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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:09 
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Beutetrieb? Beschreibt es für mich nur netter. Im Ärmel steckt aber ein Mensch.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:10 
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Hallo Wildi,
ich kann Deinen Enthusiasmus dabei verstehen, weil ich Dich kenne und weiß, dass Du deinen Hunden nie Schaden zufügen würdest.
Trotzdem drängen sich mir einige Fragen auf.
Eine Wesentliche stelle ich jetzt mal allgemein in den Raum. Also nicht nur an Dich.

Wie kommt es, dass, wenn diese Hunde über den Beutetrieb das Wesentliche lernen, es aber immer öfter vorkommt, dass Hunde, die einst fachgerecht und sachlich ausgebildet wurden, oftmals nicht mehr vermittelbar sind, weil sie rel. unkontrollierbar zubeißen oder sagen wir nur noch sehr schwer zu händeln sind? Also ich rede jetzt von Hunden, die ausgedient haben, egal aus welchem Breich. Absichtlich nicht von den Hunden, die in einem Tierheim gelandet sind. Da könnte man es auf das Abschieben schieben. Wisst Ihr, was ich meine?

In meiner Familie alleine gab es zwei Hunde, die eine Komplettausbildung hatten (alle 3 Stufen), trotzdem hatten die eine echt Macke. :crazy: Der eine Hund ging auf alles los, was sich bewegte und die andere Hündin verkroch sich wochenlang in ihrer Hundehütte, im Zwinger und kam nur Nachts zum Fressen raus. Es sei denn, man machte mit dem Hund die erlernten Übungen, da war sie dann, wie ausgewechselt. Kaum hörte man auf, kam die extreme Panik wieder und sie rannte mit eingeklemmten Schwanz in ihre Hütte zurück.
Beides waren Schäferhunde.
Sind das jetzt Einzelschicksale? Ich meine, ich kenne noch mehr Hunde, die später nicht mehr zugänglich waren. Woran liegt das?
Wie gesagt, ich will das hier nicht schlecht machen, aber meine Zweifel finde ich schon irgendwie berechtigt - zumindest durch meine Erfahrungen oder?


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:12 
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Dante hat geschrieben:
Beutetrieb? Beschreibt es für mich nur netter. Im Ärmel steckt aber ein Mensch.


Der Hund sieht aber nicht den Menschen sondern den Arm als Beute! Da ist absolut nix netter beschrieben Dante ;) !Wenn Du den Arm auf eine Attrappe steckst, dann beißt er dann auch in den Arm rein, ohne das ein Mensch den Arm anhat. Oder wenn du den Arm an einer Leine ziehst, dann geht er auch an den Arm und nicht an den Menschen der ihn zieht!

@Moonie:

Also da geh ich mal von aus das den Hunden das nicht richtig beigebracht wurde, ich kann immer nur wieder betonen, das meine Hunde außerhalb des Platzes oder der ARbeit, stink normale total verschmuste Hunde waren.
Wenn ein Hund ins Angsbeissen reingeht dann wurde mit dem Hund nicht richtig gearbeitet, wir reden ja aber hier von "richtigem" Ausbilden!

Ich weiß nicht wie ich es euch noch vermitteln soll, wenn ein Hund richtig ausgebildet wurde, d.h. für mich über den Spieltrieb ausgebildet wird, dann passiert dem Hund absolut nix und er ist später eigentlich noch umgänglicher wie wenn er keine Ausbildung hätte.

Den Extremhund den du als erstes beschreibst der auf alles losgeht, könnte ich mir eventuell vorstellen das er über den Wehrtrieb ausgebildet wurde, d.h. das Angreifen was Mensch heißt, also keine Beute wie in meinen angeführten Beispielen den Arm, natürlich gibt es immer und überall schwarze Schaafe die Hunde eben auch so ausbilden das die alles angreifen, ich für meinen Teil kann dazu nur sagen, das gerade ausgebildete Schutzhunde total im Gehorsam stehen, auf dem Platz sowie abseits vom Hundeplatz.

