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 Betreff des Beitrags: menschliches Essen für Wildvögel
BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 06:26 
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Planetarier
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Grad am Samstag fand ich bei uns auf dem Rasen bestimmt ein halbes kg Brote rumfliegen als Futter für die Tauben, Enten, etc., die man hier so vorfindet.
Wir Menschen denken, sie tun etwas Gutes, indem sie irgendwelche Reste menschlicher Nahrung an die Wildvögel verfüttern.

Diese Nahrung muss für die Vögel aber doch aber eigentlich schädlich sein oder? :grübel:
Was fressen die Vögelarten, die am häufigsten von uns Menschen gefüttert werden, eigentlich sonst so, natürlicherweise?


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Mixerama - Futter selber mischen

BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 07:09 
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Die Leute tun es aus Unwissenheit und aus Faulheit, weil sie alte Essensreste zum Einen nicht selber entsorgen wollen. Es ist ja leichter - Fenster auf und raus damit - Das sah ich leider in Wohngebieten in Berlin oft. Nur mit dem Unterschied, dass da auch verschimmelter Käse, verschimmeltes Brot und eklige Wurst oft tagelang dann auf dem Rasen rumlag. Zum Anderen haben immernoch das typische Bild einer mit Brot taubenfütternden Oma im Hirn oder wie die Kinder Enten und Schwäne am Wasser mit Brot füttern, ohne eigentlich zu wissen, dass es nicht so gut ist für die Tiere. Selten sieht man, dass einer die Enten und Schwäne artgerecht fütterte.
Aber was wäre denn bei Enten, Wildgänse und Schwäne eine artgerechte Fütterung?
Mensch kann ja nun schlecht auf den Grund der Gewässer nach Algen, Pflanzen und Muscheln suchen? :hehe:

Bei Tauben und Spatzen z.B. sieht man oft, dass sie sich in größeren Städten immer da gehäuft tummeln, wo sie etwas Essen erwarten können. An Imbissbuden, Bahnhöfen, Einkaufspassagen usw...
Oftmals sind Spatzen schon so zahm, dass sie aus der hand fressen. Klar, das ist total niedlich, wenn so ein kleiner frecher Spatz ankommt und um einen Krümel Brot oder Wurst oder sowas bettelt und es sich dann mutiger Weise auch noch selber abholt. Wie gut es ihnen wirklich tut? :hm:
Gute Frage Kaktus. ;)

Ich denke beinahe, dass sich die Stadtvögel in gewisser Art und Weise ihren Bedingungen angepasst haben und nur noch wenig natürliches Futter zu sich nehmen. Aber umsonst haben so viele Tauben und auch Spatzen bestimmt keine Handycaps, wie Verkrüppelungen an Füßen, was man sehr häufig sieht. Die natürliche Auslese geht dabei irgendwie gänzlich den Bach runter, weil in einer großen Stadt so ziemlich alle satt werden. Not gibt es kaum noch oder sagen wir besser nur durch Krankheiten oder Unglücke, wie dass eine Taube totgefahren wird, weil sie zu "zahm" war oder taub? :hm: und nicht wegflog, als ein Auto kam...

Aber, Tauben sieht man in der Natur ebenso häufig auf den Wiesen und Feldern sitzen, um Sämereien, kleinste Pflanzenreste zu futtern, wie Krähen und Stare oder Spatzen. :hm:


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BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 08:35 
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Planetarier
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Sowohl Tauben, als auch Enten wurden, vermutlich seit sie als Haustiere gehalten wurden, mit Getreidebreien, in Milch eingeweichten Brot oder mit Milchprodukten verührten Getreideschrot gefüttert.
Die Stadttauben stammen von diesen Haustauben ab ... sollten also an diese veränderte Nahrung so weit angepaßt sein, wie es halt nach nur vermutlichen 6.000 Generationen möglich ist.

Stockenten und Bläßrallen sind noch heute Wildtiere, haben sich jedoch sehr eng dem Menschen angeschlossen. Dort, wo Hausenten freilaufend gehalten werden, verkreuzen sich Stockenten und Hausenten noch heute. Beide Arten dürften sich schon früh an den Abfällen des Menschen bedient haben.

Felsentauben und feldernde Haustauben fressen in erster Linie Sämereien, aber auch Gräser, Kräuter, Insekten, Blätter und Früchte.

Stockenten fressen Wasserpflanzen, Insekten und zu einem geringen Teil auch Sämereien.

Bläßrallen fressen verschiedene Wasserpflanzen, Gräser, Kräuter, Blätter, Insekten und Sämereien.

