gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

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gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Mo 23. Mai 2011, 12:38

Entnommen aus https://www.tierpla.net/viewtopic.php?f=179&t=10791
Dajanira hat geschrieben:Pflanzen aus dem Gartencenter sollte man nicht verfüttern, da sie in gedüngter Erde sitzen und auch in solcher aufgezogen wurden.
Die Regel mit 4 Wochen stehen lassen ist totaler Quatsch, da sich in der Erde weiterhin Dünger befindet und dieser sicher nicht nach 1 Monat einfach so mal verschwindet und die Pflanze meist schon in der Aufzucht gedüngt, gespritzt etc. pp. wird, heißt sie ist schon seit Keimung belastet, also Finger weg.
Den Dünger in der Erde erkennt man ein kleinen Kristallen, weißen kleinen Kugeln etc. falls kein Flüssigdünger verwendet wurde. Solche Pflanzen sind oft durch die starke Dünung mit Schwermetallen belastet!
Falls es wirklich nicht anders gehen sollte und man Pflanzen nur im Gartencenter bekommt, gleich nach dem Kauf umtopfen, die alte Erde sehr gut von den Wurzeln abspülen (geht mittels tauchen) und in neue Erde setzen (z.B. Tomaten- und Gemüseerde, spezielle Kräuterere oder am besten Komposterde, aber auf die Verpackungen schauen zwecks ungedüngt). Wenn sie umgetopft ist, erstmal eine Weile stehen lassen bis sich die Pflanzen vom Umtopfen erholt hat (muss sich erst an andere Erde "gewöhnen"). Ansonsten kann man versuchen Ableger aus konventionellen Pflanzen zu gewinnen (etwas abschneiden und in einer Vase wurzeln lassen) oder gleich eine geeignete Pflanze besorgen.


Hier gehts ja eigentlich um Pflanzis die man halt im Bau/Gartenmarkt/Gärtnereien kauft um sie seinen Tieren zu servieren wie Kräuter, Gollis, Salate usw und nicht um Zierpflanzen. Solche Pflanzen gibts doch theoretisch eh zum Verzehr, wenn auch eher für den menschlichen ?! Wenn man die nicht nehmen soll, dürfte man doch auch keine Kräuterbunde,Gemüse, Obstsorten oder Salate irgendwo kaufen weil die doch als kleine Pflanzis auch aus solchen Gärtnereien, Massenbetrieben ect stammen und wahrscheinlich auch mal gedüngt oder sonst wie behandelt wurden bis sie im Supermarkt nebenan landen. Theoretisch dürfte man dann ausschliesslich Bio kaufen um seine Tiere zu füttern?!
Wieso sollen die Ableger von solch konvent. Pflanzis jetzt besser sein als die Pflanze nach Wochen zu verfüttern?
Was ist mit den Wegereichen, Gollis, Katzengras und Löwenzahntöpfen die schon speziell in der Tierabteilung der Bau-& Gartenmärkte angeboten werden ?



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Angel272 » Mo 23. Mai 2011, 12:56

Hallo,
eine ungedüngte Erde zufinden dürfte nicht leicht sein, da so gut wie jede Erde, die es zukaufen gibt, gedüngt ist.
Einen Komposthaufen haben leider die wenigsten zur Hand.
Solche Pflanzen gibts doch theoretisch eh zum Verzehr, wenn auch eher für den menschlichen ?! Wenn man die nicht nehmen soll, dürfte man doch auch keine Kräuterbunde,Gemüse, Obstsorten oder Salate irgendwo kaufen weil die doch als kleine Pflanzis auch aus solchen Gärtnereien, Massenbetrieben ect stammen und wahrscheinlich auch mal gedüngt oder sonst wie behandelt wurden bis sie im Supermarkt nebenan landen

Ich denk, hier hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.
Selbst das Gemüse und Obst, was für den menschlichen Verzehr gedacht ist, ist teils stark belastet.
Oft genug gibts dann wieder die Wahrnung in den Medien vor belasteten Paprika oder Weintrauben oder,oder,oder.
Wer kann sich schon erlauben, ausschließlich Bioware für die Tiere zukaufen??

Auch bei den getr, Kräuter, die man in Onlineshops kaufen kann, kann man sich nicht sicher sein, was an Rückständen enthalten ist.
Die werden ja auch von uns ohne Bedenken verfüttert.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Mo 23. Mai 2011, 12:59

Kräuter, Salate etc. werden meist in spezieller Erde aufgezogen und sind daher unbedenklich. Oft werden Kräuter gegen Blattläuse, Milben gespritzt, meistens nur bei Bedarf. Einige Züchter (v.a. im Bereich Tomaten) sind schon von der chemischen Keule auf Schlupfwespen umgestiegen. Eigentlich dürfte Mensch und Tier nur noch Bio (oder eigene Anzucht) essen, aber selbst hier wird Chemie eingesetzt (v.a. gegen weiße Fliegen), aber es ist um einiges weniger als bei dem konventionellen Pflanzen.
Leider hat der Mensch immer noch dieses Bild von einem Apfel im Kopf mit einer super schönen Schale ohne Macken. V.a. von Obst/Gemüse aus Italien sollte man unbedingt die Finger von lassen, das ist schwer gedüngt.

