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BeitragVerfasst: So 21. Aug 2011, 20:42 
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Planetarier
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Die Veterinärmedizinische Universität Wien hatte am Wilhelminenberg eine "Versuchsreihe" zum Thema Feldhase. Ich schreibe hatte, weil ich nicht weiss ob das noch existiert. Vor Jahren (lange vor meiner ersten eigenen Hasenaufzucht) hat mich eine Dame kontaktiert, die einen Feldhasen aufgezogen hat und seitdem in der Wohnung hält. Für dieses Tier wollte sie einen Partner haben und hat sich daher an uns gewendet. Ich bin damals zu ihr gefahren und war schockiert - die Wohnung war verwüstet, Stupsi wie die junge Feldhäsin hieß völlig panisch... es war wochenlange Arbeit, bis ich der Dame klargemacht habe, dass dieses Tier keinen Partner sondern die Freiheit braucht. Aber sie wollte sie keinesfalls unbeschützt auswildern... also hab ich mich schlau gemacht und kam damals auf das Projekt am Wilhelminenberg. Man hatte ein großes Auswilderungsgehege (in welchem u.a. Fernsehaufnahmen für Unisversum gedreht wurden). Dieses stand damals leer und man bot an, Stupsi dort aufzunehmen.

Abgesehen davon, dass ich völlig schockiert über die Versuchsreihe war (dort saßen Feldhasen aller Generationen in der von Züchtern bekannten Buchtenhaltung und es wurden Aufzeichnungen über Jungtieraufzucht, Futterverträglichkeiten etc. gemacht), war das Areal recht schön.

Stupsi wurde dort ausgewildert und von den Pflegern über einen längeren zeitraum beobachtet, Der Zaun dort war gut 3 m Hoch und dennoch war Stupsi nach ein paar Wochen weg. Ob sie jetzt einem anderen Tier zum Opfer gefallen ist oder den Weg in die Freiheit gefunden hat, weiss keiner... aber für mich war die Lehre daraus, dass auch die Auswilderung in einem begrenzten Areal keine Garantie fürs Gelingen ist. Klar, Stupsi hat mehr als eine Nacht dort geschafft, aber wer weiss wie verzweifelt sie vielleicht versucht hat, den Zaun zu überwinden. Qualität vor Quantität ist daher meine Devise...


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BeitragVerfasst: So 21. Aug 2011, 20:47 
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Absolut richtig...diese Tiere gehören auch wieder in die Freiheit...so seh ich das auch...
aber für den Übergang halte ich das für eine tolle Lösung, sowie eben die finanziellen Möglichkeiten und auch der Platz für so einen peu á peu Auszug vorhanden sind.


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BeitragVerfasst: So 21. Aug 2011, 20:51 
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Planetarier
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Find ich super Kathi..also das du hier bist und das so verständlich rüberbringst und eine Frage hätt ich schon noch: Wenn ich jetzt zB Kinder "erwische" die so´n "angeblich" verlassenes Hasenkind schon angefasst/weggeschleppt haben, solt ich dann besser jemand informieren der sich damit auskennt oder den Kids sagen : sofort wieder zurücksetzen?


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BeitragVerfasst: So 21. Aug 2011, 21:07 
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Globaler Moderator
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Hallo Kathi!

Vielen Dank für deine ausführliche Schilderung! Jetzt kann man sich wirklich ein besseres Bild von dem ganzen Projekt machen.

Respekt, was du alles für die Feldhasenbabys machst!

Ich finde es auch super, dass ihr das Futter in der Gegend wo der Feldhase ausgesetzt wird sammelt.

Was macht ihr um dem kleinen Hasen die nötigen Blinddarmbakterien zuzuführen? Meint ihr es reicht das, was das Kleine schon über die Häsin abbekommen hat oder müsste man da noch selber was zuführen? Mischt ihr Bakterien in die Milch? Ich habe gelesen, dass manche auch Sab simplex untermischen um Blähungen zu vermeiden. Auch werden im Vorhinein Mittel gegen Kokzidien verabreicht.

