Katzen leben einzelgänerisch mit e.v
gelegentlichem Kontakt zu Artgenossen
(vornehmlich natürlich zur Paarungszeit).
Hauskatzen sind gegenüber ihren wilden Verwandten aber durchaus sozialer,
aber längst nicht alle und von einem Rudeltier sind sie immer noch weit entfernt.
Sie gehen ihrer Wege und treffen sich halt mal.
Natürlich gibt es unter Katzen auch so was wie Kumpels die sich näher sind, andere wieder die es damit nicht so haben. Tendenziell sind Jungtiere öfter gemeinsam anzutreffen als Alttiere.
So können (wilde) Jungkater auch so eine Art Halbstarken-Trupp bilden.
Für Freigänger ist es i.d.r. kein Thema Einzelkatze zu sein. Die haben genug zu tun, ihr Revier abzugehen, zu jagen etc. und die Möglichkeit auch Kontakte zu anderen Freilaufkatzen zu pflegen wenn sie möchten.
Für Katzen die nur in der Wohnung leben kann es da einfach leicht schrecklich langweilig werden.
Daher ist es sinnvoll Wohnungskatzen mit Artgenossen zu halten.
Sie beschäftigen sich gegenseitig und machen die triste Wohnung etwas spannender. Man kann zusammen kuscheln, sich jagen, auflauern, kloppen u.s.w.
Das funktioniert aber nur wenn auch alle Katzen da mit machen.
Es gibt unter den Katzen eben auch ausgesprochene Einzelgänger und
die wollen ihr Revier nicht teilen!
Denen tut man wirklich keinen Gefallen mit einem Artgenossen.
Besonders aber Jungtiere profitieren meistens von einem Artgenossen, besonders im gleichen Alter.
Daher würde ich bei Jungtieren die in der Wohnung bleiben sollen schon ehr zu mind. Zweien raten.
Die können dann wunderbar mit einander spielen und langweilen sich nicht ganz so schnell (dennoch ist grade bei Wohnungshaltung viel Entertainmentarmbeit von Seiten der Halter gefragt).
Unter anderem zum Sozialverhalten von Katzen kann ich
„Katzen. Eine Verhaltenskunde“ vom bekannten (Katzen)-Verhaltensforscher Paul Leyhausen
sehr empfehlen.
Eine Art Zusammenfassung dazu ist z.B: hier zu finden
http://www.wetterau-katzen.de/katzen-in ... atzen.htmlEin kurzes Zitat von dieser Seite welches es wohl so ganz grob halbwegs auf den Punkt bringt:
Zitat:
Katzen sind solitäre Jäger, also nicht von Artgenossen abhängig, die Einzelreviere bilden, welche sich aber in der Regel überlappen und eine gemeinsame Nutzung der Reviere vorkommen lassen. Innerhalb der Reviere gehen sich Katzen aus dem Weg, außerhalb der Reviere treffen sie sich zu regelmäßigen kurzen geselligen und freundschaftlichen Zusammenkünften. In beengten Verhältnissen können Katzen sich anpassen und in ständigen Gemeinschaften leben. Somit sind sie zwar keine Rudel- oder Herdentiere, aber auch keine völligen Einzelgänger.
Unsere beiden Burschen sind Brüder und kommen wunderbar miteinander aus. Unser Beam, als er noch lebte war alleine bei uns, und der hätte vermutlich zum auslasten durchaus ein Artgenossen gebrauchen können. Die Katzendame einer Freundin von mir ist eine wirkliche Dame und die wollt und will mit niemandem teilen.
Meine Schwiegermutter hatte früher zwei Katzenbrüder die zusammen harmonierten. Einer verschwand und der andere suchte sich in der Nachbarschaft Artgenossen- manche mochte er und traf sich regelmäßig andere durften ihm nicht zu nahe kommen.
Jetzt hat sie eine größere Katzentruppe die nur drin wohnt. Die erste, eine ältere zugelaufene, fühlt sich aber nicht mehr wohl. Die war alleine, max. mit dem ersten zugezogenen Jungkater, zufrieden aber inzwischen ist es ihr zu viel und sie geht allen möglichst aus dem weg und will nix zu tun haben mit denen. Die anderen sind alle jünger (die meisten unter einem Jahr meine ich) und kommen wohl miteinander ganz gut aus.
Hier laufen auch viele Katzen aus der Nachbarschaft rum, nun sehe ich sie ja nicht ständig und verfolge auch nicht rund um die Uhr was sie so treiben aber in der Regel
sehe ich jede Katze meist für sich
u.s.w.
Es gibt da bei Katzen einfach kein Patentrezept.
Grüße Gelfling
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