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BeitragVerfasst: Fr 9. Jan 2009, 15:21 
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Administrator
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Du spielst mit dem Gedanken, dir ein Tier anzuschaffen?
Dann vorher diese 12 Punkte durch und beantworte ehrlich, ob du alle 12 Punkte erfüllen kannst, kommst du bei einem oder mehreren Punkten ins schleudern, benötigst du noch etwas Zeit und Informationen ;)!

    1. Warum möchtest du ein eigenes Tier?

    2. Was erwartest du von dem Tier?

    3. Welches Tier, denkst du, passt am besten zu dir?

    4. Hast du dich über die Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse des von dir gewünschten Tieres gründlich informiert (Bei uns, im Netz, Lektüren, TA, Tierheim, Züchter)?

    5. Kannst du ihm eine abwechslungsreiche Umgebung und den Kontakt zu Sozialpartnern bieten, damit es nicht vereinsamt?

    6. Hat das ausgewählte Tier ausreichend Platz zur Verfügung, um sich seiner Art entsprechend frei bewegen zu können (hoppeln, springen, fliegen usw.)?

    7. Bist du dir bewusst, dass du dir während Jahren täglich die Zeit nehmen musst, das Tier richtig zu pflegen?
    Es ist ewig auf DICH angewiesen und von dir abhängig.

    8. Sind alle Familienmitglieder und auch der Hausbesitzer mit der Tierhaltung einverstanden?

    9. Hast du einen guten Platz, wo das Tier während deiner Ferien / Urlaub betreut wird?

    10. Weißt du über die "Verhütung" der Tiere bescheid um sinnlose Vermehrungen zu vermeiden?
    Die Gefahr von Gendefekten oder Totgeburten bzw. Tot der Mutter zu riskieren sind zu hoch.
    Ebenso gibt es genug Tiere die im Tierheim auf ein neues zu Hause warten.

    11. Bist du dir auch gewisser negativer Seiten der Tierhaltung, wie Schmutz, Haare, Geruch, Lärm, zerkratzte Möbel, aufgebrachte Nachbarn bewusst?

    12. Hast du auch die Kosten für Futter, Tierarzt, Kontrollmarke und Ferienheim berücksichtigt?


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BeitragVerfasst: Fr 9. Jan 2009, 18:16 
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Planetarier
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Lapin, darf ich den Kostenpunkt etwas detaillierter ergänzen?:

Man sollte bei keinem Tier und ist es noch so klein, die Grundausstattungskosten unterschätzen.
Z. B. bei einem Aquarium Pumpen usw. Dann die regelmäßigen Unterhaltskosten bei den Tieren, die sich nicht nur auf Futter beschränken, sondern z. B. in der Aqaristik auch auf Strom. Bei Pferden Stallmiete usw...

Ein Tier kann chronisch krank werden und benötigt dann permanente Medikamente, die auch schnell sehr teuer werden können oder bei manchen Krankheiten bedarf es noch ein Spezialfutter, die sind in der Regel teurer als normales Futter. Es kann eine schwere OP anstehen usw...
(Wäre halt sehr schade, wenn ein krankes Tier aus der vertrauten Umgebung aus Kostengründen abgegeben werden müsste. Klar so was kann passieren, man kann nicht für alles vorbeugen, aber ich wollte es nur erwähnt haben, dass sich im Laufe der Jahre die Kosten für ein Tier enorm anhäufen könnten und man das nicht unterschätzen sollte.)

Um mal bei den Krankheiten den Kostenfaktor weg zu lassen:

Kann ich es auch seelisch aushalten, dass mein Tier auch evtl. mal krank ist. Bin ich dann auch in der Lage es zu unterstützen?


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BeitragVerfasst: Fr 24. Jun 2011, 11:52 
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Supermoderator
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Ich zerre das Mal bewusst wieder hoch, weil ich mit dem Punkt ein bisschen anders umgegangen bin, auch wenn die totale Einigkeit in der Familie auch aus meiner Sicht sehr wichtig ist...

lapin hat geschrieben:
8. Sind alle Familienmitglieder und auch der Hausbesitzer mit der Tierhaltung einverstanden?


