Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » Do 29. Nov 2012, 16:14

Noch vor 30 Jahren galt Leber und Eigelb als unabdingbar, Herz dagegen wurde offenbar eher selten verfüttert - und es war möglich, Siamkatzen zu züchten, ohne daß sie unter Taurinmangel litten.

Calcium wurde vor 30 Jahren hauptsächlich über Joghurt, milden Käse und Frischkäse/Quark zugeführt, dies dann allerdings meist täglich.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » So 16. Dez 2012, 15:53

Ah, krass ich stöberte gerade im Dubarfst-Forum und fand folgendes Thread, bei dem es um MICH geht :schäm:
https://dubarfst.eu/forum/board2-dubarfst-katzen/board12-katzen-barfen-supplemente/37907-barfen-ohne-supplemente-rechnerei/" onclick="window.open(this.href);return false;
Ganz schön krass die Aussagen teilweise. Eine sagt, man könnte dem Tierheim Bescheid geben, wie ich ernähre und die könnten die Katz dann zurückholen :X Jaja, ich böse Tierquälerin :hehe:

Aber manche Aussagen geben mir in gewisser Weise recht. Die rechnen selber auch nicht mehr so genau, nur denken sie anscheinend ich würde mich gar nicht einlesen und wäre zu faul zu rechnen und deswegen barf ich so nach Gefühl, was ich jetzt nicht so bestätigen kann :lol:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 16:34

Ehrlich gesagt amüsiert mich das Ganze gerade..okay, bis auf eine Tatsache: mein Eindruck ist ganz sicher nicht, dass Schnubbels zu faul zum recherchieren, abwiegen oder rechnen ist
aber
sonst belustigt mich der Aufruhr und die Idee, das TH zu verständigen weil jemand der sich ´n Kopf gemacht hat, sich informierte usw seine Katze nach bestem Wissen und Gewissen so ernährt wie er´s für gut befindet!
Mein Gedanke dazu war: super Idee, was kriegen denn bitte die Katzen im TH oder bei 0815-Haltern, Orgas, Pflegestellen, diversen Züchtern usw ? Meines Wissen doch recht oft sowas "Gutes" wie Felix, Sheba, egal aber billig und Katze frisst´s ect mit mind. 4% Fleisch und sonstigem Kram zu den künstlich Vitas und anderen chem. Pülverchen, wenn sie schon Nassfutter kriegen und nicht rein trockenfutterernährt werden - warum muss man denen die Katzen nicht wegnehmen ?

Mir müsste man dann noch vor Schnubbels unsere Katzen entziehen...ich wiege nämlich nicht, rechne nicht und selbst wenn ichs täte würde ich meine exakt durchkalkulierten Katzenmahlzeiten nicht in die Katze "prügeln", nur damit jede pro Mahlzeit ja die vorschriftsmäßige Menge von diesem und jenem zu sich nimmt und ich ´n Haken an den angeblichen benötigten Bedarfsanteil (wer bestimmt den) des Pülverchens machen kann.

Schnubbels, was sagt denn dein TA zu deiner "schlimmen" Ernährung und zum Zustand der "armen" Mimi?



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von lapin » So 16. Dez 2012, 16:46

Jaja, aus der Norm fallen hat schon immer für Aufregung gesorgt :pfeif:!
Lass dich nicht verunsichern...
du redest hier ja nicht umsonst über "Die Wissenschaft der Katzenernährung"...statt über "Tatsachen der Katzenernährung"...bedenken hegst du ja genauso...
eben nur an der Stelle, wo andere drauf beruhen :jaja:!

Ich hoffe ich werde jetzt auch erwähnt :lieb:


Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 17:06

lapin hat geschrieben:Lass dich nicht verunsichern...
mmh ich glaube das ist eher umgekehrt der Fall..mich würde es verunsichern wenn ich so schön wiege und rechne, mich an den Zahlen/Mengen von jemandem festhalte und dann kommt jemand mit so "blöden Eigengedanken"...tztz
lapin hat geschrieben:Ich hoffe ich werde jetzt auch erwähnt :lieb:
du als unsere Oberadminkätzerin :mrgreen:

PS: was mich auch immer etwas skeptisch macht ist die "Berechnungsgrundlage" an sich. Es heißt meist soundsoviel je Katzenkörpergewicht, mit Ausnahme von Kitten/Katzen im Wachstum und trächtigen Katzen. Manchmal hab ich auch schon Unterscheidungen von Wohnungskatze und Freigänger gefunden aber so viel "Abweichung" das es erwähnenswert wäre ist da nicht. Spielt es bei der Rechnerei bzw dem Bedarf an Futter & Supps keine Rolle, ob ich ´ne vielleicht nicht mehr so ganz fite 15 jährige Norwegermietz hab, eine 5 jährige robuste Bauernhofkatze, ´ne Nacktkatze mit Nierenprob oder eine vielleicht herzkranke Siam ect ?



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » So 16. Dez 2012, 17:44

Also ich les da ab und an mal im Forum, so wie heute und dann fand ich das :lol: Anmelden und mitdiskutieren schenk ich mir. Aber alleine der Gedanke, dass die auf die Idee kommen mich irgendwo anzuschwärzen find ich schon extrem krass. Das geht echt bissl zu weit und jeder der mich kennt weiß dass ich alles für meine Tiere mache und dass ich mich sehr wohl um die Katzenernährung bemühe und informiere. Nur eben mit dem Ergebnis es anders zu machen :D
Aber Ne, direkt Stempel drauf: Sie macht es anders als wir sagen, böse Lea, die zu faul ist sich zu informieren.

Defiitiv böööse Eigengedanken. Pfui :püh:


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » So 16. Dez 2012, 18:29

Leute, seid vorsichtig mit dem, wie ihr über fremde Foren redet ... ihr habt es doch bei meinem Fred über ein bestimmtes Kaninchenforum mitbekommen, wie schnell das böses Blut geben kann ... unser "Gegner" (der hoffentlich noch kein wirklicher Gegner ist, sondern einfach nur interessierte Mitleser) soll schließlich nicht beleidigt werden, sondern mit eingeladen sein, über die Forengrenzen hinweg zu diskutieren - sie hier, wir dort ... sollte eigentlich sehr gut klappen, oder nicht? :bet:

An die Mitleser aus dem anderen Forum: Ich hoffe, daß ihr trotz unserer unüberlegten Übergriffe weiterhin tapfer hier im Thread mitlesen werdet, dann brauch ich mich da drüben nicht anzumelden und wir können dennoch prima miteinander diskutieren :D
Und ja mich ärgert es auch, denn genau diese Leute treiben die TÄ zu der Meinung, BARFen ist ungesund und das es verteufelt wird, weil sie Katzen behandeln, die Fehlernährt wurden
Quelle: [url=http://dubarfst.eu/forum/board2-dubarfst-katzen/board12-katzen-barfen-supplemente/37907-barfen-ohne-supplemente-rechnerei/]Du barfst.eu - Barfen ohne Supplemente; Autor: cindy1991; Beitrag 11[/url]

Bei den Katzen, die unter 10 Jahren krank werden und zum TA gebracht werden, das heißt also mit Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Blasenerkrankungen etc etc zum TA kommen, handelt es sich zu nahezu 100% um fertigfuttergefütterte Katzen. Oder, andere Statistik, fast die Hälfte der bis 10jährigen Katzen mit Fertigfutter als Hauptfutter werden ernährungsbedingt krank.
Ganz anders sieht die Statistik aus, wenn man sich die paar wenigen Katzen raussucht, die kein oder nur selten Fertigfutter bekommen ... aus dieser Gruppe wird man unter 1000 Katzen keine ernährungsbedingt kranke Katze finden! Und das unerheblich, ob diese als reine Wohnungskatzen oder Freigänger, ob sie wie in der ehemaligen DDR oder wie in den 70er Jahren gefüttert werden oder ob sie vorschriftsmäßig nach Kalkulator gebarft werden ...

Für mich liest sich das dann eher so, daß es eigentlich egal ist, was man füttert, hauptsache abwechslungsreich und KEIN Fertigfutter!
Denn, wenn von 100 fertigfuttergefütterten Katzen die Hälfte an solch gravierenden Erkrankungen, wie Blasensteinen, Blasengries, Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus etc etc erkranken, diese Erkrankungen jedoch so gut wie nie bei den Nichtfertigfutterkatzen zu finden sind, nichtmal bei den nichtsupplementierten Nichtfertigfutterkatzen, können die Gefahren einer nichtsupplementierten Katzenernährung lange nicht so groß sein, wie die Gefahren einer Fertigfutterernährung!

