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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 03:59 
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Ich habe eben eine Studie gefunden in der der Einfluss eines Hundes auf die Schulleistungen gemssen wird. Je enger die Bindung des Kindes an den Hund ist, desto besser ist es in der Schule: http://www.aow-bonn.de/www/wir/bergler/ ... istung.pdf


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 10:06 
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Interessant.. nur stellt sich mir hier die Frage nach dem Huhn und dem Ei.. was war zuerst da? Die Kompetenz, der Wille, die Liebe, sich mit einem Tier so zu beschäftigen, wie es in dem Artikel dargestellt ist, oder die Tatsache, dass ein Hund in der Familie präsent ist?

Ich denke schon, dass Kinder durch Haustiere geprägt werden. Speziell, wenn das Tier dem Kind absolut vertraut, es "braucht". Das sehe ich bei meinem Großen und "seinem" Kater, oder daran, wie sich meine Tochter mit den Pferden versteht.
Es ist gut für das Selbstbewusstsein, und gerade (männliche) Teenager, die ihr Zärtlichkeitsbedürfnis bei den Eltern nicht mehr und in einer Beziehung noch nicht befriedigen können, können das sehr gut bei einem Tier "lassen". Auch die Sache mit dem Gesprächspartner verstehe ich zu gut, ein Tier hört zu, verurteilt nicht, kommt nicht mit superklugen Ratschlägen, erzählt nicht weiter.

Insgesamt finde ich den Schluss "Hund fürs Kind" -> "Kind schreibt bessere Noten" allerdings etwas abenteuerlich...


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 10:49 
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Die Tatsache, dass Haustierhaltung ein Kind prägt, steht für mich außer Frage.
Dass sich eine enge Bindung zum Hund positiv auswirkt, dessen bin ich sicher.

Aber von 400 Interviews mit Müttern bessere Noten abzuleiten halte ich für sehr weit hergeholt.
Dazu bedarf es wesendlich mehr Teilnehmer, einen längeren Zeitraum und objektive Einschätzung.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 14:10 
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Zitat:
"1) Pilotstudie mit qualitativen Interviews mit 50 Personen (Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen),
2) standardisierte Repräsentativstudie: Fragebogen auf Basis persönlicher Interviews mit 400 Personen"

Für mich ist das ´ne Art Umfrageergebnis, hat aber nix mit´ner wissenschaftlichen Studie oder fundierten Erkenntnissen zu tun...Interviews, Fragebögen >>wie aussagekräftig ist das ?
Es beruht auf Einschätzungen zB
- wie stark die Bindung zum Hund ist von Pubertierenden die das wohl je nach Tagesform beantworten
- von mütterlichen Einschätzungen, wo ich nicht glaube das das immer 100 pro objektiv gesehen wird und selbst wenn nicht unbedingt Dritten "negativ" auf´s Brot geschmiert wird
- Lehrer ? Die den Schüler vermutlich nie mit Hund erlebt haben und kaum die Intensität bzw wie es dadrin steht den "Einflusses der Bindungsqualität" einschätzen oder gar bewerten können und somit die Auswirkungen ebenfalls nicht

Wenn ich dann weiter lese:
"(3)Bei einer engen Kind-Hund-Beziehung lässt sich ein eindeutig positiver Zusammenhang
mit der Entwicklung und Förderung des schulischen Leistungsverhaltens nachweisen. Jungen mit enger Bindungsqualität zu ihrem Hund:
2) werden unabhängig von ihren Schulnoten von ihren Müttern häufiger als sehr gute oder gute Schüler eingestuft"

kommen mir Zweifel. Einschätzung nach Muddis Einzelmeinung unabhängig von Noten in einer "Studie" wo es darum geht, dass Kind in der Schule besser ist wegen eines Hundes? Welche Mutter gibt schon zu, dass sie´ne Vollnull großzieht?!
"3) waren bereits in der Grundschule bessere Schüler als Jungen mit einer weniger
intensiven Heimtierbeziehung und sind seit der Grundschule signifikant häufiger noch besser in der Schule geworden,
4) zeigen eine deutlich ausgeprägtere schulische Leistungsmotivation und signifikant weniger Defizite in ihrer Bereitschaft, Leistung für die Schule zu erbringen."

Gibt´s dafür sowas wie´n Beweis oder verlässt man sich auf oben erwähnte für micht repräsetative Befragungsergebnisse?

Ich glaube schon, dass ´n Haustier (muss kein Hund sein) in mancherlei Hinsicht "postitive Nebenwirkungen" hat aber das nun der Familienhund für bessere Noten beim Nachwuchs sorgt halte ich für nicht nachvollziehbar


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 17:24 
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Zitat:
Interessant.. nur stellt sich mir hier die Frage nach dem Huhn und dem Ei.. was war zuerst da? Die Kompetenz, der Wille, die Liebe, sich mit einem Tier so zu beschäftigen, wie es in dem Artikel dargestellt ist, oder die Tatsache, dass ein Hund in der Familie präsent ist?

