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 Betreff des Beitrags: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 19:47 
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Es ist eigentlich mehr Menschen bekannt, dass Hunde in Rudel leben, als zb bei Kaninchen und deren Sozial-/Gruppenverhalten.

Dennoch gehören Hunde immer noch zu den mit am meisten gehaltenen Einzeltieren.
Dies widerspricht doch der Natur des Hundes...
man geht immer davon aus, der Hund sieht den Menschen als Futtergeber, der Grenzenaufzeiger und Beschützer in schwierigen Situationen, was ihn also zum Alphatier macht und somit der Mensch+ seine Familie das Rudel für den Hund ergibt.

Ist das nicht etwas oberflächlich gedacht?
Solche Hirarchien gibt es ja nicht nur im Hunderudel...eine Kaninchengruppe ist nicht davon abhängig, dass jemand Futter besorgt oä, dennoch ist in Gruppen klar ein Leittier herauszuerkennen. Dennoch würde der Mensch sich hier nie als Ersatz des Leittieres und die Familie als Ersatz des Rudels deklarieren.
Bei Kaninchen BESTEHT man auf Gruppenhaltung, jedoch bei einem Hund nicht?!

Warum nicht? Warum setzt man sich dafür nicht ein? Warum zieht der Tierschutz so etwas nicht in Betracht? Wie denkt ihr darüber?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:06 
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Ich denke mal das das Rudelverhalten an sich bei den Hunden schon viel zu vermenschlicht wird.

Der Mensch sagt "Ich" bin schon ein Hundersatz für den Hund, er macht sich quasi mal selbst zum Rudel, was aber so nicht ist!
Denn auch Hunde sprechen keine Menschensprache, Hunde benötigen genau wie Kaninchen Artgenossen mit denen die sich unterhalten können, allein die Gestik ist es die von Hund zu Hund spricht, genauso wie bei den Katzen! Obwohl bei den Katzen schon mehr durchsetzungsvermögen da ist, die zum Artgerechten Partner zu Bewegen, jedoch bei den Hunden ist eben das Vorurteil im Raum das der Mensch das Rudel ersetzen kann und das ist nunmal falsch.

Ich wäre definitiv dafür jedem zu Empfehlen den Hund im Artgerechten Rudel zu halten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:06 
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Naja, ich denke der Hund ist auch eines der wenigen Tiere welches den Mensch als Rudelmitglied schnell anerkennt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:13 
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Huhu!

Ich finde, dass Hunde nur in einem Rudel mit Artgenossen glücklich sind. Andererseits haben wir auch nur einen Hund. Ich kann nicht sagen, dass Charly unglücklich wirkt. Aber ich weiß, dass er glücklicher wäre, hätte er Artgenossen um sich herum.

Wir wollten auch einen 2. Hund dazuholen, aber leider kommt einem der Staat beinah GAR nicht entgegen.

Ich rechne mal vor:

- Hundesteuer jährlich 86,- € pro Hund; jeder weitere 95,- €
- impfen jährlich 56,- €
- rasseabgestimmtes Futter (wegen HD usw.) ca. 300,- € im Jahr
- regelmäßiges Behandeln gegen Ekto- und Endoparasiten ca. 100,- € im Jahr

Wenn man das alles doppelt rechnet, hätte man also für 2 Hunde im Jahr eine Summe von ca. 1100,- € im Jahr aufzubringen.

Und ich bin da absolut ehrlich: Das kann meine Mama sich nicht leisten. :hehe:

LG Tess


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:14 
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@ chien, Das tut mein eines (übrigens das dominanteste aus der Gruppe) Kaninchen aber auch, dennoch sind ihre Artgenossen ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben.

Das heißt mein Kaninchen hat mich als Rudelmitglied anerkannt, würde aber wahrscheinlich böse angeguckt werden, wenn ich es alleine halte...beim Hund ist das aber selbstverständlich!
Wieso?!

Jap Tess...deswegen frag ich mich warum der Tierschutz da die Beine so still hält...oder TÄ nicht Rabatte ab 2 Hunden zulassen!
Also scheint sich der Mensch darüber, ja überhaupt noch keine Gedanken gemacht zu haben...hauptsache der Hund, der beste Freund des Menschen :(!


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:15 
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Ich finde es auch schöner, immer mind. 2 Hunde zu halten. Ansonsten ist es ja beim Hund so, er wird halt auf das Rudel Mensch geprägt.

