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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.

Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.

Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.



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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 21:30 
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Jetzt müsste es gehen ;)!

Murx du siehst auch unsichtbare, du hast andere Forenrechte :D!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 21:32 
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Murx Pickwick hat geschrieben:
Merkwürdigerweise hat meine Frischkostpredigt keinen Boom ausgelöst, merkwürdigerweise hat Andreas Arbeit in den Foren, wo ich nicht war, keinen Boom ausgelöst (auch er ist schon jahrelang in diversen Foren unterwegs und predigte seine Wiese, auch er hat sich in den letzten Jahren zunehmend zurückgezogen), merkwürdigerweise hat selbst saloivs ad lib Gedanke keinen Boom ausgelöst (auch sie ist schon länger wie drei Jahre unterwegs). Merkwürdigerweise kam dieser Boom erst, nachdem hier in diesem Forum immer mehr Erfahrungsberichte standen, wie gut es Kaninchen mit der "neuen", aber seit mind. acht Jahren forenweit von Einzelpersonen propagierten Fütterung ging!

Wenn du mir dieses Phänomeen erklärst, so, daß es nachvollziehbar ist, ich das verstehe und keiner der Forengurus dort beleidigt wird, dann bist du gut, saugut!

Bei mir wirst du grün angezeigt ...


Ich versuche es zu erklären, was mir aufgefallen ist.
Wenn man in 4-5 verschiedenen Foren mal die Ernährungsbeiträge von vor ca. 2-3 Jahren durchliest, heißt es dort überall: Heu, Heu, Heu, 80% und nur wenig Frischfutter. Manche haben aber dann wenigstens im Sommer viel Wiese gefüttert.
Dann tauchten in verschiedenen Foren immer wieder dieselben neuen User auf (ich weiß nicht, ob ich hier Namen nennen darf, da sie hier teilweise vertreten sind) und haben von der neuen Fütterungsart erzählt, erklärt usw. usw.. Das haben dann dort einige überdacht und versucht zu übernehmen und dann wurde das wie ein Lauffeuer verbreitet und zwar auch von solchen Usern, die das gerade mal 2 Wochen gemacht haben und gleich den vollen Durchblick hatten und genauso falsch wurde es dann leider verbreitet, wie solche Leute den Durchblick hatten.

.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 21:34 
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lapin hat geschrieben:
Jetzt müsste es gehen ;)!

Murx du siehst auch unsichtbare, du hast andere Forenrechte :D!


Ich geb`s auf, ich habe mich grad zum 100. Mal abgemeldet und wieder angemeldet, ich bin immer noch rot.
Aber das ist mir in einem anderen Forum auch schon passiert, evtl. liegt das irgendwie an meinem Rechner, keine Ahnung.
Ich seh mich auf jeden Fall rot.
Vllt. geht`s ja morgen.
Würde mir ja schon reichen, dass mich andere grün sehen.

Ich geb`s auf, das mit dem "grün" wird heute nichts mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 21:43 
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Das Problem sind also die Neueinsteiger, die noch nicht viel wissen, aber groß verkünden was wie geht. Aber ehrlich: was bringt es das HIER anzuprangern? Hier hast du entweder ad lib Profis, oder aber Menschen mit Verstand die nicht einfach nachplappern was sie im Halbschlaf aufgefasst haben.

Du musst in die Problem Foren gehen und diesen Misstand dort kund tun, aber was können wir denn hier in diesem Forum machen? Sollen wir uns nun alle in irgendwelchen anderen Foren anmelden um Aufklärungsarbeit zu leisten?

Ich hab einen Vorschlag: mögen die, die in anderen Foren sind, wann immer ihnen ein solcher Misstand auffällt den Tierpla.net verlinken. Hier wird sich viel Zeit genommen um in Ruhe aufzuklären, zu beraten und zu begleiten. Hier wird keiner aufgrund seiner momentanen Haltungsbedingungen disqualifiziert, jeder ist willkommen - solange er offen für Neues ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 22:02 
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Das Thema wird bereits in anderen Foren diskutiert ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 22:09 
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Feli hat geschrieben:
Du musst in die Problem Foren gehen und diesen Misstand dort kund tun, aber was können wir denn hier in diesem Forum machen? Sollen wir uns nun alle in irgendwelchen anderen Foren anmelden um Aufklärungsarbeit zu leisten?

Ich hab einen Vorschlag: mögen die, die in anderen Foren sind, wann immer ihnen ein solcher Misstand auffällt den Tierpla.net verlinken. Hier wird sich viel Zeit genommen um in Ruhe aufzuklären, zu beraten und zu begleiten. Hier wird keiner aufgrund seiner momentanen Haltungsbedingungen disqualifiziert, jeder ist willkommen - solange er offen für Neues ist.


Ich habe versucht, den Missstand dort kundzutun, aber dazu kenne ich mich nicht genügend aus und von daher möchte ich nichts falsches verbreiten und bin dann eher dazu übergegangen, davon abzuraten, sondern lieber Heu, (im Sommer viel Wiese) und dazu 2-3x eine große Menge vielfältiges Frischfutter mit überwiegendem Blattanteil zu empfehlen, weil ich mir denke, dass dann nicht ganz so viel falsch gemacht werden kann.
Das wäre sehr sinnvoll, wenn hierher verlinkt werden würde, evtl. interessieren sich dann doch ein paar dafür, es wird aber nur immer zu kaninchen-würden-wiese-kaufen oder kaninchenwiese.de verlinkt. Nur wer mag sich von denen solche umfangreichen Seiten durchlesen. Die stellen ein paar oberflächliche Fragen, bekommen ein paar oberflächliche Antworten und dann passt das für die und irgendwann wird festgestellt, dass das irgenwie eine schlechte Fütterung ist, weil hinten und vorne nichts hinhaut, das aber nur letztendlich daran liegt, weil soviel dabei falsch gemacht wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 22:17 
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Schnell OT:

Kim hat geschrieben:
Das Thema wird bereits in anderen Foren diskutiert ;)


Und wie man sehen kann, fallen sie schon wieder über mich her, weil ich eine andere Meinung habe, dabei habe ich noch gar nichts geschrieben in diesem Therad.
Ich denke, ich werde mich dort nicht mehr aufhalten, das wird mir jetzt echt bald zu blöd.
Aber da bin ich ja froh, dass es mausefusses oft genau so geht und ich damit nicht alleine da stehe.
Manche sind schon enorm ignorant dort. Das wird ja immer schlimmer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 22:28 
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Links zum Tierplaneten oder zur Degupedia sind dort nicht erwünscht ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Do 8. Dez 2011, 22:49 
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Una hat geschrieben:
Aber da bin ich ja froh, dass es mausefusses oft genau so geht und ich damit nicht alleine da stehe.
Manche sind schon enorm ignorant dort. Das wird ja immer schlimmer.


Aber auch dort gibt es mittlerweile einige mit richtig guten Ansichten ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 01:03 
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Ich stolpere hier über´n paar Sachen - klärt mich ma bitte auf
Falko hat geschrieben:
Das weiß ich. ich sollte evtl. noch hinzufügen, wenn ich von Wiese spreche, meine ich Kräuter und Gräser samt Samenständen. [/b]

Kaninchen selektireren aber nur richtig, wenn sie natürliche Nahrung zur Verfügung haben, ansonsten wird das gefressen, was am besten schmeckt. Ein Kaninchen, das Wiese in ausreichender Vielfalt zur Verfügung hat, frisst im Normalfall kein gekauftes Frischfutter, also folgt für mich daraus, dass es freiwillig nicht gefressen werden würde. Also mache ich aus genau diesem Futter auch kein Hauptfuttermittel im Winter.

Und genau deshalb ist es ja notwendig im Winter mit "natrülichen Trockenkräutern" zu ergänzen und nicht mit künstlichen wie Basilikum, Oregano usw.


Gemüse im Winter ist doch eigentlich genauso "natürlich" wie Gräser und Samenstände? Was´n dadran falsch oder unnatürlich ?! Ich hab als Kind meherererere Winterferien auf´m Dorf verbracht und da haben die Wildkaninchen im Winter freiwillig Gemüse gefressen, zB Rosenkohl, Grünkohl direkt vom Feld. Das war zwar jetzt nicht für die Kanins gekauft und auch nicht für die gedacht aber sie haben es quasi selbst selektiert. Sollten die sich jeden ernährungstechnisch Winter geirrt haben?! Was spricht also dagegen ihnen das bei Haustierhaltung auch zu kaufen/anzubieten?

Was die Ergänzung mit "natürlichen Kräutern" und Heu betrifft magst du das ja als notwendig empfinden und schön wenns deine Kaninchen auch so sehen und fressen aber mich würde jetzt mal von den Kaninchenhaltern interessieren:
Wenn ihr euren Kaninchen getrocknete Brennnesseln, Löwenzahn, Rosenblüten uÄ anbiet UND frische "künstliche" Kräuter (ich sag lieber Küchenkräuter, für mich sind die nicht künstlich) wie Petersilie, Basilikum usw - was bevorzugen eure Kaninchen dann ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 07:14 
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Ziesel hat geschrieben:
Wenn ihr euren Kaninchen getrocknete Brennnesseln, Löwenzahn, Rosenblüten uÄ anbiet UND frische "künstliche" Kräuter (ich sag lieber Küchenkräuter, für mich sind die nicht künstlich) wie Petersilie, Basilikum usw - was bevorzugen eure Kaninchen dann ?


Der Witz ist, es hängt echt von der Tagesform ab. Manches fressen sie an einem Tag als gäbe es kein Morgen, und lassen es dann am nächsten links liegen. Oder sie knuspern nur noch ein wenig dran rum. Meine Kaninchen mögen getrocknetes schon gerne, aber bestimmt nicht ausschließlich... was mich wieder zur Vielfalt bringt: breites Angebot, dann können sie es sich raussuchen.

Kaninchen sind einfach die "besseren Menschen". Meine Kinder haben eine Zeitlang für die diese Joghurt-Drops gekauft (ich weiß, pfui, aber es war halt so), und nach ein paar Tagen wurden die nicht mehr gemocht. Fand ich beeindruckend, weil Kinder sind da anders... :hot:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 07:23 
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@Ziesel

Darauf wirst du keine Antwort bekommen, Falko ist mein Züchter, der sich hier nur mal informieren wollte, er wird sich aber hier nicht mehr melden.


Ich habe festgestellt, dass Trockenkräuter (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich) ziemlich den gleichen Stellenwert haben wie frische gekaufte Topfkräuter (z.B. Basilikum, Petersilie), auch habe ich festgestellt, dass frische Wiesenkräuter (z.B. Luzerne, Löwenzahn usw.) einen wesentlich höheren Stellenwert haben, als Trockenkräuter, die werden im Sommer komplett ignoriert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 09:01 
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Una hat geschrieben:
Das wäre sehr sinnvoll, wenn hierher verlinkt werden würde, evtl. interessieren sich dann doch ein paar dafür, es wird aber nur immer zu kaninchen-würden-wiese-kaufen oder kaninchenwiese.de verlinkt. Nur wer mag sich von denen solche umfangreichen Seiten durchlesen. Die stellen ein paar oberflächliche Fragen, bekommen ein paar oberflächliche Antworten und dann passt das für die und irgendwann wird festgestellt, dass das irgenwie eine schlechte Fütterung ist, weil hinten und vorne nichts hinhaut, das aber nur letztendlich daran liegt, weil soviel dabei falsch gemacht wird.