Ziesel hat geschrieben:Wieso sollen die Ableger von solch konvent. Pflanzis jetzt besser sein als die Pflanze nach Wochen zu verfüttern?


Die Schadstoffbelastung sinkt durch die richtige Erde etc. um einiges, man kann sagen, dass solche Ableger in 4ter Generation nahezu schadstofffrei sind. Wenn wir z.B. einen 4cm Ableger haben. Erster Schritt: zum wurzeln bringen, meist einfach durch ins Wasser stellen. Die abgeschnittene Stelle/Wurzeln geben in dieser Phase Schadstoffe an das Wasser ab. Neue Erde: keine weiteren Schadstoffe aufgenommen, die Pflanze stellt ihre "Ernährung" auf andere Stoffe ein. Wachstum: Schadstoffe verteilen sich in der kompletten Pflanze, heißt die Pflanze hat immer noch Schadstoffe, aber die Belastung pro 4cm ist gesunken.

Ziesel hat geschrieben:Was ist mit den Wegereichen, Gollis, Katzengras und Löwenzahntöpfen die schon speziell in der Tierabteilung der Bau-& Gartenmärkte angeboten werden ?


Damit habe ich mich noch nie beschäftigt, da es sowas bei mir gar nicht gibt. Gollis kenn ich nur aus der Zierpflanzenabteilung. Katzengras kann man auch selbst aussäen, geht auch ohne Probleme auf Watte o.ä.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von halloich » Mo 23. Mai 2011, 13:22

Bei uns um die Ecke ist ein Landwirt der Baut Petersilie im Freiland an.
Ohne Treibhaus, ohne Vlies, einfach nackig im Freiland.

Der hat uns mal beim stibizen erwischt.
War zwar peinlich für uns, er war nicht gerade glücklich hat uns dann aber fein aufgeklärt.

Der baut die Petersilie für den Handel an. Es wäre Biopetersilie.
Teile werden dann Portionsweise in den kleinen Schälchen oder als Bund verkauft, teile davon gehen in Fabriken und werden Tiefgefroren oder in Suppen gekocht.
Teile davon kommen in Pflanztöpfe und werden so im Supermarkt und Gartenzenter verkauft.
Also sehr vielseitig verbraucht.
Er erwähnte aber das die Pertersilie gespritzt ist, womit hat er nicht gesagt.
Nachdem Spritzen sollte man die Petersilie 4 Wochen nicht verzehren, sie wird auch erst frühstens 4 Wochen nach dem Spritzen geerntet, dann wäre die Karennzzeit um.

Was also Kräuter betrifft denke ich ist es egal ob selber gezüchtet oder gekauft


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Miss Marple » Mo 23. Mai 2011, 13:22

Dajanira hat geschrieben:Gollis kenn ich nur aus der Zierpflanzenabteilung.

Der Golliwog ist doch die Kalisie, nur eben in ungedüngter Erde. Das war die Marktlücke für den Golliwog - "Erfinder", ansonsten würden wir eben Kalisie füttern.

Die ganzen Kräuter kaufe ich im Gartencenter in der Küchenkräuterabteilung, also als Lebensmittel.
Zur Not gehe ich aber eben nach meinen Tieren. Wenn die ein sonst beliebtes Kraut nicht fressen wollen, gehe ich von aus, dass es zu stark gedüngt ist.
In der Wiesenzeit werden Küchenkräuter kaum angerührt, sie bevorzugen einfach Wiesenkräuter.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Mo 23. Mai 2011, 13:57

Zum Thema getrockknete Kräuter/Gewürze find ich das hier ganz aussagekräftig:

Die Pestizidbelastung von getrockneten Kräutern und Gewürzen hat sich nach Untersuchungen von Greenpeace im Vergleich zum Vorjahr nicht gebessert. Mehr als ein Viertel der 37 Proben aus konventionellem Anbau musste Greenpeace als "nicht empfehlenswert" (rot-Wertung) einstufen.

Besonders stark belastet sind Paprika- und Currypulver sowie getrocknete Petersilie. So wird in getrockneter Petersilie der Marke TiP, einer Eigenmarke von Metro, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Probe stammt von Real, einer Supermarktkette der Metro-Handelsgruppe, in Hamburg. Greenpeace hat Strafanzeige gegen Metro erstattet.