Versucht ihr da recht natürlich zu bleiben oder macht ihr das wie es die Schulmedizin vorschreibt?

Ja, es ist echt schade, dass man so wenig weiß über das spätere Leben der Hasen. Die Darmflora eines aufgezogenen Hasen ist ja nun anders als bei den Wildtieren und mich würde interessieren wie die aufgezogenen Hasen damit später zurechtkommen.

Gibt es da irgendwelche Berichte darüber?


Das mit Stupsi ist ja traurig gelaufen, aber am Ende hat sie doch wenigstens ihre wohlverdiente Freiheit erlangt ;) Ich hoffe dass sie noch mit Hilfe ihrer Instinkte durchgekommen ist.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 06:01 
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Planetarier
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zu den Bakterien:
ich hab bei Stormy dieses mal auf alle Beigaben verzichtet
Wir haben im Frühjahr kurz hintereinander drei junge Feldhasen bekommen, hier haben wir so wie uns von einer Wildtierstation empfohlen wurde Sab, ein Mittel gegen Kokzidien sowie einen Mineralstoffmix (gegen Glasknochen) beigemengt - alle drei haben ungefähr beim selben Gewicht massiven Durchfall bekommen und sind kurz darauf verstorben; die waren allerdings alle auf einer anderen Pflegestelle und kann natürlich "Zufall" gewesen sein, oder der Stress dort für die Tiere größer, oder einfach zuviel des Guten für so ein kleines Tier. Daher wurde Stormy rein mit Katzenaufzuchtmilch ohne Beigaben ernährt und hatte zu keinem Zeitpunkt Verdauungsprobleme. Zeitgleich hat eine Tierärztin aus der Tierklinik auch einen aufgezogen, die hat auch auf sämtliche Medikamente verzichtet.

Wenn Kinder das Baby schon angefasst haben, dann wird zurücklegen leider nichts mehr bringen. Ich hatte dieses Jahr einen Spaziergänger, der hatte seinen Hund an der Leine und der hat das Kleine am Wegrand aufgestöbert und abgeschleckt, die Hundebesitzerin hat es mit Handschuhen angefasst um zu schauen ob es verletzt ist und hat mich dann vor Ort noch angerufen - der habe ich empfohlen es in Ruhe zu lassen und dort zu belassen. Hier sah ich das als die beste Variante, wobei es sich um eines der ganz frühen Frühjahrsbabys gehandelt hat und die ja generell schlechte Chancen haben - aber mutwillig der Natur ins Handwerk pfuschen ist ja auch nicht unsere Aufgabe.

Ein paar Wochen weiter haben zwei Kinder in der Nähe von einem Reitstall zwei Kleine gefunden, diese an sich genommen und eines ist ihnen schon am Heimweg runtergefallen und war dann tot. Das andere wurde Zuhause in einen Hamsterkäfig gesperrt, bis am nächsten Tag die Oma mich angerufen hat, weil das Tier nicht fressen mag - das hab ich sofort geholt... Kurz darauf wurden zwei abgegeben, die wurden von einer Freigängerkatze ins Haus gebracht (auch die haben es leider nicht geschafft, war der Schock zu groß, die wollten gar nicht schlucken).

Zuverlässige Studien wären schon eine Hilfe, wobei man ja fast schon froh sein muss, einen Tierarzt zu finden, der einen Feldhasen von einem Wildkaninchen unterscheiden kann. Ich krieg so oft Anrufe wo ich dann nur hinfahren kann (sofern mittels Foto nicht Hilfe möglich ist) um zu schauen mit was man es da überhaupt zu tun hat. Und ob Studien von Feldhasen in Gefangenschaft uns viel nützen würde, ich weiss es nicht. Vor zwei Jahren hab ich Atze aufgezogen, der hatte ein verletztes Auge (Hundebiss als er im Gras aufgestöbert wurde) und war auf einem Auge blind - bei einem Hauskaninchen hätte man das operiert, hier habe ich mich aber dagegen entschieden, weil Atze von klein auf unmöglich zu handhaben war und die Nachsorge nach so einer OP hätte ihn wahrscheinlich stressbedingt umgebracht, nach dazu stand das für Feldhasen unbekannte Narkoserisiko sowie eine mögliche Unverträglichkeit der Medikamente dem nicht dafür (keine Kostenfrage). Er hatte den Tick bedingt durchs Auge, dass er leicht schräg hoppelte, auch bei der Auswilderung. Ihn hab ich mit Sicherheit ein paar Monate später nur wenige Meter von der Auswilderungsstelle auf einem Acker hoppeln sehen, weil so prägnant schräg gehoppelt hätte ich überall wieder erkannt...

