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Giftige Pflanzen die hier aufgeführt oder vorgestellt werden, stellen für Tiere die Ad Libitum ernährt werden selten eine Gefahr dar, da sie in der Lage sind zu selektieren und daher immer wissen, was fressbar und genießbar ist und was nicht.

Wie in allen Fällen auch, ist jedes Tier individuell zu betrachten und man sollte neue Pflanzen IMMER langsam anfüttern.
Jedes Tier kann unterschiedliche Dinge auch unterschiedlich vertragen.

Die User sprechen von eigenen Erfahrungen, es liegt an Euch, Eure zu sammeln.



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 Betreff des Beitrags: Ernährungsumstellung
BeitragVerfasst: So 25. Jan 2009, 13:29 
Gast
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Diesem Thema sollte man große Beachtung schenken, wenn man seine Tiere auf eine Pellet freie Ernährung umstellen möchte.

Der Verdauungsapparat ist für die Verdauung von Pflanzenfasern, also strukturierter Rohfaser ausgelegt, welches bei der Gabe von Pellets nicht gegeben ist. Pellets bestehen aus feinsten zermahlenen Bestandteilen und benötigen eine viel längere Passierdauer durch den Darm. Somit ist auch die Aufnahme von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen verändert, an die sich die Tiere bei einer komplett Pellet freien Ernährung erst einmal gewöhnen müssen. Tiere mit einem "gestörten Darmmilieu" können durchaus sehr empfindlich auf eine Futterumstellung reagieren. Dies äußert sich dann mit Durchfall, Koliken usw.

Dies wird, bei der Gabe neuer Futterkomponenten, oft nicht berücksichtigt. Eine Ernährungsumstellung kann man, unter Berücksichtigung der vorherigen Fütterungsart, auf verschiedene Art und Weise vornehmen. Wichtig dabei ist immer genug Heu und eine große Auswahl an verschiedenen Kräutern anzubieten.

Eine große Auswahl an verschiedenen Kräutern ist wichtig, damit das Chinchilla wieder lernt zu selektieren und der Nährstoff und Vitaminbedarf der Tiere gedeckt ist.

    1. Möglichkeit:

    Diese Möglichkeit sollte man in Betracht ziehen wenn die Tiere ausschließlich von PHW ernährt wurden. Neben der gewohnten Ration Pellets wird eine extra Portion mit getrockneten Kräutern angeboten. Je größer die Auswahl um so besser. Hier heißt es nun schauen wie die Tiere damit klar kommen und wie sich die Verdauung verhält. Sollte es keinerlei Probleme geben kann dann eine geringen Menge Frischfutter (nicht zu viel verschiedenes) gegeben werden, die dann mehr und mehr gesteigert werden kann. Wird dies von den Tieren vertragen kann begonnen werden die Pellets zu reduzieren, bis sie dann ganz weggelassen werden können, sofern sie von den Tieren nicht schon vorher liegen gelassen werden.


    2. Möglichkeit:

    Diese Möglichkeit ist von Vorteil, wenn die Tiere neben PHW auch getrocknete Kräuter bekommen haben. Neben der gewohnten Ration Pellets wird eine extra Portion mit getrockneten Kräutern angeboten. Zusätzlich kann mit der Gabe von wenig Frischfutter begonnen werden, damit sich die Verdauung auch langsam an Frisches gewöhnen kann. Es kann den Tieren jeden Tag eine geringe Menge Frischfutter angeboten werden, um zu schauen wie jedes einzelne Tier auf Frischfutter reagiert. Auch hier kann man bei Verträglichkeit beginnen die Ration an Pellets zu minimieren.


    3. Möglichkeit:

    Wenn die Tiere, trotz der Fütterung von Pellets, an Kräuter und Frischfutter gewöhnt sind kann man auch die Pellets ganz weglassen. Wichtig hierbei ist eine große Auswahl an verschiedenen getrockneten Kräutern und Frischfutter um den Nährstoff,- und Vitaminbedarf der Tiere zu decken. Zusätzlich kann eine geringe Menge an ausgesuchten Sämereien gereicht werden, die zum größten Teil aus Mehlsaaten bestehen sollte.

    Wichtig:

    Bei den Sämereien ist es wichtig wirklich langsam mit der Gabe zu beginnen, da die Chinchilla auf einige Sorten, wie zB Hafer und Hanfsaat, mit Unverträglichkeiten reagieren. Doch nicht jedes Tier reagiert auf jede Sämerei gleich. Darum sollten hier die folgenden Punkte beachtet werden.

      Nur mit einer Mehlsaat beginnen (zB. Buchweizen). Diese Saat sollte über eine Woche lang gegeben werden. Dabei genau das Verhalten und das Wohlbefinden der Tiere beobachten. Gibt es keine Auffälligkeiten, so kann mit der Gabe der nächsten Saat begonnen werden.

      Diese dann wieder eine Woche füttern und beobachten. Treten keine Auffälligkeiten auf, kann so wöchentlich eine neue Sorte zur Mischung hinzugefügt werden.

© chinchillaernährung.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Ernährungsumstellung
BeitragVerfasst: Mi 26. Mai 2010, 09:51 
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Wenn das Chinchilla als Hauptfutter Fertigfutter bekommen hat (Pellets oder Mischfutter mit Extrudaten) und man nun auf fertigfutterfrei umstellen möchte, hat sich bei mir folgendes Vorgehen und folgende Reihenfolge der neu eingeführten Futtermittel bewährt:

Das gewohnte Futter wird den Chinchillas weiterhin angeboten. Zusätzlich beginnt man nach und nach Neues anzufüttern.

Dabei hat sich folgende Reihenfolge als schonend erwiesen:


1) getrocknete Kräuter, Blätter, Blüten, Rinde, Zweige

- kann man recht schnell - bald auch ad libitum - einführen und nicht notwendigerweise Sorte für Sorte, sondern gleich als Mischung - bestehend z.B. aus fünf Kräutern - die kontinuierlich weiterweitert wird



2) frischer Apfel, Kräuter, Blüten, Zweige (Golliwoog, Löwenzahn samt Blüte, Wegeriche, Lattiche, Disteln, Basilikum, etc.)

- Sorte für Sorte; Menge nach und nach steigern



3) Obt und Gemüse (hier blähende Dinge wie Klee oder Kohl erst am Ende; als Einstieg sind z.B. Banane, Salat (z.B. Chikoree) oder Möhre gut geeignet)

- Sorte für Sorte; Menge nach und nach steigern



4) Sämereien

- langsam und Sorte für Sorte (beginnen kann man z.B. mit Leinsamen); spätere Menge hängt von generellem Fressverhalten der Tiere ab



Entweder fressen die Tiere mit der Zeit das Fertigfutter von selber nicht mehr oder man verzichtet bewusst drauf (wenn man als Halter von Pellets/ Mischfutter ganz weg möchte), sobald die Tiere ad libitum ernährt werden und sich das Fressverhalten stabilisiert hat.

Näheres zur "naturnahen, ad libitum Ernährung" siehe hier: http://www.tierpla.net/ernahrung-chinch ... t3409.html


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