Tierheilpraktiker

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Tierheilpraktiker

Beitrag von saloiv » So 14. Jun 2009, 21:12

Habt ihr schonmal einen Tierheilpraktiker in Anspruch genommen? Was haltet ihr allgemein davon?


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Laryana » So 14. Jun 2009, 21:15

Ehrlich gesagt war ich noch nie bei einem Tierheilpraktiker, aber wenn es für mich sinnvoll wäre, würde ich einen aufsuchen.

Allerdings hatte ich bisher noch nie die Notwendigkeit und ich wüsste auch nicht, ob es hier einen gibt :hm:



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Heublume » Di 12. Apr 2016, 17:38

Hallo
ich krame mal diesen alten Thread hervor. ;) Ich möchte mit meinem Kaninchen Ole zu einer Tierheilpraktikerin, wegen seinem Schnupfen, den er seit Pimpfis Tod hat.
War jemand schonmal bei einem THP, oder hat sonstige Erfahrungen? :lieb:


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von SiSo » Di 12. Apr 2016, 20:27

Also eine sehr gute Bekannte von mir ist ja THP.
Und lernt gerade Heilpraktiker.

Sie ist gelernte Zahnarzthelferin und hat halt dann THP gemacht vor 3 Jahren. Und ich bin immer wieder begeistert. Sie hat unsere eine Stute super wieder hinbekommen. Sie war extrem dämpfig und der TA konnte nicht weiterhelfen. Dann hat sie uns weitergeholfen. Auch hat sie die Stute behandelt, sie sie sich das Bein hinten aufgerissen hat, bisnauf den Knochen.

Oder dem Hund meines Onkels hat sie geholfen, als der kaum noch kaufen konnte wegen seiner Athrose.

Als ich meinen Rücken geprellt hatte, hat sie mir auch geholfen.

Aaaaber.. es hat auch seine Grenzen uuuund, dass finde ich bei ihr gut: sie sagt es mir auch ganz klar. Wenn sie mir sagt, geh damit zum Tierarzt, dann mache ich das.



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Vielzitze » Di 12. Apr 2016, 21:13

Ich war noch nie beim Tierheilpraktiker und halte auch nicht viel davon. Das Wissen eines Tierarztes ist doch erheblich größer und gute Tierärzte kennen sich heute doch auch mit Homöopathie aus.



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Murx Pickwick » Di 12. Apr 2016, 22:55

Hmm ... es mag sein, daß ein Tierarzt mehr wissen von Medikamenten, Operationen oder der Behandlung von Tieren in industriellen Haltungen hat - aber woher soll ein Tierarzt das Wissen über Kanin und Co haben?
Das sind Themen, die werden im Studium bestenfalls gestreift ...

Wie wenig Wissen in Wirklichkeit von Nager und Co da ist, kann auf etlichen Tierarztseiten gezeigt werden ... da gibts Tierärzte, die steif und fest behaupten, daß Meerschwein, Kanin und Co keine Peristaltik im Darm hätten und deshalb vorne immer schön reingeschoben werden muß, damit hinten die Köttel rauskommen, da gibts den Myth vom Darm, der durchgängig einen pH-Wert von 8 hat, wobei die Augen davor verschlossen werden, daß der Darm nicht nur aus dem Dünndarm besteht, sondern es auch nen Dickdarm und nen Blinddarm gibt, die gänzlich andere pH-Werte aufweisen, da wird behauptet, die Meerschweinchenkokzidiose wird laut Tierarztmeinung durch wahlweise Heu, gesammelte Wiese oder andere Meerschweinchen übertragen usw usf ...

Ich hab bislang nur wenige Tierheilpraktiker kennengelernt - aber die wußten, daß der Darm von Kanin und Nagern, auch den sog. Stopfdarmtieren, durchaus unterteilt ist und jedes Abteil seinen eigenen pH-Wert aufweist, sie wußten, daß Kokzidien">Kokzidiose eine Faktorenkrankheit ist und die Kokzidien auch in gesunden Tieren drin sind, sie wußten, daß Wiese für Kanin und Meerschwein gesund ist usw usf ... also das mit dem erheblich größeren Wissen von Tierärzten über die Tiere, die sie behandeln, entspricht nicht meiner Erfahrung.



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Saubergschweinchen » Mi 13. Apr 2016, 10:50

Das Wissen eines Tierarztes ist nicht zwingend größer denn betrachtet man woher sein Wissen kommt dann gerät man doch schnell ins Grübeln.

