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BeitragVerfasst: Do 12. Mär 2009, 00:44 
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Soeben habe ich wieder Neuigkeiten aus dem Tierversuchs-Kreisen erhalten. Eine (eingeschränkt) sehr erfreuliche und eine sehr traurige.

Zitat:
Verbot der Tierversuche in der Kosmetik rechtskräftig:
Ärzte gegen Tierversuche kritisieren Schlupflöcher

Ab 11. März 2009 dürfen in der EU keine Kosmetika mehr verkauft werden, die an Tieren getestet wurden und auch Tierversuche für Inhaltsstoffe sind verboten. Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche begrüßt dies als Teilerfolg, ermahnt die Politik aber, die Umsetzung zu kontrollieren und sich dem Ausstieg aus dem Tierversuch nicht zu verwehren. [...]

»Das ganze System Tierversuch dient einzig der Absicherung der Industrie, falls mit ihren Produkten etwas schief geht. Die Sicherheit der Verbraucher bleibt vollkommen auf der Strecke«, kritisiert Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche. »Schon verschiedene Tierarten reagieren unterschiedlich auf eine Substanz. So stimmen beim Test auf Krebsrisiko die Ergebnisse bei Ratten und Mäusen nur zu 60% überein. Aus dem Tierversuch Schlüsse auf den Menschen zu ziehen, gleicht einem Lotteriespiel, das für den Menschen tödlich enden kann. Beispielsweise rufen von 19 bekanntermaßen beim Menschen krebserregenden Substanzen nur 7 auch bei Nagern Krebs hervor«, so die Biologin weiter.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche


Zitat:
Drei Jahre nach der TGN1412-Pharma-Katastrophe
Tierversuche versprachen falsche Sicherheit

Genau drei Jahre ist es her, seit sechs junge Männer in einem Londoner Krankenhaus um ihr Leben kämpften, kurz nachdem sie als erste Menschen ein neues Medikament eingenommen hatten. Der Wirkstoff TGN1412, der bei den zuvor völlig gesunden Medikamententestern zu lebensgefährlichen Organschäden führte, war intensiv in Tierversuchen getestet und für sicher befunden worden.
Quelle: Ärzte gegen Tierversuche


Jedes Jahr sterben viele Menschen an den Folgen von Tierversuchen. Und millonen Tiere gleich mit.
Das Tierversuche keine Sicherheit geben, ist unter Wissenschaftlern längst bekannt.
Trotzdem werden sie unter dem Deckmantel der "Medikamenten-Sicherheit" weiterhin flächendeckend durchgeführt. Alternative Verfahren sind günstiger (Entlastung der Staatskassen), effektiver, zuverlässiger (es kann mit menschlichen Material gearbeitet werden, z.B. OP-Gewebe, dadurch ist das Ergebnis aussagestärker) und tierfreundlicher.

Ein Großteil der Tierversuche kann bereits durch Alternativen ersetzt werden, die um einiges aussagekräftiger als Tierversuche sind. Das würde eine bessere Medikamenten-Sicherheit garantieren! Somit gäbe es weniger Medikamenten-Tote und weniger medikamenten-geschädigte Menschen.

An weiteren Verfahren wird bereits gearbeitet, doch die Regierung steckt leider immernoch alle finanziellen Mittel in die Tierversuche, statt in die Förderung von tierversuchsfreien Verfahren (die bekommt nur ein Bruchteil der finanziellen Mittel).

Traurig aber wahr, wenn jedes Jahr wieder Menschen unnötig sterben oder Schäden bekommen und Tiere ohne Grund gequält und gefoltert werden.


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BeitragVerfasst: Fr 13. Mär 2009, 12:26 
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Zitat:
Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetika sowie einzelnen Inhaltsstoffen sind EU-weit verboten, teilt die EU-Kommission in Brüssel mit. Auch die Vermarktung von Cremes oder Seifen, die mit Hilfe von Tieren getestet wurden, ist ab sofort verboten.

Damit soll verhindert werden, dass solche Kosmetika in die EU importiert werden. In Fällen, in denen es besonders schwierig ist, Ersatzmethoden zu entwickeln, gilt das Verbot allerdings erst vom 11. März 2013 an.

Die EU gehe "mit gutem Beispiel voran", sagte EU- Industriekommissar Günter Verheugen der Internetseite "tierrechte.de" des Bundesverbands der Tierversuchsgegner. "Nirgends sonst gibt es ein vergleichbares generelles Verbot, Kosmetika in Tierversuchen zu testen." Tierversuche für kosmetische Endprodukte wie Haarshampoos oder Lotionen sind in der EU bereits seit dem Jahr 2004 grundsätzlich verboten. Einzelne Bestandteile durften aber auch weiterhin in Tierversuchen geprüft werden.

