@
Ziesel:
Ich versuche es nochmals zu erklären
"Schade . .ich dachte gerade wegen deines Berufes kannst du mir näher bringen was an verarbeiteten Pflanzen jetzt besser ist als an Frischen ? Ich hab gar nix gegen Medis wie Ab & Co wenn sie nötig sind aber wenn ich halt Pflanzenwirkstoffe verabreichen soll, würde ich nach jetzigem Wissenstand natürlich Frisches bevorzugen"
Wenn Du ein AB nimmst, dann nimmst Du es doch weil Du eine bestimmte Wirkung erwartest, oder?
Du möchtest ein bestimmtes
Bakterium damit abtöten oder schwächen.
Wenn Du nun, anstelle eines definierten und standartisierten Phytotherapeutikums lieber die frische Pflanze gibst (was ich im Grunde nicht schlecht finde!!) dann hast Du nicht die Dosis und die Menage an Wirkstoff, die Du als Medikation benötigst.
Du könntest ja auch anstelle von Penicillin den Ursprungsschimmel verwenden, der das Penicillin herstellt.
Oder z.B. Herzglykoside - die würdest Du nicht in Rohform zu Dir nehmen. Oder nur einmal.
Wobei das dann auch keine Phytotherapie mehr ist.
Nahrung ist Medizin, dass stimmt. Aber der Organismus braucht ja nicht immer Medizin.
Verwende ich ein Phytotherapeutikum, dann weil ich eine bestimmte Wirkung mit einem Extrakt erzielen will.
Dabei geht es um Dosis und auch um Wirkstoffe.
Phytotherapeutika sind heute standardisierte Präparate mit definierten Wirkstoffen.
Es gibt auch Phytopräparate die Blödsinn sind. Ca 80% aller Teufelskralle-Präparate auf dem Markt enthalten kein Harpagosid (der wirksamkeistbestimmende Stoff).
Ich bin auch der Meinung (habe das sogar im Labor bewiesen) dass der Gesamtextrakt das wichtige ist, aber wie schon beschrieben - manchmal bekomme ich die Wirkung erst über das jeweilige Extraktionsverfahren.
Wir müssen hier einfach unterscheiden zwischen Behandlung/Medikation und Nahrungsaufnahme.
Es sei denn ihr meint, dass Tier wird immer genau das aufnehmen, was es gerade braucht.
Selektion ist das Thema.
Das würde aber bedeuten, wir behandeln einfach nicht mehr, sondern bieten immer die jeweilige Pflanze an.
Bei Schmerz legen wir Weidenrinde in den Stall.
Bei bakterielle Infektion legen wir Meerrettich und Kapuzinerkresse in den Stall.
Bei Herzbeschwerden Fingerhut oder Maiglöckchen.
So verstehe ich hier einige Antworten....??
Was ist mit Wundbehandlungen?
Fressen die Tiere wirklich immer genau dass, was sie gerade brauchen? Therapiert einer von Euch hier so?
Nein, oder?