Will sich ein Tierarzt über spezielle Therapieverfahren, Ernährung oder kleine Heimtiere weiterbilden dann besucht er Seminare, wer bietet diese Seminare an?
Die Lobbyisten der Branche.

Homöopathische Zusatzausbildungen sind gestützt von der Firma Heel (einem Hersteller homöopathischer Konstitutionsmittel), das hat mit dem Ansatz der klassischen Homöopathie überhaupt nichts zu tun und dementsprechend halbgar ist das "Wissen" des Tierarztes.
Hat man einen TA mit Schwerpunkt Ernährungsberatung dann hat dieser seine Kenntnisse aus Fortbildungen der großen Futtermittelhersteller Hills, Royal Canin und Eukanuba.

Heimtierfortbildungen gibt es von alphavet...wo man lernt wie toll Rodicare Produkte helfen oder von Bunny...also auch einem Futtermittelhersteller.
Dieses "Fachwissen" trägt aber nur selten wirklich zur Gesundung der Tiere bei, das ist auch von der Pharmaindustrie ja garnicht gewollt.

Faher ist es schon ratsam die "Allmacht" der Tierärzte zu hinterfragen.

Leider ist THP aber auch ein Modeberuf, jedes Wendymädchen will THP werden und dementsprechend aufpassen muss man was die Kompetenz angeht.
Ebenso ist der Markt so hart umkämpft das sie sich oft weitere Standbeine wie eben den Futterverkauf schaffen müssen und dann wird es auch wieder schwierig was die Qualität und Objektivität einer Ernährungsberatung angeht.

Es gibt sher gute unabhängige THPs aber beim Kaninchen muss man auch wieder schauen ob das Wissen tief genug geht. Die meisten spezialisieren sich auf Hund und Pferd weil das einfach den größten Markt gibt.
Als Kaninchenspezialistin hat sich Sonja Tschöpe einen Namen gemacht...ansonsten muss man sich eben mal durchfragen.
Im Prinzip sind die körperlichen Abläufe bei den Therapieverfahren ja gleich und auf Kaninchen gut übertragbar. Nur was Fütterung und Haltung angeht bestehen oft große Wissensdefizite.

Homöopathie ist ja auch nicht alles was die Naturheilkunde zu bieten hat, beim Schnupfenthema würde ich spontan an Bioresonanz oder Vitalpilze denken. Aber auch Akupunktur kann sehr wirksam sein.
Lass dich einfach von verschiedenen THPs beraten und entscheide dann.


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Vielzitze » Mi 13. Apr 2016, 11:26

Die meisten Tierarztpraxen sind doch heute auf Kleintiere spezialisiert.

Dass Meerschweinchen und Kaninchen einen Stopfmagen haben ist keine falsche Behauptung, sondern Tatsache.



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Saubergschweinchen » Mi 13. Apr 2016, 11:46

Kleintiere (Hund u. Katze) und Heimtiere (Frettchen, Kaninchen, Nager) werden in der tiermedizin unterschieden.
Kannst mir glauben ich habe das in meiner Ausbildung immer deutlich unterscheiden müssen.

Murx sprach nicht vom Magen sondern vom Darm der sehr wohl eine deutliche peristaltik hat...Auch zu genüge während der ops beobachten können. ;)

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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Heublume » Mi 13. Apr 2016, 11:53

Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mir extra eine THP ausgesucht, die selber Kaninchen hält (gehalten hat) und schon mehrere behandelt hat.

Was das Tierarztthema angeht, das Wissen bzw. nicht vorhandenes Wissen über Heimtiere, kann ich Murx und Saubergschweinchen nur recht geben.

Auf Kleintiere spezialisiert heisst nur, dass er sich im Bereich Hund und Katze weitergebildet hat. Nicht über Heimtiere.


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Heublume » Mi 13. Apr 2016, 12:21

Was ich nochmal deutlich anmerken möchte, gerade wegen der Diskussion über Tierärzte, die ich gut finde, da es den Laien auch mal gesagt werden muss, die alles glauben, was der Tierarzt sagt, weil der muss es ja wissen.

Auch wenn Tierärzte selten ausreichendes Wissen über Kaninchen und Nager besitzen.
Sollte nie ein THP Besuch, den Besuch beim Tierarzt ersetzen.