Ich und alle die ich so kenne bilden rein über den Spieltrieb aus und auf Beute, und wenn Du es so machst dann ist das eher positiv wie negativ für den Hund.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:20 
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Sei mir nicht böse, aber die Antwort hört sich für mich an wie, der will nur spielen, der macht nix.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:28 
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Hier könnt ihr gerne mal sehen wie Amy gerade ausgebildet wird. Im untersten Clip und im obersten Clip. Da ist nichts was dem Hund angst machen würd oder sonstiges. Die Hunde werden auf ihre Beute fixiert, und wie Wilde schon sagte, es sind "im NORMALFALL" alles ganz normale Haus und Familienhunde. Ich kannn icht behaupten das Amy eine kleine Bestie ist nur weil sei in einen Ärmel beißt. Und ja, auch wenn es sich so anhört: der will nur spielen, der macht nix! Denn der Hund würde niemals auf die Idee kommen einem Zivilen Menschen an den Arm zu springen.

Hier der Link Schutzdienstausbilung


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:39 
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Dante... ich gebs nun auf!
Du interpretierst da irgendwas rein was nicht so ist!

@Dogmaniac: Ich seh mal wieder das Video nicht :( bei mir steht da no video, kann aber an meinem REchner liegen...


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:50 
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Versuchs auf Youtube:
Amy From Youtube.com


Amy 2 From Youtube.com


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:51 
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Wilde, ich habe so etwas schon gesehen, mehrfach, an verschiedenen Orten. Tut mir leid. Ich kann es einmal nicht befürworten, das Hunde im Training geschlagen werden, auch wenn "nur" mit Softteilen oder sonst was gemacht wird oder "nur" noch 2 mal. Wenn man dann als Antwort hört, er ist voller Adrenalin, er merkt das gar nicht.... Kopfschüttel

Ich kann es auch nicht gut heißen, das private Leute, Hunde auf Menschen hetzen. Auch wenn es auf den Arm ist, es ist ein Mensch drunter!!! Wenn er nur auf den Arm fixiert ist, kann ich auch Stöckchen werfen, als einen Hund auf einen im Ärmel steckenden Menschen zu jagen.

Ich war froh,hinter her Hundeplätze gefunden zu haben, die diese "Sportart" für private Leute nicht zu ließen. Dort trainierten wenn nur die Polizei und Grenzschutz ihre Hunde, das finde ich völlig in Ordnung.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 20:59 
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Dante hat geschrieben:
Ich kann es auch nicht gut heißen, das private Leute, Hunde auf Menschen hetzen. Auch wenn es auf den Arm ist, es ist ein Mensch drunter!!! Wenn er nur auf den Arm fixiert ist, kann ich auch Stöckchen werfen, als einen Hund auf einen im Ärmel steckenden Menschen zu jagen.


Und das ist genau der springende Punkt, ob ein Hund zu dienstlichen Zwecken so ausgebildet wird,
oder ob es zum privaten Vergnügen ist.
Bei den einen steckt der Sinn des Einsatzes dahinter,bei den anderen ist es sinnlos darüber zu reden,denn sie würden eh gegen an gehen.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:16 
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Zitat:
bei den anderen ist es sinnlos darüber zu reden,denn sie würden eh gegen an gehen.


genau so seh ich das jetzt auch :mrgreen:

@Dogmaniac: wow... super, sie hat nen richtig vollen, ruhigen Griff, perfekt für ihr alter, da kannste stolz drauf sein, typisch Malli eben :freu: hach macht richtig Freude da zuzuguggen, weitere Videos sind bitte erbeten :rolling:

Auch das zweite Video für ihr Alter... respekt :yeah:
Kannse schon Vorsitzen die kleene... schwärmmmmmm


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:25 
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Auf dem einen Video ist mein Züchter zu sehen (hetzt Amy), im übrigen sind er und seine Frau beide bei der Polizei und setzten ihre Hunde gezielt NICHT im Dienst ein, weil die Hunde sonst Zivile Menschen beißen "könnten", da diese auf den Menschen abgerichtet werden, nicht aber die Sporthunde.
Der älteste Rüde ist im Dienst, trotz allem ist er so gut im Gehorsam, das er niemals auf die Idee käme "ohne" Kommando auf Leute los zu gehen. Ach und ich vergaß, Cup (der Diensthund) ist auch Familienhund und neben ihm leben noch ein 2 jähriges Kind im Haushalt die super miteinander klar kommen und noch nie jemand verletzt wurde ;) (weder Hund noch Kind)


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:32 
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@Dogmaniac, so ist das ja auch normal :mrgreen:

Magste mal Oro sehen, der ist aber aus dem Dienst rausgenommen wegen Alter, der geilste Hund den ich jemals im Sport gesehen habe, der ist dreimal Champion de Rhoen im Französischen Ringsport gewesen hat 6 Diensthundeprüfungen mit bravur bestanden und lebt jetzt bei einer Familie, nur so am Rande erwähnt, auch völlig normal sozialisiert und greift auch niemand an.
er ist zwar sehr grau geworden, liegt aber am Alter Oro geht stramm auf die 13 Jahre zu. Aber ein Prachtkerl von einem Malli!

