Hallo
Ziesel,
warum ist der Gedanke so abwegig? Leider ist es so, dass das Veterinäramt bisher noch keine ausreichende Begründung gefunden hat um diese Tierabteilung endgültig schließen zu lassen (was nicht zuletzt auch mit dem politischen Einfluss der Marktbetreiber zusammenhängt).
Sie (VetAmt) haben es aber durchsetzen können, dass sie sich einen Vertragstierarzt suchen müssen der in regelmäßigen Abständen den Markt und die Tiere kontrolliert. Leider konnten sie die Mindestabstände nicht ausreichend eng fassen (Mind. alle 4-6 Wochen), daher ist es leider so, dass z.B. bei den 14-tägigen Tierlieferungen die zuständige TÄ nur immer sporadisch dabei sein kann, aber nicht grundlegend auf Anwesenheit bestehen kann.
Diese Praxis verdient damit natürlich auch Geld, klar. Wenn man dich fragen würde ob du deinen Job lieber umsonst oder lieber für Geld machen würdest müsstest du sicher auch nicht lange überlegen.
Und der Praxischef legte uns durchaus glaubhaft dar, dass sein Hintergedanke der war, dass es besser ist jemand verdient mit dem Baumarkt Geld dem die Tiere nicht vollkommen egal sind. Er hat selbst bereits Meeries dort rausgeholt, gesund gepflegt und weitervermittelt und er hat auch schon seit Jahren diesbezüglich Kontakt zum zuständigen VetAmt.
Und das ist genau das was ich meine... das hat nichts mit einer Doppelmoral o.ä. eines Tierarztes zu tun, das hat damit etwas zu tun, dass man nichts erreicht wenn man immer nur von weitem schimpft. Diese Praxis setzt sich, so weit der Markt sie lässt, mit den Missständen auseinander, dokumentiert sie und meldet sie weiter. Würde man diese Aufgabe des Vertragsarztes nun einem anderen TA überlassen, weil man weiß, dass man nicht mit einem Fingerschnippen was ändern kann wären diese wichtigen Informationen und Atteste für den Tierschutz eventuell ganz verloren. Aber es wird definitiv einen Tierarzt geben der damit Geld verdient, warum soll das also zwingend einer sein der nicht auch was für den Tierschutz tun will?
Und zum gesicherten Einkommen: Nach unseren Informationen schafft die Praxis es nicht mehr als alle 3-4 Wochen den Markt zu einer Kontrolle zu bewegen, dann dürfen sie sich die vorhandenen Tiere anschauen und Kotproben mitnehmen. Kranke Tiere dürfen vor Ort in der Quarantänestation des Marktes behandelt werden und das wars auch schon. Eine Versorgung z.B. in der Praxis ist nur erwünscht wenn ein Käufer dort mit dem gekauften Tier auftaucht.
Es werden Eingangsuntersuchungen sowie Kotproben der neuen Tiere vom Markt aus rigoros abgelehnt.
Viel verdient diese Praxis an dem Markt nicht, zumal es eine große und namhafte Praxis in der Umgebung ist und nicht auf diesen Verdienst angewiesen.
LG Anita