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BeitragVerfasst: Di 24. Apr 2012, 22:14 
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Leider werden Chinchillas immernoch als Pelztiere missbracht, auch in Deutschland. Hier ein Einblick in den Alltag dieser Tiere...

Auf der rechten Seite gibt es ein Video dazu, ich habe es mir nicht angeschaut, trau mich nicht :/
Wenn es einer von euch tut, kann er ja berichten, was gezeigt wurde...

Es ist wirklich erschreckend, was in dem Artikel steht :(

Auszug:
Zitat:
Farmhaltung

Der Chinchilla in der Farmhaltung

[...]

Die Einzelkäfige sind durch Korridore verbunden. In den Korridoren leben die Männchen. Sie haben Zugang zu 4 bis 10 Weibchen. Durch Öffnungen können sie zu den Weibchen in die Einzelkäfige gelangen. Damit aber das Weibchen selber nicht aus dem Einzelkäfig entweichen kann, trägt es einen hohen Plastikkragen. Wenn das Weibchen trächtig ist, wird der Zugang zu seinem Käfig geschlossen. 6 bis 8 Wochen nach der Geburt der Jungen wird der Zugang wieder geöffnet. Die Jungtiere werden in Drahtgitterkäfige mit den Ausmassen 40 x 40 x 40 cm verbracht. Dort bleiben sie bis zur Schlachtung.


Für ein Tier, das sich natürlicherweise springend fortbewegt, stellen die niedrigen Käfige eine untolerierbare Einschränkung dar. Wenn sich die Chinchillas erschrecken, springen sie reflexartig hoch und prallen an die Gitterdecke. Dabei kommt es oft zu Verletzungen. Gefüttert werden sie mit Trockenfutter. Die Jungtiere haben teilweise Schwierigkeiten, diese "Pellets" zu fressen. Aber auch die erwachsenen Tiere sind damit nicht optimal ernährt, da ihr Verdauungssystem auf frisches, grünes Gemüse und Obst eingestellt ist.


[...]


Die Käfige verfügen meist nicht über eine Nestbox und nur selten ist ein wenig Stroh eingestreut. Die nachtaktiven, scheuen Chinchillas können sich auf diese Weise nirgends vor dem Menschen oder den Artgenossen zurückziehen. Eine weitere Belastung ist der Umstand, dass die Arbeit auf der Farm und mit den Tieren tagsüber verrichtet wird. Für die ausschliesslich nachtaktiven Chinchillas bedeutet dies grossen Stress. Oft haben die Tiere auch keinen Zugang zum notwendigen Sandbad. In einer wissenschaftlichen Studie stand den Chinchillas während 4 Stunden täglich ein Sandbad zur Verfügung. Resultat: Die Tiere verbrachten den grössten Teil dieser Zeit mit Sandbaden. Das zeigt eindeutig, dass diese Art der Fellpflege für Chinchillas ein elementares Bedürfnis darstellt.


Chinchillas lassen sich in Farmhaltung nur schlecht züchten. Während wildlebende Weibchen ein- bis zweimal jährlich je bis zu 6 Junge werfen, liegt der Durchschnitt in der Farmhaltung weltweit jährlich bei 2,2 Jungen pro Weibchen. Zum einen sind nur etwa 26% der Paarungen erfolgreich. Einer der Gründe dafür ist, dass sich das Weibchen das Männchen nicht aussuchen kann. Nach der Geburt ist es für das Weibchen überlebenswichtig, dass es die Plazenta fressen kann, denn diese enthält lebenswichtige Nährstoffe, die es für die Zeit des Säugens braucht. Oft fällt die Plazenta aber durch den Drahtgitterboden und ist nicht mehr erreichbar. Schliesslich kommt bei der Farmhaltung eine hohe Jungensterblichkeit hinzu, ausgelöst etwa durch Infektionen, was auf eine reduzierte Lebensfähigkeit hinweist.

Quelle und der ganze Artikel, Bilder, Video und mehr: http://www.pelzinfo.ch/pelztiere/chinch ... ltung.html


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BeitragVerfasst: Di 24. Apr 2012, 23:38 
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Mich interessiert, von wann der Text ist, denn die coolste Passage aus diesem Text ist das hier:
Zitat:
Aber auch die erwachsenen Tiere sind damit nicht optimal ernährt, da ihr Verdauungssystem auf frisches, grünes Gemüse und Obst eingestellt ist.


