Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

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halloich
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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von halloich » Do 13. Sep 2012, 05:01

lapin hat geschrieben:Dennoch ist es auch hier ein Unterschied, ob der Arzt selber diese Tierart hält oder nicht, denn wie sicherlich Jeder weiß, nur das was ich tagtäglich um mich habe, kann ich wirklich kennenlernen und studieren ;)!

Das habe ich auchimmer gedacht.
Bis ich dann vor zwei Jahren ein schwangeres Meerschweinchen von einer TÄ bekommen habe.
Schweinchen war 6 Wochen alt, als ich es bekommen habe, mit 9 Wochen hatte sie Durschfall und wurde sehr Birnenförmig.
Beim Tierazt habe ich meinen Verdacht geäussert, zwei TÄ aus der Gemeinschaftspraxis haben sich das Schweinchen angeschaut.
"nee das ist eine Verstopfung, die kann nicht schwanger sein, ist doch viel zu jung, die werden erst mit 6-8 geschlechtsreif und da saß sie ja noch bei Fr. Doktor, es sei denn sie haben einen nicht kastrierten Bock" :autsch:
Die Verstopfung wurde dann wegmassiert, zwei Tage später fand ich zwei töte, ca .5-6 Wochen alte Föten.
"die Föten sind ja erst 1-2 Wochen alt, Meerschweinchen sind ja nur 4 Wochen schwanger" :autsch: (es sind 9-10 Wochen)

An dem Beispiel zeigt sich mir, das selbst TÄ die die Tierart selber halten, nicht die geringste Erfahrung haben müssen.

Ein TA kann sich nicht mit allen Krankheiten von allen möglichen Tierarten auskennen.
Dewegen begrüsse ich das es immer mehr TÄ mit Fachbereichen gibt z.B. Augen und Zahnspezialisten...Pferdekliniken, Fisch und Reptilienspezialisten...

Ein "normaler" Haustierarzt sollte sich jedoch mit dem gänigsten wie Parasiten, Wundsäuberung/Wundheilung, Abszessen, und Geschlechtern auskennen.
Also das was bei jeder Tier vorkommen kann.

Wenn es dann aber was ist was der Tierarzt nicht kennt oder nicht behandeln kann/will soll er ehrlich sein und einen Fachkollegen empfehlen.

Das hat meine jetzige TÄ bei Trixi gemacht.
Kleines fettauge, nicht behandlungbedüftig, dann wurde das Auge trüb und innen sah man einen weißen Punkt.
Sie gab mir AB haltige Augentropfen und meinte "Wir versuchen es damit, dann sollten nach 3-4 Tagen deutliche besserungen zu sehen sein, wenn nicht fahren sie zu Dr. XY der ist Augenspezialist, weiter geh ich nicht an das Auge. Fremdkörper ist keiner drin, Verletzung auch nicht sichtbar, mehr kann ich dann nicht mehr tun"
Trixis Auge war nach ein parr Tagen deutlich besser, tropfen weiter gegeben, nach 2 Wochen sieht man absolut nichts mehr.
Wir sind am Augenspezialist vorbei gekommen, dennoch finde ich das richtig gut von der TÄ.

Solche TÄ sind leider viel zu selten und man erfährt oft nur von anderen Tierbesitzern von ihnen oder durch ausprobieren in dem sich von TA zu TA hangelt, wobei es dann für manches Tier leider schon zu spät sein kann


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Zippo » Do 18. Okt 2012, 18:49

