Erstens kann ich voll bestätigen ... sobald die Häsinnen auch nur halbwegs fit sind, verbeißen sie die Rammler nicht mehr und es gibt Junge. Das hört erst im Spätherbst auf, wo sich die Kanin auf die Mangelzeit Winter vorbereiten. Die rangniederen Häsinnen kommen dabei auf zwei bis drei Würfe im Jahr, die ranghohen Häsinnen auf vier bis fünf Würfe und bei extrem guten Bedingungen (also ganz, ganz selten in freier Natur) schonmal auf sechs bis sieben Würfe im Jahr.
Zweitens ist so eine Sache für sich ... ich finde, den Kastraten fehlt das Feuer in den Augen, sie sind ruhiger, nicht mehr so temperamentvoll, irgendwie gemütlich ... wenn man das als Frust auslegt, würd ich auch das mit ja beantworten - aber ist es wirklich Frust, wenn das Temperament fehlt und das Tier ruhiger ist?
Oder sinds einfach nur der fehlende Drang, einen auf Macho machen zu müssen?
Ich denke da an uns Menschen ... Eunuchen sind auch ruhiger, haben weniger Feuer in den Augen und lassen sich lang nicht so schnell reizen, wie potente Männer - aber es gibt Männer, die sich teils illegal kastrieren lassen, um eben diese Ruhe zu haben und nicht ständig unter Strom zu stehen, insbesondere in Indien und angrenzenden Staaten.
Wie es nun bei Kaninchen ist, die nun weitaus mehr auf Fortpflanzungserfolg ausgelegt sind, wie wir Menschen?
Das kann vermutlich niemand beantworten ...
Potente Rammler, die nicht dürfen, stumpfen jedoch ab. Das hat dann nix mehr mit der Ruhe der Kastraten zu tun. Denen sieht man dann an, daß ihnen tatsächlich was fehlt ... vielleicht meinen sie auch das ...
Allerdings reichen hier ja zwei bis drei kastrierte Häsinnen ...