Dateianhang:
oro 005_Bildgröße ändern.jpg

Dateianhang:
oro 001_Bildgröße ändern.jpg


Wie gesagt stell ihn Dir ohne Grau vor, ein älterer Herr geworden, aber bis vor zwei Jahren ein absoluter Diensthund gewesen, letztes Jahr ham wir ihn dann in eine Familie vermittelt, wo er nun seinen Lebensabend genießen kann. Das hat Oro sich mächtig verdient, wenn Du den bei der ARbeit gesehen hast, ist dir die Gänsehaut von oben bis unten gelaufen.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:36 
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Die Wilde7 hat geschrieben:
@Moonie:

Also da geh ich mal von aus das den Hunden das nicht richtig beigebracht wurde, ich kann immer nur wieder betonen, das meine Hunde außerhalb des Platzes oder der ARbeit, stink normale total verschmuste Hunde waren.
Wenn ein Hund ins Angsbeissen reingeht dann wurde mit dem Hund nicht richtig gearbeitet, wir reden ja aber hier von "richtigem" Ausbilden!


Wildi,
ich schrieb ja, dass es jetzt nicht speziell an Dich schreibe. Allgemein, an Alle.
Beide Hunde wurden richtig ausgebildet, zumindest nehme ich es ganz stark an, denn es waren Hunde von der Bahnpolizei. Beide kamen direkt von dort, da sollte man doch davon ausgehen, dass Beide eine fachlich und sachlich richtige Ausbildung bekamen oder nicht? Gibt es da etwa auch noch einen Unterschied? :grübel: :hm: Ehrlich, ich weiß es wirklich nicht.

Bei der Hündin weiß ich nur, dass sie ausgemustert wurde, weil sie nicht unter den Zügen langgehen wollte. Von dem Rüden weiß ich gar nichts weiter, außer eben das, was einer aus meiner Familie erleben durfte.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:40 
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Sieht voll dem Cupi ähnlich (auf dem Bild is er zwar noch jünger, aber viel hat sich nicht getan, er ist jetzt etwas über 10 ;) und hat nur ein paar graue Haare an der Schnauze, das ist übrigens auch Erblich bedingt das es malis gibt die sehr schnell grau werden und andere erst im späten Alter)


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BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:44 
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@Moonie, ich hab das auch nicht auf mich bezogen ;) !

Also dazu kann ich sagen, daß die Ausbildungsmethoden bei der Polizei und beim Bundesgrenzschutz schon noch härter sind wie im privaten Hundesport!

Nur versteh ich dann nicht, weil normalerweise muss der Hund ja erst zum Diensthund zugelassen werden, also die Prüfung zum Diensthund müsste dann die Hündin schon gut abgelegt haben, jedoch ist es dann auch immer wieder ne Sache, wie werden die Diensthunde zuhause gehalten, sitzen die auf der Wache, eventuell vielleicht auch noch in zwei Händen, d.h. auf zwei Hundeführern, das ist dann immer Scheiße und ein Hund ist schnell versaut. Was jetzt Direkt der Grund ist für das Verhalten der Hunde die du geschrieben hast, kann ich so auch nicht beurteilen :hm: is immer so ne Sache, kommt auch wirklich sehr auf die Haltung privat an.

@Dogmaniac: Das is ja mal nen Prachtkerl... supi schöner Hundi, welchen Ausbildungsgrad hat der?


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 00:40 
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Hallo ihrs!

Tut mir Leid, dieses "alte" (und doch irgendwie aktuelle) Thema ausgegraben zu haben, aber das lies mich grad nicht mehr ruhig aufn Fingern sitzen:


Zitat:
Wie kommt es, dass, wenn diese Hunde über den Beutetrieb das Wesentliche lernen, es aber immer öfter vorkommt, dass Hunde, die einst fachgerecht und sachlich ausgebildet wurden, oftmals nicht mehr vermittelbar sind, weil sie rel. unkontrollierbar zubeißen oder sagen wir nur noch sehr schwer zu händeln sind? Also ich rede jetzt von Hunden, die ausgedient haben, egal aus welchem Breich. Absichtlich nicht von den Hunden, die in einem Tierheim gelandet sind. Da könnte man es auf das Abschieben schieben. Wisst Ihr, was ich meine?

