Schmerzmittel für Zahnschweinchen

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Alles, was hier im Forum speziell zu Krankheiten, Diagnosen, Medikamenten und deren Dosierungen zu finden ist, sind persönliche Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

Diese Tipps und Ratschläge ersetzen keinen Tierarztbesuch.

Es gibt sehr viele ernst zu nehmende Krankheiten, die man durch Eigenbehandlung/Eigentherapie noch verschlimmern kann.

Es ist daher wichtig, jede Medikamentenabgabe und Therapie unbedingt mit dem Arzt zu besprechen und gemeinsam nach der besten Lösung, für das jeweilige Tier zu suchen.

Also zieht bitte immer einen Tierarzt zu Rate. Selbstverständlich könnt Ihr die hier gegebenen Tipps und Ratschläge mit Eurem Tierarzt besprechen.
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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Emmy » Do 31. Mär 2011, 20:08

Los Maxi, weiter so :daum:

Oh nein, nicht noch ein Zahnschweinchen. Das darf doch nicht wahr sein :arg:

Ich wünsche euch von Herzen alles Liebe :bet:


Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Fr 1. Apr 2011, 09:07

Oh weh. :( Das Zucken - hängt das auch mit der Leber zusammen? :?


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Kirja » Fr 1. Apr 2011, 09:12

Ich weiß es nicht.... Es war nur mal kurzfristig gestern Nachmittag. Dafür hat er vorhin, als ich ihn zum Päppeln draußen hatte, drei- oder viermal ca. 5 Sekunden lang extrem gezittert :hm:
Ansonsten wechseln sich gerade munter rumlaufen und fressen und aufgeplustert rumsitzen ab. Snuggle Safe liegt im EB, aber meine Schweine finden den blöd, der wird ignoriert. Habe jetzt noch ein paar Handtücher über die Heizung gehängt und werde die nachher anbieten, habe nämlich den Eindruck, meine Körperwärme beim Päppeln tut ihm gut. :hehe:

-- Freitag 1. April 2011, 13:02 --

Er gefällt mir wieder gar nicht, sitzt aufgeplustert rum und will kaum fressen. :hm: Und wenn er fressen will, dann kann er nicht, ich denke, die Backenzähne sind dieses Mal ein kleines bisschen zu weit runtergeschliffen worden. Schmerzen scheint er auch zu haben, er ist sehr an Korkenzieherweide interessiert.

Die Infusion nachher ist ziemlich nötig, fürchte ich *seufz*

Die vier sind gerade auf dem Balkon in der Sonne, sonst blüht er da immer total auf, aber heute... :hm:


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Fr 1. Apr 2011, 14:37

Oh Mann, dabei klang es bis gestern so verheißungsvoll. Gut, die Mittel brauchen auch Zeit, bis sie anschlagen. So eine Infusion hatte bei meinem Gustav damals, als er fast an der Kokzidien">Kokzidiose gestorben ist, ein kleines Wunder gewirkt. Maxis Leber reinigt sich.
Ich wünsche Euch für nachher auch eine kleine Wunderbehandlung und falls es nicht nur von der Leber kommt, dass die Ursache gefunden wird.
:daum:


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Kirja » Fr 1. Apr 2011, 16:59

Ach Mann, es kommt alles auf einmal... :heul:

Maxi hat wieder eine Infusion bekommen, dazu Vitamin-B-Komplex. Er bekommt jetzt in den nächsten Tagen 0,5 ml Hepar, Quadruplex und Nux Vomica oral.
Morgen schauen, wie es ihm geht, und dann evtl. morgen nochmal eine Infusion. Päppeln müssen wir weiterhin, und demnächst wird auch ein Blutbild gemacht. Wir haben uns dagegen entschieden, es gleich heute zu machen, an der Behandlung hätte es ohnehin nichts geändert und den Stress wollten wir dem schwachen Kerl heute nicht antun.

Was gibt es noch? Heilerde zum Entgiften...
Und er hat Alters-Katarakt auf dem linken Auge, der Beweis dafür, dass sein Körper schneller altert.

Aber es geht ihm einfach nicht gut.... :heul: Ich hoffe so sehr, dass die Therapie anschlägt.... :hm:


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von sachenbauer » Fr 1. Apr 2011, 17:50

Wir waren so voller Hoffnung. Dank Alex und mit ihr haben wir die Zähne richtig gut hinbekommen, mit einer kleinen Hoffnung sogar zur Besserung. Den Darm haben wir erfolgreich pflanzlich saniert. Die Narkosen haben wir umgestellt. Es sah bis vor einigen Tagen alles noch richtig super aus.

