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 Betreff des Beitrags: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mo 28. Aug 2017, 05:55 
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Bei uns im Tierheim standen eines morgens in einem Karton 6 Rex Kaninchen Junge die ca. 3 Wochen alt waren.
Wir haben die Bande in eine großes Gehege gesetzt und sie mit guter Ernährung, viel Wiese und Zweige etc. großgezogen.
Anfänglich war das alles unauffällig.
Beim ersten Kontakt mit dem Tierarzt fiel eines der 6 Kaninchen dadurch auf das es die Augen verdrehte und einfach umfiel. Es wirkte fast wie ein Krampf. Der TA hat es in der Hand als es wieder die Augen aufschlug tief atmete und alles wie "gut war".
Einige Untersuchungen haben wir gemacht, festgestellt haben wir nichts. Es passiert so ein - zweimal im Monat. Eine Vermittlung ist natürlich schwierig. Er wohnt jetzt noch mit 4 Geschwistern zusammen, die völlig unauffällig sind. Es passiert meist in Stress Situationen ( Impfen etc. ) oder wenn es glaubt es ist Stress. Manchmal wenn dort sauber gemacht wird auch, aber 30 Tage lang ist sauber machen kein Problem. S

Was kann das sein ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mo 28. Aug 2017, 17:43 
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Epilepsie wurde ausgeschlossen?
Das hört sich für mich nach Epilepsie an - Krampfen, Augenverdrehen und plötzlich ist alles wieder gut. :grübel: Mein Rabbit hatte damals Epilepsie, mal kippte er um und war verkrampft, mal zappelte er oder er rannte ohne Kontrolle durch die Gegend. :hm:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mo 28. Aug 2017, 21:46 
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Auch für mich hört sich das stark nach Epilepsie an ... vor allem, wenn das Kaninchen nach dem Umfallen nach einer Weile wieder aufsteht und alles ist, als wenn gar nix gewesen wäre.

Es könnte sich aber auch um eine Art Myotonie handeln ... die Muskeln krampfen, dadurch fällt das Tier um, nach einigen Sekunden entkrampfen sich die Muskeln wieder, das Tier steht nach ca. 10 - 20s wieder.
Allgemein bekannt wurde die Myotonie, weil sie bei Ziegen geziehlt gezüchtet wird. Unter dem Stichwort Fainting Goats finden sich unter Youtube viele Beispiele dieser Ziegenrasse.
Dazu würde passen, daß es vor allem bei als Streß empfundenen Situationen auftritt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Di 29. Aug 2017, 07:41 
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thymustumor? herz?lunge? - luftnot/streß/hitze als auslöser? auf kaninchenwiese gibts beschreibung zum 'herztumor'.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Di 29. Aug 2017, 10:03 
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Ich denke auch entweder was Neurologisches in Richtung Epi, oder mangelhafte Durchblutung--> Sauerstoffmangel, wegen einem angeborenen Herzfehler.

Thymom schließe ich aus, da es erstens hauptsächlich ältere Tiere betrifft und das Krankheitsbild nicht dazu passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Di 29. Aug 2017, 20:30 
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Was kann ich tun. Was der Tierarzt.
Wie bekomme ich raus ob es Epilepsie ist.
Kann man ein solches Tier vermitteln?

Myotonie wäre nachweisbar?

Vielen Dank fürs gemeinsame nachdenken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Di 29. Aug 2017, 21:41 
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Also ein Herzproblem kann man durch Ultraschall feststellen bzw ausschließen.
Epilepsie gibts bei Kaninchen so gut wie keine Erfahrung, ist dann Auschlussdiagnose. Eine Freundin hat ihr Kaninchen mit Anfällen wegen Hirntumor, mit einem Homöopathischen Medikament gegen Epi behandelt, was sofort angeschlagen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Di 29. Aug 2017, 21:49 
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Wie genau sehen die Anfälle aus?
Wie benimmt es sich nach dem Anfall? Bleibt es kurz liegen und hoppelt dann wieder normal rum als sei nichts gewesen?
Wurde ein Blutbild gemacht?

Ich würde das Tier genau beobachten, Epi Anfälle sind nicht nur umfallen und krampfen. Ich hatte bei meinem Rabbit beobachtet das er manchmal plötzlich wie angestochen losgerannt ist und hat dabei durchaus auch etwas angerämpelt, danach hatte er sich kurz erholt und dann war alles wieder wie immer. :hm:

Stress würde ich bei solchen Tieren vermeiden. Wenn es ein Epi Kaninchen sein sollte, würde ich es nur in erfahrene Hände vermitteln.