Das kleine Feldhasi von gestern wurde in der Tierklinik eingeschläfert, beide Hinterläufe zertrümmert...


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 07:12 
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Planetarier
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Kathi - KH hat geschrieben:
Wenn Kinder das Baby schon angefasst haben, dann wird zurücklegen leider nichts mehr bringen.

Das man Feldhasen und Wildkanninchen nicht miteinander vergleichen kann ist ist mir klar.
Es gibt Wildtiere die nach anfassen von der Mutter/den Eltern wieder angenommen werden, so ist es auf jeden Fall bei Vögeln und so war es auch bei den von mir unbeabsichtigt ausgegrabenen Wildkanninchen.
Bei den Wildkanninchen die ich, beim Umsetzten vom Komposter, ausgegraben habe konnte man die nächsten Tage sehen wie die Bäuche morgens prall gefüllt waren.
Die Kleinen waren sehr mobil und wir mussten sie schnell fangen bevor sie in alle Himmelsrivhtungen verstreut gekrabbelt wären, zeit für Handschuhe war nicht mehr.

Jetzt frag ich mich warum nehmen manche die Kleinen wieder an und manche nicht, bzw. warum machen das Hasen nicht :hm:
Gibt es darüber schon irgendwelche Erkenntnisse/Erfahrungen?


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 07:15 
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Meerschweinchen Supporter
Meerschweinchen Supporter
Dafür gibt es meiner Meinung nach (jetzt mal auf Kaninchen bezogen) zwei Möglichkeiten:

Entweder es war bei dir gar kein Wildkaninchen, sondenr nen ausgewildertes Hauskaninchen, oder aber es war euren Geruch schon gewöhnt, und hat ihn nicht mehr als feindlich angesehen.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 07:34 
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nochmal von mir: danke, Kathi-KH!

Leider ist so ein kurzes Video immer nur ein Auszug dessen, was wirklich passiert. Aber immerhin regt es zu Diskussionen an! :top:


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 07:52 
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schweinsnase77 hat geschrieben:
Entweder es war bei dir gar kein Wildkaninchen, sondenr nen ausgewildertes Hauskaninchen, oder aber es war euren Geruch schon gewöhnt, und hat ihn nicht mehr als feindlich angesehen.

Das war definitiv ein Wilkaninchen.
Also einfach nur Glück das sie wieder angenommen wurden :hm:
Das sie unseren Geruch kannte ist durch aus möglich. Immerhin haben wir die Tage vorher auch immer wieder auf dem Acker geackert und auch am Komposter herum gewerkelt.

Das klingt logisch. Danke


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 08:11 
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Globaler Moderator
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Vielen Dank für deine Antwort, Kathi! ;)

Ich hab auch schon gehört, dass Wildkaninchen auch nachdem man sie angefasst hat von der Mutter angenommen werden. Bei Hasen und Rehen soll das nicht so sein. Es ist echt eine gute Frage warum das eigentlich nicht auch die Hasen so wie die Kaninchen machen :hm:

Ich hab jetzt gelesen, dass es der Menschengeruch ist oder das es auch eine Art Revierverletzung sein kann. Oder ist es so dass die Häsin ihr Junges nicht mehr erkennt? Aber der Geruch verfliegt ja auch nach einiger Zeit und bleibt ja nicht lange haften. Zumindest nach 1 Tag sollte sie ihr Junges doch wieder annehmen?
Soweit ich mich erinnere, riechen solche Tiere nach "gar nichts" um keine Feinde anzulocken. Sie werden von der Mutter mit spezieller Spucke abgeleckt. Wenn das Baby jetzt doch nach was riecht ist das eventuell gefährlich. Sowas vielleicht?