In meiner Familie alleine gab es zwei Hunde, die eine Komplettausbildung hatten (alle 3 Stufen), trotzdem hatten die eine echt Macke. :crazy: Der eine Hund ging auf alles los, was sich bewegte und die andere Hündin verkroch sich wochenlang in ihrer Hundehütte, im Zwinger und kam nur Nachts zum Fressen raus. Es sei denn, man machte mit dem Hund die erlernten Übungen, da war sie dann, wie ausgewechselt. Kaum hörte man auf, kam die extreme Panik wieder und sie rannte mit eingeklemmten Schwanz in ihre Hütte zurück.
Beides waren Schäferhunde.
Sind das jetzt Einzelschicksale? Ich meine, ich kenne noch mehr Hunde, die später nicht mehr zugänglich waren. Woran liegt das?
Wie gesagt, ich will das hier nicht schlecht machen, aber meine Zweifel finde ich schon irgendwie berechtigt - zumindest durch meine Erfahrungen oder?


Es gibt da einen sich leider sehr oft bewahrheiteten Spruch:
Ein Wesenskrüppel bleibt ein Wesenskrüppel, egal, was man für ein gutes Bild in ihn hinein gearbeitet hat.

Ein Hund, der ernsthaft beißen will, tut dies auch ohne Schutzhundesport und ein Hund, der "klar im Kopf" ist, bleibt dies bei einer fachgerechten Ausbildung auch trotz Schutzdienst.

Die Frage beim ersten Hund ist halt - warum geht dieser Hund auf alles los?
Ist es ein Nervenproblem?
Hat man den Hund zu stark werden lassen?
Ist es eine fehlgeleitete Angstreaktion?
Ist das einfach ein Hund, der den Kampf sucht und weiß, wo er ihn findet?

Es falsch, dies am Schutzhundeprogramm festzumachen!

Ebenso bei der zwoten Hündin:
Vielleicht hat dieser Hund einfach Probleme, fühlt sich aber innerhalb der Ausbildung durch die doch sehr klaren Bilder (schwarz und weiß) so sicher, dass sie ihre Angst darüber vergisst?
Natürlich kann auch so ein Hund Schutzdienst erlernen und sich darin bis zu einem begrenzten Maß frei und sicher zeigen, aber es ist letztendlich nur eine Ausbildung und kann das veranlagte Wesen des Hundes nicht verändern, nur in den vorhandenen Tendenzen beeinflussen.


@Dante

Nun, was soll man dazu sagen?

Nach deiner Argumentation wäre es ebenso verwerflich, einen Hund in einen Ball oder ein Zerrtau beißen zu lassen, denn letztendlich hauche auch erst ich als Mensch diesem Gegenstand "Leben" ein.
Und die meisten "Schutzhunde" beißen tatsächlich nur die Jute und nicht den Menschen, es gibt sehr, sehr wenige Hunde, die auch wirklich den Helfer meinen und nicht das Spielzeug an seinem Arm. Und selbst so ein Hund kann lernen, sich innerhalb gewisser "Regeln" gemäß seiner Veranlagungen auszuleben, ohne deswegen einen Menschen zu Schaden kommen zu lassen.
Ist eigentlich eine faire Sache für beide Seiten.

Übrigens, hast du mein volles Verständnis, dass dich manche Dinge auf Hundeplätzen abschrecken:
Schutzhundesport KANN eine wundervolle Sportart für ein Mensch-Hund-Team sein.
Genausogut und wie JEDE Sportart mit Tieren auch kann sie aber für das Ego eines Menschen vergewaltigt werden.

Okay. Der Hund erhält im Programm zwei Schläge und DIR tun diese Schläge weh und du möchtest es nicht unbedingt haben.
Aber ...
Hunde sind bekanntlich ziemlich egoistisch veranlagt - wenn ein Hund diese Schläge so entsetzlich finden würde, wäre seine Reaktion wohl, den Arm auszuspucken und den Helfer mit dem Hinterteil nicht mehr anzuschauen. Sie sind halt im Programm enthalten, angelehnt an die ehemalige Funktion des Schutzhundesportes, Hunde für den Dienst vorzuselektieren.
Es gibt Hunde, denen machen die Schläge nichts aus, denn sonst würden sie nicht mehr beißen.
Und es gibt Hunde, die würden danach keine Lust mehr haben und diesen Hunden sollte man soetwas auch nicht zumuten!


