Gejage nachts im Hasenhaus

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Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Di 24. Jun 2014, 09:44

Ich hab das Gefühl, daß sich meine Kaninchen nachts im Hasenhaus zu sehr gegenseitig stressen durch Jagereien. Sie liegen aber auch zusammen.
Vielleicht bringt es was, wenn ich den Boden nur als "Rennstrecke" nehme, und eine erste Etage baue, wo sie sich auch einzelnd zurückziehen könnten.

Allerdings bringt besonders ein Kaninchen immer Unruhe in die Gruppe. Ich hab schon überlegt, ob ich sie auf dem Balkon einquartieren soll, und sie tagsüber wie immer in den Garten lasse. Oder im Hasenhaus einen Bereich für sie absperre.

So ein Hasenhaus ist ja nunmal begrenzt, und ich hab Angst, daß sie irgendwo gegen rennen und sich verletzen. Es rasen ja dann alle Kaninchen los und keiner weiß mehr, was eigentlich los ist! :roll:

Hat da vielleicht jemand einen Rat?



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Bigfoot63 » Di 24. Jun 2014, 10:48

Meine Laufflächen im Nachtquartier habe ich mit Blumenhockern und Tunneln vollgestellt, da kann man super drunter her rennen, wenn mal wieder gejagt wird. Jedoch können sich auch super Kaninchen oben drauf setzen wenn sie Ruhe wollen....Ich hab es jetzt nicht so im Kopf, aber dein Nachtquartier ist wie groß und für wie viele Hasen da?

Kannst du das hören, das sie sich jagen oder erschrecken sie eventuell nur durch Einflüsse von außen.
Bei uns kommt das in den frühen Morgenstunden immer wieder mal vor, daß Wildkaninchen ins Gehege reinschauen - das führt natürlich zu einer riesen Aufregung mit rumrennen und heftiger Geräuschkulisse durch das Gerenne. Vielleicht besucht euch da nachts was, Katze o.ä. und sie jagen deswegen.
Kürzlich hat nachts eine Eule, so ein richtiger Uhu, auf unserer Wäschestange platz genommen und laut gerufen, das war für die Kaninchen ein richtiger Aufreger :)


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Di 24. Jun 2014, 12:54

Danke Bigfoot,

Hasenhaus ist 9 m2 für 5 Hasen. 4m2 Außengehege mit Tür zum Hasenhaus ist auch da, aber nimmernoch nicht gesichert. :roll:

Wenn draußen ´ne Katze ist, die sie wittern, dann wird nur geklopft. Die erschrecken sich immer nur untereinander und flitzen dann oder jagen. Äußere Einflüsse sind nicht so gegeben.
Die Mädels nerven besonders mit der Jagerei. Und die Jungs liegen immer im Weg, sodaß sie über den Haufen gerannt werden und dann laufen plötzlich alle im Kreis... :jaja:

Also hast du auch ne heftige Geräuschkulisse, wenn sie sich erschrecken oder jagen. :roll: Dann bin ich schonmal nicht allein damit. :pfeif:
Und ein Uhu im Garten! Das ist ja der Knaller :hot: !



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Bigfoot63 » Di 24. Jun 2014, 13:06

Hasilein hat geschrieben:Danke Bigfoot,

Also hast du auch ne heftige Geräuschkulisse, wenn sie sich erschrecken oder jagen. :roll: Dann bin ich schonmal nicht allein damit. :pfeif:
Und ein Uhu im Garten! Das ist ja der Knaller :hot: !
Ich schlafe in der ersten Etage und manche Nächte höre ich das ganz locker bis ins Schlafzimmer.
Kommt jetzt nicht so häufig vor, aber wenn dann ist es nicht zu überhören.

Dein Hasenhaus ist so klein ja nun nicht. Vielleicht wird es besser wenn du das Außengehege mit gesichert hast. Bei Gruppen ist ein mehr an Platz ja meistens eine gute Idee.
Versteh einer die Kaninchen :arg:


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von mausefusses » Di 24. Jun 2014, 14:03

Ist die Gruppe schon lange zusammen ? Gibt es gesundheitliche Probleme ?


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Di 24. Jun 2014, 14:26

Ja Bigfoot, versteh einer die Kaninchen... :roll:

Mausefusses, die Gruppe hab ich seit fast drei Jahren. Ich hatte sie im Wald gefunden. Ich hab die Mutter mit ihren 4 Kindern.

Irgendwie hat hier jeder so seine Baustelle, und jedes Kaninchen hat seine eigenes Verhalten.
Als Esel vermehrt Kokzidien hatte, da wurde er wegen seiner Krankheit gemobbt, ganz klar, er war recht schwach.
Und daß die sich mal jagen, ist auch O.K.
Nur eine hier ist recht aufmüpfig, und wird auch vermehrt gejagt. Sie macht eh, was sie will, saß bei den Nachbarn im Garten, sucht sich ihre Pflänzchen im Garten, die anderen sind da etwas bequemer. Sie ist eher der Einzelgänger. Liegt aber auch mit den anderen rum. :hm:
Vielleicht könnte man bei ihr mal wegen Cysten oder so kucken, aber ich glaub, die ist einfach so.
Hier war auch noch nie ein Kaninchen durch Bisse verletzt. Höchstens mal eine klitzkleine Stelle.