Ich stell mal nen anderen Vorschalg in den Raum. Was wäre, wenn man das Hasenbaby dort lässt wo es ist und einmal am Tag vorbei kommt und es dort mit Milch füttert? :hilfe: :schäm: nur so ne Idee?!
.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 08:14 
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Meerschweinchen Supporter
Meerschweinchen Supporter
@Wellen: ich denken das liegt einfach daran, das Mensch = Feind bedeutet. Möglicherweise gehen die Tiere gar nicht mehr zu ihren Kindern hin, sondenr drehen vorher ab, weil Feindgeruch ja in der Regel dedeutet das die Kids eh weg sind....


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 08:27 
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Globaler Moderator
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Aber der Geruch haftet ja eben nicht ewig und kommt die Häsin nach ner Weile nicht doch mal wieder "nachschauen"? Sie hat ja auch Milch und könnte an Milchfieber oder sowas sterben, es wäre ja auch für sie gut, wenn sie säugen würde.
Rufen Hasenbabys eigentllich ihre Mutter? Darauf müsste die doch nach ner Weile reagieren?
Schon ein seltsames Verhalten die Babys nicht mehr anzunehmen irgendwie :hm:


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 12:36 
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Planetarier
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Liebe Kaninchenfreunde,

ich möchte mich hiermit für meine gestrigen Beiträge entschuldigen!
Anscheinend hatte ich einen sehr, sehr schlechten Tag und manches in den falschen Hals bekommen.
Bin eigentlich alles andere als streitsüchtig und ist ansonsten nicht meine Art.

Lg
Günter


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 12:42 
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Gast
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Master Luke hat geschrieben:
Liebe Kaninchenfreunde,

ich möchte mich hiermit für meine gestrigen Beiträge entschuldigen!
Anscheinend hatte ich einen sehr, sehr schlechten Tag und manches in den falschen Hals bekommen.
Bin eigentlich alles andere als streitsüchtig und ist ansonsten nicht meine Art.

Lg
Günter


Schwamm drüber, bessere Tage werde kommen ... ;)


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 12:43 
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Meerschweinchen Supporter
Meerschweinchen Supporter
Schon o.k. Kann jeder kann mal gegen den Strich gebürstet sein...hatten wir alle schon mal. :jaja:


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 13:31 
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Chinchilla Supporter
Chinchilla Supporter
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Ich schließ mich Chienloup und schweinsnase an und sag auch: Schwamm drüber.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 13:35 
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Globaler Moderator
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Es gibt immer mal Tage an denen man empfindlicher reagiert. Ich hab mir auch gedacht, dass ein unnötiger Streit entfacht ist. Das provoziert einen eben sehr schnell und entgleist schneller als man will!
Toll, dass du dich heute entschuldigst! :top:
Das ist ein super Anfang für einen tollen Gedankenaustausch in der Zukunft ;)


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 13:50 
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Master Luke hat geschrieben:
Liebe Kaninchenfreunde,

ich möchte mich hiermit für meine gestrigen Beiträge entschuldigen!
Anscheinend hatte ich einen sehr, sehr schlechten Tag und manches in den falschen Hals bekommen.
Bin eigentlich alles andere als streitsüchtig und ist ansonsten nicht meine Art.