Wie gesagt, ich respektiere deine Meinung absolut, auch wenn ich sie nicht zu teilen vermag.


Grüße,
Sentry


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 09:25 
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SentryDog hat geschrieben:
Die Frage beim ersten Hund ist halt - warum geht dieser Hund auf alles los?
Ist es ein Nervenproblem?
Hat man den Hund zu stark werden lassen?
Ist es eine fehlgeleitete Angstreaktion?
Ist das einfach ein Hund, der den Kampf sucht und weiß, wo er ihn findet?

Es falsch, dies am Schutzhundeprogramm festzumachen!

Ebenso bei der zwoten Hündin:
Vielleicht hat dieser Hund einfach Probleme, fühlt sich aber innerhalb der Ausbildung durch die doch sehr klaren Bilder (schwarz und weiß) so sicher, dass sie ihre Angst darüber vergisst?
Natürlich kann auch so ein Hund Schutzdienst erlernen und sich darin bis zu einem begrenzten Maß frei und sicher zeigen, aber es ist letztendlich nur eine Ausbildung und kann das veranlagte Wesen des Hundes nicht verändern, nur in den vorhandenen Tendenzen beeinflussen.


Hallo SentryDog,
erst einmal herzlich Willkommen auf dem Tierpla.net. ;)

Nun zu Deinen Fragen/Anmerkungen.
Leider kann man es nicht mehr nachvollziehen, denn Hunde und Besitzer leben inzwischen nicht mehr.
Beide Hunde stammten von der Bahnpolizei, nach deren Aussage wurden Beide fachgerecht ausgebildet, was auch die Papiere bestätigten.
Die Hündin (zweiter Hund) war irgendwann nicht mehr tauglich, weil sie wohl nicht mehr unter den Zügen entlang laufen wollte - laut deren Aussage. :hm:
Der Rüde wurde an ihn abgegeben, weil er sich über die Hündin beklagte, da sie - mit seinen Worten "nichts taugte" - also bekam er den Rüden dazu - als Wiedergutmachung - ohne weitere Begründung.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Aber es liegt jetzt auch schon 8 Jahre inzwischen zurück.
Wie damals schon gesagt, ich kenne oder besser kannte auch andere Hunde (ich wohne ja nicht mehr in der Gegend), die eine Schutzhundeausbildung hatten, die hinterher nicht mehr okay waren, um es milde auszudrücken. Sie wurden zu einem nicht mehr einzuschätzenden Risiko. Von einem Hund weiß ich, dass er eingeschläfert werden musste, da er gegen die eigene Familie ging.
Nun weiß ich nicht, wie diese Familie mit dem Hund umgegangen ist, wenn man nicht vor Ort war, aber wenn ich/wir da waren, konnten wir nichts Verwerfliches oder einen falschen Umgang feststellen. :hm:
Ich finde es nach wie vor eigenartig und glaube nicht, dass die Hunde "Schuld" waren.

Ich schrieb das auch nicht, um den Schutzhundesport generell schlecht zu machen, eher deshalb, dass mir vielleicht jemand erklären könnte, warum Hunde so "ausarteten". Denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass kein Hund bösartig auf die Welt kommt. Meiner Meinung nach ist es fast immer der Mensch, der aus Hunden sogenannte Bestien macht.

Dass Hunde mit diesen Softstöcken dabei geschlagen werden, auch wenn ich es immernoch nicht gut heißen kann, aber ich hab es begriffen, wie und warum das gemacht wird.


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 09:50 
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Ist es möglich, dass wenn ein solch ausgebildeter Hund nicht mehr auf den Platz darf oder seinem erlernten auch sonst nicht nachkommen darf, dass ihm dann einfach was fehlt und er deshalb einfach wahllos auf Menschen los geht, so wie bei Nightmoons Bekannten beschrieben?