Auch, wenn es nicht ganz stimmt, da der Verdauungstrakt der Chinchillas auf Kräuter und Gräser eingestellt ist und Gemüse und Obst nur die Ersatznahrung ist, ist es dennoch so ganz konträr zu dem, was man so in den meisten Büchern nachlesen und in den meisten Foren um die Augen geschlagen bekommt :D

Das mit dem Jungenkriegen kommt nicht hin ... bei jährlich nur 2,2 Junge pro Weib hätten die Chinchillapelzer weltweit schon viel früher einer nach dem andern eingehen müssen. Bei ein- bis zweimal jährlich bis zu 6 Jungen in freier Natur pro geschlechtsreifen Weib müßten sich die Chins ausbreiten und vermehren, das tun sie jedoch offenbar nicht, die Populationen sind immer noch leicht rückläufig und es scheinen doch eher Populationen weiterhin zu erlöschen und sich nicht neu aufzubauen.

Der Film zeigt das, was denke ich hier diejenigen, die langjährig hier dabei sind, schon kennen - den einen amerikanischen Pelzer, welcher das Töten der Chins zeigt (und dann auch noch genau die Tötungsart, die im deutschsprachigen Raum für Chinchillas verboten ist! Da hätte doch dann wenigstens die Tötungsart aus dem Film geschnitten werden können, welche auch im deutschsprachigen Raum erlaubt ist) und ein weiterer Film über eine US-amerikanische Farm, welche Käfigreihen zeigt.
Ich bezweifel, daß dies repräsentativ für die deutsche Chinchillazucht ist ...

Ich bezweifel es deshalb, da 2006 die Tierschutznutztierverordnung, was Pelztiere angeht, verschärft wurde und auch schon in der alten Verordnung gewisse Grundvorraussetzungen erfüllt sein mußten, wie beispielsweise tägliches Sandbad für alle Chinchillas. Es mag sein, daß oftmals die Überprüfung der Haltungsbedingungen zu lax gehandhabt wird, aber was die Exoten, also Pelztiere und Strauße, angeht, da wird zumindest in Deutschland dann doch etwas genauer hingeschaut.

Beispielsweise ist nach der TierSchNtV vorgeschrieben, daß ein Nestkasten für Pelztiere da sein muß (§ 33 Abs. 2 Nr. 2 TierSchNutztV). Wenn also derjenige, der diesen Artikel geschrieben hat, feststellte, daß dem nicht so ist, warum hat er das dann nicht gemeldet?
Weiterhin waren für Chinchillas auch schon vordem eine Mindestfläche von einem halben Quadratmeter vorgeschrieben, nach der neuen TierSchNutztV sind es nun sogar mind. ein Quadratmeter Bodenfläche bei einem Meter Höhe, wenn mehrere Tiere da drinne sind, gilt immer noch pro Tier ein halber Quadratmeter und für die abgesetzten Jungtiere 0,3qm Fläche (sind weniger wie vier Jungchinchillas in diesem Käfig, muß auch dieser eine Grundfläche von einem Quadratmeter und einer Höhe von einem Meter aufweisen).
Die Böden müssen zur Hälfte planbefestigt sein - also nix mit durch das Gitter fallender Platzenta, da die Chins nicht auf dem Gitterbereich ihre Jungen zur Welt bringen. Aber selbst bei Rosten fallen entweder die Jungen durch die Rosten (wäre für eine Zucht sehr unpraktikabel, wenn man mich fragt), oder aber die Platzenten bleiben im Rost hängen - die sind nämlich naturgemäß am Chorion befestigt, welcher so groß ist, daß da son Babychinchilla reinpaßt und das Gebilde wird nicht platzsparend zusammengefaltet, wenn es als Nachgeburt rauskommen.

Selbst die Größe des Sandbades ist für Chinchillas vorgegeben, sie muß mind. 250 Quadratzentimeter Fläche aufweisen.


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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2012, 11:50 
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Echt hässlich sowas :-(

Ich frage mich wieso Pelzfarmer nicht auf Gehegehaltung umsteigen? Die Tiere wären vermutlich viel produktiver beim verpaaren und es würde bestimmt weniger "Ausfälle" geben. der Kostenaufwand wäre auch nur minimal höher. Sowas kann sich doch finanziell gar nicht rentieren! Was die Ernährung betrifft kann ich als nicht Chinhalter nicht mitreden!


