenschein zu 90% klar machen ob bösartig oder nicht) eindämmen kann bzw. die ich jetzt schon füttern kann?

LG
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Nightmoon » Mo 28. Mär 2011, 17:06

Oh je, das tut mir Leid, dass dein Schweinchen Tumore hat.
Wollen wir hoffen, dass sie komplett entfernt werden können. Dafür drücke ich dir ganz dolle die Daumen! :daum:
Hast Du dir schon überlegt, was Du machst, wenn der TA bei der OP Metastasen entdeckt? :(
Man kann zwar bei Meeris eine Chemo machen, diese würde aber zu keiner Heilung führen. Leider ist es rel. häufig der Fall, dass wenn Meeris erst einmal Fettgeschwulste haben, Tumore auch nicht sehr lange auf sich warten lassen.
Wegen der Einstreu und was Du alles nach der OP so beachten musst/solltest, da können dir bestimmt unsere Schweinchen-Experten viele gute Tipps geben!
Wie gesagt, ich drücke dir und deinem Kleinen ganz feste die Daumen, dass es wieder alles gut wird. :daum:
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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Mo 28. Mär 2011, 18:36

Nightmoon hat geschrieben:Hast Du dir schon überlegt, was Du machst, wenn der Tierarzt bei der OP Metastasen entdeckt? :(
Eine Chemo o. ä. werd ich ihm nicht zumuten. Ich sag mir: so lange wie es ihm gut geht und nicht weiter.
Vom Verhalten her ist er auch ganz normal, frisst ordentlich, man merkt ihm echt nichts an (Gewicht bei 1,3 kg ist auch ordentlich). Er springt und wuselt, heute hat er aufn Balkon mit Fefe Bocksprünge vollführt, das war ne wahre Wonne :lieb:
Wenn er die OP gut übersteht und keine Metastasen gefunden werden o.ä. kommt er natürlich wieder mit Heim und wenn ich sehe, dass es nicht mehr geht, werde ich ihn erlösen lassen. Kann natürlich sein, dass es wieder wächst, muss dann beobachtet werden.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Mo 28. Mär 2011, 18:40

Dajanira hat geschrieben:er bekommt eine Injektionsnarkose, Gas machen sie dort gar nicht (müsste dafür bis in die Tierklinik).
Sollte kein Problem sein, bei einer einmaligen OP, wenn der TA mit der Dosierung Erfahrung hat.
Dajanira hat geschrieben:2 Tage vorher soll er nur noch Heu und Wasser bekommen (heißt, ich muss die anderen zum Fressen abtrennen).
Eine Futterumstellung vor der OP? Wozu? Das schwächt und bringt die Darmflora durcheinander. Es ist richtig, dass nichts Blähendes gefüttert werden sollte, und dass man vor einer OP nicht groß anfängt, neue Sorten anzufüttern. Aber Telefonmann ist an sein Futter gewöhnt. Diebrain rät zur letzten Frischfutterration am Abend vor der OP. https://www.diebrain.de/I-tuv.html#op" onclick="window.open(this.href);return false; Mir wäre das aber zu viel Streß für das Tier. Da Du ja so fütterst, dass rund um die Uhr Frischfutter vorhanden ist, müsstest Du Telefonmann über viele Stunden von den anderen trennen.
Dajanira hat geschrieben:Und sie hats auch gewundert, dass so ein relativ junges Schweindl schon solche Probleme mit Fettgeschwülsten hat.
Sicher, dass sie das so gesagt hat? Ist nämlich gar nicht so selten, das Schweinchen Lipome haben. :hehe:
Dajanira hat geschrieben:Was sollte ich nach der OP beachten (wenn er wieder daheim ist) zwecks Einstreu/Decke und Futter?
Für die Zeit nach dem Eingriff kannst Du eine PET - Flasche mit warmen Wasser füllen, oder eine andere Wärmequelle (Wärmflasche, Körnerkissen, ...) in der Transportbox anbieten, später dann auch im Stall. Wie in dem diebrain - Link oben auch steht, auf Decken setzen. Ich habe helle Decken genommen. Dann brauchte ich Schwein nicht so oft raus greifen zum Wunde checken, sondern konnte mich schon beruhigen, weil es keine eitrigen oder blutigen Flecken auf der Decke zu sehen gab.
Futter normal anbieten. Erst mal wird er nicht viel futtern, weil er das Narkosegift abbaut und der Kreislauf sich wieder stabilisieren muss. Das kann ein paar Stunden dauern. Da Schweinchen aber weder Stopfdarm noch Stopfmagen haben, halten sie eine Weile Fasten locker aus. https://www.tierpla.net/allgemein/umfrage-fressen-nach-der-narkose-wann-t9503.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Dajanira hat geschrieben:Gibt es Kräuter o.ä. mit denen ich den Krebs (falls es einer ist, sie meinte sie kann es per Augenschein zu 90% klar machen ob bösartig oder nicht) eindämmen kann bzw. die ich jetzt schon füttern kann?
Kräuter in aller Vielfalt wie immer anbieten. Hier im Forum experimentieren wir derzeit ein wenig. https://www.tierpla.net/pflanzen-f393/kalmegh-andrographiskraut-cystus-katzenkralle-uvm-t9879.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Zu Krebsstherapien noch ein Infolink: https://www.meerschweinchenhobbyclub.de/infos/mistel.php" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Isa » Mo 28. Mär 2011, 18:41