Und jetzt diese Situation. Wir tun alles und vor allem Alex tut alles Erdenkliche und deutlich mehr, als die meisten TÄ tun würden. Und wir geben die Hoffnung nicht auf.

Aber es kostet viel Kraft und zehrt an den Nerven, unseren Helden und Kämpfer so zu sehen und nicht wirklich akut was tun zu können. Momentan sind wir alle irgendwie kraftlos. Aber wir kämpfen natürlich weiter. Maxi hat uns vorgemacht, dass es sich lohnt zu kämpfen. Noch sehen wir Chancen, dass er sich wieder berappelt.

Liebe Grüße, Micha.


Wenn Tiere die Wahl hätten, müssten wir Menschen uns ganz schön anstrengen, um von unseren Tieren gewählt zu werden.

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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Fr 1. Apr 2011, 18:32

Wenn Maxi sich jetzt quasi entgiftet, werden die Giftstoffe ja auch über den Darm verstoffwechselt und ausgeschieden. :arg: Wie sieht denn sein Kot aus?
Hat er noch Hunger? Normalerweise fasten die Tiere dann freiwillig, und belasten den Organismus kaum, wenn es darum geht, Gifte loszuwerden.
Ich hoffe, er nimmt die Heilerde. Wann immer ich hier welche anbiete, geht nie ein Schwein ran. Vielleicht könntet Ihr auch Wiese mit Erde anbieten. Geophagie beschränkt sich ja nicht auf Tonerde.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Kirja » Fr 1. Apr 2011, 18:57

Sein Kot ist völlig normal, das ist ja das Seltsame. Alex hat mich heute mit ihrer Frage, ob er noch köttelt, ins Wanken gebracht. Ich finde an den Stellen, an denen er sehr viel sitzt, normale Köttel, aber die können auch von den Mädels sein. Heute Vormittag hat er allerdings beim Päppeln Blinddarmkot gefressen :)
Und wenn er nicht mehr kötteln würde, müsste er ja auch extrem zunehmen: Er hat in zwei Tagen aber "nur" 51 Gramm zugenommen, wenn man dann noch bedenkt, dass er zwei Infusionen bekommen hat, find ich das nicht so viel.
Also, Matsche ist auf jeden Fall keine zu finden :grübel:

Fressen:
Heute Mittag wollte er fressen, konnte aber nicht. Jetzt will er gar nichts. :hm: Alex meint allerdings, wir sollen viel päppeln, um wieder Energie in ihn reinzubringen. Andererseits hasst er den Brei :arg:

Heilerde bekommen wir morgen von Lysanthe, ich kann aber jetzt noch schnell in den Garten gehen und Wiese mit Erde holen. Anbieten schadet nie.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Fr 1. Apr 2011, 19:07

Erde ist gut, Malgnesium, Kalzium, Natrium... vielleicht frißt Maxi etwas. "Willd Health" ab S. 75.
Kirja hat geschrieben:Heute Vormittag hat er allerdings beim Päppeln Blinddarmkot gefressen :)
Das und das normale Fressen spricht eigentlich gegen eine Vergiftung, oder? :hehe: Ich denke auch nach wie vor, wenn ein Schweinchen partout nicht fressen will, dann hat das einen Grund. "Wild Health" S. 101. Es sei denn, Maxi will nicht fressen, weil ihm die Gusche weh tut. Sehr schwierig! :grübel:


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Kirja » Sa 2. Apr 2011, 09:05

Ja, das ist immer schwierig, bei ihm herauszufinden, ob er nicht essen will, weil es ihm nicht gut tut, oder ob er es nicht versucht, weil er weiß, er kann es im Moment nicht, und dann frustriert ist (das hatten wir schon öfter, er hatte schon mehrmals eine psychische Blockade).

Im EB liegen Köttel, die definitiv von ihm sind, sie sind etwas kleiner, dünn und spitz.

Er hat eben 10 ml Brei so gut wie freiwillig gefressen, in 1 ml hab ich etwas Heilerde gemischt. Er ist heute Morgen deutlich munterer als gestern Abend, wollte schon Murmele einen Heuhalm aus dem Maul ziehen :hot: Jetzt plustert er gerade wieder, sein Blick ist aber wacher. Ich habe wieder Hoffnung...