Das ist doch wieder der springende Punkt! Wie soll man jemandem etwas richtig näher bringen, wenn derjenige sich nicht mal gescheit informieren mag, sondern viel lieber ein unkompliziertes Patentrezept vorgekaut haben will, wo das Gehirn überhaupt nicht angestrengt werden muss!?
Egal in welchem Lebensbereich: SO funktioniert das wenigste richtig und dauerhaft!!
Und schriftlich, anonym über ein Forum ist sowas nochmal doppelt, dreifach schwieriger.
Wenn ein "erfahrener" User einen Beitrag schreibt mit viel Infos, Hintergrundwissen, Erklärungen und Links und diese alle nicht richtig oder gar nicht gelesen werden, isst es aus. Kannste nix machen! Das lernresistente Gegenüber kann man dann höchstens virtuell schütteln. :jaja:
Bringt ja aber nix!

Ich war lange Zeit in einem Forum angemeldet, wo die streng rationierte Fütterung in den Himmel gelobt wurde.
Auch ich habe meine Tiere (Meerschweinchen) streng rationiert gefüttert und war ein sehr beliebtes Mitglied in dem Forum.
Als ich anfing, MIR SELBER Gedanken zu machen, mich zu informieren, Internetseiten und andere Foren quer zu lesen, war ich plötzlich der Rebell, der nur Stress machen möchte und urplötzlich war ich gar nicht mehr so beliebt. :hehe:
So sind eben 99% aller Foren: Schwimmst du mit dem Strom ist alles super. Denkst du selber nach und möchtest eine andere Richtung ausprobieren, wirst du zum Teil schwer bekriegt!
Man könnte meinen, Selberdenker sind nicht die allerbeliebtesten Forenmitglieder. ;)

Fazit: Ja, die ad libitum Ernährung wird von vielen Haltern missverstanden und komplett falsch umgesetzt!
Und die Idioten sind dann die, die hinter dieser Ernährung stehen, aber alles richtig machen, weil sie ihr Hirn selber einschalten.
Und diese Selberdenker sind dann eh dreifach die Idioten, weil sie a) diese Ernährungsform vorgestellt haben, b) den anderen das Denken nicht abnehmen und keine Patentrezepte verteilen, c) gegen den Strom schwimmen.

Von der 100% Gruppe der rationiert fütternden Halter bröckeln immer nur ganz wenige (so ca. 3%) ab, die ad libitum interessant finden.
Und von den 3% setzen es dann vielleicht 20% um, von denen es wiederum 90% völlig missverstehen und teilweise falsch machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 09:37 
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weshalb läßt ihr nicht die kaninchen entscheiden? bei einer vielfältigen auswahl kommt der instinkt durch.
für mich ist die natur maßgebend. und da ist der tisch nicht immer gedeckt.

oben wurde erwähnt wildlebende fressen gemüse, grünkohl, karfiol - steht ja auch im winter noch am feld, blattsalat hat der frost bereits erledigt.

für mich ist es unlogisch eine halbe karotte, apfel anzubieten. bei den aktuellen temperaturen hält obst/gemüse im stall genausogut wie im kühlschrank. mir ist schon klar, abhängig ob wohnung/haus/stall/freigehege.

als meine kaninchen zu mir kamen haben sie alles gefressen, stroh, einstreu, klopellets.
empfehlung war: 1 apfel gespalten ohne gehäuse, 1 karotte, heu (futterten tgl. 3-4 heuraufen).
heut schaun sie kein heu mehr an, karotten gibts kiloweise, äpfel mehrere - je nach sonnen-/mondstand/wetter oder temperatur fressen sie das oder auch nicht.
ich tausch das nicht tgl., teilweise liegts im hasenhaus und was älter ist kommt vorn raus und bleibt dort. es sieht aus als obs auf den kompost gehört, doch die kaninchen futterns. in der natur sind die zwetschgen, äpfel, birnen im winter ja auch nicht mehr glänzend, glatt, knackig, frisch. im sommer ist großes umfangreiches angebot ein wärmeproblem, da sind wespen, fliegen, schimmel für mich ein grund, nicht unmengen anzubieten.
sie bedienen sich im garten, vorallem blumen. ich glaub das ist ihre hauptnahrung.

vor ca. 2 jahren hab ich mir aus dem "was gibts heut zu fressen-thread" einkaufslisten geschrieben und dachte, daß wäre das normale, richtige futter - ich war sehr, sehr froh um die listen - meine kaninchen meinten bei sehr vielen sachen > nichts für uns, mögen wir nicht. ich hab erfahrungen gesammelt. wurde hier im tp etwas mir neues bzw. unbekanntes angeboten hab ich's oft übernommen und auch ausprobiert, entschieden haben jedoch immer die kaninchen. von gemüse halten sie wenig, nur blumen und wiese schmecken.

da meine kaninchen nicht zwangsernährt werden, genügend abwechslungsreiches zur auswahl haben können sie selbst entscheiden was sie fressen was nicht.

das angebot unterscheidet sich bei den verschiedenen haltern allein schon von der haltung, ob stadt oder land, wohnung oder garten. doch in allen haltungsvarianten sollte genügend angeboten werden, dann holen sich die tiere was sie mögen bzw. brauchen bzw. vertragen.


