Gebt den Wolf zum Abschuss frei

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Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » So 24. Okt 2010, 21:26

Boah, ich könnte grade kotzen!!!

Ich war grade auf Bild.de (bitte jetzt nicht lachen! ;) ) und da ist folgender Artikel drin: https://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/aktuell/2010/10/23/wolfs-wut/bayrischzell-buergermeister-fordert-weg.html" onclick="window.open(this.href);return false;
(Hoffe ich darf den Link hier posten)

Es geht darum, dass ein Wolf ein paar Bauerstiere gerissen hat und die Mehrheit ihn jetzt dafür töten will. Klar, die Wölfe sind endlich wieder in Deutschland vertreten und nun machen wir sie tot, weil sie essen! Mein Gott, diese Bestien! -.-
Lernen die Menschen nicht mehr?? Das gleiche Problem hatten wir mit Bruno dem "Problembären", da wurde sein Tod HINTERHER auch bedauert! :sauer:
Es kann doch nicht angehen, dass wir solche schönen Tiere einfach umbringen, oder? Weil sie uns grade nicht in den Kram passen... Böse Wölfe, können die einfach keine Grenzen lesen?!

Vor allem die Bilder dazu! Da werden Wölfe so dargestellt, als wären sie Bestien! Genau wie mit den "Kampfhunden"- da wirken die Artikel ja auch viel besser, wenn man das Foto eines total aggressiven Rottweilers einstellt! :sauer:

Tut mir echt leid, aber ich muss das mal eben rausposaunen, das ist für mich der absolute Aufreger des Tages... :sauer: :heul:


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von schweinsnase77 » So 24. Okt 2010, 21:32

Was erwartest du von der Bildzeitung?


Mich erstunt es ja immer wieder das Deustchland anscheinend komplettt verblödet sein muss, wenn ich mir die Auflagenstärke ansehe..... :hehe:


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » So 24. Okt 2010, 21:47

Was ich von der Bild erwarte ist definitiv nicht viel. Aber die kann man ja nur für die Bilder verantwortlich machen, nicht für die Meinung der Dorfbewohner! Die wollen ja, dass der Wolf abgeschossen wird!

Ich geb dafür auch kein Geld aus, aber ich finde die Artikel so amüsant, bzw. dass einige Leute den Schmarrn glauben und nicht sehen, dass da einiges gedreht ist, bzw. Fakten verschwiegen werden, die wichtig für ein realistisches Bild der Situation sind.

Nichtsdestotrotz kotzt mich der Artikel total an. Nein, nicht der Artikel- die Menschen, die dafür gestimmt haben den Wolf abschießen zu lassen! Ich finde denen sollte man ein Gewehr in die Hand drücken und sagen, dass sie es selbst machen sollen. Und dann hält jemand den Wolf fest, sodass er der Person in die Augen gucken muss. Mal sehen, wie viele Großmäuler den Schneid haben, dann auch wirklich abzudrücken.

Ich finde Wölfe wunderschön. Ich finds klasse, dass sie wieder in Deutschland sind und jetzt kommen irgendwelche Bauern und wollen die umbringen, weil sie ne Kuh gerissen haben. (Jah, das ist etwas überspitzt, aber im Grunde...)


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » So 24. Okt 2010, 21:53

Hier mal ein normaler Artikel zu dem bayrischen Wolf:
[url=http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/wolf-bayern-rueckkehr-ID1268213267700.xml]"Meister Isegrimm" Dringend tatverdächtig[/url]
Also für mich liest sich das ja nu nicht, als sei die Mehrheit für den Abschuß ... im Gegenteil, es ist nur der Häuptling vons Schafsverband gegen den Wolf! Von blutdürstigen Dorfbewohnern ist da nicht die Rede!



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » So 24. Okt 2010, 21:58

Laut Bild auch die Mehrheit des Dorfes und der Bürgermeister...