Der Giftcocktail, den Greenpeace in Paprika und Curry entdeckte, hat es in sich. Darunter befinden sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) wurde in einer Curry-Probe nachgewiesen.

Betrachtet man nur Paprikapulver, so ist die Hälfte der Proben mit rot zu bewerten ("nicht empfehlenswert"). 2008 waren es 30 Prozent. Von getrockneter Petersilie musste ebenfalls die Hälfte der Proben mit rot bewertet werden. Im Vorjahr waren es sogar 67 Prozent. "Greifen Sie lieber zu Bioprodukten", rät Manfred Santen. "Bei allen bisherigen Tests weisen sie keine oder nur äußerst geringe Pestizidrückstände auf. Sie sind daher die beste Empfehlung für gesundes Essen."

Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Frische Kräuter sind im Vergleich zu 2008 nur noch gering belastet. Mehr als 60 Prozent der frischen Petersilie enthält keine Pestizide. 2008 gab es keine frische Petersilie ohne Pestizidnachweis. Seit 2007 beobachtet Greenpeace einen Trend hin zu geringeren Rückständen bei Obst und Gemüse - ein Erfolg der Greenpeace-Kampagne "Stoppt Gift im Essen".

Greenpeace hat bei dem Test einen schweren Mangel im Verbraucherschutz aufgedeckt: Belastungen bei Gewürzmischungen wie Currypulver sind ähnlich hoch wie bei Gewürzen, jedoch gibt es hierfür keine Grenzwerte. Nach einer Einstufung für Gewürze müsste eine Probe Currypulver von Galeria Kaufhof (Metro-Gruppe) mit rot bewertet werden. Greenpeace fordert von der EU-Kommission und von Verbraucherministerin Aigner, umgehend gesetzlich bindende Grenzwerte für Pestizide in Gewürzmischungen einzuführen.

Insgesamt wurden 44 Proben Petersilie, Schnittlauch, Curry- und Paprikapulver, davon sieben aus biologischem Anbau, Anfang September 2009 gekauft. Sie stammen aus Filialen der sechs führenden deutschen Supermarktketten und einem Biosupermarkt in Berlin, Hamburg, Köln, München und bei Frankfurt am Main.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Mo 23. Mai 2011, 14:09

Dajanira hat geschrieben: Kräuter, Salate etc. werden meist in spezieller Erde aufgezogen und sind daher unbedenklich.

und warum warnst du dann davor sie verfüttern ?
Dajanira hat geschrieben:Pflanzen aus dem Gartencenter sollte man nicht verfüttern, da sie in gedüngter Erde sitzen und auch in solcher aufgezogen wurden.

:?
Was ist mit der Schadstoffbelastung wenn ich in der Nähe normaler Felder was weiss ich für (Un)Kräuter sammel oder gar´n Maiskolben vom Feld wegfinde ? Das alles ist quasi aus der selben Erde wie eben auch die konventionell angebauten Obst, Gemüse, Kräuter welche zum Verzehr im Super-& Gartenmarkt angeboten werden.

Also ich finde man sollte die Tierhalter nicht mit solchen pauschalen Aussagen verunsichern. Ich mein Frifu ist belastet, Trofu ist zu verarbeitet ungesund und nicht selektierbar, Trockenkräuter haben zu viel Pestizide und in Päppelbreien ist zu viel verarbeitete Zucker/Stärke und was weiss ich - was soll/darf man denn deiner Meinung nach noch mit gutem Gewissen servieren? Nur schadstoffarmes Selbstangebautes der 4.Generation aus Erde vom Komposthaufen an den kein Windhauch, Regentropfen oder schadstoffbelasteter Konventionellabfall jemals kam?



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Mo 23. Mai 2011, 14:28

Ziesel hat geschrieben:
Dajanira hat geschrieben: Kräuter, Salate etc. werden meist in spezieller Erde aufgezogen und sind daher unbedenklich.

und warum warnst du dann davor sie verfüttern ?


Weil es drauf an kommt wo die Pflanzen her kommen.
Ich kaufe generell keine Kräuter im Supermarkt, wenn überhaupt dann nur Bio. Und ich frage generell das Personal aus was für Erde, ob die Pflanzen gespritzt sind etc. von der Seite her habe ich mit Kräutern ausn Gartencenter die besseren Erfahrungen gemacht.

Ziesel hat geschrieben:Was ist mit der Schadstoffbelastung wenn ich in der Nähe normaler Felder was weiss ich für (Un)Kräuter sammel oder gar´n Maiskolben vom Feld wegfinde?


Ist bei uns hier auch so und ich geh da nicht pflücken, weil die Felder halt gespritzt/gedüngt werden und das durchs Wasser weiter getragen wird, wie auch vom Wind während der Spritzung/Düngung. Auch manche Wiesen hier in der Umgebung sind Futterwiesen zur Heuproduktion und werden gedüngt. Wie gesagt, es kommt drauf an...