in der natur wachsen unzählige pflanzen, nicht rund ums jahr, nicht überall - die tiere passen sich an bzw. ziehen weiter. das können die eingesperrten tiere nicht, auch nicht an der obst/gemüsetheke sich von sorte zu sorte durchfuttern, also liegt es am halter abwechslung ins angebot zu bringen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 09:42 
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Isa hat geschrieben:
So sind eben 99% aller Foren: Schwimmst du mit dem Strom ist alles super. Denkst du selber nach und möchtest eine andere Richtung ausprobieren, wirst du zum Teil schwer bekriegt!
Man könnte meinen, Selberdenker sind nicht die allerbeliebtesten Forenmitglieder. ;)

Fazit: Ja, die ad libitum Ernährung wird von vielen Haltern missverstanden und komplett falsch umgesetzt!
Und die Idioten sind dann die, die hinter dieser Ernährung stehen, aber alles richtig machen, weil sie ihr Hirn selber einschalten.
Und diese Selberdenker sind dann eh dreifach die Idioten, weil sie a) diese Ernährungsform vorgestellt haben, b) den anderen das Denken nicht abnehmen und keine Patentrezepte verteilen, c) gegen den Strom schwimmen.

Von der 100% Gruppe der rationiert fütternden Halter bröckeln immer nur ganz wenige (so ca. 3%) ab, die ad libitum interessant finden.
Und von den 3% setzen es dann vielleicht 20% um, von denen es wiederum 90% völlig missverstehen und teilweise falsch machen.


Davon kann ich auch ein Lied singen, bin ja deshalb sogar schon gesperrt worden. Aber nicht, weil ich die ad libitum-Fütterung vorstellen wollte oder selbst so füttere, sondern weil das dort falsch durchgeführt wurde und ich das dort versucht habe zu erklären, dass das, wenn das nicht richtig gemacht wird, kein ad lib ist, sondern eine falsche Überhäufung mit Gemüse, das dann teilweise nichtmal genügend strukturiert ist, sodass die Kaninchen dann Probleme bekamen. Der Teil, bei dem es keine Probleme gibt, die machen das auch richtig, aber die anderen verstehen das irgendwie nicht oder wollen es auch nicht verstehen, die beschweren sich dann nur darüber.
Das ist immer sehr schwierig.

@freigänger
Ich biete meinen Kaninchen deshalb nur rationiert Karotte und Apfel an (das habe ich von meinem Züchter übernommen), weil ich sie momentan nicht ad libitum ernähre und daher sollte meiner Meinung nach auch der Wurzelanteil nicht ad lib angeboten werden. Im Sommer fressen sie Karotte auch nur sehr selten.
Ich habe heute schon gesammelt,, was ich finden konnte, daher würden weitere Karotten jetzt auch liegenbleiben, weil sie ja noch zusätzlich im Garten unterwegs sind. Karotte und Apfel sind also nur ein Schmankerl zum Grünfutter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 09:54 
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Ich versuche meine Fütterung so gut wie möglich zu machen, kann und will aber im Winter nicht ad libitum füttern, weil das bei 2 Kaninchen fast nicht mit ausreichendem Futterangebot möglich ist. Ich hätte mind. 10 verschiedene Sorten hier und die würden wochenlang ausreichen, wenn ich mal davon ausgehe, dass ich pro Tag ca. 300-600g pro Kaninchen brauche. Nach 2 Wochen ist auch das beste Zeug hinüber, wenn man keinen ausreichend großen Kühlschran hat und selbst da halten manche Sachen höchstens 1 Woche.
Das ist eines meiner Probleme die ich habe. Und ich kann mich nicht damit anfreunen, das Zeug dann ewig zu verschenken.
Ich sammle auch jetzt noch tgl. an verschiedenen Stelle, das angebotene Grünzeug reicht von morgens bis abends, da sie im Garten ja auch noch fressen können. Für nachts gibt es dann eben Karotte, (Apfel), diverse Blattgemüse, die aber dann meistens liegenbleiben, sodass ich diese Sachen (außer Karotte, Apfel) morgens dann entsorge, weil es ihnen anscheinend nicht schmeckt. Dafür haben sie vermehrt Heu gefressen.
Mir macht das auch keinen großen Spaß, bei -5 Grad mit Handschuhen auf der eingefrorenen Wiese zu stehen und mich 1000x zu bücken, nur damit ich einen Eimer voll ergattern kann, dann lasse ich das Zeug zuhause etwas abtauen, bevor ich es verfüttere, aber ich mache es, weil ich sehe, dass meine Kaninchen das wesentlich lieber fressen, als das angebotene Blattgemüse. Ich fahre in den Wald und besorge verschiedene Nadelbaumäste, ich erbettle mir Baumschnitt bei den Nachbarn usw. usw.. Und so "fretten" wir uns den Winter durch bis zum Frühjahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 10:15 
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Ich hab das Gefühl, manchmal wird das alles zu verkampft und eng gesehen. Ich hab noch nie Futter gewogen und ich habe nicht jeden Tag 10 Sorten, sondern vllt 10 Sorten über die Woche verteilt. Vieles was im Winter gut für Kaninchen ist lässt sich spätestens im Keller wirklich lange lagern (Äpfel und Hartgemüse), aber ich bin eh jemand der jeden Tag einkaufen geht und nicht großartig lagert. Ich hab auch noch nie einzelne Komponente abgezählt. An dem einen Tag gibts mal 3 Äpfel, am nächsten nur einen, im Sommer fressen sie 3 ganze Gurken am Tag, im Winter gar keine. Ich schau einfach was sie gerade bevorzugt fressen und davon gibts etwas mehr, der Rest wird etwas weniger angeboten. So eine Packung Möhren wird im ganzen reingeworfen (wieviele mögen da drin sein? so 10, 15 Stück?) und da liegt nach 4-5 Tagen dann immer noch was drin, erst wenn sie sich dem Ende zuneigen werden neue Möhren reingekippt. Salate geb ich seit Ewigkeiten im Ganzen dazu, einzelne Blätter abzählen? Na soweit kommts noch O_o.
Ich hab auch keinen 24 Stunden Rhythmus. Manches wird täglich mehrmals, anderes wöchentlich aufgefüllt. Sie kriegen täglich mehrmals ganze Salatköpfe, Hartgemüse braucht immer ein bisschen länger bis es aufgebraucht ist, also wird da auch nur alle paar Tage nachgekippt. Wenn nicht jeden Tag Brokkoli dabei ist ist das kein Weltuntergang - die Wildkaninchen haben auch nicht jeden Tag Brokkoli sondern vllt nur einmal die Woche wenn sie zufällig an nem Feld vorbei kommen.