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Sa 2. Apr 2011, 10:51

Die Heilerde knirscht so schön beim Kauen. :jaja: Und zupacken mit den Zähnen kann er offenbar auch wieder. :freu:
Ich werde demnächst mal einges zum Thema Schmerzgedächtnis lesen. In Berlin gibt es zwei Kliniken, die speziell schmerzarm behandeln und Schmerz sofort wenn er auftritt reduzieren. Also z. B. bei einer OP sofort ein lokales Anästhetikum in die Wunde. Eine Freundin hatte neuliche eine Knie - OP und hatte nach der OP so gut wie keine Schmerzen, weil der Körper wohl Schmerz eher aus dem Gedächtnis wiederholt. Das Hirn kennt quasi den Schmerz nicht und die Leute sind deutlich schneller wieder fit. Ich finde dieses Thema sehr interessant. Vielleicht ist ja auch ein Gedanke für Zahnbehandlungen und den Schmerz danach dabei.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von sachenbauer » Sa 2. Apr 2011, 11:00

Diesen Weg haben wir bei der jetzigen Korrektur ein Stück weit probiert. Mit dem Metacam schon vor OP und mit dem Lokalanästhetikum direkt auf die Schleimhautläsion.
Ich denke, er hat keine konkreten, lokalen Schmerzen. Viel mehr ein allgemeines Unwohlsein. Maxi ist zwar etwas munterer heute, plustert aber immer noch viel.
Wir fahren jetzt nochmal zu Alex mit ihm und Luna als Begleitschwein.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Emmy » So 3. Apr 2011, 11:12

Wie geht es denn dem kleinem Sorgenkind?


Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von sachenbauer » So 3. Apr 2011, 19:10

Heute Abend sind wir ganz vorsichtig optimistisch. Maxi frisst zwar immer noch nicht von sich aus, er ist aber insgesamt etwas munterer als gestern und wir haben ihn viel weniger aufgeplustert gesehen als gestern. Er schläft viel, dabei liegt er aber meistens sehr entspannt da.

Das mit dem Fressen wird wieder kommen, wenn die Zähnchen noch ein kleines Stückchen länger sind. Wenn er dann auch wieder Lust auf Fressen hat, wird das bestimmt klappen. Insgesamt ist er aber noch immer sehr schlapp und macht einen kranken Eindruck.

Gestern Abend hatten wir einen ziemlichen Tiefpunkt. Da sah Maxi gar nicht gut aus, war ständig aufgeplustert und total apathisch. Sein Gesamteindruck und sein Gesichtsausdruck waren total depremierend. Als ob er sagen wollte, dass er nicht mehr kann, keine Kraft mehr hat und nur noch müde ist. So habe ich unseren Kämpfer vielleicht noch nie gesehen. Ich habe mich schon ein wenig von ihm verabschiedet, als ich dann spätnachts doch irgendwann ins Bett gegangen bin. Auch ich hatte irgendwie keine Kraft und keine Hoffnung mehr.

Obwohl Lena gestern Abend noch einen kleinen Erfolg hatte. Nach einem Telefonat mit Yvonne, die ja leider auch Zahnschwein-Erfahrung hat, hat Lena Maxi einfach mal Gras ins Mäulchen geschoben. Und er hat es gefressen. Nicht viel, aber ein paar gefressene Grashälmchen bedeuten für uns momentan schon viel.

Heute hat er ein wenig frische Kräuter gefuttert, allerdings auch nur, weil Lena sie ihm mundgerecht in den Schnabel geschoben hat. Er bekommt weiterhin seinen frischen Brei, den er mal mehr, mal weniger freiwillig nimmt. Die Wutzen waren auch heute wieder im Garten, haben Sonne getankt.

Wir geben nicht auf, noch sehen wir Hoffnung darauf, dass Maxi sich nochmal berappelt. Ob das dann für drei Wochen, drei Monate oder ein Jahr reicht, weiß kein Mensch. Ich habe nur jetzt schon Angst vor der nächsten Korrektur in Narkose. Wer soll entscheiden, wann es sein muss? Mit was müssen wir danach rechnen? Übersteht er überhaupt nochmal eine Narkose? Können wir ihn bis dahin so stabilisieren, dass er es nochmal packt, oder sind seine Organe schon so in Mitleidenschaft gezogen, dass wir ihm nicht mehr allzu viel zumuten können?

Wir wollen alles für ihn tun, aber ich hoffe auch, dass wir es nicht übertreiben, und ihn irgendwann leiden lassen, nur weil wir nicht loslassen können. Ich hoffe sehr, dass uns Maxi auch in Zukunft so deutlich sagt, wie es ihm geht und was er möchte, wie er das bisher gemacht hat.

Momentan macht er uns wieder ein bisschen Mut, weiter zu machen, weil er insgesamt ein wenig besser drauf ist als gestern. Solange Maxi bereit ist zu kämpfen, sind wir es auch.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Mo 4. Apr 2011, 13:56

Kuckuck :winke:
geht der Aufwärtstrend heute weiter?


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Emmy » Mo 4. Apr 2011, 15:55

Ich drücke weiter die Daumen. :bet:
Kann eure Sorgen so gut nachvollziehen. :?

