Rennmaus hat geschrieben:
Mist, zu spät gelesen

Wird heute Nacht um 2:50 wiederholt.
Rennmaus hat geschrieben:
War es denn interessant? Es klingt zumindest total gut! Hät ich echt gern gesehen...
Ich fand es sehr interessant! Seltsamerweise waren viele Szenen, die wie eine Beschreibung einer Entwicklung waren, auch extrem berührend, aber eben alles andere als gefühsduselig. Wenn bspw. Temple Grandin zwanghaft ihre visuellen Ziele in die Realität umgesetzt hat, einfach weil sie nicht anders konnte, als zwanghaft zu agieren, es für sie keinen Plan B gab. Die Entwicklung und das Behalten können ihrer Squeeze Machine, das Eindringen in die Ranch, weil sie zu den Rindern musste, wie kommt man an einen Wackelpudding wenn man Angst hat vor automatischen Türen.
Wie stark ihre Familie und ihr erster Naturwissenschaftslehrer sich hinter ihre Entwicklung gestellt haben, obwohl Temple Grandin die Gefühle dahinter nicht verstehen konnte - eine Seltenheit in Familien. In der Regel wird Anderssein ausgegrenzt oder gar bestraft.
Das bildliche Denken und die Ängste von Autisten wurden für Leute wie mich mit "normalem" Frontallappen verständlich dargestellt, so dass ich besser verstehen kann, wie Tiere sehen und fühlen. Im Zusammenhang damit, wie nehmen Tiere Tod wahr.
Der Film hat mir auch einige Fragen beantwortet, die ich bei der Lektüre von "Ich sehe die Welt wie ein frohes Tier" nicht richtig verstanden habe. Wie sie das Verhalten der Rinder unter Stress denn nun konkret im Schlachthaus entstressen konnte. Besonders auch, warum sie die industrielle Massentierschlachtung "tiergerecht" optimiert hat statt das Ruder um 180° zu weniger Fleischkonsum umzuschwenken.