Der Vergleich mit dem Pittbull ist ja toll gewählt. Gibt es noch Leute, die sich Pittbulls halten?? Also sowas gehört doch verboten, das sind doch alles Beißer! *Ironie aus*

Ich hoffe mal in den nächsten Tagen hört man da mehr von, auch wenn ich nach Bruno nicht so viel Hoffnung habe. Damals gabs auch große Proteste GEGEN das Abschießen und geholfen hats nix! =/


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » So 24. Okt 2010, 22:14

Jop ... BILD lügt ...
wissen wir doch ...

BILD macht alles noch viel dramatischer, damit solche Leute wie du dich dran aufgeilen, anderen Bescheid geben und genügend Tierfreunde voller Entrüstung die BILD kaufen, um selbst sich an den bösen Dorfbewohnern aufzugeilen!
... und in Wirklichkeit ist der Bürgermeister und die Meisten im Dorf sogar für den Wolf.

So einfach ist das ...



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Entensusi » Mo 25. Okt 2010, 07:07

"Bild" hin oder her... dass "der Wolf" hier in Bayern nicht gewollt ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die Presse.
Die Argumente sind naaaaaajaaaaaa... es geht um Gebiete, die nicht so leicht kontrollierbar sind, wo ein Wolf z.B. eine Schafherde "versprengt". Man müsste schlicht und ergreifend zur alten Schäferpraxis mit Hunden zurück kehren und nicht einfach die Schafe wie Almkühe herumlaufen lassen. Davon abgesehen sind Kälbchen ebenfalls...
Der normale Büger/Bauer könnte sein Vieh mit Wiedezäunen bzw. Strom schützen, so wie vor dem Fuchs auch. Der Wolf ist halt noch eine Nummer größer. Ich wäre nun auch nicht so sonderlich glücklich, wenn Wolfi meine Hühner fressen wollte.
Im Prinzip alles in den Griff zu bekommen, so man denn will. Ich hoffe mal, dass der Naturschutz sich diesmal durchsetzt, insbesondere da die Wölfe ja freiwillig eingewandert sind.


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von chien » Mo 25. Okt 2010, 07:36

Mir tut das Tier leid, der ist im wahren Sinne des Wortes ein einsamer Wolf, kein Rudel nichts.
Der Wolf ist auch nicht wirklich der alleinige Jäger, dem fehlt irgend was ansonsten wäre der nicht so nahe bei den Menschen und würde sich mit einem Rudel durch die Gegend bewegen.
Da sollten sich Tierschützer mal etwas mehr Engagieren und überlegen was mit dem Tier ist und ggf. einfangen untersuchen und irgendwo aussetzen wo es für den Wolf sicher ist anstatt so dämlichen Müll in der Presse zu verbreiten....



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Entensusi » Mo 25. Okt 2010, 08:00

ich bin davon ausgegangen, dass es mehrere Wölfe sind, dass "der Wolf" nur als Oberbegriff verwendet wird. Gut, bei Bruno, dem Bären, war es wirklich nur einer....


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von chien » Mo 25. Okt 2010, 08:06

Entensusi hat geschrieben:ich bin davon ausgegangen, dass es mehrere Wölfe sind, dass "der Wolf" nur als Oberbegriff verwendet wird. Gut, bei Bruno, dem Bären, war es wirklich nur einer....
Blicke da auch nicht durch, aber irgendwie erwähnen die immer nur den einen Wolf....



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von lapin » Mo 25. Okt 2010, 08:11

Also der Wolf ist in Deutschland schon wieder sehr aktiv...
https://lottamarx.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/04/woelfe_deutschland1.jpg" onclick="window.open(this.href);return false;

Nur müssen die "Bayern" schon wieder nen Gewese darum machen....warum weiß kein Mensch!


Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 25. Okt 2010, 08:18

Ja ... was die Presse nur leider verschweigt, daß dieser Wolfshaß sich über Gesamteuropa zieht und kein bayrisches Phänomeen ist. Daß es hier einige wenige Herren und Damen in Politik und Wirtschaft gibt, die gern im Alleingang das "Raubzeug" vollständig ausgerottet sehen würde ... das Wölfe und Bären auch heute noch unter dem Deckmäntelchen des Schafschutzes aufgrund der zweifelhaften Ehre, ein solch großes Raubtier geschossen zu haben, gejagt wird ... und daß es sich bei den Jägern meist um Sesselpupser aus der Politik und Wirtschaft handelt, die ihre Abschußgenehmigungen unter fadenscheinigen Gründen durchdrücken ...
Was glaubst du, weshalb, sobald eine Abschußgenehmigung vorliegt, derartig schnell gehandelt wird und oft genug sogar das falsche Tier abgeschossen wird, wie beispielsweise 2006 in der Schweiz im Wallis?

Du kannst übrigens eine Menge für den Wolf tun - indem du Namen nennst, aufzeigst, wer gegen den Wolf Wind macht und aus welchen Gründen, wenn die Jäger bekannt sind, diese bloßstellst, Hintergrundinformationen zu diesen Leuten recherchierst und veröffentlichst, Informationsmaterial dir abholst von den einschlägigen Wolfsvereinigungen, die es übrigens auch in Bayern gibt, und die verteilst ... sachlich ohne Hetze auf einzelne Bevölkerungsschichten aufklärst, zu wolfsgefährdeten Schäfern gehst, dich mit ihnen unterhältst und dort direkt nachfragst, weshalb sie keinen Herdenschutzhund bei der Herde haben ...

Klar ... macht Arbeit ... kostet Zeit.
Aber bringt unseren Wölfen deutlich mehr wie die Hetze gegen die bösen, bösen Bayern und richtet deutlich weniger Schaden an. Die Hetze auf bestimmte Bevölkerungsschichten können wir gerne der Presse überlassen, die kann das leider gut genug!

Ach ja ... auch hier wieder, wenn alles Rechtens läuft, wird es diesmal keine Abschußgenehmigung geben ...
Wenn doch, hoffe ich, daß diesmal der tatsächliche Jäger bekannt wird, mir juckts in den Fingern, um diesen Herren nen netten Artikel zu schreiben! Wird nämlich derselbe Herr sein, der unter Aufsicht den Bruno erlegt hat.



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von RuJo » Mo 25. Okt 2010, 10:41

Ich habe es am Samstag im TV gesehen, und ja, auch mir kam das kotzen wenn man da so manchen Dummschwätzer vor der Kamera sieht, der da aus Prinzip seine WOlfshetze durchzieht, obwohl der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat

Ach du Schreck, er hat 10 Schafe, eine Hirschkuh und mehrere Rehe gerissen (wobei ich in der Aufzählung letztere Beutetiere irgendwie seltsam finde... fangen wir als nächstes an auch den feldhasen ihre Grashalme ins Mäulchen zu zählen?)
Und das Geschrei scheint groß zu sein: Das Tier muss weg!
In dem Bericht kamen auch ein paar Befürworter zu Wort, aber allgemein scheint dei Stimmung eher wieder contra zu sein.
Was sagt da einer der Schafbauern so ziemliche wortgemäß: „Ein Wolf hat hier nichts zu suchen, was soll der hier“
Er hätte die restlichen Gedanken auch gerne aussprechen können: Ja, der Wolf darf gerne leben, nur nicht hier bei uns...die können doch in Rumänien oder sonst wo bleiben (denn vor den Haustüren von anderen kehrt es sich doch besser als vor der eigenen)
Jetzt treibt er abends seine Schafe vorsichtshalber in den Stall... Na, ist doch prima, scheint also theoretisch auch noch andere Varianten zu geben, als den Immigranten direkt wieder abzuschießen.. einfach mal sein Vieh besser schützen. Alternativ zum Stall wären ja auch bessere Umzäunungen oder Hütehunde eine Option... immerhin wird es in anderen Bereichen Deutschlands doch gezeigt, dass es geht (auch dort gibt es Kritiker, klar) und krallt sich der Wolf doch mal ein Schaf, gibt’s immernoch eine Ausgleichszahlung vom Staat... aber hier scheinst schlicht ums Prinzip zu gehen. Wir wollen sowas nicht, hat lange genug gedauert die ein für alle mal los zu werden, der muss wieder weg.
Und ich bin wieder mal entsetzt. Offiziell hat der Wolf vorerst (!!) bis zu Frühjahr Gnadenfrist. Na klar... wahrscheinlich wird er irgendwann ausversehen von einem Jäger mit 'nem wildernden Hund verwechselt oder so... Problem gelöst.