Danz viel Kraft!


Liebe Grüße von Kerstin

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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von sachenbauer » Mo 4. Apr 2011, 21:13

Der Aufwärtstrend ging leider nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Seit gestern Abend hat sich einiges getan. Leider mal wieder eine sehr rassante Achterbahnfahrt mit mehr Tiefen als Höhen.

Gestern Abend wollte Maxi wieder überhaupt nichts von seiner Umwelt wissen, saß nur in der Ecke und hat den Kopf vergraben. Auch wollte er nix mehr futtern. Beim Päppeln hat er dann das erste Mal erkennbar "gewürgt". Ich weiß, dass Meerlis nicht kotzen können. Es gibt wohl auch kaum eine Beschreibung dazu in der Literatur. Aber er hat den Oberkörper aufgewölbt und "gewürgt". Ich weiß, dass Piccola das von ihrem Gonzo kennt und Alex hat mir auch gesagt, dass sie das schon mehrfach bei Zahnschweinchen erlebt hat. Was es genau ist, wissen wir nicht. Aber vermutlich kein gutes Zeichen.

Heute Morgen dann beim Päppeln ähnliche Situation. Nur schlimmer. Eigentlich hat er gar nichts genommen. Selbst den Salbeitee und sein Traumeel hat er zum größten Teil einfach aus dem Mäulchen laufen lassen. Und er hat wieder "gewürgt".

Darauf hin bin ich gleich früh zu Alex mit ihm. Dort gab es wieder eine Infusion mit den diversen Zusätzen. Dann kam die erste Überraschung: Alex wollte mal sehen, wie er frisst, wenn er gepäppelt wird. Sie hat Brei angerührt und Maxi hat relativ freudig und interessiert sich päppeln lassen. Dann Alex ab in den Garten, Löwenzahn holen. Klein gerupft, angeboten, nachgeschoben. Und siehe da, er hat gefuttert und war neugierig.

Ich danach mit ihm relativ erleichtert nach Hause, und dort ging das alte Spiel wieder los. Er hat sich nur noch in die Ecke verkrochen, saß aufgeplustert rum und hat null gefressen. Mittags habe ich ihm dann vielleicht drei Milliliter Brei aufgedrängt. Mehr ging nicht. Keine Wiese, nix.

Zwischendurch war ich im Büro (muss halt leider auch sein) und als ich heim kam, waren alle total aufgelöst. Maxi total apathisch, nimmt nix, lässt sich total hängen.

Hei, wir waren uns fast sicher und einig, dass Maxi nicht mehr möchte, dass er keine Kraft mehr hat und dass der Zeitpunkt gekommen ist, unser Versprechen einzulösen, dass er nicht leiden soll.

Am Abend dann Lena und ich mit Maxi zu Alex. Unter Tränen. Dort lange gemeinsame Überlegungen, Untersuchung und viel Unsicherheit bei uns. Wir haben verschieden Möglichkeiten diskutiert. Letztlich hat Alex wieder einen Brei angerührt. Und wir haben wieder ein anderes Schwein erlebt. Er war interessiert, neugierig und hat ruck zuck was weggefuttert. Dann wieder der berühmte Löwenzahn. Auch den hat er gefuttert. Mit Hilfe zwar, aber er kann, und es hat ausgesehen, als ob es ihm Spaß macht.

Das alles glaubt uns keiner, der solche Situationen nicht kennt. Zuhause ist das Kerlchen mehr tot als lebendig, und bei Alex in der Praxis entdeckt er plötzlich seine Lebensgeister wieder. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass wir hier gerade so sehr angespannt sind und ihn in den letzten Tagen immer mit einem enormen innerlichen Druck und Erfolgszwang füttern und päppeln. Päppeln können wir ja, das Spiel machen wir jetzt 13 Monate mit. Aber was vermitteln wir Maxi dabei momentan?

Unsere liebe Alex hat uns dann angeboten, Maxi mal zu sich zu nehmen. Ich konnte das Angebot kaum annehmen, das ist so lieb und sicher die richtige Entscheidung. Vielleicht können wir ein wenig durchatmen und Kraft tanken, und Maxi erlebt Erfolgserlebnisse beim Verwöhntwerden durch Alex. Das stärkt ihn garantiert. Jetzt bleibt er mal über Nacht bei Alex.

Klar ist er damit nicht über den Berg, aber er hat noch eine Chance bekommen. Seine Organe scheinen deutlich geschädigt zu sein. Sein Katarakt verschlechtert sich zusehends. Er altert in Tagen um Jahre, so kommt es mir vor. Aber vielleicht können wir ihm noch ein paar schöne Wochen schenken.