Lg
Günter


:top: Schon vergessen!! :) Was meinst du? ;)
Wäre aber schön, wenn du trotzdem hier bleibst und in den Threads weiter schreibst!! :yeah:


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BeitragVerfasst: Mo 22. Aug 2011, 18:09 
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WELLEN hat geschrieben:
Vielen Dank für deine Antwort, Kathi! ;)
Ich stell mal nen anderen Vorschalg in den Raum. Was wäre, wenn man das Hasenbaby dort lässt wo es ist und einmal am Tag vorbei kommt und es dort mit Milch füttert? :hilfe: :schäm: nur so ne Idee?!
.


vom Grundgedanken nicht die schlechteste Idee nur müsstest du einen Milchersatz finden, der vom Nährstoffgehalt an den der Muttermilch rankommt, weil in der ersten Zeit werden die alle 3 Stunden gefüttert (auch Nachts!)

und die Kleinen bleiben ja nicht 24 Stunden an der selben Stelle sitzen, sondern die bewegen sich schon umher und kommen dann wenn das Muttertier zum Säugen kommt, an die Fütterstelle - ob es freiwillig zu einem Menschen kommen würde? finde da dreht man sich dann im Kreis, wenn man es nicht auf den Menschen prägen will und es dann zur Fütterung kommen soll...


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:18 
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Isa hat geschrieben:
:top: Schon vergessen!! :) Was meinst du? ;)
Wäre aber schön, wenn du trotzdem hier bleibst und in den Threads weiter schreibst!! :yeah:


Danke Euch und werde ich gerne machen!

Hier der kleine Racker kurz nach dem "Fund":

[img]http://www.kaninchenbau.at/forum/persistent/feldhasenbaby.png[/img]


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:20 
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Süß sind sie ja...ALLE
was aber auch in solchen Fällen für sie echt nachteilig ist.
Weil so etwas süßes lässt man als Menschen ungern da allein liegen gelle :(!


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:28 
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Ja leider! :(
Aber ich habe von klein auf gelernt, dass man Wildtiere nicht angreift, wenn sie nicht verletzt sind.


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:39 
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OmG! :wolke7:
Nein, sowas lässt man nicht verhungern wenn man sowas gebracht bekommt.
Aber ich hab auch schon früh gesagt bekommen, dass man die nicht anfassen darf.
Das müsste man mal in der Tagesschau sagen oder so?!


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BeitragVerfasst: Mi 24. Aug 2011, 18:43 
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Ich finde das gehört schon in die Schule zur Allgemeinbildung!
Wäre schön gewesen, wenn wir damals ;) schon mehr über Tierschutz gelernt hätten.
Leider war es da wahrscheinlich noch kein allgemeines Thema...


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 07:36 
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mir wurde als kind schon eingebläut: nicht durch wiesen (wenns gras schon höher ist) gehn und keine jungtiere angreifen. da konnte ich noch nicht 1 x 1 oder lesen :lol:
am land ist der bezug zur natur näher, wird gelebt, in der stadt stehen die menschen ganz anderen anforderungen gegenüber (straßenverkehr...), die werden mit pc und hightech vertraut sein, doch mit einer sense wenig anfangen können :lol: umgekehrt wissen leute am land um die wetterbedingungen, jahreszeiten, tierverhalten etc. meist besser bescheid.


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 07:43 
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Master Luke hat geschrieben:
Ich finde das gehört schon in die Schule zur Allgemeinbildung!
Wäre schön gewesen, wenn wir damals ;) schon mehr über Tierschutz gelernt hätten.
Leider war es da wahrscheinlich noch kein allgemeines Thema...


Nö, so was wichtiges möchte ich eigentlich nicht den Lehrern überlassen...


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BeitragVerfasst: Do 25. Aug 2011, 07:54 
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Oh Mann, das ist echt total süß!! :wolke7:

Ich glaube wir haben das damals in der Grundschule gelernt gehabt, dass man Wildtiere und deren Babys nicht anfassen soll. :grübel:
Also zumindest weiß ich es schon von klein auf!


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BeitragVerfasst: Di 30. Aug 2011, 04:04 
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Hallo zusammen!