Dazu liegt an anderer Stelle immer irgendwas trockenes. Trockenkräuter und Sämerein. Manches liegt viele Tage, anderes wird sofort vertilgt so dass man mehrmals täglich nachkippen kann. Heu gibts immer und liegt, sofern die Pisser es nicht vollpissen, solange bis es sich dem Ende zuneigt und aufgefüllt wird. Das ist so 2x die Woche.

Ich richte mich da ganz nach meinen Tieren - es sind ihre Instinkte und sie sagen mir was sie brauchen und wie häufig und wieviel. Und ich denke das würde ganz vielen Haltern gut tun: einfach auf die Instinkte ihrer Tiere vertrauen und ihnen "zuhören". Die Tiere wissen am Besten was für sie gut ist. Macht euch nicht so viele Gedanken - das stresst doch nur und wir wollen doch alle Freude an unseren Tieren haben und keinen Stress... Macht euch ein bisschen locker, alles halb so schlimm, halb so teuer und halb so stressig wie es auf den ersten Blick aussieht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 10:36 
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Una hat geschrieben:
Bei genauerem Nachfragen erklären mir dann viele, dass sie tgl. z.B. für 2 Kaninchen 5 Karotten, 1 Salatgurke, 3 Tomaten, 1/2 Sellerieknolle, 2 Blätter Salat, 2 Blätter Kohl, 3 Stengel Tropfkräuter, 1 Bund Möhrengrün und 2 EL Wellensittichfutter geben. Heu wird nicht gefressen, Wasser wird auch nicht getrunken. (ist ja normal bei dieser Frischfuttermenge).
Das reicht dann für 24 Std und von den Möhren und den Tomaten liegt auch immer noch ein Rest da bei der nächsten Fütterung. Also ist das in deren Augen ad libitum, weil ja was übrig bleibt.

Das ist zwar nicht direkt ad libitum aber in meinen Augen keine so schlechte Ernährung! Für ein Kaninchen was sonst z.B. nur Karotten bekommen hat ist das durchaus eine Bereicherung.
Und ich denke nicht das so eine Fütterung Hefen verursacht.

Zitat:
@mausefusses
du weißt doch auch, was da in anderen Foren oft für eine beschissene Futtrzusammenstellung gefüttert wird, aber die Leute denken, sie füttern ad libitum. Nur das kommst du und auch Viola und noch andere ja gar nicht mehr hinterher, das jedem genau zu erklären

Ich will es gar nicht jedem genau erklären, dafür gibt es doch die HP´s . Wer nicht lesen will dem kann ich nicht helfen. Ich erwarte das diese Leute den Inhalt der HP´s lesen, dann haben wir eine Basis auf der wir reden können.
Ich bringe aber doch nicht einem erwachsenen menschen das laufen bei.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 10:47 
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mausefusses hat geschrieben:
1.Das ist zwar nicht direkt ad libitum aber in meinen Augen keine so schlechte Ernährung! Für ein Kaninchen was sonst z.B. nur Karotten bekommen hat ist das durchaus eine Bereicherung.
Und ich denke nicht das so eine Fütterung Hefen verursacht.

2.Ich bringe aber doch nicht einem erwachsenen menschen das laufen bei.


1. Ich habe festgestellt, dass bei vielen Kaninchen diese Art der Fütterung nicht funktioniert, auch wenn sie wesentlich besser ist als nur Karotten, das bestreite ich ja gar nicht.
Das Problem ist einfach, dass es falsch gemacht wird. Mir ist aufgefallen, dass oftmals genau diese Kaninchen Hefen haben oder Matschkot, die überwiegend mit Knollengemüse gefüttert werden und nur wenig Blättriges bekommen, auch wenn die Leute meinen, die Fütterung passt und ist ad lib. Daraus habe ich gefolgert, dass diese übermäßige Hefenbildung von der vielen Stärke in den Wurzelgemüsen kommen muss. Ich habe ja zu ein paar Usern dort PN-Kontakt, habe mit ihnen die Fütterung verbessert (nicht auf ad lib, aber erstmal weg von den vielen Knollen) und die Probleme wurden besser. Ob diese Leute dann auf ad lib mit viel Blättrigem erweitern wollen, das ist ihnen überlassen, aber die müssen erstmal einsehen, dass das Hauptaugenmerk der Frischfütterung auf Grünfutter liegt und nicht auf Knollen- bzw. Weichgemüse.

Ich lasse mich aber gerne aufklären, wenn ich da falsch gewickelt bin.


2. das trifft`s genau :yeah:


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 11:12 
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@Una
Ich sehe das Problem dann aber eher in der Auswahl der Futtermittel und nicht in der Menge.

Wenn ich einem Kaninchen z.B. nur Karotte, Kräuter und Kohl hinlege, alle 3 Sachen in einer Menge das es immer wählen kann wird das Tier vermutlich vor allem Kräuter und vielleicht Kohl fressen.

