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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 14:48 
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Ich war eben bei den Kaninchen draußen und habe dort rumgewerkelt und Joy war wie immer mit draußen. Ich bin es gewohnt, das Joy manchmal aus Langeweile anfängt Grashüpfer, Fliegen und co zu jagen, sie springt dann immer wie ein Fuchs hinter der Beute her. Heute hatte sie's wieder gemacht und ich habe mir nichts dabei gedacht. Sie hüpfte, turnte und wusselte zwischen dem Giersch und den Brennesseln rum. Als ich aus dem Gehege kam, kam Joy freudestrahlend auf mich zu, tipselte vor mir rum und war ganz aufgeregt. Ich hatte mich hingehockt und sie gestreichelt, als ich genauer hinsah, sah ich das Joy etwas im Maul hatte, sah aus wie ein kleines Stöckchen. Ich machte die Hand auf und sie legte es in meine Hand ab. Ich dachte ich guck nicht richtig, es war eine Maus! :shock:
Ich lobte Joy, gab ihr ein Leckerlie, sie zottelte mit dem Leckerlie ab und ich hatte mir das Mäuschen angeguckt.

Die Maus lebte und war unverletzt, stand "nur" unter Schock. Ich hatte das Mäuschen im Gebüsch freigelassen.

Was genau hat Joys Verhalten zu bedeuten?
Genauso wie bei Katzen, das sie Essen nachhause bringen?
Sollte ich mit der Maus das jagen üben? :grübel:

Joy jagt eigentlich nicht, außer Insekten lässt sie andere Tiere in der Regel in Ruhe. Sie würde auch kein Tier so einfach töten. Sie hatte schonmal ein Mäuschen im Maul, das war im Winter und das Mäuschen war wohl unterkühlt und rannte nicht weg. Joy wollte das Mäuschen ins Maul nehmen, die Maus quiekte und sie lies die Maus sofort in Ruhe. :hm:


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 15:14 
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Hm.. Man kann spekulieren. Evtl hat sie sich was bei den Katzen abgeschaut??

Oder aber es hat was mit deinen Übungen zu tun, wo sie den Futterbeutel gesucht hat? Lerneffekt: Wenn ich es finde und bringe, gibts was tolles.
Viele Hunde fangen dann nämlich an selber zu überlegen, wie sie zu dem gewünschten Erfolg kommen. Und hat ja auch irgendwie geklappt. Mäuschen gebracht, leckerlie ;)

Oder aber, sie ist eben doch ein Hund, der ab und zu gerne mal ein Mäuschen fängt. Heißt ja nicht, dass sie gleich alles jagen geht. Aber ob Maus jagen üben so sinnvoll ist :hm: Weiß nicht. Ich würds nicht machen. Denn wenn man da auch nur die kleinste Kleinigkeit falsch macht oder übersieht, schwupps ist da ein Hund, der zum richtigen Jäger wird! :hm:


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 15:29 
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Sana hat geschrieben:
Mäuschen gebracht, leckerlie

Naja soll ich sie dafür "tadeln" wo die Katzen für gelobt werden? :hm: Wäre in dem Sinne ihr gegenüber nicht fair. :?

Sana hat geschrieben:
Aber ob Maus jagen üben so sinnvoll ist

Sie soll ja nicht jagen und eigentlich hat sie's sonst auch nie gemacht, seitdem sie bei mir ist. :grübel:


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 15:35 
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Nein, natürlich nicht tadeln! Zeugt doch vom selbstständigen Handeln ;) Ich wollte damit sagen, dass es vielleicht auch sein kann, dass sie einfach ausprobiert, wie weit sie womit kommt. Also ist es nicht verkehrt zu belohnen, wenn der Hund sich selbst quasi anbietet. Was jetzt jeder gut findet, ist halt auch eigene Meinung ;)

Wenn sie nicht jagen soll, dann würde ich es aber wiederum nicht belohnen. Sondern wenn sie es bringt, okay, aber weiter nicht beachten :hm:


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 15:57 
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Naja ich hab's in soweit belohnt, das sie mir die Maus gegeben hat und ich sie ihr nicht wegnehmen musste. :?


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 19:07 
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hm joaa... Also ich persönlich würde jetzt mit Alternativangeboten kommen. Reizangel (obwohl das in meinem Kopf eher umstritten ist), ZOS, Futterbeutel apportieren, Leckerchen in die Wiese drücken, andere "Jagdspiele", sowas eben. Wenn sie in der Sache, vor allem Kopfmäßig ausgelastet ist, aber auch Körperlich, hat sie kaum bis wenig anreiz was zu jagen.

Aber so wie man Joy von den Erzählungen kennt, war es wohl eher eine "Einzeltat" von Joy. Und vielleicht war die Maus auch schwach/krank, wer weiß :hm:


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 20:14 
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Sana hat geschrieben:
Evtl hat sie sich was bei den Katzen abgeschaut??

Das ist gut möglich.
Bijou bringt andauernd Mäuse mit und verkündet lautstark, dass sie Futter mitgebracht hat und hört nicht auf zu Maunzen bevor sie Beachtung findet.