Ich habe ja auch schon den ein oder anderen Feldhasen aufgezogen (mal seicht untertrieben ;) )
Ich vergesse bestimmt die Hälfte der Punkte die angesprochen oder gefragt wurden...3 Seiten kann ich mir nicht mehr merken...das Alter *g*

Es wurde ja schon gesagt, dass gerade Feldhasen ja leider potentiell gefährdet sind mehrheitlich fälschlicherweise eingesammelt zu werden. Entgegen dem, was hier angedeutet wurde ist es aber durchaus in der Regel erfolgreich, wenn man die Tiere (auch wenn sie schon angefasst wurden) zurücksetzt, vorrausgesetzt, es lag noch nicht zu viel Zeit (insbesondere Dämmerungszeit) dazwischen. Der Mutterinstinkt ist einer der stärksten Instinkte in der Tierwelt, und insbesondere bei erfahreneren Häsinnen oder Tieren, die in menschlicher Nähe leben setzt sich dieser in aller Regel durch. Um die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen macht es Sinn, das Tier kurz mit etwas Stroh oder Gras abzureiben. Der Erfolg von Rücksetzaktionen wurde mehrfach beobachtet (Revierförster gaben uns immer mal wieder Rückmeldungen).

Ein Frage bezog sich auf die Fütterungen, die ja in Menschenhand wesentlich häufiger durchgeführt werden. Das ist zwingend notwendig. Feldhasenmuttermilch ist eine extrem fettreiche Milch (mit gut über 20% noch fettreicher als Kaninchenmilch die um die 15% hat! Vergleich mit Kuhmilch zB: 3-4%) für die es keinen wirklich adäquaten Ersatz gibt. Auch in anderen Bestandteilen werden die Aufzuchtmilche den natürlichen Milchen der einzelnen Tierarten nicht gerecht... ist ja klar, man kann schlecht mit einer Milch mehreren Arten gerecht werden, unmöglich.
Ich bin heute gerade aus der Wildtierstation wieder gekommen wo die Igelsaison in vollem Gange ist. Dort sind derzeit unter anderem ein paar kleine Igel, die schon gute 2 Wochen in der Station sind und auch täglich gut zunehmen, also eigentlich keinen Grund zu übermäßiger Sorge bieten, sondern ganz normale Aufzuchten. Sie haben die Augen und Ohren jetzt gerade auf... seit 3 Tagen sind 3 deutlich größere Igel da, die sicher nochmal halb so groß sind...deren Augen und Ohren sind noch geschlossen, sie sind also jünger als die kleineren, aber durften einfach länger Muttermilch trinken. Dieses Phänomen kann man eigentlich bei jeder Tierart beobachten, auch wenn sie deutlich häufiger gefüttert werden als wilde Altersgenossen. Ersatzmilch ist eben immer nur genau das: Ersatz, der an das Orginal nicht heranreicht. Um auf die erforderliche Kalorienzahl zu kommen, müssen junge Säuger häufiger gefüttert werden als Wildaufzuchten.
(Zum Thema Milch hatte ich auch schonmal hier was geschrieben: http://www.tierpla.net/viewtopic.php?f= ... ilit=milch)

Was auch schon angesprochen wurde ist das Problem mit den Glasknochen, was leider ganz feldhasentypisch ist. Durch mangelnde Kalziumaufnahme werden die Knochen porös und brechen leicht. Dem kann man zum einen entgegenwirken, indem man regelmäßig etwas Korvimin beimengt. Zudem hat unserer Erfahrung geziegt, dass es sinnvoll ist Feldhasen nicht von der Milch abzusetzen, bevor sie ein Kilo erreicht haben. Das minimiert Knochenbruch enorm, damit gibts seit diesen Maßnahmen eigentlich keine Probleme mehr.
Auch ein Problem bei der Feldhasenaufzucht, insbesondere im größeren Stil, kann E. coli werden. Wenn es in den Bestand kommt, kann das schnell mal den großteil des Bestandes dahinraffen. Daher werden unsere Feldhasen immer vorbeugend besabt. Seither hatten wir auch keine größeren Einbrüche mehr.