Worin besteht dann der Vorteil wenn ich es rationiere und dem Tier nur 1 Karotte, 1 Bund Kräuter und 3 Blätter Kohl gebe? Das Tier wird dann das gesamte Frischfutter auffuttern ehe es dann traurig zu Heu schlendert....
Ich verstehe das einfach nicht.

Ich kann die Krankheitsentwicklung nicht mit Dir teilen, meinen Beobachtungen nach ist es mit Zahnspitzen und Hefen vor allem bei Leuten die rationiert und gepressten Kram füttern, aber weil die Pellets kein Getreide enthalten sind sie ja gesund....
Hefen haben vor allem Tiere die auch Zahnprobleme haben und die haben sie weil sie nie Wiese kriegen.....
Ich habe auch nicht den Eindruck das sich die Krankheitsbilder groß verändert haben im Gegensatz zu vor 3 Jahren.
Wenn denn habe ich häufiger mal von Leuten gelesen die durch das Bereitstellen von Wiese bzw. Grünfutter ad libitum Hefen und auch Zahnspitzen losgeworden sind.

Ich kenne mich jetzt nicht so genau im Detail mit der Kaninchenverdauung aus aber ich meine das z.B. Apfel selbst bei Hefen kein Problem ist weil Kaninchen den anders verdauen als wir Menschen, da mag Murx vielleicht nochmal was zu sagen?!

Wenn ich neue Tiere übernehme haben diese meist Hefen, ich vermute von Trockenfutter .
Ich behandel diese Hefen überhaupt gar nicht mit irgendwas, ich fütter die Tiere nur so wie ich eben fütter und 2 Wochen später sind die Proben dann immer o.B.
Ich gebe ganz normal auch Äpfel, Karotten und Knollensellerie weiter wie sonst auch und trotzdem sterben die Hefen obwohl die Stärke sie ja sngeblich ernährt.

Murx, kannst Du das erklären ?
Ich lese Deine Beiträge übrigens auch immer sehr genau.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 11:54 
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Hefen sind grundsätzlich immer ein Sekundärproblem!
Meine TÄ z.B. untersucht Kot grundsätzlich nie auf Hefen. Wozu auch, wenn diese durch Behandlung der Hauptursache automatisch verschwinden / wieder in ein normales Mengenmaß reduziert werden!!

EDIT:
Feli hat geschrieben:
Ich hab noch nie Futter gewogen und ich habe nicht jeden Tag 10 Sorten, sondern vllt 10 Sorten über die Woche verteilt.


Wobei mir persönlich das an Auswahl zu wenig wäre! Meine Meerschweinchen bekommen täglich mindestens 15 verschiedene Sorten Gemüse + zwischen 3 - 5 verschiedene Küchenkräuter + 2-3 Sorten Obst + getrocknete Kräuter.
Im Sommer dann zusätzlich dann noch Geäst, Gräser, Wildkräuter.
Nur dann habe ich das Gefühl, sie können anhand mehrerer Sorten rund um die Uhr selbst selektieren und kleine "Wehwehchen" selbst kurieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:31 
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Feli hat geschrieben:
Ich hab noch nie Futter gewogen und ich habe nicht jeden Tag 10 Sorten, sondern vllt 10 Sorten über die Woche verteilt.


Und das ist genau so ein Satz, wo ich mir dann nicht sicher bin, ob das dann noch eine richtige ad libitum Fütterung im vorgesehenen Sinn ist. Auch wenn auf diese Art trotzdem diese wenigeren Sorten ganztags zur Verfügung stehen.
Die Kaninchen können dann zwar auch selektieren, aber doch nicht mehr aus verschiedenen Sachen, die evtl. benötigt werden würden, wenn nur eine geringe Auswahl zur Verfügung steht.

Oder kann man ad lib auch mit wenigen Sorten füttern, ohne dass die Kaninchen dann unausgewogen ernährt werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:38 
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Aber Una...du ernährst doch noch wesentlich "radikaler"...
Karotte, Apfel, Müsli, Heu...das ist NULL Auswahl...da du der Meinung bist du deckst jeglichen Bedarf über das Alleinfutter...

Heu ad libitum heißt dauerhaft zu Verfügung, aber die Vielfalt gibts da auch nicht.

Ad libitum ist in vielerlei Hinsicht interpretierbar...
bei mir gibts auch nur 4-5 Sorten Gemüse + Obst (IM WINTER)...dafür aber noch Laub (verschiedene Blätter/Äste) Rinde, Wurzeln und was es sonst noch so auf "natürlichem" Weg zu finden gibt in der Jahreszeit.

Gestern hast du noch beanstandet das jemand von jedem etwas in geringerer Menge anbot und somit zu Krankheiten kommen konnte.

Es ist schwer dir zu folgen :hehe:!?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:43 
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mausefusses hat geschrieben:
@Una
Ich sehe das Problem dann aber eher in der Auswahl der Futtermittel und nicht in der Menge.


Ich sehe das Problem genauso an der Auswahl und nicht an der Menge.

mausefusses hat geschrieben:
Wenn ich einem Kaninchen z.B. nur Karotte, Kräuter und Kohl hinlege, alle 3 Sachen in einer Menge das es immer wählen kann wird das Tier vermutlich vor allem Kräuter und vielleicht Kohl fressen.


Das sehe ich auch so, aber ich denke, dass das auf Dauer auch nicht gesund sein kann, wenn diese Eintönigkeit dann auch noch in so großer Menge gefüttert wird.

mausefusses hat geschrieben:
Worin besteht dann der Vorteil wenn ich es rationiere und dem Tier nur 1 Karotte, 1 Bund Kräuter und 3 Blätter Kohl gebe? Das Tier wird dann das gesamte Frischfutter auffuttern ehe es dann traurig zu Heu schlendert....
Ich verstehe das einfach nicht.


