saloiv hat geschrieben:
Und wer versichert mir, dass es wirklich mit Narkose durchgeführt wird?
Niemand versichert dir so etwas, weil sich nie alle daran halten werden.
saloiv hat geschrieben:
Die Kastration übernehmen normalerweise Fließbandarbeiter.... es ist viel zu teuer, sie über Nakosemittel ausbilden zu lassen. Und wer sagt, dass die Mittel richtig eingesetzt werden?
Normaler Weise, wenn die Gesetzesgeber darüber tiefgründiger nachdenken, würden sie dem schon zustimmen, denn es schafft zusätzlich Arbeitsplätze (die Leute müssen, wie Du schon sagst ausgebildet werden und es müssen mehr Narkosemittel produziert werden), gleichzeitig würde es aber auch wieder eine Erhöhung der Fleischpreise bedeuten.
saloiv hat geschrieben:
Wichtig zu wissen ist es vielleicht auch noch, dass die kleinen Schweinchen kastriert werden, um den Verbrauchern einen "herben Geschmack" zu ersparren. Eberfleisch soll angeblich etwas kräftiger schmecken, durch die Kastration lässt sich das umgehen...
Das stimmt leider, es ist nicht nur ein herber Geschmack, das Fleisch ist schlichtweg ungenießbar, weil es sonst einen starken Uringeschmack hat.
saloiv hat geschrieben:
Übrigens werden den Schweinebabys auch die Stoßzähne abgeschnitten und die Ringel-Schwänze abgekniffen. Alles auch ohne Narkose!
Also das mit den "Stoßzähnen"... ich nehme an Du meinst die Eckzähne?
Das ist mir neu, davon hab ich ehrlich noch nie gehört, aber das will ja nichts heißen... und das Ringelschwänzchn abknipsen machen sie in den großen Schweinemastanlagen, weil die Seuchengefahr dadurch minimiert werden soll. (die Schweine könnten sich untereinander die Schwänze abbeißen, was zu schlimmern Infektionen führen kann)
Ehrlich, in normalen privaten Stallungen (ich sage absichtlich normalen, nicht diese, wo Tiere eh nur gequält werden) kommt so etwas relativ selten vor. Vielleicht liegt es ja daran, weil diese Schweine oftmals viel zufriedenener aufwachsen können?
Wenn sie denn schon auf unseren Tellern landen müssen, würde ich es persönlich sehr begrüßen, wenn die Schweine wenigstens ein schönes Leben bis dahin hätten, um sie dann ihrem Zweck halt zu zuführen, aber das ist in unserer Gesellschaft leider nicht vorgesehen. Zu viel Machtgeilheit und Geldgier stecken dahinter und Menschen, die es finanziell nicht können oder einfach nur nicht bereit sind, den Preis dafür zu zahlen.
Klar ist das oben "nur" eine Erklärung, aber immerhin wird etwas getan, es ist ein Anfang in die richtige Richtungm wenn auch nur ein kleiner Anfang.
Jedes festgelegte Gesetz fing mal klein an. Von daher finde ich, ist es ein nennenswerter Ansatz, in die richtige Richtung.
Ich hoffe, dass es für die Umsetzung in absehbarer Zeit, eine für alle Beteiligten, brauchbare Lösung geben wird.
Auch wenn es nur ein kleiner Ansatz ist, aber es ist ein sehr guter Ansatz und ich hoffe, dass es irgendwann Gesetz wird!
Im übrigen finde ich div. Tiertransporte ebenso grauenhaft wie oftmals völlig überflüssig. Wrum schlachtet man die armen Tiere nicht da, wo sie aufgewachsen sind und transportiert sie dann per Kühllaster? Ich meine, wir leben ja nicht mehr im Mittelalter...
Eine Fahrt innerhalb Deutschlands ist zwar auch für die armen Tiere Stress pur, aber bei Weitem nicht so, wie wenn sie von Deutschland nach Spanien oder was weiß ich wohin "gekarrt" werden. Ich finde es gut, dass sich Tierschützer dafür immer wieder stark machen, dieses zu ändern oder wenigstens erträglich zu machen - was man dabei so erträglich nennen kann.