Falls das jetzt bei mitlesenden Gästen so ankommt.

Ich war mit Ole schon in tierärztlicher Behandlung wegen seinem Schnupfen und möchte nur jetzt zusätzlich Alternativ ihn behandeln lassen und habe hier zwei wunderbare Tierärztinnen, von denen ich wirklich sagen kann, sie haben Ahnung. Da ich bei beiden TFA gelernt habe. :D


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Saubergschweinchen » Mi 13. Apr 2016, 13:14

Auch wenn Tierärzte selten ausreichendes Wissen über Kaninchen und Nager besitzen.
Sollte nie ein THP Besuch, den Besuch beim Tierarzt ersetzen.
Das sehe ich mittlerweile differenzierter.
Es wird schulmedizinsich derart oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen und dadurch viel dauerhafter Schaden angerichtet das ich bei manchen Dingen unbedingt den THP dem TA vorziehen würde.
Die Kompetenz je nach Problem zu entscheiden welche Hilfe in Anspruch genommen wird spreche ich keinem Tierhalter ab.

Eine kombinierte Behandlung ist in vielen Fällen sinnvoll aber ich würde nicht so weit gehen immer einen TA konsultieren zu müssen bevor man zum THP geht. Dafür habe ich viel zu gute Erfahrungen mit Alternativen Therapien gemacht ;)


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Heublume » Mi 13. Apr 2016, 13:34

Auch wenn Tierärzte selten ausreichendes Wissen über Kaninchen und Nager besitzen.
Sollte nie ein THP Besuch, den Besuch beim Tierarzt ersetzen.
Das sehe ich mittlerweile differenzierter.
Es wird schulmedizinsich derart oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen und dadurch viel dauerhafter Schaden angerichtet das ich bei manchen Dingen unbedingt den THP dem TA vorziehen würde.
Okay da muss ich dir Recht geben. Wie oft mein Chef in meiner alten Arbeitsstelle gleich vorschnell AB und Kortison gespritzt, hat nur um den Besitzer zufrieden zu stellen.
Das hätte man Alternativ Prima behandeln können.


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Vielzitze » Mi 13. Apr 2016, 14:13

Also ich kann das nicht bestätigen, dass sich Kleintierpraxen nicht mit Kleintieren auskennen. Ich hatte neulich erst ne ganz komplizierte OP bei einem Zwerghamster. Sowas wäre vor 10-15 Jahren undenkbar gewesen und zeugt doch davon, dass Tierärzte heute wirklich sehr gut geworden sind bei kleineren Tieren. Ob ein Tierheilpraktiker da was mit pflanzlichen Mitteln erreicht hätte wage ich mal zu bezweifeln.

Zudem hat doch ein Tierheilpraktiker fast nie irgendwelche Geräte zum Röntgen, Ultraschall oder operieren.



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Murx Pickwick » Mi 13. Apr 2016, 16:07

Es gibt nicht nur Verletzungen und Erkrankungen, wo operiert werden muß (da geb ich dir Recht, sind TÄ die erste Anlaufstelle), sehr häufig sind auch Erkrankungen, die haltungsbedingt, fütterungsbedingt oder anderweitig chronisch geworden sind. Und hier können die wenigsten TÄ weiterhelfen ... Tierheilpraktiker sind durch ihre Ausbildung drauf getrimmt, ganzheitlicher zu denken, sie kommen deshalb eher auf praktikable Ideen.

Den Begriff Stopfdarm bzw Stopfmagen gibts interessanterweise nur in der deutschen Veterinärliteratur, die Wissenschaft kennt diesen Begriff nicht. Hier wird von Enddarmfermentierern (bzw bei Meerschwein und Kanin richtiger von Blinddarmfermentierern) geredet und der ewig gefüllte Magen als artliche Sonderbildung beschrieben, ohne ihm einen Extranamen zu geben.
In der Degupedia befinden sich etliche Kaninchen- und Nagerfachleute, die sich auf die Suche nach wissenschaftlicher Literatur zum Thema Stopfmagen und Stopfdarm gemacht haben - keiner von uns hat da etwas gefunden! Eine Übersetzung ins Englische, Russische, Spanische, Französische oder Portugiesische gibts auch nicht.
Selbst bei den Veterinären gibt es nur wenige deutsche Autoren, die einen dieser Begriffe verwenden, die meisten Veterinäre kennen diese Begriffe offenbar nicht.
Sollten wir da was übersehen haben, bin ich für jeden Hinweis dankbar!