Ein weiteres ist die Futterselektion, die insbesondere Katzen sehr gut beherrschen. Wenn ich versuche, eine Katze mit täglich Leber zu füttern, wird sie mir schon nach wenigen Tagen die Leber verweigern. Ebenso wird sie mir irgendwann kein ganzes, rohes Ei mehr abnehmen, sondern höchstens noch das Eigelb (und selbst das wird dann häufig verweigert, weil das "böse" Eiweiß da noch drumrum ist, es macht für die Katz keinen Sinn, etwas zu futtern, was sie nicht verwerten kann). Es wird verdammt schwierig, der Katz beizubiegen, daß sie von hauptsächlich Fischinnereien leben will - um nicht zu sagen, ohne daß ich sie rigoros hungern lasse, ist das gar nicht möglich!
Warum?
Weil Katzen sich sehr gut, genau wie jedes Tier, ihre Rationen selbst zusammenstellen können - wenn also abwechslungsreich gefüttert wird, wird eine Katz ebenso wie ein Mensch, ein Kaninchen, eine Ratte oder ein Storch genau das futtern, was ihr bekommt und was sie braucht und den Rest mit angeekeltem Blick dem versorgenden Personal dankend zurückgeben ... ist auch absolut notwendig, denn genau das muß eine Katz auch in freier Wildbahn als feral Cat (Übersetzung: Streunerkatze, wildlebende Hauskatze) leisten. Dabei hat sie zudem auch noch ein Problem, was unsere Stubentiger in der Regel gar nicht kennen: Hunger!

Maus ist nämlich gar nicht gleich Maus, es gibt kranke Mäuse, Mauseleichen, frischgefangene Mäuse, junge Mäuse, alte Mäuse, unterschiedlich Mausearten mit unterschiedlichen Freßgewohnheiten, die feral Cats fangen zusätzlich auch noch einen gewissen, wenn auch meist kleinen, Teil an Vögeln, Reptilien, Insekten und sie fressen Müll ... heißt also, daß sie da ne Menge Hirnschmalz reinstecken müssen, um hier die richtigen Teile der Beutetiere zu futtern, um alles das, was sie brauchen, zu sich zu nehmen. Beispielsweise werden Innereien sehr oft liegengelassen, die Katzen in den Städten müssen mit Mäusen klarkommen, die aufgrund derer Fertigkost a la Pizza und Co aus der Mülltonne so gut wie keine Omega 3-Fettsäuren enthalten, die Katzen auf dem Lande haben es wiederum mit extrem taurinarmen Feld- und Waldmäusen zu tun, viele Katzen lassen die Köpfe ihrer Beute schon aus Prinzip liegen, diese Katzen nehmen also anteilmäßig deutlich weniger Knochen (und damit deutlich weniger Calcium und Phosphor) auf, wie Katzen, welche die Köpfe ihrer Beute mitfuttern.
Die feral Cats erkranken nur äußerst selten an ernährungsbedingten Krankheiten, die häufigste dieser ernährungsbedingten Krankheiten heißt Unterernährung, nicht Fehlernährung.

Die Stubentiger bekommen ihr Futter vorgesetzt, sie brauchen also nicht im voraus zu wissen, wo sie jagen gehen müssen, um nun ne besonders taurinreiche Maus zu finden oder wo man am günstigsten mal so an Omega 3 Fetten rankommt und sie brauchen kein Glück, das richtige zu finden - ihnen wird es serviert. Und wenn es nicht paßt, weigern sich die Stubenschmuser, diesen Fraß überhaupt nur anzurühren ... als leidgeprüfter Katzenhalter wird man da recht schnell recht findig darin, aus dem Gefühl heraus genau das zu servieren, was Katz grad wirklich braucht - einfach, weil es sonst eh liegengelassen wird und man als Halter mit schlechtem Gewissen eh den Kühlschrank plündert und irgendwann alles, was da ist, anbietet - bis gefressen wird, was Katz braucht. Und das kann ganz schön ins Geld gehen! (Eigene Erfahrung!)

