Ja, ich! Ist aber schon was her, ich glaub 2008 wars, als meine Katze so krank war ...
Ich fands recht gut, würde auch jedem, der nicht unkritisch alles hinnehmen will, was einem die Werbung erzählt

, empfehlen, es mal zu lesen. Das Hauptaugenmerk liegt halt auf Hund und Katze, aber ich denke, dass sich vieles auch auf Nager übertragen lässt (zum Beispiel die Verbindungen Futterhersteller - Tierärzte, siehe CC etc.).
Ich hab in dem Bücherforum, in dem ich angemeldet bin, mal einen Beitrag dazu geschrieben, ich bin mal so frei und kopiere den hier rein
"Ich habe mir das Buch vor kurzem gekauft, nachdem ich angefangen habe, mich etwas intensiver mit der Ernährung meiner Katze auseinanderzusetzen. Natürlich weiß man, dass in den Dosen keine „Hühnchen-Terrine a la Provence“ und auch keine „Thunfisch-Paté“ enthalten sind, trotzdem war es sehr interessant und zum Teil auch wirklich erschreckend, was im Einzelnen in das „leckere“ Fressen für die geliebten Haustiere gemengt wird und welche Krankheiten daraus resultieren können. Grimm zeigt in diesem Zusammenhang auch auf, wie das Marketing der Tierfutterindustrie funktioniert, das natürlich auf die Besitzer zugeschnitten ist. Darüber hinaus beschäftigt er sich auch relativ umfangreich mit den Futtermitteln für Nutztiere und die möglichen Auswirkungen nicht nur auf deren Gesundheit, sondern auch auf unsere.
Ich persönlich fand besonders aufschlussreich die Zusammenhänge und Verbindungen zwischen Tierfutterindustrie auf der einen und Tierärzten und Veterinär-Ernährungswissenschaftlern auf der anderen Seite. Da werden Schulungen, Tagungen, Bibliotheken und Lehrstühle an Universitäten, Praxiseinrichtungen gesponsert, dass man am Ende eigentlich davon ausgehen muss, dass man offenbar niemandem vertrauen kann, wenn es um die Frage geht, was das gesündeste Futter fürs Haustier ist.
Das bringt mich auch zur Kritik: Stellenweise neigt Grimm dazu, etwas polemisch zu werden oder einzelne Thesen mit eher schwammigen Argumenten zu stützen. An manchen Punkten hätte ich deshalb auch gerne mehr Hintergrundinformationen gehabt. Es gibt zwar am Ende ein Literaturverzeichnis, aber das ist leider nicht nach einzelnen Schwerpunkten oder den jeweiligen Kapiteln sortiert, was ein gezieltes Weiterlesen erschwert.
Geschrieben ist das Ganze unterhaltsam und leicht verständlich. Es lässt sich recht schnell lesen und muss auch nicht zwingend Kapitel für Kapitel gelesen werden, sondern man kann sich durchaus die für einen selbst interessanteren Themen rauspicken. Es gibt auf jeden Fall den ein oder anderen Denkanstoß und interessante Zusammenhänge, deshalb von mir trotz der Kritik noch vier Sterne."