Oh Mann. :(
Dajanira hat geschrieben: er hat einen Tumor an der Brustdrüse, der nicht wie die anderen beiden abgegrenzt und eingekapselt ist. Tierarzt meinte, dass er bösartig sein könnte. Da man bei solchen kleinen Tieren aber ja nix groß machen kann, hab ich erstmal gesagt, das das Gewebe nicht in die Pathalogie soll.
Wenn es sowieso zur OP kommt, hätte ich persönlich auch die Tumorart bestimmen lassen. Wäre ja schon wichtig zu wissen, isses nun bösartig oder nicht; isses mit der bevorstehenden OP dann getan oder nicht.
Ich würde dann auf jeden Fall das Tumorgewebe pathologisch untersuchen lassen, wenn es rausoperiert ist!
Dajanira hat geschrieben: Am nächsten Dienstag ist der OP-Termin. Ich hoffe es geht alles gut :? er bekommt eine Injektionsnarkose, Gas machen sie dort gar nicht (müsste dafür bis in die Tierklinik).
Injektionsnarkose ist genauso "wenig schlimm" wie eine Inhalationsnarkose!
Es kommt immer darauf an, womit der TA Routine hat.
--> Besser eine gut gesetzte, routinierte Injektion, als eine überdosierte Inhalation. ;)
Also keine Sorge wegen der Narkoseform.
Im allgemeinen werden auch von Tierärzten die beide Narkoseformen anbieten, große OPs oftmals mit der Injektion gemacht.
Dajanira hat geschrieben: Nähte kommen dann auf die Größe der Wunden an, konnte sie jetzt noch nicht sagen. 2 Tage vorher soll er nur noch Heu und Wasser bekommen (heißt, ich muss die anderen zum Fressen abtrennen).
Heu und Wasser.... was ja praktisch einer "Diät" gleichkommt, die für Meerschweinchen kontraproduktiv ist. Telefonmann bekommt also 2 Tage lang keine Vitamine und Mineralstoffe, die einem Meerschweinchen aber immer mit der Nahrung zugeführt werden sollte!
Wenn deine Tiere ansonsten keinerlei Probleme mit dem von dir immer angebotenen Futter haben, besteht auch nicht die Gefahr dass "zufällig" die beiden Tage vor der OP Verdauungsprobleme auftreten.

Von daher halte ich die Heu-Wasser-Diät -wie in allen anderen Fällen!- für total unsinnig! :hm:
Dajanira hat geschrieben: Daher ein paar Fragen:
Was sollte ich nach der OP beachten (wenn er wieder daheim ist) zwecks Einstreu/Decke und Futter?
Am besten hälst du Telefonmann mit seinen Kumpels die ersten Tage nach der OP auf Decken und nicht auf Einstreu oder Stroh, weil diese u.U. die Wunde reizen können.
Dajanira hat geschrieben: Gibt es Kräuter o.ä. mit denen ich den Krebs (falls es einer ist, sie meinte sie kann es per Augenschein zu 90% klar machen ob bösartig oder nicht) eindämmen kann bzw. die ich jetzt schon füttern kann?
Miss Marple ist da DIE Expertin dafür!! :) Frag sie mal danach!
(EDIT: Marpelchen war schneller!! :jaja:)

Ich kann dir schon mal den Jiaogulan ans Herz legen!! :top:
Schau mal hier: [url]http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/Pflanzen-und-Saatgut/Jaborosa-Jojoba/Jiaogulan-/Jiaogulan-Pflanze[/url] unter Punkt 10.
Tumorhemmend ist auch die Bittermelone: [url]http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de/Pflanzen-und-Saatgut/Babantsi-Bruchkraut/B-Einzelsorten/Bittermelone-Saatgut[/url].
Bin gerade selber dabei, diese Pflanzen für die Schweinchen anzupflanzen.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Mo 28. Mär 2011, 19:15