Wir hatten uns innerlich heute schon von Maxi verabschiedet. Jetzt sind wir sehr froh, dass wir diesen gemeinsamen Versuch noch unternehmen.

Dank Alex. Du bist einfach nur spitze.

Wir versuchen jetzt mal ein wenig Schlaf aufzuholen.
Liebe Grüße, Micha.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Di 5. Apr 2011, 16:05

Ich trau mich gar nicht, zu fragen. Aber Alex schrieb gestern Abend noch:
Ich bekomme gerade übrigens einen Freudens-Herzinfarkt!!!
Maxi sitzt gerade vor mir und schlingt gierig einen ganzen Berg Klee runter!!
Wie geil ist das denn................
Wie schauts aus?


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Alex » Di 5. Apr 2011, 18:25

Kannst Dich trauen ;)

Maxi frisst. Ich finde sogar gut. Für ein Zahni, er frisst sogar komplette Löwenzahnblätter. Zieht sie sich rein und kaut fleißig.
Aber er ist wählerisch. Es muss ständig was neues und frisches sein ;)

Und am liebsten nur bei mir aufm Schreibtisch, mit mir zusammen :hehe:

Heute Nachmittag hat er gut Kot abgesetzt, keinen schönen Kot, aber Kot!

Und mampft und mampft und mampft.....mit mir :pfeif:

Und ist munter und fit.

Wir haben heute Metro-Lieferung bekommen. Ca 3 Millionen Tonnen tolle Salate. Ich biete ihm gerade Wildkräutersalat an .....aber ich glaub ich muss nochmal aufs Dach und Klee holen und raus und frisches Gras holen.

Er kann fressen und sein Interesse steigt immer weiter, aber der Herr ist seeeeeehr wählerisch. :)



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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von sachenbauer » Di 5. Apr 2011, 18:39

Oh, Alex. Das hört sich so schön an. Aber ich glaube langsam wirklich, wir haben Dir zuviel zugemutet. Der kleine Herr hält Dich ja ständig auf Trab. Und Du machst und tust und rennst und fütterst.

Aber ich freu mich so sehr, dass es unserem kleinen Zahni bei Dir so gut geht. Und dass wir ihm vielleicht doch noch ein paar richtig schöne Wochen schenken können.

Ein wenig Schiss habe ich davor, was er dann morgen wieder hier machen wird. Vielleicht müssen wir Deinen Schreibtisch auch mitnehmen. Und Dich... ;) Vor allem müssen wir ein großes Stück von Deinem Optimismus und Deiner Lebensfreude mit hierher nehmen.

Danke Dir. Micha


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Di 5. Apr 2011, 19:45

Kein Päppeln mehr? Bin froh, dass er das CC ohne Aufgasungen im Dünndarm überstanden hat! :top:


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Alex » Di 5. Apr 2011, 20:58

Du Miss Marple - Aufgasung hin oder her, natürlich ist der Kot heute Matsche - aber der Kerl wäre fast hops gegangen. Es ging hier ums Überleben. Ich hätte alles in ihn rein gestopft.......
Gerade sitzt er vor mir und frisst Gras.
Er will nur fressen wenn er bei mir auf dem Schreibtisch sitzt....

Nein kein Päppeln, aber ein "Anschubser" hin und wieder. 2-3 Spritzen Brei genügen und er frisst sein Frischfutter.



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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Piccola » Di 5. Apr 2011, 21:33

Alex hat geschrieben: Gerade sitzt er vor mir und frisst Gras.
Das freut mich! :freu:
Alex hat geschrieben:Er will nur fressen wenn er bei mir auf dem Schreibtisch sitzt....
Ich stell mir grade die Sachenbauers vor, wie sie Maxi morgen abholen... und Deinen Schreibtisch auf dem Dachgepäckträger... :lol:

Drück weiter die Daumen für den kleinen Maxi!

Liebe Grüße
Yvonne


Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.
(Christian Morgenstern)

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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Mi 6. Apr 2011, 12:06

Alex hat geschrieben:Du Miss Marple - Aufgasung hin oder her, natürlich ist der Kot heute Matsche - aber der Kerl wäre fast hops gegangen. Es ging hier ums Überleben. Ich hätte alles in ihn rein gestopft.......
Das Füttern von Critical Care hat also das Überleben ermöglicht?
Gut, ne Zwangsernährunsdiskussion ist noch mal ein anderes Thema, wobei ich sagen muss, seit ich es sehr bewußt in den Foren beobachte, sehe ich schon, dass zwangsernährte Tiere vermehrt zu Milben, Pilz und Abszessen neigen.
Mir ging es um Aufgasungen im Dünndarm durch vermahlene Futterkomponenten.
Timothee-Gras (getrocknet und geschrotet), Sojaschalen, Weizenkeime, Haferschälkleie, Weizenfuttermehl, Sojaproteinkonzentrat, Kochsalz, Melasse, Hefe (hitzeinaktiviert), Vitamin-, Spurenelementvormischung.
Zum einen erst mal alles Sachen, die man anfüttern müsste, da unbekannt. Die Vitaminmischung ist sicherlich auch eine künstliche. Ich weiß nun leider immer noch nicht, wie man natürliche Vitamine in solch einem Pulver konserviert.