Wenn dem Hund die Schläge auf dem Platz nicht weh tun, dann aber doch sicherlich bei einem echten Fall. Also wenn so ein Hund einen Kriminellen jagt, sich fest beisst und der reale Täter mit einem Gegenstand auf den Hund eindrischt, der nimmt bestimmt keine Rücksicht, ob es dem Hund weh tut oder nicht.
Lässt der Hund dann los, wird der Hund dann richtig aggressiv? :hm:


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 10:39 
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@Nightmoon


Danke für die nette Begrüßung *freu*

Hm, das klingt aber - ehrlich gesagt - ganz typisch nach einem "Diensthundeführer", der ein eigentlich für den Dienst ungeeignetes Mäuschen (dieses beschriebene Zwingerverhalten mit dem Zusatz, die Hündin wollte nicht mehr unter den Zügen entlang laufen, deutet eigentlich sehr stark auf einen Hund mit immensen Umweltproblemen hin, die diese Probleme halt beim Schutzdienst über den Trieb "vergisst", das sieht man dann doch recht häufig) führte und gerne so einen richtig starken, selbstbewussten, "bösen" Mordskerl gehabt hätte.
Leider wollen die meisten Diensthundeführer so einen Hund haben, da er als "ideal" hingestellt wird.
Nur, wie auch offenbar in jenem Fall, können die wenigsten so einen Hund führen!

Ne, klar, das ist lange her, du hast Recht. Aber es klingt nach einem starken Hund, der einfach zu groß werden durfte - und so Hunde neigen dazu, ihre Stärke manchmal auch gegen den eigenen Hundeführer und dessen Familie einzusetzen.
Deswegen ist so ein Hund nicht böse, aber trotzdem ist es nicht der Schutzdienst, der es dazu kommen lässt.
Und ohne den richtigen Hundeführer wird so ein Hund gefährlich, weil er von niemandem mehr geleitet wird und selbstständig seine Handlungen entscheidet.


Hm, warum manche Hunde so ausarten, gibt es mehrere Begründungen dafür.
Zum einen:
Es gibt ganz, ganz verschiedene Hundecharakteren und jeder möchte eigentlich seinem Wesen entsprechend behandelt werden. Leider erkennen die wenigsten Hundeführer diesen ureigenen Charakter und behandeln den Hund einfach falsch - verlangen gleichzeitig aber von dem Hund, zu "funktionieren". Puh, das kann nicht gut gehen!
Dann gibt es eben auch Hunde - wie in dem oben genannten Fall - die eine sehr souveräne, konsequente und manchmal auch "durchsetzungsfreudige" Hand brauchen und der Hundeführer dies nicht zu leisten vermag, der Hund also zunehmend mehr aus dem Ruder läuft und macht, was er will.
Manche Hunde haben eklatante Wesensmängel, massive Nervenprobleme oder sozial hochgradige Intoleranz - wird darauf nicht eingegangen oder dies nicht erkannt, können sich die Veranlagungen zunehmend verschlechtern, vielleicht wird mehrfach versucht, Fehlverhalten auf die falsche Art zu korrigieren und es festigt sich immer mehr.
Und natürlich kann manchmal auch einfach die Ausbildung nicht so fachgerecht sein, wie sie sein sollte, und der Hund erlebt dadurch mehr Stress, als ihm gut tut. Wer will ihm verdenken, dass er irgendwann austitscht? Aber auch das ist eine Sache, die überall und in jeder Sportart (auch in einer normalen Hundeschule) passieren kann und am fehlenden Einfühlungsvermögen des Ausbilders liegt.

Hoffe, deine Frage damit wenigstens etwas beantwortet zu haben.

Übrigens - "Bösartigkeit" ist so eine Sache.
Es gibt Hunde, die mit einem Charakter auf die Welt kommen, den man landläufig als "Bösartig" beschreibt, auch wenn Philosophen nun diskutieren mögen, ob ein Tier dies sein kann oder nicht.
Das ist aber sicherlich nicht zu vergleichen mit einem Hund, der wegen der Fehlbehandlung des Menschen austickt und jemanden beißt!



@sunshine

Hm, also dass ihm etwas fehlt und er deswegen wahllos auf Menschen losgeht, eigentlich nicht.
Aber es kann sein, dass der Hund ein regelmäßiges Training gewöhnt ist und plötzlich steht und nichts mehr tut und deswegen nicht weiß, wohin mit seiner aufgestauten Energie - und so ein Hund ist allgemein aufgedrehter und leichter reizbar als einer, der zufrieden auf das nächste Training wartet.