Isa hat geschrieben:Ich würde dann auf jeden Fall das Tumorgewebe pathologisch untersuchen lassen, wenn es rausoperiert ist!
Leider verdiene ich momentan kein Geld, Patho kostet 50€ und die OP an sich schlägt sich schon mit 90€ nieder, ansonsten hätte ich es machen lassen :schäm:
Isa hat geschrieben:Von daher halte ich die Heu-Wasser-Diät -wie in allen anderen Fällen!- für total unsinnig! :hm:
Mich hats auch gewundert, dass er Diät halten soll. Kohl o.ä. kriegen sie meistens eh nicht allzu viel (wenn sie es überhaupt bekommen). Von daher werd ich ihm am Montag auch Möhren und viel Gurke usw. geben. Zumal ihre Aussage war "1-2 Tage vorher" :crazy: angeblich wegen Verdauung weil sie können ja nicht brechen. Auch auf die Frage ob das nicht dumm ist und Schwein Probleme bekommen könnte, beantwortete sie mit nein. Naja anscheinend hat sie noch nie nen ad lib Schwein gesehen, wenn die erste Aussage ist "keine Körner vorher" :X
Isa hat geschrieben:Am besten hälst du Telefonmann mit seinen Kumpels die ersten Tage nach der OP auf Decken und nicht auf Einstreu oder Stroh, weil diese u.U. die Wunde reizen können.
Am OP-Tag wollte ich ihn erstmal separieren, damit ihn die anderen nicht piesacken. Rotlichtlampe besorge ich auch noch die Tage. Ich habe solche Knick-Taschenwärmer, die kommen dann in eine Decke und in die Box rein.

Auf jeden Fall vielen Dank für die Hinweise :lieb:
Nach den Pflanzen werd ich auch mal schauen bzw. wird's wohl eine Online-Bestellung werden
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von halloich » Di 29. Mär 2011, 04:12

Dajanira hat geschrieben:Am OP-Tag wollte ich ihn erstmal separieren, damit ihn die anderen nicht piesacken.
Das würde ich nicht tun.

Ich habe selber schon die Erfahrung gemacht das sich die Schweinchen gegenseitig unterstützen.
So hatte ich mal einen kleinen Stänker der nach der OP richtig friedlich war und bei einem anderen Schweinchen Wärme und Schutz gesucht hat.
Die zwei konnten sich nicht wirklich leiden, hatten aber auch keinen Streit.
Nach der OP hat sich das gesunde Schweinchen dicht mit seinem langen Haar an den kranken gekuschelt, ihn richtig unter den langen Haaren gewärmt.
Wärmflasche oder andere Wärmequellen hatte ich angeboten, wollte er nicht, dann doch lieber eine natürliche Wärmung.
Die zwei haben davor und auch nach dem Tag nie wieder gekuschelt.

Ich würde einfach beobachten und wenn die anderen ihn doch zanken sollten, was ich nicht glaube, dann kannst ihn immer noch getrennt halten.
Aber in der gewohnten Umgebung und Gruppe wird man schneller wieder Fit.

Daumen sind natürlich gedrückt.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Isa » Di 29. Mär 2011, 05:10

Ich habe einmal ein Schwein nach einer OP isoliert... sie war totunglücklich, stellte das Fressen ein und beim wieder zusammen setzen gab es Rangstreitigkeiten.

Dajanira, überleg dir das gut mit dem Isolieren. :?
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Di 29. Mär 2011, 12:22

Naja ich hab hier eine Rampe und 2 Brücken, weiß nicht ob das allzu gut ist ihn da drüber laufen zu lassen, wenn er frische OP-Wunden am Bauch hat. Fefe und Gast sind altersmäßg sehr sehr wuselig und ich weiß echt nicht wie sie reagieren wenn der Boss so halb verschlafen im Käfig sitzt. Bei Sinus mach ich mir da weniger Gedanken. Ich werd es einfach mal probieren und dabei bleiben und wenn er wirklich arg über die Rampen düst, näh ich ihm fix nen Strampler und "polstere" etwas am Bauch :hm:
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 13:02

Dajanira hat geschrieben:Naja ich hab hier eine Rampe und 2 Brücken, weiß nicht ob das allzu gut ist ihn da drüber laufen zu lassen, wenn er frische OP-Wunden am Bauch hat.
Die übernehmen sich nicht. Sie haben ja Schmerzen. Schweinchen sind generell zu sozial, um in einer solchen Situation zu mobben.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 13:43

Hallo Dajanira,

dann senfe ich hier auch mal, obwohl meine Vorschreiberinnen ja alles schon richtig geschrieben haben ;)

Auf keinen Fall die Nahrung umstellen!!
Narkose ist Ok, wenn TA damit Erfahrungen hat. Egal ob Gas oder Injektion. Schön ist allerdings eine vollständig "aufhebbare" Injektionsnarkose (Trippelnarkose die antagonisierbar ist)
Ketamin ist beim Schwein nicht sehr schön.
Lass ihn Dir erst wieder geben, wenn er vollständig wach ist.
Nich separieren. Erst beobachten.
Handtücher in den Stall für 3 Tage.
90%ige Sicherheit der Tumordiagnostik? Boahhh...die müssen Hellseher sein.
Es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Du lässt ihn untersuchen. Wobei die Lipome nicht selten sind und oft gar keine Probleme machen. Mein Apu hat auch eines und das darf er behalten. Frag einfach nach Ratenzahlung, das machen die meißten TÄ.
Wenn Du dann weißt dass er böse war, dann können wir hinterher gezielt Schweini unterstützen.
2. Du läßt es bleiben und weißt es dan nie. Kann auch Vorteile haben.
Gib ihm ein paar Tage vorher etwas Vitamin C, vor allem am Tag der OP!!