Dann weiß ich auch nicht, welcher Nager einen Verdauungstrakt hat, der mit solchen Futtermehlen klar kommt. Zwar werden bei Ernährungsthemen leider immer wieder Wildmeerschweinchen und domestizierte Meerschweinchen in einen Topf geworfen, aber in dem Fall geht es um die Darmpassage der Tiere an sich. Futtermehle haben eine Konsistenz, wie sie im Nahrungsspektrum der Meerschweinchen nicht vorkommen. So fein wird nichts zerkaut. Dieser Brei verweilt länger als die normale Nahrung im Dünndarm, weil die schwache Peristaltik bei dieser unnatürlichen Konsistenz nicht nachkommt (zerkaute Fasern schieben sich einfach besser als solch ein Mehl) und man von oben gar nicht so schnell nachschieben kann wie Bakterien aus Dickdarm und Blinddarm, die nix im Dünndarm zu suchen haben, einwandern. Der Nahrungsbrei beginnt zu gären, weil nun Bakterien da sind, die normalerweise, falls sie mal in den Dünndarm einwandern, durch regelmäßiges Fressen gleich wieder raus geschoben werden. -> Aufgasungen.
Bei einem fastenden Schweinchen ist nichts im Dünndarm, was gären könnte.

Für ein Zahnschweinchen finde ich diese Aufgasungen um so kritischer, weil ja über den Dünndarm die Nährstoffe ins Blut gelangen. Und gerade ein Zahnschweinchen ist mehr als jedes andere Tier von der Versorgung mit Nährstoffen für den Zahn- und Kieferaufbau und halbwegs gesunde Maulschleimhaut abhängig.

Aus dem Grund meine Freude, dass Maxi es so gut überstanden hat.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Kirja » Mi 6. Apr 2011, 12:20

Natürlich ist CC nicht gut und im Normalfall hätte ich es nie einem Schweinchen gegeben.... Aber wir sind mit Maxi zu Alex gefahren, um ihn erlösen zu lassen. Es war der letzte Versuch, alles oder nichts. CC hat er freiwillig genommen, von dem selbstgemachten Brei wollte er gar nichts.

Klar - allgemein kein CC. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen Euthanasie und CC, probier ich es halt nochmal mit dem Teufelszeug.


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Alex » Mi 6. Apr 2011, 12:35

So eien Scheiße - jetzt habe ich gerade einen seitenlangen Text dazu geschrieben und nun ist er weg. Kann ich den wieder finden?
Hab nämlich keinen Bock mehr alles nochmal zu schreiben und muss jetzt weg.

Vielleicht antworte ich darauf heute Abend nochmals.



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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von daniii » Mi 6. Apr 2011, 12:39

Och Mensch, Alex ;) Jetzt war ich so gespannt auf deine Antwort zu der CC-Geschichte. Weil Bela das ja lange bekommen hat, bis ich dann auf Kräuterbrei umgestiegen bin, und ich glaube, dass ich ihm damit den Darm ruiniert habe, aber trotzdem wüsste ich nicht, ob ich bei einem Zahnschweinchen, das keinen selbstgemachten Brei möchte, nicht doch probeweise noch mal CC anbieten würde :schäm: Obwohl mir bei dem Gedanken nicht wohl ist :?


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Miss Marple » Mi 6. Apr 2011, 12:44

Alex hat geschrieben:So eien Scheiße - jetzt habe ich gerade einen seitenlangen Text dazu geschrieben und nun ist er weg. Kann ich den wieder finden?
Eigentlich mit Klick auf Pfeil zurück. Zumindest bei Firefox geht das bei mir. Schade!


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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von Alex » Mi 6. Apr 2011, 14:16

So, bin aus der Stadt schneller zurück als ich dachte. Habe die Skripte für die Kräuterexkursion am Samstag drucken lassen.
Total prima, habe unterwegs eine Stelle mit gaaanz viel Vogelmiere gefunden. Heute hat Maxi Vogelmierentag ;)

Ich versuchs nochmal, obwohls so blöd ist, der erste Text kam fett aus dem Bauch und nun alles wiederholen :arg:

Thema CC.

