Graureiher gelten bei Fischteichbesitzern und Jägern als Schädlinge, weil sie Jungfische fressen. Für Fischteichbesitzer sind Graureiher allerdings tatsächlich schädlich, da sie bei der Massenfischhaltung relativ viele Fische rausfangen und somit die Teichbesitzer kaum mehr an ihren gezüchteten Fischen verdienen können.
Netze zum Schutz gegen Graureiher helfen nur über ein paar Jahre etwas, danach lernen die Graureiher, sich bequem auf die Netze zu hocken und so die Fischlis aus dem Wasser zu holen ...
Bei Teichbesitzern, welche Fische aus artgerechter Haltung produzieren, ist das weniger ein Problem, da hier die Teiche mit genügend natürlichem Schutz, wie Büschen am Teichrand und ähnlichem, ausgestattet sind. Außerdem ist der Fischbesatz nicht so hoch, so daß es sich für die Graureiher weniger lohnt, ausschließlich an diesen Fischteichen jagen zu gehen, sie gehen dann auch an geeigneten Seen etc fischen.
Zitat:
Ich persönlich sehe dieses Tier kaum freilaufend..warum darf man es dann wie zB. in Westfalen töten?
In Westfalen dürfen Graureiher nicht getötet werden, sie unterliegen einer ganzjährigen Schonzeit. Schonzeit heißt, die Tiere werden von Jägern verschont ... also nicht gejagt.
Ich hab noch mal nachgeschaut - Graureiher genießen in Gesamtdeutschlang eine ganzjährige Schonzeit, außer in Bayern, wo sie ab dem 16. September bis Ende Oktober geschossen werden dürfen.
Das Ding mit den Schonzeiten ist deshalb nötig, da Graureiher genau wie anderes jagdbare Wild auch dem Jagdgesetz unterliegen.