Hallo,

ich werfe keinem Tierarzt vor, dass er sich nicht oder nicht ausreichend mit Chinchillas auskennt, aber ich werfe ihm vor, wenn er so tut als ob und einfach drauflos behandelt. Dann werde ich total sauer. :roll: Leider fand ich bisher nicht allzuviele Tierärzte, die das offen zugaben. Es wurden entweder drumherum geredet oder einfach behandelt. Unsere Tierärztin gibt zu, wenn sie etwas nicht weiß und ist sich auch nicht zu schade dafür, andere Kollegen um Rat zu fragen. Sie ruft dann in der Tierklinik oder bei befreundeten Tierärzten an und bittet um Rat. Auch in der TIHO Hannover hatte sie mal angerufen wegen Zippos Blasensteinproblemen. Sie glaubte nie an Homöopathie, aber sie verweist trotzdem Patienten an einen THP, wenn sie selbst nicht weiter weiß. Ich denke, dass sie durch unsere Erlebnisse mit Zippo nun nochmal über Homöopathie und ihre Wirkung (klar, klappt nicht bei jedem Tier) nachdenkt, denn das war bisher ein voller Erfolg.
Leider ist nicht jeder TA so. Der Kater einer Bekannten hat schlimme Arthrose. Ich habe ihr dazu geraten mal unsere Tierheilpraktikerin zu kontaktieren. Ihre Tochter ist Tierärztin und war entrüstet, wie sie sich denn mit solchem Humbug befassen könnte. Der Kater konnte monatelang nicht mehr nach draußen, bekam täglich Metacam. Seit einigen Wochen macht er wieder die Wiesen unsicher und er kommt sogar ohne Metacam aus. :) Natürlich ist das alles purer Zufall, laut ihrer Tochter. :mrgreen: Warum kann da keine Zusammenarbeit stattfinden? Es wäre doch nur im Interesse der Tiere.

Es würde jetzt den Rahmen sprengen, wenn ich über unsere negativen Erlebnisse mit Tierärzten berichten würde, aber es waren viele in den letzten 20 Jahren in Bezug auf Chinchillas, Meerschweinchen und Kaninchen. Ich habe mir schon vorgenommen, falls unsere Tierärztin mal die Praxis schließen und umziehen würde, dass wir mitziehen. Natürlich nicht zu ihr, aber in ihre Nähe. :mrgreen: Oder wir ziehen in die Nähe der Tierklinik, die 50 Km entfernt ist. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich habe wirklich die Nase voll nach den ganzen schlimmen Erlebnissen und dass man hier kaum nagererfahrene Tierärzte findet. Man bekommt es auch im Bekanntenkreis mit, was andere erlebt haben. Wird am Wochenende oder abends ein Tier krank, muss man die 50 Km in die Tierklinik fahren, weil der Notdienst meist keine Ahnung hat. Mit Hunden und Katzen würde ich da bedenkenlos hingehen, aber nicht mit Nagern. Wir wohnen nicht auf dem Land, denn da könnte ich es noch verstehen.

Lg
Nicole



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Chrissi89 » Do 18. Okt 2012, 19:06

Deswegen bevorzuge ich mehrere Tierärzte in einer Praxis.
Man kann sich besser austauschen und gemeinsam behandeln.

Ich habe 3 Tierärzte zu denen ich immer gehe und das muss auch sein, denn wie ich immer wieder merke, hat jeder seinen Teil wo er sich auskennt.

Da kann ich dir nur zustimmen lapin. Die Tä sollten wirklich offen darüber reden, dass ihnen die Erfahrung bei bestimmten Sachen fehlt. Wenn sie auf anderen Tierärzte verweisen, ist das viel kompetenter als wenn er rumdoktert. Da brauchen die keine Angst haben Kunden zu verlieren.



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von radefix » Mi 25. Sep 2013, 10:10

Ich hatte so einen TA. Durch den Umzug hab ich ihn leider verloren.
Jetzt - hm. Bin noch nicht sicher, aber so wie mein alter TA, so ist sie nicht.......



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Mümmel » Fr 17. Jan 2014, 14:25

So ein Tierarzt kann nicht alles wissen. Aus leidiger Erfahrung weis ich aus, dass Humanmediziner ebenfalls hin und wieder daneben liegen.

Allerdings muss klar sein, dass sie wesentlich mehr wissen als Laien. Diese Leute sind unendlich besser Qualifiziert den Zustand eines Tieres (oder eben eines Menschen) zu beurteilen. Ich würde mich deswegen niemals gegen den Rat eines Tier- oder "Menschenarztes" entscheiden.



