Bei Nagern mag das schon so sein, da seid Ihr die Experten.

Bei Hunden kann man das nicht ganz so sehen. Hunde folgen ihren Bezugspersonen bis in den Tod, wenn es sein müsste.
Tessa springt normal nicht vom Sessel einfach herunter, wenn ich dabei bin oder ihr ausdrücklich den Befehl dazu gab , aber bei den 3 Situationen war ich eben nicht dabei. Ich stand in der Küche, bzw. war im Bad am Putzen und da hörte ich es erst. Sie wollte ganz einfach bei mir sein und dazu nimmt sie so ziemlich alles in Kauf, wenn sie irgendwie noch kann. Das ist es auch, was ich mal in einem Thread schrieb. Es gibt keine faulen Hunde. Hunde folgen einem so lange, bis sie nicht mehr können. Es sei denn, man hat sie so akurat erzogen, dass sie sich von ihrem Platz nicht wegbewegen, ohne ein entsprechendes Kommando. So ein Kommando gebe ich Tessa aber nur, wenn sie sie es wirklich machen muss. Da lag vielleicht bei mir der Fehler, ich hätte es ihr also ausdrücklich befehlen sollen, was ich aber nicht tat, weil ich im Weihnachtsstress war und annahm, dass Sohnemann und/oder mein Lebensgefährte bei ihr ist/war. Leider sah ich nicht, dass sie unterdessen auch aus dem Zimmer gegangen sind. Sie fühlte sich alleine und wollte bei ihrer Bezugsperson sein.
Das wieder haben wohl alle Tiere gemeinsam, wenn es Rudel- oder Herdentiere sind. Sie mögen es nicht, wenn sie alleine sind.
Ebenso könnte man das Beispiel nehmen, wenn ein Hund am Bein operiert wurde, dann muss er an der Leine geführt werden, um geschont zu werden und sein Bein nicht überzustrapazieren. Er würde sich nie von alleine schonen, wenn er es noch irgendwie schafft. Weißte, wie ich es meine? Auch leckt ein Hund an einer Wunde weiter, obwohl es nicht gut für ihn ist. Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Hunde zur Unselbständigkeit erziehen. Hunde sind einfach so.
Mit dem Tragen ist es normal nicht schädlich, wenn man Hunde richtig trägt. Der Rücken sollte dabei gerade sein, auch sollte man nicht direkt in den Bauch dabei drücken. An den Vorderläufen hochziehen ist grausam und unter die Achselhöhlen greifen und den Hund links und rechts an den Rippenbögen hochzunehmen ist auch nicht ist auch nicht optimal, wenn es ein größeres Exemplar ist. Bei kleinen Hunden geht das rel. einfach, indem ´man mit einer hand unter den Brustkorb fasst und mit der anderen Hand hebt man den Popos auf die gleiche Höhe, dass er nicht hinten runterhängt.
Bei größeren Hunden legt man einen Arm unter den Brustkorb, direkt hinter die Vorderbeine und den anderen Arm legt man direkt
vor die Hinterbeine, ebenfalls unten drunter. Die Hinterbeine hängen dabei ganz entspannt herunter. Somit kriegt man den Hund mit einer geraden Wirbelsäule hochgehoben, ohne ihn zu verkanten. Er hängt sicher und gut, dich am Körper, was auch zur Schonung der eigenen Wirbesäule gut ist. Hunde, die das von klein auf kennen, sind total entspannt in dieser Position, ein Herunterfallen ist so gut wie ausgeschlossen (Extreme Ausnahmen bestätigen ja immer die Regel).
Einen Arm um den Popo dabei legen ist wieder nicht so sicher, der Hund könnte sich dabei ganz leicht herauswinden und herunterfallen.
Sehr große Hunde sollte man so, wie die größeren Hunde tragen, allerdings mit einer zweiten Person, wegen des Gewichtes.
Das mit den Böllern, Tessa machen Böller nichts aus. Neben ihr ist schon ein Chinaböller hochgegangen. Sie schnupperte unbeirrt wieder. Nicht mal ein Zuck und da konnte Tessa noch sehr sehr gut hören. Tessa ist schussfest, wie man so schön sagt. Sie verbindet es nicht mit etwas Negativem, obwohl es mörderisch laut war. Damals kannte sie so etwas einfach nicht.