Liebe GRüße und viel ERfolg für Dein Schweini
Alex

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 13:53

Alex hat geschrieben:Gib ihm ein paar Tage vorher etwas Vitamin C, vor allem am Tag der OP
Bringt denn Vitamin C überhaupt etwas ohne die aktivierenden Carotinoide? Meines Wissens nur Oxalsäure. :grübel:
Vitamin C wird normalerweise nur gemeinsam mit Carotinoiden aufgenommen. Ein Großteil der Carotinoide sind in der Lage, das Vitamin C zu aktivieren. Das aufgenommene Vitamin C wird vollständig umgesetzt, die Zwischenstufe Oxalsäure entsteht kaum.
Gibt man nun zusätzlich Vitamin C, fehlen die notwendigen Carotinoide zur Aktivierung vom Vitamin C. Es bildet sich nun als Zwischenstufe Oxalsäure, welche wiederum die im Körper eingelagerten Carotinoide daran hindern, das Vitamin C zu aktivieren. Nur ein kleiner Teil also wirkt wie Vitamin C, der größte Teil jedoch wird in Oxalsäure umgewandelt, welche wiederum Blasensteine fördert, verschiedene Stoffwechselwege behindert usw usf ...
https://www.tierpla.net/post57688.html?hilit=carotinoide#p57688" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 14:22

Man lernt immer dazu ;)
Hast Du dazu Quellen? Abgesehen von der Murx`schen ;)
Ich habe gerade in meinem Pharmabuch für Haustier nachgelesen, da steht das nicht. Ist das neu, oder bin ich blöd?
Oxalat ja - aber nur in höheren Mengen relevant.
Ich habe die Erfahrung gemacht und es auch bei Heimtierspezialisten (echten!) gelernt, dass Vit C Gabe vor Stress wie OP gut wirkt.
Vit C wird in solchen Situationen sehr rasch abgebaut ist aber ein wunderbarer Radikalfänger, was Narkosen unterstützt.
Ich habe das Gefühl Schweini kommt bei großer OP noch besser wieder auf die Beine, wenn ich vorher Vit C spritze.

-- Dienstag 29. März 2011, 13:25 --

Wobei ich hinzufügen möchte, dass ich Vitamine sowieso nur supplementiere, wenn es medizinisch Sinn macht.
Den größten Sinn macht aber immernoch die gesunde und ausgewogene Ernährung und die Aufnahe der Vitamine so natürlich wie möglich!!

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Di 29. Mär 2011, 15:08

Alex hat geschrieben:90%ige Sicherheit der Tumordiagnostik? Boahhh...die müssen Hellseher sein.
Sei meinte halt, dass sie das sehr oft macht und daher schon einige Erfahrung hat, aber wenn er schon nicht abgegrenzt ist und in alle Richtungen wächst, ist es wahrscheinl. bösartig.
Alex hat geschrieben:Gib ihm ein paar Tage vorher etwas Vitamin C, vor allem am Tag der OP!!
Ich glaube er nimmt genügend Vitamin C über Ad Lib auf und ohne "Trägerstoff" würde das eh nicht im Körper bleiben und würde im schlimmsten Fall zu Durchfall führen. Ich hab allerdings keinerlei Erfahrungen damit und wüsste auch nicht wie wo was ich ihm geben sollte.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 15:18

Alex hat geschrieben:Hast Du dazu Quellen? Abgesehen von der Murx`schen ;)
Ich und Quellen... :hehe: Cindy Engel beschreibt in "Wild Health" auch die stressmindernde Wirkung von Vitamin C (S. 275, 276). Allerdings erwähnt sie auch gesundheitliche Probleme, weil der Mensch die Dosierung nicht richtig entscheiden kann. Die Hähnchen in dem Beispiel lernten selber zu dosieren.