Vermutlich hatte Joy Langeweile, beim schnüffeln ist ihr die Maus unter die Nase gekommen und dann ging der Terrier mit ihr durch.
Nicht umsonst werden Terrier hier oben Rottenbieter genannt.


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 20:33 
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Venga hat geschrieben:
dann ging der Terrier mit ihr durch.

Hätte Joy die Maus dann nicht auch totgebissen? Wenn der Terrier wirklich durch kam? Joy schleppte die Maus behutsam im Maul, sie war nichtmal nassgesabbert. :grübel: :hm:

Das Hunde Jagdtrieb haben, ist mir bewusst. Aber wieso bringt sie mir ihre "Beute"? Sie hatte nicht aufgehört zu "nerven". :?


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 20:36 
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Also wenn Lena ne Maus oder auch Ratte gepackt hat, dann hats das Tier nicht überlebt!

Vielleicht hat sie sich wirklich was kätzisches abgeschaut ;)


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 20:41 
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Mrs Rabbit hat geschrieben:
Sie hatte nicht aufgehört zu "nerven".
Genau wie Bijou :lol:
Mrs Rabbit hat geschrieben:
Hätte Joy die Maus dann nicht auch totgebissen?
Sie hat ja gelernt mit allen tierischen Mitbewohnern sehr vorsichtig zu sein. Möglich, dass sie bei öfterem Mäusefang, sie irgendwann auch tötet.

Venga hat ja nie irgendwas gefangen.
Ich kann das nur mit Katzen vergleichen und das hinkt wahrscheinlich. Murkel hat die ersten Mäuse auch unverletzt mitgebracht.


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BeitragVerfasst: Mi 29. Okt 2014, 22:47 
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Es gibt zwei Eigenschaften und eine erlernte Handlung, die dazu führen, daß Joy genau so und nicht anders handelte ...

Erste Eigenschaft: Joy kann Mäuseln, heißt also Mäuse fangen. Diese Eigenschaft scheint recht schwach ausgeprägt zu sein, ansonsten würde Joy häufiger Mäuse fangen.
Zweite Eigenschaft: Weiches Maul, heißt also, Joy beißt nicht tot, sondern trägt die Beute, wie eine Hündin ihre eigenen Jungen tragen würde. Diese Eigenschaft ist normalerweise beim Terrier unerwünscht, kann aber auftreten - bei Cockern, Retrievern und Settern dagegen ist diese Eigenschaft erwünscht, der Jäger will schließlich die apportiere Beute ganz gern unzerkaut und im Ganzen, möglichst ohne Hundesabber dran, abgeliefert bekommen. Dennoch kommen da bisweilen auch Hunde vor, die den Tötungsbiß korrekt anwenden - aber dann eben auch nicht so vorsichtig apportieren, daß die apportierte Beute unverletzt bleibt.
Beide Eigenschaften sind angeboren und lassen sich über Erziehung nicht, oder nur sehr wenig, beeinflussen.

Das Dritte ist das Apportieren selbst - davon hat der Hund eigentlich nix. Aber er ist intelligent genug, daß man ihm beibringen kann, wenn du mir etwas bringst, bekommst du was dafür - ist halt wie Arbeit für uns, wir gehen Arbeiten und bekommen dafür zur Belohnung Geld ...
Wenn ein Hund einmal apportieren gelernt hat und gelernt hat, es lohnt sich, bringt er alles Mögliche und Unmögliche ... Joy in diesem Fall eine Maus, die er per Mäuseln gefangen hat, aber aufgrund der Mutation weiches Maul nicht töten konnte ...

Ganz einfach :D

Wenn Hunde über Tausch und Belohnung zum Apportieren ausgebildet werden, probieren sie einfach irgendwann aus, für was sie alles Belohnung bekommen, wenn sie etwas bringen - je mehr man das fördert, desto eher bringen sie übrigens irgendwann auch von allein für sie leckere Dinge - in der Hoffnung, eine noch leckerere Belohnung dafür zu bekommen. Und das wiederum kann einem Hund das Leben retten, wenn zufälligerweise mal wieder irgendein humanoider Halbaffe mit Rattengift versetzte Wurst auslegt.
Das Belohnen bei Apport fördert nicht das Jagdverhalten, sondern nur das Bringen von Gegenständen, Beute und Futter ... es gibt also keine Nachteile für den Menschen (außer, daß eventuell irgendwann auch für den Menschen eklige Dinge gebracht werden), aber jede Menge Vorteile für die Gesundheit des Hundes - ich würd deshalb alles belohnen, was mir mein Hund bringt.

Wenn Hunde anfangen, von sich aus Gegenstände oder was auch immer zu bringen, weiß man, daß man alles richtig gemacht hat beim Apportieren ausbilden. Ein Hund, der über Zwangsapport (also roher Gewalt) dazu gebracht wird, etwas zu bringen, wird nur auf ausdrücklichen Befehl hin etwas bringen - und das nicht mal zuverlässig. Apportieren macht dann nämlich keinen Spaß, der Hund hat einfach nur Angst davor, den Apportierbefehl zu verweigern.


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