Wenn man nach Spritzen/Düngen geht, dürfte man rein theoretisch gar nix konventionelles mehr essen/verfüttern. Wenn ich durch die Gemüseabteilung gehe, riecht das teilweise dort schon richtig eklig. Momentan kauf ich nur noch Bio bei Edeka. Meine Wutzen kriegen auch Bio oder halt Wiese wo ich weiß, dass da die nicht/nicht in der Nähe gedüngt wird.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Feli » Mo 23. Mai 2011, 15:40

Dajanira hat geschrieben:Weil es drauf an kommt wo die Pflanzen her kommen.
Ich kaufe generell keine Kräuter im Supermarkt, wenn überhaupt dann nur Bio. Und ich frage generell das Personal aus was für Erde, ob die Pflanzen gespritzt sind etc. von der Seite her habe ich mit Kräutern ausn Gartencenter die besseren Erfahrungen gemacht.

Ich wüsste nicht einen Supermarkt-Mitarbeiter der darauf kompetent Antwort geben kann. Und wenn ich Verkäufer wäre würd ich dem Kunden das erzählen was er hören will.

Wie auch immer: ich hab daran noch keinen Gedanken verschwendet. Macht der Feldhase auch nicht.
Bei aller Tierliebe: wohin soll das führen? Bio ist kein geschützer Begriff, ergo kann man dafür zwar viel Geld ausgeben, sicher sein kann man nicht. Das garantiert ungedüngte Feld vom Nachbarn kann durch Pollenflug, Regen and so on auch "verseucht" sein. Und Wiese? Soll ich vorher kosten? Warten ob ich Durchfall kriege und nur wenn nicht, dann kriegens die Kaninchen?

Ach nee, da leb ich lieber weiter unbedarft und denke darüber nicht nach.



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Angel272 » Mo 23. Mai 2011, 16:06

Ich wüsste nicht einen Supermarkt-Mitarbeiter der darauf kompetent Antwort geben kann. Und wenn ich Verkäufer wäre würd ich dem Kunden das erzählen was er hören will.

Das kann ich leider bestätigen.
Ich hab ja im Einzelhandel gearbeitet und da muss man öfter mal diplomatisch sein. Sprich, lieber dem Kunden Recht geben und das dann bitte so, dass er auch noch was kauft, als ihn zuverärgern.

Und was die Kompetenz betrifft:
Wenn man sich mal so umhört, was in Gartencentern oder auch Baumärkten mit Zooabteilung so zur Tierernährung geraten wird, bleibt einem die Spucke weg.
Selbst in manchen Geschäften kennt man den Begriff " Gooliwoog" oder "Kalisie" nicht und erntet nur ein schulterzucken.
Da kann ich dann auch nur :hm:


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Miss Marple » Mo 23. Mai 2011, 16:19

Angel272 hat geschrieben:
Ich wüsste nicht einen Supermarkt-Mitarbeiter der darauf kompetent Antwort geben kann. Und wenn ich Verkäufer wäre würd ich dem Kunden das erzählen was er hören will.

Das kann ich leider bestätigen.

Ich sag mal Jein. Wenn ich in der Biocompany kaufe, dann gibts den einen oder anderen Verkäufer, der für sich selber wissen will, woher das Zeug kommt und wie es behandelt wurde, recherchiert und mir die Auskunft weiter geben kann.

"Bio mit Gesicht" ist ja auch im Kommen. Ziesel hatte mal berichtet: https://www.tierpla.net/allgemein/was-ha ... t8819.html


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Kaktus » Mo 23. Mai 2011, 16:22

ich hab Folgendes bei uns geschrieben:

Jedes Futter ausnahmslos (Obst und gemüse aus dem Supermarkt, Gepflücktes, Heu, Pelletsbestandteile) ist auf irgendeine Weise vergiftet: Kot, Abgase und andere Umweltgifte, Tierlaichen, Fremdgegenstände, die nicht ins Futter gehören, Urin, Dünger, Spitzmittel... Nur komischerweise achtet der Mensch bei sich nicht so penibel drauf wie bei seinen Chins :D

Ich biete mittlerweile fast alles an, es sei denn die Pflückstelle ist so stark befahren, dass ich kaum atmen kann oder die Kräuter vollgesch***en.

Und sorry aber nur Bio könnte ich mir bei den ganzen Fressmonstern inkl. mir selbst gar nicht leisten. :D


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Mo 23. Mai 2011, 16:26

Schnuffi hat geschrieben:Ich wüsste nicht einen Supermarkt-Mitarbeiter der darauf kompetent Antwort geben kann. Und wenn ich Verkäufer wäre würd ich dem Kunden das erzählen was er hören will.