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BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2012, 12:19 
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Wenn ich auf 40qm 40 Chinchillaweibchen unterbringen kann, bringen die im Jahr pro Weib ca. 5 Junge. 5 x 40 sind also 200 Pelze ...

Wenn ich ein Gehege von 10qm habe, dann kann ich da bestenfalls fünf Weibchen einsetzen, diese bekommen nicht mehr Junge pro Weibchen, wie die 40 Chinchillaweibchen in den engen Käfigen. Ich hab dann also auf 40qm nur 20 Weibchen mit 100 Jungtieren im Jahr ... ich bekomme also nur die Hälfte Geld.

Ich hab jedoch einen erhöhten Arbeitsaufwand zum Reinigen der Gehege, denn die kann ich nicht mal eben mit nem Handfeger durchfegen und mit ner Maschine unterhalb der Rosten den Boden reinigen. Dazu kommt, daß ich die Jungtiere nicht so einfach eingefangen bekomme, als wenn ich einfach nur in einen 1m x 1m x 1m Käfig greife. Dadurch steigt die Verletzungsgefahr der Tiere enorm an. Ich hab also trotzdem hohe Verluste.
Kurzum, ich verdiene nur die Hälfte bei mehr Kosten!

Die Pelzpreise sind jedoch so niedrig, daß sie schon mit den Auflagen, die das Tierschutzgesetz ihnen vorschreibt, sie nur noch für Null ouvert arbeiten - wenn sie nur noch die Hälfte verdienen, machen die Züchter Verluste, heißt also, sie können aufgeben (was übrigens viele Pelzer jetzt schon tun, weil es sich einfach nicht mehr lohnt, Chinchillas zur Pelzgewinnung zu züchten)

Die oben im Text beschriebenen Verhältnisse gibt es in Deutschland nicht, das sind Farmen in Argentinien, China und ka, wo überall billige Arbeitskräfte eingesetzt werden. Da handelt es sich auch um Farmen, die in einer einzigen Farm über 10.000 Chinchillas zu sitzen haben - da dort gleich mehrere Reihen Käfige übereinandergestapelt werden und deutlich kleinere Käfige verwendet werden, wie hier, kommen die auf 40qm nicht nur auf 40 Weibchen, sondern gleich auf 200!
Dazu kommen die extrem niedrigen Löhne, die dort ausgezahlt werden und schon lohnt sich so eine Pelzfabrik selbst dann, wenn nur noch die Hälfte der Jungtiere dort gepelzt werden können!

Beim Futter ist es ähnlich, Pellets kannst du für ein Appel und ein Ei gleich palettenweise kaufen, die sind gut lagerbar und sie können maschinell über Laufbänder an den Käfigen vorbeigeführt werden. So werden Arbeitskräfte eingespart. Mit Kräutern, Sämereien, Ästen und Zweigen etc geht das nicht - dazu kommt, daß diese auch nicht gut lagerbar sind und zudem auch noch 100mal so teuer.


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 01:55 
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Ich habe nur kurz in das Video geschaut .
Mir fiel die Fellqualität auf . Ich finde das Tier in seiner Hand sah so aus , als hätte es lange kein Sandbad gesehen .
Kein Vergleich zu den eher großen Tieren mit besonders dichtem Fell , die man auf manchen Hobbyzüchter-Seiten mit dem Zusatz *Herkunft Pelzer* sieht .
Mir hat mal ein Züchter erklärt , dass nur wirklich tadellose Felle von der Pelzverarbeitendenindustrie aufgekauft werden , weshalb auch diese ganzen Keller.-/Dachboden-Hobbypelzer wieder verschwunden sind .


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 10:14 
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Zitat:
Mir hat mal ein Züchter erklärt , dass nur wirklich tadellose Felle von der Pelzverarbeitendenindustrie aufgekauft werden , weshalb auch diese ganzen Keller.-/Dachboden-Hobbypelzer wieder verschwunden sind .

