Auch ich hatte früher viel Eichenlaub an Kaninchen verfüttert, wenn es Matschkot gab - Matschkot gabs halt häufiger bei mir, weil ich da noch
Pellets gefüttert hatte. Ich hatte mich dann eigentlich erst durch Foren davon abbringen lassen und nachdem ich dann auch noch diesen Vermerk im Frohne und Pfänder gelesen hatte, war ich endgültig verunsichert und hatte schließlich gar kein Eichenlaub mehr gefüttert.
Tatsächlich hatte ich jedoch eines der wirkungsvollsten verdauungsregulierenden Futtermittel weggelassen - nicht aufgrund meiner Beobachtung, die hatte mir ja was anderes beigebracht, sondern einfach nur aufgrund dieser ständigen Wiederholung von nacherzählten Anekdoten, Vermutungen und daraus entstehenden Dogmen!
Das ist übrigens bei mir der Hauptgrund, weshalb ich Giftpflanzenlisten sogar für gefährlich halte - da fallen dann plötzlich sehr wirksame Heilpflanzen mit sehr geringen Nebenwirkungen aus der Futterpalette raus, weil sie das Stigma Giftpflanze erhalten. Nun wird als Ersatz bei Ausbrechen der Erkrankungen mit der Industriechemokeule draufgehauen - viel zu spät, weil man nunmal erst behandeln kann, wenn das Tier
Symptome zeigt und mit Mitteln, welche deutlich mehr Nebenwirkungen haben, wie die Heilpflanzen, welche von unseren Tieren ab und an eben zur Erhaltung des Gesundheitszustandes gefuttert werden.