Das habe ich mich auch gefragt.


@ Ziesel
Zu wissenschaftliche Studien zählen auch wissenschaftlich erfasste Umfragen.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 17:40 
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Meerschweinchen Supporter
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Also ich kann aus persönliche Erfahrung sprechen. ich hab meinen Hund mit 12 bekommen und es hat meine Schulleistungen nur anfangs tangiert (allerdings eher negativ :mrgreen: ). Stop. Es hat sich später teilweise wirklich positiv auf zumindest mein Lernverhalten ausgewirkt. Bei uns galt nämlich die Regel: Wer lernen muus, braucht nicht mit dem Hund zu gehen. :pfeif:


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 17:48 
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Nope, kann ich nicht bestätigen...seit meinem 10. Lebensjahr eine Hündin (Pünktchen) mein Bruder war 8...
wir wurden mit dem Alter erst einsichtig, wie wichtig gute Noten sind...da konnte auch der Hund nicht helfen :D!


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 17:55 
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Meerschweinchen Supporter
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@lapin: vll. haben wir ihn nur zu spät bekommen und er braucht länger bis er wirkt?


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 17:57 
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Möglich...wäre die einzige Erklärung, weshalb wir nicht in diese Studie passen :jaja:!


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BeitragVerfasst: Mo 16. Jan 2012, 20:07 
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Ich denk mal das hängt einfach davon ab, dass die Kinder eine gewisse Verantwortung übernehmen, egal bei welchem Tier. Es hängt natürlich auch davon ab wie das Kind bei der Tierpflege mit eingebunden wird bzw. auch vom Charakter des Kindes. Solche Studien haben meist keine repräsentative Grundgesamtheit, weil einfach zu viele Fakroten rein spielen, die auch gerne übersehen werden.


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 00:15 
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saloiv hat geschrieben:
@ Ziesel Zu wissenschaftliche Studien zählen auch wissenschaftlich erfasste Umfragen.

Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder ? :grübel: Hältst du diese Umfrage bzw das Umfrageergebnis für irgendwie wissenschaftlich begründet, fundiert, repräsentativ oÄ?


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 00:24 
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Dajanira hat geschrieben:
Ich denk mal das hängt einfach davon ab, dass die Kinder eine gewisse Verantwortung übernehmen, egal bei welchem Tier. Es hängt natürlich auch davon ab wie das Kind bei der Tierpflege mit eingebunden wird bzw. auch vom Charakter des Kindes.


So denke ich das auch. Allerdings denke ich das auf jedes Haustier bezogen. Wenn ein Kind Verantwortung für etwas übernehmen muss, übernimmt es auch die Verantwortung für sich selbst. Ich sehe es an mir und auch jetzt an meiner Nichte. Ich will nicht sagen, dass ich der totale Überflieger in der Schule war, aber dennoch war mir relativ früh bewusst, was es heißt, in die Schule zu gehen. Ich hatte /habe immer gute Bindungen zu meinem Tieren gehabt.. Sie gaben mir Halt und irgendwie das gewisse etwas. Habe ich nichts für die Schule getan, durfte ich mit dem Hund nicht üben, hat es jemand anderes getan. (Der Hund am nie zu kurz!)
Bei meiner Nichte ist es irgendwie auch so. Sie wird mit Tieren groß und hat schon mit ihren jungen Jahren ein gewisses Verantwortungsbewusstesein. Ich glaube schon das es großen Einfluss darauf hat!


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 00:32 
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Was ich davon halte ist ziemlich nebensächlich. In der Wissenschaft gibt es verschiedene Vorgehensweisen um eine Studie zu erstellen und dazu gehört u.a. auch die Befragung. So wird Wissenschaft definiert. Man kann in Experimenten beobachten, man kann Umfragen erstellen und vieles andere was wissenschaftlich anerkannt ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Befragung


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 00:58 
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Öhm nö, ist nicht nebensächlich..ich fragte ja ob du das für wissenschaftlich begründet hältst was bei dieser Umfrage rauskam. Gibt vermutlich ´n Grund warum du das hier gepostet hast, ob nu einfach Interesse am Thema, du Meinungen dazu lesen wolltest oder Erfahrungen..gibt ja hier einige die mit Hunden aufwuchsen bzw Hund und Kind(er) haben.
Generell als Thema fänd ich interessant, was bei Kids die mit Haustieren aufwuchsen so als "positive Nebenwirkungenuswirkungen" zu beobachten ist


