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muss man unbedingt andere Leute dumm anmachen, wenn sie eine ehrliche Antwort geben?
Mir liegt es fern, dich dumm anzumachen, da würd ich mich nicht so reinhängen und meine wertvolle Zeit damit verschwenden, Ratschläge, die nicht gewollt werden, an den Mann/die Frau zu bringen ...
Mir geht es um Itchy - ich glaube dir, daß Itchy noch munter ist und frißt, damit hat sie auch gute Chancen, nach Futterumstellung und Abstimmung des Futters auf ihren Zustand wieder zu heilen.
Ich würd Itchy gerne nehmen, da ich inzwischen zwei Kaninchen mit nicht heilen wollenden Abszessen wieder hinbekommen hab (beides Kaninchen, welche nur rationiert Frischfutter bekamen und hauptsächlich von Heu leben mußten) und deshalb mir sicher bin, auch Itchy wieder hinzubekommen - nur, selbst wenn du mir Itchy bringen würdest, ich habe hier einfach nicht die Kapazitäten, noch mehr Tiere wie meine Eigenen zu verpflegen. Also bleibt mir nix weiter übrig, wie dir ins Gewissen zu reden und dir klarzumachen, wie du selbst Itchy wieder hinbekommen kannst.
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Wieso sollte ich soviel anderes füttern, dass sie kein Heu mehr fressen?
Weil Heu unnatürlich für Kaninchen ist und als Hauptnahrung zu Mangelerscheinungen führt.
Weil im Heu meistens ein hoher Anteil an hochgiftigen Hochzuchtweidegräsern sind und Kaninchen sich damit vergiften können.
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Die Kaninchen brauchen (bzw. frisches Gras) für die Abnutzung der Zähne bzw. das Abführen von verschluckten Haaren. Außerdem ist das das Grundnahrungsmittel von Kaninchen.
Ich habe seit meiner Kindheit sowohl Wildtiere, als auch wildlebende Haustiere beobachtet. Darunter waren auch aufgrund der leichten Beobachtbarkeit ausgesetzte Hauskaninchen in der berliner Innenstadt im Vergleich zu Wildkaninchen- und Mischkaninchenpopulationen. Wildkaninchen hab ich zusätzlich noch an mehreren Stellen in Westdeutschland und nun auch meine eigenen Hauskaninchen unter Weide- und Freilandbedingungen beobachtet.
Ausnahmslos alle beobachteten wildlebenden Kaninchen, egal ob Berlin, norddeutsche Heide, Westerwald, Taunus oder wo auch immer fraßen nur sehr wenig Gras, die Hauptnahrung waren und sind immer Kräuter, darunter auch viele Kräuter, die in unseren Heilkräuterbüchern stehen.
Nach meinen Beobachtungen fressen wildlebende Kaninchen, egal ob ausgesetzte Hauskaninchen oder mitteleuropäische Wildkaninchen, zwischen 80g - 300g/Kilo Lebendgewicht frische, junge Kräuter.
An Gras werden nur junge Weidegräser und Grassamen gefressen, wenn es nix anderes gibt, auch zur Not Gras, um nicht zu verhungern. Das, was ausgesetzte Hauskaninchen fressen, umfaßt das gleiche Pflanzenspektrum in gleicher Verteilung der Pflanzen zueinander, wie bei den Wildkaninchen, es gibt keinen Unterschied im Selektionsverhalten von Hauskaninchen zu Wildkaninchen.
Das deckt sich auch sehr gut mit der Literatur, die über Kaninchen zu finden ist und von Wissenschaftlern, Jägern und Naturmenschen geschrieben wurde, die ihrerseits Kaninchen in freier Wildbahn beobachtet haben.
Untersucht man Wildkaninchen und ausgesetzte Hauskaninchen auf ihre Backenzahnlänge, stellt man fest, daß die Backenzahnlänge kürzer ist, wie bei Kaninchen, die mit Heu und Gras als Hauptfutter gefüttert werden. Weiterhin haben selbst langhaarige ausgesetzte Hauskaninchen keine Probleme mit dem Verschlucken von Haaren, so wie es so oft in Gefangenschaft zu beobachten ist.
Es gibt nix, was die These stützt, daß Kaninchen für irgendetwas Heu oder Gras bräuchten ...
Empfehlenswerte Literatur:
Boback, A. W. (1970): Das Wildkaninchen. Verlag A. Ziemsen, Wittenberg, Lutherstadt
Turcek, F. (1959): Beitrag zur Kenntnis der Fraßpflanzen des Wildkaninchens. Säugetierkundliche Mitteilungen 7, 151-153
Schlolaut, W. (2003): Das große Buch vom Kaninchen; DLG-Verlag, Frankfurt/Main
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Ich hab frische und auch getrocknete Kräuter zuhause.