Bei unserem Supermarkt schauen sie immer im PC nach, entweder es steht was dabei (in der Obstabteilung stehts sogar an den Schildern mit was gespritzt wurde) oder sie rufen kurz mal bei denen an. Muss aber dazu sagen, ich wohn aufn Kaff, da ist es anders als in der Großstadt.
Unser Bau-/Gartencenter dagegen ist voll von ja eh inkompetenten Personen, die auf Fragen mit "weiß ich nicht" reagieren und auf Anfrage mal im System zu schauen oder beim Hersteller anzufragen (oder gar einen Kollegen) mit Ignoranz.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Murx Pickwick » Mo 23. Mai 2011, 16:51

Der Begriff Bio ist übrigens in Deutschland geschützt, nur, was mit ner Ökokontrollnummer beehrt wurde, darf sich auch Bio nennen ... (zumindest was Essen angeht - für Kraftstoffe gilt das leider nicht)
Als diese Regelung durchgedrückt wurde, gab es von einer bestimmten Firma den Bioghurt - dieser mußte umbenamst in Bighurt werden, da er nunmal keine Ökokontrollnummer bekommt.



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Schnubbels » Mo 23. Mai 2011, 18:07

Also den Stress tu ich mir ehrlich gesagt nicht an. Wenn ich nach diesen ganzen Kriterien auswählen würde, würde die Auswahl extrem sinken. Und das ist für mich schlimmer als eine gewisse Belastung des Futters.

Kalisien und Tradescatien habe ich schon oft im Baumarkt gekauft und auch direkt verfüttert. Es wurde immer gut vertragen und das sind im Winter bei mir die Top-Futterpflanzen. Leider kann ich nicht auf Gemüse ausweichen, das mögen Chins in der Regel kaum. Meine zählen dazu :D


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Mo 23. Mai 2011, 22:00

Genau, ich kenne Bio-mit-Gesicht aber ich glaub die diversen Bio-Kräutertöpfe haben keine BMG-Nr. (Ich werd morgen mal´n Schritt aus meinem Biobäckereiarbeitsplatz machen und´n Auge auf die Kräutertopfverpackungen werfen.)
Käme bei uns ein Kunde und würde fragen wie und mit was die Erde der Bio-Pflanzen behandelt wurde oder eben nicht, könnte das nicht mal Herr O&G-Abteilung sicher sagen und ausserdem arbeitet der nun auch nicht von 6-22 Uhr, was bedeutet : Obst & Gemüse ist eine Selbstbedienungsabteilung und nicht ständig jemand da, der solche Fragen beantwortet und auch telefonisch dürfte es recht schwierig werden um 21.13 Uhr jemanden (Großhändler, Hersteller/Anbauer, Samenlieferant??) zu erreichen...
Ausserdem wird zB drauf geschult für bzw gegen was welche Kräuter helfen, wo und wie eingesetzt werden, gelagert ect aber nicht wie man die anbaut, weder welche Erde noch sonstige Bedingungen. . .wir reden hier nämlich über Handel aber nicht über Anbau! Das mag im Gartenmarkt schon anders sein aber ich glaube beim besten Willen nicht, dass´n normaler Supermarktmitarbeiter jetzt detailierte Angaben zu Samen, Anzuchterde, Behandlung ect erhält



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Di 24. Mai 2011, 22:22

Ich habe geguckt und ja, die Bioland-Kräutertöpfe haben eine BMG-Nr (demeter nicht).
Nehmen wir mal´n Basilikumtopf weil meine Ziesel halt Basilikum gern mögen
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Die von Murx erwähnte Öko-Kontrollnummer ist zu sehen und auch die BMG-Nr (man sieht ja schon wer´s "produziert" hat)
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Nun tippsel ich mal die BMG-Nr auf der entsprechenden Seite ein
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und lande dann hier:
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Jetzt kann ich hier so Dinge nachlesen wie (Zitat):
Die Kräuter werden aus Samen gezogen oder über Stecklinge vermehrt und dann eingetopft.
und das keine "chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel" verwendet werden, sowie
Zum Bewässern unserer Kulturen verwenden wir ausschließlich Regenwasser, das auf den Glasdächern unserer Betriebsgebäude aufgefangen und gespeichert wird
und auch das steht da:
Die Zeichen der ökologischen Landbauverbände, z.B. Naturland, Bioland oder Demeter, verdeutlichen, dass die Richtlinien über den gesetzlichen Standard hinausgehen. Beispielsweise ist hier die Umstellung eines ganzen Betriebs vorgeschrieben und die Zahl der erlaubten Zusatzstoffe in der Verarbeitung noch weiter eingeschränkt
aber was weiss ich jetzt genau über eventuellen Dünger oder welche die erlaubten Zusatzstoffe sind?
Daja, was genau sagt man dir denn im Supermarkt deines Vertrauens mit Telefon ?