Jaaaa Marple hat Recht. Schlecht für den Düda, feingemahlenes ist Scheiße, Zeug drin was blöd ist.

1. Maxi:
Maxi wäre vor 2 Tagen fast gestorben.
Er hat nichts mehr gefressen. Seinen eingenen Brei hat er ausgwürgt. Keine Aufnahme von festem Futter.
Es war kurz vor Eutha, aber davor teste ich immer ganz gerne nochmals die Futteraufnahme selber. Wie schluckt das Tier, wie kaut es.
Dazu habe ich mein CC angerührt (warum ich es in der Praxis habe ist dann Punkt 2).
Maxi hat es gierig gefressen.
Es hat damit sein Leben gerettet.
Ja, Fasten ist ne tolle Sache. Wildtiere fasten auch. Viele hören aber auch auf zu Fressen und sterben. Maxi wäre gestorben. Was ich zum Thema Fasten beim Herbivoren halte - ein anderes Mal.
Soviel jetzt - manchmal ist es Segen, manchmal tötet es.
CC in Maxis Darm ist unnatürlich. So wie 10 Narkosen in einem Jahr, Zähne runter schleifen, Schmerzmittel und Päppeln.
Maxi als Wildtier wäre längst zu Futter für ein anderes Tier geworden.
Ich habe an dem Tag CC genommen weil es in meiner Praxis ist und weil es schnell geht und weil ich mich eigentlich nur davon überzeugen wollte, ob ich ihn töten soll, oder nicht.
Maxi hat viele Probleme. Natürlich hat er jetzt Durchfall. Aber er frisst. Gerade mit Genuss seine Vogelmiere.
Maxi wird nicht alt werden. Wieviele Narkosen verkraftet sein Körper?
Wir haben ihm Vorgestern noch mal aus dem Tunnel mit dem Licht geholt, mit CC.
Ich glaube sein Tod wird nicht CC sein. Es hat ihm den Appetit wieder gebracht.
Mir ist völlig Wurscht wie, aber er frisst, das ist mir wichtig.
Hmmmmmm Vogelmiere - ihr solltet ihn jetzt sehen!!
2. CC in meiner Praxis:
In meine Praxis kommen zu 5% Menschen wie Sachenbauers, Isas, Steffis.......Zu 25% besorgte und interessierte Tierhalter und zu 70% "Normalo-Heimtierbesitzer".
Man muss lernen Kompromisse einzugehen, ich kann nicht alle missionieren. Wir hatten das Thema schon an anderer Stelle. Und ich bin gewiss die Art von Tierärztin die viel, sehr viel für ihre Patienten tut und viel, sehr viel aufklärt und unter die Arme greift. Nicht umsonst kochen sehr viele meiner Hundebesitzer schon selber. Aber es gibt auch die anderen Situationen. Schnell muss es gehen. Einfach muss es sein. Manchmal rettet CC Leben. Weil nicht jedes Fasten beim Heimtier zur Gesundung führt. In der Praxis ist CC schnell angerührt und der Besitzer ist damit nicht überfordert.
Ebenso ein Thema ist BB.
3. CC Überhaupt:
Ja - CC hat im gesunden Meerlidarm nichts zu suchen. Ebenso wie 10 Narkosen in einem Jahr. Metacam. Levothyroxin, Antibiotika.........
Millionen von Heimtieren leben von Vitakraft und Co. (Nicht falsch verstehen, ich hasse das Zeug auch) und außergewöhnlich viele von ihnen leben ein Leben lang damit ohne Probleme. "Nein Frau Doktor, alle meine Kaninchen haben schon immer Getreide gefressen und waren nie krank"..........
Ich kenne Kaninchen und Meerlis die leben nur noch dank CC und das ohne Probleme mit dem Darm. Ihnen geht es wahrscheinlich so, wie den Millionen die ohne Probleme mit Vitakraft alt werden.
Toll ist es nicht, aber manchmal haut es hin.
Ich habe mehrere Wochen in der Uniklinik München in der Station für Kleine Heimtiere, in der Chirurgie, gearbeitet. Dort sind alle mit CC gepäppelt worden. Sie hatten guten Kot und waren gesund. Mir ist nicht bekannt, dass hinterher alle einen kaputten Darm hatten.
Ich denke der Körper kann so einiges kompensieren und reparieren.
Vieles von dem was wir in der Medizin machen ist schädlich. Die Tiermedizin, ja sogar die Haltung der Tiere ist nie natürlich. Wollen wir hier immer auf Natürlichkeit pochen, sollten wir keine Tiere mehr halten (bissi überspitzt, aber ihr wisst was ich meine). Kompromisse sind in meinem Job täglich Brot. Und bei Euch Zuhause eigentlich auch.
Vielleicht, wenn ich mal reich und berühmt werde, schaffe ich es und mache eine größere Praxis auf und verkaufe mein eigenes Phyto, Kräuter und Päppelbrei ;)
Ich bezweifle aber auch, dass jeder selber gemachte Päppelbrei tatsächlich dem Bedarf des Tieres entspricht.
CC ist gedacht für schwer kranke Tiere, für kurzfristig, um den Energiebedarf zu decken. Bei allem Scheiß der drin ist, so ist es berechnet. Gerade neulich hatte ich das Thema mit dem Chef von Almapharm (die machen auch so ein Päppelpulver) ich habe bei ihm über diese Breie geschimpft. Er hat mich aufgeklärt und gemeint, es seien nur Päppelbreie für schwer kranke Tiere die kurzfristig eine gewisse Energieversorgung brauchen. Die bekäme man mit selber zerstampftem Heu nicht hin. Der Typ ist nicht nur Chef der Firma, er ist ein großer Phytotherapeut und Kämpfer für die Phytotherapie.
Ich selber arbeite mit einer Ernährungsberaterin zusammen. Die muss ich mal bezüglich der Heimtiere fragen.
Also CC Fluch oder Segen - das hängt von Einzelfall ab.
Es gibt Situationen da muss man einfach die Prioritäten abklären und etsprechend handeln.
Auch BB kann, in der Tierarztpraxis, mal ein Segen sein.
Was kann ich als TÄ bei einer kaputten Darmflora machen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten und die hängen wieder vom Tierbesitzer ab, der vor mir steht.
1. Die Sachenbauersche Art : - Phytotherapeutische und diätetische Behandlung. Möglich weil eben Sachenbauers und weil die Tiere naturnah gehalten werden. Die Umgebung, die Haltung, die Ernähung stimmt.
2. die anderen: Nahrungsumstellung und Haltungsbedingungen ansprechen und versuchen aufzuklären. Klappt machmal, nicht immer.
Schadenbegrenzung durchführen......das ist meißt der Fall.