Wer will wetten annehmen? Ich wette dass Bayern in einem Jahr offiziell wieder wolffrei sein wird...so oder so... wer hält dagegen?


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 25. Okt 2010, 11:01

Nen einzelner Wolf, der Hirschkühe und Rehe reißt?

Vll sollte man sich weniger Gedanken um den Wolf, als um die Gesundheit unseres Wildbestands machen. Nen einzelner Wolf hat so gut wie keine Chance nen gesundes Reh zu erwischen.


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Entensusi » Mo 25. Okt 2010, 11:14

Was vom NABU dazu:

https://www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/woelfeindeutschland/bundeslaender/bayern/12045.html" onclick="window.open(this.href);return false;

nein, ich denke wirklich nicht, dass es ein einziger Wolf ist, der da in Bayern unterwegs ist.
Aber ich fürchte auch, dass es demnächst einen "Unfall" geben wird, entweder mit dem Auto oder mit dem Gewehr. Kann ja passsieren.
Wenn man sieht, was mit den Bayerischen Bibern abgeht, wundert sich niemand.
Ich traue aber "dem Wolf" genügend Geschick zu, selbst in Bayern zu überleben....


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 25. Okt 2010, 11:15

Bayern ist schon lang nicht mehr wolfsfrei ...

Geschützt werden die Wölfe in Bayern momentan durch konsequentes Verschweigen, wo welche und wieviele vorkommen - eben aufgrund des Phänomeens, daß es gewisse Leute gibt, die viel Geld dafür zahlen, daß es wieder eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuß gibt ... es geht hier also nicht mal um die Schafzüchter! Die werden nur vorgeschoben, Halbidioten und Stammtischschwätzer lassen sich überall finden.
Würde bekannt werden, wo überall in Wirklichkeit Wölfe in Bayern durch die Gegend tapsen, würden die genauso wenig lange leben, wie Bruno der Bär ... geschützt werden die Wölfe übrigens von der Bevölkerung, die teilweise durchaus weiß, daß die Wölfe da durch die Gegend tapsen.

Das Schlimme ist einzig die falsche Berichterstattung!



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von RuJo » Mo 25. Okt 2010, 11:25

Murx Pickwick hat geschrieben:Bayern ist schon lang nicht mehr wolfsfrei ...
genau deshalb habe ich sehr bewusst das Wörtchen "offiziell" verwendet ;)


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » Mo 25. Okt 2010, 12:36

Mooooment mal, Murx, ich geile mich nicht am Artikel der Bild-Zeitung auf, sondern am Thema! Ich möchte hier mal kurz klarstellen, dass ich ein selbstständig denkendes Wesen bin, das nicht zur deutschen Unterschicht gehört. Nur weil ich hin und wieder mal auf Bild.de klicke, heißt das noch lange nicht, dass ich denen nach dem Mund rede oder geistig minderbemittelt bin.
Offensichtlich existieren diese Berichte ja auf mehreren HP´s- in unserer Zeitung stand bis gestern aber noch kein Artikel über den Wolf. Ich habe auch gestern nicht auf mehreren Seiten gelesen, sondern nur auf der Bild-Seite.
Und es geht um die Thematik an sich.
Und es geht nicht darum, dass ich unsere bayrischen Mitbürger schlecht machen will (scheint so, als würdest du denken, das wir das hier tun??), sondern es geht darum, dass es mir nicht in den Sinn geht, warum man den Wolf abschießen sollte. Klar, hat er halt ein paar Tiere gerissen, und?! Der muss auch fressen, das ist doch ein ganz natürliches Verhalten. Umgekehrt kann ich auch sagen, dass ich ein großer Gras-Liebhaber bin und möchte jetzt, dass alle Kühe getötet werden. Klar, das ist ein überspitzter Vergleich, der nicht mal ein richtiger Vergleich ist, aber im Grunde ist es genau die Thematik, in der wir uns da befinden.