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Murx Pickwick » Fr 17. Jan 2014, 15:00

Ich ja ... ich hab einfach zuviele Tiere verloren, weil ich dem Rat des TA vertraut hab - und bislang war es bei Ärzten so, daß sie entweder komplett daneben lagen, bei Routineuntersuchungen mich kränker machten, wie ich je in meinem ganzen Leben war oder aber wenn ich was hatte, mich für gesund hielten.
In den Fällen, wo sie richtig lagen, hatte ich mich vorher selbst per Internet und Literatur diagnostiziert - nun, die Ärzte kamen auf dasselbe Ergebnis, allerdings immer auch zu Therapien, welche letztendlich mehr Nebenwirkungen aufwiesen, wie das, was ich mir antu ...

Ich brauche Labors, TÄ und Ärzte - weil ich nicht die Ausstattung habe, um mal eben ne Kotprobe untersuchen zu lassen, zu röntgen oder ne Blutuntersuchung zu machen. Ich brauche Chirurgen, weil ich schlecht an mir selbst rumschnippeln kann und es mit Sicherheit nicht sinnvoll ist, wenn ich an meinen Haustieren rumschnipple. Aber was die Notwendigkeit welcher Untersuchung zu welcher Zeit, die Therapie oder auch die Diagnose selbst anhand der Ergebnisse angeht, das entscheide ich!
Und fahre damit deutlich besser, wie vorher, wo ich noch irgendwelchen Ärzten und Tierärzten vertraut hatte!

Meine traurige Erkenntnis, es gibt nur sehr, sehr wenige Ärzte und Tierärzte, welche wirklich gut sind ... meist sind das dann aber auch Spezialisten, die nur in einem sehr kleinen Bereich sehr gut sind.



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Schreiberlein » Di 17. Jun 2014, 14:52

Man muss einfach verstehen, der TA ist ein Allgemeinmediziner, wie es ein Hausarzt auch ist.
Dass die nicht alles wissen und nicht wissen können, ist mMn verständlich.
Wenn ein TA bereit ist, offen zu sein auch neues zu lernen, dann ists schon super. Ein TA der wenn er sich nicht sicher ist oder nicht weiter weiß, das Tier zur Sicherheit in der Tierklinik von Spezialisten checken zu lassen. Du hast einen Engel gefunden ;)



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von doreen87 » Mo 27. Okt 2014, 16:41

Soweit mir bekannt ist, lernt man im Vorphysikum, also im naturwissenschaftlicher Abschnitt des Studiums, schon sehr viele allgemeinmedizinische Dinge. Ein Tierarzt sollte somit die medizinischen Grundlagen drauf haben.



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von schweinsnase77 » Mo 27. Okt 2014, 16:53

doreen87 hat geschrieben:Soweit mir bekannt ist, lernt man im Vorphysikum, also im naturwissenschaftlicher Abschnitt des Studiums, schon sehr viele allgemeinmedizinische Dinge. Ein Tierarzt sollte somit die medizinischen Grundlagen drauf haben.



Tja, nur anscheinend mangelt es vielen daran. Ich dachte bis heuer immer, dass es nur auf dem Nagersektor so schlimm wäre. Seit ich in einem Katzenforum schreibe, weiß ich aber das es nicht so ist.

Da wird Durchfall mit allem möglichen behandelt, nur kein Kotpfrofil erstellt, eine Urinuntersuchung bei Unsauberkeit, muss auch oft erst eingefordert werden.....von der Tatsache das manche Tests nur nüchtern bei Katzen möglich snd, ganz zu schweigen. Oder der Tatsache das Barf genau wie Wiesenfütterung eine Todsünde ist, aber das Tier unbedingt Trockenfutter braucht....