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Di 24. Mai 2011, 23:30

Bio heißt nicht, dass da gar nix verwendet wird. Nur die Liste der erlaubten Zusatzstoffe/Dünger etc. ist stark eingeschränkt (soweit ich weiß irgendwas bei 1/10 der konventionellen Mittelchen). Auch bei Bio muss man drauf gucken was da so bei den Zutaten steht. Bei uns im tegut steht auf den Schildern in der O/G-Abteilung mit was die Früchte behandelt wurden und wir googlen dann immer rum was das so ist, findet man meistens auch ohne Probleme raus.
Es gibt auch Schummel-Bio-Siegel, da muss man auch ganz schön aufpassen in manchen Läden. Die EU Bio (8-eckiges Siegel) schneidet im Vergleich zu anderen Biosiegeln etwas schlechter ab, da die Richtlinien nicht so stark beschnitten sind, da das Siegel für die gesamte EU gilt. Am besten von den Richtlinien her ist Naturland, Bioland und Demeter. Mittwoch ist hier immer Wochenmarkt, da geh ich gerne hin zum Bauern meines Vertrauens. Der meinte auch, dass nicht auf Chemie verzichtet werden kann, selbst durch gezielte Züchtung etc. ist es meist nicht möglich. Problem bei Obst stellen vor allem weiße Fliegen dar.
Problem bei dem konventionallen Kram ist, dass es meist direkt vor der Ernte noch behandelt wird, bei Bio gibt es Richtlinien, dass die letzte Behandlung min. 2 Wochen zurück liegen muss. Man siehts ja auch im Laden, die wie Speck glänzenden Äpfel. Mein Freund hatte immer Probleme mit Äpfeln aller Art, jedes Mal wenn er Schale mit gegessen hat, hat er darauf allergisch reagiert (Rachen angeschwollen). Bei Bio-Äpfeln kann er sie ohne Probleme mitessen (wird trotzdem meistens geschält), dasselbe bei div. Nüssen und anderen Steinobst. Besonders schlimm fand ich letztes Jahr die Süßkirschen. Die schmeckten richtig nach Chemie und ich hab sie dann in den Laden zurück gebracht.

Ziesel hat geschrieben:Daja, was genau sagt man dir denn im Supermarkt deines Vertrauens mit Telefon ?


Hier im tegut kennen die sich ziemlich gut aus und können auch auf Nachfrage sagen was das direkt für Stoffe sind, die da auf den Schildern stehen und die nehmen sich auch die Zeit mit den Kunden zu reden. Ich kauf größtenteils nur dort ein. Den Edeka hier um die Ecke, äh, das sind Pfeifen³, die O/G-Abteilung ist sehr klein, wenig Auswahl, kein Bio. Bei Rewe gibts auch recht wenig Bio. Zum WE gehen wir immer ins Kaufland, weil wir da doch ein paar mehr Sachen brauchen. Bio gibts da auch recht wenig, aber wenn ich dann Kartoffeln brauche und davor stehe "nach der Ernte behandelt" dann frag ich mich doch schon was da jetzt gemacht wurde. Normalerweise geh ich dann an die Info und frag. Die schauen dann erstmal im System und wenn da nix steht, frag ich meistens ob sie beim Hersteller mal anfragen können. Meistens sagen sie dann ich solle mich dann am nächsten Tag nochmal an sie wenden, weil das über die Zentrale im Ruhrpott geht. Bisher hat das auch ohne Probleme geklappt. Ansonsten wenns Zeit hat, schreib ich mir den Hersteller auf (was jetzt Kartoffeln betrifft, bei dem losen O/G stehts ja nicht dabei und schreibe ne Mail. Bei den losen O/G ist es meist so, dass es von unterschiedlichen Produzenten kommt, daher fragen die dann auch über die Zentrale an. Zentrale fragt beim Lieferanten, Lieferanten falls sie es nicht wissen dann beim Bauern (2tes ist aber eher der selternere Fall). Am nächsten Tag hab ich dann meist die Info (wenn ich nicht hin komm, ruf ich einfach an).
Fleisch kauf ich nur noch vom lokalen Fleischer. Ich hab mir mal den Spaß gemacht und mir die Zusatzstofflisten angeschaut (als es Pflicht wurde diese auszulegen). Bei den Ketten ist so gut wie überall irgend ein Mist drin. Wir hatten mal bei einem solchen gefragt, was denn ohne Glutamat ist, die Frau wusste es auch nicht und meinte sie fragt mal nach, weil sie das auch interessiert. Am nächsten Tag sind wir wieder hin, da waren es 3 Sachen, 2 davon Fett und ich glaub eine Leberwurst. Seitdem kauf ich nur noch bei dem einem Fleischer, aber unser Fleischkonsum ist eh sehr zurück gegangen, meistens kommt nur Huhn aufn Tisch.