Bei uns waren sich zwar bei der Anschaffung von Tessa alle "einig", aber es gab Einschränkungen.
Mein Mann willigte in die Anschaffung eines Hundes mit ein, aber unter der Bedingung, dass der Hund einmal im Jahr, wenn wir unseren Jahresurlaub haben, Hund in eine Pension o. ä. muss und ER mit dem Hund NICHT Gassi geht oder nur, wenn es nicht anders geht, denn ich hakte sofort nach, was wäre, wenn ich oder Kind oder Beide aus gesundheitlichen Gründen oder anderen wichtigen Gründen nicht in der Lage seien mit Hund Gassigehen zu können. Da willigte er ein, dass er in Ausnahmefällen das dann doch übernehmen würde. :roll:
Nur deshalb holten wir uns die Tessamaus, nach langer Suchereien, aus einem Tierheim.
Naja, so im Nachhinein betrachtet ist es schon ziemlich blöd, wenn sich ein Familienmitgleid von vornherein da außen vorlassen will und nur bedingt aushilft... Von daher würde ich mich jetzt nur noch dafür entscheiden, wenn Alle damit restlos einverstanden sind.
Weil irgendwo ist es auch unfair, wenn einer "nur" "die Lorbeeren erntet" und andere hatten die ganze Mühe damit. Womit ich nicht sagen will, dass er damals sich nicht auch um die Gesundheit von Tessa sorgte. Im Gegenteil, auch er wollte, dasds sie gesund und fröhlich sein kann, wenn sie denn schon bei uns ist. Aber, es ist ja auch ein ziemlicher Kostenfaktor,schon wegen ihrer zahlreichen Erkrankungen. Die Kosten für ein Haustier gehen immer zu Lasten der gesamten Familie! Denn OP und tierärztliche Versorgung eines Tieres sind keine preiswerte Sache, sowas kostet richtig viel Geld und wenn man so vielleicht schon ein wenig knapsen muss, dann sollte man sich auch da sowas etwas gründlicher überlegen, ob man dennoch dazu bereit ist und notfalls Verzicht üben kann.

Als Beispiel; Tessa schaffte es immer irgendwie, dass sie ausgerechnet kurz vorm großen Urlaub irgend eine teure Behandlung/OP brauchte und dann kamen auch immernoch die Urlaubsbetreuungskosten dazu, die teilweise auch nicht unerheblich war. Man wollte ja schließlich eine optimale Unterbringung für seinen Liebling. ;)


lapin hat geschrieben:
11. Bist du dir auch gewisser negativer Seiten der Tierhaltung, wie Schmutz, Haare, Geruch, Lärm, zerkratzte Möbel, aufgebrachte Nachbarn bewusst?


Diesen Punkt finde ich persönlich auch enorm wichtig! Was ist, wenn Tierchen nicht so funktioniert, wie man es sich vorstellte. Z.B. will nicht alleine bleiben, extremer Kläffer usw.. Gibt es eine gute Alternativlösung falls?
Nun zum Verschmutzen usw...
Ich sah es erst, als ich eine neue Beziehung hatte. Er war es überhaupt nicht gewöhnt, dass irgendwo auch nur ein Extrakrümelchen herumliegt. Okay, nach einiger Zeit merkte auch er, dass man da zwar immer "hinterhersein" muss, aber es halt mit einem Haustier auch Mehrarbeit bedeutet, wenn man es sauber haben will, es aber auch rel. normal sei, wenn man Mal ein Haar an der Kleidung hängen hat, dass sich das nicht wirklich immer vermeiden lässt, auch wenn man sich noch so doll vorsieht und ansonsten sehr reinlich ist.
Die Größe der Wohnung/Haus ist dabei auch wichtig, wie schnell etwas verdreckt oder man überhaupt die Verschmutzungen sieht, was nicht heißt, dass man dann weniger putzen muss. Im Gegenteil, hat man Tiere, dann muss man mehr oder weniger jeden Tag putzen. Hat man keine Tiere, dann kann man schon sagen, dass man auch Mal einen Tag oder auch 2 Nichts tun muss und es ist immernoch sauber. Dessen Unterschiede sollte man sich bewusst sein!
Andersherum, wenn man Angst vor Schmutz oder vorm Putzen hat, dann darf man auch keine Kinder bekommen/haben, denn da muss man auch jeden Tag putzen. Zumindest hab ich es immer so gehalten... :lieb:


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