Hier meine wichtigste Quelle zu den Unterschieden in der Wirkungsweise natürlicher Vitamine in ihrem natürlichen Zusammenhang und synthetischer Vitamine https://www.noppeney.de/grafiken/Merkblatt/Unterschied%20zwischen%20natuerlichen%20und%20synthetischen%20Vitaminen.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;

Dann allgemein:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=W6PBnJqLUB0[/youtube]

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=JcEfu3XuaUQ[/youtube]

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=zoXZFogvdUM[/youtube]

Eines von vielen Bsp., wie in den Medien immer kritischer mit künstl. Vitaminen umgegangen wird:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/vitaminfalle114.html" onclick="window.open(this.href);return false;
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Di 29. Mär 2011, 15:23

Ja bei sowas bin ich auch belesen. Soll man gar nicht nehmen das Zeug. Ich nehm nur ab und zu Magnesium, wenn ich wieder Kopfschmerzen habe (darf keine Schmerztabletten nehmen).

Wie gesagt, ich denke er nimmt genügend über die Nahrung auf, an Vit C Mangel leidet er sicherlich nicht. Ich mach ihm die Tage vorher Heusud, das kommt sicher auch gut.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 18:55

Ich habe noch mal wegen Quellen Viola gefragt.
Czitrich, O.: Nahrungsergänzungsmittel. Sinnvoll oder gefährlich? Wissenschaftlicher Aufsatz. Books on Demand, 2006

Czitrich, O.: Vorsicht vor Vitaminen. Wissenschaftlicher Aufsatz. Books on Demand, 2005

Grimm, Hans Ulrich/: Vitaminschock. Die Wahrheit über Vitamine: Wie sie nützen, wann sie schaden. Droemer Knaur, 2002

Hans-Ulrich Grimm ist auch Autor von "Katzen würden Mäuse kaufen"
Kommen vermutlich noch ein paar nach.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 19:24

Du meine Güte - ja-ja - ich bin ja ganz Eurer Meinung bezüglich der synthetischen Vitamine. ;)
Der Vorteil und die Wichtigkeit der natürlichen Vitamine ist mir auch absolut klar.
Eine gesunde Ernährung ersetzt nichts!!!
Aber wenn Ihr hier mit Natur und Natürlichkeit kommt .....dann....auch die OP ist nichts Natürliches mehr. :X Weder die Medis, die Schwein da bekommt, noch der Eingriff selber.
An dem Tag widerfahren Schweini ne ganze Menge unnatürlicher und ungesunder Sachen.......
Wenn "zurück zur Natur" dann in aller Konsequenz, oder?
Es war nur ein Tipp, bezogen auf meine Erfahrungen zur Verträglichkeit der großen Narkosen.
Wenn wir sooooo genau schauen wollen - was meint Ihr was die Medis im Schwein anrichten?
Aber wie gesagt, nur ein Tipp - es geht auch ohne Vit C. Die meißten TÄ geben kein Vit C, behandeln alles antibiotisch oder fordern vor Meeri-Narkose eine Futterumstellung.......................... :shock:
Aaaauuuußerdem habe ich auch nix von synthetischem Vit C geschrieben (zumindest zuerst nicht :) ).....man könnte Schweini auch einfach ein paar Tage vorher Scharbockskraut oder sonstwas füttern.

Grüßle

Alex

-- Dienstag 29. März 2011, 18:28 --

"Wie gesagt, ich denke er nimmt genügend über die Nahrung auf, an Vit C Mangel leidet er sicherlich nicht"

Das habe ich auch nie behauptet. Eine Narkose ist ein unfassbar großer Stress für den Körper. Dies und die Medikamente selber sorgen dafür, dass Vitamin C massenhaft abgebaut werden und sich viele freie Radikale bilden.
Eine höhere Vit C Gabe am Tag der Narkose nutzt dem Schweinekörper indem es Radikale fängt und den massiven Abbau des körpereigenen Vit C weniger schlimm macht.
Es unterstützt den gestressten Schweinekörper einfach.

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Isa » Di 29. Mär 2011, 19:37

Ich finde es hoch interessant, dass eine Vit.C Gabe vor einer OP den Eingriff erleichtern kann!! Hab ich so noch nie gehört. Wieder was dazu gelernt. :top:

Und wenn ich jetzt mal die Vitamin C Gabe mit der Heu-Wasser-Diät vergleiche, hab ich mein "Urteil" schon gefällt, was ich wohl als gesünder ansehe. ;)
Eben weil Variante A einen Sinn hat, wobei Variante B hingegen total sinnfrei in meinen Augen ist. :hm:
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Di 29. Mär 2011, 19:49

Wo bekommt man denn Schafsbockkraut her :? bzw. was ist denn besonders vitaminreich
Schläft ein Lied in allen Dingen,
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 19:59

:lol: Scharbockskraut nicht Schaf

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Scharbock kommt von Skorbut und war in früheren zeiten DIE Vitamin C Quelle für die Menschen in unserer Gegend, nach dem langen Winter. Es wächst als erstes, schon im Februar kommen die ersten Blätter raus.
Es enthält eine sehr, sehr hohe Menge Vitamin C.
Aber nur mampfen bis es blüht. Es blüht gelb. Denn dann entwickelt es einen Stoff der ungesund ist.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von saloiv » Di 29. Mär 2011, 20:03

