Ziesel hat geschrieben:
isthisit hat geschrieben:
sei mir nicht böse, aber deine Miezen sehen immer aus, als hätten sie das Näschen grad in eine Steckdose gesteckt

hey, vorsichtig ich hab die selbe Frisur nur nicht so lange Haare..man nennt das Partner - Look !
Bei Hunden sagt man: "Wie das Frauchen, so Wauwauchen!".
...manchmal stimmt das wirklich...

Das mit dem Knabbern gehört bei den Katzen eindetuig zum Wohlbefinden zeigen. Es dient dem Sozialverhalten. Katzen mögen das gegenseitige Beknabbern sehr gerne. Oft werden gegenseitige Scheinputzaktionen gestartet, wo letztendlich intensives Knabbern auch dazugehört. Man könnte meinen, dass die beknabberte Katze an der Stelle einen Floh zu sitzen hat, denn da knabbern sie sich selber genauso intensiv.
So sehr es sich dabei oft brutal anhört, aber so sanft werden diese Knabberaktionen ausgeübt. Bei einigen Katzen ist es so, dass sie halt auch gerne den Menschen mit Krallen umfassen, ihn damit festhalten und belecken und beknabbern. Würde Mensch den Arm dann wegziehen, so zeigt sich Mensch in dem Moment als unkooperativ und einige Katzen sehen das als Abwehrhaltung an. Sie kratzen oder beißen dann richtig derbe zu, aber das hat nichts mit Zuneigung in dem Sinne zu tun, dass ist einfach, dass Mensch die Katzensprache falsch interpretiert.
Wenn man eine solche Attacke erlebt, dann nicht versuchen den Arm oder die Hand schnell wegzunehmen. Schön da lassen, auch wenn man erst einmal einen tüchtigen Schreck bekommt und es auch eventuell etwas blutig werden kann (durch Krallenpieckser), aber das ist immernoch besser, als würde man wegziehen, denn dabei entstehen die größten Verletzungen. Außerdem können auch Katzen blitzschnell reagieren. Sobald sie merken, dass man den Arm/Hand bei ihnen lässt, obwohl sie einen gerade "bearbeiten wollten", lassen sie rel. schnell von einem ab. Scheinbar fehlt ihnen dann der Grund zum weiter "zuhacken" und sie belassen es bei dem Ansatz ihrer Zurechtweisung.
Ich hatte in meiner Kindheit genügend Zeit das Auszutesten.

Wir hatten damals eine Katze (später bei meinem Schwiegervater auch noch so Eine), die durfte man streicheln, aber immer nur so lange, wie sie es wollte. Strich man einmal zu oft über ihren Rücken oder kraulte man einen Tick zu lange, dann hing sie einem am Arm/an der Hand, nur war das dann richtig heftig.

Wenn man dann noch die Hand oder Arm wegzog, dann gab es tiefe und laaaaaaaaaaange Kratzwunden ins Fleisch.

Ich machte mir die Mühe und versuchte herauszufinden, ab wann und warum sie so reagierte. Denn ich stellte fest, dass es unterschiedliche Längen, in der Duldung meiner gegebenen Streicheleinheiten gab. So merkte ich rel. schnell, dass sie mich nie ohne Vorankündigung attackierte.

Ich musste nur langsam und etwas schmerzhaft lernen, wie sie es und wann sie es zeigte.
Sie drehte kurz bevor sie zubiss oder sich festkrallte ein Ohr nach hinten und ihre Schwanzspitze zuckte in Kleinstbewegungen ganz kurz. Manchmal war es auch nur ein kurzer Zuck mit der Schwanzspitze. Übersah man diesen kleinen, aber feinen Hinweis, dann hatte man Pech.

Aber letztere Version hat nichts mit dem besänftigen und stimmungshebenden Beknabbern zu tun.
Ziesel, hast du mal versucht mit einem Finger die Leckbewegungen und ganz sanft mit den Fingerspitzen dieses Knabbern am Katzifratzi zu imitieren? Du sollst sie ja nicht selber abschlabbern.
Ich hab das früher gemacht. Vorzugsweise in der seitlichen und hinteren Hals-/Kopfregion und hinter den Öhrchen, wo sie selber schlecht herankommen. Bis jetzt waren alle Katzen, bei denen ich das machte hin und wech... Das ist so süß, wenn sie sich da richtig gegenstemmen oder voll die Augen verdrehen, vor lauter Wohlgefühl...