Also kurzum, so wie in den 60er, 70er und 80er Jahren viele Katzenzüchter und späterhin viele Katzenhalter in der DDR und heute noch in Polen, Tschechien und anderen Teilen der Welt ihre Wohnungsschätze schaffen, intuitiv, ohne irgendwelches Vorwissen zur Katzenernährung zu haben, ohne an Fertigfutter zu kommen, ihre kleinen Tyrannen gesund alt werden zu lassen, so schafft man es auch in der heutigen Zeit:
über Beobachtung der eigenen Katz, was diese überhaupt mag und der Reaktion darauf ... klappt besser wie alles supplementieren und ist genauer wie alles kalkulieren!
Warum?
Weil die Katz eben sehr genau schmeckt, wieviel Taurin, Fett oder was auch immer sie aufgenommen hat, weil sie sehr genau spührt, was sie wirklich braucht und da weitaus besser drauf reagieren kann! Und dies nicht nur kann, sondern auch noch ziemlich vehement tut! (Im Gegensatz zu manchen Hunden, die sich eher wie Müllschlucker gebärden, wie ein Tier, welches Futter nach Bedarf selektieren kann)
Gibt da wirklich nur ganz, ganz wenige Ausnahmen, wo selbst Katzen sich verschätzen oder das falsche futtern. Beispielsweise können Katzen das Schweineherpesvirus im Futter nicht erkennen und erkranken nach Futtern von infiziertem Fleisch an der tödlichen Aujezkyschen Krankheit. Aber das sollte eigentlich schon noch in den Köpfen so drinstecken, daß rohes Schweinefleisch für die Katz baba ist - wer rohes Schwein verfüttert, weiß in der Regel, was er da tut und achtet drauf, daß die Schweine garantiert aus schweineherpesvirenfreien Beständen kommen.



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 20:01

Murx Pickwick hat geschrieben:Leute, seid vorsichtig mit dem, wie ihr über fremde Foren redet ...
Sag das mal bitte den Menschen in dem anderen Forum! Findest du, dass dort vorsichtig formuliert wurde ? Wie wird denn dort über Schnubbels geredet ? Gut, da sind Leute bei, die´n paar ihrer FB-Posting gelesen haben und sich aufgrund dessen eine Meinung bildeten, was ja noch okay wäre aber zu schreiben sie wäre "zu faul...." obwohl selbst dort festgstellt wurde, dass sie sich Literatur beschaffte, hier informierte ect find ich schon krass, ebenso solche Äusserungen (Zitat):
Ich wüßt hier TA, die in solchen Fällen durchaus Rückmeldung an's TH machen, und zumindest 1, die - zum Schutz der Katze - sich solche Tiere übereignen lässt...
In solchen Fällen? . . zum Schutz der Katze ? ... übereignen ? :crazy:
Für mich geht das definitiv zu weit, ist keine Meinung mehr und ´n Grund die Katze zu schützen oder zu übereignen gibts auch nicht - ich würde eher Katzen vor "solchen" Leuten schützen

edit
ich wurde jetzt "aufgeklärt"....ich hab das Zitierte falsch verstanden und soll noch mal von Anfang lesen ... na das mach ich doch glatt, bin ja auch nur rechenfaul, lesen mag ich :)



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Murx Pickwick » So 16. Dez 2012, 20:49

Auf der anderen Seite wurde offenbar auch sehr, sehr viel mißverstanden ... das scheint sich schon woanders hochgeschaukelt zu haben. Alleine nur die Vermutung dort, daß Schnubbels sich nicht ausführlich über Katzenernährung informiert hat und deshalb nun nicht supplementieren würde, zeigt schon, daß dort extrem viel mißverstanden wurde!
Mag zwar sein, daß da immer wieder auf Sekundärquellen verwiesen wurde, nur fehlen eben die Hinweise auf Primärquellen - und da wird das Eis nämlich sehr schnell extrem dünn ... woher kommen denn die Werte, sind die wirklich so abgesichert, wie sie auf den empfohlenen Seiten angezeigt werden?
Beispielsweise die Taurinwerte, woher kommen die?
Wurden denn schonmal im großen Stil wildlebende Mäuse auf den Tauringehalt hin untersucht?
Mir ist keine einzige Studie dazu bekannt!
Ist denn überhaupt sicher, daß Taurin nicht überdosiert werden kann?
Doch eigentlich nicht, es gibt ja keine Untersuchungen darüber!
Wird irgendwo berücksichtigt, daß der Tauringehalt im Fleisch um drei Zehnerpotenzen schwanken kann?
Der angenommene Tauringehalt im Kalkulator geht auf nur eine einzige pelletgefütterte Labormaus zurück!