Diese "Natürlichkeit" hält man allgemein ja nur solange aufrecht wie möglich. Das heißt im Falle der Operation, dass man erst versucht mit anderen Mitteln eine Operation zu umgehen und nicht sofort zur Operation übergeht, eben weil man weiß, dass sie das Tier schwächt und Folgen haben kann. Solange andere Mittel wirsam sind wird keiner operieren.
Im Fall der Vitamine ist es sehr einfach zu anderen Mitteln zu greifen, z.B. die Tage vor der Operation sehr hochwertriges, frisches und Vitamin-C-reiches Frischfutter zu verfüttern. Warum also synthetisch wenn es auch natürlich geht und synthetische Vitamine deutlich schlechter wirken und auch toxisch oder gesundheitsschädlich sein können während die natürlichen deutlich mehr Wirkkraft haben als die aus dem Labor?
Bei OP´s kann man oftmals nicht auf andere Mittel zurückgreifen.
Wobei man da als Tierarzt auch in einer anderen Lage ist als ein Halter, denn als Tierarzt stößt man oftmals auf Halter die ein "Mittelchen" brauchen und nicht fähig oder bereit sind "Frischfutterberge" vor der OP zu verfüttern.
Gibt es mittlerweile eigentlich ein Präparat für Meerschweinchen das gezielt nur Vitamin C zuführt (ohne andere synthetische Vitamine)? Ich kenne nur nur die Vitamin-Cocktails die teilweise vond er Schildkröte über den Papagei bis hin zum Meerschweinchen alles abdecken sollen und völlig bedarfsfern sind.
Ich hatte früher mal mit meinen Meerschweinchen einen Tierarzt (da war ich nur 1x :X) der bei jeder Behandlung (egal was das Tier hatte) die Vitamintropfen mitgab und empfahl diese ganzjährig täglich aufs Futter oder ins Trinkwasser zu geben. Damals hatte ich mir gewünscht, dass zumindest möglichst bald ein reines Vitamin-C-Präparat speziell für Meerschweinchen auf den Markt kommt.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 20:05

Was ich nicht begreife, wie wird natürliches Vitamin C haltbar gemacht? flp wirbt ja z. B.
Absorbent-C

Das natürliche Vitamin C ist in einer Matrix aus Haferkleie eingebunden, einem natürlichen Ballaststofflieferanten. Die verzögerte Vitamin-C-Abgabe aus der Haferkleie-Matrix kommt dem tatsächlichen Bedarfsverhältnis unseres Organismus entgegen.
https://www.flpg.de/produkte/nahrungsergaenzung/absorbent-c.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Ich verstehe nicht, wie man das haltbar macht. Sobald es irgendwie haltbar gemacht wird, zerfällt es und verliert seinen Wert. Eine normale Lagerung kann das Zerfallen ja schon nicht verhindern. Bleiben für mich nur synthetisch hergestellte haltbare Vitamin C´s. :hm:
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 20:15

"Wobei man da als Tierarzt auch in einer anderen Lage ist als ein Halter, denn als Tierarzt stößt man oftmals auf Halter die ein "Mittelchen" brauchen und nicht fähig oder bereit sind "Frischfutterberge" vor der OP zu verfüttern."

- da schreibst Du was ganz, ganz Richtiges!! Das ist mein tägliches Problem. Es sind im Praxisalltag nur sehr, sehr wenige Tierbesitzer wirklich interessiert oder aufgeklärt. Ich habe zwar auch sehr viele echt tolle Kunden, aber eben auch die anderen :X
Da muss ich auch viele Kompromisse eingehen, denn ich kann nicht jeden Menschen bekehren. Ich kläre auf, wo es geht. Unterstütze und helfe. Aber es geht nicht immer. Und man muss auch lernen behutsam zu sein. Was meint Ihr wie vieleTierbesitzer ich schon vergrault habe :roll: "Nein Ihr Kaninchen ist nicht glücklich alleine. Nein Sie ersetzen keinen Partner. Es ist schrecklich für Ihr Tier allein zu sein" - das hat mit schon einige Kunden gekostet, das hören viele nicht gerne!! :? Nervig, aber ist so. Also versuche ich mein Bestes um den Tieren zu helfen, so wie ich es kann. Am liebsten 100% aber lieber auch mal nur Schadensegrenzung, aber dafür besser fürs Tier, als gar nicht. Für Euch hier ist alles klar und einfach. Ihr seid interssierte und informierte Tierbesitzer......ich wünschte alle wären so. Das Arbeiten wäre oft einfacher. Und stellt Euch vor wie es erst im Tierschutz zu geht :arg:

"gbt es mittlerweile eigentlich ein Präparat für Meerschweinchen das gezielt nur Vitamin C zuführt (ohne andere synthetische Vitamine)? Ich kenne nur nur die Vitamin-Cocktails die teilweise vond er Schildkröte über den Papagei bis hin zum Meerschweinchen alles abdecken sollen und völlig bedarfsfern sind."