Bruno wurde auch einfach abgeschossen und hinterher war das Bedauern groß. Die Heuchler haben ihn ja sogar ausgestopft, damit er einen "Ehrenplatz" bekommt. Der beste Ehrenplatz wäre meiner Meinung nach in der Natur gewesen.

Und danke, aber ich bin nicht daran interessiert irgendwelche Namen herauszufinden und öffentlich zu machen, denn das IST anprangern und für sowas ist nun wirklich die Bild zuständig.


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 25. Okt 2010, 12:59

Du willst wirklich wissen, warum man den Wolf abschießen sollte?

Weil ein paar schießwütige Personen mit viel Geld in der Rückhand es als ehrenwert und toll empfinden, einen Wolf in Deutschland abknallen zu können ... der Rest ist einfach nur vorgeschobenes Presse-Blabla und soll nur der Ablenkung dienen, damit eben nicht der wahre Grund für das Freigeben und Abschießen von Wölfen und Bären rauskommt ...

... würden die Namen der tatsächlichen Jäger bekannt gegeben werden und die tatsächlichen Hintergründe aufgedeckt werden, wie es kommt, daß eine geschützte Tierart, ohne wirklichen Schaden anzurichten, abgeknallt wird einschließlich der Namen in der Regierung, die sich da schmieren lassen, würde es nicht einen einzigen Abschuß von Bär und Wolf mehr in Deutschland geben. Hier macht mal ausnahmsweise Sinn, Namen zu nennen und die Leute so richtig durch den Dreck zu ziehen! Ansehensverlust können sich die meisten dieser Leute nämlich nicht leisten.



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » Di 26. Okt 2010, 14:37

Geld regiert die Welt...

Klar könnte man solche Personen wunderbar durch den Dreck ziehen, nur meiner Meinung nach trifft man im Endeffekt die falschen. Personen mit viel Einfluss und noch mehr Geld erleiden selten so einen Imageverlust, dass sie nachhaltig geschädigt werden würden. Im Gegenteil, solche Leute schieben die Schuld dann lieber auf die Kleineren ab und die trifft es am Ende bitterbös. (Wie hier halt. Wobei ich mir ehrlich gesagt sehr gut vorstellen kann, dass die Bauern da höchstpersönlich auf die Barrikaden gehen würden, wenn vermehrt ihre Tiere gerissen würden.)
Aber die großen Personen, die dahinterstehen finden recht schnell ein Ausweichgebiet (z.B. wenn ihr Job gefährdet wäre durch solche "Skandalgeschichten", dann kriegen sie eben einen anderen, der gensuso gut bezahlt ist).

Außerdem glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass die Mehrheit der Menschen sich wirklich für den Abschuss eines Tieres soo sehr interessiert, dass sie dafür einem hohen (menschlichen) Tier die Grenzen aufzeigen würde.


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » Di 26. Okt 2010, 15:21

Selbst, wenn den Landwirten vermehrt Tiere gerissen werden würden, wäre das für sie kein Thema.
Die bekommen Ersatz und Ausgleichszahlung, haben also keinen Verlust ...

Wenn du nun allerdings mal andersherum dahergehst und die Jagdzeitschriften, Jagdforen etc abklapperst nach den Wolfsgegnern in Schafzüchterkreisen, wird dir auffallen, daß ausgerechnet diese Leute besonders engagierte und teils in der Jägerschaft anerkannte Größen sind. Sie müssen nicht um ihren Job bangen, sondern um die Anerkennung in der Jagdgemeinde!
Dem Rest der Viehwirtschaft ist es tatsächlich herzlich jucke, ob da mal nen Lamm gerissen wird oder nicht - hauptsache das Lamm wird ersetzt und es gibt ab einer bestimmten Anzahl gerissener Lämmer auf einen Betrieb ne Ausgleichszahlung. Mit solchen Ausgleichszahlungen, mit Subventionen und ähnlichem verdienen die meisten Landwirte heutzutage mehr Geld, wie mit den Produkten, die sie auf ihrem Grund und Boden heranziehen.