Das ist auch nicht jeden Tag, glaub ich. Aber die Mädels jagen auch durch den Garten. Und dann ist auch wieder Ruhe. Nur im Hasenhaus sind die Hütten aus Holz, die Wände aus Holz. Alles ein wenig hart füt Jagereien. :hm:

Ich denke, ich werde schon eine Etage mit mehreren Hütten bauen. Aber sehr wahrscheinlich liegen die dann eh wieder auf´m Boden! :arg:



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von mausefusses » Di 24. Jun 2014, 15:07

Ich kann mir Dein haus gerade nicht so vorstellen....
Ich würde aber eher wenig verbauen und viel Lauffläche schaffen.


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Di 24. Jun 2014, 16:12

Hier im thread, ziemlich weit unten, kann man das Hasenhaus mit dem kleinen Gehege dran sehen, wenn man möchte. Ist ein normales Gartenhaus.

[url]http://www.tierpla.net/kaninchenvorstellung-geschichten-und-fotos/hasilein-hasen-der-anfang-t17172.html[/url]

Ich will ja mehr Lauffläche durch eine 1. Etage schaffen! :smile: Oben zum ausruhen, unten fressen und toben.



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von mausefusses » Di 24. Jun 2014, 16:19

Ok, ich verstehe.
1. Etage klingt toll und dann würde ich das Außengehege sicher machen, rein optisch ist es sicher....
Was fehlt noch ? Der Boden ?

Die Tiere sind halt auch noch jung, da sind solche Spielereien ja ganz normal. Ich seh das als unproblematisch an zumal sie ja auch beieinander liegen.


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Di 24. Jun 2014, 16:26

Das Gehegedach ist Mist, muß ein neues Dach drauf. Dann, wenn´s regnet, läuft das Gehege immer voll. an den Seiten rein und von unten. Ich hab bei Steinplatten Angst, daß die sich beim Klopfen die Füße brechen... :?
Und Zugluft von hinten, weiß nicht, ob das so gut ist. Muß ich auch noch was dran machen vielleicht. Drumherum sind Steinplatten.



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 25. Jun 2014, 07:14

Es gibt viele, die ihre Kaninchen auf Beton halten - aber ich hab von noch keinem einzigen Fall gehört oder gelesen, daß sich die Kaninchen durch Klopfen auf dem Betonboden die Füße gebrochen hätten - ich glaub, da brauchst du dir wirklich keine Gedanken machen :D



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Hasilein » Mi 25. Jun 2014, 12:02

Ja, ich weiß, daß viele ihre Tier auf Beton halten. Nur Una hatte mal ein Kaninchen mit gebrochenem Mittelfuß, ist allerdings auf knochenhartem Gartenboden passiert. Für sie wäre es wohl schon denkbar, daß den Tieren auf Beton was passieren könnte.
Andererseits weiß man ja nicht genau, wie das wirklich passiert ist. Lag da noch was auf dem Boden oder was was ich...

Nur der Gedanke, Kaninchen auf Beton - behagt mir irgendwie nicht... :?

Ich schraub jetzt erstmal paar Hütten, und errichte die 1. Etage.



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Una » Mi 25. Jun 2014, 13:04

Hasilein hat geschrieben:Ja, ich weiß, daß viele ihre Tier auf Beton halten. Nur Una hatte mal ein Kaninchen mit gebrochenem Mittelfuß, ist allerdings auf knochenhartem Gartenboden passiert. Für sie wäre es wohl schon denkbar, daß den Tieren auf Beton was passieren könnte.
Andererseits weiß man ja nicht genau, wie das wirklich passiert ist. Lag da noch was auf dem Boden oder was was ich...

Nur der Gedanke, Kaninchen auf Beton - behagt mir irgendwie nicht... :?

Ich schraub jetzt erstmal paar Hütten, und errichte die 1. Etage.
Bei mir war nichts im Gartenauslauf (war damals verschiebbar) außer harter Gartenboden, da es wochenlang nicht mehr geregnet hatte.
Ich bin mir zu 100% sicher, dass der Mittelfuß aufgrund des Klopfens gebrochen ist, da das Kaninchen wie wild geklopft hat, als eine Katze in Gehegenähe war. Es ist nicht in Panik rumgeschossen im Gehege, sondern nur gesessen und hat geklopft wie wild.

Mir hat der TA damals gesagt, dass Kaninchen ziemlich spröde Knochen haben und sie aufgrunddessen recht leicht brechen können.

Aus dieser Erfahrung heraus, würde ich persönlich meine Kaninchen niemals auf Betonboden halten - wobei eine Holzetage sicherlich fast genau so hart ist, wenn ausgerechnet darauf geklopft wird.
Ganz minimieren kann man dieses Risiko m.E. sowieso nicht, außer die Tiere laufen Tag und Nacht auf der Wiese herum - ohne jegliche harte Stellen.