- ich verkaufe keine Vitamintropfen. Sowas habe ich gar nicht. Nein warte, gelogen - Vitamintropfen für Vögel habe ich. Das zählt manchmal zur Schadensbegrenzung :roll: Die Oma mit dem Wellensittich usw :X

Ich spritze ein Vitamin C Präparat unter die Haut - im Bedarfsfall. Eben der nicht aufgeklärte Tierbesitzer, das arme Schwein, oder bei heftigen Eingriffen.

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Dajanira » Di 29. Mär 2011, 20:26

Morgen auf dem Weg zum Landhandel wird nach dem Scharkräuterlein gesucht :D

Auserdem hab ich das heut als Saatgut ergattert und ist bereits im Topf:
Ysop als Arzneipflanze
Bereits im Altertum wurde Ysop gegen Erkrankungen der Lungenwege eingesetzt.
Es werden das im Sommer gesammelte Ysopkraut oder das daraus durch Dampfdestillation gewonnene Ysopöl genutzt. Ähnlich wie Salbei kann Ysop auch bei Entzündungen der Mundschleimhaut, sowie zur Reduktion übermäßigen Schwitzens genutzt werden. Auch in pflanzlichen Badezusätzen ist Ysop oftmals enthalten. Neben dem ätherischen Öl, sind auch Gerbstoffe, Bitterstoffe und Vitamin C in größeren Mengen enthalten.
[url=http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/003/00219-Ysop/MZ00219-Ysop.html]Quelle[/url]

Bohnenkraut hab ich auch noch bekommen. Ist halt das "Standardzeug", mehr hatte der Baumarkt nicht hergegeben. Wegen anderen Kräutern hab ich die Mutter von meinem Freund mal angemailt, die hat eine Kräuterhexe an der Hand.
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Isa » Di 29. Mär 2011, 20:29

Unbegreiflich. Ich verstehe solche Leute nicht. :(
Und unsereins sitzt jahrelang da und hofft auf gute Tipps von Tierärzten.
Entweder diese Tipps kommen nie, oder sind schlichtweg falsch oder aber werden einem nicht gegeben, weil "die Mühe zur Er- und Aufklärung" zu groß ist. :( Und wenn man dann selber mal zu viel nachfragt, wird man von vielen Tierärzten entnervt abgewimmelt.
Wie die TÄ, zu der ich vor dir gegangen bin: "Meerschweinchen können kein Diabetes haben"... Blutabnahme, die fehl geschlagen ist: "Das liegt nicht an mir, sondern am Tier"... danach Glucosetest durch Blutstropfenabnahme am Ohr: "Oh, der Blutzucker ist aber tatsächlich sehr hoch".... Ratloses dreinschauen und dann: "Hm. Man kann Insulin spritzen oder auch nicht. Machen Sie mal gar nix und kommen Sie in 14 Tagen wieder. Mal sehen wie sich der Blutzucker entwickelt hat."
.... :shock: :crazy:
Das wars. Nie wieder wurde und werd ich dort gesehen!!
Dann bin ich ja zu dir... :)
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 20:33

Ja Isa, langsam aber sicher sammelt sich in meiner kleinen Praxis ein richtig netter Kundestamm zusammen. Viele Tierbesitzer wie Du.
Aber die anderen sind auch da und manchmal habe ich Angst davor auch mal so zu werden wie meine Kollegen. Vielleicht waren viele von denen auch mal so motiviert wie ich? Oft ist der Job, durch den Umgang mit schwierigen Besitzern, sehr anstrengend und demotivierend. Vielleicht resigniert man irgendwann?
Tiermedizin ist einfach ein sehr, sehr emotionaler Job - das kann auch zermürben.

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Miss Marple » Di 29. Mär 2011, 20:55

Ich glaube, mein Post war zu sehr mittendrin und wurde übersehen. Weiß das wer?

Was ich nicht begreife, wie wird natürliches Vitamin C haltbar gemacht? flp wirbt ja z. B.
Absorbent-C

Das natürliche Vitamin C ist in einer Matrix aus Haferkleie eingebunden, einem natürlichen Ballaststofflieferanten. Die verzögerte Vitamin-C-Abgabe aus der Haferkleie-Matrix kommt dem tatsächlichen Bedarfsverhältnis unseres Organismus entgegen.
https://www.flpg.de/produkte/nahrungsergaenzung/absorbent-c.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Ich verstehe nicht, wie man das haltbar macht. Sobald es irgendwie haltbar gemacht wird, zerfällt es und verliert seinen Wert. Eine normale Lagerung kann das Zerfallen ja schon nicht verhindern. Bleiben für mich nur synthetisch hergestellte haltbare Vitamin C´s. :hm:
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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von Alex » Di 29. Mär 2011, 20:59

Hallo Miss Marple - ich guxk morgen mal auf mein Vit C - vielleicht steht da was im Beipackzettel.
Habe keine Ahnung.....