So kam es auch mir zu Ohren ... wobei allerdings gerade in letzter Zeit die Keller-/Dachboden-Hobbypelzer zu langjährigen Hobbyzüchtern mit unendlich viel Erfahrung mutieren, während immer mehr der alteingesessenen und tatsächlich langjährigen Pelzer, die noch vor 20 Jahren Erfolg hatten, offenbar einer nach dem andern aufgibt ... es rentiert sich nicht mehr, für den Pelzmarkt zu schuften, aber es lohnt sich, sich als Möchtegernhobbyzüchter die Zoofachgeschäfte mit den Produkten zu überschwemmen und sich selbst als Fachmensch in den Foren zu platzieren!
Ändert übrigens nichts an den Zuchtzyklen, welche diese ganzen langjährigen Hobbyzüchter (damit meine ich keinesfalls die Züchter, die tatsächlich ein echtes Interesse an den Tieren und der Chinchillazucht haben, sondern wirklich nur die Nachfahren der Keller-/Dachboden-Hobbypelzer und deren Rekruten aus einschlägigen Chinchillaforen) durchlaufen.
Der Zyklus beginnt stets mit dem Aufschlagen in einem Chinchillaforum und dem phänomenal rasanten Aufsaugen sämtlicher dort verbreiteter Mythen und Dogmen. Danach werden Chinchillas in hohen Stückzahlen aus mehr oder weniger ominösen Quellen zusammengesammelt, die wild zu Zuchtgruppen zusammengesetzt werden. Nach nur einem Jahr seit Zuchtbeginn und zwei bis vier Jahren Forenzugehörigkeit mutieren aus solcherart Neuzüchtern langjährige Züchter, welche die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Sie geben wertvolle Ratschläge an jeden, der sie hören oder auch nicht hören will und zementieren die im Forum gepflegten Mythen und Dogmen, sind also meist gern gesehene und angesehene Leutz. Nebenbei wird oftmals auch eine Notstation betrieben, wobei nie so ganz klar ist, ob die Notfellchen einfach nur nicht verkaufte eigene Jungtiere sind oder ob da tatsächlich von überallher weiterhin Chinchillas gesammelt werden - bevorzugt Jungtiere versteht sich von selbst, die sind leichter zu verhö ... äh vermitteln ...
Nach spätestens zwei Jahren werden die Rückschläge in solchen Zuchten offensichtlich, es gibt Kritik aus den eigenen Reihen. Selbstverfreilich sind an den Rückschlägen alle Schuld, nur einer nicht, der Züchter selbst.
Nach allerallerspätestens drei Jahren fällt auf, daß die eigenen Tiere aus irgendwelchen Gründen sich weder als Notfellchen noch als wertvolle Zuchttiere für über 200 Euronen verkaufen lassen. Runtergehen mit dem Preis ist für diese auf langjährige Zuchterfahrung und absolut hochqualitative Zuchtprodukte basierende Zucht absolut unmöglich - die Zucht platzt tiermäßig aus allen Nähten, die Probleme häufen sich noch mehr, wie sie sich eh schon häufen, Rückschläge werden zur absoluten Normalität. Nach vier bis fünf Jahren wird die Zucht zugemacht, die überlebenden Tiere deutschlandweit fürn Appel und nen Ei als Notfellchen einer Zuchtauflösung verteilt und man wendet sich lohnenderen Zielen zu ... der Keller- und Dachboden-Hobbyzüchterzyklus ist beendet.
Es gibt auch den verkürzten Zyklus dieser Art mit nur zwei bis drei Jahren ...

Zitat:
Mir fiel die Fellqualität auf . Ich finde das Tier in seiner Hand sah so aus , als hätte es lange kein Sandbad gesehen .
Kein Vergleich zu den eher großen Tieren mit besonders dichtem Fell , die man auf manchen Hobbyzüchter-Seiten mit dem Zusatz *Herkunft Pelzer* sieht .