Du darfst eine Sache nicht vergessen:
Hundeplatz und Dienst sind zwei paar Stiefel!!!
Auf einem Hundeplatz wird durch die beiden Stockschläge quasi nur geschaut, ob einem Hund das Beißen wichtig genug ist, trotz dieser "Belastung" noch immer mit Begeisterung dabei zu sein. Nicht, weil er das toll findet, sondern weil er einfach ein robuster Hund ist und dieses gar nicht als schmerzhaft oder sehr unangenehm empfindet.
Die Stockschläge sind in keinster Weise vergleichbar mit dem, was einem Diensthund auf der Straße passieren könnte, denn es ist ein sportlicher Wettkampf und keine Diensthundeselektion (mehr)!

Es gibt tatsächlich Diensthunde, die im Training die Bombengranaten sind, bei einem reellen, gewaltbereiten Täter aber spätestens bei massiver Gegenwehr die Flucht ergreifen.
Klar, wie will man auch Tierschutzgerecht so eine Gegenwehr im Training simulieren?? Das ist einfach ein bestehendes Risiko, bei dem Ausbilder und Hundeführer scharf mitdenken müssen und sowohl in der Auswahl des geeigneten Hundes wie auch des Trainings immer überlegen, wie man den Hund auf solche Situationen vorbereiten kann, OHNE ihn im Training kurz und klein zu schlagen (das kanns ja auch nicht sein, einen Hund, der gar nicht dazu geeignet ist, künstlich "abzustumpfen").

Andererseits gibt es auch Hunde, die bei allem, was so ein Täter ihnen entgegen bringt, noch einen obendrauf setzen wollen. So etwas kann man einem Hund nicht lernen, das muss ein Hund einfach veranlagt haben - und genau deshalb sind dies auch bevorzugte Diensthunde, denn hier ist es möglich, ohne genau diese extreme "Gegenwehr" des Helfers bei jedem Training einen Hund zu haben, der wirklich zuverlässig auf der Straße arbeitet.

Konnte dir damit weitergeholfen werden? *hoff*


Grüße,
Sentry


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 17:36 
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SentryDog hat geschrieben:
Konnte dir damit weitergeholfen werden? *hoff*

Grüße,
Sentry


Mir hast du weiter geholfen, vielen Dank.

Die Geschichte mit den Nervenproblemen bei Hunden interessiert mich jedoch noch sehr. Vielleicht kannst du in einem extra Thread mal näher darauf eingehen. Wie erkennt man solche Probleme? Was können die Ursachen dafür sein? Wie behandelt man das? Sind Vielkläfferhunde nervenkrank? Usw...


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 18:58 
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WOW, erstmal vielen Dank, für Deine ausführliche Antwort. :top:
Ich finde es gut, wenn man alles gut beschreibt.
Ich gehe voll und ganz mit, mit dem, was Du geschrieben hast, nur nicht ganz mit den Diensthundeführern.
Angeblich, da wo die Hunde ausgebildet wurden, sei eine der besten Stellen in ganz Deutschland. Es muss bei Potsdam irgendwo liegen, vielleicht sogar in Potsdam? :hm: Das weiß ich leider nur vom Hören/Sagen.
Mich würde auch interessieren, wie Du das so in Einzelfällen siehst, wenn Hunde offensichtliche Macken haben.
Könntest Du das bitte mal in einem Extrathread etwas näher beschreiben? :lieb:


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 19:23 
Offline
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Hi!

Öhm ... :schäm:

Danke.

Mache ich gerne, aber Könntet ihr vielleicht einfach so einen Thread irgendwo passend hinstopfen, und irgendwo anfangen, denn ich weiß weder wohin, noch womit anzufangen?

*gradesoeinwenigaufdemschlausteht*


Grüße,
Sentry


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BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 19:45 
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Klar, kein Ding. ;)

KLICK HIER ;)


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BeitragVerfasst: Mo 28. Sep 2009, 09:34 
Offline
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Sentry... machst Du Hundesport, oder bildest du Dienstlich aus?
Würd mich ma so interessieren, wenn ja mit welchen Hunden?


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BeitragVerfasst: Di 29. Sep 2009, 11:36 
Offline
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@DieWilde7

Hi!

Nun, so richtig "Sporteln" tu ich nicht, geht schon eher in den Bereich Arbeitshunde (dienstlich mitunter auch).
Gearbeitet bislang mit Dobis, Rottweilern, belgischen, holländischen und deutschen Schäferlingen.



Grüße,
Sentry


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