Der spinnt, jetzt will er gerade eine Haselnussblüte fressen :shock:


Sodala nun muss ich in die Praxis - Maxi darf gleich wieder nach Hause :)



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Re: Schmerzmittel für Zahnschweinchen

Beitrag von daniii » Mi 6. Apr 2011, 14:30

Alex hat geschrieben:CC ist gedacht für schwer kranke Tiere, für kurzfristig, um den Energiebedarf zu decken. Bei allem Scheiß der drin ist, so ist es berechnet. Gerade neulich hatte ich das Thema mit dem Chef von Almapharm (die machen auch so ein Päppelpulver) ich habe bei ihm über diese Breie geschimpft. Er hat mich aufgeklärt und gemeint, es seien nur Päppelbreie für schwer kranke Tiere die kurzfristig eine gewisse Energieversorgung brauchen. Die bekäme man mit selber zerstampftem Heu nicht hin. Der Typ ist nicht nur Chef der Firma, er ist ein großer Phytotherapeut und Kämpfer für die Phytotherapie.
Ich selber arbeite mit einer Ernährungsberaterin zusammen. Die muss ich mal bezüglich der Heimtiere fragen.
Also CC Fluch oder Segen - das hängt von Einzelfall ab.
Es gibt Situationen da muss man einfach die Prioritäten abklären und etsprechend handeln.
Ok, das heißt für mich jetzt, dass die CC-Gabe bei Bela zumindest am Anfang gar nicht NUR falsch war, denn es ging ja wirklich darum, ihn am Leben zu halten, bis sich das mit den Zähnen wieder reguliert. Das ist dann halt leider nie passiert, und dummerweise war ich nur bei Tierärzten, die mir leider keine Alternativen genannt haben und die dauerhafte Gabe von CC (und BB) für notwendig hielten. Dabei war ich doch bereit, Sachen für meinen Belaknuffel zu ändern :sauer: Naja, nächstes Mal weiß ichs besser. Und dann frag ich gleich dich, Alex. Und zu dir komme ich auch definitiv für sämtliche notwendig werdenden Zahnkorrekturen ;) Auch wenn ich hoffe, dass es nie nötig sein wird.
Alex hat geschrieben:Ja, Fasten ist ne tolle Sache. Wildtiere fasten auch. Viele hören aber auch auf zu Fressen und sterben. Maxi wäre gestorben. Was ich zum Thema Fasten beim Herbivoren halte - ein anderes Mal.
Das würde mich auch auf jeden Fall interessieren!

Und zum Thema: Super, dass Maxi noch mal die Kurve gekriegt hat :freu: Ich les hier immer mal wieder mit.


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