Was die Masse angeht ... unterschätz die anonyme Masse nicht!
Wird die erstmal ordentlich über Hetzartikel mobil gemacht, ist die graue Masse plötzlich nicht nur grau, sondern hochgefährlich. Politiker, die Stimmeinbußen befürchten müssen, Jäger, die wegen Untragbarkeit aus der Jägerschaft ausgeschlossen werden, Unternehmer, die Absatzschwierigkeiten bekommen - das ist alles schon keine Ausnahme mehr, sondern wird mehr und mehr zur Normalität.
Selbst solche globalen Riesen, wie Nestle oder Masterfoods, geraten zunehmend unter Druck - weil es einige Leute schaffen, die graue Masse zu mobilisieren!
Schau dir nur mal an, was [url=http://foodwatch.de/]foodwatch[/url] inzwischen geschafft hat ... das geht überall, auch im Naturschutzbereich.



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » So 31. Okt 2010, 12:45

Murx, dein letzter Absatz...
Hast du mal den Film "Wag the Dog" gesehen?? (Ich weiß mittlerweile, dass du keinen Fernseher hast, aber könnte ja zufällig sein?! ;) ) Ich bin der Meinung, dass genau das möglich ist, was die da machen, nur damit der Päsident auch Präsident bleibt. Meiner Meinung nach ist es absolut möglich in der heutigen Zeit z.B. einen Krieg stattfinden zu lassen, den es in Wirklichkeit nicht gibt, aber niemand den ich kenne, teilt mit mir diese Meinung.
Ich finde dein letzter Absatz geht aber stark in die Richtung, denn im Grunde deckt Foodwatch solche Geschichten auf, die nichts anderes sind, als der ausgedachte Krieg- nur auf Lebensmittelbasis. *hibbel*


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » So 31. Okt 2010, 13:04

Ich bin der Meinung, dass genau das möglich ist, was die da machen, nur damit der Päsident auch Präsident bleibt. Meiner Meinung nach ist es absolut möglich in der heutigen Zeit z.B. einen Krieg stattfinden zu lassen, den es in Wirklichkeit nicht gibt, aber niemand den ich kenne, teilt mit mir diese Meinung.
Nun, das ist reine Definitionssache ... :D
Wenn du mich in die Gruppe aufnimmst, die du kennst, kennst du mind. eine Person, die sich sicher ist, daß genau das die ganze Zeit schon passiert! Und nicht nur das - es ist auch möglich, aus solchen virtuellen, ausgedachten Kriegen echte Kriege entstehen zu lassen! Meiner Meinung nach ist da das, was in Jugoslavien passiert ist, ein sehr, sehr gutes Beispiel für, denn zu Kriegsausbruch wußten viele Jugoslavier in den betroffenen Gebieten noch nicht mal, daß da Bürgerkrieg herrschte! Für diese Leute ging der Bürgerkrieg wie aus heiterem Himmel ziemlich plötzlich los - Tage nach den ersten Berichterstattungen im Fernsehen!

Allerdings werden solche fingierten Kriege immer schwieriger zu erzeugen - dank Internet.
Je mehr Privatpersonen über ihre persönlichen Erfahrungen schreiben, je mehr Blogger es gibt, die sich nur damit beschäftigen, diese Daten aufzuarbeiten, desto mehr fällt auf, daß in den Nachrichten von Kriegen berichtet werden, welche gar nicht stattfinden - die Verantwortlichen müssen deutlich vorsichtiger agieren ...

Das mit den Wölfen und Co in Bayern ist auch nur so eine Art fingierter Krieg ... und genau deshalb müssen die Verantwortlichen, die sowas in die Welt setzen, an die Öffentlichkeit gezerrt werden und bloßgestellt werden, nur so kann überhaupt diesen Leuten das Handwerk gelegt werden!