Epi kann plötzlich schlimmer werden. Mein Rabbit habe ich leider durch Epilepsie verloren. Er hatte einmal einen Epi Anfall gehabt, da war er allerdings krank und wurde nicht mit Epi in Verbindung gebracht. 1 1/2 Monate später bekam er heftige Epi Anfälle. Der TA sagte das es ca. 1 Woche dauert bis die Medizin anschlägt. Wir konnten ihm nicht mehr helfen. Samstag brach es aus und Sonntag verstarb er - Montag wollten wir zum TA. Er hatte in den 2 Tagen bestimmt 15 Anfälle oder so, ich weiss es nicht mehr genau. Es ist inzwischen 10 Jahre her. :?

Ich weiss nicht ob man Epilepsie durch irgendeine Untersuchung rausbekomnen kann. Bei mir hatte die reine Beobachtung gereicht, die Symptome waren typisch für Epi und der TA stimmte zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mi 30. Aug 2017, 04:36 
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Der Nachweis von Myotonie ist schwierig, wenn man nix über die Vorfahren hat. Normalerweise taucht Myotonie in der Linie immer wieder auf, da es sich um eine erbliche Geschichte handelt.
Beim Menschen kann noch ein EMG gemacht werden - aber beim Kaninchen?

Wo sich die Myotonie von der Epilepsie deutlich unterscheidet, ist hauptsächlich die Länge des Anfalles, der ist bei der Myotonie immer gleich und man hat so ein wenig das Gefühl, als wenn das Tier nach dem Anfall wieder auftaut, bei der Epilepsie sind die Längen des Anfalles meist unterschiedlich, weiterhin kennzeichnet die Epilepsie ein echtes Verkrampfen der Muskeln, die Myotonie ist eigentlich ein normales Zusammenziehen der Muskeln, wie sie bei starken Bewegungen normal auch stattfindet, aber die Muskeln brauchen eine Weile, bis sie diese Zusammenziehung wieder lösen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mi 30. Aug 2017, 08:14 
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Als wir geimpft haben habe ich dem Tierarzt die Tiere gefangen.
Zunächst sind alle rumgerannt nur der eine der konnte sich nicht beruhigen.
Panisch steigerte er sein Verhalten und fiel auf die Seite . Ich nahm ihn hoch und da sah ich wie er die Augen verdrehte. Das Kaninchen wurde zunächst so steif wie in der Totenstarre. Das Herz raste. Atmung nicht spürbar. Nach ein paar Sekundem vielleicht 6-10 wurde er wieder weicher.
Nachdem er wieder durchgeatmet hatte so mach 20 - 30 Sekunden sog er heftig Luft ein, die Augen bewegten sich und er setzte sich hin, wirkte er völlig normal. Der TA hatte sich heftig erschrocken trotz vorwarnung. Er hatte sowas noch nie gesehen. Beim abhören war er unauffällig. Das Impfen war kein Problem, da passierte auch nichts.
Die anderen Anfälle fanden meist im Gehege statt wurden aber ähnlich beschrieben von den Mitarbeitern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Mi 30. Aug 2017, 18:35 
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Dann kann zumindest eine Myotonie ausgeschlossen werden - dabei werden nicht die Augen verdreht. Und auch das Herz (selbst ein Muskel) wird nicht schneller.

Dafür spricht für mich alles für eine durch Streß ausgelöste Epilepsie ... allerdings bin ich kein TA und habs auch nicht gesehen. Die Beschreibung paßt einfach nur so gut auf Epilepsie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Do 31. Aug 2017, 12:29 
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Ja vielen Dank.
Die Frage ist, was mach ich jetzt mit ihm.
Irgendwelche Untersuchungen ? Er sitzt ja im Tierheim
bei uns im Gehege.
Kann er so überhaupt vermittelt werden ?
Ist das nicht unfair ihm so einen Stress anzutun ?
Wie seht ihr das. Bin für alle Vorschläge offen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaninchen Schockstarre
BeitragVerfasst: Do 31. Aug 2017, 13:26 
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röntgen vom bauchraum/herz/lunge. meine erfahrungen lehrten mich - nur diese bringen klarheit und im endeffekt kostengünstiger und streßärmer als all die div. ta-besuche und behandlungen.
vermittlung zu jemand geduldigem und kaninerfahrenem kann ich mir schon vorstellen; ohne dabei zu sein, jedoch schwierig einen rat zu geben. natürlich nicht als 'spielzeug' in ein kinderzimmer.


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