Oder wie bei den Herdenschutzhunden. Sie kommen als Welpen zu den schafen uns sehen diese als Rudel an, welches beschützt werden muss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:44 
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Ich finde, Hunderudel sollte man auch nicht unterschätzen. Hier im Dorf hat eine Frau einen hund aus Spanien, der tagsüber bei ihrer Mutter untergebracht ist und da mit deren beiden Hunden lebt - quasi als Betreuung während der Arbeitszeit. Das resultat: der Hund hat sich erheblich mehr an die beiden Hunde der Tagesbetrreuung gebunden als an sein Frauchen, und haut ihr regelmäßig ab, gehorcht nicht mal im Ansatz und ist jede Nacht und jedes Wochenende sterbensunglücklich, weil er aus seinem Rudel raus muss.

Eine andere Familie hat einen zweiten hund aufgenommen - beide Tiere haben aber verschiedene Eifersüchteleien, beide wollen getrennt Gassi gehen, weil sie sonst dauernd streiten, wer jetzt mit Frauchen spielen darf etc. - und dadurch dass es Rüde und Hündin sind hatdas ganze auch noch eine sexuelle Komponente. Auch eher unglücklich, ohne zweiten Hund wäre es viel leichter.

Ich habe da dann lieber nur einen Hund - der mehrmals die Woche andere Hunde zum spielen trifft, sonst aber ungeteilte Aufmerksamkeit genießt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 20:56 
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Für einen Hund ist es ohne zweifel schöner, mit einem Artgenossen zu leben. Ist ja eigentlich auch logisch ;) Allerdings ist es auch nicht so, als würde ein Hund, der keinen Artgenossen hat leiden oder irgendwie vor sich hinvegetieren. Normalerweise trifft man sich ja auch mit anderen Leuten die Hunde haben, oder findet ein paar Hundekumpels in der Nachbarschaft. Wären Kaninchen wie Hunde, wäre das eventuell auch ne Möglichkeit.. Also Kaninchenkumpels besuchen gehen oder unterwegs welche treffen... also naja, ich weiß dass das unlogisch ist, aber ihr wisst wie ich das meine ;D
Einen Hund hingegen völlig isoliert zu halten (was allerdings kein normaler Mensch macht) empfinde ich als unartgerecht.
Solange der Hund ausreichend beschäftigt ist, man als Mensch den Hund behandelt (im Sinne von: mein Hund versteht mich) und man dem Hund Kontakt zu anderen Hunden ermöglicht seh ich da ehrlcihgesagt kein Problem.
Ich kenns ja nicht anders. Ich hab ja nie einen Hund alleine gehalten und ich finds schön, wenn die mich Abends in Ruhe lassen und sich gegenseitig ein bisschen beschäftigen ;D (kann ich Fernsehen XD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 21:11 
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Kaninchen die getrennt werden und immer mal zusammen kommen, bedeutet für die Tiere Streß...hier geht es um Revier und immer wieder neu ausgefochtene Rangordnungskämpfe.
Ich denke bei Hunden ist es ähnlich...

Meine Hündin hatte jahrelang einen Hundefreund, wo beim zusammen treffen immer erstmal wieder neu die Rangordnung geklärt werden musste...in einem bestehenden Rudel, was mehr zusammen ist, als getrennt lebt besteht dieses Verhalten nicht...da grob die Rangordnung geklärt ist...sicherlich probiert es der ein oder andere nochmal höher zu steigen..aber an sich ist es für alle Parteien klar.

SusanneC hat geschrieben:
Das resultat: der Hund hat sich erheblich mehr an die beiden Hunde der Tagesbetrreuung gebunden als an sein Frauchen, und haut ihr regelmäßig ab, gehorcht nicht mal im Ansatz und ist jede Nacht und jedes Wochenende sterbensunglücklich, weil er aus seinem Rudel raus muss.
Was ja eigentlich zeigt, dass der Hund das Rudel, dem Menschen vorzieht und somit für sich den artgerechtesten Weg vorzieht.
Hier fährt man doch besser, von vornherein 2 zu halten...wo der Mensch weiterhin das Alphatier in dem Rudel bleibt..sowohl in der Familie als auch in dem Hunderudel.

SusanneC hat geschrieben:
beide Tiere haben aber verschiedene Eifersüchteleien, beide wollen getrennt Gassi gehen, weil sie sonst dauernd streiten, wer jetzt mit Frauchen spielen darf etc.
Ich denke das ist auch normales Verhalten...wir kommen auch nicht mit jedem Menschen klar...ich hab auch oft Menschen um mich, die man mal erträgt, aber 24h um mich rum muss ich sie nicht haben...warum soll es das nicht auch bei Hunden geben.
Hier ist es Aufgabe des Menschen, zu erkennen, ob die Tiere zusammen passen oder nicht!
Ich denke du hast auch schon Meerschweinchengruppen gehabt, wo sich ein oder zwei aus der Gruppe distanzierten, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 21:17 
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Meine Hunde sind auch froh, dass sie sich haben. Aber in erster Linie geht es ihnen um mich. Warum?
Der Mensch ist Futtergeber, Spieler, Spazierengeher und dergleichen. Der oder die Hunde sind vom Mensch abhängig.