Das Problem mit der Brotfütterei ist auch weniger, daß diese Vögel das Brot nicht vertragen würden, sondern vielmehr, daß sie zunehmend auf Brot ausweichen und nicht mehr genügend anderer Nahrung zu sich nehmen. Ist schließlich schwer geworden in unserer heutigen Zeit, sich wirklich ausgewogen zu ernähren - Tauben finden in den Städten nur wenige Brachen, auf denen genügend samentragende Pflanzen und Insekten vorkommen, sie müssen in Städten deutlich weiter fliegen, wie auf nem Bauernhof, wo die Felder gleich drumherum sind.
Enten und Bläßrallen haben das Problem, das viele ihrer Nahrungspflanzen und Instekten aufgrund der zunehmenden Schadstoffbelastung und Versiegelung von Uferbereichen nur noch selten vorkommen, dort, wo reger Schiffsverkehr zu finden ist, sind die Nahrungspflanzen zudem mit Schwermetallen stark belastet, was wiederum auf Kosten ihrer Fruchtbarkeit geht.
Je mehr sich allerdings diese Vögel auf die tägliche Brotfütterei verlassen, desto einseitiger ernähren sie sich und desto schneller kommt es zu Mangelerscheinungen.

Ein weiteres echtes Problem ist, daß von den Vögeln das Brot auch dann noch gefressen wird, wenn es verschimmelt ist. Die Schimmelpilzgifte sind auch für Vögel giftig.

Und noch eine negative Eigenschaft hat Brot - insbesondere, wenn es ins Wasser geschmissen wird:
Es reichert die Gewässer mit Nährstoffen an, woraufhin sich Algen bei entsprechender Wärme und Sonneneinstrahlung extrem vermehren können und zur sog. Algenblüte führen. Alles, was unter diesem Algenteppich lebt, bekommt nun weniger Licht und Sauerstoff ab und stirbt schließlich irgendwann ab - die Brotfütterei verschärft also noch das Problem mit dem Futter für Wasservögel!


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BeitragVerfasst: Mo 7. Dez 2009, 11:53 
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Globaler Moderator
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Meiner Meinung nach fressen die Tauben solche Dinge wie altes Brot nur, wenn sie starken Hunger haben. Meine Tauben würden soetwas nie anrühren, sie ziehen immer Sämereien vor... Die Stadttauben haben eben keine andere Wahl.

Das größte Problem bei der Vogelfütterung ist ja, dass das Futter in Wind und Wetter liegen bleibt, verfault und verschimmelt und immernoch gefressen wird. Auch die meisten Vogelhäuschen sind nicht regenfest... Von der verdorbenen Nahrung sterben dann richtig die Vögel oder werden krank. Da ist es dann besser garnicht zu füttern.


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BeitragVerfasst: Di 8. Dez 2009, 16:43 
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Planetarier
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Stadttauben finden an sich genügend Sämereien, mit Saaten, egal ob Kleinsaaten oder Großsaaten und egal mit was genau, du kannst sie nicht locken, ich habs mit den Wiesbadener und den Berliner Stadttauben versucht, weil ich der Meinung war, sie sollten wenigstens die Chance einer artgerechten Ernährung bekommen ... nunja, sie waren genau wie ich absoluter Fan der echten Berliner Schrippen - wenn es die nicht waren, gingen auch andere Weißmehlprodukte ...

Hatte dann damals mal geschaut, welche Schrippen sie fressen, welche nicht ... das erstaunliche Ergebnis, es wurden Weißmehlprodukte mit Ei und Milchprodukten klar bevorzugt - sie hatten also die Schrippen gar nicht als Körnerersatz gefressen, sondern als eiweißreiches Weichfutter ... ein Ersatz für geeignete Insekten!
Dementsprechend wird auch Buttergebäck sehr gerne angenommen, weiterhin alle Arten von Sahnetorten, Joghurtgebäcke etc etc etc - teilweise lieber, wie berliner Schrippen (in echten Berliner Schrippen wurden Molkereste mitverarbeitet.)
Ersatzweise wurden auch Pommes angenommen - allerdings nur dann, wenn sie in Öl frittiert wurden, nicht, wenn sie fettfrei gebraten wurden (gab da so ne Imbißbude, welche "Diätfritten" für die gesundheitsbewußte Budennutzerin machte - selbe Fritten, wie zum Frittieren, aber halt auf Crepeplatten gegart ... und gleich doppelt so teuer wie frittiert und niemals kross, wie Fritten normalerweise sein sollten ... diese Diätfritten fraßen nicht mal die Spatzen!)

Jetzt ist natürlich die Frage, ob es in Städten tatsächlich zuwenig geeignete Insekten gibt, oder ob die Stadtauben aufgrund ihrer Präferenz für Gebäcke und Fritten einfach nur inzwischen zu dick und fett sind, um sich geeignete Insekten zu fangen - ich persönlich würd zweiteres annehmen ...

Leider hatte ich die Versuche nicht weitergemacht, wäre interessant gewesen, ob die Stadttauben sich vom Gebäck auf Mehlwürmer hätten umstellen lassen.


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BeitragVerfasst: Di 8. Dez 2009, 17:48 
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Globaler Moderator
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Tauben, die Insekten fangen?

Tauben fressen zwar Insekten, gehen aber nicht wirklich auf die Jagdt, dafür sind sie auch nicht geschickt genug. Sie fressen wenn sich ihnen mal die Gelegenheit bietet, das ein oder andere Insekt, aber sie jagen nicht.

Ich habe meinen schon einiges vorgesetzt, z.B. Kuchen wenn ich im Sommer einen draußen gegessen ahbe und sie vorbei schauten. Aber das mögen sie bei mir alles nicht. :mrgreen:


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