Ich versuche es zu erklären. Ich sehe darin, wie du das schreibst, auch keinen Vorteil, ich sehe nur einen Vorteil, wenn ich jemandem erkläre, dass er statt ad libitum mit total viel knolligem Gemüse und sehr wenig blättrigem Zeug, lieber das Knollige rationieren sollte und das blättrige erhöhen sollte, dass dann die Kaninchen damit besser klarkommen, auch auf die Gefahr hin, dass die Kaninchen zwischendurch mal Heu fressen müssen. Das ist in meinen Augen auf jeden Fall besser, als falsch ad lib mit Gemüse zu füttern oder streng rationiert. So jemandem auch noch zu erklären, dass er Äste, Trockenkräuter, Samen , Blätter usw. anbieten sollte und das dann auch noch so zu schildern, dass das Hand und Fuß hat, das übersteigt meine Fähigkeiten, das gebe ich offen zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:45 
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Nunja, das war auch nur grob geschätzt. Hab nie gezählt auf wieviele Sorten ich pro Woche komme. Mir ist dieses ganze Zählen und Wiegen zuwider (auch ganz privat, war nie ein Kalorienzähler). Und unter Kohl zähle ich alles was auf -kohl endet, das zählt bei mir dann als eine Sorte ;). Fürs Prestige machts natürlich mehr her wenn ich statt Kohl als eine Sorte zu benennen, 10 verschiedene Kohlsorten benenne. Klingt besser, kommt aber am Ende aufs gleiche hinaus ;). So gesehen komme ich in der Woche schon allein auf 5 verschiedene Salatsorten. Dazu gut 5 verschiedene Kohlsorten, dazu noch verschiedenstes Knollen- und Wurzelzeugs... whatever.

Ich glaube einfach, dass ein Wildkaninchen auch nicht 15 verschiedene Sorten Gemüse + zwischen 3 - 5 verschiedene Küchenkräuter + 2-3 Sorten Obst + getrocknete Kräuter täglich zur Verfügung hat. Schon gar nicht im Winter. Ich bin überzeugt davon, dass meine schon mehr Auswahl im Winter haben als ein Wildkaninchen. Und meine Auswahl richtet sich nach dem, was meine Kaninchen wollen. Wenn sie die Tage viele Karotten wollen, kriegen sie (ua.) viele Karotten. Wollen sie nächste Woche lieber viel Fenchel und lassen die Karotten liegen, kriegen sie nächste Woche weniger Karotten dafür mehr Fenchel. Salat wollen sie immer in Massen, also kriegen sie immer in Massen Salat. Ich hör ihnen einfach zu und setz ihnen nicht einfach von allem mal viel vor. Das find ich nicht effizient ;). Das einzige worauf ich achte ist, dass es heimische Gemüsesorten sind. Ich setze ihnen nicht, um extra super viel Abwechslung zu bieten, irgendwas vor was in Holland im Gewächshhaus gezüchtet wurde. Das find ich dann wieder unnatürlich. Dh. an Obst gibt es im Winter hauptsächlich Äpfel, weil es das Obst ist was hierzulande über den Winter lagerbar ist und von dem ich denke, dass auch Wildkaninchen sie noch fressen, wenn sie in irgendein Lager eindringen oder Fallobst unter einer Schneedecke finden.

Aber gut, wenn es hier ums Wording geht: Ich betreibe kein ad lib, sondern eine Fütterung nach Gefühl und Instinkt. Eine FGI! Man möge diese Wortschöpfung verbreiten gehen :D


Zuletzt geändert von Feli am Fr 9. Dez 2011, 12:50, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 12:46 
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lapin hat geschrieben:
Aber Una...du ernährst doch noch wesentlich "radikaler"...
Karotte, Apfel, Müsli, Heu...das ist NULL Auswahl...da du der Meinung bist du deckst jeglichen Bedarf über das Alleinfutter...



Habe ich das hier noch nirgends geschrieben, wie ich füttere? In dem Thread, was gibts heute, habe ich meine Fütterung sehr genau geschildert heute morgen.
Ich denke, dass sie nicht so schlecht ist, wie von euch momentan angenommen.
Das Trockenfutter biete ich als Ergänzung an, da ich mir nicht sicher bin, ob sie mit meiner Futterauswahl ausreichend versorgt sind. Manchmal wird es gefressen, manchmal nicht, das kommt immer darauf an, was ich an Futter zu bieten habe.
Magst du dir in dem anderen Thread meinen Beitrag mal durchlesen, dann können wir hier besser weiterdiskutieren?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 13:06 
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Feli hat geschrieben:
Ich glaube einfach, dass ein Wildkaninchen auch nicht 15 verschiedene Sorten Gemüse + zwischen 3 - 5 verschiedene Küchenkräuter + 2-3 Sorten Obst + getrocknete Kräuter täglich zur Verfügung hat. Schon gar nicht im Winter.


Nein, ein Wildkaninchen hat i.d.R. keine Tomaten, Bananen, whatever. :hehe:
Aber es hat mehrere 100e verschiedene Wildkräuter, Geäst, Wurzeln, Knollen, Blüten, Samenstände, ....
Im Vergleich zur Natur ist meine Aufzählung an gekauftem Frischfutter, die du so schön zitiert hast, Pipifax!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 13:20 
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Falko hat geschrieben:
Mich Nur wurde dann plötzlich aus der Fütterung von Herrn R. (Wiese/Gras/Kräuter/Blätter/Blüten, siehe seine HP) eine ad libitum Fütterung mit Gemüse gemacht.
Wer hat denn das so abgeändert und dann überall verbreitet?