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Heike » Mi 25. Jun 2014, 13:22

Una hat geschrieben:Mir hat der TA damals gesagt, dass Kaninchen ziemlich spröde Knochen haben und sie aufgrunddessen recht leicht brechen können.
Auch wenn ich keine Kaninchen besitze kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Aussage richtig ist.
Kaninchen machen all das, was für die Gesunderhaltung eines Knochens wichtig ist. Sie laufen, hüpfen und springen. Damit üben sie auf ihren aktiven und passiven Bewegungsapparat Reize aus, die für die Ernährung dieser Strukturen so immens wichtig sind. Im Prinzip müssten "klopfende" Kaninchenfüße sogar noch stabiler sein, als bei "nichtklopfenden" Nins. Der Knochen im Fuß passt sich jeder Belastung immer wieder aufs neue prima an- Knochen ist eine lebende Struktur.



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Una » Mi 25. Jun 2014, 14:49

Ich denke, da ist vllt. schon was dran, zumindest lese ich das aus diesen Links auch so heraus mit den spröden Knochen:
Der Knochen des Kaninchens zeichnet sich durch eine spröde, porzellanartige Konsistenz aus.
https://www.tierklinik-frankfurt.de/wissenswertes/themen-der-tiermedizin/wissenswertes-zu-frakturen-und-knochenbruechen/trilam-nagel-beim-kaninchen.html" onclick="window.open(this.href);return false;
Da Kaninchen recht spröde Knochen haben, ihre Hinterbeinmuskulatur sehr kräftig ausgebildet und ihre Reflexbereitschaft sehr hoch ist, kann es schon durch plötzliche, häufig sehr heftige Abwehrbewegungen und unvorhergesehene Fluchtreaktionen zu Brüchen von Gliedmaßenknochen oder der Wirbelsäule kommen.
https://www.tierarztpraxis-bradel.de/kanin_krank.htm" onclick="window.open(this.href);return false;


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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Heike » Mi 25. Jun 2014, 17:33

Una, dank dir für den interessanten Link. :lieb:
Das die spröden Knochen bei einem Kaninchen zu finden sind, welches in beengten Verhältnissen sein Dasein fristen muss, könnte ich verstehen. Das Kaninchen in der Regel über spröde Knochen verfügen wusste ich nicht. Vielen Dank für die Info.



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Re: Gejage nachts im Hasenhaus

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 25. Jun 2014, 18:01

Mir hat der TA damals gesagt, dass Kaninchen ziemlich spröde Knochen haben und sie aufgrunddessen recht leicht brechen können.
Nun ... spröde Knochen bei Kaninchen ist eine Folge von Vitamin D3-Zusätzen, wie sie beispielsweise mit Pellets mitverfüttert werden ... ich hab das immer wieder beobachten können, wenn ich geschlachtete Kaninchen von anderen Haltern bekam, wenn Vitamin D3-haltiges Futter zugefüttert wurde oder noch schlimmer, als Hauptfutter gegeben wurde (was fast immer der Fall war), konnte ich die Knochen tatsächlich brechen. Bei meinen ohne Vitamin D3-Zusatz gehaltenen Wiesen-Wegrand-Gehölz-Kaninchen waren die Knochen, auch der Hinterläufe, so stabil, daß sie als Hammer benutzt werden konnten! Da war absolut nix von Sprödigkeit. Ich konnte die Hinterläufe nur in den Gelenken zerlegen, wenn ich sie im Hinterlaufknochen hätte teilen wollen, hätt ich ne Knochensäge gebraucht.
Tierärzte bekommen jedoch fast nur fertiggefütterte Kaninchen zu Gesicht - oder mit Heu-Gemüse-Diät fehlernährte Kaninchen. Daß sie da keine festen Knochen feststellen können, ist klar ...

Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit ... es gibt nämlich noch etliche Mutationen, welche zu Porzellanzähnchen und/oder spröden Knochen führen. Solche Kaninchen sind in freier Wildbahn nicht überlebensfähig, ausnahmslos alle solche Mutationen stellen deshalb für wildlebende Kaninchen Lethalmutationen da, weil die Tiere nicht mal bis zur Geschlechtsreife kommen, ihre Knochen brechen einfach früher und sie werden dann gefressen. In Gefangenschaft dagegen können auch solche Kaninchen überleben - und sich fortpflanzen und damit diese Eigenschaft spröde Knochen weitergeben. Ich vermute, daß in einigen Buchtenzuchten sich solche Mutationen unbemerkt haben ausbreiten können. Bei den betroffenen Kaninchen kann tatsächlich das Klopfen zu Beinbruch führen, da brauchts allerdings keinen harten Boden, sie brauchen nur mit ihren Hinterbeinen nen Stein zu treffen, reicht unter Umständen. Auch in dick eingestreuter Bucht können bei solchen Kaninchen gehäuft Knochenbrüche auftreten - auch gebrochene Läufe.



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