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 Betreff des Beitrags: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Do 5. Apr 2018, 12:11 
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Hallo ihr Lieben!

Ich bin gerade am Rumspinnen und Träumen :D und würde da gerne ein bisschen Brainstorming machen ;)

Ich möchte den Tieren gern - wenn ich wieder ein Außengehege habe - einen "Kräutergarten" anbieten. Vor allem mit "Heilkräutern", weniger als Futter und garantiert nicht als Hauptfutter...

Und da kommt ihr ins Spiel:welche Kräuter würdet ihr mit aufnehmen?
Meine Ideen:
Thymian
Oregano
Salbei
Lavendel
Kamille
Sauerampfer
Melisse
Wegerich
Rotklee (Zystensauen)
Schachtelhalm
Brennessel (nicht anzulegen :D )
Schafgarbe (Blasentiere...)

Liebe Grüße
Sasse


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Do 5. Apr 2018, 13:36 
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Liebstöckl
Kapuzinerkresse
Dill
Basilikum
Pfefferminze
Petersilie

Achso....grad gelesen, dass Du Dich schon auf deine Auswahl festgelegt hast und wissen möchtest, welche Kräuter von denen wir nehmen würden? :crazy:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Do 5. Apr 2018, 15:17 
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Nene, das passt schon so :)
Ich möchte möglichst viele Kräuter zusammentragen, die "sinnvoll" im Dauerangebot sind, aber nicht regelmäßig gefressen werden würden, also man ständig was wegwerfen müsste. Eben alles, was Richtung "Heilpflanze"gehr und nicht in großen Mengen weggefressen wird.
Ich hab nur aufgelistet, was mir schon in den Sinn kam.

Von daher: Danke!

Und mir fallen gerade noch ein
Mönchspfeffer
Mariendistel
(Oder sind bei den beiden nur die Saat wertvoll?)
Fenchel


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Fr 6. Apr 2018, 09:58 
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Meerschweinchen fressen die gesamte Pflanze von Mönchspfeffer und Mariendistel ... oft sogar als Hauptfutterpflanzen :D
Auch Sauerampfer, Wegeriche, Rotklee und Schachtelhalm sind für die meisten Meerschweinchen Hauptfutterpflanzen und halten sich dementsprechend nicht lang, wenn die Schweinerei da rein darf.

Was mir noch einfällt, wären Heidelbeeren, Himbeeren und Holunder (wenn du den Platz für nen Hollerbusch hast, heißt das - die Dinger können ja doch ganz schön groß werden).


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Fr 6. Apr 2018, 20:16 
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Murx, zerstör mir doch nicht meine Träume :D
ne, danke für die Antwort.
Sauerampfer, Wegeriche und Schachtelhalm haben alle meine bisherigen eigentlich nur im Herbst/Frühjahr mehr gefressen. und auch da nicht in Massen. Einzig meine Zahnsau frisst viel Schachtelhalm.
Bei Rotklee hast du definitiv Recht, das hatte ich nicht bedacht. Der ging immer gut.
Sind Mönchspfeffer und Mariendistel denn auch in der ganzen Pflanze so wirksam, wie die Samen? Wahrscheinlich nicht, wenn sie die Pflanze in Massen fressen, oder?

Die Sträucher sind auch interessant, hier an alle: auch gerne für Gehölze brainstormen :D
Da ich im Moment wirklich nur sammel und nichtmal ein Fleckchen Erde hab, darf wirklich gerne alles Wichtige/Interessante her. :)

Murx, du kennst dich ja so super mit Pflanzen, Wirkung und Schweinchen aus. Welche Pflanzen würdest du denn pflanzen? Gerne auch unterteilt in "ganzjährig zugänglich" und in "mindestens mal zwei Wechselbeete" ?

Weitere Kräuter aus meinem Hirn:
Frauenmantel
geflecktes Lungenkraut
das mit dem gelben Saft, den man nie wieder aus der Kleidung bekommt... weiß jemand noch den Namen? Kann man den ganzen Winter durch ernten und war auch für irgendwas gut.