Prima!
Dann verfütter die frischen Kräuter an Itchy, sie wird sich drüber freuen!
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Diese soll man auch gar nicht täglich füttern, weil dann die Heilwirkung (sofern gegeben) nicht mehr wirken kann, da es für den Körper ja schon normal ist, dass man das bekommt.
Dem guten Hippokrates unterstellt man den Spruch: Laß deine Nahrung deine Medizin und deine Medizin deine Nahrung sein ... nun, der Spruch ist noch viel älter, man kann ihn auch für den mesopotamischen Raum für 2000 vor Christus nachweisen. Ähnliche Sprüche kann man weltweit überall dort nachweisen, wo medizinische Anwendungen schriftlich überliefert sind. Die Leute von damals waren gar nicht mal so dumm ...
Sie haben nämlich erkannt, daß man erst gar nicht krank wird, wenn man Kräuter täglich ist - deshalb wird ja zu Fleisch beispielsweise die Heilkräuter Rosmarin, Salbei etc zugetan oder verschiedene Lattichgewächse als Salat bereitet. Alle diese Pflanzen, auch Möhren, Petersilie, Kartoffeln, Tomaten - alle Pflanzen, die wir essen, sind Heilpflanzen!
Und viele Heilpflanzen können wir als Nahrung verwenden: Zicchorienwurzeln, Nachtkerzen, Tomaten ...
Fast alle Kräuter wirken erst dann, wenn sie täglich in gewissen Mindestmengen gegessen werden, so beispielsweise Ingwer, Oregano, Thymian, Rosmarin ... eigentlich fast alle Würzkräuter ...
Die Heilwirkung von Kräutern hat man also nur dann, wenn man täglich Heilkräuter als Nahrung zu sich nimmt! Wer das tut, bleibt auch gesund - und wir sind Menschen, also Affen, die gar keine Kräuterfresser sind!
Die Ayurvedische Medizin berücksichtigt das auch heute noch - dort werden viele Heilkräuter täglich ins Essen getan, damit man gesund bleibt!
Wenn das schon für uns gilt, sollte das doch wohl für Kaninchen erst recht gelten - oder nicht?
Wie oben schon gesagt, in der Natur fressen Kaninchen zwischen 80g und 300g/Kilo Lebendgewicht Kräuter! Darunter sind viele Heilkräuter und sehr viele Kräuter, welche für andere Tiere giftig sind. Selbst Efeu wird von Kaninchen mehr gefressen, wie Gras!
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Man nimmt ja auch keinen Spitzwegerichhustensaft, wenn man gesund ist.
Nun, ich esse jeden Tag außer im Winter große Mengen Spitzwegerich täglich - und erspare mir damit den Spitzwegerichhustensaft ganz, weil ich erst gar keinen Schnupfen bekomme.
Im Gegensatz zum wildwachsenden Spitzwegerich enthält der Hustensaft nämlich solch schädliche Stoffe wie Alkohol und raffinierten Zucker ...
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Meine Kaninchen mögen definitiv keinen Knoblauch oder Zwiebeln, geschweige denn das Grün davon. Meinst du, ich hätte das noch nicht ausprobiert und lüge hier?
Du hast also Itchy schon Knoblauchgrün und Zwiebelgrün im Futter zur freien Verfügung über mehrere Wochen und über Nacht angeboten, nachdem Itchy seinen Abszeß bekommen hatte?
Kaninchen fressen Knoblauchgrün und Zwiebelgrün nur dann, wenn sie den brauchen, nicht wenn der Mensch ihnen das ins Futter packt! Nur, weil Kaninchen die Nase rümpfen, wenn man ihnen Zwiebelgrün hinhält, heißt es noch lange nicht, daß sie das nicht brauchen. Sie fressen es, wenn sie gesund sind, gar nicht - aber wenn sie krank werden, fressen sie es bei ganz bestimmten Krankheiten. Es ist Medizin für sie, keine Nahrungspflanze!
Hast du mich jetzt verstanden?
Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen selbst sind für Kaninchen unnatürlich, wildlebende Kaninchen fressen zwar selten Zwiebeln, das sind jedoch echte Ausnahmen, normalerweise fressen sie nur das Grün von Zwiebelgewächsen.
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Ja, ich kenne mein Heu, weil ich die Bezugsquelle kenne bzw. es dort selbst hole und weiß, wo es geerntet wird.
Ich kannte mein Heu auch, teilweise hab ich sogar bei der Ernte des Heues geholfen! Es handelte sich um Bioheu von artenreicher Wiese - aber mit hohem Anteil von Weidelgras. Meine Kaninchen sind davon krank geworden - und das, trotzdem ich wußte, woher ich mein Heu hole! Ein Teil der Kaninchen magerte extrem ab, sie werden durch diese giftigen Gräser unfruchtbar, Wunden heilen nicht mehr richtig, es bilden sich oft Abszesse, die nur schwer abheilen usw usf - nur durch das Gras!
