Wenn wir so anfangen, sind wir bald bei amerikanischen Verhältnissen, wo Kinder dafür ins Gefängnis kommen, weil sie ihrer Schwester geholfen haben, die Hose fürs Pinkeln runterzulassen und das zufälligerweise von den Nachbarn als Vergewaltigungsversuch von einem Sechsjährigen gegenüber einer Dreijährigen interpretiert wurde!
Wir sprechen hier von den Jugendlichen, nicht von voll ausgewachsenen Personen!
Wir sprechen hier von Kindern und Jugendlichen unter dem 16. Lebensjahr!
Die sind nicht mal voll geschäftsfähig!
Wenn wir also deine Vorstellungen konsequent umsetzen, könnten auch Kindergärtnerinnen Fünfjährige wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung verklagen, weil der eine Fünfjährige der Kindergärtnerin nen Bauklotz an den Kopf und zeitnah der zweite Fünfjährige der Frau nen Tritt vors Schienbein verpaßt hat, oder wie?
Am Besten noch Lebenslänglich für diese schwere kriminelle Tat!
Oder, was ist mit den Klippschulen?
Ca. 100% der Schüler aus den Hauptschulen könnten wir dann erstmal einbuchten, weil die weitaus Schlimmeres mit ihren Lehrern veranstalten, wie nen paar Hasilis an die Tafel zu malen! Da fliegen teils harte Gegenstände durch die Luft, es werden Messer gezückt, es ist mehrfach in solchen Schulen sowohl auf Lehrer, als auch auf Mitschüler geschossen worden!
Wenn hier geklagt wird - das ist absolut verständlich, Lehrer sind keine Polizisten ... spätestens, wenn Waffen eingesetzt werden, ist es nicht mehr Lehrersache ...
... aber wie bitteschön kann eine vorgesetzte Autoritätsperson, welche den Auftrag zur Ausbildung der jungen Leute da vor sich hat, mit Hasilis an der Tafel gemobbed werden?
Wie genau darf ich mir das vorstellen?
Noch ist die Schülerin von der Lehrerin abhängig! Wenn also einer gemobbed werden kann, dann die Schülerin!
Ein Lehrer hat immer die Möglichkeit, sich zu weigern, einen speziellen Schüler zu unterrichten. Warum hat sie nicht darauf bestanden, wenn sie von einer einzelnen Schülerin gemobbed wird?
Normalerweise ist das Praktikum zum Rausfiltern solcher Leute da ... klappt auch halbwegs, sonst hätten wir noch mehr solcher Hasi-traumatisierten Lehrerinnen (und Schlimmeres). Der zweite Schritt ist da einfach die Praxis in der Schule, wenn ein Lehrer heulend aus der Klasse rennt, braucht er halt einfach ne Auszeit und ne Vertrauensperson, mit welcher er reden kann, fertig!
Unsere Gesellschaft ist knallhart aufgebaut, da läuft vieles falsch ... beispielsweise gibts diese Auszeit nicht, es gibt für Lehrer keine Runden, wo sie offen über die Probleme mit ihren Klassen reden können. Jeder ist darauf angewiesen, sein eigenes Ding durchzuziehen ... und eckt bei der Schulleitung an in dem Augenblick, wo er etwas verbessern will!
DAS ist die Realität ...
Das ist aber nicht das an die Tafel malen von Hasilis!
Spätestens, wenn so etwas einen Lehrer an den Rand der Verzweiflung bringt, hat er einfach aus dem Verkehr gezogen zu werden, genauso wie ein Busfahrer, welcher nachgewiesenermaßen betrunken gefahren ist oder ein Feuerwehrmann, der mitten im Einsatz nen Nervenzusammenbruch erleidet ...
Apropos Feuerwehrmann ... es kommt nur allzuoft vor, daß Menschen Feuerwehrleute wüst beschimpfen, auf diese losgehen und körperlich tätlich werden, weil sie der Meinung sind, daß die Feuerwehrleute noch das Hamsterle zu retten hat ... soll da auch jedesmal Anzeige wegen Mobbings gegenüber den Leuten gemacht werden?
Speziell in diesem Fall ist übrigens gar nicht so klar, wer wen gemobbed hat ... nach Aussage der Schülerin hat sie zwar erzählt, was an der vorherigen Schule los war, aber hat selbst die Häschen nicht an die Tafel gemalt ... was ist daran falsch, über Erfahrungen zu reden?
Das ist schon Mobbing?
Und damit kommen wir zum nächsten Punkt ... die Lehrerin hatte schonmal eine Schülerin wegen Mobbings verklagt (eventuell dieselbe? Kam nämlich gar nicht so klar raus), wie kommt es da zustande, daß diese Lehrerin ohne entsprechende Therapie weiter unterrichten darf?
Hätte nicht spätestens an dieser Stelle irgendein Regelmechanismus greifen müssen?
Ach ja ... die Tafel gehört übrigens dem Staat und der Staat, das sind immer noch wir!
Die Tafel gehört nicht der Lehrerin!
Selbst, wenn es sich nicht um eine staatliche Schule handelt, ist es immer noch Eigentum der Schule, und nicht das Eigentum der Lehrerin ... das zum Thema fremdes Eigentum.
Die Tafel ist dafür da, sowohl von Schülern, als auch von Lehrern bemalt zu werden ... sie ist speziell für diesen Fall zur Verfügung gestellt worden!