Irgendwann später im Verlauf des Threads will ich das zusammenfassen, also schreibt gern einfach drauflos, was euch einfällt und kümmert euch nicht drum, was schon da ist :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2018, 09:14 
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Das mit dem gelben Saft ist Schöllkraut - für Meerschweinchen eine echte Beifutterpflanze und im Winter wichtige Medizinalpflanze, da sie die Ausscheidungsorgane schützt. Was bei der winterlichen Notfütterung zuviel gefressen werden muß vom Schöllkraut, können Meerschweinchen unschädlich machen und ihrer Blinddarmgesellschaft zur Verfügung stellen. Haben sie andere geeignete Pflanzen zur Verfügung, fressen sie deutlich weniger davon, wie das Kraut nachwächst, muß man also im Kräutergarten selbst bei ganzjähriger Meerschweinchenbegrasung immer mal ein wenig einkürzen, genau wie Disteln und Brennesseln.
Einzige mögliche Nebenwirkung, die hier eine Meerschweinchenhalterin glaubt beobachtet zu haben, war, daß ihre Meerschweinchen "ungewöhnlich ruhig" im Winter waren ... kann aber auch sein, daß es der erste Winter nach der Umstellung auf naturnah war, vorher wurden diese Meerschweinchen mit Heu und bissi Gemüse übers Jahr gehungert. Da ist dann klar, daß die Meerschweinchen im Winter kaum mehr nach Futter quieken.

Ähnlich sieht es übrigens auch bei den Wirkstoffen von Mariendistel und Mönchspfeffer, auch sie werden nur soviel als reiner Wirkstoff vom Meerschweinchenkörper aufgenommen, wie es eben für den Gesunderhalt sinnvoll ist, der Rest wird einfach zerlegt und der Blinddarmgesellschaft zur Verfügung gestellt - das ist der eigentliche Grund, weshalb Meerschweinchen die gesamten Pflanzen sowohl medizinal, als auch als Hauptfutterpflanze nutzen können. Dazu kommt, daß Meerschweinchen als typische Grasfresser Nährstoffe selbst aus Pflanzen in genügender Menge herauslösen können, wo Kaninchen beispielsweise schon längst dran scheitern und sie wegen zu geringer Nährstoffdichte schon gar nicht mehr als Futterpflanzen nutzen können.
Meerschweinchen sind in der Beziehung echt faszinierend ... es gibt nur wenige Tierarten, die derartig effektiv sowohl Heilstoffe, als auch Nährstoffe, aus ihren Futterpflanzen herausarbeiten können.
Dafür kommen sie halt mit extrem eiweißreicher Wiesenkost (also sehr viel Klee und Luzerne) nicht so gut klar wie Kaninchen ... da wird die Schweinerei halt zum Verschwender, um sich vor einem Zuviel an Eiweiß zu schützen. Dafür können dann die Kotverwerter auf der Weide wiederum sehr gut von leben und machen aus dem eiweißreichem Kot excellenten Dünger für die Wiese ... (ok, in Wohnungshaltung ist das nicht ganz so ... aber wer beispielsweise den Kot seiner Schweine ab und an zu den besten Pflückstellen bringt, tut den dortigen Pflanzengemeinschaften viel Gutes, vor allem dann, wenn die Schweinerei keine Medikamente schlucken muß).

Der leberschützende Wirkstoffkomplex der Mariendistel ist das Silimarin, dieser Wirkstoffkomplex ist sowohl in den Samen, als auch den Blättern, Stengeln und sogar in den Blüten enthalten. Theoretisch sollte er auch in der Wurzel zu finden sein, ich hab aber bislang nix dazu gefunden. Dabei ist die Mariendistel nicht die einzige Pflanze, welche leberschützende Substanzen enthält, man findet sie in allen Teilen der Disteln, im Löwenzahn (vor allem im Milchsaft und den Wurzeln), in geringeren Mengen auch bei den meisten Pippau- und Habichtskrautarten. Meerschweinchen sind in der Lage, solcherart Wirkstoffe sehr geziehlt in den Körper aufzunehmen.