Ich bin von dieser Fütterung überhaupt nicht überzeugt, denn anscheinend gibt es doch viele Probleme damit. Sei es der finanzielle Aspekt, sei es die richtige Futtermittelauswahl usw. usw.
Mich hätte das halt interessiert, wer das "erfunden" hat mit dem Gemüse, das ja Herr Rühle SO nicht empfiehlt, der empfiehlt nur ad libitum mit natürlicher Nahrung, nicht aber mit Gemüse und Samenmischungen. Kann mich da bitte jemand aufklären, wer da aus Wiese Gemüse gemacht hat (zumindest für den Winter)?


Mir ist latte ob Herr Rühle das so empfohlen hat oder Falco davon überzeugt ist. Für mich fressen wie erwähnt die "freien" Kanins im Winter eben auch Gemüse und Samen und Samen wenn sie können, also wird sich hier mit der Fütterung von Gemüse genauso an der Natur orientiert ..ob ich nun den Grünkohl auf´m Feld pflück oder im Supermarkt sammel, ob mein Kaninchen nun noch irgendwo Gräser mit Samenständen im Garten auffindet oder ich sie meinem Kanin shoppe.
Haustierhaltung ist nicht "natürlich" und auch wenn man sich noch so sehr bemüht, wird man nie auf 100% natürliche Haltung und Ernährung kommen und auch nicht wollen! Wer verzichtet auf Zäune oder darauf zum Ta zu gehen, Nachtunterkünfte zur verfügung zu stellen, hat Kaninchenpaare-bzw Gruppen die natürlich zusammenfanden oder will und kann schon wirklich zu 100% aus der Natur ernähren (bei 2m Schnee)? Nicht mal Falco erscheint das erstrebenswert, selbst er gibt im Winter ´n Müsli, Heu, ein Scheibchen Apfel und ´n Möhrchen dazu. Jetzt frag ich mich gerade, ob das wirklich die bessere Alternative ist, besonders wenn seine Kaninchen im zugeschneiten Garten nicht selbst groß irgendwas wegfinden können und bei dem Angebot nu echt weder Menge noch wirklich Auswahl haben?! Für mich definitiv nicht, zumal ja hier die richtige Futtermittelauswahl bei dem ad lib "angeprochen wurde". Welche Wahl haben denn Falcos Kaninchen?
Eine Haltung mit Gartenfreilauf praktizieren nun auch nicht alle Halter, was für mich bedeutet, dass die Kaninchen eh aus dem wählen müssen, was der Halter sammelt oder kauft. Darum denke ich je mehr Auswahl an Futtermitteln die Kaninchen bekommen, je höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass alles was Kanin braucht/will auch dabei ist. Man sieht ja, was gefuttert wird und was nicht und kann schon drauf eingehen wenn man eben wirklich Blättriges, Knolliges, Kräuteriges und versch. Sämereien anbietet ..

Schränken wir die Auswahl, die ein Kaninchen im Sommer hätte eben "unnatürlich" ein, weil wir sammeln was wir finden und kennen, bereicheren wir im Winter eben das natürliche Angebot durch das was die Supermärkte bieten weil wir wollen, dass unsere Tiere gut und gesund übern Winter kommen sollen...was ist verkehrt an buntem Wasser mit natürlichen Vitaminen?

Was die Krankheiten anbetrifft>> sind in der Natur, bei also ausschliesslich natürlicher Fütterung, nie Kaninchen krank?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 13:29 
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Seh ich auch so. Tiere in Heimtierhaltung sind IMMER und in JEDEM Aspekt der Gunst des Menschen ausgeliefert.
Da ist es wurscht, ob wir uns über Ernährung, Haltung + Vergesellschaftung oder Krankheiten unterhalten.
Und wenn man den Kaninchen dann bei der Ernährung mehr Menge PLUS Auswahl anbietet, wovon sie FREI wählen können ob sie jetzt, um 13:30 Uhr denn nun lieber die Petersilie, den Grünkohl oder den Apfel essen mögen, überlässt man ihnen ein klein wenig mehr Entscheidungsfreiheit. ;)
"Schlecht" ist anders, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Ad Libitum erfunden?
BeitragVerfasst: Fr 9. Dez 2011, 14:12 
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Zitat:
Mir ist latte ob Herr Rühle das so empfohlen hat oder Falco davon überzeugt ist. Für mich fressen wie erwähnt die "freien" Kanins im Winter eben auch Gemüse und Samen und Samen wenn sie können, also wird sich hier mit der Fütterung von Gemüse genauso an der Natur orientiert ..ob ich nun den Grünkohl auf´m Feld pflück oder im Supermarkt sammel, ob mein Kaninchen nun noch irgendwo Gräser mit Samenständen im Garten auffindet oder ich sie meinem Kanin shoppe.

Seh ich auch so!

Zitat:
ich sehe nur einen Vorteil, wenn ich jemandem erkläre, dass er statt ad libitum mit total viel knolligem Gemüse und sehr wenig blättrigem Zeug, lieber das Knollige rationieren sollte und das blättrige erhöhen sollte, dass dann die Kaninchen damit besser klarkommen, auch auf die Gefahr hin, dass die Kaninchen zwischendurch mal Heu fressen müssen.

Ok, ich schnall es trotzdem nicht.
Wo ist jetzt der Vorteil wenn die Tiere dann Heu fressen anstatt ein Kohlblatt? Warum kann nicht die Menge aller Futtermittel soweit erhöht werden das immmer gewählt werden kann aus Karotte oder Kohlblatt oder Heu?? Wo wäre da der Nachteil?


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