Preislich gesehen, ist es natürlich teurer, aber das nehm ich gern in Kauf. Im tegut gibts übrigens ein kleines Kräuter-Lexikon mit super leckeren Rezepten und Poster für 2€.
Kräuter zieh ich mir inzwischen selber, ich hab eh nen Faibel für Pflanzen und mach das gerne. Tomaten hatte ich auch die letzten 2 Jahre, dagegen sind die ausn Laden echt nen geschmacklicher Sch***dreck. Dieses Jahr hab ich Paprika.
Am liebsten würde ich alles direkt vom Bauern kaufen, bloß hier gibt es sowas nicht. Eier holen wir immer von Privat gleich um die Ecke, der verkauft immer am Dienstag und Freitag.
Wenn man trotzdem konventionelles O/G kauft, sollte man echt drauf achten, dass es nicht aus Italien kommt, dort sind die Zustände im Bereich Pflanzenschutzmittel sehr schlecht. Ein Bekannter war mal im Urlaub dort und hat gesehen was da so abgeht.


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Di 24. Mai 2011, 23:48

Häääää? Ich muss dir nicht folgen können..du widersprichst dir selbst weil weiter oben steht schon sinniger Weise
Dajanira hat geschrieben:Ich kaufe generell keine Kräuter im Supermarkt, wenn überhaupt dann nur Bio. Und ich frage generell das Personal aus was für Erde, ob die Pflanzen gespritzt sind etc. von der Seite her habe ich mit Kräutern ausn Gartencenter die besseren Erfahrungen gemacht...... Momentan kauf ich nur noch Bio bei Edeka. Meine Wutzen kriegen auch Bio oder halt Wiese wo ich weiß, dass da die nicht/nicht in der Nähe gedüngt wird.

und im letzten Beitrag steht:
Dajanira hat geschrieben:Hier im tegut kennen die sich ziemlich gut aus und können auch auf Nachfrage sagen was das direkt für Stoffe sind, die da auf den Schildern stehen und die nehmen sich auch die Zeit mit den Kunden zu reden. Ich kauf größtenteils nur dort ein. Den Edeka hier um die Ecke, äh, das sind Pfeifen³, die O/G-Abteilung ist sehr klein, wenig Auswahl, kein Bio. .

janee, du kaufst also generell keine Kräuter im Supermarkt und wenn nur Bio im Edeka um die Ecke wo alle Pfeiffen sind während du bei tegut beraten wirst und dort einkaufst?! Was denn nun?



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Di 24. Mai 2011, 23:58

tschuldigung :schäm: ich verwechsel edeka und tegut immer, weil der edeka war mal spar und äh...
ich mein aber tegut :hehe:, edeka ist doof :X


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Ziesel » Mi 25. Mai 2011, 00:21

Ist fast das selbe..die im Tegut sehen nur klamottenmäßig anders aus und ´ne Info finden ist schwieriger
Dajanira hat geschrieben:Fleisch kauf ich nur noch vom lokalen Fleischer...Bei den Ketten ist so gut wie überall irgend ein Mist drin. Seitdem kauf ich nur noch bei dem einem Fleischer, aber unser Fleischkonsum ist eh sehr zurück gegangen, meistens kommt nur Huhn aufn Tisch..

Achja, es gibt bestimmt in dem tegut auch kein Bio-Fleisch und Huhn zählt nicht so wirklich zu Fleisch..nee echt, habe keine Lust auf sowas



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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Dajanira » Mi 25. Mai 2011, 00:26

bei uns gibts da nicht mal nen Fleischer :X


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von steffi » Sa 28. Mai 2011, 14:13

:lol: :lol: :lol: :lol:

ich stell mir gerade vor, da kommt so eine und verlangt von mir, beim lieferanten anzurufen, wie und ob und warum er seine sachen jetzt recht-oder linksrum eingetopft hat....glauben solche leute, wir hätten nichts anderes zu tun.... :crazy:

und mal ganz im ernst, wo bitte willst du was gänzlich unbelastetes finden?? bio ist ein riesen schmuuuu und dünger verteilt sich, wie du ja auch schriebst, über wasser und luft auf sogenannte nicht-behandelte gebiete...

wenn ich das so lese, denke ich automatisch an die kiddies von heute. früher haben die kinder einfach gegessen, was auf den tisch kam. da hieß es, holland-gemüse wird nicht gekauft, weil es geschmacklos ist, aber daß spanie, italien & co. schon immer spritzen wie die weltmeister, das hat keinen gestört. und - komischerweise - die kinder waren nicht kränker als die heute - eher im gegenteil. fortschreitende neurodermities und andre plagen sind in den letzten jahren, wo alle ach so drauf achten, was verfuttert wird, doch eher rasant gestiegen.

und das gleich leg ich auf meine tiere um. sollen sie doch auch fressen, wenn mal was gedüngt ist. ich glaub nicht, daß sie gleich vom stengel kippen. eher glaub ich, daß ihre widerstandskräfte besser sind als die von absoluten bio-tieren...

und noch eins: die erde in meinem zieselgehege ist stinknormal blumenerde aus dem baumarkt. und es sieht nicht so aus, als ob sie sie krank gemacht hätte :yo:


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Re: gekaufte Pflanzen zum Verfüttern oder besser nicht ?!