Es ist nicht wichtig, ob du deine Heuquelle kennst oder nicht, der Weidelgrasanteil ist wichtig!
Die Inhaltsstoffe sind wichtig!
Selbst die artenreichste und schönste Naturschutzwiese nutzt da absolut nix, wenn da jemand mit Schuhen drüberlatscht, wo der Samen von Weidelgräsern aus Trittrasen dran haftet - die Samen gehen dort in der Naturschutzwiese auf und wenn der Boden stickstoffreich genug ist, verbreiten sich diese Gräser - es sind dieselben giftigen Gräser, wie sie für eine hohe Milchproduktion für Rinder gezüchtet wurden!
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Außerdem frisst ein Hauskaninchen manche Sachen nicht, weil’s ihm einfach nicht schmeckt. Den wilden Instinkt, was sie wann brauchen und was gut ist oder nicht, haben die Hauskaninchen nicht.
Kaninchen, die ausgesetzt werden, erholen sich erstaunlich schnell, ohne sich zu vergiften, sie fressen genau die gleichen Pflanzen wie ihre wilden Kollegen. Die Pflanzen, die ihnen schmecken, ändern sich von Tag zu Tag genauso wie bei den wilden Artgenossen. Es ist ein Myth, der sich durch eigene Beobachtung und auch Beobachtung anderer nicht bestätigen läßt!
Frag doch mal Andreas oder saloiv in diesem Forum, was sie machen, wenn sie nen Notfallkaninchen bekommen ... sie setzen es auf der Weide aus, damit die Kaninchen sich das an Kräutern suchen können, was sie brauchen! Die können das - wenn man sie läßt!
Die gehen dann in der Wohnung auch nur an die giftigen Pflanzen, die nur für Menschen, nicht jedoch für Kaninchen giftig sind (Efeu zum Beispiel - Wildkaninchen fressen bis zu 10% ihres Futters von dieser Pflanze!).
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Sonst würden sie sich keine Vergiftungen von diversen Zimmerpflanzen holen oder wenn man aus Versehen wild wachsende Giftpflanzen sammelt. Das würde ein Wildkaninchen nicht fressen, ein Hauskaninchen aber eventuell schon.
Wildkaninchen, welche so gefüttert werden, daß sie nicht täglich Kräuter in ausreichender Menge bekommen, vergiften sich genauso wie Hauskaninchen an diversen Zimmerpflanzen und fressen wild wachsende Giftpflanzen! Es gibt keinen Unterschied zwischen der
Selektion von Hauskaninchen und Wildkaninchen!
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Ich kenne meine Tiere und habe auch schon alles mir mögliche ausprobiert, von dem ich bzw. der Tierarzt weiß. OK, Leukasekegel haben wir noch nicht versucht. Aber am Montag hab ich sowieso wieder einen Termin.
Wenn sich die Keime und der Eiter im ganzen Lymphsystem verteilt haben und bisher nichts dagegen gewirkt hat, dann wage ich zu bezweifeln, dass sich noch ein Heilmittel findet. Natürlich wäre ich froh, wenn ich mich irre.
Gut ... dann kannst du es ja bei Itchy auf einen Versuch ankommen lassen und sie einfach nach meinen Ratschllägen füttern, Itchy kann dadurch nur noch gewinnen ...
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Aber deswegen muss man hier nicht mit so unfreundlichen Kommentaren wie Zitat: „Herzlichen Glückwunsch, du ernährst deine Kaninchen besser wie ich!“ ankommen.
Tut mir leid ... ich wußte nicht, daß bei dir Glückwünsche als Beleidigung aufgefaßt werden und möchte mich damit in aller Öffentlichkeit für entschuldigen ...
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Die Situation ist schon schwierig genug. Da kann man gut und gerne freundliche Tipps und Antworten geben.
Genau das versuche ich ja ... nur, wenn dann auf ernstgemeinte Fragen, wie beispielsweise "Was fütterst du", nur eine ehrliche Antwort kommt a la: "An der Fütterung kann's nicht liegen", was soll ich dann davon denken?
Entweder ich gehe davon aus, daß du keine Ahnung hast, was Kaninchenfütterung angeht, dann bist du zu Recht sauer - oder aber ich gehe davon aus, daß du tatsächlich besser fütterst wie ich ... und das will was heißen, ich bin zwischen einer und drei Stunden jeden Tag unterwegs, um für meine Kaninchen die passenden Kräuter zu sammeln!