Trotzdem finde ich 2 Hunde immer noch schöner!

Denn es ist eine Entlastung. Wenn die 3 ihre Runden auf dem Hof drehen, gemeinsam schnüffeln, bewachen - gemeinsam macht es einfach mehr Spaß!

Dann noch wenn man arbeiten geht, sie haben sich bis einer von uns wieder da ist. Ich finde, die Kosten halten sich in Grenzen. Gut, z. B. Goofy kostet im moment sehr viel Geld, doch, wenn ich alleine hätte, würde er genauso viel Kosten, denn krank wäre er trotzdem.
Ich finde, danach kann man nicht gehen. Als wir 8 Ninchen hatten, kosteten sie außer Kastra, Futter, Impfen nichts. In all den Jahren nicht.

Jetzt habe ich z. Z. ein, und der kostet soviel - da könnte ich locker noch einen Hund von halten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2009, 21:27 
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Zitat:
Kaninchen die getrennt werden und immer mal zusammen kommen, bedeutet für die Tiere Streß...hier geht es um Revier und immer wieder neu ausgefochtene Rangordnungskämpfe.
Ich denke bei Hunden ist es ähnlich...


Das war ja auch nur ein fiktives Beispiel ;) Ich weiß dass das bei Kaninchen nicht geht. Aber Hunde sind diesbezüglich in der Regel entspannter. Sicher gibts Klötenkasper und Zicken die, wenn sie auf ihresgleichen treffen erstmal klar stellen wer Chef im Ring ist... Allerdings kann ich selbiges Verhalten bei meinen Hunden nicht beobachten, wenn sie sich mit ihren Hundekumpels treffen, die sie gewohnt sich. Die dalmeln son bissi vor sich hin, schnuffeln, toben und schlummern in seltenen Fällen nebeneinander ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 09:51 
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Auch wenn wir ein "Mehrhundehaushalt" sind: Ich finde das es teilweise völlig überbewertet wird das man Hunde alleine hält.

Die meisten Hunderassen sind so domestiziert das sie eine Einzelhaltung akzeptieren. Zumal der Hund wenn er so gehalten wird auch nichts anderes kennt, außer das leben bei seiner Mutter und Geschwister.

Unsere Hunde könnten alle für sich alleine existieren und glücklich sein. Gerade Leo geniest jeden Atemzug den er in völliger "Einsamkeit" ohne die beiden anderen, machen kann. Arcos ersten 9 Lebensjahre hat er als völliger Einzelhund "genossen".
Ich kann wirklich nicht sagen das Hundehaltung ausschließlich bedeutet sie mindestens zu zweit zu halten.

Wenn ich irgendwann wieder die Möglichkeit dazu habe, dann werde ich nur noch einen Hund haben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 12:40 
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Mein Kaninchen wirkte allein auch total glücklich, jetzt dominiert sie ihre Genossen unentwegt, vllt will sie ja auch lieber alleine sein?
Aber mich hat die Gesellschaft "gezwungen" mindestens 2 davon zu halten, da es sonst Tierquälerei wäre...und jetzt zu sagen, die Einzelhaltung bei Hunden wird überbewertet...hmmmm :grübel:!

Vllt ist die Haltung dem Hund ggü, er kann ja auch gut alleine leben und akzeptiert mich als sein Rudel, auch ne egoistische und vermenschlichte Einstellung...
Artgerecht ist es auf jeden Fall nicht ;)!


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 13:11 
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Auch zwei Hunde können einsam sein und ich denke nicht das man bei jedem Hund individuell sagen kann das er unbedingt einen zweiten braucht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einzelhaltung Hunde
BeitragVerfasst: Do 25. Jun 2009, 13:21 
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Wieviele Hunde leben aber einzeln in der Natur?
Oder besser in Spanien und anderen Ausländern, wo sie wie streunende Katzen leben...
da lebt jedes Tier in einem Rudel und der Mensch ist dennoch der Futterspender.

Diese Hunde sind wesentlich sozialisierter als ein Einzeltier!

Das Argument AUCH 2 Hunde können einsam sein versteh ich jetzt nicht :D!
Also alleine ist er es eh, aber zu 2. könnte es ebenso zutreffen, deshalb doch lieber nur alleine?!

Dogmaniac hat geschrieben:
und ich denke nicht das man bei jedem Hund individuell sagen kann das er unbedingt einen zweiten braucht.
Bei anderen Tieren wird es sogar VORGESCHRIEBEN ;), warum beim Hund nicht, was hebt diesen von anderen Tieren ab oder macht ihn minderwert?
Das versuch ich grad herauszufinden :D!


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