Beitrag von Murx Pickwick » Sa 28. Mai 2011, 16:15

Früher, das heißt also noch vor 20 Jahren, wurden die Pflanzen etwa so gespritzt, wie heute unter Öko-Kontrollnummervergabe zugelassen. Die inzwischen verbotenen Spritzmittel haben zu anderen Krankheitsbildern wie Neurodermitis etc geführt - teils wars tödlich, deshalb wurde es verboten.

Dazu kommt, Neurodermitis und Allergien haben nicht (nur) etwas damit zu tun, was wir essen, sondern auch was in der Luft rumfliegt - und welcherart Zusatzmitteln in unseren Waschmitteln sind. Die Vielfalt an Wirkstoffen in unserer Umwelt, vollkommen unabhängig, ob im Essen, in der Luft, in der Kleidung, in Waschmitteln oder sonstiges, die es erst seit ein paar Jahrzehnten auf der Welt gibt, hat enorm zugenommen, ebenso der Einsatz ebendieser.

Ebenso zugenommen hat die Unart, in alles und jeden, was Freßbar ist, Weizengluten, Sojalecithin, Lactose und Glutamat zu schmeißen. Wenn man bedenkt, daß diese Stoffe die Hauptverursacher für Allergien, chronischen Darmerkrankungen und Ekzembildung sind, ist es kein Wunder, daß eben Neurodermitis und Co zunimmt.

Wir haben noch ein Problem, was es vor 20 Jahren schlichtweg noch nicht gab: GVO!
GVO macht krank, auch in geringen Mengen - einfach weil die Eiweiße welche sind, die es erst seit einigen Jahren auf dieser Welt gibt. Eines der prominentesten Eiweiße dieser Art sind die Prionen, welche die morderne Jakob-Kreutzfeld-Krankheit, auch Bovine spongiforme Enzephalitis (BSE) genannt, verursacht - diese Prionen gleichen den normalen Prionen, wie sie im Hirn vorkommen, aufs Ei - nur in einer Kleinigkeit nicht, sie sind anders gefaltet wie die natürlichen im Hirn. Nur diese andere Faltung verursacht, daß wenn genügend dieser falschgefalteten Prionen ins Hirn gelangen, daß alle gesunden Prionen sich umfalten und sich genauso falsch zusammenfalten, wie die mißgestalteten Prionen ... und die Krankheit nimmt ihren Lauf.
Ohne das Verfüttern von Fleisch an Fast-Veganer und ohne GVO würde es diese falschgefalteten Prionen nur bei Schafen geben und nirgendwo sonst. Bei den Schafen hatten sie bis weit ins 20. Jhr hinein keine Probleme gemacht - außer den betroffenen Schafen halt ...

Das sind nur ein paar Probleme, die es erst seit 20 Jahren gibt ... es gibt noch ne ganze Latte mehr Probleme. Man kann da einfach beim besten Willen nicht mehr sagen, welche Anteile was an der Zunahme von Neurodermitis und Allergien hat, es ist einfach die allgemeine Überlastung.

Was Bio angeht - das ist kein Schmuh!
Sondern das, was nach Öko-Kontrollnummer verboten ist, ist genau das, was generell verboten sein sollte! Das ist das, wie eigentlich Konventionell aussehen sollte!
Kurzum, egal, wo man bei welchen Meßergebnissen hinschaut, was in Konventionell oft gemessen wird, liegt nur allzuoft weit oberhalb sämtlicher Grenzwerte. Was in Bio gemessen wird, ist wenigstens noch unterhalb dieser Grenzwerte. Es gibt also einen Riesenunterschied zwischen Bio und Nichtbio ... Bio ist so ziemlich das, was gerade so eben verträglich ist, Nichtbio ist Sondermüll (von Ausnahmen abgesehen, gibt nämlich immer noch genügend Nichtbio-Landwirte in Deutschland, die immer noch giftfreier produzieren, wie der Durchschnittsbiolandwirt, nur sieht man es der Ware, wie sie da an der Theke liegt, nicht an, ob das jetzt von einem konventionellen Landwirt stammt, der giftfrei arbeitet oder von einem konventionellen Landwirt, der extrabelastete Ware produziert)



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