Oder wie heute erlebt...einem Forumsmitglied, welches angeblich Tierarzt ist, aber keine Ahnung davon hat das seine Kollegen m Internet angeben das zwischen 33und 50% aller Katzen FORL haben.....das schlimme daran....ich kann mir das durchaus vorstellen. :X


Mit freundlichen Grunzern

Annette

Mit 2 samtpfotigen Killern

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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von SarataTa » Do 12. Mär 2015, 09:39

Ich denke auch, dass jeder da seine eigene Spezialisierung hat und nicht das Mädchen für alles sein kann..



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Kriestie » Do 27. Jul 2017, 11:05

Bei Tierärzten ist es nicht anders als bei Ärzten insgesamt. Sie wissen viel, können Tipps geben und Empfehlungen aussprechen. Und letztendlich natürlich meistens am besten helfen.


Das Heimzahlen offener Rechnungen zahlt sich nie aus.

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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Miss Marple » Mo 11. Mär 2019, 11:07

https://www.stern.de/kultur/buecher/tie ... 13422.html

Ein lesenswertes Interview mit einem Tierarzt /Pathologen.


"Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages."

geklaut


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von lapin » Mo 11. Mär 2019, 14:38

Das ist ja ein Wahnsinns Bericht.
Und lässt mich auch über mein Verhalten Tieren ggü krübeln, da ich zu den "Streicheln und nicht Hände waschen", "mit ins Bett nehmen" und "Küsschen ins Gesicht sind ok" Menschen gehöre :hehe:.
Für mich bisher unproblematisch, aber nun ist da ja noch ein Kind, weshalb mir solche Artikel dann schon zu denken geben....aber so richtig erwiesen scheint mir das alles auch nicht :grübel:


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Miss Marple » Mo 11. Mär 2019, 19:19

Erwiesen... Ich werde mir demnächst mal das Buch dieses TA zulegen. Drauf kam ich, weil meine deutsche Lieblingsautorin bei diesem Buch als Ghostwriterin fungierte.
Letzten Endes denk ich, dass mein Gehirn neue und alte Informationen plus Erfahrungen verknüpft, und dann Bauch und Kopf (hoffentlich) gute Entscheidungen treffen. :hehe:


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von lapin » Di 12. Mär 2019, 15:05

Aktuell bin ich noch in dem Modus "nicht wahr haben wollen". Werde mir das Buch evtl auch mal herunterladen.


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Saubergschweinchen » Di 12. Mär 2019, 16:39

Ich bekomm das leider nicht auf...ich seh nur Werbung aber anhand der Überschrift kann ich mir denken worum es geht und lach mich jetzt schon schlapp :D


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Traber » Di 12. Mär 2019, 17:06

musst du dich nicht schlapp lachen, ist ganz normal und mEn nix Neues!

ich kopiere da mal was raus, das ist ja alles nicht unbekannt und es schadet nicht da mal drüber nachzudenken:
"Wir lieben unsere Tiere innig, manchmal allerdings zu Tode. In Ihrem Buch "Das Kuscheltierdrama" schildern Sie, wie Tiere qualvoll gestorben sind – obwohl die Besitzer es gut meinten.

Manchmal haben Tier und Besitzer einfach Pech. Vor einigen Jahren kam ein kleines Kind, ich glaube ein Mädchen, mit seinen Eltern zu uns. Die brachten ein totes Chinchilla. Ich sah, dass das Kind Herpes an der Lippe hatte. Kaninchen und Chinchillas sind dafür extrem empfänglich. Die sterben innerhalb von Tagen an einer Hirnentzündung. Die Kleine hatte ihrem Chinchilla leider den Todeskuss gegeben. Das konnten wir ihr natürlich nicht sagen. Wir haben aber die Eltern aufgeklärt, dass bei Herpes Schmuseverbot besteht.

Was ist mit Krankheiten, vor denen eher wir Menschen uns fürchten müssen?