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Re: Tumore beim Wutz

Beitrag von saloiv » Di 29. Mär 2011, 22:13

Selbst wenn man es haltbar machen könnte: Sobald es aus seinem natürlichen Verbund herausgenommen wird ist es nicht mehr "natürlich" und wirkt auch nicht mehr wie ein natürliches Vitamin C.

Zum Thema Diät vor der OP:
Ich frage mich schon länger wie genau das wirken soll, denn selbst wenn man zwei Tage vor der OP Diät hält (viele fangen ja erst den Tag vorher an und Christine Wilde empfiehlt den Abend vorher) ist die Verdauung ja trotzdem nicht schnell genug, so dass noch genug Futter aus der alten Fütterung in der Verdauung steckt. Klar, es ist dann vielleicht schon etwas mehr zerlegt aber ansonsten... Und Futterumstellungen führen bekanntlich am ehesten zu Verdauungsproblemen die man mit dieser Maßnahme ja angeblich verhindern möchte.Ad libitum ernährte Tiere fasten meist wenn sie plötzlich nur noch Heu erhalten (Nach dem Motto: Wann kommt endlich wieder etwas Fressbares?) - und das kann sicher nicht gesund für die Verdauung sein. Ich lasse grundsätzlich nur blähende Komponenten weg, alles andere wird normal gefüttert.

Zum Thema Tumore & Ernährung fällt mir speziell dieses Buch ein: https://www.amazon.de/Bioaktive-Substanzen-Lebensmitteln-Bernhard-Watzl/dp/3830453086" onclick="window.open(this.href);return false;
Es geht sehr gezielt auf die einzelnen Nährstoffe und deren Wirkung bei Krebs ein.
Alex hat geschrieben:Und man muss auch lernen behutsam zu sein. Was meint Ihr wie vieleTierbesitzer ich schon vergrault habe "Nein Ihr Kaninchen ist nicht glücklich alleine. Nein Sie ersetzen keinen Partner. Es ist schrecklich für Ihr Tier allein zu sein" - das hat mit schon einige Kunden gekostet, das hören viele nicht gerne!! Nervig, aber ist so. Also versuche ich mein Bestes um den Tieren zu helfen, so wie ich es kann. Am liebsten 100% aber lieber auch mal nur Schadensegrenzung, aber dafür besser fürs Tier, als gar nicht.
Ich habe selber Jahre lang Tierhalter beraten und orientiere mich jetzt auch wieder in diese Richtung. Für mich gab es immer eine Grauzone, also Verhalten, welche zwar nicht ganz ideal oder gut für das Tier, aber tragbar ist (z.B. kleine Mengen Trockenfutter, einseitige Ernährung, beengte Haltung...).
Allerdings habe ich dann auch gerne ab und an einen Halter vergrault, bevor ich Dinge akzeptieren musste, die ich untragbar fand (Einzelhaltung von Kaninchen oder Meerschweinchen, reine Trockenfutter-Ernährung, Mini-Käfige die nicht einmal richtig und regelmäßig gesäubert wurden, kranke Tiere die nicht tierärztlich versorgt werden usw.). Einzelhaltung habe ich grundsätzlich nicht mehr in meiner Kundschaft akzeptiert und dafür Vergesellschaftungen (entweder bei mir oder per telefonischer Beratung) angeboten. Und damit hatte ich sogar recht gute Erfolge, einige Halter haben sich dann doch für ein Zweittier entschieden. Einige Länder verbieten ja schon die Einzelhaltung sozialer Kleintiere.
Aber gerade durch diese Beratung habe ich auch sehr sehr viel gelernt und auch versucht z.B. einfache aber trotzdem gesunde Ernährungsweisen zu entwickeln und komplexe Themen vereinfacht darzustellen.
Die Leute wollen ein fertiges Futter haben oder eben ein Mittel in die Hand gedrückt bekommen. Egal ob es jetzt um gesundes Päppeln oder allgemeine Ernährung geht. Deshalb ist z.B. die Wahrscheinlichkeit höher dass Tiere gut gepäppelt werden wenn man dem Halter die Bestandteile mitgibt als wenn man ihn nur informiert.
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Ich wünsche Dir...
dass Du arbeitest als würdest Du kein Geld brauchen.
dass Du liebst, als hätte Dich noch nie jemand verletzt.
dass Du tanzt, als würde keiner hinschauen.
dass Du singst, als würde keiner zuhören.
dass Du lebst, als wäre das Paradies auf Erden.

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