Das täuscht ... der Massige da in dem einen Film ist ein bekannter US-amerikanischer Pelzer, der gute Fellqualität liefert (das heißt, wenn er überhaupt noch gegen die Billigkonkurrenz in Argentinien und Co anstinken kann bzw überhaupt noch lebt ... der dürfte da die gleichen Probleme haben, wie seine europäischen Kollegen und zusätzlich noch ernährungsbedingte gesundheitliche Probleme) - nur, auch seine Zuchttiere werden alt - oder zumindest älter, wie es für den Pelz gut ist. In diesen engen Käfigen sehen Chinchillas auch mit ständig offenen Sandbad mit 6 Jahren nunmal nicht mehr so gut im Pelz aus, wie mit drei Jahren.
Dazu kommt, Chinchillas haben einen Fellwechsel und einen Zeitpunkt, wo das Fell optimal lang, dicht und von hoher Qualität ist. Der Pelzer da im Film wurde wohl von einem Petajünger besucht, der sich das Töten hat zeigen lassen wollen, der wird da nicht auf den richtigen Zeitpunkt zum Pelzen Rücksicht genommen haben. Also wird unser Pelzer schlichtweg Tiere zu Demonstrationszwecken rausgeholt haben (gibt zwei Tötungsszenen im Film), welche eh weder zum Pelzen noch zum Züchten geeignet sind. Ich hab nicht mehr in Erinnerung, wieviele Tiere er hat, aber das war irgendwas im vierstelligen Bereich ... da finden sich immer einzelne ungeeignete Tiere.
Aber nicht nur das spielt eine Rolle ... sondern auch, daß die Fellqualität und Größe durch extreme Selektion enorm (im Sinne der Pelzindustrie) verbessert wurde - der Originalfilm ist mind. sechs Jahre alt, ich vermute jedoch, daß selbst der als Original bei Youtube rumschwirrende Film eigentlich eine Kopie eines Filmes aus den 80er Jahren ist (bin mir da jedoch nicht sicher). Wenn meine Vermutung stimmt, dann ist die Fellqualität und Größe selbst dieser Ausschußtiere phänomenal für diese Zeit. Aber selbst vor sechs Jahren war die Fellqualität einfach noch nicht so gut, wie heutzutage.

Übrigens, dies ist ein Zusammenschnitt aus zwei verschiedenen Filmen ... und in der üblichen Tierschutztradition wurden die beiden schockierendsten Szenen aus diesen Filmen zusammengeschnitten. Im Originalfilm dieses Pelzers sieht man auch unter anderem die Käfige, ob die Sandbäder auch gezeigt wurden, kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Die Käfige sind größer, wie die Käfige in der Käfigreihe in dem Zusammenschnitt (wenn auch nur marginal ... ich bin mir nicht mal sicher, ob der Größenunterschied irgendeinem Chinchilla auffallen würde)


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 10:59 
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Murx Pickwick hat geschrieben:



Zitat:
Mir fiel die Fellqualität auf . Ich finde das Tier in seiner Hand sah so aus , als hätte es lange kein Sandbad gesehen .
Kein Vergleich zu den eher großen Tieren mit besonders dichtem Fell , die man auf manchen Hobbyzüchter-Seiten mit dem Zusatz *Herkunft Pelzer* sieht .


Das täuscht ... der Massige da in dem einen Film ist ein bekannter US-amerikanischer Pelzer, der gute Fellqualität liefert ......



Wie gesagt , hab´ ich mir nur den Anfang angesehen .
Wenn Du den "Massigen" vom Anfang meinst , erstaunt es mich das doch noch mehr .
Nach den paar Sequenzen wirkte es auf mich dort alles sehr ungepflegt und schmuddelig , aber das tuen letztendlich auch die Nerzfarmen etc. , welche ich bisher in den diversen Filmen gesehen habe .
Und die scheinen ja auch trotzdem (leider) gute Felle zu produzieren .


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 11:05 
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Aleks, ich kann mir so etwas auch nicht anschauen.
Schon beim lesen, läuft es mir eiskalt den Rücken runter.

Das ist so grausam.... und es macht mich unsagbar traurig. :cry:


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BeitragVerfasst: Do 26. Apr 2012, 11:20 
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Zitat:
Nach den paar Sequenzen wirkte es auf mich dort alles sehr ungepflegt und schmuddelig , aber das tuen letztendlich auch die Nerzfarmen etc. , welche ich bisher in den diversen Filmen gesehen habe .

Wundert dich das wirklich?
Die meisten Pelzer in Europa, Nordamerika und Australien können sich aufgrund der Lohnkosten keinen Hiwi leisten ... die machen das also allein oder mit der Familie.
Tja ... ich würd es nicht schaffen, 1000 Chinchillas und mehr mit meinem Mann zusammen sauberzuhalten, das klappt bestenfalls noch bei 200 oder 300 Chinchillas ...

In den USA sind die Zuchten durchweg sehr viel größer wie in Deutschland ... ich nehme an, daß es dementsprechend im Schnitt in deutschen Chinchillapelzzuchten sauberer aussieht wie in den Zuchten in den USA.


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