Wenn meine Kollegen Papageien obduzieren, dann nur mit Mundschutz und unterm Abzug. Papageien können Psittakose übertragen, die bei Menschen zu Lungenentzündung führen kann. Tierhalter wissen oft nicht, wie viele Erreger leicht auf den Menschen überspringen. Wir glauben, wir könnten mit Medikamenten, Impfungen und Desinfektionsmitteln alle Risiken kontrollieren. Leider eine Illusion. Im Umgang mit Tieren sind wir in den letzten Jahren sogar eher leichtsinniger geworden."
zum Thema direkt kann ich nur sagen, ich hatte den Supergau...mein Pferd ist nach 33 Jahren, davon 26 Jahren gemeinsam, gestorben.
Es ist das schlimmste was mir bis jetzt persönlich hätte passieren können, ich hatte die 15 Jahre davon sogar Zuhause, eine enge Bindung, täglich da, egal wie es mir ging oder was für Wetter oder Umstände waren

mein Pony stand das ganze Leben mit ihm zusammen, auch über 20 Jahre. Der war nun "übrig" geblieben, konnte sich verabschieden, hat eine kleine Ponystute dazu bekommen
er hat so getrauert dass er kurz danach Magenschmerzen und Kokiken bekam
Ich hatte wochenlang dauernd den Tierarzt da, er hat Magenschutz bekommen und alles um ihm zu helfen. Er war in sich gekehrt und sehr verändert

ich war täglich 3x da, hab ihn bewegt, ihm Flüssigkeit gegeben, war für ihn da

dennoch hat er zu wenig getrunken und hat sich eines Sonntags auf die Seite gelegt und wollte nicht mehr

ich war wieder eine Nacht im Stall, die weitere Behandlung hat keinen Erfolg gebracht und ich fuhr ihn in die Kilnik. Da stand er 3 Tage intensiv mit Sonden und Schläuchen und Maulkorb

Zuhause war er klinisch ok aber er war nicht der Alte, ich bin vor lauter Sorge selbst sehr krank geworden und ich hab dann aus Verzweiflung einen Alternativmediziner geholt. Der hat ihm helfen können, obwohl ich selbst skeptisch war

von daher: nein, Tierärzte können nicht immer helfen. Nicht weil sie blöd sind oder einseitig, sondern weil die Schulmedizin nun mal an Grenzen kommt wenn es um die Seele oder Psyche geht



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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von lapin » Di 12. Mär 2019, 17:11

@Traber, was für eine traurige Geschichte. Und deine Erkenntnis deckt sich mit meiner.


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Re: Kann ein Tierarzt einem wirklich in allen Themen helfen?

Beitrag von Saubergschweinchen » Mi 13. Mär 2019, 16:23

Ok, ich ziehe mein lachen zurück, ich hatte mir unter dieser Überschrift etwas anderes vorgestellt. Konnte den Text ja wie gesagt nicht lesen. Heute morgen hab ich den Herrn und seine Buchvorstellung im Frühstücksfernsehen gesehen und weis nun wie rum es gemeint ist.

Ich hatte befürchtet es wird so eine Ausschlachtung wie gefährlich der Kontakt zu unseren Haustieren ist und wie schlimm und schrecklich alle erkranken. Die Hautärztelobby ist ja gerade auf einem persönlichen Feldzug gegen Meerschweinchen und vlt. bin ich auch darum etwas sensibel was diese Themen angeht. Und wenn da jetzt ein bestseller draus gemacht wird mit was man sich alles anstecken kann sehe ich das schon kritisch.

Die Hautärzte leisten gerade so gute Arbeit in ihrer Panikmache dass nun schon die Charité Züchter und Zuchtverbände anschreibt und flächendeckend bestände auf Hautpilz testen will. Die meisten Züchter steigen fröhlich auf solche kostenlosen Tets ein, verstehen aber nicht dass es sich dabei um eine Studie zur Risikoermittlung handelt. Je nach Ergebnis der Verbreitung von Trichophyton könnte es dann auch politische Lösungen geben...neben den Veröffentlichungen und Aufrufen der Hautärzte Kontakt zu Meerschweinchen dringend zu meiden und alle abzuschaffen.
Es gibt Zoonosen, und die können ohne Frage auch sehr gefährlich sein aber es entwickeln sich wieder Extreme die für keine Seite förderlich sind.


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