Dann, nach welchen Kriterien wird denn überhaupt supplementiert?
Ein Weiderind beispielsweise enthält genauso viele ungesättigte Fettsäuren im Fett wie eine Pflanze! Einzig die kraftfuttergefütterten Massenhaltungstiere enthalten so wenig ungesättigte Fettsäuren, daß hier mit Pflanzenölen nachgebessert werden müßte ... wo wird das im Kalkulator berücksichtigt?
Wo wird der unterschiedliche Omega 3 Säurengehalt von unterschiedlich gefütterten Futtertieren einschließlich Fischen berücksichtigt? Lachse aus Massenzucht haben nen Omega-3 Gehalt von nem Massenhaltungsschwein! Der Omega 3-Gehalt von Ziegen, die auf artenreicher Weide ohne Kraftfutter aufwuchsen, entspricht dagegen einem durchschnittlichen Meeresfisch ...

Dann der Calciumgehalt, das Calcium : Phosphor-Verhältnis, Proteingehalt der Nahrung usw usf ... alles wirklich gesichert?
Nach welcher Datenlage?
Und warum nehmen feral Cats so unterschiedlich Nahrung zu sich, so daß gerichtet die Nährstoffmengen nicht mit den postulierten Werten des Calculators übereinstimmen?

Wenn man sich also mal wirklich richtig ausführlich mit der ganzen Materie beschäftigt, werden alleine schon die Datenlage, nach denen supplementiert wird, unsicher ... also müßte doch jeder, der sich näher mit der Materie beschäftigt, recht schnell vom Supplementieren abkommen, oder nicht?

Es handelt sich hier also um ein Mißverständnis, was allerdings sehr, sehr schnell zu persönlicher Beleidigung aufgebauscht wird (hoffentlich nicht auf unserer Seite) - aber, muß das wirklich sein?
Oder können wir nicht dem Tier zuliebe da drüberstehen?
Und einfach mal ein wenig auf sachlicher Ebene das Ganze aushebeln?
Oder uns aufgrund wissenschaftlicher Daten überzeugen lassen, sollten die im anderen Forum kommen?



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 21:23

ich lass mir das gern erklären (schon dabei)...bis zum "eingemachten" sind wir aber noch nicht ;)



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » So 16. Dez 2012, 21:41

Ursprung dieser Diskussion dort war eine Diskussion in einer Facebookgruppe.

Ja eben, an einem sachlichen Austausch wäre ich definitiv interressiert. Aber nicht an einem: So ist das eben, Basta.
Nicht jede Mahlzeit muss ausgewogen sein und eine gewissen Nährstoffzusammensetzung haben. Das ist ja auch in der Natur so, deswegen raff ich es nicht wo ich da die Gesundheit meiner Katze gefährde...
Und solch Supplemente wie Eierschalen, Lachsöl usw, die benutze ich selber, aber ich wieg da nichts ab oder lasse mir von einem Kalkulator berechnen wieviel Eierschalenpulver auf ein Hühnerfilet zu machen ist.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » So 16. Dez 2012, 21:45

Und wer bestimmt eigentlich den Bedarf einer Katze? Wie wurd das festgestellt? Der Bedarf schwankt und wie Ziesel schon schrieb muss es ja enorme Unterschiede je nach Aktivität, Gesundheitszustand, eventuelle Krankheiten etc geben... Der Bedarf wird täglich schwanken, also unlogisch der Katze immer das selbe zu geben :hm: Zumal die Tiere ja auch in der Lage sind Nährstoffe abzuspeichern.