So ... jetzt wirds sehr theoretisch, da es dazu keine Studien etc gibt ...
Silimarin ist fettlöslich und löst sich fast gar nicht in Wasser, weshalb Mariendisteltees nicht leberschützend wirken können, das Silimarin geht gar nicht ins Wasser über (soweit noch der Faktenteil :D, der Rest ist graue Theorie)
In den Samen sind viele Fette enthalten - für uns Menschen ein Glücksfall, denn wenn wir die Samen direkt mahlen und futtern, können wir mithilfe dieser Fette das Silimarin gut aufnehmen ... bei Meerschweinchen ist das jedoch ein wenig anders, denn sie können diese Fette fast vollständig zerlegen und damit liegt das Silimarin frei und wird gleich mitzerlegt.
Deshalb sind für Meerschweinchen die bevorzugt frischen Blätter günstiger ... hier wird das Silimarin beim Kauen mit Cellulosefasern gemischt und so im Magen vor Abbau geschützt. Im Darm wiederum kann sich das Silimarin ähnlich wie Mineralstoffe an organische Säuren binden und so tatsächlich aufgenommen werden - vermutlich deutlich besser, wie aus den Samen. Für Meerschweinchen sind also die Blätter wirksamer, was die leberschützende Wirkung angeht.
Für uns Menschen ist es nahezu unmöglich, an das Silimarin in den Blättern ranzukommen, wir können den Verbund organische Säure - Silimarin nicht richtig aufnehmen, wir brauchen den Reinstoff oder das Silimarin an Fett gebunden. Für uns sind deshalb die Samen besser ... (also nur, was den leberschützenden Effekt angeht, Mariendistel wirkt auch auf die Verdauung, aber das sind halt andere Wirkstoffe in der Mariendistel.)

So ... Rest später irgendwann, ich hoffe, ich denke dran ...
bin mom ein wenig in Zeitdruck


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 Betreff des Beitrags: Re: Kräutergarten für die Schweine
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2018, 17:07 
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Genau, Schöllkraut! Mensch, mein Namensgedächtnis.
Schöllkraut füttere ich seit 3 Wintern sehr ausführlich. Jetzt gerade brauche ich auch noch so eine dicke Hand voll am Tag. Und es ist ja schön wüchsig. Da dachte ich, macht sich das im "Kräutergarten" ganz gut.
Besonders "ruhig" find ich meine jetzt nicht. Ähnlich wie im Sommer, aber wenn ich Schöllkraut, Brennessel und Efeu reiche, sind alle erstmal aufgereht - auch wenn es fast täglich bei ist...
Disteln (abgesehen von der Mariendistel) haben auch spezifische Wirkungen? Oder gibt es da wintergrüne?
Brennessel nutze ich sehr ausgiebig. Und im Notfall wird es für den Winter getrocknet oder als Mulchmaterial genutzt. Die im Garten meiner Eltern haben wir auch schon ordentlich zurückgedrängt :D

Der Punkt zur Nährstoffnutzung ist mal wieder super interessant! Und wenn ich mir überleg, was für einen Verbrauch ich bei einer Kleereichen Wiese hab - das passt sehr gut zu deiner Ausführung :D
Mit dem Hintergrund - gibt es überhaupt irgendwelche Pflanzen, die ich wirklich den ganzen WInter über beweiden kann? Oder sind da 2/3 Weiden sinnvoller? Ich mein, dass sie im WInter sehr viel von eigentlichen Heilpflanzen fressen, hab ich ja schon bemerkt (allein mein Efeubedarf in manchen Phasen... das darf man eigentlich niemandem erzählen :D ), aber wenn die diese Pflanzen dann wirklich als pure Futterpflanzen nutzen können, leidet der Kräutergarten dann ja unter ernsthaftem Verbiss.

Und Mist an öffentliche Stellen zu bringen, kommt nicht sooo toll :D das muss in einer Nacht- und Nebelaktion geschehen :D

Die Mariendistelsamen kann ich mir im Schweinegehege also sparen? und lieber auspflanzen?
Ist das mit Mönchspfeffer ähnlich? Der wäre mir für meine eine Sau wichtig. Mit Mönchspfeffertabletten hatte ich schon mehrmals gute Ergebnisse - etwas natürlicheres ist mir aber lieber. Nur geht die Sau quasi gar nicht an die Samen :/

Und mach dir mal keinen Stress - für mich ist noch nichtmal ein Garten spruchreif und ich denk für andere hoffe ich hiermit ja auch einfach nur ein bisschen Brainstorming und interessanes Thema begonnen zu haben.

Je mehr sich beteiligen, desto besser wird es :)


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