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 01:20 
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Ich glaube auf jeden Fall, dass Tiere auf Kinder einen Einfluss haben, d.h. das Kinder, die Tiere halten, sich anders entwickeln als andere Kinder. In Der Umfrage wird jedoch nicht unterschieden zwischen Kindern ohne und mit Hunden sondern zwischen Kindern die eine engere Bindung zu Hund haben und solchen, deren Bindung schlechter ist. Das Kinder die eine enge Bindung zu ihrem Hund aufbauen können auch allgemein sozialer sind (was ja auch in der Studie herauskam) kann ich mir gut vorstellen. Die Frage dabei ist, ob das Kind nicht erst sozial war und dadurch eine gute Bindung zum Hund aufbauen konnte oder ob es durch den Hund erst das Sozialverhalten erlernt. Das ist wie mit Huhn und Ei. Wer war zu erst?
Vielleicht sind Kinder die allgemein "bindungsfähiger" sind, also auch eine engere Bindung zu ihrem Hund haben und mehr Verantwortung für ihren Hund übernehmen besser in der Schule als Kinder sind, deren Bindung zum Hund weniger ausgeprägt ist, kann ich mir auch gut vorstellen, denn die Kinder, die Verantowrtung für ihren Hund übernehmen werden etwas "erwachsener", "verantwortungsvoller" usw. als Gleichaltrige sein und das wirkt sich natürlich auf die schulischen Leistungen aus.

Wenn ich z.B. mich und meinen kleinen Bruder vergleiche (wir beide hatten seit früher Kindheit jeweils 1 Kaninchen die zusammen lebten) dann bestätigt das die Untersuchung. Ich war verantwortungsvoller, habe die Kaninchen von klein auf versorgt und gepflegt (wie eine Erwachsene) während mein Bruder sich gar nicht kümmert. Bezogen auf die Schulleistungen hatte ich bessere Schulleistungen als er. Aber wie gesagt bezweifel ich, dass es durch die Bindung zu Kaninchen kam und denke eher, dass ich eben allgemein zu mehr Verantwortung gegenüber Tiere und Schule fähig war.

Schulleistungen finde ich allerdings ziemlich nebensächlich, mir wäre es wichtiger, dass mein Kind den Umgang mit Tieren erlernt (Verantwortung würde ich nie dem Kind in die Hände legen, ein Kind soll Kind und kein kleiner Erwachsener sein!) und glücklich ist. Deshalb würde ich mich für die Tierhaltung entscheiden. Niemals käme mir ein Tier ins Haus damit das Kind besser in der Schule wird. :lol:


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 03:21 
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Macht ein Hund sozialer ? Ich weiss nicht...ich glaube nicht unbedingt. War ich nie mit mit anderen Kids in Kita/Kiga,hatte keine Freunde und/oder Geschwister sondern entwickle quasi als Ersatz stattdessen eine enge Bindung/Beziehung zum Hund - macht mich das Menschen gegenüber sozialer ?
Selbe Frage stell ich mir bei manch älterem Menschen, der zwar ´n Hund hat, diesen betüdelt und verwöhnt wie andere nicht mal ihre Kids aber im Umgang mit anderen Menschen null Takt, Toleranz, Rücksicht, Fürsorge, Einfühlungsvermögen ect zeigt. Da kommt an erster Stelle der Hund und dann der Halter und dann ´ne Weile nichts . . .
Ich verurteile das nicht (wird Gründe haben) aber frag mich, wie sich das auf´s soziale Umfeld auswirkt.
Vorstellbar ist für mich, dass so jemand ausgeglichener ist als ohne Hund , einfach weil jemand da ist, der einen mag, der zuhört, einen begleitet und einen zum regelmäßigen "Tapentenwechsel" zwingt weil man ja nun mal mit Wau raus muss.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 12:25 
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Ich hab schon immer gewusst, dass es für Kinder besser ist, wenn sie von Anfang an mit Hunden aufwachsen..Dafür gibt es doch mehrere Gründe. Tiere und besonders Hunde fördern vor allem soziale Kompetenz und entspannen bei Stress


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 12:28 
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Da sind die Erfahrungen hier aber sehr unterschiedlich ;)!


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 20:17 
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Ich hab mein erstes Haustier in Form eines Hundes erst recht spät bekommen, da war ich schon Jugendlich ... allerdings hatte es tatsächlich meine sozialen Komponenten enorm verstärkt, ich hab am einfachen System Hund lernen können, daß Lebewesen eben doch nicht so unberechenbar sind, wie ich sie bislang wahrgenommen hatte.
Andererseits forderte Cyra, daß ich mich auf sie einstelle, auf sie achte, ihre Mimik und Gestik lese - und damit brachte sie mir wesentliche Dinge bei, die mir im Umgang mit Menschen fehlten. Schließlich hab ich auf Worte geachtet - und die sagen selten das aus, was Mensch meint.
Nachdem ich also vom Hunde gelernt hab, auch auf Mimik und Gestik zu achten, hatte ich ähnliche Mimik und Gestik auch an Menschen wahrnehmen können ... ein wenig Literatur zu dem Thema rundete das Ganze ab und ich fing selbst an, Mimik und Gestik bei mir zu trainieren. Der Erfolg war verblüffend, ich wurde das erste Mal in meinem Leben richtig verstanden!