Die Auswilderung ist bei Feldhasen Gott sei Dank das geringste Problem. Es hat einen Grund, warum man Feldhasen selten in Wildparks und ähnlichem zu sehen bekommt. Die Haltung ist einfach sehr schwierig, weil die Tiere so schreckhaft sind. Ist das Gehege zu klein, passieren so unschöne Unfälle, dass sie die Tiere plötzlich einfach den Kopf einrennen (aka Genick brechen oder Wirbelsäule usw). Bei ausreichend großen Gehegen bekommen die Besucher die Tiere nicht mehr zu sehen.. die Haltung rentiert sich daher in der Regel nicht.
Wir haben schon ausgewachsene Feldhasen bekommen, die schon 2 Jahre lang in der Wohnung bei Familien lebten, die sich sehr besorgt zeigten, ob die überhaupt noch scheu genug würden. Kaum waren diese Tiere eine halbe Stunde in einer großen Voliere, war da kein rankommen mehr, durch niemanden. Andere Tiere hatten weniger Glück und wurden erst mit gebrochenen Rückrädern gebracht, nachdem das Tier sich nach 3 Jahren plötzlich erschreckte und gegen die Tür rannte...

Bei uns werden auch Feldhasen inzwischen sanft ausgewildert (heißt Auswilderungsgehege, welches irgendwann tagsüber geöffnet wird, bis sie weg bleiben).. ist natürlich zu bevorzugen und erfolgversprechender. Aber aufgrund des beschriebenen Verhaltens haben sie auch bei der kalten Auswilderung ganz gute Chancen. Dann sollten sie aber natürlich vorher an entsprechendes vielfältiges Futter gut gewöhnt sein und nicht gerade von Wohnungshaltung in eine Schlechtwetterlage geschmissen werden.



liebe Grüße
Aj

PS: Master, habe mich schon gewundert.. warst so grantig.. so kennt man dich doch gar nicht ;-)


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BeitragVerfasst: Di 26. Aug 2014, 14:04 
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Also ich habe beim Mähen von steilen Hängen ein Feldhasenbaby ausgemäht und dass hat sich dann beim davonlaufen verirrt. Habe es dann mitgenommen und wir sind es beim aufziehen. Am Anfang hat es ca 160g gewogen. Wir haben eine alte Gehschule verwendet und die mit Stroh und Heu aufgefüllt. da kann er sich verstecken und hat ein wenig platz. Die ersten zwei Wochen hat er sich mit der Spritze füttern lassen danach aber nicht mehr. Ich habe es dann auf gut glück versucht und ihm die Katzenaufzuchtsmilch in einer Schüssel in sein "Gehege" gestellt. Da hat er dann wieder brav ggefressen. Mir ist auch aufgefallen dass er Stroh frisst und dann wollte ich ihm wie er es auch in der freien Natur finden würde frisches Gras anbieten. Das hat er auch gleich gefressen. Da das alles funktioniert hat habe ich ihm ein ca 2x3m großes gehege im garten gebaut wo ich mit ihm so gut es geht jeden tag hinausgehe. dort frisst er auch gras jedoch wenn man nur aus dem gehege geht wird er nervös er versucht einem immer hinterher zu rennen und sucht den schutz bei uns.
wenn man ihm am morgen wieder die schüssel gibt springt er auch schon recht hoch ca einen halben meter auf meine Hand. er will immer gestreichelt werden und sich bei uns verstecken. Wir decken dann oft die Couch mit decken ab und lassen ihn bei uns wenn er will. meistens hüpft er auf uns und schleckt uns ab.
mittlerweile ist er fast fünf Wochen bei uns und hat knappe 300g.
bei ihm habe ich wirklich das gefühl, dass er sich nicht mehr auswildern lässt.
denn auch im gehege auf der wiese hüpft wer immer wieder auf uns.....


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BeitragVerfasst: Di 26. Aug 2014, 19:45 
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Hallo dannefu,

das klingt interessant. Habt ihr ein Foto von eurem Kleinen für uns?
Woher wußtet ihr, dass er sich verirrt hat?


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