Verbandschef Kurt Simons forderte, auch für Chemikalien-Tests so schnell wie möglich alternative Testmethoden zu entwickeln. Denn nur zehn Prozent der Substanzen würden ausschließlich für Kosmetika verwendet. 90 Prozent kämen auch anderswo im Einsatz, etwa in der chemischen Industrie. Für diese seien Tierversuche weiterhin solange erlaubt, bis Ersatzverfahren vorhanden und anerkannt seien.
Quelle: gmx.net

Tja...etwas seltsam ist das schon..ich bin mir sicher, dass die Wissenschaft schon soweit ist, auch ohne Tiere seine Kosmetika testen zu können, aber solange es immer noch die "günstigste" Lösung ist...wird es wohl immer "Ausnahmeregelungen" geben!


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BeitragVerfasst: Fr 13. Mär 2009, 16:06 
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saloiv hat geschrieben:
Ab 11. März 2009 dürfen in der EU keine Kosmetika mehr verkauft werden, die an Tieren getestet wurden und auch Tierversuche für Inhaltsstoffe sind verboten.
lapin hat geschrieben:
Damit soll verhindert werden, dass solche Kosmetika in die EU importiert werden. In Fällen, in denen es besonders schwierig ist, Ersatzmethoden zu entwickeln, gilt das Verbot allerdings erst vom 11. März 2013 an.

An sich eine sehr gute Sache, aber wie hier schon gesagt wurde, es gibt dann wieder "tausende von Sonderregelungen", dass man die Sache auch weiterhin noch fleißig umgehen kann. :(

"Netter Ansatz"... :|


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BeitragVerfasst: So 21. Nov 2010, 13:53 
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Kosmetika hin oder her, solange man nicht die Inhaltstoff-Test dazu verbietet, können die munter fröhlich weiter Tiere sinnlos quälen.
Was nutzt es, wenn das fertige Kosmetika nicht am Tier getestet wird, dafür aber jeder darin enthaltene Inhaltsstoff?

Ein weiteres Problem ist dieses Botox...
Viele Stars schören, dass sie sich engagiert für Tierschutz einsetzen, lassen sich aber fleißig Botox "überall hin spritzen". :autsch:

Dazu mal das hier:

Zitat:
Stoppt Botox-Tierversuche
Demo vor Botox-Hersteller Allergan in Brüssel
Rund 50 Vertreter der Europäischen Koalition zur Abschaffung der Tierversuche (ECEAE) demonstrierten am 28.10.2010 vor der Niederlassung des amerikanischen Botox-Herstellers Allergan. Die Forderung: Die Firma soll endlich vorhandene tierversuchsfreie Testmethoden für ihre Produkte validieren und einsetzen.


Quelle und weiter geht es hier: Stoppt Botox-Tierversuche


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BeitragVerfasst: So 21. Nov 2010, 14:09 
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Planetarier
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Dieses Kosmetika-Tierversuchstest-Verbot existiert in Wirklichkeit nicht ... denn jegliches Kosmetika darf vorher auf Medikamententauglichkeit getestet werden - will heißen, wenn ich meine Creme nicht mehr als Creme zu meiner Absicherung durchtesten darf, dann werde ich diese Creme als Heilcreme bei trockener Haut durchtesten, habe damit auch wieder meine Absicherung und bringe das dann als Feuchtigkeitscreme ohne medizinichen Background auf den Markt - ungetestet selbstverständlich, denn diese Creme wurde ja nicht als Feuchtigkeitscreme getestet, sondern als eine Heilcreme ...
Wenn nun meine Feuchtigkeitscreme Pickel und Ekzeme verursacht, kann ich nachweisen, daß diese keine Schäden gemacht hat, als sie noch eine Heilcreme bei trockener Haut war - ich habe dieselbe Absicherung, wie vorher, das Verfahren ist dasselbe, nur die Deklaration zur Genehmigung der Testreihen sind andere ...

Solange es möglich ist, sich über Tierversuche abzusichern, solange wird es Tierversuche geben, die Ursache des Übels ist noch nicht beseitigt!
Sobald Tierversuche juristisch keine Aussagekraft mehr bei der Absicherung haben, sondern nur noch, wenn bei den Tierversuchen schon rauskommt, daß die Substanz was anstellt, dann werden selbst ohne Tierversuchsverbot keine Tierversuche mehr stattfinden - weil einfach das Risiko zu hoch ist, daß dabei rauskommt, daß die Tiere krank werden vom kosmetischen Chemiemix.

Es gibt jedoch noch eine weitere Sache, die unbedingt eingeführt werden muß: die Offenlegung aller Studien an Tieren, ausnahmslos. Das heißt, wenn Monsanto gerne sein Gensoja hier in Deutschland verhökern will, dann müssen sie die Fütterungsversuche, die sie vorgenommen haben, vollständig mit Material- und Methodenteil und mit Ergebnisteil veröffentlichen, damit wirklich jeder ohne zusätzlich zahlen zu müssen, diese Studien lesen kann.
Wenn Nivea mal wieder eine neue Sonnenschutzcreme mit Supersonnenpflegefaktor oder sowas auf den Markt bringt und diese Creme wurde vorher als Wundsalbe an Tieren getestet, dann müssen auch diese Studien mit Material- und Methodenteil und Ergebnisteil veröffentlicht werden, egal was dabei rauskommt.
Dasselbige mit Studien für Medikamente, für Einzelchemikalien und und und und und ...


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