Den Film "Wag the Dog" hab ich übrigens nicht gesehen und kenne ihn bislang auch nicht :D



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » So 31. Okt 2010, 13:25

Genau das war der Punkt! Wer weiß, wie wir besch... werden von den hohen Tieren!?
Alleine die Sache mit Saddam, den USA und die angeblichen Atomwaffen. WIR kriegen gesagt, dass Saddam Atomwaffen versteckt hält und jede Sekunde einen Terroranschlag verüben könnte. Saddam sagt "Nö, hab ich nicht, kommt doch gucken.", stattdessen fängt die USA einen Krieg an, dessen Begründung ebendiese Atomwaffen sind- tja, nur blöd, dass Saddam keine Atomwaffen hatte. Die USA meint aber dass der Verdacht ausreichend gewesen wäre für einen Angriff. Was mich sauer macht, ist, dass das doch alles nur ein dummer Vorwand war! Der Saddam hat gesagt wir sollen alle gucken kommen, er hat keine Atomwaffen! Was hätte er denn noch machen sollen, der hatte ja nunmal wirklich keine!? Stattdessen greift die USA ihn an und am Ende stellt sich heraus, dass die sogenannten "Beweise" eine Zeugenaussage von einem ehemaligen Partner Saddams waren, der aufgrund politischer Differenzen aus dem Land geworfen wurde/ fliehen musste und das war sozusagen seine Rache. Und von Bush kommt dann ne Aussage à la "Shit happens."

Oder der Artikel, wo ein Haufen Bürger eine Saddam-Statue gestürzt haben. Das wurde von den Medien so dargestellt, als wäre Saddam total verhasst. In Wirklichkeit war das nur ein "gut getroffener" Bildausschnitt, eigentlich standen da nämlich nur ein paar Menschen rum und einige davon in gebührendem Abstand...

Ich möchte aber auch nicht wissen, grade mit der heutigen Technik, wie weit man z.B. Satellitenbilder glaubhaft verändern kann, sodass sich Kriegsgebieten erkennen lassen, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Aber schön, dass ich nicht die einzige bin, die dahingehend misstrauisch ist. :D Ich finds nur wahnsinnig traurig, wenn man mal darüber nachdenkt, dass man tagtäglich verarscht und wie ein Idiot hingestellt wird...


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » So 31. Okt 2010, 13:49

Sei froh, daß sowas inzwischen an die Öffentlichkeit kommt und aufgeklärt wird, soweit möglich ...

Vor dem Internet hast du alles glauben müssen, was dir gesagt wurde, da hattest du nix, mit dem du nachweisen konntest, daß wir in einem von Lobbyisten und Global Playern aufgebauten Lügengebilde leben ;)



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Curran » Mo 1. Nov 2010, 16:44

Andererseits hat man dank des Internets auch mehr Möglichkeiten Dinge zu verbreiten, die nicht stimmen. Und dank PC´s im allgemeinen die Möglichkeit viele Dinge zu fälschen, die auch noch entsprechend echt aussehen!

Aber das wird langsam OT hier... :pfeif:


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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Nightmoon » Do 13. Jan 2011, 14:28

Na dann werd ich den Thread Mal wieder aktueller gestalten...
Wolf tötet 13 Hirschkühe

Ein einzelner Wolf hat offenbar in einem Gehege bei Gadow (Ostprignitz-Ruppin) 13 Damhirschkühe gerissen oder zu Tode gehetzt. Nur Hirschbock "Bruno" überlebte diesen Angriff.
Zum Video dieser Nachrichten geht es hier: https://www.rbb-online.de/zibb/archiv/index.media.!etc!medialib!rbb!rbb!zibb!zibb_20110112_wolf.html" onclick="window.open(this.href);return false;


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Meine süße kleine Tessamaus, ich hab dir immer versprochen, dich nicht leiden zu lassen, ich hoffe Du verzeihst mir.[/align]

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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Venga » Do 13. Jan 2011, 15:00

Das glaube ich nicht, egal, was der "Experte" sagt.
Ein Wolf jagt, erlegt und frisst. Auch in einem Gehege flüchten die anderen Tiere weiter, der Wolf würde bei dem Riss bleiben. Der tötet nicht im "Blutrausch" oder aus Jagdlust auch noch die anderen.
Das würde eher zu wildernden Hunden passen. Denen geht es nicht um´s Fressen, sondern nur um´s Jagen.