Aber das war nicht alles - ich hatte ja nach und nach die Ausbildung des Hundes übernommen und später auch andere Hunde ausgebildet. Damit mußte ich mich mit anderen Menschen koordinieren, mußte organisieren, planen und dann auch noch die Tips und Tricks der Anderen abschauen und erlernen - und das wiederum hatte weitere Fähigkeiten trainiert, die ich vorher einfach nicht kannte.

Ausnahmslos alles, was ich im Pflichtunterricht in der Schule gelernt hab, hätte ich auch ohne Probleme in weitaus kürzerer Zeit allein in der Bibliothek lernen können. Das Abi hätt ich dann ohne Probleme deutlich besser schon mit 15 geschafft - ohne Schule und die Störung durch Klassenkameraden und Lehrern, nur mit den richtigen Büchern.
Aber das, was ich auf den verschiedenen Hundeplätzen gelernt hab, das ging nur in der Praxis! Durch die Hunde war auch das Interesse bei mir vorhanden, mich mit den ganzen anderen Problemen, angefangen von Logistik über Durchsetzen von Ideen bis Planung der Trainingsstunden und Einteilung von Hilfspersonen, auseinanderzusetzen. Das sind alles Dinge, die man nicht nur zur Hundeausbildung, sondern auch ganz ohne Hund im ganz normalen Studien- und Joballtag braucht.

Allerdings hätte das alles nicht geklappt, wenn nicht eh bei mir der Wunsch nach einem Tier dagewesen wär ...

Ach ja ... die Schulleistung hat die Bindung zum Hund definitiv nicht verbessert.


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 20:23 
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au weia - warst Du auch ein Mimik-Legastheniker?

Das Phänomen kenne ich von zwei Seiten: einmal die echten Legastheniker, die tatsächlich auch beim "Lesen" der Kommunikations-Signale Probleme haben können. Und bei Kindern (und später Erwachsenen), die klein oft die Information bekommen haben: "Was Du fühlst und spürst, ist falsch!" - so lange, bis sie wirklich nur noch dem gesprochenen Wort vertrauen udn damit natürlich entsprechend oft auf die Schnauze fallen.

Zuerst die Körpersprache der Tiere zu lernen klingt nach einem hoffnungsvollen Weg....


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 20:39 
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Ich wußte ja nicht, daß man auf Mimik und Gestik achten muß ... ich wußte noch nicht mal, daß man Menschen angucken muß, damit die auf einen aufmerksam werden ... war eh alles andere interessanter wie so ein langweiliges Gesicht. :D
Merkwürdigerweise konnte mir das mit der Mimik auch nie jemand sagen (oder wollte nicht, weil die andern sich verscheißert fühlten bei meinen Fragen?)

Also insofern echter Mimik-Legastheniker :lol:


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BeitragVerfasst: Mo 16. Apr 2012, 20:41 
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Murx Pickwick hat geschrieben:
Merkwürdigerweise konnte mir das mit der Mimik auch nie jemand sagen (oder wollte nicht, weil die andern sich verscheißert fühlten bei meinen Fragen?)


Nein, weil die meisten sich darüber einfach keine Gedanken machen und keine Ahnung haben, wovon Du sprichst.


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BeitragVerfasst: Fr 11. Mai 2012, 20:16 
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also bei uns an der schule haben sehr viele Familien Haustiere unter anderem Hunde und ich denek, dass man die Umfrage nicht pauschalisieren kann. Das Umfeld der Kinder und das Elterhaus sind da eher zu berücksichtigen. Klar erkennen viele Kinder dass sie verantwortlich mit den Tieren umgehen müssen und können das auch auf das Umfeld übertragen, jedoch hängt davon nicht die schulische Leistung und Anstrengungsbereitschaft für die Schule und das Lernen von den Haustieren ab.

Und was ich sehr lustig finde:
Ich habe insgesamt drei Geschwister und wir waren ein Haushalt der mit Tieren aufgewachsen ist. Jeder hatte die Verantwortung für das eigene Tier (sei es ein Hamster, Kanickel, Merrschwein oder ein Vogel) zu tragen und dann kam Benny. Unser Hund den wir sehr lange wollten. Ich als älteste Schwester habe ein gutes Abitur hingelegt, die Noten meiner drei JÜNGEREN Geschwister dagegen fielen ab und waren nicht mehr so gut. Dabei hatten sie den Hund in einem früheren Stadium ihrer Entwicklung und die Verantwortung für diesen als ich wahrgenommen. --> Hmmmm.... lustige Studie ;)

Liebe Grüße


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