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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Saubergschweinchen » Mi 13. Apr 2016, 19:19

Röntgen und operieren darf ein THP auch garnicht.
Vielzitze du versteift dich zu arg auf schwarz und weiß. ..Es gibt genug zwischenstufen.
Beide haben ihre Berechtigung und ihre vorzüge.

Ich habe in einer Praxis gelernt die viel alternativmedizinisch gearbeitet hat...Habe also diesen weitwinkelblick für beide seiten.

Zu deinem Beispiel mit dem zwerghamster...Ja die Chirurgie wird besser und natürlich kann ein TA der künstliche Linsen einsetzt auch einen Kaiserschnitt beim Hamster erfolgreich meistern.
Ich habe mit so einer Ikone operiert...Aber du brauchst nicht denken das die auch nur ansatzweise wusste wie das Tier auf dem Tisch gehalten oder ernährt werden muss.

Es gibt immer viele Blickwinkel und man muss als Halter genau hinschauen egal welchen Weg man einschlägt.


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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Bigfoot63 » Do 14. Apr 2016, 07:08

Das ist in etwa so, wie Äpfel und Birnen vergleichen. Das wird nichts.
Erstaunlicherweise, sehen meine eigenen Tiere relativ selten einen Tierarzt, seit dem ich immer mehr an meinen Haltungsbedingungen verbessert habe.
Es fing an mit Gartenauslauf und nur noch abends Gehegehaltung, es verbesserte sich durch das zu füttern von Wiese, im Frühjahr und Sommer sogar zur freien Verfügung. Tiere die bei mir schon lange wohnen und nicht vor geschädigt waren, sehen seit dem nur noch zum impfen den TA. Würmer Kokzidien kommen so gut wie nicht vor.
Ich denke viele Probleme entstehen durch Haltungs- oder Ernährungsfehler. Da finde ich den Blick auf das "Ganze" wichtig. Als THP kenne ich persönlich nur Sonja Tschöpe, die am Wochenende im TH bei uns noch ein kleines Seminar gegeben hat und Holger Aschentrup Adler, der mir mit Vitalpilzen schon sehr gut weitergeholfen hat. Bei beiden hatte ich immer das Gefühl, das sie vernünftig und gut beraten haben und mir auch rieten, einige Dinge nochmals mit dem TA unter anderen Gesichtspunkten zu besprechen. Ich denke diese Kombi des Dialoges scheint mir vernünftig. Ein TA hat kürzlich zu mir gesagt, das er bei einen unserer Kaninchen schulmedizinisch nichts vernünftiges tun könne und mir dazu geraten mal zu überlegen oder Rat einzuholen ob ( chronischer Schnupfen ) hier mit Heilpflanzen etc. eine Linderung geschaffen werden könne. So sollte es sein in meinen Augen, ein wenig über den Tellerrand schauen und schon ist vieles möglich.
Sehr viele Dinge habe ich auch durch dieses Forum oder in der Degupedia erlesen. Meist sind es doch wirklich die Haltungen die, die Tiere krank machen. Meine Kaninchen waren im 4 qm Standard Innengehege arg unglücklich. In freier Haushaltung mit Zugang zum Vorgarten, ist das toll für die beiden. Viele Problem sind nicht mehr vorhanden. Clever der immer Probleme mit dem Darm in Form von Durchfällen hat, ist gesunder denn je. Er hat mit konsequenter Wiesenfütterung über fast 2 Jahre keine Probleme mehr...
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Re: Tierheilpraktiker

Beitrag von Heublume » Do 14. Apr 2016, 09:42

Ich finde auch das Haltung und Ernährung das A und O ist. Ich wüsste nicht was ich an meiner Haltung noch verbessern könnte. großes Aussengehege mit großem Auslauf den ganzen Tag. Im Sommer wiese ad libitum im Winter Gemüse mit rationiertem Strukturfutter.Trotzdem versteh ich nicht, warum ich letztes Jahr 2 Tiere an den selben Symptomen auf schreckliche Weise verloren habe.

Wiederum zeigt mir dass es Pimpfi als Handaufzucht ausser seinem Schnupfen ganz gut ging, durch artgerechte Ernährung von Baby an, keine Verdauungsprobleme, Zahnprobleme. Also so viel kann ich doch nicht falsch machen.


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