Würde mich jedenfals nicht wundern:
Wölfe werden geschossen, weil sie mit wildernden Schäferhunden oder Huskys verwechselt werden - wenn Wild gerissen wird, war´s kein wildernder Hund, sondern der "böse Wolf". Macht sich in der Presse ja auch besser.
Das :kotz: mich an


LG
Venga

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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von Murx Pickwick » Do 13. Jan 2011, 16:19

Die Realität sieht anders aus ... wenn du einen Wolf in ein kleines Damhirschgatter setzt oder zu Schafen in einen engen Korral, wird der Wolf ebenso wie Fuchs und Marder mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach nur noch töten ... wobei das Altwölfe deutlich weniger machen wie Jungwölfe, während es bei Fuchs und Marder eigentlich egal ist, wie alt die Tiere sind.

Du hast hier einfach eine unnatürliche Situation, der Wolf kann nicht am Riß bleiben, weil die in Panik geratenen Tiere ständig über ihn drüberlatschen. Das ist unangenehm und der Wolf wird sich wehren. Da das Ganze nicht aufhört, halt so, daß irgendwann alle Tiere im Gatter tot sind ... ist das Gatter groß genug, passiert das auch nicht. Auch Büsche im Gatter entschärfen die Situation. Herdenschutzhunde im Gatter halten Wölfe sogar davon ab, ins Gatter zu kommen.
Übrigens glaub ich nicht, daß der Wolf sich da durchgegraben hat ... Wölfe können ebenso wie gleichgroße Schäfer- und Jagdhunde problemlos Hindernisse bis 2m Höhe überwinden, warum sollten sie das nicht mit nem Wildgatter tun?

Allerdings hast du dennoch recht ... ein Wolf ist von einem wildernden Hund gleicher Größe nicht zu unterscheiden. Man braucht sich ja nur mal die Bilder im Artikel anzusehen ... das könnten genauso gut auch Hunde sein, die da rumliegen! Auch Wolfsspuren sind von Hundespuren nicht zu unterscheiden, Wolfskot sieht Hundekot von gebarften Hunden zum Verwechseln ähnlich und riecht auch genauso. Einzig die molekulargenetische Untersuchung der Haare gibt Sicherheit, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund gehandelt hat.



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Re: Gebt den Wolf zum Abschuss frei

Beitrag von lapin » Sa 9. Mär 2019, 20:30

Das Thema ist wieder aktueller denn je.
Mittlerweile werden sie immer häufiger gesichtet und Bauern/Schäfer sprechen immer häufiger von tierischen Verlusten, bedingt durch die wieder erholte Verbreitung und Population des Wolfes.

Man liest mittlerweile sogar schon von Angriffen auf Menschen, wie nicht zuletzt in Steinfeld auf dem Friedhof, wo ein Mann in die Hand gebissen worden sein soll.

Ich treffe auf unwahrscheinlich viele Menschen, die für den Abschuss des Wolfes sind. Gründe sind, dass der Waldbestand radikal reduziert werden könnte - hier sehe ich ja mehr die Angst der Jäger, der Arbeitslosigkeit - und eben die "vielen" gerissenen Nutztiere, die den Halter kosten - das empfinde ich als maßlos übertrieben, kann mir da aber kein echtes Urteil bilden, weil man immer nur vom hören sagen weiß -. Angriffe auf Menschen, geschweige denn einen gesehen hab ich persönlich noch nie und deswegen nervt mich dieses mediengepushte Gehetze umso mehr.

Wie seht ihr das?


Lg lapin"Das Leben ist 10% was dir passiert und 90%, wie du darauf reagierst."

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