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 22:17

Ziesel fragt ja gerade nach (Zitat:)
aber was wird generell berücksichtigt bei dem was mein Mietz an Bedarf hat, also auch bei den Supps ? Kann mir das bitte jemand mal verlinken so diese Infos hier irgendwo ersichtlich sind ? Mich würde interessieren ob berücksicht wird, dass ´n Fisch der selben Art oder´ne Maus, das Steak, Hühnerbrust oder Gulaschwürfel ja nicht zwangsläufig immer gleich "zusammengesetzt" ist (das dürfte von Tier zu Tier variieren.. in 100gr Hühnerherzen müssen ja nicht jedes Mal den genau exakt selben Taurinanteil haben ?! usw..) Prüft ihr das erst ehe ihr sowas noch zusätzlich als Supplement gebt?
Und wer überdenkt, dass ´ne 18jährige Wohnungs-Perser vielleicht gar nicht den selben Bedarf hat wie eine 3 jährige Shynx, der 5jährige Bauernhofstreuner oder´n ausgwachsener Maincoonfreigänger ?

Vielleicht erklärts mir ja jemand...

ich kann ja rechnen und wiegen was ich will wenn die Rohfutterzusammenstezung gar nicht jedes Mal gleich ist machts doch gar keinen Sinn die immer gleiche Menge Supps als Bedarf draufzuklatschen?
Hab ich heut mehr Taurin im Hühnherzenmenü müsst ich doch weniger davon als Supp dazugeben ...ist heut weniger Omega3 im Futterfisch, brauchts mehr Supplement..
Ich bräucht´n Labor um mein Mietz anständig und ohne die Gesundheit zu gefährden ernähren zu können und selbst dann wüsst ich noch nicht mal ob sie ihre Ration fein aufhappert und ob das auch wirklich dem Bedarf meines Plüschteppichporsches entspricht oder nur´n allg. Richtwert ist nach dem ichs zusammengemixt hab *seufz*



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Venga » So 16. Dez 2012, 23:20

Ich äußere mich dazu jetzt nicht näher, weil ich...
1. bei Facebook ohnehin nicht nachlesen kann
2. finde, dass Schnubbels ihre Mimi schön wieder fit bekommen hat. :top:
Da kann die Ernährung ja kaum ganz falsch gewesen sein.

Im Übrigen hatten wir (Freunde von mir) das Gleiche bei der Hundeernährung (Teilbarf) - auch bei Facebook.
Da scheinen lauter Fachtleute unterwegs zu sein.


LG
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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Ziesel » So 16. Dez 2012, 23:29

Venga hat geschrieben: dass Schnubbels ihre Mimi schön wieder fit bekommen hat. :top:
Da kann die Ernährung ja kaum ganz falsch gewesen sein.
jup, seh ich auch so..habe gehört das selbst die best ernährten Lebewesen gelegentlich kränkeln und das einige Krankheiten unabhängig von der Ernährung auftreten können :o



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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mo 17. Dez 2012, 08:39

Zumal ich das Mäuschen krank aus dem Tierheim geholt habe, die wurd nicht bei mir krank :hehe: :D


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Re: Die große Wissenschaft der natürlichen Katzenernährung?

Beitrag von Schnubbels » Mo 19. Aug 2013, 17:25

Ich mag das Ganze hier mal bissl fortsetzen.

Mittlerweile barfe ich Mimi fast komplett. Madita braucht noch Zeit. Da die Mengen immer größer wurden und mir das ganze zu unsicher erschien und ich sowieso portionsweise Futter vorbereiten muss, weil ich nicht jeden Tag alles frisch machen kann, hab ich nun auch ein paar Rezepte gemacht. Und diese auch mit einem Kalkulator :schäm: :lol: Naja, ich hab mich weiter mit dem Thema beschäftigt und bin dann zu dem Schluß gekommen, dass ich das dann lieber mit abwiegen und ausrechnen mache, als das Mangelerscheinungen auftreten. Gerade weil Katzen eben so mäkelig sind und viele Sachen nicht fressen fand ich es schwer komplett ausgewogen zu ernähren. Ob es jetzt wirklich notwenig ist und ob man Katzen auch einfacher barfen kann, lass ich mal offen.

Naja, es macht Spaß, ich hab zig kleine Tütchen im Tiefkühler und alles ist ausgewogen :) Und das Beste: Mimi (und Madita) schmeckts.

Fazit: Katzenbarf ist nicht schwer :)


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